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Sind die Weltmeere Wüsten?

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  • Sind die Weltmeere Wüsten?

    Hallo,

    nachdem ich im Netz nichts aussagekräftiges gefunden habe stell ich die Frage einfach mal hier.
    In Geo sind wir gerade beim Thema Wüsten, und mein Vertretungs-Geolehrer fragte uns nach der Definition für Wüste. Er definiert es als lebensfeindlichen Raum (höchstwahrscheinlich im Bezug auf den Menschen).
    Dann fragte er nach der größten Wüste auf der Erde. Wir antworteten "Saraha". Daraufhin meinte er, die größte Wüste seien die Weltmeere, da sich der Mensch dort nicht über längeren Zeitraum ohne Hilfsmittel aufhalten könnte. Eine Oase sei im Weltmeer eine Insel.
    Nun wollte ich -mit meinen bescheidenen Geo-Kenntnissen- mal nachfragen, ob das so stimmt. Weil ein anderer Lehrer meinte zu mir das sei falsch, da ja Tiere in den Meere leben würden, in einer Salzwüste aber zum Beispiel nicht.

  • #2
    Das ist eine Definitionsfrage. Über der Wasseroberfläche und insbesondere für den Menschen sind die Weltmeere wirklich eine "Wüste" (im ursprünglichsten Sinne des Wortes), ebenso wie die Antarktis und das Packeis des Nordpols.

    Biologisch "wüst und leer" sind die Weltmeere natürlich nicht, im Gegenteil. Nach den Regenwäldern dürften sie wohl das "Gebiet" mit der höchsten Biomassedichte und größten Produktivität auf Erden sein.

    Da müssen sich die beiden Lehrer also erstmal auf eine Definition für Wüste einigen, bevor man das sicher beantworten kann.
    Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
    Makes perfect sense.

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    • #3
      Zitat von Harmakhis Beitrag anzeigen
      Das ist eine Definitionsfrage. Über der Wasseroberfläche und insbesondere für den Menschen sind die Weltmeere wirklich eine "Wüste" (im ursprünglichsten Sinne des Wortes), ebenso wie die Antarktis und das Packeis des Nordpols.

      Biologisch "wüst und leer" sind die Weltmeere natürlich nicht, im Gegenteil. Nach den Regenwäldern dürften sie wohl das "Gebiet" mit der höchsten Biomassedichte und größten Produktivität auf Erden sein.

      Da müssen sich die beiden Lehrer also erstmal auf eine Definition für Wüste einigen, bevor man das sicher beantworten kann.
      Man könnte zumindestens so argumentieren, dass, wenn man sich das Wasser wegdenkt, der Boden der Weltmeere echte Wüsten sind.. in dem Fall wären das Steinwüsten.

      Aber Wüste und Meer/Ozean sind m.E. vollkommen unterschiedlich geologische Objekte.


      .
      EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

      McWire schrieb nach 1 Minute und 32 Sekunden:

      Zitat von berry3 Beitrag anzeigen
      Hallo,

      nachdem ich im Netz nichts aussagekräftiges gefunden habe stell ich die Frage einfach mal hier.
      In Geo sind wir gerade beim Thema Wüsten, und mein Vertretungs-Geolehrer fragte uns nach der Definition für Wüste. Er definiert es als lebensfeindlichen Raum (höchstwahrscheinlich im Bezug auf den Menschen).
      Dann fragte er nach der größten Wüste auf der Erde. Wir antworteten "Saraha". Daraufhin meinte er, die größte Wüste seien die Weltmeere, da sich der Mensch dort nicht über längeren Zeitraum ohne Hilfsmittel aufhalten könnte. Eine Oase sei im Weltmeer eine Insel.
      Nun wollte ich -mit meinen bescheidenen Geo-Kenntnissen- mal nachfragen, ob das so stimmt. Weil ein anderer Lehrer meinte zu mir das sei falsch, da ja Tiere in den Meere leben würden, in einer Salzwüste aber zum Beispiel nicht.
      So oder so ist übrigends die Antarktis die flächengrößte Wüste und etwa doppelt so groß wie die Sahara.
      Zuletzt geändert von McWire; 26.01.2009, 20:19. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
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      Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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      • #4
        Zitat von McWire Beitrag anzeigen
        Aber Wüste und Meer/Ozean sind m.E. vollkommen unterschiedlich geologische Objekte.
        Naja, Wüsten sind sicherlich kein "geologisches" Konstrukt. Wenn dann geographisch.

        Ich glaube aber, dass Wüsten prinzipiell durch einen Mangel an verfügbarem Süßwasser und daraus resultierender Vegetationsarmut/-losigkeit definiert sind. Das trifft auf Trocken- und Eiswüsten zu.

        Auf das Meer trifft das nur noch im übertragenen Sinne zu, da "Pflanzen" (aka Algen) im Meer reichhaltig vorkommen bzw. die ganze Ökologie auf Salzwasser basiert und diese Definition da nicht greifen kann.
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        Makes perfect sense.

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        • #5
          AFAIK gibt es tatsächlich riesige Zonen in den Ozeanen, die extrem nährstoff- und sauerstoffarm und daher im Prinzip tot sind - auch ohne menschliches zutun, ganz natürlich.

          Das Meer ist eben auch nicht überall ein Quell übersprudelnden Lebens.
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          • #6
            Zitat von berry3 Beitrag anzeigen
            da ja Tiere in den Meere leben würden, in einer Salzwüste aber zum Beispiel nicht.
            Nun ja, höherentwickelte Spezies sicherlich nicht, aber Leben gibt es da wohl schon.

            Mikrobielles Leben

            Unabhängig von Klima, Temperatur und Breitengrad gibt es in trockenen Wüsten einen enormen Reichtum an unterschiedlichen Bakterienarten. Entscheidend für das Gedeihen dieser Mikroorganismen ist der pH-Wert (Säuregrad) des Bodens: so bieten Böden mit neutralem pH-Wert, wie sie in trockenen Wüsten und Wäldern vorkommen, den Bakterien optimale Lebensbedingungen. Dagegen findet man erstaunlicherweise in sauren Böden, wie z. B. denen der südamerikanischen Regenwälder, nur sehr wenige Bakterien.


            In der Salwüste leben aber auch einige wenige Pflanzen, wie z. B. der Salpeterstrauch (Nitraria)

            Gattung der Jochblattgewächse, bis 2 m hohe, oft dornige Sträucher der Salzwüsten der Alten Welt, mit essbaren Früchten. Nitraria retusa besiedelt die Salzwüsten von Nordafrika bis Palästina, Nitraria schoberi die Salzwüsten von Südrussland bis zur Mongolei. Beide dienten früher der Sodagewinnung.

            Die Lichter am Fluss tanzen um ein Feuer.
            Stille, es ist Frieden geworden, in mir und mit euch allen. by Laeg
            Einem festen Herzen bewahrst du den Frieden, den Frieden, weil es auf dich vertraut. Jesaja 26,3
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            • #7
              Zitat von McWire Beitrag anzeigen
              Man könnte zumindestens so argumentieren, dass, wenn man sich das Wasser wegdenkt, der Boden der Weltmeere echte Wüsten sind.. in dem Fall wären das Steinwüsten.
              Alles ist eine Wüste, wenn man sich das Wasser wegdenkt.

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              • #8
                Die Ozeane sind (für menschen!) eine Wüste, weil kein Mensch dort ohne, odeer mit nur begrenzten Mitteln dort Überleben könnte: Mann braucht dort zum Überleben: Eine Schwimmende Platform, die nicht untergehen kann, Entsalzungsmaschienen, Algenfilter oder Algensamler (einige Algen kann man essen, Aber alle kann man getrocknet verbrennen), Maschienen zum Fischen und eine Anlage zur stomgewinnung zum betrieb der Maschienen.

                Kann mich aber auch irren, oder einfach zu jhohe anforderungen an Meine Umwelt stellen, sodass ich schon wiedert zuviele Sachen angebe.

                Also nicht darauf verlassen dass ich dass richtige schreibe.=)
                http://i41.tinypic.com/33f975g.jpg

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                • #9
                  Zitat von Maik_92 Beitrag anzeigen
                  Die Ozeane sind (für menschen!) eine Wüste, weil kein Mensch dort ohne, odeer mit nur begrenzten Mitteln dort Überleben könnte
                  Hm, dieser Argumentation folgend wäre ein schneebedeckter Winterwald auch eine Wüste.

                  Man könnte noch argumentieren, dass die Oberflächen der Ozeane aufgrund ihrer Eintönigkeit für das menschliche Auge Wüsten sind.
                  Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                  -- Thug --

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                  • #10
                    Zitat von HiroP Beitrag anzeigen
                    Hm, dieser Argumentation folgend wäre ein schneebedeckter Winterwald auch eine Wüste.

                    Man könnte noch argumentieren, dass die Oberflächen der Ozeane aufgrund ihrer Eintönigkeit für das menschliche Auge Wüsten sind.
                    Man kann diese Argumentation sogar noch auf die Spitze treiben und grüne Weiden oder kahle Äcker als Wüste deklarieren, da der Mensch von grünem Gras alleine nicht überleben könnte und abgeerntete Äcker ebenso "lebensfeindlich" sind.

                    Ich glaube man sollte die Wüstendefintion mehr geographisch fassen und weniger auf den Mensch und dessen Lebensbedingungen bezogen..

                    Übrigends ist die größte uns zugängliche Wüste dann immernoch das Weltall, da es dort absolut nix gibt, was einen Menschen längere Zeit am Leben halten könnte.
                    Mein Profil bei Memory Alpha
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                    • #11
                      Och, wenn ich mir so manch Himmelskörper anschau, herrscht auf denen teilweise ein weitaus größeres tohu wa bohu, als auf den klassischen Erdenwüsten.

                      Von der begrifflichen Logik her stimmt es eigentlich, dass die Meere für den Menschen die reinsten Wüsten sind, welche sogar noch aus einem sehr fiesen Treibsand sind.

                      Doch geschichtlich betrachtet, hat man das Meer in seiner Leere erst viel später so richtig entdeckt. Früher, etwa lange Zeit vor ~1400 n.Chr. war das Meer ja hauptsächlich nur ein zusätzlicher Nahrungslieferant. Man traute sich auch schlicht weg nicht weiter raus auf's offene Meer, man konnte sich ja weitgehend nur anhand der Küstenlandschaft orientieren. Und solange man auch nur den Fischfang betrieb, gab es auch kaum einen Grund, sich von ertragreichen Küstenregionen in unbekanntes Gebiet zu entfernen.

                      Erst als man schließlich neue Handelsrouten suchte, traute man sich schließlich raus und entdeckte das wüste Meer.
                      אנו רוצים להודות לך על השימוש בשירותי התרגום שלנו.

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                      • #12
                        Falls die Thread-Frage noch besteht, bringt vielleicht bald die neue Version von GoogleMaps Hilfe.
                        Denn die taucht jetzt ab:

                        BBCNews -- Google Earth dives under the sea

                        Zitat von Al Gore
                        You can now dive into the world's ocean that covers almost three-quarters of the planet and discover new wonders
                        Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                        -- Thug --

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