Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

effektive Energieversorgung

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • effektive Energieversorgung

    Hallo liebe Leute,

    ich schreibe gerade an einem Scince-Fiction Roman (sowas aber auch ), bin aber physikalisch nicht besonders versiert. Beim lesen einiger Threads hier hatte ich aber den Eindruck, dass mancher unter uns hier doch ganz schön Ahnung hat, oder zumindest eine solche gut Vortäuschen kann (kann ich aber nicht beurteilen, aus o.g. Grund )

    Langer Rede kurzer Sinn, ich brauche eine Art der Energiegewinnung -, Energieübertragung (möglichst durch die Luft) plausibel erklärbar!!!

    Danke im Voraus!
    Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.
    ("Per Anhalter durch die Galaxis")

  • #2
    Die drahtlose Energieübertragung ist zumindest auf kurze Distanzen keine Sciencefiction mehr. Grundsätzlich könnte man das mit Mikrowellen auch auf größere Distanzen realisieren. Allerdings lassen gesundheitliche Bedenken eine Anwendung in bewohnten Gebiet, für nicht ratsam erscheinen. Auch ist fraglich wie hoch der Wirkungsgrad der Energieübertragung dabei wäre. Siehe: Drahtlose Energieübertragung.
    Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
    Dr. Sheldon Lee Cooper

    Kommentar


    • #3
      Soll es "die Supertechnologie" sein, also in Richtung beherrschte Kernfusion gehen, oder eher die optimistische Version unserer gegenwärtigen Zukunft? Es wäre ein SciFi-Novum falls Du Dich für den pluralistischen zweiten Vorschlag entschiedest, das hieße dann "virtuelles Kraftwerk".

      Anstatt der klassischen deutschen Kette

      Synchronmaschine mit Turboläufer (27 kV) ---> Maschinentransformator (27 kV nach 380 kV) ---> Freileitungen der Höchstspannungsebene ("Autobahn") ---> Netzkuppeltransformatoren (380 kV auf 220 kV bzw. 110 kV) ---> Freileitungen der Hochspannungsebene ("Bundesstraße") ---> Leistungstransformatoren (110 kV nach 10, 20, 30 kV Mittelspannung) ---> Freileitungen oder Kabel der Mittelspannungsebene ("Schnellstraße") ---> Ortsnetztransformatoren (~ 10 kV auf die üblichen 480/ 400 V aus der Steckdose, also Mittelspannung herunterspannen in die Niederspannung < 1 kV)


      hättest Du viele dezentrale Quellen, die intelligent in Wirkleistung (=Netzfrequenz), Blindleistung (=Netzspannung) und Lastfluß als gekoppelte Inselnetze geregelt werden.
      Demzufolge entfällt die streng von oben nach unten ausgebaute Großkraftwerkslandschaft
      und es müssen mehrere verschiedene regenerative Energieträger eingesetzt werden.

      Würdest Du in Deinem Roman eine passable Speichermethode für elektrische Energie erfinden, von mir aus Dank Materialforschung supertolle Kondensatoren, die die aktuellen SuperCaps (Superkondensatoren) wie kalten Kaffee wirken lassen, oder andere Techniken von gutem Wirkungsgrad, könntest Du bedenkenlos die Windkraft und die Sonnenstrahlung als Energiequellen heranziehen.

      Jetzt ist der Ingenieur diesbezüglich nämlich skeptisch, da Wind und Sonne hochgradig flukturierenden Charakter haben und der Alptraum stabiler Netzführung sind und sich daher der größte Nachteil elektrischer Energie (nicht nennenswert speicherbar) unglücklicherweise als Achillesverse erweist. Des weiteren sind die elektrotechnische Schwierigkeiten von Windkraft und Sonnenstrahlung wahrscheinlich auch lösbar: das Verschleißproblem doppeltgespeister Asynchronmaschinen mit Schleifringläufer und untersynchroner/ übersynchroner Stromrichterkaskade (Offshore-Windanlagen), der schlechte Wirkungsgrad von Photovoltaikzellen, ungenügende Regelungsmethoden für das virtuelle Kraftwerk u.v.v.m..



      Energieübertragung durch die Luft klingt nach Teslas "freier Energie" - laß das lieber sein. Schreit ja zum Himmel.


      Statt Freileitungen und Kabel kannst Du unter Raumtemperatur funktionsfähige Supraleiter beschreiben.


      Grüße

      Kommentar


      • #4
        New Company Looks to Produce Space Based Solar Power Within a Decade | Universe Today

        Keine "freie Energie", sondern geplante Science Fiction. Tatsächlich ist es im Moment unökonomisch, aber nur, weil wir keine passende Infrastruktur da draussen haben.
        können wir nicht?

        macht nix! wir tun einfach so als ob!

        Kommentar


        • #5
          Auf einem Bewohnbaren Planeten gibt es jenste Arten der Energiegewinnung.

          Von normalen Thermalen Kraftwerken (Öl-, Kohle-, Kernkraftwerk)

          über übliche erneuerbare Energiequellen (Flusskraftwerke, Pum-Speicherkraftwerke, Wind- und Solaranlagen, Gezeiten- und Wellenkraftwerke)

          Bis hin zu experimentellen Verfahren (Geothermie (produziert bislang mehr Erdbeben als Strom), Fusionskraft, Osmosekraftwerke

          Zur Energiespeicherung kann ich dir neben dem Klassiker Pump-Speicherkraftwerk noch Wasserstoff empfehlen.
          Mit Regenerativen Brennstoffzellen hast du sogar eine einigermassen brauchbares System.

          Wireless Stromtransfair funktioniert wohl am besten via Mikrowellen.

          Anderes Vorgehen: Beim Kraftwerk mit dem Strom Wasserstoff machen; Wasserstoff in ein Schiff laden; Wasserstoff zum Energieempfänger karren.
          Braucht auch kein Kabel
          Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

          - Florance Ambrose

          Kommentar


          • #6
            Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
            Geothermie (produziert bislang mehr Erdbeben als Strom)
            Hä? Wo denn? Bitte eine Quelle dafür.

            Zitat von HMS Fearless
            Anderes Vorgehen: Beim Kraftwerk mit dem Strom Wasserstoff machen; Wasserstoff in ein Schiff laden; Wasserstoff zum Energieempfänger karren...
            ... um ihn dort per Brennstoffzelle wieder in Strom zu verwandeln.
            Ever danced with the devil in the pale moonlight?
            -- Thug --

            Kommentar


            • #7
              Zitat von HiroP Beitrag anzeigen
              Hä? Wo denn? Bitte eine Quelle dafür.
              War ein kleiner Witz bezüglich des Vorfalls in Basel.
              Dort hat eine Geothermiefirma Wasser in den Boden Gepumpt, um Hohlräume zu schaffen.
              Das Ergebnis: Ein Erdbeben der Stärke 3.4.
              Quelle (ganz unten unter 'Risiken')


              ... um ihn dort per Brennstoffzelle wieder in Strom zu verwandeln.
              Stimmt, das hab' ich vergessen.
              Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

              - Florance Ambrose

              Kommentar


              • #8
                Das hält Länder wie Island aber nicht davon ab im Jahr 2004 53 % der Primärenergie aus Erdwärme zu produzieren.
                Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                -- Thug --

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von HiroP Beitrag anzeigen
                  Das hält Länder wie Island aber nicht davon ab im Jahr 2004 53 % der Primärenergie aus Erdwärme zu produzieren.

                  Wie gesgt, das war mehr als Witz gedacht
                  Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                  - Florance Ambrose

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von HiroP Beitrag anzeigen
                    Das hält Länder wie Island aber nicht davon ab im Jahr 2004 53 % der Primärenergie aus Erdwärme zu produzieren.
                    Da man in Island die Erdbeben und Vulkanausbrüche so oder so hat kann man auch das heiße Wasser, dass von ganz alleine aus dem Boden sprudelt nutzen.

                    In Gegenden, die momentan von Erdbeben eher wenig behelligt werden sieht die Sache etwas anders aus, oder?

                    Erdbeben durch Geothermie sind kein Witz.

                    Kommentar


                    • #11
                      Naja, die Typen In Basel haben sich dermassen dämlich angestellt, dass man eigentlich wirklich nur noch darüber lachen kann.

                      Geothermie ist sicher eine Gute Sache, aber man muss die nötige Vorsicht wallten lassen.
                      Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                      - Florance Ambrose

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von Pyromancer Beitrag anzeigen
                        Erdbeben durch Geothermie sind kein Witz.
                        Hab ich auch nicht behauptet. Genausowenig wie Erdbeben durch große Stauseen.

                        Aber kennst du vielleicht Artikel zu diesem Thema? Muss es doch geben.
                        Ich finde nur Ergebnisse zum Erdbeben in Basel.
                        Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                        -- Thug --

                        Kommentar


                        • #13
                          Erdbeben durch Geothermie sind kein Witz.
                          Man muss hier schon ein wenig differenzieren. Erdwärmeenergie durch Erdsonden wird wohl nie Erdbeben erzeugen (allerhöchstens während der Bohrung selbst, aber das ist höchst unwahrscheinlich). Erdsonden bedeutet Erdwärmenutzung auf der Eigenheim-Ebene.

                          Beim Verfahren, das in Basel getestet wurde (sog. HDR = Hot Dry Rock) liegt die Sache aber etwas anders. Erstens liegt Basel am Rheingraben, einer geologisch aktiven Zone - hier bauen sich durch Plattenbewegungen Spannungen auf, aber aus demselben Grund ist die Kruste hier wärmer als anderswo, weshalb sie attraktiver für Erdwärmeprojekte ist. Bei HDR wird Wasser aus einer Bohrsonde direkt ins Gestein eingespritzt, wo es sich erwärmt und über das Bohrloch wieder aufsteigt - man versucht also, sowas wie einen künstlichen Geysir zu erzeugen. Wasser setzt aber den Schmelzpunkt von Gesteinen etwas herab, was dann eben dazu führen kann, dass sich Spannungen vorzeitig lösen. Bei HDR lag der beabsichtigte Nutzen eher auf der "Quartierversorgung"-Ebene.

                          Langfristig liegt blueflash genau richtig: so lange es keinen spektakulären Durchbruch bei der kleinformatigen Kernfusion gibt (zB der Bussard-Fusor), ist Weltraumbasierte Sonnenenergie DIE sichere, saubere Zukunft der Energieversorgung.
                          Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
                          Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

                          Kommentar


                          • #14
                            Hi,
                            hab mich nach ein paar Wochen mitlesen mal angemeldet, ist ja auch sehr interessant hier als alter Alpha Centauri Gucker...

                            OnTopic:

                            Ich hab mal irgendwo gelesen (leider keine Quelle), dass der gesammte Energiebedarf der Erde durch Wellenkraftwerke erzeugt werden könnte. Da der Tiedenhub aufgrund des Mondes bis auf weiteres (irgendwann is er ja wech;-) weiterhin stattfinden wird und wir nun mal viele Küsten und Wassermasse haben, sollte das eigentlich nicht weiter problematisch sein mit entsprechendem Geldeinsatz. Für die Fiction könnte dass ganze ja vielleicht so aussehen:

                            Dörfer und Bürgerbewegeungen in Küstennähe unterstützt durch die innerlandswohnende Bevölkerung der Welt bauen die Generatoren in Eigenregie, vorsorgen im Gegenzug ihre Finaciers. Die Generatoren transportieren den erzeugten Strom per Mikrowellen/Laser/(s.u.) an den Strand, wo der Strom vieler Empfänger dann zentral in Superkonduktoren/Akkus gesammelt wird
                            . Diese könnten erhöht stehen und den Strom dann per Mikrowellen/Laser entsprechend weiterverteilen, an niedriger stehende Häuser und Verteilerstation, die wiederum konventionell Straßenblocks versorgen

                            Mikrowellen/Laser/Radar oder stark gebündelte Elektromagnetische Wellen anderer Wellenlängen sollten gehen, musst aber drauf achten, dass das System auch noch bei Regen, Schnee und Nebel funktioniert.

                            Alternativ kannst du für den Energietransport ja auch die Quantenteleportation verschränkter Photonen etwas weiterspinnen, z.B. dass Moleküle-Eigenschaften transportiert werden und durch die Informationsbestimmung vor Ort zur Reaktion angeregt werden:

                            Ein mal pro Monat kommt der Mann von der Energiezufuhr und bringt ein zwei Päckchen mit zwei chemischen Stoffen vorbei, bei denen alle Molküle mit ihren Partnern im Kraftwerk (oder Sammelstelle von oben) verschränkt sind. Die Inhalte kommen nun in einen gemeinsamen Behälter im Keller. Im Laufe des Monats werden nun nacheinander die Eigenschaften beider Molelülarten im Kraftwerk festgelegt. Dadurch ändern sich die Eigenschaften der bis dahin nicht reaktionären Moleküle beim Eimpfänger und die Moleküle reagieren und erzeugen einen Gammablitz oder sonst eine Strahlung, der mittels eines Generators in Strom umgewandelt wird. So oder so ähnlich. Die Energie zur Erzeugung der verschränkten "blanko" Moleküle kann ja auch von den Wellenkraftwerken kommen.

                            Nunja, vielleicht ist ja nonsens, hatte aber grade Lust meine Ideen niederzuschreiben. Machts gut und greetz,
                            GHad

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                              so lange es keinen spektakulären Durchbruch bei der kleinformatigen Kernfusion gibt (zB der Bussard-Fusor), ist Weltraumbasierte Sonnenenergie DIE sichere, saubere Zukunft der Energieversorgung.

                              Glaub ich nicht. Zu teuer.
                              Was kostet das Nutzlastkilo heute?
                              10'000 $ Für LEO? Mehr?
                              Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                              - Florance Ambrose

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X