Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Technische Stagnation?

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Technische Stagnation?

    Ich, als Technik-Laie, würde gerne einen subjektiven Eindruck zur Diskussion stellen:

    Und zwar habe ich das Gefühl, dass die Entwicklung der Technik momentan einen Plafond erreicht hat. Will sagen: Es tut sich nicht mehr viel.

    Das fängt an mit der Verkehrstechnologie, die sich schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr revolutionär verändert. Passagierflugzeuge sehen heute fast genauso aus wie in den Sechzigern. Autos funktionieren vom Grundsatz her genauso wie vor einem halben Jahrhundert. Überschall-Passagierflugzeuge konnten sich nicht durchsetzen. Der Transrapid bis jetzt auch nicht. Die Raumfahrt kommt auch nicht von der Stelle. Würden wir einen Zeugen der Mondlandung aus dem Jahr 1969 ins Jahr 2009 einladen, dann wäre er bestimmt ziemlich enttäuscht.

    Auch die Industrie-Technik hat sich – so wirkt es auf mich als Laie – seit der Entwicklung von Industrierobotern in den Siebzigern (?) nicht mehr grundlegend verändert.

    Das einzige Beispiel für einen Technik-Boom in der jüngeren Zeit ist die Entwicklung der Computertechnologie und damit zusammenhängenden Gadgets (Handy, Digitalkamera, 3D-Spiele, Internet). Aber auch hier wirkt es auf mich so, als wäre inzwischen eine Stagnation erreicht. Alle großen Hightech-Errungenschaften der jüngeren Zeit stammen nämlich schon aus den 90ern und sind in den letzten Jahren lediglich ausgereift. 3D-Spiele und die Leistung von Computern haben sich in den letzten 5 Jahren viel weniger stark verändert als zum Beispiel zwischen 1995 und 2000.

  • #2
    Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Ich, als Technik-Laie, würde gerne einen subjektiven Eindruck zur Diskussion stellen:

    Und zwar habe ich das Gefühl, dass die Entwicklung der Technik momentan einen Plafond erreicht hat. Will sagen: Es tut sich nicht mehr viel.

    Das fängt an mit der Verkehrstechnologie, die sich schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr revolutionär verändert. Passagierflugzeuge sehen heute fast genauso aus wie in den Sechzigern. Autos funktionieren vom Grundsatz her genauso wie vor einem halben Jahrhundert. Überschall-Passagierflugzeuge konnten sich nicht durchsetzen. Der Transrapid bis jetzt auch nicht. Die Raumfahrt kommt auch nicht von der Stelle. Würden wir einen Zeugen der Mondlandung aus dem Jahr 1969 ins Jahr 2009 einladen, dann wäre er bestimmt ziemlich enttäuscht.

    Auch die Industrie-Technik hat sich – so wirkt es auf mich als Laie – seit der Entwicklung von Industrierobotern in den Siebzigern (?) nicht mehr grundlegend verändert.

    Das einzige Beispiel für einen Technik-Boom in der jüngeren Zeit ist die Entwicklung der Computertechnologie und damit zusammenhängenden Gadgets (Handy, Digitalkamera, 3D-Spiele, Internet). Aber auch hier wirkt es auf mich so, als wäre inzwischen eine Stagnation erreicht. Alle großen Hightech-Errungenschaften der jüngeren Zeit stammen nämlich schon aus den 90ern und sind in den letzten Jahren lediglich ausgereift. 3D-Spiele und die Leistung von Computern haben sich in den letzten 5 Jahren viel weniger stark verändert als zum Beispiel zwischen 1995 und 2000.
    Ich sehe das schon ähnlich., aber ich kann es mir so erklären:
    Man hat einfach erstmal versucht die Grenzen des Möglichen auszuloten und auszureizen.
    Es werden immer schnellere Fahrzeuge gebaut, effektivere (Krafstoffverbrauch, etc) und auch schönere Die Grenzen sind einfach noch nicht erreicht, damit die Notwendigkeit einer technischen Revoluton besteht. Sicherlich spätestens dann, wenn das Öl echt knapp wird.

    Zur Raumfahrt: Nunja... was will man denn machen, wenn man eine schnöde Verbrennung von Treibstoffen als einzigen Antrieb hat? Man kann nicht einfach mal zum Mars fliegen. Und für Reisen zum Mond wird ja neuerdings wieder geplant.

    Zur Computer-Industrie: In den 90ern wurden halt die Basis geschaffen für das, was heute da ist. Ideen hat man immer schneller als die Umsetzung. Erst vor nen paar Jahren sind Dual-Core und Quad-Core Prozessoren rausgekommen. Ich hörte schon von 8-Kern-Rechnern (allerdings eher nur Prototypen). Dahingehend wird noch einiges gehen. Wer weiß, wie weit man das Spielchen treiben kann.
    Bei den Festplatten hat man jetzt auch Alternativen zum Magnetspeichern. Weiß leider jetzt nicht wie das heißt.
    Edit: Solid State Festplatten! So heißen die. Edit ende
    Was will man an Handys eigentlich noch verändern? Sollen die noch kleiner werden und dann tatsächlich in _jeden_ Gulli fallen können? Anfang der Sechziger stellte man sich so ein Gerät noch ein bisschen größer vor als sie heute schon sind (siehe TOS ). Damit wurde die Idee der drahtlosen Kommunikation, die schon vor den 60ern bestand, erst in den letzten Jahren umgesetzt.

    Hast du eine Idee für eine technische Revolution? Nee? Macht nix! Ist ja auch nicht so einfach xD

    MfG Marpfel
    "<Wretched> Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei denen es darum geht, wer den cooleren, imaginaeren Freund hat"
    "Ich habe es schon häufig als bedauerlich empfunden, dass Noah und seine Sippe das Boot nicht verpasst haben." - Mark Twain

    Kommentar


    • #3
      Es stagniert denke ich nicht, der Fortschritt ist nur an anderen Stellen.

      Effizienz der Geräte (man vergleiche Handygröße heute und früher, Speicherkapazitäten usw), höhere Präzision...

      Die KI dürfte wahrscheinlich ein Feld sein, in dem es noch starke Fortschritte geben wird, auch mit Auswirkungen auf die Industrie, in der Lasertechnik und ihrer Anwendung gibt es sicher noch Spielraum nach oben, in der Biotechnologie gibt es noch große Spielräume, Nanotechnologie, der Effizienz erneuerbarer Energien und ihrer Speicherung.

      Und die Computerrevolution und der dadurch ermöglichten Folgeentwicklungen ist nun auch nicht schon eine Ewigkeit her.

      Kommentar


      • #4
        @3of5: Gut das du das Thema mal ansprichst.

        Was du aufgezählt hast sehe ich genauso. Und weil ich mich für PC Hardware ect interessiere kann ich dir nur zustimmen. Selbst die SSD ist nichts wirklich neue, den Flashspeicher gibt es schon lange.
        Auch was CPUs, Mainboards oder auch GPUs angeht hat sich nichts in den letzten 9 Monaten großartig getan nur übertaktet Versionen kleine Verbesserung an Chips das wars.
        "Alle Menschen sind von Geburt an gleich und die Erde ernährt alle. Wenn ein Mensch geboren wird hat er das Anrecht auf ein Stück Land, das Ihm ernähren kann. Wenn aber alles Land schon aufgeteilt ist unter wenigen, die meine das sei Ihr Eigentum, dann muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser Ausgleich ist ein Grundeinkommen, für diejenigen die kein eigenes Land mehr haben und sich nicht selbst versorgen können"

        Kommentar


        • #5
          Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
          Auch die Industrie-Technik hat sich – so wirkt es auf mich als Laie – seit der Entwicklung von Industrierobotern in den Siebzigern (?) nicht mehr grundlegend verändert.
          Da hat sich einiges verändert seit den 70ern, z.B.:
          CAD/CAM
          Werkzeugbeschichtung (Steigerung der Schnittgeschwindigkeiten bei Hartmetal von 300m/min auf 800m/min)
          HSC und HPC-fräsen (HighSpeedCutting, HighPerformansCutting)
          Hochgenauigkeitszerspanungsmaschinen (erreichen Öberflächengüten von wenigen nm, d.h. spiegelblanke Oberläche.)
          ...
          ...

          Es werden immer schnellere Fahrzeuge gebaut, effektivere (Krafstoffverbrauch, etc) und auch schönere
          Schneller, ja; effektiver auch, aber schöner, sehr selten, sehr sehr selten, genau genommen garnicht.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von Wolf4310 Beitrag anzeigen
            Schneller, ja; effektiver auch, aber schöner, sehr selten, sehr sehr selten, genau genommen garnicht.
            das ist wohl Geschmackssache. Ich persönlich finde, dass die Autos in den letzten 10 Jahren schnittiger geworden sind. Es gibt z.B. bei Klein- und Mittelklassewagen einen Trend hin zu einem sportwagenartigen Look. Leider sehen die einen Autos damit für meinen Geschmack immer noch nicht sportlich genug aus, und die, deren Vorgängermodelle schon ein sportliches Aussehen hatten, wurden zumeist ziemlich übersteigert, z.B. mit 3+ Liter-Motor und/oder nur zwei Sitzen.

            Kommentar


            • #7
              Ich vergleiche mal vor meinem inneren Auge, meine jetzige Zimmeraustatttung, mit der vor 10 Jahren.
              Wo früher die gute alte Kathodenstrahlröhre war, steht nun ein Flachbildschirm; wo sich früher VHS-Kassetten stappelten, befinden sich nun DVDs ( keine Blu Rays, richtig altmodisch); der Videorecorder ist folglich auch durch einen DVD-Player + Recorder ersetzt worden; wo früher Glühbirnen a la Edison hingen, leuchten nun Energiesparlampen; wo früher ein Pentium II 350 MHz in seinem dicken Gehäuse lauerte, steht nun ein Laptop mit Dual Core und X Gigaherz (hab aufgehört darauf zu achten und wo früher 2 GB Festplattenspeicher waren, stehen nun 300 zur Verfügung; wo früher ein Handy lag, das in seiner Größe und Form eher an ein Satellitentelefon erinnerte, glänzt heute ein kleines silbriges Teil mit X-Zusatzoptionen.
              Technische Stagnation? Mein persönlicher Eindruck sagt nein!

              Sicherlich schreitet der technische Fortschritt nicht in allen Bereichen gleichschnell voran, aber auch hier muss man den Maßstab beachten. Die zivile Luftfahrt mag sich in den letzten 50 Jahren nicht groß geändert haben, aber früher gab es Schlüsseltechnologien wie die Schifffahrt, die sich über Jahrhunderte nicht geändert haben. Das erscheint aus heutiger Sicht kaum mehr denkbar.
              Einige Dinge jedoch entwickeln sich ganz natürlich nicht mehr weiter, weil sie einfach nicht mehr wesentlich zu verbessern sind. So wie der Hai seit über 200 Mio. Jahren fast unverändert durch die Tiefen jagd, werden auch in 100 Jahren noch Menschen mit dem Rad durch die Gegend rasen, weil es in letzterem Fall nämlich kaum eine effizientere Art gibt, sich mittels eigener Muskelkraft fortzubewegen.
              I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

              Kommentar


              • #8
                Ein Teil der Stagnation ist wohl darin begründet, dass der Großteil der Menschheit sich sich immer noch auf den fossilen Brennstoffen "ausruht" und hier kann man die Verbrennungstechniken nur noch verfeinern, aber vom Prinzip her nicht wirklich verändern. Ausserdem spielt hier auch die Wirschaft mit rein, denn ein 3-4 Liter-Auto wäre schon vor 20 Jahren möglich gewesen, allerdings hat es den Markt (also letztlich "uns") nicht interessiert, denn wer wollte damals denn schon einen Smart oder ähnliche Kleinwagen fahren um Sprit zu sparen, wo der Liter verbleiter Super-Sprit ja damals noch unter 1 DM lag - da hat man am Wochenende, weils Wetter fürs Cabrio oder das Motorrad perfekt war mal schnell ein paar Liter Bezin verblasen, was sich heute viele vorher zweimal überlegen.

                Alternative Energien werden (auch wenn sie nun schon relativ ausgereift und für flächendeckende Nutzung geeignet wären) immer noch recht stiefmütterlich behandelt - solten wir letztlich gezwungen sein, diese endgültig als Hauptenergieträger zu verwenden, dürften hier auch ganz schnell noch einige Techniksprünge drin sein, weil dann noch zielgerichteter Entwickelt wird.

                Bei der computertechnik wird auch irgendwann einmal das Endes des Fahnenmastes erreicht, weil eine Minimierung/Miniaturisierung der Leitertechnik mit jetzigen Materialien eben nur so lange weiter betrieben werden kann, bis so ein Leiter (aus welchem Material auch immer) die Grenze der "Dicke" von 1 Atom erreicht - um so "feiner" die Leitergeworden sind, um so mehr musste man sich ja in den letzten Jahren auch mit der Wärmeentwicklung befassen.

                Ich denke bei den Funktionsprinzipien der fortbewegungsmittel wird uns die Umwelt letztlich einen "Techniksprung" aufzwingen, wenn wir das klima nicht weiter ins Negative treiben wollen. Bei der Computertechnik dürfte dann die Quantentechnik einzug halten, um weitere Leistungssteigerungen möglich zu machen - was letztlich auch für die KI nötig ist.

                Entwicklung geht halt nicht immer in gleichmäßig großen Schritten voran, sondern stagniert manchmal um dann wieder einen richtigen "Sprung" zu machen.

                Und bei vielen Dingen liegt die Entwicklung im Detail, die wir auf Grund der Selbstverständlichkeit und des teilweise fehlenden Fachwissens gar nicht richtig wahr nehmen. Sicher ist ein Otto-Motor von heute, wenn man ihn aufs Grundprinzip reduziert, genauso wie beim ersten Auto - aber dennoch sind dort eklatante Entwicklungen gemacht worden. Flugzeuge sehen heute auch noch ie vor 50 Jahren aus, aber eben nur von aussen (die Aerodynamik als physikalische Voraussetzung kann man halt nicht einfach über den haufen werfen; somit wirds immer gewisse Ähnlichkeiten in der Form geben - ebenso wie beim Auto) - wenn man die "Innereien" mal vergleicht, gibt es aber ein ganz anderes Bild - und das trifft auf viele Bereiche der Technik zu.
                Grüße,
                Peter H

                Kommentar


                • #9
                  Die von euch angsprochene subjektive Stagnation z.B. auf dem Gebiet Informationstechnologie, ebenso wie im Automobilbereich hat einfache Gründe.

                  Die heutige Prozessortechnologie hat schlicht und einfach die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Die QuadCore-Technologie ist möglicherweise sogar schon das Ende der Fahnenstange. Viel wird sich auf diesem Gebiet nicht mehr tun. Einzig die Weiterentwicklung von Software macht für den Laien offensichtliche Fortschritte.
                  Und dasselbe gilt, wie PeterH bereits beschrieben hat, für die Verbrennungsmotoren.
                  Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                  -- Thug --

                  Kommentar


                  • #10
                    Ich denke diese Stagnation ist teils subjektiv, teils aber auch vorhanden. Es gibt weniger komplett neu erfundene Dinge, sondern es werden bestehende immer weiter verfeinert, verkleinert und schneller gemacht. So ein Quadcore Prozessor sind ebend "nur" 4 x86 Prozis in einem Chip. Sowas wie den Quadcore gabs auch schon früher: Multiprozesserboards. War halt nur alles größer und langsamer. Hier ist das Problem einfach, daß niemand das alte aufgeben will... immer schön abwärtskompatibel bleiben. Ein revolutionär neues System würde einfach an mangelndem Interesse scheitern. Auch in der Autoindustrie gehts ähnlich, auch wenn hier grad das Umdenken stattfindet. Wenn jemand vor 15 Jahren ein Wasserstoff oder Solarauto auf den Markt gebracht hätte (Ich glaub das hatten sogar mal Leute) dann wär'/ist's kläglich gescheitert, weil's keiner haben wollte.

                    Subjektive Stagnation erleben wir vorallem IMHO durch SciFi. Früher gabs nur sehr wenig Leute, die sich über Serien, Filme und Bücher mit SciFi beschäftigt haben. Heute schaut fast jeder mal rein. Und dann fragt man sich halt: Warum noch kein Warpantrieb/Holodeck/Transmitter usw. Man erwartet zu große Sprünge...

                    Gruß,

                    John
                    "In der Macht der Dunkelheit liegt eine Spur von Dämlichkeit" - Beetlejuice

                    Kommentar


                    • #11
                      Es dauert meistens eine gewisse Zeit, bis sich technische Neuentwicklungen oder wissenschaftliche Entdeckungen in praktischen Anwendungen wiederfinden und auf dem Markt erhältlich sind.
                      Das ist dann auch ein Prozess, der eher allmählich vonstatten geht.
                      Über einen längeren Zeitraum betrachtet, merkt man dann aber schon deutliche Veränderungen.

                      Wenn ich die heutige Situation mit meiner Schulzeit vergleiche, (das war in den 60er und 70er Jahren ), dann lebe ich schon in einer Science-Fiction-Welt.
                      "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

                      Kommentar


                      • #12
                        @Mondkalb: Das ist wahr... aber wenn ich aber dran denke, was ich als kleines Kiddy damals in der Hörzu gelesen hab... Kann mich noch total gut erinnern. Das muß so 1979 gewesen sein. Doppelseitiger Bericht über das Jahr 2000! Urlaub auf dem Mond, fliegende Autos... irgendwie bin ich immer noch enttäuscht! :-))
                        "In der Macht der Dunkelheit liegt eine Spur von Dämlichkeit" - Beetlejuice

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von CowboyJunkie Beitrag anzeigen
                          @Mondkalb: Das ist wahr... aber wenn ich aber dran denke, was ich als kleines Kiddy damals in der Hörzu gelesen hab... Kann mich noch total gut erinnern. Das muß so 1979 gewesen sein. Doppelseitiger Bericht über das Jahr 2000! Urlaub auf dem Mond, fliegende Autos... irgendwie bin ich immer noch enttäuscht! :-))
                          Prognosen sind ja bekanntermaßen besonders schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen.
                          Hier gibt's doch auch einen Thread dazu:
                          http://www.scifi-forum.de/science-fi...er-besser.html

                          Urlaub auf dem Mond wird wohl noch etwas dauern, dafür hat aber niemand das WWW, Flachbildschirme, den Handy-Boom oder minaturisierte Medienplayer so richtig auf dem Schirm gehabt.
                          "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von HiroP Beitrag anzeigen
                            Die von euch angsprochene subjektive Stagnation z.B. auf dem Gebiet Informationstechnologie, ebenso wie im Automobilbereich hat einfache Gründe.

                            Die heutige Prozessortechnologie hat schlicht und einfach die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Die QuadCore-Technologie ist möglicherweise sogar schon das Ende der Fahnenstange. Viel wird sich auf diesem Gebiet nicht mehr tun. Einzig die Weiterentwicklung von Software macht für den Laien offensichtliche Fortschritte.
                            Und dasselbe gilt, wie PeterH bereits beschrieben hat, für die Verbrennungsmotoren.
                            ??? Schau dir nur mal die Fahrpläne der großen Prozessorhersteller bis 2013 an. Derzeit (2009) ist 45nm aktuell, 2013 werden wir hier auf 16nm sein. Hört sich jetzt für den Laien vielleicht nicht nach viel Veränderung an, bedeutet aber drei volle Nodes in nur 4 Jahren und damit eine Verkleinerung von 2³. Ein Quadcore ist in heutiger Technik um die 250mm² groß, in vier Jahren wird man den selben Prozessor auf rund 30mm² geschrumpft haben (oder alternativ 32 Cores auf der selben Fläsche unterbringen). Kein Fortschritt sieht anders aus (wenn man endlich mal x86 durch was Zeitgemäßes ersetzen würde wäre noch viel mehr Leistungssteigerung drin ). Bei allen Strukturen kleiner als 16nm wird man wohl vom Silizium weg müssen. Graphene oder Nanotubes dürften dann erstmal anstehen, laut Intel wird es um 2015 mit 11nm weitergehen (d.h. 64 Cores auf 250mm²).
                            Dazu kommt das z.B. mit dem Memristor jetzt das vierte passives elektrisches Bauelement verfügbar ist. Potenziell kann das in den nächsten Jahren eine ähnliche Revolution auslösen wie der Transistor damals.

                            Das man als Privatanwender da in den letzten Jahren weniger von mitgekommt (mit einem Rechner von vor 4 Jahren kommen die meisten Anwender auch heute noch gut aus) liegt einfach daran das man für die nachgefragten Aufgaben (Textverarbeitung, Internet) nur die Leistung X benötigt und einem alles was schneller ist hier keinen wirklichen Vorteil bringt. Aber frag mal jemanden der viel Videobearbeitung macht, für den waren auch die letzten Jahre eine Offenbarung (und die nächsten werden es auch sein alleine OpenCL und Co. werden dafür sorgen).

                            Das hier nicht schlecht:
                            YouTube - Switch Reloaded - Abenteuer Gestern
                            "Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht ist zu Recht ein Sklave"
                            (Aristoteles 384 v.Chr. - 322 v.Chr.)

                            Kommentar


                            • #15
                              Von Stagnation kann man nicht sprechen, eher davon dass für neue Dinge kein Geld ausgegeben wird und man lieber auf altbewährte Dinge sätzt. Das geht vom einfachen Handy bis hin zum Space Shuttle über ausgelutschte TV Formate über Energieversorgung usw.. Mehr steckt da nicht dahinter, nach meiner Meinung, es geht nur um das Geld, was man lieber in die Verbesserung bewährter Produkte steckt, siehe Handy.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X