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Der Exoplaneten - Thread

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    Zuletzt geändert von xanrof; 27.03.2014, 11:54.
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  • #2
    Erdähnlicher Planet entdeckt?

    Offenbar hat eine Gruppe von englischen Astronomen einen ersten Hinweis auf einen extrasolaren, erdähnlichen Planeten gefunden. Während einer Himmelsdurchmusterung fand man eine ganz leichte Abschwächung des Lichtes des sonnenähnlichen Sterns 14 Draconis. (Draconis = Sternbild Drache, am Nordhimmel um den Nordpol herum gelegt zu finden)

    Offenbar handelt es sich dabei um einen Transit, das heisst, der Planet bewegt sich vor dem Stern durch und verdunkelt diesen ein wenig. Man kennt dies bereits von einem weiteren extrasolaren Planeten, HD 209458. Als man den Transit analysierte, fand man, dass der Planet selbst wahrscheinlich ein Gasriese ist: er hat ungefähr 1.2 Jupiterradien. Doch man entdeckte auch, dass kurz vor dem Transit das Licht extrem schwach verdunkelt wurde, so dass zwei "Zacken" in dem Sternspektrum zu sehen waren. Der zweite Zacken, so die Vermutung, stammt von einem grossen Mond des Planeten. Es ist aber vorläufig nicht möglich, die Umlaufzeit und damit die Entfernung des Planeten von seiner Sonne zu bestimmen, denn dafür müssten erst Radialgeschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden.

    Die grösste Überraschung erlebten die Wissenschaftler aber, als sie das Spektrum des ersten (kleineren) Zackens genauer analysierten. Sie stellten fest, dass die Ozon-Spektrallinie stark ausgeprägt war, was einen Hinweis darauf lieferte, dass der Planet möglicherweise über eine Sauerstoffatmosphäre verfügt.

    Es ist aber noch zu früh, um in Jubelschreie auszubrechen. Es kommen auch andere Erklärungen in Frage, wie etwa Ozon, das durch ein starkes Magnetfeld des Gasriesen entsteht (wie bei Ganymed in unserem Sonnensystem, der ebenfalls eine ganz dünne Ozon-Atmosphäre hat) oder andere Erklärungen. Sicherheit wird es aber erst geben, wenn die Umlaufzeit des Planeten bestimmt wurde. Bis dahin heisst es: "Daumen drücken!"

    Na, wenn das keine guten News sind.

    Quelle: Royal Institute of Astronomy
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    • #3
      Ganymed hat auch Ozon? Ich dachte immer, Ozon wäre ein direkter Hinweis auf leben, da nur durch Lebewesen freier Sauerstoff und somit auch Ozon existieren kann...

      Trotzdem aber eine ziemlich coole Nachricht. mal sehen, was in nächster Zeit noch darüber bekannt wird.
      Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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      • #4
        Ganymeds Ozon hat auf jeden Fall nichts mit einer eventuellen Sauerstoffatmosphäre zu tun. Dort ist es die starke Strahlung von Jupiters Strahlungsgürteln (Magnetfeld) welche den Sauerstoff im Wassereis Ganymeds ionisiert, so dass die Sauerstoffatome zu Ozon weiterreagieren. Genauso könnte es auch auf diesem "Mond" sein.
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        • #5
          Hm, das hinge dann wohl von der Entfernung des Mondes zu seinem Planeten ab. I st darüber Inzwischen näheres bekannt? Weiß man auch schon was zur Größe des Mondes?
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          • #6
            Ach Spocky, so leid es mir tut - es war der April, April!

            Wobei, es war ein fairer April-Scherz. Alles stimmt - bis eben auf die Entdeckung. (Wer auch immer dem "Quellen"-Link folgte, konnte das überprüfen :-) ) Es wäre theoretisch möglich, einen extrasolaren Planeten auf diese Weise zu entdecken - und es gibt auch im Sternbild Draconis tatsächlich einen Stern, bei dem dies möglicherweise gelungen ist: CM Draconis. (Das könnt ihr direkt auf folgender Website einsehen: Extrasolar Planets Encyclopedia ) Der Planet dort muss aber noch bestätigt werden.

            In einigen Jahren wird man solche Transits vielleicht sogar so genau messen können, dass man tatsächlich Monde finden könnte - und natürlich auch gleich ihr Spektrum untersuchen könnte. Aber so, wie ich es oben dargestellt habe, gings natürlich etwas schnell.

            Ich hoffe, ich bin auch weiterhin vertrauenswürdig - nur nicht am ersten April... ;-)
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            • #7
              Ein guter scherz!

              Ich habe es dir auch einfach so abgenommen.

              Die Angaben waren ja recht Vage und somit war nichts bewiesen. Deshalb hab ich mich auch nicht weiter dafür interessiert.
              Planung ist die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum!
              Bilder vom 1. und 4.Treffen

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              • #8
                Original geschrieben von Bynaus
                Ach Spocky, so leid es mir tut - es war der April, April!

                Wobei, es war ein fairer April-Scherz. Alles stimmt - bis eben auf die Entdeckung. (Wer auch immer dem "Quellen"-Link folgte, konnte das überprüfen :-) ) Es wäre theoretisch möglich, einen extrasolaren Planeten auf diese Weise zu entdecken - und es gibt auch im Sternbild Draconis tatsächlich einen Stern, bei dem dies möglicherweise gelungen ist: CM Draconis. (Das könnt ihr direkt auf folgender Website einsehen: Extrasolar Planets Encyclopedia ) Der Planet dort muss aber noch bestätigt werden.

                In einigen Jahren wird man solche Transits vielleicht sogar so genau messen können, dass man tatsächlich Monde finden könnte - und natürlich auch gleich ihr Spektrum untersuchen könnte. Aber so, wie ich es oben dargestellt habe, gings natürlich etwas schnell.

                Ich hoffe, ich bin auch weiterhin vertrauenswürdig - nur nicht am ersten April... ;-)
                Hab in der Uni selten zeit, Quellenlinks zu folgen, deshalb konnt ich nicht näher nachsehen.

                Ob du noch glaubwürdig bist, muss ich mir schon schwer überlegen.
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                • #9
                  bleiben wir doch nochmal beim Ozon

                  Stammt der Großteil des irdischen Ozons (ehh das in der hohen Atmosphäre, also das, was dem FCKW zum Opfer fallen kann) nicht aus Reaktionen von O2 unter dem einfallenden Sonnenwind/licht usw? Dazu ist Leben doch nicht wirklich nötig...

                  Oder hab ich mich gerade wieder als ahnungslos geoutet?
                  »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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                  • #10
                    Doch, natürlich stammt all das Ozon in der Erdatmosphäre von Reaktionen des O2 in der Atmosphäre mit der Sonnenstrahlung. Die entscheidende Frage ist aber: wie kommt das viele O2 in die Atmosphäre? Denn ohne Leben würde sich eine so hohe konzentration dieses äusserst reaktiven Gases nicht halten können. Ozon ist also ein indirekter Hinweis auf Leben.
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                    • #11
                      Original geschrieben von Bynaus
                      Ozon ist also ein indirekter Hinweis auf Leben.
                      Ja, das war es ja, von dem ich ausging. Allerdings hielt ich es auch immer für einen sehr direkten Hinweis.

                      Ein etwas schlechterer, aber immer noch möglicher Hinweis wäre die Anwesenheit von Granit. Granit kann nur auf Planeten mit sehr gut und lange funktionierender Plattentektonik entstehen. und wie man heute annimmt, war die Plattentektonik und die damit zusammenhängenden Phänomene (v.a. Black Smoker - vgl auch Bynaus HP) der maßgebliche Motor bei der Entstehung des Lebens war.
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                      • #12
                        Das ist wahr, es gibt nur ein kleines Problem: wie soll man Granit auf interstellare Distanzen entdecken? :-)
                        Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
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                        • #13
                          Möglicherweise, indem es zu uns kommt.
                          Planung ist die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum!
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                          • #14
                            Original geschrieben von Noulder
                            Möglicherweise, indem es zu uns kommt.
                            Nicht mal so abwägig. Es gibt ja Meteoriten, die eindeutig vom Mars kommen. Ebenso wäre es denkbar, dass ein Stück eines Planeten außerhalb des Sonnensystems zu uns kommt...
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                            • #15
                              Und dann hätten wir die Erkenntnis: Es gibt (oder zumindest gab) irgendwo da draußen Leben.

                              Dann müssten wir den Meteor natürlich noch im All entdecken, denn es ist wohl recht unwahrscheinlich, dass Graphit den Eintritt in die Athmosphäre übersteht.
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