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Würde ein Astronaut Sauerstoff sparen, wenn er sich beide Beine amputiert?

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  • Würde ein Astronaut Sauerstoff sparen, wenn er sich beide Beine amputiert?

    Mal angenommen ein Astronaut sitzt in einer Raumkapsel die durch ein Leck sehr große Mengen Sauerstoff verloren hat.
    Eine zweite Raumkapsel ist zur Rettung der ersten auf den Weg, nur benötigt sie mehr Zeit um diese zu erreichen als Sauerstoff zur Überbrückung dieser Zeit für den einen Astronauten auf dessen Raumkapsel vorhanden ist.
    Der Sauerstoff würde selbst dann nicht ausreichen, wenn der Astronaut schlafen würde.

    Da nun aber AFAIK der Sauerstoffbedarf von der Anzahl der zu versorgenden organischen Zellen im menschlichen Körper abhängig ist, stellt sich die Frage, ob ein Astronaut Sauerstoff sparen könnte, in dem er seine 2 Beine amputieren würde.
    Auch gehen wir in dem Fall davon aus, daß er genug Betäubungsmittel an Bord hat um auch noch unter Schmerzen einschlafen zu können.

    Was meint ihr, würde das klappen und wieviel Zeit würde ihm das verschaffen
    wenn wir davon ausgehen, daß der bisherige Sauerstoff unter normalen Bedinungen, wenn der Astronaut nur schläft, für sagen wir mal 14 h ausreicht.

    Auch gehen wir davon aus, daß die andere Raumkapsel mehr als 14 h benötigt um den Astronauten zu erreichen.
    Ein paar praktische Links:
    In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
    Aktuelles Satellitenbild
    Radioaktivitätsmessnetz des BfS

  • #2
    Meine Güte, sind wir heute nicht etwas morbid?

    Ich denke alles was unser Masochismus-Austronaut durch die verringerte Muskelmasse und die durch Blutverlust herovgerufene Bewustlosigkeit an Sauerstoff einsparen würde, wird er zusätzlich beim Akt der Amputation und durch den erhöhten Stoffwechsel für den Ersatz des verlorenen Blutes verbrauchen.
    Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

    - Florance Ambrose

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    • #3
      Sagt wenn ich mich irre:


      Aber heißt es nicht das der menschliche körper im schlaf weniger sauerstoff verbraucht?

      Wenn ja könnte der astronaut sich einfach ne mütze schlaf gönnen

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      • #4
        Zitat von Major Fox Beitrag anzeigen
        Sagt wenn ich mich irre:


        Aber heißt es nicht das der menschliche körper im schlaf weniger sauerstoff verbraucht?

        Wenn ja könnte der astronaut sich einfach ne mütze schlaf gönnen
        Manchmal soll es helfen nicht nur die Überschrift, sondern auch den Eröffnungsbeitrag zu lesen
        "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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        • #5
          Und die Beine nimmt er einfach ab? Wie soll das gehen?

          Er muss arbeiten um die Beine wegzubekommen (Sägen genauergesagt), vom Stress und der sowieso schon erhöhten Herzfrequenz ganz zu schweigen, was zu einem erhöhten Sauerstoffverbrauch führt.

          Ich vermute auch dass die Körperreaktionen zum Stoppen der Blutung sehr viel Kraft beanspruchen.
          When I feed the poor, they call me a saint.
          When I ask why the poor are hungry, they call me a communist.


          ~ Hélder Câmara

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          • #6
            Kein Astronaut würde sich die Beine amputieren nur um mit dem Leben davon zu kommen, das denke ich. Schon die Arbeit sich die Beie zu amputieren kostet Zeit Energie und Luft, und vor allem Nerven. Da such ich doch lieber bis zum Ende nach einer technischen Lösung als sowas.

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            • #7
              Ich führe den gedanken mal fort:

              Könnte man Astronauten denn nciht sowieso gleich von anfang an beide Beinde amputieren? Im Weltraum werden sie eh selten gebraucht, denke ich, und so kann man generell Luft sparen!

              Wie seht ihr das, auch wen das ziemlich morbid klingt.
              ~~:::Battlestar Galactica:::~~~

              InterStella - Foren-RPG

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              • #8
                Zitat von GGG Beitrag anzeigen
                Kein Astronaut würde sich die Beine amputieren nur um mit dem Leben davon zu kommen, das denke ich. Schon die Arbeit sich die Beie zu amputieren kostet Zeit Energie und Luft, und vor allem Nerven. Da such ich doch lieber bis zum Ende nach einer technischen Lösung als sowas.
                Ja.. genau.

                Ich glaube nicht das Selbstverstümmelung in irgendeiner Notfall-Checkliste einer Raumfahrtbehörde drinnen steht.

                Ich persönlich würde mich jedenfalls weigern soetwas zu tun, weil es absoluter Unsinn ist.

                Der Sauerstoffbedarf der Zellen im Bein macht bei absoluter Bewegungsarmut und durch die Schwerelosigkeit ohnehin geschrumpfter Muskelmasse bestimmt keine 10% des Gesamtbedarf des Körpers aus.

                Das einzige Organ was signifikant Sauerstoff verbraucht ist das Gehirn und das zu amputieren geht bekanntermaßen nicht


                .
                EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                McWire schrieb nach 1 Minute und 16 Sekunden:

                Zitat von Philliph Adama Beitrag anzeigen
                Ich führe den gedanken mal fort:

                Könnte man Astronauten denn nciht sowieso gleich von anfang an beide Beinde amputieren? Im Weltraum werden sie eh selten gebraucht, denke ich, und so kann man generell Luft sparen!

                Wie seht ihr das, auch wen das ziemlich morbid klingt.
                Wenn eine Raumfahrtbehörde auch nur auf einen solchen Gedanken käme, wäre es wohl sinnvoller auf unbemannte Raumfahrt umzusteigen, dort beträgt der Sauerstoffverbrauch nur paar % eines Menschen.
                Zuletzt geändert von McWire; 20.12.2009, 17:07. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
                Mein Profil bei Memory Alpha
                Treknology-Wiki

                Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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                • #9
                  Also das Thema hat sich für mich eigentlich sowieso erledigt, denn ich denke kein Astronaut würde nur um zu überleben dann später als "Krüppel" weiterleben wollen!
                  Ich würde es auf jeden Fall nicht wollen!!!!

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                  • #10
                    da wäre es wahrscheinlich effizienter, die Sauerstoffversorgung auf ein riskantes Minimum herunterzufahren und die Temperatur herunterzudrehen. Durch die Unterkühlung würden die folgen des Sauerstoffmangels reduziert werden.
                    Kein unnötiges Adrenalin, kein riskantes Gemetzel und dadurch kein kritischer Blutverlust. Und eine Hypertonie ist leichter zu bekämpfen als massiver Blutverlust.
                    www.eiskaltmacher.de

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                    • #11
                      Zitat von Philliph Adama Beitrag anzeigen
                      Ich führe den gedanken mal fort:

                      Könnte man Astronauten denn nciht sowieso gleich von anfang an beide Beinde amputieren? Im Weltraum werden sie eh selten gebraucht, denke ich, und so kann man generell Luft sparen!

                      Wie seht ihr das, auch wen das ziemlich morbid klingt.
                      Nun es spricht ja nichts dagegen Behinderte, die keine Beine mehr haben, zu Astronauten auszubilden.

                      Ein bekanntes Problem bei Menschen ohne Beine könnte aber lediglich die Wärmeabfuhr sein, da die Beine in der Regel auch zur Wärmeabfuhr dienen und ich weiß jetzt nicht, inwiefern das in der Raumfahrt von Bedeutung wäre, auf der Erde ist es jedenfalls eines bei den betroffenen Personen.


                      Auch könnte ich mir Probleme bei einem EVA Ausflug vorstellen.
                      Astronauten haben z.B. am Roboterarm des Space Shuttles eine Vorrichtung, bei der sie die Beine fest machen können, man bräuchte hier also eine andere Möglichkeit.

                      Der große Vorteil wäre aber nicht nur, daß man dabei Sauerstoff spart, sondern
                      auch gleich noch Masse, denn die Beine wiegen ja auch etwas.
                      Am sinnvollsten wäre es dann gleich, wenn man noch Zwergwüchsige Menschen verwendet und davon wiederum Frauen ohne Beine, das würde dann am meisten Masse einsparen und das Raumschiff könnte man auch etwas kleiner bauen, das spart auch jede Menge Masse ein.

                      Für die erste Mission zum Mars wäre dies aber dennoch politisch nicht durchsetzbar, da man hier sicher Menschen normaler Statur hinschicken können möchte, um damit zu zeigen, daß prinzipiell jeder Mensch zum Mars kann.
                      Ein paar praktische Links:
                      In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
                      Aktuelles Satellitenbild
                      Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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                      • #12
                        Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                        Nun es spricht ja nichts dagegen Behinderte, die keine Beine mehr haben, zu Astronauten auszubilden. ...
                        Dringend benötigte Medikamente, fehlende Fitness, Phantomschmerzen, eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten, geringe Belastbarkeit der Beinstümpfe gegenüber normalen Beinen, gestörter Wärme-/Energiehaushalt des Krüppels ... und sicher noch hundert oder mehr gute Gründe sprechen gegen schwerbehinderte Astronauten.

                        Aber mal abgesehen von all diesen Gründen, schon allein der Frachtraum, der für zusätzliche Medikamente benötigt wird, wäre ja gar nicht vorhanden. Oder man baut einen Sauerstofftank aus ...
                        Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                        - Mencius

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                        • #13
                          Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                          Dringend benötigte Medikamente,
                          Ist das so?
                          Braucht jeder Behinderte Medikamente oder geht es nicht auch ohne?

                          fehlende Fitness,
                          Es gibt die Behinderten Olympiade, ich glaube kaum, das fehlende Fitness ein
                          nennenswertes Problem wäre.


                          Phantomschmerzen,
                          In diesem Fall wäre es Ratsam jemanden zu nehmen, der schon ohne Beine auf die Welt gekommen ist.



                          eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten,
                          Die Trainingsmöglichkeiten kann man sicherlich den gegebenen Umständen anpassen.
                          Macht man bei gesunden Menschen ja auch, die Gummibänder sind nämlich kein Ersatz für die Schwerkraft.


                          geringe Belastbarkeit der Beinstümpfe gegenüber normalen Beinen,
                          Die Frage ist jetzt, welche Kraft man da oben überhaupt braucht.
                          Erzählungen von Astronauten zufolge genügt ein leichtes Tippen mit den Fingern um sich in einer Raumstation fortzubewegen.
                          Ich wüßte jetzt nicht, wesshalb man hier jetzt stark belastbare Beine bräuchte.


                          gestörter Wärme-/Energiehaushalt des Krüppels ...
                          Ja, das sagte ich bereits.
                          Ein eventuelles Problem das es zu untersuchen gilt.
                          Ein paar praktische Links:
                          In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
                          Aktuelles Satellitenbild
                          Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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                          • #14
                            mal eine doofe frage: woher seid ihr euch so sicher das ein nicht vorhandenes Bein so viel Energie Spart? Abgesehen davon, wie soll ein beinamputierter astronaut dem Kafffeautomat einen tritt geben, wenn dieser das kleingeld verschluckt hat? Nun mal ernsthaft: Beine sind durchaus ein Wichtiges Werkzeug, wenn es darum geht sich irgendwo festzukeilen oder sich abzustoßen. Das fehlen der selben ist imho ein gravierender nachteil und eine amputation ist nur sinnvoll, wenn das Bein aktiv (durch eine nekrotisierende Vergiftung) oder passiv (eingeklemmtes Bein) das Leben gefährdet.
                            www.eiskaltmacher.de

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                            • #15
                              Kennt jemand die Geschichte "Überlebenstyp" von Stephen King?

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