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Heim Theorie

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  • Heim Theorie

    Ich habe hier einen netten Artikel gefunden, der eine Einführung in die Heim Theorie liefert, so daß man eine ungefähre Vorstellung davon bekommt:

    Die erweiterte einheitliche Quantenfeld


    Besonders Interessant finde ich hier die Frage bezügl. des Urknalls, so heißt es in diesem Dokument z.B.:
    Zunächst breitete sich der R12 durch Aufspaltung in immer kleinere Metronen aus. Die Materie-Entstehung erfolgte nicht in einem Urknall, sondern durch mehrere explosionsartige Energiebeträge, die in den R3 eintraten.
    Diese Erklärung erscheint praktisch, denn sie liefert eine Antwort auf die unterschiedliche Dichteverteilung im Universum, welche immer noch
    ein Rätsel im Bezug auf den Urknall ist.

    Ein R12, also ein gedachter Raum mit 12 Dimensionen ist nämlich IMO chaotisch, in diesem gibt es keine geordnete Struktur.
    Wenn dieser R12 Raum sich aber nun der Heim Theorie zufolge zuerst ausgedehnt hat und dann viel viel später vereinzelt in einen geordneten R3 gefallen ist und dann der R3 Raum. wie wir ihn heute kennen erst ausgebildet wurde, dann erklärt es auch die unterschiedliche Dichteverteilung im Universum.

    So zumindest mein laienhaftes Verständnis davon.



    Auch ganz hilfreich um eine Vorstellung von der Heim Theorie zu bekommen, ist IMO dieses Dokument:
    http://www.americanantigravity.com/d...uerbachJSE.pdf
    Ein paar praktische Links:
    In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
    Aktuelles Satellitenbild
    Radioaktivitätsmessnetz des BfS

  • #2
    Auch wenn das Ansinnen, die Heim Theorie zu erklären und zugänglich zu machen, ja durchaus gut gemeint ist, wenn das ganze auf eine obskure "Quantenmedizin" hinaus läuft (siehe etwa den Satz, dass die Heim-Theorie die "Homöopathie erklären" würde, obwohl die Homöopathie - jenseits von Placebo - längst in unzähligen wissenschaftlichen Untersuchungen widerlegt wurde), dann kann ich das nicht gutheissen.

    Die Heim-Theorie ist interessant, aber man muss beachten, dass sie nie publiziert, dh, nie wirklich tiefgehend auf Fehler durchforstet wurde. Zudem, die Sache mit den vorhergesagten Teilchenmassen, da übertreibt der Autor der Webseite. Ich habe schon Wertevergleiche (Experiment vs Heim) gesehen, wo die Werte nicht exakt aufeinander passen, zudem ist die Formulierung "bis zur letzten Dezimalstelle" unglücklich (wer sagt denn, dass die Teilchenmassen so genau bekannt sind?). Dann muss man noch bedenken, dass Heims Theorie ein neutrales Elektron voraussagt, das trotz intensiver Suche bisher nicht gefunden wurde.

    Dass dann noch die uralte Theorie vom "müden Licht" bemüht wird, um die Rotverschiebung zu erklären, macht den Text nicht besser - das ist schon längst wiederlegt (die Dauer von Supernovae korreliert mit ihrer Rotverschiebung - was man bei Dopplerverschiebung erwartet, bei "müdem Licht" jedoch nicht). Dann kommts noch schlimmer:

    Die Hintergrundstrahlung ist anisotrop. Sie gehorcht nicht dem Planck'schen Strahlungsgesetz.
    Die Hintergrundstrahlung entspricht im Gegenteil exakt dem Planckschen Strahlungsgesetz: File:Cobeslide36.jpg - Wikipedia, the free encyclopedia Das ist eines der qualitativ besten wissenschaftlichen Ergebnisse des 20. Jahrhunderts. Es gibt leichte Anisotropien deren Ursprung im Detail nicht ganz klar ist, aber das ändert nichts daran, dass das Universum auf grossen Skalen exakt so aussieht, als sei es einst sehr viel kleiner und sehr viel heisser gewesen.

    Es gäbe noch weiteres, aber ich höre hier auf. Der Rest des Textes stürzt sich dann auf die esoterisch angehauchten, höchst spekulativen und (mangels Experimenten) allein von der persönlichen Einschätzung Heims geprägten Teilen der Theorie. BS, wenn ihr mich fragt.

    Ein R12, also ein gedachter Raum mit 12 Dimensionen ist nämlich IMO chaotisch, in diesem gibt es keine geordnete Struktur.
    Was hat die Anzahl der Dimensionen mit der "geordneten Struktur" (wovon?) darin zu tun? Warum soll das eine das andere unmöglich machen?

    dann erklärt es auch die unterschiedliche Dichteverteilung im Universum
    Du verstehst das Problem falsch herum. Das Problem ist nicht, dass die Dichteverteilung im Universum unterschiedlich ist. Das Problem ist, dass das beobachtete Universum zu homogen ist, dh, die Unterschiede in der Dichteverteilung sind geringer als man bei einem "naiven" Urknallmodell (= Zurückextrapolation der heutigen Expansion) erwarten würde. Deshalb hat man ja die Inflation eingeführt, die einen sehr kleinen Raum in sehr kurzer Zeit sehr stark vergrössert.
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
    Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

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    • #3
      Sorry wenn ich erst jetzt antworte, aber ich hatte im Januar nur noch wenig Zeit und später ne ganze Weile keine Lust das eigentlich schwerverdauliche Thema nochmal aufzugreifen.
      Aber heute geht's wieder.

      Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
      Auch wenn das Ansinnen, die Heim Theorie zu erklären und zugänglich zu machen, ja durchaus gut gemeint ist, wenn das ganze auf eine obskure "Quantenmedizin" hinaus läuft (siehe etwa den Satz, dass die Heim-Theorie die "Homöopathie erklären" würde, obwohl die Homöopathie - jenseits von Placebo - längst in unzähligen wissenschaftlichen Untersuchungen widerlegt wurde), dann kann ich das nicht gutheissen.
      Ich gebe dir hier vollkommen Recht.
      Zu meiner Verteidigung muß ich aber sagen, daß ich vor lauter Euphorie und Hoffnung schnellstmöglich eine Diskussion anzuregen
      den ersten Link zum Zeitpunkt des Threadstarts selbst nur bis etwa zur Hälfte durchgelesen hatte und davon ausging, daß der Rest des Artikels ebenfalls entsprechend halbwegs wissenschaftlich seriös, so weit ich das beurteilen kann, sein würde.
      Das sich das hinterher als großer Irrtum herausstellte und das Esoterikzeugs mit der Quantenmedizin des letzten Abschnitts am Ende des Artikels den Artikel in ein schlechtes Licht rückte wurde mir dann auch erst später klar, aber da hatte ich den Thread schon gestartet und wollte den Link auch nicht mehr entfernen, denn der Anfang des Artikels ist ja eigentlich ganz ok.

      Das ist leider der Haken an der Heim Theorie, es gibt nur wenige Seiten die sich mit dem Thema befassen und man läuft Gefahr Artikel zu erwischen, bei denen viele Leute diese für ihre eigenen Esoterik-/Ufozwecke aufgreifen.




      Dass dann noch die uralte Theorie vom "müden Licht" bemüht wird, um die Rotverschiebung zu erklären, macht den Text nicht besser - das ist schon längst wiederlegt (die Dauer von Supernovae korreliert mit ihrer Rotverschiebung - was man bei Dopplerverschiebung erwartet, bei "müdem Licht" jedoch nicht).
      Danke für den Hinweis, greift die Heimtheorie überhaupt die Theorie vom "müden Licht" auf? Ich kann das leider schlecht beurteilen.
      Und wurden nicht einige Dinge der Heim Theorie von Walter Dröscher entsprechend dem aktuellen wissenschaftlichen Stand & Fortschritt überarbeitet/korrigiert bzw. angepaßt? Erwarten würde ich das nämlich eigentlich schon.

      Bezügl. der Heimtheorie habe ich zur Rotverschiebung aber noch folgendes gefunden, vielleicht zeigt das die Heimtheorie in einem etwas besseren/anderen Licht.
      Protosimplex - Beispiele und Arbeitshilfen


      Die komplette Webseite mit allen Artikeln:
      Protosimplex - die Ideen von Burkhard Heim (Homepage)




      Was hat die Anzahl der Dimensionen mit der "geordneten Struktur" (wovon?) darin zu tun? Warum soll das eine das andere unmöglich machen?
      Es ging mir damals AFAIK um die Planetenbahnen die nur in einem R3 bzw. R4 (wenn man die Zeit noch dazunimmt) so möglich sind, wie sie heute sind. In einem R12 wären die ein Chaos.
      Zumindest gab es zu der Sache mit mehreren Dimensionen auch mal eine Alpha Centauri Sendung von Prof. Harald Lesch, ich glaub das Thema war "Gibt es mehr als 3 bzw. 4 Dimensionen."
      (PS: Harald Lesch betrachtete diese Frage nach mehreren Dimensionen natürlich allgemein und ging definitiv nicht auf die Heimtheorie ein, also bitte nicht falsch verstehen)

      Du verstehst das Problem falsch herum. Das Problem ist nicht, dass die Dichteverteilung im Universum unterschiedlich ist. Das Problem ist, dass das beobachtete Universum zu homogen ist, dh, die Unterschiede in der Dichteverteilung sind geringer als man bei einem "naiven" Urknallmodell (= Zurückextrapolation der heutigen Expansion) erwarten würde. Deshalb hat man ja die Inflation eingeführt, die einen sehr kleinen Raum in sehr kurzer Zeit sehr stark vergrössert.
      Danke für den Hinweis, jetzt hab ich wieder dazugelernt.
      Ein paar praktische Links:
      In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
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      • #4
        Es ging mir damals AFAIK um die Planetenbahnen die nur in einem R3 bzw. R4 (wenn man die Zeit noch dazunimmt) so möglich sind, wie sie heute sind. In einem R12 wären die ein Chaos.
        Ach so. Die restlichen Dimensionen des R12 müssten natürlich "kompakt" sein, so dass sie den R4 nicht "stören". So, wie ein 3D-Schlauch aus einiger Entfernung wie ein 2D-Band und aus noch grösserer Entfernung wie eine 1D-Linie aussieht, müssten die zusätzlichen Dimensionen so klein sein, dass die Welt "im Wesentlichen" eben 3 bzw 4-D ist, in "Wahrheit" aber 12-D (z.B.).
        Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
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