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3D-Drucker und die Folgen

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  • 3D-Drucker und die Folgen

    Der Replikator nähert sich also der Wirklichkeit. Könnte man nach diesem Artikel zumindestens meinen:
    Auf dem Weg zum Star Trek Replicator: 3-D Drucker - Innovationen - derStandard.at ? Web
    'To infinity and beyond!'

  • #2
    Interessant ist dabei die Idee, dass solche Drucker bald in Copy-Shops stehen könnten. Nur was bringt einem das ? Mir persönlich fällt da wenig ein. Theoretisch könnte ich mir ein paar eigene Schach- oder Mensch-ärgere-dich nicht Figuren designen und 3D-drucken lassen. Oder vielleicht auch beschädigte Ultra-Slim DVD-Hüllen durch neu gedruckte ersetzen .

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    • #3
      Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
      Nur was bringt einem das ? Mir persönlich fällt da wenig ein.
      Ist natürlich ein Nischengeschäft, da stimme ich dir zu.

      Ich stelle mir das aber nett für freischaffende Architekten und Architekturstudenten vor, die sich dann Prototypen ihrer Entwürfe kostengünstig anfertigen lassen können.

      Oder (Hey, in welchem Forum sind wir denn überhaupt? ) Fans die sich ein Modell ihres Lieblingsraumschiffs, -autos, -flugzeugs, -charakters, etc. für zuhause wünschen, aber a.) nicht selbst "scratchbuilden" können/wollen und b.) keine solchen Dinge im Netz finden. Also da sehe ich mich durchaus als Zielgruppe.

      Alternativ, abhängig davon, wie stabil solche Produkte sind und welche Größenverhältnisse möglich sind: Designermöbel. Vielleicht Zierelemente für Autos. Ersatzteile.

      Ich meine auch mal gehört zu haben, dass eine Firma an einem "Riesen-3D-Drucker" arbeitet, der in kürzester Zeit ganze Einfamilienhäuser hochziehen kann, aber das ist dann natürlich nichts mehr für den Copy-Shop.

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      • #4
        Zitat von Draco90831 Beitrag anzeigen
        Ist natürlich ein Nischengeschäft, da stimme ich dir zu.
        Erst mal ja. Aber wenn so ein Replikator alles mögliche herstellen kann, z.B. auch maßgeschneiderte Kleidungsstücke oder diät-spezifische Lebensmittel, sieht es schon wieder ganz anders aus .

        Man lässt seine Körpermaße einscannen, der Computer macht ein paar Vorschläge, und man nimmt wirklich passende Kleidung mit nach Hause .

        Bei Fertiggerichten könnte man Stoffe, die man nicht mag, weglassen, oder solche die man braucht, wie Spurenelemente, zusetzen lassen. Mit genauen, individuellen Portionsgrößen usw.

        In 100 Jahren hat dann vielleicht auch jeder so ein Ding zuhause, und man holt sich im Geschäft dann vielleicht eher so etwas wie ein (Kunststoff-)Auto oder Designer-Möbel aus dem Replikator.

        Kurzfristig aber ist es wohl schwierig, da ein funktionierendes Geschäftsmodell mit dieser Technologie zu entwickeln.

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        • #5
          Nun Rapid Prototyping ist jetzt nicht so neu, auch wenn die verschiedenen Fertigungsverfahren große Fortschritte gemacht haben. Beim Prototypenbau in der Industrie setzt man solche Verfahren schon länger ein. Ich finde es trotzdem immer noch ziemlich beeindruckend, so eine Maschine bei der Arbeit zu beobachten. Für die Massenfertigung werden diese Geräte, wohl nie konkurrenzfähig sein. Der normale Verbraucher kann von dieser Technologie trotzdem profitieren, und einfache Ersatzteile so zeitnah, beim Copyshop an der Ecke fertigen lassen.
          Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
          Dr. Sheldon Lee Cooper

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          • #6
            Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
            Der normale Verbraucher kann von dieser Technologie trotzdem profitieren, und einfache Ersatzteile so zeitnah, beim Copyshop an der Ecke fertigen lassen.
            In was für einem Datenformat müsste man den Entwurf dann zum Copy-Shop bringen ?
            Und wie groß wäre so eine Datei ?

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            • #7
              Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
              In was für einem Datenformat müsste man den Entwurf dann zum Copy-Shop bringen ?
              Und wie groß wäre so eine Datei ?
              Auf den Gebiet der 3D-CAD Konstruktion hat sich bis heute kein allgemeines Dateiformat durchgesetzt. Bei den Herstellern der verschiedenen Maschinen für Rapid Prototyping sieht es leider momentan nicht viel besser aus. Es gibt zwar verschiedene systemneutrale Datenformate wie VDAFS, IGES, SAT, IFC und STEP, aber beim Datentausch zwischen verschiedenen CAD-Programmen können trotzdem systemspezifische Besonderheiten verloren gehen. Für die Verwendung durch Amateure sind diese Systeme momentan wenig geeignet.
              Die Dateigröße ist natürlich abhängig von der Komplexität des Objekts, das fängt im Grunde bei ein paar Kilobyte an.
              Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
              Dr. Sheldon Lee Cooper

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              • #8
                Ich sehe schon, ein paar Minuten Brainstorming hier im Thread und schon sprudeln die Ideen, wofür man sowas auch noch brauchen könnte. Ich denke, kommerzielle "Replikatoren" würden eine langsame, aber immer schneller werdende Koevolution ankicken, wo immer bessere Replikatoren immer ausgeklügeltere Produkte hervorbringen bzw umgekehrt, erfordern. Schliesslich würden es die Replikatoren aus den Geschäften in die Haushalte schaffen, so dass schliesslich jeder mit ein bisschen Geschick und Fleiss sein Open-Source-Heimelektronik-Gerät zusammenbauen kann...
                Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
                Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

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                • #9
                  Zitat von captain slater Beitrag anzeigen
                  Der Replikator nähert sich also der Wirklichkeit. Könnte man nach diesem Artikel zumindestens meinen:
                  Auf dem Weg zum Star Trek Replicator: 3-D Drucker - Innovationen - derStandard.at ? Web

                  Beim Computerclub² sieht man in einer Sendung so einen 3d Drucker in Aktion.
                  Damals als die Sendung gedreht wurde, vor ca. 3 Jahren, konnten die 3d Drucker aber noch keine funktionalen, also mechanisch belastbaren Gegenstände herstellen.
                  Die 3d Objekte wurden so weit ich mich erinnern kann aus einer Art GIPS Masse bzw. Pulver gedruckt und das Ergebnis war leider nur als Modell zum Anschauen und Anfassen brauchbar, aber als Zahnrad für bspw. ein Getriebe wäre es noch ungeeignet gewesen.
                  ComputerClub 2

                  Ich weiß nicht, inwieweit das bei den neuen Druckern, die ja so ne Art Klebefolie verwenden, anders ist.
                  Ein bischen belastbarer könnten diese 3d Objekte schon sein.

                  Bis man aber mal Dinge aus Metall in einem 3d Drucker drucken kann, dürfte noch sehr viel Zeit vergehen.
                  Wobei die Uni Stuttgart hier AFAIK auch schon etwas ähnliches entwickelt hat, eine Art Metallpulversprühsystem das dann gleich mit einem starken Laser am Objekt durch Schmelzung & Abkühlung fixiert wurde.
                  So mechanisch stabil wie normale Werkstücke war das aber auch nicht.


                  .
                  EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                  Cordess schrieb nach 50 Minuten und 50 Sekunden:

                  Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                  Interessant ist dabei die Idee, dass solche Drucker bald in Copy-Shops stehen könnten. Nur was bringt einem das ? Mir persönlich fällt da wenig ein.
                  Mir fällt da sehr viel ein.

                  Für vieles was ich bisher bauen wollte bräuchte ich eigentlich eine Fräß- oder Drehmaschine und die kosten 10000 € aufwärts.
                  Und in einer Firma machen lassen ist oft suboptimal, da das auch sehr teuer ist und ja nicht gleich jeder mitkriegen soll, was man da gerade baut.

                  Wenn ich das also daheim oder im Copyshop einfach ausdrucken könnte, dann wäre das jedenfalls eine sehr tolle Sache. Zumindest würde sich damit hobbymäßig für mich ein komplett neues Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten erschließen, die mir heute noch, wegen den oben genannten Gründen verschlossen bleiben.


                  .
                  EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                  Cordess schrieb nach 10 Minuten und 10 Sekunden:

                  Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                  so dass schliesslich jeder mit ein bisschen Geschick und Fleiss sein Open-Source-Heimelektronik-Gerät zusammenbauen kann...
                  Wobei ich bei letzterem das noch skeptisch sehe.
                  Es werden zwar sicher die 3d Drucker im Heimbereich Einzug finden, aber
                  ob die universell alles herstellen können, also auch Dinge mit Funktion die andere Chemikalien benötigen , das wage ich stark zu bezweifeln.


                  Gehäuse und 3d Körper sind kein Problem, aber ob man auch seinen eigenen Mikrochip aus Silizium* drucken kann, das steht noch in den Sternen. Der 3d Drucker bräuchte dafür einen ganzen Chemiekasten.

                  Man stelle sich vor, jemand will sich eine schußbereite Schußwaffe ausdrucken, ersteres wird vielleicht noch gehen, aber spätestens beim Sprengstoff und den Patronen dürfte er scheitern.


                  *Spezielle auf Kunststoff basierende 2d Elektronikdrucker sind ja schon in Arbeit, aber das sind dann auch sehr spezielle Drucker und wieder ein anderes Thema.
                  Zuletzt geändert von Cordess; 25.05.2010, 21:10. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
                  Ein paar praktische Links:
                  In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
                  Aktuelles Satellitenbild
                  Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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                  • #10
                    Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                    Ich sehe schon, ein paar Minuten Brainstorming hier im Thread und schon sprudeln die Ideen, wofür man sowas auch noch brauchen könnte.
                    Och, frag mal Hobby-Modellbauer, die lechzen seit Jahren nach etwas derartigem Sei es der Eisenbahner, der sich seine Gebäude selbst fräsen, plotten, drucken könnte oder der RC-Kollege, der nach einer guten Möglichkeit sucht, sich die Teile für zb seine neuen Flugzeug-Tragflächen und Rümpfe selbst zu formen.
                    Nur wenige schaffen es, sich zumindest eine Fräsmaschine (gibt ja auch ein paar 3D Varianten) selbst zu bauen und nicht jeder mit Ideen ist handwerklich begnadet *s* in dem Bereich dürfte wohl der größte Umsatz liegen (dann wohl zum Leidwesen der Händler kommerzieller Modelle, welche aber auf die Bereitstellung von 3D Daten umschwenken könnten).

                    Mh, wer mag mal ein paar "antike" Säulen im Bad haben oder aufwändige Ornamente an der Wand oder Zimmerdecke? Wenn es um Deko ginge, also nichts was übermäßig stabil sein sollte, finden sich da sicher auch ein paar Interessenten für dererlei Geräte *denk*
                    Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

                    Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

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                    • #11
                      Zitat von Suthriel Beitrag anzeigen
                      Och, frag mal Hobby-Modellbauer, die lechzen seit Jahren nach etwas derartigem Sei es der Eisenbahner, der sich seine Gebäude selbst fräsen, plotten, drucken könnte oder der RC-Kollege, der nach einer guten Möglichkeit sucht, sich die Teile für zb seine neuen Flugzeug-Tragflächen und Rümpfe selbst zu formen.
                      Nur wenige schaffen es, sich zumindest eine Fräsmaschine (gibt ja auch ein paar 3D Varianten) selbst zu bauen und nicht jeder mit Ideen ist handwerklich begnadet *s* in dem Bereich dürfte wohl der größte Umsatz liegen (dann wohl zum Leidwesen der Händler kommerzieller Modelle, welche aber auf die Bereitstellung von 3D Daten umschwenken könnten).

                      Mh, wer mag mal ein paar "antike" Säulen im Bad haben oder aufwändige Ornamente an der Wand oder Zimmerdecke? Wenn es um Deko ginge, also nichts was übermäßig stabil sein sollte, finden sich da sicher auch ein paar Interessenten für dererlei Geräte *denk*
                      Eben. Ich selber baue ja auch Modellbau, kann aber bei kaputten Modellen keine neuen Tragflächen oder ähnliches anbauen. Z. B. habe ich eine Spitfire, bei der leider ein Heckruder "abhanden" gekommen ist, welches ich sehr gerne dann nachbauen würde. Auch würde ich gerne mal Modelle zu Stargate bauen, aber die Kosten 100€ aufwärts. Auf lange Sicht wird sich dies für mich durchaus lohnen, zumal es schon leistungsfähige 3D Drucker im 7900€ Bereich gibt - und die Preise werden schnell fallen, sobald Konkurrenten wie HP o. ä. einsteigen. Ich überlege schon derzeit, mir einen zu holen (also in 2-3 Jahren), aber derzeit muss noch Auto und Führerschein finanziert werden
                      "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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                      • #12
                        Der 3d Drucker bräuchte dafür einen ganzen Chemiekasten.
                        Das ist schon klar. Man würde vermutlich mit einem einzigen versatilen Material anfangen, später käme ein zweites, drittes dazu, etc - jedes mit anderen Eigenschaften. 10 Jahre später würde man über einen 3D-Drucker mit nur drei Ausgangsmaterialien milde lächeln... Die Designs müssten sich dann halt entsprechend anpassen, um den begrenzten Ausgangsmaterialien Rechnung zu tragen. So gäbe es eine Übergangszeit, in der Geräte zu Hause gebastelt werden können, aber mit deutlichen Qualitäts- und Performanceeinbussen gegenüber jenen, die man kaufen kann - anderseits würde das dadurch aufgewogen, dass man sich jederzeit selbst Ersatzteile herstellen kann.

                        Och, frag mal Hobby-Modellbauer, die lechzen seit Jahren nach etwas derartigem
                        Oh ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Das werden vielleicht auch die "Freaks" sein, die die Entwicklung in den frühen Jahren voran treiben.
                        Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
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                        • #13
                          Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                          Das ist schon klar. Man würde vermutlich mit einem einzigen versatilen Material anfangen, später käme ein zweites, drittes dazu, etc - jedes mit anderen Eigenschaften.
                          Das klingt jetzt etwas abstrakt. Was kann ich mir konkret darunter vorstellen ?
                          Es geht ja nicht um drei Farben oder drei Geschmacksrichtungen für Speiseeis.

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                          • #14
                            Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                            Das ist schon klar. Man würde vermutlich mit einem einzigen versatilen Material anfangen, später käme ein zweites, drittes dazu, etc - jedes mit anderen Eigenschaften.
                            Was genau meinst du damit? Es gibt mittlerweile einige Verfahren des Rapid Prototyping, bei denen jeweils andere Materialien verarbeitet werden. So unterschiedliche Stoffe wie Kalkpulver, Metallpulver, Thermoplaste oder flüssige Duromere, benötigen sehr unterschiedliche Techniken der Verarbeitung. Ich bezweifle das es überhaupt möglich ist, diese in einer Maschine zu integrieren.
                            Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                            Dr. Sheldon Lee Cooper

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                            • #15
                              3D-Drucker - Bedrohung für Gewerbe und Handel?

                              Ich habe noch eine weitere Zeitungsmeldung gefunden, die sicherlich eine gute Diskussionsgrundlage bieten kann:

                              -> 3D-Druckern droht Piraterie-Vorwurf - pressetext.deutschland

                              Dann viel Spaß beim Diskutieren

                              Meiner Meinung zeigt dieses Beispiel schön, was passierend könnte, wenn jemand wie in Star Trek den Replikator erfinden würde. Ich glaube das könnte unser heutiges Wirtschaftssystem auf den Kopf stellen.
                              Mein Profil bei Memory Alpha
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