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Wenn man zur CO2 Reduzierung organische Abfälle verkohlen und dann vergraben würde,

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  • Wenn man zur CO2 Reduzierung organische Abfälle verkohlen und dann vergraben würde,

    wie könnte man dann die anderen wichtigen Spurenelemente aus dieser organische Kohle entfernen, so daß nur der Kohlenstoff und Schwermetalle eingelagert werden?


    Immerhin müßte man diese wichtigen Mineralien und Spurenelemente wieder auf die Felder kippen, damit die nächsten Pflanzen wieder gut wachsen.


    Bezügl. der organischen Abfälle meine ich hierbei nicht nur Holz und Holzspänne, sondern auch Laub, abgestorbene Sträucher und ähnliches.
    Ein paar praktische Links:
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  • #2
    Inwiefern man die Gewinnung von Nährstoffen aus dem Zeug mit vertretbaren Aufwand hinkriegt, weiß ich jetzt nicht, immerhin wird Phosphat aus Klärschlamm ein immer größeres Thema, auch wenn der Aufwand doch recht groß ist.

    Warum du das Zeug aber deponieren willst, ist mir etwas unklar. Solange wir noch Verbrennungskraftwerke haben, wäre es viel sinnvoller die entstehende Kohle zu verbrennen oder zu vergasen und dafür Braunkohle im Boden zu lassen.

    Ansonsten ist es warscheinlich aber auch weiterhin das sinnvollste Bioabfälle (je anch Eignung dafür) zu vergären, die Überreste zu kompostieren und diese dann auf den Acker zu bringen.
    I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

    - George Lucas

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    • #3
      Zitat von Leandertaler Beitrag anzeigen
      Warum du das Zeug aber deponieren willst, ist mir etwas unklar. Solange wir noch Verbrennungskraftwerke haben, wäre es viel sinnvoller die entstehende Kohle zu verbrennen oder zu vergasen und dafür Braunkohle im Boden zu lassen.
      Das ist mir schon klar, mir geht es eher um eine langfristige Frage wenn man die Energie weitgehend regenerativ erzeugt und nun daran arbeiten muß, den CO2 Gehalt in der Atmosphäre wieder zu senken.



      Ansonsten ist es warscheinlich aber auch weiterhin das sinnvollste Bioabfälle (je anch Eignung dafür) zu vergären, die Überreste zu kompostieren und diese dann auf den Acker zu bringen.
      Dadurch wird der in den Bioabfällen gespeicherte Kohlenstoff aber wieder freigesetzt.
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      • #4
        Wenn du den CO2 Gehalt der Atmosphäre wirklich reduzieren wolltest, wäre das sicherlich eine (technische) Möglichkeit. Das Problem stellt sich aber nicht wirklich, solange auf der Erde noch fossile Energieträger verwendet werden.

        Und natürlich gelangt das CO2 aus Biomüll bei dessen Werwertung wieder in die Atmosphäre, aber so erzeugst du klimaneutral Energie. Und gerade aus Biomasse kannst du mit Kohlenwassserstoffen eben sehr hochwertige Energieträger gewinnen. Darauf wird man besonders bei steigenden Ölpreisen sicher nicht verzichten wollen.
        I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

        - George Lucas

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        • #5
          Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
          wie könnte man dann die anderen wichtigen Spurenelemente aus dieser organische Kohle entfernen, so daß nur der Kohlenstoff und Schwermetalle eingelagert werden?


          Immerhin müßte man diese wichtigen Mineralien und Spurenelemente wieder auf die Felder kippen, damit die nächsten Pflanzen wieder gut wachsen.
          Eine Trennung der Spurenelemente ist gar nicht nötig, mit dem von Markus Antonietti entwickelten Verfahren der hydrothermalen Karbonisierung. Kann man Biomasse ohne Freisetzung von CO2 in Kohle verwandeln, den man dann unter den Mutterboden mischen kann. Alternativ kann man die gewonnene Kohle auch als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Kunststoffen verwenden.
          Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
          Dr. Sheldon Lee Cooper

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          • #6
            Problem ist auch eher dass dieses Verfahren Energie benötigt und Laub ist auch wichtig für das Ökosystem, das kann man nicht einfach wegnehmen.

            Und bei der Verkohlung entsteht doch auch mit CO2 schon^^
            "Alle Menschen sind von Geburt an gleich und die Erde ernährt alle. Wenn ein Mensch geboren wird hat er das Anrecht auf ein Stück Land, das Ihm ernähren kann. Wenn aber alles Land schon aufgeteilt ist unter wenigen, die meine das sei Ihr Eigentum, dann muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser Ausgleich ist ein Grundeinkommen, für diejenigen die kein eigenes Land mehr haben und sich nicht selbst versorgen können"

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            • #7
              Zitat von RTW112 Beitrag anzeigen
              Problem ist auch eher dass dieses Verfahren Energie benötigt und Laub ist auch wichtig für das Ökosystem, das kann man nicht einfach wegnehmen.

              Und bei der Verkohlung entsteht doch auch mit CO2 schon^^
              Bei der hydrothermalen Karbonisierung muss nur am Anfang Energie zugeführt werden (um es auf 180 Grad Celsius zu erhitzen), dann erzeugt der Prozess die benötigte Wärme selbst. Sogar mit einen Überschuss, im Grunde kann man sogar die am Anfang hineingesteckte Energie wieder zurückgewinnen. Bei diesen speziellen Verfahren der Karbonisierung, ist am Ende der gesamte Kohlenstoff gebunden, CO2 wird dadurch nicht freigesetzt. Nachzulesen ist das ganze in einen ausführlichen Artikel des MaxPlanck-Magazins (Artikel "Zauberkohle aus dem Dampfkochtopf").
              MaxPlanckForschung 2 / 2006
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              • #8
                Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                Eine Trennung der Spurenelemente ist gar nicht nötig, mit dem von Markus Antonietti entwickelten Verfahren der hydrothermalen Karbonisierung. Kann man Biomasse ohne Freisetzung von CO2 in Kohle verwandeln, den man dann unter den Mutterboden mischen kann. Alternativ kann man die gewonnene Kohle auch als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Kunststoffen verwenden.
                Danke für den Link. Das hört sich sehr interessant an.
                Aber wie werden bei diesem Verfahren andere Spurenelemente vom Kohlenstoff getrennt?
                Da steht nur, daß am Ende eine schwarze Brühe übrig bleibt in der dann auch die Kohlenstoffpartikel stecken.
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                • #9
                  Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                  Aber wie werden bei diesem Verfahren andere Spurenelemente vom Kohlenstoff getrennt?
                  Da steht nur, daß am Ende eine schwarze Brühe übrig bleibt in der dann auch die Kohlenstoffpartikel stecken.
                  Das Endprodukt sind kleine Kohlepartikel, plus aller anderen Spurenelemente welche die Biomasse enthalten hat. Wieso willst du die trennen? Die Kohle ist bereits eine stabile CO2-Senke, welche mit den Spurenelementen einen wertvollen Bodenverbesserer ergibt. Mische die Kohle einfach unter den Mutterboden, und die Pflanzen holen sich die Spurenelemente die sie brauchen. Bei einer industriellen Nutzung, würden Spurenelemente spätestens bei der Kohleverflüssigung ausfallen.
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