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Wurde Hiroshima und Nagasaki dekontaminiert?

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  • Wurde Hiroshima und Nagasaki dekontaminiert?

    Oder hat man die Städte einfach so auf den Trümmern neu aufgebaut?

    Ist das jemandem bekannt, was mit den radioaktiven Trümmern gemacht wurde?
    Ein paar praktische Links:
    In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
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  • #2
    Ich denke mal mit den Trümmern - wobei da nicht viel waren, ist ja eine Holzstadt gewesen - hat man einfach den Laden wieder aufgebaut. Da ist nichts dekontaminiert worden. Dazu hätte man nämlich wissen müssen wie schädlich radioaktive Strahlung ist und das wusste damals noch keiner, insbesondere die Japaner nicht.
    Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
    Makes perfect sense.

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    • #3
      Die Dekontamination, haben wohl die im August/September vorkommenden Taifune übernommen. Da kommen um diese Zeit große Wassermengen herunter, und dürften viel radioaktives Material ins Meer geschwemmt haben.
      Die Atombombenkuppel hat auch keiner endgelagert, und im nahe gelegenen Shukkei-en Garten sind Überlebende Bäume der Atombombenexplosion extra markiert.
      Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
      Dr. Sheldon Lee Cooper

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      • #4
        Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
        Die Dekontamination, haben wohl die im August/September vorkommenden Taifune übernommen. Da kommen um diese Zeit große Wassermengen herunter, und dürften viel radioaktives Material ins Meer geschwemmt haben.

        Das ist ne gute Erklärung.
        Klingt plausibel.


        AFAIK war ja ursprünglich geplant, die Atombombe über Karlsruhe abzuwerfen, hier hätte man aber eventuell dann schon anders verfahren müssen. Zumindest wenn man an die ganzen Atombombentestgelände denkt, die weiträumig gesperrt oder zubetoniert sind und bei denen es ja auch keine Taifune gibt. Zumindest nicht die Gebiete im Westen Amerikas.
        Ein paar praktische Links:
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        • #5
          Du überschätzt die Problematik. Eine Luftdetonation einer Fissionsbombe im niedrigen Kilotonnebereich hat keine größeren langfristigeren Folgen (sprich auf Jahre hinaus). In unseren Breiten sollte ein Winter genügen um die Strahlung auf ein ungefährliches Niveua zu drücken.
          Grundsätzlich muss man sagen das das Ausmaß der Verstrahlung eben von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängig ist. Bombentyp, Sprengkraft, Detonationshöhe, Witterung voher und nachher, geographische Verhältnisse, Bebauung...
          Atomtestgelände sind auch heutzutage noch verstrahlt weil dort zum Teil hunderte Sprengkörper in allen möglichen Varianten gezündet wurden. Da bleibt dann eher was hängen zumal das meteorologisch eh ziemlich tote Gebiete sind.

          Ansonsten, Enas Yorls Verweis auf die Taifune ist zutreffend. Die schweren Regenfälle haben die radioaktiven Partikel weggeschwemmt.

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          • #6
            Zitat von Nighthawk_ Beitrag anzeigen
            Du überschätzt die Problematik. Eine Luftdetonation einer Fissionsbombe im niedrigen Kilotonnebereich hat keine größeren langfristigeren Folgen (sprich auf Jahre hinaus). In unseren Breiten sollte ein Winter genügen um die Strahlung auf ein ungefährliches Niveua zu drücken.
            Grundsätzlich muss man sagen das das Ausmaß der Verstrahlung eben von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängig ist. Bombentyp, Sprengkraft, Detonationshöhe, Witterung voher und nachher, geographische Verhältnisse, Bebauung...
            Atomtestgelände sind auch heutzutage noch verstrahlt weil dort zum Teil hunderte Sprengkörper in allen möglichen Varianten gezündet wurden. Da bleibt dann eher was hängen zumal das meteorologisch eh ziemlich tote Gebiete sind.

            Ansonsten, Enas Yorls Verweis auf die Taifune ist zutreffend. Die schweren Regenfälle haben die radioaktiven Partikel weggeschwemmt.
            Es war ja Absicht Atombomben dort zu testen, wo deren Überreste auch aufgrund der Strömungen in Luft und Wasser stationär bleiben. Man wollte ja nicht das kontaminierte Zeugs über die gesamte Erde verteilen.

            Wobei aber gerade die Explosionen im Pazifik weit verteilt und dadurch auch stark verdünnt wurden. Nur die Testgelände in den Wüsten in Nevada und Russland sind noch relativ hoch verstrahlt, aber selbst dass hält sich in Grenzen.

            Man sollte sich immer vor Augen führen, dass eine Atombombenexplosion in vielen Fällen nur Bruchteile von %te an hochradioaktiven Nukliden erzeugt wie eine Explosion eines Atomreaktor.

            Eine Atombombe ist ja so konstruiert möglichst viel Energie auf einmal frei zu setzen und somit das Spaltmaterial möglichst effizient aufzubrauchen. Daher bleiben dann meist nur relativ kurzlebige Spaltprodukte wie Barium 139 oder 140 und Krypton 95 oder 94 zurück die schnell weiter zerfallen.

            Man hat also einen kurzen meist zweiwöchigen radioaktiven Peak und dann eine schnell abfallende Strahlung.
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            • #7
              Die Spaltprodukte sowie das nicht gespaltene Spaltmaterial machen nur einen Teil der Radioaktivität aus, die eine Bombe freisetzt: ein grosser Teil kommt auch von Transmutationen durch die von der Explosion freigesetzten Neutronen. Deshalb spielt auch die von Nighthawk_ erwähnte Explosionshöhe eine Rolle: nahe am Boden trifft die Neutronenstrahlung relativ schnell auf "Ziele" (Gestein und Infrastruktur am Boden), die dann eben "verstrahlt" werden. Bei einer Explosion hoch über dem Boden verteilen sich die Neutronen viel besser.
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              • #8
                Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                Die Spaltprodukte sowie das nicht gespaltene Spaltmaterial machen nur einen Teil der Radioaktivität aus, die eine Bombe freisetzt: ein grosser Teil kommt auch von Transmutationen durch die von der Explosion freigesetzten Neutronen. Deshalb spielt auch die von Nighthawk_ erwähnte Explosionshöhe eine Rolle: nahe am Boden trifft die Neutronenstrahlung relativ schnell auf "Ziele" (Gestein und Infrastruktur am Boden), die dann eben "verstrahlt" werden. Bei einer Explosion hoch über dem Boden verteilen sich die Neutronen viel besser.
                Jagut, damit hast du recht. Bei einer Neutronenbombe sollte dieser Effekt ja maximal sein.

                Wobei es auch auf die Materialart ankommt, nur bei bestimmten Elementen entstehen durch Neutronen langlebige Transmutationen.

                Also spielt auch die Bodenbeschaffenheit und die Anwesenheit von Wasser (als Moderator zur Bildung thermischer Neutronen) eine Rolle.
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                • #9
                  Zitat von McWire Beitrag anzeigen
                  Jagut, damit hast du recht. Bei einer Neutronenbombe sollte dieser Effekt ja maximal sein.
                  nicht ganz. Die Neutronenbombe ist nicht dafür konzipiert, durch Neutronenbeschuss Materialien am Boden zu aktivieren, sondern feindliche Soldaten direkt durch die Neutroneneinstrahlung zu töten.

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                  • #10
                    Zitat von Agent Scullie Beitrag anzeigen
                    nicht ganz. Die Neutronenbombe ist nicht dafür konzipiert, durch Neutronenbeschuss Materialien am Boden zu aktivieren, sondern feindliche Soldaten direkt durch die Neutroneneinstrahlung zu töten.
                    Man bewirkt aber beides gleichermaßen, auch wenn eine Wirkung eher unerwünscht ist.
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                    • #11
                      Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                      Die Spaltprodukte sowie das nicht gespaltene Spaltmaterial machen nur einen Teil der Radioaktivität aus, die eine Bombe freisetzt: ein grosser Teil kommt auch von Transmutationen durch die von der Explosion freigesetzten Neutronen. Deshalb spielt auch die von Nighthawk_ erwähnte Explosionshöhe eine Rolle: nahe am Boden trifft die Neutronenstrahlung relativ schnell auf "Ziele" (Gestein und Infrastruktur am Boden), die dann eben "verstrahlt" werden. Bei einer Explosion hoch über dem Boden verteilen sich die Neutronen viel besser.
                      Wie gut erreichen die Neutronen trotz mehreren hundert Metern Luftschicht dazwischen eigentlich den Boden?
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                      • #12
                        Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                        Wie gut erreichen die Neutronen trotz mehreren hundert Metern Luftschicht dazwischen eigentlich den Boden?
                        Die Reichweite dürfte irgendwo im Bereich der Beta-Strahlung liegen. Da Neutronen keine elektrische Ladung haben, sollten sie sich ggf. sogar noch etwas weiter ausbreiten als die Elektronen oder Positronen der Beta-Strahlung.
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                        • #13
                          Littley Boy war eine "schmutzige" Bombe

                          Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                          Die Spaltprodukte sowie das nicht gespaltene Spaltmaterial machen nur einen Teil der Radioaktivität aus, die eine Bombe freisetzt: ein grosser Teil kommt auch von Transmutationen durch die von der Explosion freigesetzten Neutronen. Deshalb spielt auch die von Nighthawk_ erwähnte Explosionshöhe eine Rolle: nahe am Boden trifft die Neutronenstrahlung relativ schnell auf "Ziele" (Gestein und Infrastruktur am Boden), die dann eben "verstrahlt" werden. Bei einer Explosion hoch über dem Boden verteilen sich die Neutronen viel besser.
                          Interessant, dass wusste ich noch gar nicht. Ich habe mich immer gefragt, wie die radioaktive Verstrahlung von nicht strahlendem Material funktioniert.

                          Soweit ich weiß, war Little Boy eine besonders "schmutzige" Bombe.
                          Zitat aus Little Boy ? Wikipedia
                          Little Boy enthielt 64 kg Uran mit einem Anteil von 80 % 235U. ... Nach heutigen Schätzungen wurde weniger als ein Kilogramm zur Spaltung gebracht.
                          Also wurde der größte Teil des Urans einfach mit dem Fallout verteilt. Wie schlimm ist diese Uranmenge als radioaktives Material?

                          Ein Gegenbeispiel wäre hier die Zar-Bombe:
                          Zar-Bombe ? Wikipedia
                          Der für den radioaktiven Fallout wesentlich verantwortliche Fissionsanteil betrug somit nur noch 3 Prozent, der Rest der Energie wurde durch vergleichsweise falloutarme Kernfusion erzeugt. In Relation zu ihrer Sprengkraft wurde diese Bombe damit zur „saubersten“ jemals eingesetzten Atombombe.

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                          • #14
                            Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                            Also wurde der größte Teil des Urans einfach mit dem Fallout verteilt. Wie schlimm ist diese Uranmenge als radioaktives Material?
                            Würde man mich als Laie fragen, dann würde ich sagen:
                            Auch nicht viel schlimmer als Natururan oder abgereichertes Uran daß man auch im Iran mittels DU Munition verschossen hat, denn die Halbwertszeit von Uran 235 ist fast so hoch wie die von Uran 238 und die Zerfallsenergie beträgt ca. 4,3 MeV.
                            D.h. bei der riesen Halbwertszeit dürfte es wenige Zerfälle pro Sekunde geben wenn man jetzt mal ein paar Gramm davon nimmt und da das Zeug gut verteilt wurde, dürften es auch nicht viele Atome pro Quadratmeter Erdoberfläche sein.
                            Ganz anders sieht es aber bei den Zerfallsprodukten und denjenigen Atomen aus, die durch die Neutronen in Isotope mit sehr geringer Halbswertszeit transmutiert wurden.

                            Denn es gilt, umso geringer die Halbwertszeit, desto mehr Zerfälle hat man im Mittel pro Sekunde bei gleicher Anzahl an Atomen. Bei hohen Halbwertszeiten sind es entsprechend weniger Zerfälle pro Sekunde und damit weniger schädlich.
                            Danach entscheidet dann nur noch die Zerfallsenergie, umso höher umso schlechter, sowie die Art des Zerfalls (alpha oder betastrahlung).




                            Ein Gegenbeispiel wäre hier die Zar-Bombe:
                            Das haben Fusionsbomben so ansich, daß sie weniger Dreck produzieren.
                            Schlecht läuft es nur, wenn viel Tritium in der Bombe nicht fusioniert wird.
                            Denn das hat eine sehr geringer Halbwertszeit und dementsprechend verursacht eine gewisse Menge davon auch sehr viele Zerfälle pro Sekunde.
                            Ein paar praktische Links:
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                            • #15
                              Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                              Das haben Fusionsbomben so ansich, daß sie weniger Dreck produzieren.
                              Schlecht läuft es nur, wenn viel Tritium in der Bombe nicht fusioniert wird.
                              Denn das hat eine sehr geringer Halbwertszeit und dementsprechend verursacht eine gewisse Menge davon auch sehr viele Zerfälle pro Sekunde.
                              Das Problem mit Fusionsbomben ist aber auch, dass sie je nach Fusionsmaterial sehr viel mehr Neutronenstrahlung produzieren als Fissionsbomben.

                              Bei der Fusion von Deuterium zu Helium werden Unmengen Neutronen freigesetzt.
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