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Antikythera-Mechanismus aus Legosteinen nachgebaut

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  • Antikythera-Mechanismus aus Legosteinen nachgebaut

    Der Mechanismus von Antikythera wurde jetzt mit Legosteinen nachgebaut - und funktioniert anscheinend auch:

    Mechanismus von Antikythera: Antike Rechenmaschine aus Legosteinen nachgebaut - Golem.de
    "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

  • #2
    Das ist ziemlich beeindruckend. Ich hab ja immer gesagt, Leute die meinen Lego wäre nur als Spielzeug zu gebrauchen, liegen falsch
    Lego ist allerdings mit das Beste Spielzeug, was man seinen Kindern holen kann.
    Kaum zu glauben das er "nur" 30 Tage daran gearbeitet hat. Ich würde wahrscheinlich alleine für die Planung einen Monat brauchen bzw. würde alles im Endeffekt planlos zusammenlaufen

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    • #3
      Ich nehme an, dass sich die 30 Tage auf die Bauzeit bezogen und viel mehr Zeit für die Planung im Vorraus nötig war, aber insgesamt ist das Teil schon verdammt faszinierend... wenn man davon ausgeht, dass das nur ein Bruchteil von dem ist was man in der Antike geschaffen hat, kann man sich kaum vorstellen, wie es damals wirklich aussah...

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      • #4
        Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
        Der Mechanismus von Antikythera wurde jetzt mit Legosteinen nachgebaut
        Der Nachbau mit Lego ist natürlich ganz nett, aber interessanter finde ich im Wikipedia-Beitrag die Bemerkung
        Als erste bekannte komplexe Rechenmaschine war der Mechanismus überraschend genau und komplexer im Aufbau als jedes andere technische Instrument in den folgenden tausend Jahren. Das technische Vermögen im antiken Griechenland muss demnach um ein Vielfaches bedeutender gewesen sein als bislang angenommen.
        Interessant ist, dass es in der Entwicklung der Menschheit offenbar nicht immer nur steil aufwärts ging, sondern lange Phasen technisch-wissenschaftlicher Stagnation herrschten. Vielleicht war Griechenland aber auch einfach generell eine große Ausnahme.

        Die Mayas, Ägypten, China, ich glaube, die Griechen hatten im Vergleich doch technisch einiges mehr drauf, konnten es aber einfach nicht in eine großflächige Industrie umsetzen. Es gab wohl immer wieder Genies mit großartigen Einzelleistungen, aber daraus hat sich dann nicht viel entwickelt. Seltsam.

        Dampfmaschinen, Eisenbahnen, Telegraphen, das hätten die antiken Griechen auch alles schon haben können.

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        • #5
          Zitat von irony Beitrag anzeigen
          Interessant ist, dass es in der Entwicklung der Menschheit offenbar nicht immer nur steil aufwärts ging, sondern lange Phasen technisch-wissenschaftlicher Stagnation herrschten.
          Die Griechen wussten auch schon, dass die Erde rund ist.

          Der Untergang der frühen Hochkulturen und die Übermacht der katholischen Kirche im Mittelalter waren zwei sehr große Bremsen in der Entwicklung.
          When I feed the poor, they call me a saint.
          When I ask why the poor are hungry, they call me a communist.


          ~ Hélder Câmara

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          • #6
            Zitat von Kid Beitrag anzeigen
            Die Griechen wussten auch schon, dass die Erde rund ist.
            "Rund" kann auch eine Scheibe sein. Was du meinst, ist wohl kugelförmig.
            Zitat von Kid Beitrag anzeigen
            Der Untergang der frühen Hochkulturen und die Übermacht der katholischen Kirche im Mittelalter waren zwei sehr große Bremsen in der Entwicklung.
            Eine der größten Bremsen war wohl auch trotz allem das römische Reich.
            Die Zerstörung der Bibliothek von Alexandria hat wohl auch nicht gerade geholfen.

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            • #7
              Zitat von irony Beitrag anzeigen
              "Rund" kann auch eine Scheibe sein. Was du meinst, ist wohl kugelförmig.
              Richtig.

              Eine der größten Bremsen war wohl auch trotz allem das römische Reich.
              Sklaven waren eben billiger. ^^
              When I feed the poor, they call me a saint.
              When I ask why the poor are hungry, they call me a communist.


              ~ Hélder Câmara

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              • #8
                Was die Griechen angeht habe ich mal gelesen das wenn die Griechische Hochkultur überlebt hätte wir vielleicht schon seit Jahrhunderten die Raumfahrt hätten.
                Vielleicht gar nicht mal so abwegig.
                Ich meine es stimmt schon durch das Römische Reich und vor allem durch die Zeit nach dem Zerfall des Römischen Reiches ging viel Wissen verloren.
                Die Kirche hat auch net grad für den Fortschritt in technischer Sicht beigetragen.
                Ich denke uns sind mit Sicherheit so um die 500 oder sogar 1000 Jahre Entwicklung verlorengegangen.
                Außerdem wären uns vielleicht viele Kriege erspart geblieben.

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                • #9
                  Zitat von irony Beitrag anzeigen
                  Dampfmaschinen, Eisenbahnen, Telegraphen, das hätten die antiken Griechen auch alles schon haben können.
                  Das Prinzip der Dampfmaschine kannte man schon in Griechenland, aber dadurch das Sklaven einfach billiger waren als das ganze benötigte Eisen konnte sich das Ding leider nicht durchsetzen.

                  Elektrizität in Form von primitiven Batterien zur Vergoldung von Metallen kannte man damals wohl schon im Mesopotamien. Von da aus wäre es nicht mehr weit zum Telegrafen gewesen.

                  Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass die Griechen noch ganz andere Analogcomputer bauen konnten, wäre da wohl noch erhebliches Entwicklungspotential gewesen.

                  Aber leider hat der Peloponnesische Krieg den Karren an die Wand gefahren.

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                  • #10
                    Ich gehe davon aus das wie heute technologisch um Jahrhunderte weiter wären und vielleicht wäre es auch eine weitaus friedlichere Welt wenn die Griechen sich durchgesetzt hätten.
                    Die Griechen waren zwar keine reinen Pazifisten aber ich denke der Menschheit wäre doch einiges erspart geblieben.

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                    • #11
                      Na, na jetzt übertreiben wir's mal nicht zu sehr mit den Vereinfachungen und Mutmaßungen.

                      Technisch wären wir vllt. ein bischen weiter, wobei es imo sowieso unsinnig ist, hier solche tollkühnen Behauptungen aufzustellen. So mega-finster war das Mittelalter auch nicht. Aber wären wir auch gesellschaftlich weiter? Die liberale, rechtsstaatliche Demokratie, die wir heute haben und so schätzen, ist nämlich auch nicht aus heiterem Himmel über uns hereingebrochen, sondern als Reaktion auf die absolutistischen Auswüchse der frühen Neuzeit entstanden, die es wiederum ohne Christentum so nicht gegeben hätte (wahrscheinlich) und ist keineswegs eine Rückkehr zum ach so tollen Demokratiemodell der Athener.
                      "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                      • #12
                        Viele moderne Errungenschaften sind erst durch Idealisierung antiker Zustände zustande gekommen.
                        Abgesehen davon ist viel antikes Wissen im byzantinischen Reich erhalten geblieben, aber eher erstarrt.

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                        • #13
                          Nochmal was zu "im Mittelalter war die Erde eine Scheibe": Flache Erde ? Wikipedia
                          "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                          • #14
                            Der Antikythera-Mechanismus macht auch deutlich, dass die Zukunft möglicherweise weniger technisch fortgeschritten sein wird als die Gegenwart.
                            Loriot: Kraweel, kraweel. Taub-trüber Ginst am Musenhain, trüb-tauber Hain am Musenginst. Kraweel, kraweel.

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                            • #15
                              Zitat von bozano Beitrag anzeigen
                              Der Antikythera-Mechanismus macht auch deutlich, dass die Zukunft möglicherweise weniger technisch fortgeschritten sein wird als die Gegenwart.
                              Da muss man sicher differenzieren. Meiner Ansicht wird es Bereiche geben, in denen wir einen großen Wissenszuwachs sehen werden, während es in anderen Bereich abwärts geht.

                              Ich glaube, es gibt auch heute noch einige Bereiche, z.B. Metallurgie, wo mit moderner Technologie noch nicht die qualitativen Ergebnisse früherer Zeiten erreicht werden. Irgendwo habe ich mal gelesen, gerade in der Metallverarbeitung gäbe es einige "Kochrezepte", die verloren gegangen sind, und dass man selbst mit nanotechnologischer Veredelung bestimmte Oberflächen nicht so hinbekommt, wie man sie gerne hätte und wie es früher Handwerker einmal gekonnt haben.

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