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Gentechnik & Biodesign: Chancen und Risiken

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  • Gentechnik & Biodesign: Chancen und Risiken

    Ich hab gestern in den Tagesthemen gehört, dass Groß Britanien als erstes EU-Land erlaubt hat Stammzellen, also die Zellen aus denen sich Embryonen entwickeln, zu Klonen. Diese Methode würde es möglicherweise ermöglichen, Organe speziell für einen Menschen zu Prouzieren, die nicht abgestoßen werden da sie das selbe Erbgut besitzen. (In ferner Zukunft allerdings. Noch muss man das erforschen, deshalb wurde das Verbot aufgehoben.) Kritiker sagen, dass man also nur Leben entstehen lässt um es dann wieder zu töten.
    Was sagt ihr dazu ?
    Und allgemein zu fragen der Gentechnik
    (Also verändertes Gemüse, Klonen usw...)
    Wer immer mit dem Strom schwimmt, der landet irgendwann im Meer.

  • #2
    Originally posted by Borg
    Kritiker sagen, dass man also nur Leben entstehen lässt um es dann wieder zu töten.
    Was sagt ihr dazu ?
    Ich habe dazu, dass Leben getötet wird eine andere Meinung. Was zum Beispiel, wenn ein Mensch ein neues Herz braucht? Wenn man Organe (auch Haut) so replizieren könnte, so meine ich, dass es gerechtfertigt ist, denn dadurch würde man zwar töten, aber auch vielen Menschen das Leben retten.
    Zurück zum Thema :D

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    • #3
      Ich habe dazu, dass Leben getötet wird eine andere Meinung.
      ???
      Es wird doch leben getötet. Wie kann man da einer anderen Meinung sein ? Die Frage ist doch die Rechtfertigung, die du allerdings auch lieferst.

      Du sagst also, das es egal ist wenn dafür ein anderes Leben gerettet wird.

      Ein interressante Thema das ja auch oft bei Star-Trek durchgekaut wurde. Das Wohl von Vielen ist wichtiger als das Wohl von Einem ? Auch wenn es sich nur um eine Stammzellen handelt ? Ist das dann überhaupt schon Leben ?(@fenster Könntest du das vielleicht meinen ?)

      Ich habe dazu noch keine Meinung. Einerseits liegt natürlich auf der Hand, dass damit Krankheiten geheilt werden könnten. Ist auch noch eine Frage, ob wir eine Stammzelle schon als Leben bezeichnen können. Wenn doch wäre es Mord. Man müsste aufpassen, wie weit die Wissenschaft gehen darf. Das ist natürlich für einen gesunden Menschen auch leicht gesagt. Aber erzähl das mal einem , der ein neues Herz braucht oder einem Aidskranken.
      Wer immer mit dem Strom schwimmt, der landet irgendwann im Meer.

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      • #4
        Ein sehr schwieriges und komplexes Thema!

        Wann "lebt" das Embryo? Nacht Ansicht vieler Wissenschaftler und Biologen beginnt das Leben mit der Befruchtung der Eizelle; somit wären Stammzellen "am leben".

        Allerdings ist zu bezweifeln, ob Stammzellen ihr eigenes Bewusstsein haben oder Gefühle (wie z.B. Schmerz) empfinden. Da das eben nicht der Fall ist (aus Sicht jedes Wissenschaftlers), fällt es Gentechnikern nicht zwangsweise schwer, diese Zellen zu "töten". Wievielen Menschen würde es denn schon was ausmachen, wenn irgendein anderes Tier (und Menschen sind wohlgemerkt nur weiter entwickelte Tiere!) getötet oder gar ausgerottet wird? Da sind die Menschen noch skrupelloser.

        Auch wenn ich mir mit meiner Meinung höchstwahrscheinlich sehr viele Feinde mache:

        Ich finde es unmöglich, dass sich der Mensch in alles einmischt, was ihn nichts angehen sollte! Die Natur hat Krankheiten "erfunden", damit die schwächeren Lebensformen aussterben, da in der Natur nur der Stärkste überlebt. Dieser Selektionsvorgang ist das Natürlichste, was es gibt; schon seit Urzeiten!
        So, und nun kommt der "sapiens" homo (für Nicht-Lateiner: der "weise" Mensch), der leider so "mächtig" ist, dass er die natürlichen Vorgänge zu seinem Gunsten verändern möchte und dies auch tut.
        Das "Ausrotten" von Krankheitserregern durch Impfungen zum Beispiel oder die Bakterienbekämpfung mit Penicilin haben dazu geführt, dass das natürliche Selektionsverfahren "aus den Fugen" geraten ist.

        Die Natur hat hier, ein wenig personifiziert gesprochen, einen riesengroßen Fehler gemacht, als sie die Entwicklung des homo sapiens in die Wege geleitet hat. Denn wenn die Menschen nicht endlich umdenken, werden sie diese Natur so weit zerstören, dass sie sich eines Tages selber ausrotten werden!

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        • #5
          Wievielen Menschen würde es denn schon was ausmachen, wenn irgendein anderes Tier getötet oder gar ausgerottet wird?
          Mir z.B.

          Ich stimme deiner Meinung nur teilweise zu. Natürlich darf sich der Mensch nicht in alles einmischen. Aber wir haben uns nun mal weiterentwickelt. Und ich finde es ist auch unser gutes Recht gegen Krankheiten vorzugehen. Es gibt heute Krankheiten, die mit einer einfachen Impfung verschwinden. Heute stirbt kein Mensch mehr (zumindest in den sog. "1.Welt Ländern") an Pocken. Wir können so leben, da wir nicht "schwach" sind durch eine Impfung und von der Natur "selektiert" werden müssten. Die Frage ist nun , wie weit darf mann gehen um Krankheiten zu bekämpfen ? Darf man töten um andere zu retten ?

          Wer immer mit dem Strom schwimmt, der landet irgendwann im Meer.

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          • #6
            Dazu das der Mensch sich nicht überall einmischen "darf": Also bitte ! Wir sind 100% unabhängige, intelligente Wesén! Da ist es doch nicht eine Frage des dürfens!
            Jetzt habe ich eine andere Frage: Kann man aus den Stammzellen eines Embryonen mehrere Organe (z.B. 2 Herzen, oder 4 Nieren) herstellen oder nicht ? Wenn man aus den Stammzellen nämlich das nicht könnte, so wäre ich dagegen, denn dann wäre das keinem Menschen das Leben gerettet. aber wenn man aus diesen Stammzellen beliebeg viele (oder 2+) herstellen könnte, so ist das doch gerechtfertigt, weil man zwar einen Menschen tötet aber vielen das leben rettet.
            Zurück zum Thema :D

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            • #7
              Ivh habe jetzt keine Zeit mich länger dazu zu äußer, nur soviel. Bis jetzt kann man eh noch keine Organe machen nach dem Motto: Zelle rein, Leber raus. Mann muss erst forschen. Dazu wurde in England das Verbot gelockert.
              Wer immer mit dem Strom schwimmt, der landet irgendwann im Meer.

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              • #8
                Weiß jemand anders etwas über die Anzahl der Organe die aus den Stammzellen hergestellt werden können
                Zurück zum Thema :D

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                • #9
                  @ fenster Wieso keine frage des dürfens ? Natürlich ist das eine Frage des dürfens. Wir können es. Dürfen wir es auch ? Sind wir schon so verantwortungsbewußt, dass wir das wirklich tun sollten ? Wir können nichtmal die Folgen der ganzen Gentechnik überblicken. Wir wissen nicht, ob Tomaten mir Wachstumsgen gesund sind. Dürfen wir sie trotzdem züchten ? Ist auch eine Frage des wollens. Wer will denn schon extra große Einheitstomaten ?
                  Das ist natürlich etwas anderes als das Heilen einer Krankheit. Das will jeder. Aber wie weit dürfen wir gehen ? (Erinnert ein bisschen an die Voyager-Folge mit dem Hilfshologram.) Ich glaube übrigens nicht, dass man mehrere Organe aus einer Stammzelle "gewinnen" kann. (Guck dir mal diese Formulierung an. Damit wird ein Mensch zu Rohstofflieferant abgewertet!)
                  Wer immer mit dem Strom schwimmt, der landet irgendwann im Meer.

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                  • #10
                    Zur Frage des dürfens: Weil das "dürfen" immer von einer äußeren Macht festgelegt ist. Da ich mir SICHER bin, dass es das nicht gibt, entscheiden wir das eben selbst. Deshalb ist es keine Frage des dürfens, sondern des wollens oder müssens.
                    Zur Frage der "Multiplen Organreplikation"(das ist es ja):
                    Man müsste mal irgendwo nachfragen, ob man beliebig viele Organe züchten kann.(Kennt ihr jemanden?)
                    Zurück zum Thema :D

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                    • #11
                      So erstens hast du recht mit der Formulierung dürfen, wenn man davon ausgeht, dass es kein Allmächtiges Wesen gibt, das es uns verbieten könnte. Wenn man daran glaubt könnte man natürlich sagen: "Warum lässt Gott es dannn zu ?"

                      So nun aber zur multiplen Organreplikation (Tolles Wort ). Es macht nur Sinn ein Organ zu klonen. Das revolutionäre an diesem Verfahren ist ja, dass man mit dem Erbgut einer Person ein genau passendes Organ herstellt. Was will ich denn bitte mit zwei Herzen ?
                      Wer immer mit dem Strom schwimmt, der landet irgendwann im Meer.

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                      • #12
                        Nein- ich meine nicht zwei Herzen für eine Person, sondern z.B. hundert Herzen für hundert Menschen (von denen dann jeder nur eins bekommt )
                        Zurück zum Thema :D

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                        • #13
                          Ach sag an . Da wär ich jetzt nicht drauf gekommen
                          Ich meine aber, dass man gerade nur ein Herz klont, damit man ein Herz mit den Erbinfos die genau zu einer Person passen hat. Sonst hat man ja immer das Problem, dass ein Fremdorgan vom Körper abgestoßen wird. Das kann man natürlich umgehen (gibt ja heute auch schon solche Operationen laut RTL ) aber das wollen die Wissenschaftler nicht. Sie wollen ein 100% übereinstimmendes individuelles Organ.
                          So außerdem ist das alles noch in sehr weiter Ferne. Nun ist gerade die Zeit, wo man anfängt zu forschen. Das heisst natürlich auch töten von Stammzellen. Sollte man jetzt nicht schon aufhören ?
                          Wer immer mit dem Strom schwimmt, der landet irgendwann im Meer.

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                          • #14
                            Originally posted by Borg
                            So außerdem ist das alles noch in sehr weiter Ferne. Nun ist gerade die Zeit, wo man anfängt zu forschen. Das heisst natürlich auch töten von Stammzellen. Sollte man jetzt nicht schon aufhören ?
                            In dieser ferne könnte man das Problem mit der abstoßung bewältigt haben. Außerdem sind die heute schon verpflanzten Herzen doch garnicht so schlecht in Betrieb(dazu, dass man ein ganz individuelles Herz will). Wenn man heute aufhört, kann man diese Probleme nie lösen.
                            Zurück zum Thema :D

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                            • #15
                              "Er nennt's Vernunft und brauchst's allein
                              Nur tierischer als jedes Tier zu sein."

                              Zitat Mephistopheles aus Goethes "Faust I"

                              Lass dir das mal durch den Kopf gehen, fensterlein!

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