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Dawn erreicht Ceres

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  • Dawn erreicht Ceres

    Nach 4 Jahren erreichte heute die NASA-Sonde Dawn den z.Z. 2,224 AU von der Sonne entfernten Asteroid/Protoplanet Vesta, der einen Durchmesser von 530km hat. Nach eingehender Untersuchung soll die Sonde dann zum größten Objekt des Asteroidengürtels, dem Zwergplaneten Ceres weiterfliegen und dort im Februar 2015 ankommen. Mit einer Relativgeschwindigkeit zur Sonne von >20km/s ist Dawn sogar ca 5km/s schneller als die Pluto-Sonde New Horizons.

    Dawn Mission: Mission > Where is Dawn Now?

    Raumsonde "Dawn": Anflug auf den Embryo unter den Planeten | Wissen | ZEIT ONLINE

    Edit:
    Ich habe noch etwas rumgegooglet:
    Ceres ist mit 975km der kleinste der 5 Zwergplaneten und hat 30% der Gesamtmasse des Asteroidengürtels:
    Haumea mit 2400km hat 2 Monde, Pluto mit 2304km hat drei Monde, Eris 2200x1100km hat 1 Mond, der 5. ist Makemake mit 1800km
    Weitere 10 Objekte, darunter Vesta sind als Zwergplaneten-Kandidaten eingestuft.
    Es gibt ca 150 Monde um Asteroiden.

    Ein Treppenwitz der Astronomie- und Star Trek-Geschichte:
    1866 wurde (87) Sylvia, benannt nach Rhea Silvia, der mythologischen Mutter von Romulus und Remus entdeckt. Und 2001, sowie 2004 wurden ihre Monde Romulus (18km) und Remus(7km) entdeckt. Damit war Sylvia der erste Asteroid mit 2 entdeckten Monden!
    Bei der Opposition sind die Romulaner nur ca.2,5 AU von uns entfernt!
    Zuletzt geändert von Thomas W. Riker; 16.07.2011, 14:07.
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  • #2
    Die Max-Planck-Gesellschaft hat jetzt erste Bilder von 24. Juli aus 5200km Entfernung veröffentlicht:

    Max-Planck-Gesellschaft - Vesta hat zwei Gesichter

    Edit:
    Auf S. 2 des links ist ein Film, der den rotierden Asteroiden zeigt!
    Zuletzt geändert von Thomas W. Riker; 02.08.2011, 19:01.
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    • #3
      Vesta ist unter optimalen Bedingungen in diesem Monat bei mag 5,7 mit bloßen Augen zu erkennen. Dies entspricht der maximalen Helligkeit des Uranus. Nicht schlecht für so einen Felsklotz.
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      • #4
        In Sterne und Weltraum 9/2011 ist ein 2-seitiger Bericht über die Dawn-Mission.

        Sterne und Weltraum
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        • #5
          Hm, hier dürfen gerne auch andere User schreiben

          Vorhin habe ich die remasterte Version der ST TOS-Episode "Der verirrte Planet" gesehen und war von der Ähnlichkeit des dort gezeigten Asteroiden mit Vesta überrascht!
          Zur Zeit des Remasterns gab es zwar schon erste Sonden mit Asteroiden-Missionen, trotzdem finde ich die Darstellung sehr gelungen.
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          • #6
            Das ist eines der Themen, die man sich gerne anschaut, aber nicht großartig was dazu schreiben kann. Das du hier keine anderen Beiträge siehst ist kein Grund anzunehmen, das Thema würde nicht interessieren.
            Loriot: Kraweel, kraweel. Taub-trüber Ginst am Musenhain, trüb-tauber Hain am Musenginst. Kraweel, kraweel.

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            • #7
              Nasa zeigt Asteroiden Vesta in 3D-Video

              "Pasadena/Berlin (dpa) - Ein Asteroid, fast zum Anfassen: Zum ersten Mal hat die US-Weltraumbehörde Nasa im Internet ein 3D-Video des Asteroiden Vesta veröffentlicht. "

              Das Video findet sich auf der JPL-Seite und auf der Tube.

              Do I contradict myself? Very well, then I contradict myself. I am large, I contain multitudes. -- Walt Whitman


              If someone says: That's impossible. You should understand it as:
              According to my very limited experience and narrow understanding of reality, that's very unlikely -- Paul Buchheit

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              • #8
                @ Zeno-2
                Danke für den link!

                Dawn ist z.Z. auf seinem niedrigsten Orbit von 210km über Vesta, dh. Pixel haben jetzt eine Auflösung von 25m. Am Südpol überlagern sich zwei riesige Krater von >400km Durchmesser. "Older Basin" wurde schon von Hubble entdeckt. Der jetzt entdeckte Krater wurde Rheasilvia genannt.Ihr Alter wird auf 3,8 und 2,5 Miajahre geschätzt. Rheasilvias Zentralberg ist 22km hoch!!! Rund 240° entlang des Aquators gibt es mehrere Rillen, wohl als Folge der Schockwellen der Einschläge.
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                • #9
                  Wo ihr richtig viel Fakten findet, das ist hier (ich bin ein Fan, aber kein Sponsor des Links):
                  Die astronomische Wissens- und Erfahrungsdatenbank für Hobbyastronomen
                  Da werden auch Zwergplaneten, Asteroiden, Kometen, Meteoriten, Sternensysteme, Galaxien, Sternbilder, Teleskope und alles so was behandelt. Eine echte Fundgrube, auch, wenn ich mal was für ne Scie-Fi-Geschichte suche.
                  Wolf, ich danke dir!

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                  • #10
                    Am Mittwoch, den 5.9.2012 macht sich Dawn auf zum Weg von Vesta zu Ceres, um dort 2015 anzukommen.
                    Vesta wird jetzt als einziger Vorplanet eingestuft, der vor 4 Milliarden Jahren trotz eines erdähnlichen Aufbaus bei diesem Status stehenblieb.
                    Ein farbiges Abschiedsfoto von Vesta:

                    Dreidimensionale Karte: Raumsonde zeigt Asteroiden Vesta in Farbe - Nachrichten Wissenschaft - Weltraum - WELT ONLINE
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                    • #11
                      Ist ein wenig off topic....

                      Da ich eben gelesen habe, dass auf Vesta der höchste Berg im Sonnensystem zu finden ist und er doppelt so hoch sein soll, wie der Mt. Everest, muss ich jetzt mal endlich eine Frage - 'ne ziemlich blöde, wahrscheinlich - los werden, die mich schon lange immer wieder beschäftigt:

                      Auf der Erde werden die Berghöhen vom Meeresspiegels bis zur Spitze gemessen - wie sieht das bei Planeten aus, die keinen Meeresspiegel haben? Wird dort vom tiefsten Punkt aus gemessen, oder wie läuft das?
                      *Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen.*
                      *Alles was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form.*
                      Indianische Weisheiten
                      Ich bin nicht kaffeesüchtig, aber wenn ich irgendwann einmal verbrannt werde, werde ich vermutlich nicht zu Asche zerfallen, sondern zu Kaffeesatz! ;)

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                      • #12
                        Zitat von Noir Beitrag anzeigen
                        Ist ein wenig off topic....

                        Da ich eben gelesen habe, dass auf Vesta der höchste Berg im Sonnensystem zu finden ist und er doppelt so hoch sein soll, wie der Mt. Everest, muss ich jetzt mal endlich eine Frage - 'ne ziemlich blöde, wahrscheinlich - los werden, die mich schon lange immer wieder beschäftigt:
                        Auf der Erde werden die Berghöhen vom Meeresspiegels bis zur Spitze gemessen - wie sieht das bei Planeten aus, die keinen Meeresspiegel haben? Wird dort vom tiefsten Punkt aus gemessen, oder wie läuft das?
                        Der hoechste Berg im Sonnensystem ist Olympus Mons, ein Schildvulkan auf dem Mars mit ueber 26 km Hoehe.

                        Um allg die "Nullhoehe" eines Planeten zu berechnen, benutzt man oft das Potential des Schwerefeldes.
                        Reale Planeten sind keine Kugeln, sondern abgeflachte Rotationsellipsoide ("Geoid"), weil die Fliehkraft am Aequator staerker ist. Auch ist die lokale Gravitation (an einer bestimmten Stelle des Planeten) auch von den Gesteinen im Untergrund abhaengig. Dadurch wird auch die Kruste eingedellt. Die reale Form eines Planeten ist dadurch sehr unregelmaessig.
                        Letztlich berechnet man ein idealisiertes Volumen und korreliert es mit dem Mittelwert des Gravitations-Potentials. So erhaelt man eine Äquipotentialfläche. Dies ist die Hoehe "null".

                        Hier ist noch ein Link zum Thema Mars-Karte (enthaelt aber etwas Fachchinesisch):
                        http://www.redaktion.tu-berlin.de/fi...Top_Karten.pdf
                        .

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                        • #13
                          Für Olympus Mons gibt es drei unterschiedliche Angaben:
                          - 21km above Mars global datum
                          - 22km local relief
                          - 26km above plains

                          Als Vergleich Mauna Kea (Hawaii)
                          - 4205m über NN
                          - 10200m above base on the ocean floor
                          (alle Höhenangaben aus dem engl. Wiki)
                          \\// Dup dor a´az Mubster
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                          • #14
                            Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
                            Vesta ist unter optimalen Bedingungen in diesem Monat bei mag 5,7 mit bloßen Augen zu erkennen. Dies entspricht der maximalen Helligkeit des Uranus. Nicht schlecht für so einen Felsklotz.
                            Im Dezember sind beide Asteroiden in Opposition zur Erde und mit einer guten Sternenkarte und einem guten Feldstecher aufspürbar. Die Helligkeit entspricht auch ungefähr dem dunkelsten Galileischen Jupitermond Kallisto.
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                            • #15
                              Auf Vesta gibt es möglicherweise auch Wassereis:
                              Welt der Physik: Asteroid Vesta enthält überraschend viel Wasserstoff
                              "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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