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Kein Fortschritt in manchen Dingen

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  • Kein Fortschritt in manchen Dingen

    Warum gibt es bei manchen Dingen keinen sehbaren Fortschritt über eine lange Zeit? Ich nehme als Beispiel Reifen. Ich meine sie haben sich eigentlich seit 50 Jahre nicht sonderlich verändert. Ich bin überzeugt davon, dass man schon bessere Reifen herstellen könnte, die Widerstandsfähiger sind und leichter zu entsorgen. Ist es wegen den höheren Herstellkosten oder denkt man sich man braucht keine andere "Art" von Reifen weil es die jetzige auch gut macht?
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  • #2
    Zitat von Knörf Beitrag anzeigen
    Ich nehme als Beispiel Reifen. Ich meine sie haben sich eigentlich seit 50 Jahre nicht sonderlich verändert.
    Ernsthaft? Winterreifen, Run-Flat-Reifen, gestiegener Fahrkomfort, höhere Geschwindigkeiten, Entwicklung Profile (Aquaplaning), niedrigerer Verbrauch. Du willst mir erzählen, dass 1960er Reifen mit 2010er Reifen vergleichbar sind?
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    • #3
      Naja, es ist schon so, dass die meisten heutigen Neuerungen die großen Erfindungen heute eben nur weiterentwickeln. Elektrisches Licht, das Telefon, das Radio und der Fernseher waren große Einschnitte in das Leben der Menschen und wurden auch als bahnbrechend wahrgenommen. Heute geht es dann um den Leuchtstoff, die Größe des mobilen Handys und die Flachheit von Bildschirmen, aber so richtig einschneidende Neuerungen sind das nicht oder werden zumindest nicht im öffentlichen Bewusstsein nicht als solche wahrgenommen. Die gibt es sicher in zahlreichen Bereichen (Medizin etc.), aber das kriegen nur wenige mit und das hat auch nur wenig Einfluss auf das tägliche Leben.
      Republicans hate ducklings!

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      • #4
        Sie sind halt immernoch schwarz und rund

        Ich sehe das aber genauso wie maestro. Es gibt unterschiedliche Gummi-Mischungen und haufenweise Profiltypen. Von Stillstand kann man da sicherlich nicht reden.
        I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

        - George Lucas

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        • #5
          Ihr wisst aber schon, was "zum Beispiel" bedeutet, oder?
          Republicans hate ducklings!

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          • #6
            Ich habe gerade letztens über das Handy nachgedacht.
            Ich bin zwar erst 34 aber in meiner Jugend war es ein Mythos.
            Es hat sich so viel verändert, wir merken es nur oft nicht.
            Kasetten...wer hat so was noch? Nun sind bald CDs out.
            Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
            Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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            • #7
              Ja, das Speichermedium ändert sich stetig, aber der Nutzen/das Prinzip Klänge, zu konserverien, bleibt gleich.
              Ich kann mich noch erinnern, wie faszinierend ich den ersten Videorekorder fand und auch noch daran, die erste selbstgebrannte CD in den Händen zu halten. Meine erste selbstgebrannte DVD hat mich dann nicht mehr so begeistert, ebensowenig der inzwischen ebenso überholte DVD Rekorder.
              Republicans hate ducklings!

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              • #8
                Stimmt, irgendwie stumpft man ab. Der erste Walkman war der absolute Kracher, ich war hin und weg.
                Nun ärger ich mich, wenn mein MP3 Player wieder ans Netz muß weil der Akku leer ist.
                Aber noch ein weiterer Punkt, in dem der Fortschrift beinahe unglaublich ist:
                Medizin.
                Ich bin ja im ersten Berufsweg Krankenschwester und kann vergleichen..1994 begann ich meine Ausbildung in einer Uniklink.
                Was heute bereits möglich ist, was noch vor zehn Jahren nicht denkbar war, ist unglaublich. Ich brauche wohl nicht zu tief in die Materie zu tauchen, es sind bahnbrechende Dinge.
                Endoskopie...die Möglichkeit mit kleinsten Schnitten und Kameras eine Operation durchzuführen faszinieren mich da am meisten.
                Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
                Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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                • #9
                  Gewisse Dinge sind denke ich technisch schon recht weit ausgereizt. In anderen Dingen steht man hingegen erst am Anfang, aber schafft den sichtbaren Durchbruch einfach noch nicht. Doch würde ich mal behaupten, dass es (allein schon aus ökonomischen Gründen) jemanden gibt, der grade daran arbeitet, und versucht, es besser zu machen.
                  Das Thema Reifen wurde ja schon zur Genüge zerpflückt.
                  Ich denke, die letzte wirklich bahnbrechende Erfindung, die das Leben der Menschen nachhaltig deutlich verändert hat, war das Internet bzw. die Möglichkeit, selbiges otto-normalverbraucher zugänglich zu machen.
                  Solche Quantensprünge kommen aber halt nicht alle paar Jahre vor, sondern wohl eher alle 20-50.

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                  • #10
                    Zitat von endar Beitrag anzeigen
                    Naja, es ist schon so, dass die meisten heutigen Neuerungen die großen Erfindungen heute eben nur weiterentwickeln.
                    Das muss ich dir vehement widersprechen.
                    Allein das Internet hat unglaublich viel verändert. Und Smartphones, Netbooks etc. sind ebenso revolutionär.

                    So können Schüler heute eigenständig Themen recherchieren, was früher in dem Umfang gar nicht möglich war, weil sie dazu erst umständlich Bücher in entfernten Büchereien hätten durchsuchen müssen.

                    Aber dies scheint wohl ein typischer Knörf-Thread zu sein.
                    Man stelle eine blödsinnige, schlecht recherchierte These auf, eröffne dazu einen Thread und melde sich nie wieder.

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                    • #11
                      Zweifellos gibt es Bereiche, in denen sich über eine lange Zeit nicht viel tut. Irgendwann ist eine Technik halt vollständig entwickelt und Alternativen können sich aus wirtschaftlichen und/oder technischen Gründen nicht durchsetzen. Gelegentlich sind einfache Techniken auch schon die Besten. Beispiel Schubkarre: Wurde vor über 2000 Jahren erfunden, ohne sich seitdem groß geändert zu haben. Nur in Star Trek wird man sie vermutlich durch irgendeine Antigravtition-Karre abgelöst haben, weil dort Technik der Technik wegen eingeführt wird.

                      Zur Zeit würde ich den ganzen Transportsektor als stagnierend beschreiben. Auto, Bahn, Flugzeug- wir bewegen uns in etwa so fort, wie schon vor 50 Jahren und es ist nicht abzusehen, dass sich das in den kommenden Jahrzehnten groß ändern wird. Ja, Autos werden sparsamer, die Bahn pünktlicher (Prognose unter Vorbehalt) und in den Fliegern kann man sich immer hübschere Anzeigen von Kurs und Position angucken- letztendlich sind das aber graduelle und keine revolutionären Veränderungen.

                      Beim Energiesektor sieht es nicht anders aus. Kohle, Gas und Öl werden weiterhin die Primärenergie stellen, wie schon vor 50 oder 100 Jahren. Nur das Verhältnis dieser Energieträger untereinander wird sich ändern. Revolutionäre neue Energiequellen wie Kernfusion oder weltraumbasierte Solarenergie scheinen immer wenigstens eine Generation weg zu sein.

                      Große Veränderungen gibt es in Bereichen, die auf die dramatischen Fortschritte in der Informationstechnologie aufbauen: Computer, Robotik, Genetik, bildgebene Medizin. Allerdings wird die Miniaturisierung bald auf ihre Grenzen stoßen und irgendwann wird man dann auch hier stagnieren.

                      In irgendeinem Bereich wird es aber auf absehbare Zeit immer Fortschritte geben, sofern die Welt nicht untergeht.
                      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                      • #12
                        @Dannyboy: Der Thread ist überhaupt nicht unsinnig, sondern berührt kulturwissenschaftlich sehr interessante Fragen. Vielleicht solltest du dich einfach mal ernsthaft damit auseinandersetzen, bevor du nur wegen des Threadstarters rumnörgelst.
                        Smartphones oder Netbooks sind zivilisatorisch und kulturwissenschaftlich betrachtet nicht revolutionär. "Revolutionär" ist etwas, was sämtliche Bereiches des Lebens grundlegend verändert. Z.B. die Einführung des elektrischen Lichtes, das unser ganzes Leben verändert hat. Man musste plötzlich nicht mehr mit den Hühnern ins Bett gehen oder sich die Augen bei Kerzenschein ruinieren. Solche Änderungen im täglichen Leben gibt es heute nicht mehr. Was die üblichen Alltagsmittel, zu denen Smartphone und Netbook gehören, anbetrifft, so gilt kulturwissenschaftlich tatsächlich seit Jahrzehnten das Prinzip "größer, schneller, weiter". Das Internet ist natürlich eine herausstechende Neuerung.
                        Republicans hate ducklings!

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                        • #13
                          Zitat von endar Beitrag anzeigen
                          Ihr wisst aber schon, was "zum Beispiel" bedeutet, oder?
                          Ja, aber Reifen sind nunmal ein fürchterlich schlechtes Beispiel. Gerade, wenn man zu den schon genannten Neuerungen bei Reifen noch die Materialschlachten im Motorsport mit draufrechnet, ergibt sich da eine ganz gewaltige Entwicklung. Natürlich sind das aber, wie von dir schon erwähnt, nur Weiterentwicklungen des "schwarzen und runden" (Leandertaler) Grundkonzepts. Die wirkliche Neuerung wäre das schwebende Privatfortbewegungsmittel ohne Reifen.

                          Dannyboy hat für "revolutionär" auch nur schlechte Beispiele. Smartphones sind nicht revolutionär, sondern eine übertriebene technische Blödelei, das telefonische Gegenstück zum Schweizer Offiziersmesser - mit dem man auch kein Tier mehr ausweiden könnte, es sei denn man hat sehr viel Zeit - bei dem das eigentliche Telefon in den Hintergrund entwickelt wird (und beim iPhone ist das mit der schwachen Sendeleistung und besonders als Linskhänder mit dem Telefonieren ja auch eher Nebensache und beschränkt möglich) - und der beschriebene Effekt für Schüler fördert auch nur deren Faulheit.

                          Trotzdem entwickeln sich manche Dinge genau so, wie Knörf es beschrieben hat: ohne "sehbaren Fortschritt". Haben Dinge sich früher auch, aber der Mensch von damals war noch nicht so reizüberflutet und hat zugehört. In der heutigen Oberflächlichkeit wird über den nicht sichtbaren Fortschritt dann auch vorschnell als "gar kein" Fortschritt geurteilt. Neuerungen, die heute nicht mit allerhand flashigem Firlefanz groß in der weltweiten Medienwelt präsentiert werden, werden nicht wahrgenommen und sind darum de facto für Otto-Normal-nochnichtganzversumpft-Bürger nicht existent. Wenn der Kopf dann mal kurz aus dem Sumpf rausschaut, fällt diesem Exemplar Mensch dann in seinem gesammelten "Wissen" (oberflächlich aufgenommene Halbinformationen) genau dieses auf, und manche dieser Menschen können den gefühlten Mangel dann sogar noch artikulieren. Womit wieder einmal die Werke des großen Philosophen George Lucas bestätigt werden, in den Zitat-Formen von "Die Augen können dich täuschen, traue ihnen nicht!" und "Unsere Wahrnehmung bestimmt unsere Realität."

                          Dies schließt dann noch den Kreis zu Kenner's Statement:
                          Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                          ....Nur in Star Trek wird man sie vermutlich durch irgendeine Antigravtition-Karre abgelöst haben, weil dort Technik der Technik wegen eingeführt wird.....
                          Das ist ein Vorurteil oder schlecht recherchiert - der unhandliche Karbonitblock mit dem Probeexemplar Mensch drin wurde in Star Wars auf einem Repulsorfeld vorwärts geschoben
                          Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

                          "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

                          Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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                          • #14
                            Zitat von endar Beitrag anzeigen
                            @Dannyboy: Der Thread ist überhaupt nicht unsinnig,
                            Der Thread nicht, aber die These von Knörf sicher.

                            Smartphones oder Netbooks sind zivilisatorisch und kulturwissenschaftlich betrachtet nicht revolutionär. "Revolutionär" ist etwas, was sämtliche Bereiches des Lebens grundlegend verändert.
                            Die Möglichkeit, ständig und überall erreichbar zu sein und ins Internet zu gehen, wirkt sich grundlegend aus.
                            Das kann nicht in abrede gestellt werden.
                            Die letzten Umstürze in arabischen Staaten wären ohne diese Technologie so nicht geschehen.

                            Ob das Segen oder FLuch ist, ist ja erst einmal gleich.


                            Das Internet ist natürlich eine herausstechende Neuerung.
                            Leicht tragbare Zugangsgeräte multiplizieren den Effekt des Internets.

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                            • #15
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                              ohne "sehbaren Fortschritt". Haben Dinge sich früher auch, aber der Mensch von damals war noch nicht so reizüberflutet und hat zugehört.
                              Es sind, wie ich meinte erwähnt zu haben, heute keine Erfindungen mehr, die noch eine solch einschneidende Wirkungsmacht haben, wie sie unsere Urgroßeltern Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihren Erfindungen erlebt haben. Das hat nichts mit Reizüberflutung zu tun, das Gefühl ist einfach zutreffend! Die Erfindung des Telefons, des elektrischen Lichts etc. waren keine einfachen Weiterentwicklungen, das war neu.
                              Republicans hate ducklings!

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