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Phobos-Grunt wohl gescheitert

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  • Phobos-Grunt wohl gescheitert

    Die russische Mission zum Marsmond Phobos, die auch Materialproben zur Erde hätte bringen sollen ist höchstwahrscheinlich gescheitert. Die Triebwerke konnten wiederholt niocht gezündet werden und in ein paar Tagen wird die Sonde zusammen mit ihrem giftigen Treibstoff und radioaktivem Kobald 57 auf die Erde stürzen und dabei nur zum Teil verglühen:

    Russland wartet auf ein Wunder: Mars-Mission droht zu scheitern - n-tv.de
    Panne beim Start: Fehlgeleitete Mars-Sonde blamiert Russlands Raumfahrt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

    Dann mal hoffen, dass es entweder doch nur ein Software-Problem ist oder dass die Sonde zumindest nicht über bewohntem oder anderweitig sensiblem Gebiet niedergeht.
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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  • #2
    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    Die russische Mission zum Marsmond Phobos, die auch Materialproben zur Erde hätte bringen sollen ist höchstwahrscheinlich gescheitert. Die Triebwerke konnten wiederholt niocht gezündet werden und in ein paar Tagen wird die Sonde zusammen mit ihrem giftigen Treibstoff und radioaktivem Kobald 57 auf die Erde stürzen und dabei nur zum Teil verglühen:

    Russland wartet auf ein Wunder: Mars-Mission droht zu scheitern - n-tv.de
    Panne beim Start: Fehlgeleitete Mars-Sonde blamiert Russlands Raumfahrt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

    Dann mal hoffen, dass es entweder doch nur ein Software-Problem ist oder dass die Sonde zumindest nicht über bewohntem oder anderweitig sensiblem Gebiet niedergeht.
    Selbst wenn es ein Software Problem ist kann er wohl nicht behoben werden da es wohl so ist das die Russen so kurzsichtig waren ihre Sonde so zu konstruieren das sie keine Funkkommandos an diesem Punkt ihrer Mission annehmen kann.

    Ich hab mir sagen lassen das die Sonde inklussive Start der Rakete gerade mal 120 Millionen gekostet hat, das ist gerade mal 1/10 des Preises der für Rosetta hingelegt wurde...Ich glaube der Mars Rover der NASA der in 2 Wochen startet lag bei ca 800 Mio. Da wurde sicher an allen Ecken und Enden gespart und auf Tests verzichtet wie es damals auch bei Beagle 2 der Fall war...

    Das schlimmste an der Situation wird sein das man nie raus bekommen wird wo der Fehler den nun gelegen hat da die Sonde nicht kommuniziert.

    TP

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    • #3
      Haben nicht auch die Amis eine Zeitlang solche BilligProgramme gehabt, wo dann einiges schief gelaufen ist einige Sonden verloren gingen?

      Tja Geiz ist Geil hat in der Raumfahrt nix zu suchen, weder bemannt noch unbemannt.

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      • #4
        Die Marsprogramme waren jetzt nicht so billig, aber gescheitert sind trotzdem viele davon, u.a., weil sie zu doof waren zu erkennen, dass Teile der Software mit Metern und andere mit Fuß rechneten
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        • #5
          Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
          Die Marsprogramme waren jetzt nicht so billig, aber gescheitert sind trotzdem viele davon, u.a., weil sie zu doof waren zu erkennen, dass Teile der Software mit Metern und andere mit Fuß rechneten
          Ja das war wirklich keine Glanzleistung aber man muss auch sehen das die draus gelernt haben, Marsrover Opportunity fährt nach 8 Jahren immer noch auf dem Mars rum und war nur für 90 TAGE vorgesehen.

          Phobus Grunt kostete nur 60 Mio wenn man die Rakete abrechnet, schon Beagle2 hat 40 Mio gekostet und das Ding war auch ein Fehlschlag weil zu billig. Zum Vergleich Viking 1976 hat etwa 2 Mrd $ und Spirit/Oportunity 800 Mio $ gekostet.

          Bei den Amis gab es eine Versagerquote von ca 10%, bei den Russen eine von 95% - die letzte größere wissenschaftliche Mission war VeGa von 1984.

          TP

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          • #6
            Zitat von tepe Beitrag anzeigen
            Ja das war wirklich keine Glanzleistung aber man muss auch sehen das die draus gelernt haben, Marsrover Opportunity fährt nach 8 Jahren immer noch auf dem Mars rum und war nur für 90 TAGE vorgesehen.

            Phobus Grunt kostete nur 60 Mio wenn man die Rakete abrechnet, schon Beagle2 hat 40 Mio gekostet und das Ding war auch ein Fehlschlag weil zu billig. Zum Vergleich Viking 1976 hat etwa 2 Mrd $ und Spirit/Oportunity 800 Mio $ gekostet.

            Bei den Amis gab es eine Versagerquote von ca 10%, bei den Russen eine von 95% - die letzte größere wissenschaftliche Mission war VeGa von 1984.

            TP
            Hier folgen mal alle Marsmissionen:

            Chronologie der Mars-Missionen ? Wikipedia

            Von 38 Missionen waren nur 14 erfolgreich:
            USA: 12 von 18 also 66,6%
            UdSSR/Russland: 1 von 18: 5,6%
            ESA: 1 von 1
            Japan: 0 von 1
            Einige Missionen waren Teilerfolge, kamen also z.B. nicht in einen stabilen Orbit, konnten aber z.B. Fotos machen.
            \\// Dup dor a´az Mubster
            TWR www.labrador-lord.de
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            • #7
              Naja die Russen bauen wohl immer noch nach dem Motto Robustus, aber die Feinheiten fehlen denen einfach immer noch.

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              • #8
                Zitat von tepe Beitrag anzeigen
                Bei den Amis gab es eine Versagerquote von ca 10%, bei den Russen eine von 95% - die letzte größere wissenschaftliche Mission war VeGa von 1984.
                Bei Marsmissionen haben sich die Russen wirklich nicht mit Ruhm bekleckert, aber bei Venusmissionen waren sie den Amis dann doch überlegen. Nicht umsonst steht auf der Wikipedia-Seite zu den Venera-Missionen: "Die Erforschung der Venus zählt zu den Höhepunkten und Glanzleistungen der sowjetischen Raumfahrt."
                Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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                • #9
                  Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                  Bei Marsmissionen haben sich die Russen wirklich nicht mit Ruhm bekleckert, aber bei Venusmissionen waren sie den Amis dann doch überlegen. Nicht umsonst steht auf der Wikipedia-Seite zu den Venera-Missionen: "Die Erforschung der Venus zählt zu den Höhepunkten und Glanzleistungen der sowjetischen Raumfahrt."
                  Überlegen kann man das nicht nennen da sich die Amis nie groß für die Venus intressiert haben.

                  TP

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                  • #10
                    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                    Die Marsprogramme waren jetzt nicht so billig, aber gescheitert sind trotzdem viele davon, u.a., weil sie zu doof waren zu erkennen, dass Teile der Software mit Metern und andere mit Fuß rechneten
                    Diese urban legend war mir auch noch im Kopf, allerdings waren es nicht Meter und Fuß, sondern Newton und Pounce -> Mars Climate Orbiter ? Wikipedia

                    Die Ursache dieses Navigationsfehlers war ebenfalls schnell klar: Während die NASA Impulse im international gebräuchlichen SI-System mit der Einheit Newton x Sekunde berechnete, wurde die Navigationssoftware des MCO vom Hersteller Lockheed Martin für das imperiale System mit der Impulseinheit Pound-force x Sekunde ausgelegt, also um den Faktor 4,45 größer. Um nun den durch die Auswirkungen des Solardrucks auf das asymmetrisch angebrachte Solarpanel verursachten Drall zu kompensieren, mussten ab und zu Kurskorrekturen vorgenommen werden. Durch die differierenden Einheiten wurde der Kurs jedoch überkorrigiert und die Sonde viel zu nah an den Mars herangeführt.
                    Mein Profil bei Memory Alpha
                    Treknology-Wiki

                    Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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                    • #11
                      Die ESA konnte am 22.11. erstmals seit dem 9.11. Daten von der Sonde im australischen Perth erhalten. Die Daten sind noch nicht ausgewertet.
                      Ob dadurch noch etwas gerettet werden kann, ist also noch nicht absehbar.
                      \\// Dup dor a´az Mubster
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                      • #12
                        Die Daten sind wohl unleserlich.

                        Es sei weiter unklar, ob die Raumsonde doch noch zu retten sei. Möglicherweise seien bei der zweiten Verbindung erstmals wichtige telemetrische Informationen gewonnen worden, sagte Pischel. Roskosmos zeigte sich zunächst enttäuscht. «Wir versuchen es weiter», sagte ein Sprecher der Raumfahrtbehörde.

                        Do I contradict myself? Very well, then I contradict myself. I am large, I contain multitudes. -- Walt Whitman


                        If someone says: That's impossible. You should understand it as:
                        According to my very limited experience and narrow understanding of reality, that's very unlikely -- Paul Buchheit

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                        • #13
                          Die Moskauer Nachrichtenagentur Interfax meldet, dass sich von der 13,5 Tonnen schweren Sonde Phobos-Grunt am 29.11. "zwei unbekannte Objekte" abgetrennt haben. Interfax beruft sich dabei auf den Kanadier Ted Molczan.
                          \\// Dup dor a´az Mubster
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                          • #14
                            "Phobos Grunt"
                            Russische Marssonde stürzt im Januar ab

                            Sie sollte einen von Kratern übersäten Marsmond untersuchen, stattdessen könnte sie bald selbst einen Krater reißen - und zwar auf der Erde. Die defekte russische Sonde "Phobos Grunt" wird nach einer neuen Prognose der russischen Weltraumagentur zwischen dem 6. und dem 19. Januar 2012 irgendwo auf unserem Planeten aufschlagen.

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                            • #15
                              Mission leider gescheitert, wenigstens konnte die Sonde noch mal anders "eingefangen" werden...

                              "Phobos-Grunt" am Himmel entdeckt
                              Hobby-Astronom filmt Sonde


                              Für den Hobby-Astronomen Thierry Legault ist es ein echter Glücksfall: Der in Paris lebende Mann bekommt die außer Kontrolle geratene Raumsonde "Phobos-Grunt" am Neujahrstag vor die Linse und filmt. Das entstandene Video ist von der russischen Raumfahrtbehörde bereits analysiert worden.

                              Spektakuläre Bilder der außer Kontrolle geratenen russischen Raumsonde "Phobos-Grunt" sind nach Medienberichten einem Hobby-Astronomen aus Paris gelungen. Thierry Legault hat demnach das Video des Satelliten, der vermutlich am 15. Januar abstürzt, am 1. Januar in Südfrankreich aufgenommen.

                              Der Film zeigt nach den Berichten russischer Medien den rund 13,5 Tonnen schweren Apparat in der Erdumlaufbahn, wo er nach seinem Start am 9. November wegen einer technischen Panne stecken blieb. Nach Schätzungen der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos werden einige Trümmer wohl auf die Erde fallen. Für eine Berechnung des Absturzortes sei es aber zu früh.

                              Roskosmos beruhigt

                              Die hochgiftigen Stoffe im Tank der 120 Millionen Euro teuren Marsmond-Sonde sollen laut Roskosmos verglühen. Auch das radioaktive Kobalt an Bord sei nicht gefährlich, hieß es. Mit der ersten interplanetaren Mission seit 15 Jahren wollte die Raumfahrtnation Russland nach vielen Rückschlägen international Eindruck machen.

                              Der russische Energija-Konzern kündigte unterdessen noch für dieses Jahr ein Nachfolgemodell für die Sojus-Raumkapseln aus den 1960er Jahren an. Die Flugkörper sollen sechs statt bisher drei Plätze sowie wiederverwendbare Bauteile besitzen, sagte Konzernchef Vitali Lopota. Zum Einsatz sollen sie ab 2018 kommen.

                              Quelle: n-tv.de

                              Hier das Video. Ist zwar nicht so gut zu erkennen aber wenigstens zu erkennen.
                              Phobos Grunt on New Year's Day - YouTube
                              >>>Mein YouTube-Kanal<<<
                              „Um das Herz und den Verstand eines anderen Menschen zu verstehen, schaue nicht darauf, was er erreicht hat, sondern wonach er sich sehnt.“ ~Khalil Gibran~

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