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    #31
    Zitat von blueflash
    Darauf wollte ich hinaus, das ist nämlich der praktische fehler in einem statistischen Modell. Wenn ein chaotisches Ereignis tatsächlich in einem bestimmten Zeitraum nichtdeterministisch mit einer gewissen wahrscheinlichkeit eintritt, dann passt es (zB Atomzerfall). Aber ein ereignis wie Asteroideneinschlag oder Supervulkan wird mit immer längerer verstreichender Zeit auch immer wahrscheinlicher (Kursänderung durch Gravitation bzw. druckanstieg) hier versagt das Modell.
    Hm.. jein, also ich geb den anderen in sofern recht, daß Asteroideneinschläge eher dem Würfeln entsprechen, wo hingegen die Supervulkane eine gewisse Periodizität haben, und es hier tatsächlich mit der Zeit immer wahrscheinlich wird, daß ein solches ereigniss eintritt. Es gibt allerdings auch bei den asteroiden einige die hier von eine gewissen peridiziztät ausgehen. Die soll darauf beruhen, daß die Sonne bei ihrer Bahn um das Zentrum der Milchstraße in gewissen zeitlichen abständen anderen Sternen näher kommt, und diese dann für störungen in der ortschen wolke sorgen. weiß aber jetzt nicht, ob das gngige lehrmeinung oder außenseitermeinung ist, und wieviel da dran ist.

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      #32
      Zitat von blueflash
      Aber ein ereignis wie Asteroideneinschlag oder Supervulkan wird mit immer längerer verstreichender Zeit auch immer wahrscheinlicher (Kursänderung durch Gravitation bzw. druckanstieg) hier versagt das Modell.
      Nur wohl soll der Asteorid bei einer Überfälligkeit denn hin?

      Entweder ist es dann ein Rechenfehler unsererseits oder der dreht schon wieder ne neue Bahn. Oder beides!

      Bei einen Vulkan kann ich mir das eher mit der Überfälligkeit vorstellen. Da baut sich ja immer mehr Druck auf. Also wird es wahrscheinlicher das er jeden Moment hochgeht.

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        #33
        Inzwischen wird auch im Fernsehen immer mehr das Szenario Supervulkan -> globale Auswirkungen (Abkühlung, Treibhaus...) gezeigt, nicht nur in Bezug auf den Yellowstone-Vulkan, sondern auch auf die Phlegräischen Felder vor Neapel. Auch hier lauert so ein Supervulkan.

        Gestern lief eine Doku über solche Vulkane und da wurde gesagt, dass nach einem Ausbruch nach drei Tagen die gesamte Erde in einen Schleier aus Vulkanasche gehüllt wäre und auf Jahre eine massive Abkühlung von bis zu 12 °C im Schnitt zu erwarten sei.
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          #34
          @blueflash: es gibt bei den Asteroiden keinen "Druck" zur Periodizität.

          Zu dem, was MRM angesprochen hat: es stimmt, es gibt Ideen, dass die Asteroideneinschläge einer gewissen Periodizität unterliegen können, die möglichen Gründe dafür sind vielfältig:

          - Die Sonne durchquert regelmässig die Milchstrassenebene, die etwas mehr Material enthält als der restliche Raum, dadurch entstehen Gravitationskräfte in der Oortschen Wolke, die einige Kometen in Richtung Erde ablenken.
          - Die Sonne hat einen unbekannten Begleitstern (Nemesis), der sie auf einer extrem exzentrischen und weit gefassten Bahn (im Schnitt 1.5 LJ entfernt) umkreist. Jedes Mal, wenn der Begleitstern die Oortsche Wolke durchquert, löst er Kometenschauer aus.

          Vorbeiziehende Sterne kommen aber nicht in Frage, da diese selbst in statistischen Abständen geschehen und somit keine Periodizität zu erwarten wäre. Das Problem mit Nemesis ist, dass seine Bahn so weit hinaus führt, dass er irgendwann einmal von einem nahe gelegenen Stern "entrissen" worden wäre. Beispiel: Die Grenze zwischen dem Alpha Centauri System und dem der Sonne befindet sich rund 1.7 LJ von der Sonne entfernt (da Alpha Centauri mehr als doppelt soviel Masse als die Sonne enthält) - umkreist Nemesis die Sonne in Richtung dieses Systems, wurde er mittlerweile schon von Alpha Centauri entrissen. Man kann berechnen, dass dies in der Geschichte schon oft hätte passieren können - ein Nemesis ist somit unwahrscheinlich. Auch die erste Möglichkeit erscheint eher dubios, da unklar ist, warum sich denn das Sonnensystem auf einer so seltsamen Schlangenbahn um das Zentrum der Galaxis bewegen sollte: eine Umkreisung dauert nämlich 225 Mio Jahre, die angebliche Periodizität aber soll 30 Mio Jahre betragen.

          So lange keine weitere Möglichkeit gefunden wird, ist es nicht so sinnvoll, eine Periodiziät zu postulieren, zumal die Datenlage für diese 30 Mio Jahre überhaupt nicht überzeugend ist.
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            #35
            Zitat von Spocky
            Gestern lief eine Doku über solche Vulkane und da wurde gesagt, dass nach einem Ausbruch nach drei Tagen die gesamte Erde in einen Schleier aus Vulkanasche gehüllt wäre und auf Jahre eine massive Abkühlung von bis zu 12 °C im Schnitt zu erwarten sei.
            [/size]
            Diese Gefahr ist durchaus real und ähnliches kam auch schon vor:
            Zitat von http://www.vulkanausbruch.de/text.htm
            Das geschah auch 1813 bei der Eruption des Vulkans Tambora in Indonesien. Das darauffolgende Jahr nennt man noch oft "das Jahr ohne Sommer". Der Staub in den höheren Luftschichten leitete die Sonnenstrahlen noch jahrelang um und verursachte rotglühende Sonnenuntergänge Dieses Phänomen trat auch nach dem Ausbruch des Krakatau in Indonesien 1883 und des Pinatubo auf den Philippinen 1992 auf.
            Dieser Ausbruch soll auch eine Senkung der Durchschnittstemperatur der folgenden Jahre um einige Grad bewirkt haben. Aber eine Senkung um 12° (was ja bedeuten würde, dass fast die gesamte westliche Welt mit Durchschnittstemperaturen um und unter 0° C zu rechnen hätte) halte ich für sehr extrem.
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              #36
              Der Tambora von 1812 ist auch nicht der Yellowstone oder der Vesuv von heute. In dem Sinne, wie wir das hier diskutiert haben, ist der Tambora kein "Supervulkan".
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                #37
                Ja natürlich, größenmäßig ist das nicht zu vergleichen, aber was ich sagen wollte war, dass selbst so "kleine" Ausbrüche Klimaveränderungen zugesprochen werden. Allerdings halte ich diese 12° immer noch für extrem viel...
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                  #38
                  Wie Bynaus schon schrieb, war Tambora was anderes, wenngleich das immer noch der größte Ausbruch der Neuzeit war. Der letzte Supervulkan, der Ausbrach, war der Toba vor 75.000 Jahren, bei dem man von einer Absenkung um 4 °C augeht. Das letzte Trapp-Ereignis waren die Columbia-Plateaus vor ca 13 Mio. Jahren, die etwa mit dem Massenaussterben im Mittleren Miozän korrelieren.
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                    #39
                    Dazu gibt es noch zu sagen, dass die Columbia-Plateaus eigentlich die "Initialzündung" des heutigen Yellowstone Supervulkans waren. Eine Hotspot-Kette wie Hawaii hat immer ein Plateau-Ereigniss am Anfang stehen...

                    Eigentlich müsste man jetzt präzisieren:
                    - normale Vulkane
                    - Vulkane mit weltweiten Folgen bei Ausbrüchen (Krakatau, Pinatubo)
                    - Supervulkane (Toba, Phlegräische Felder, Yellowstone)
                    - Plateau-Ereignisse (Dekkan, Sibirien, Kerguelen, Ontong-Java, Columbia...)
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                      #40
                      Ja, das ist eine einigermaßen vernünftige Einteilung, wobei man vielleicht noch die sogenannten "normalen" Vulkane weiter differenzieren müsste, da es ja "graue" und "rote" Vulkane gibt, also solche, die Lava ausspucken und solche, die Asche ausspucken.
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                        #41
                        @ Spocky

                        Kannst du die Unterteilung mal genauer erklären?

                        Wusst gar nicht, dass ein Vulkan, wenn er denn aktiv ist, nur Asche spucken kann.
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                          #42
                          Normalerweise würde man ja annehmen das die größeren Vulkane mehr Schaden anrichten können.

                          Aber es ist wohl nicht ganz so einfach. Kommen wohl mehrere Faktoren zusammen!

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                            #43
                            Normalerweise würde man ja annehmen das die größeren Vulkane mehr Schaden anrichten können.
                            Das ist auch die Regel... Warum "normalerweise"? Siehst du hier eine Ausnahme?
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                              #44
                              Ich denke er sieht Yellowstone als "kleinen" Vulkan an, da ja hier so witzige Dinge wie Geysire und heiße Quellen an der Tagesordnung stehen. Aber die Größe sollte man nicht nur an der äußeren Erscheinung bemessen sondern am Potential (hier: Zerstörungspotential).

                              Vielleicht sollte man bei der Auflistung auch noch "ungefährlichere" Dinge wie Caldeeren, Maare, etc. aufnehmen. Irgendwie so unter "Ferner liefen"...
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                                #45
                                Einverstanden. Aber Caldeeren würde ich nicht als "ungefährlich" bezeichnen - der Yellowstone ist auch ein Caldera-Vulkan, ebenso wie Santorin oder Krakatau...
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