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Strahlensterilisation - Stabilität von org. Substanzen

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  • Strahlensterilisation - Stabilität von org. Substanzen

    Ich musste mich vor einigen Tagen mit Serum für Zellkulturtechnik auseinandersetzen. In einem Buch war beschrieben, das zur Serilisation und insbesondere zur Inaktivierung von Viren diese auch bestrahlt werden. Dabei würden Gammastrahlendosen von 70.000 bis 80.000 Gray genutzt. Hinterher wären sämtliche Viren inaktiviert, aber die sonstigen Bestandteile wie Proteine und Steroide intakt.

    Kann das überhaupt stimmen? Wenn man organische Substanzen mit derart viel Strahlung behandelt, dürfte doch praktisch nichts mehr intakt bleiben, oder?

  • #2
    Zitat von horstfx Beitrag anzeigen
    Kann das überhaupt stimmen? Wenn man organische Substanzen mit derart viel Strahlung behandelt, dürfte doch praktisch nichts mehr intakt bleiben, oder?
    Dazu müsste es Untersuchungen geben. An einzelnen Molekülen wird es sicher beträchtliche Schäden geben, da kommt es darauf an, wie hoch der Prozentsatz geschädiger Moleküle ist.

    1000 -10000 Gray scheinen keine großen Schäden anzurichten:
    The irradiation doses of 1 up to 10 kGy used seem to have no significant effect on the proteins of this species. Protein changes after irradiation and ice storage of horse mackerel (Trachurus trachurus).(ORIGINAL PAPER) | HighBeam Business: Arrive Prepared

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    • #3
      Strahlendosen bis 70/80.000 Gray zerstören auch vorwiegend DNA und RNA. Die Inaktivierung von Viren und die Abtötung von Bakterien liegt dann darin begründet. Nach meiner (schnellen) Erinnerung sind die Purin- und Pyrimidinbasen besonders anfällig für ionisierende Strahlung. Das soll nicht heißen, dass andere organische Moleküle nicht betroffen wären; sie sind es nur nicht im selben Ausmaß.

      Bei der Bestrahlung von Deinokokken mit 10.000 und mehr Gray z.B. kann man sehr schön sehen, dass zwar die DNA der Zelle sehr fein fragmentiert wird, der Rest der Zelle bleibt jedoch intakt genug, um diesen Schaden binnen weniger Stunden wieder zu reparieren.

      http://www.annualreviews.org/doi/pdf...micro.51.1.203
      http://www.nature.com/nrmicro/journa...micro1264.html
      http://www.nature.com/nature/journal...ture05160.html
      Zuletzt geändert von Liopleurodon; 11.01.2013, 20:10.
      "En trollmand! Den har en trollmand!"

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