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Überleben auf fremden Welten - biologische, technische und ethische Herausforderungen

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  • Überleben auf fremden Welten - biologische, technische und ethische Herausforderungen

    Hallo,
    folgende Annahme: Die Menschen finden einen Planeten, der der Erde sehr ähnlich ist, auf dem wir also ohne die Üblichen Probleme, die sich bei Terraforming usw. ergeben, leben könnten.
    Die Besiedlung birgt für mich einige ethische Probleme. Ich spreche hier nicht von technischen. Die Frage ist:
    Wenn auf diesem Planeten Leben existiert - wenn auch nur in Form von Pflanzen und Mikroorganismen - müssen wir ernsthaft überdenken, ob es richtig ist, in diese Welt einzugreifen und damit vielleicht den gesamten Planeten in seiner Entwicklung zu behindern oder gar die Entwicklung, die hätte sattfinden können, zu unterbinden. Wer weiß, ob wir dadurch nicht intelligentes Leben zerstören würden?
    MfG
    Danke für die Antworten!

  • #2
    LACH

    Sorry, da ist mir spontan AVATAR eingefallen.

    Hey wir sind Menschen, wenn der Planet Erdähnlich ist, dann wird besiedelt und auf die natürlich Entwicklung des "fremden" Planeten Rücksicht genommen

    Aber wenn man das so ernst nehmen würde, wie du es beschrieben hast, dürften sich die Menschheit nur auf Monden und toten Planeten aufhalten.

    Man kann ja nie sagen, was, wann, wie passiert, also muss man es darauf ankommen lassen und eine Koexistens aufbauen.
    "Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen"

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    • #3
      Wo ist nochmal das Problem?

      Wenn es kein intelligentes Leben auf dem Planeten gibt (sagen wir mal: blaue Katzenaliens) kann der Planet ohne weiteres besiedelt werden. Letztendlich bringt das mit den Nachkommen der Siedler jede Menge zusätzliche intelligente Wesen in die Welt, die es ohne Besiedlung nicht gegeben hätte.

      Ein Problem gäbe es nur, sollte es auf dem Planeten bereits intelligente Wesen geben, die vom Menschen nicht als solche erkannt werden (man denke an die TNG-Folge mit den Siliziumkristallen, die über den feuchten Dreck miteinander kommuniziert haben). Weil der Planet aber in diesem Szenario bereits bewohnbar ist, und seine Lebensbedingungen nicht grundlegend von den Menschen verändert werden, stellt dies zunächst auch kein Problem dar.
      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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      • #4
        Erste (rein darwinistische) Sichtweise:
        Die Besiedelung stellt eine Veränderung der Lebensumstände für Flora und Fauna des Planeten dar.
        Sie passen sich entweder an, oder sterben aus.
        Wenn du nicht stark und anpssungsfähig genug bist um angesichts der veränderten Umständen zu überleben, dann ist es richtig, dass du untergehst und platz machst für jemanden der besser ist.

        Zweite (moderate) Sichtweise:
        Wir sollten bei der Beisedelung Umsicht walten lassen und die Fehler vermeiden, wleche wir auf der Erde gemacht haben.

        Dritte (ethisch konsequente) Sichtweise:
        Wir haben auf der Erde bereits genug Schaden angerichtet, und sollten zum Wohle des ganzen Universums hier auch untergehen.


        Such dir was aus.
        Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

        - Florance Ambrose

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        • #5
          Wahrscheinlich ist die Ausbreitung intelligenter Rassen über die Grenzen ihres Heimatsystems hinaus auch nichts anderes als ein natürlicher Prozess, der halt früher oder später beginnt.

          Und wenn dann nur Mikroben und ein paar Algen sind, denke ich nicht das es irgendwelche Probleme gibt.

          Bei intelligenten Ureinwohnern sieht das schon wieder anders aus.
          Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

          - Mencius

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          • #6
            Oh ja Avatar ist ein gutes Beispiel ^^

            Vorallem da es ja im Alpha Centauri Sytem mehrere Terra ähnliche Planeten (Monde) geben soll vermuten die Wissenschaftler und das System ist an der Spitze der Liste des Terra Finder Projekts der NASA.

            Aber um zum Thema zurück zu kommen, die Probleme wären ja im Prinzip vorallem:

            1. Wie ist die Atmosphäre zusammengesetzt (Stickstoff,Sauerstoff enthalten, oder andere gefährliche/ungefährliche Gase)

            2. Wie hoch ist der Druck und wie hoch die Schwerkraft?


            Bei 1. sehe ich doch das größte Problem, da der Mensch eine gute Atmosphäre mit einem ausreichend sättigendem Sauerstoff Anteil benötigt um zu überleben bzw es dürfen keine schädliche Gase in der Luft sein. Ich ziehe mal wieder Avatar als Beispiel heran, (man möge mir vergeben) dort war zwar der Stickstoff und Sauerstoffanteil angemesen hoch für die Menschen, aber es waren andere gefährliche Gase in der Luft (einige wären zu verschmerzen gewesen für den Menschen) die es nötig machten das der Mensch ein Maske tragen musste, die die Giftigen Anteile der Luft filltert. Mögliche Lösungen solcher Probleme wären:
            Entweder wir entwickeln Technologie um auf solche Planeten langfristig zu überleben (wie diese Maske eben z.B) oder wir knacken den DNA Grundcode des Menschen endlich und entwickeln unsere Körper je nach Planet um bzw wir passen uns an.

            Bei 2 ist das Problem nicht ganz so erheblich, aber denoch problematisch genug. Bei großem Druck müssten sämtliche Siedler, Wissenschaftler etc. auf einem fremden Planeten dauerhaft Druckausgleichsanzüge tragen. Darüber hinaus müssten die Gebäude einigermassen robust gebaut sein.


            Ein drittes Problem wäre die Temperatur noch, da fällt mir aber leider nichts ein wie man das im Moment akzeptabel lösen könnte.

            Ein weiteres Problem wäre, wie bereits angesprochen. Gibt es intelligentes/primitives/halbintelligentes Leben in Form von (Ur)einwohnern oder andere Siedler von anderen Planeten?. Oder gibt es Raubtierarten und Jäger ähnlich wie auf der Erde? Wie reagiert die Flora und Fauna solcher Planeten allgemein auf uns ?

            Die Frage wäre dann auch wie verhalten wir uns am besten? Wird der Mensch ganz seiner Natur versuchen solche rassen zu unterwerfen nach etwaigen Friedensgeplänkel oder nimmt er es diesmal ernst, nachdem er gesehen hat was mit der Erde passiert ist.

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            • #7
              Zitat von rundas Beitrag anzeigen
              oder wir knacken den DNA Grundcode des Menschen endlich und entwickeln unsere Körper je nach Planet um bzw wir passen uns an.
              In Avatar kreuzen sie verschiedene Spezies und züchten sie (ohne dass diese ein Bewusstsein zu scheinen haben), also ich denke, dass die da soweit waren dass auch dies eine Lösung darstellte.

              Ein weiteres Problem wäre, wie bereits angesprochen. Gibt es intelligentes/primitives/halbintelligentes Leben in Form von (Ur)einwohnern oder andere Siedler von anderen Planeten?. Oder gibt es Raubtierarten und Jäger ähnlich wie auf der Erde? Wie reagiert die Flora und Fauna solcher Planeten allgemein auf uns ?
              Ist doch total egal, wenns Möglichkeiten zum Terraforming gibt.
              When I feed the poor, they call me a saint.
              When I ask why the poor are hungry, they call me a communist.


              ~ Hélder Câmara

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              • #8
                Die ganze Problematik erinnert mich an Oberste Direktive ? Memory Alpha, das Star Trek Wiki .

                Es ist halt immer die Frage, inwieweit der Mensch das eigene Überleben über die eigene Moral stellt und wie bereitwillig er zu Anpassungen ist.

                Wenn man sich die Erde ansieht, scheint die Masse der Menschen eher kein Problem damit zu haben, die Umwelt an die eigenen Bedürfnisse anzupassen und Kollateralschäden billigend in Kauf zu nehmen.
                Mein Profil bei Memory Alpha
                Treknology-Wiki

                Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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                • #9
                  Wenn der Planet bewohnbar st, es aber primitives Leben und Flora gibt, dan gibts eigentlich keinen Grund nicht zu Siedlen. Man mus eben vorher auskundschaften ob es Gefahren gibt die eine Besiedlung unmöglich amchen. Ein Scenario, die Menschen finden eine Welt auf der es Mücken gibt. Diese Mücken übertragen eine Tötliche Krankheit. Und? hat jeh ein mensch gezögert den Insektenspray heraus zu holen? ne. Es ist klar das Menschen diese Spezies erhalten wollen, eine DNA Probe? Insekten lassen sich aber sehr schwer vertilgen, also kanns sein das der Planet nicht besiedelt werden kann.

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                  • #10
                    ich frag mich bei Avatar was die in der langen Nacht machen wenn Pandora, der ja ein Mond ist, sich im Planetenschatten des blauen Gasriesen befindet den er umkreist??

                    aber mal zurück zur ethik der besiedelung: Jede Spezies ist darauf ausgelegt sich zu vermehren. Reicht ein Lebensraum nicht mehr werden sie sich ausbreiten auf neue lebensräume. Das ist auf der Erde so und wird vermutlich überall so sein.
                    Somit wird jede Spezies versuchen immer ihren möglichkeiten entsprechend ein möglichst großes Stück vom Kuchen zu bekommen.

                    Deswegen: Tod dem Xenos

                    andererseits bin ich der Meinung dass wir uns so wie wir Menschen jetzt sind, und ich schließe mich da mit ein, nciht wirklich irgendwohin ausbreiten müssen oder gar vermehren sollten....
                    Nichts gegen Gott, aber seine Fans und Fanclubs regen mich auf!

                    "Viele werden fragen welches Recht wir haben Milliarden von Leben auszulöschen, jende die verstehen werden erkennen, dass wir kein Recht haben sie Leben zu lassen!" - 40k Inquisition

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                    • #11
                      Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
                      Dritte (ethisch konsequente) Sichtweise:
                      Wir haben auf der Erde bereits genug Schaden angerichtet, und sollten zum Wohle des ganzen Universums hier auch untergehen.
                      a)wem haben wir denn hier hauptsächlcih geschadet? "Die Natur"(/Erde) ist schließlich keine Person mit Intentionen denen wir im Wege stehen könnten(schaden könnten)
                      b)was wäre damit gewonnen wenn wir hier untergehen?Wie ist das zum Wohle des Universums(das wieder keine Person mit Intentionen ist)?

                      deine Ethik schein ja ziemlich an einer übermäßigen Personalisierung der Umgebung zu hapern.
                      I can see a world with no war and no hate.

                      And I can see us attacking that world, because they would never expect it.

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                      • #12
                        Man kann auch etwas Schaden zufügen das kein Bewusstsein hat.
                        Weder Erde noch Universum sind "Personen" oder haben ein Bewusstsein.
                        So what?

                        Wir haben der Erde schweren ökologischen Schaden zugefügt.
                        Wir führen Verhänderungen mit einer Geschwindigkeit herbei, bei der sich kein Tier und keine Pflanze schnell genug evolutorisch anpassen kann.
                        Wir leben nicht in diesem Ökosystem, wir vergewaltigen es.
                        Aber mit etwas Glück bringen wir uns selber um bevor wir herausfinden wie wir das selbe noch mit weiteren Planeten tun können.
                        Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                        - Florance Ambrose

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                        • #13
                          Zitat von capatin_schneider Beitrag anzeigen
                          Die Besiedlung birgt für mich einige ethische Probleme. Ich spreche hier nicht von technischen. Die Frage ist:
                          Wenn auf diesem Planeten Leben existiert - wenn auch nur in Form von Pflanzen und Mikroorganismen - müssen wir ernsthaft überdenken, ob es richtig ist, in diese Welt einzugreifen und damit vielleicht den gesamten Planeten in seiner Entwicklung zu behindern oder gar die Entwicklung, die hätte stattfinden können, zu unterbinden. Wer weiß, ob wir dadurch nicht intelligentes Leben zerstören würden?
                          Wenn man bedenkt das auch jetzt, die Menschheit wider besseren Wissens sowohl direkt als auch indirekt auf der Erde Arten ausrottet. Würde ich in deinen Szenario nicht damit rechnen, das alle Menschen aus ethischen Gründen auf die Nutzung einer solchen Welt verzichten.
                          Gut, möglicherweise würde es ja eine starke Lobby geben, die sich für den Schutz dieser Biosphäre ausspricht. Aber genauso würde es wohl eine Gruppe geben, welche diesen Planeten besiedeln will. Ganz sicher, würde sich die Menschheit in dieser Sache nicht einig sein, und am Ende würde es auf die Frage hinauslaufen, ob man bereit wäre eine Besiedlung mit Waffengewalt zu verhindern. Was bei einer Welt ohne einheimisches intelligentes Leben, nicht sehr wahrscheinlich ist.
                          Aber vermutlich wird dieser Fall in der Realität auch nie eintreten. Den die naiv romantische Vorstellung der SF von der Besiedlung einer extraterrestrischen Biosphäre, hat mit den realen Umständen einer möglichen Besiedlung des Weltraums, recht wenig zu tun.
                          Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                          Dr. Sheldon Lee Cooper

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                          • #14
                            Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
                            Man kann auch etwas Schaden zufügen das kein Bewusstsein hat.
                            Weder Erde noch Universum sind "Personen" oder haben ein Bewusstsein.
                            So what?
                            Schaden ist definiert als eine Reduktion des (materiellen oder immateriellen)Nutzwertes.
                            Einen Nutzwert kann nur etwas haben das mit einer Intention versehen wurde.
                            Und mit Intentionen versehen können nur Subjekte die zur Planung fähig sind(keine Planeten oder Universen)
                            I can see a world with no war and no hate.

                            And I can see us attacking that world, because they would never expect it.

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                            • #15
                              Eine recht interessante Frage, jedoch rein realistisch betrachtet löst sie sich von selbst, denn wenn die Menschheit tatsächlich die Möglchkeit hätte auf diesem Planeten zu siedeln, würde sie es zu 100% tuen, denn unsere gute, alte Erde wird es auch nicht ewig geben, und bei dem Raubbau der Momentan betrieben wird 1. unsere explodierende Bevölkerungzahl und der Rohstoffmangel früher oder später dazu führen das irgend eine Regierung und Organisation denn "ersten Schritt" tuen wird und denn Planeten besiedeln, wenn nicht wir dann sicher unsere Ur-Enkel. Das klingt jetzt vielleicht etwas zu sehr nach SF, jedoch ist es eigentlich nur eben natürlich das sich Leben neue Gebiete erschließt um zu überleben. Die Frage ist nur wie das Biosystem des Planeten auf uns "Aliens" reagieren würde, gebe es vielleicht Mikroorganismen mit dennen einige Siedler kontaminiert werden? Nunja möglich wäre es, wenn es Tiere oder Pflanzen gäbe, würde man sie sicherlich genauer untersuchen, bei intelligentem Leben sieht das schon anders aus, es wäre sicherlich interessant wenn das Leben auf unserem Nivau oder uns sogar überlegen wäre, wie würden sie mit Siedlern/Flüchtligen umgehen? Fragen über Fragen, es gibt sicherlich keine genaue Antwort darauf, je nachdem in was für einer Ausgangssituation sich die Menschheit befindet.
                              Zuletzt geändert von Keymaster; 31.01.2010, 17:14.

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