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Leuchtende Tiere

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  • Leuchtende Tiere

    So ähnlich wie Sheldon Coopers Leuchtfisch haben sich einige Wissenschaftler auf die Genmanipulation von Schafen konzentriert und haben es auch geschafft, dass die Tiere in der Nacht leuchten. Ob Schafe aber als Nachtlicht im Haushalt geeignet sind?

    Schaf leuchtet in der Dunkelheit - ingenieur.de
    Loriot: Kraweel, kraweel. Taub-trüber Ginst am Musenhain, trüb-tauber Hain am Musenginst. Kraweel, kraweel.

  • #2
    Man muss deren Gene halt nur noch so weitermanipulieren, dass sie nachts kene Kötteln machen und wenn man besonders schlau ist, dann kriegt man das auch noch hin, dass sie zu einer bestimmten Uhrzeit blöken. Das ist dann vielleicht sogar im Sinne der Grünen, denn dann spart man sich gleich zwei elektrische Geräte: Lampe und Wecker
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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    • #3
      Also ich hab den Post jetzt zweimal gelesen, aber wozu das leuchten gut sein soll ist mir nicht so richtig klar . Fürs Schaf hat es keinen besonderen Nutzen, im Gegenteil. Bei uns freuen sich höchstens die Wölfe drüber. Und wenn der Bauer das Schaf nur findet, wenn es leuchtet, hat er ganz deutlich was falsch gemacht.
      Ich verbuche das mal für mich unter Tierquälerei...
      Wer die Enge seiner Heimat begreifen will, der reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte. Kurt Tucholsky

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      • #4
        Eine Qual ist das nicht, denn das Tier leidet darunter nicht. Die GFP-Proteine sind als Technologie-Test gedacht. Wenn man GFP bei Schafen einbauen kann, kann man auch andere Gene einbauen. Klingt trivial, aber man sollte zum Beispiel beachten, dass eine Technik, die gut bei Mäusen funktioniert, mehr als zehn Jahre Forschungsanstrengung bedurfte, um sie auch bei Ratten anzuwenden.

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        • #5
          Gut, Qual ist vllt. übertrieben. Aber es ist dem Schaf auch nicht förderlich. Hätten sie wenigstens was vernünftiges ausprobiert, z.B. ein Gen eingebaut, was Krankheiten verhindert, dann hätte ich das ja noch eingesehen. Aber das hier ist doch einfach sinn- und zwecklos, abgesehen von den Forschungsergebnissen, die man aber auch mit einem anderen Genabschnitt hätte erhalten können. Wann sucht ein Bauer denn mitten in der Nacht eine Schafherde? Da ist es doch wesentlich wahrscheinlicher, dass Raubtiere die Schafe auch besser finden. Schön für das Schaf.
          Und möchtest du den ganzen Tag ungefragt leuchten? Also ich nicht. Ob das Schaf dabei psychisch einen Knacks erhält werden wir z.B. nie erfahren oder nachprüfen können...
          Wer die Enge seiner Heimat begreifen will, der reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte. Kurt Tucholsky

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          • #6
            Zitat von Weltraumbastler Beitrag anzeigen
            Ich verbuche das mal für mich unter Tierquälerei...
            Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich gequält fühlende Schafe aufgrund ihrer Leuchteigenschaft (die für die Tiere aufgrund der Intergration in ihr Erbgut so selbstverständlich ist wie für uns Haare auf dem Kopf) in Depressionen verfallen und sich die nächste Klippe hinunter stürzen.

            Also etwas das für dich wenig Sinn ergibt ist automatisch Quälerei? Solange mir das kein Schaf bestätigt denke ich das nicht.

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            • #7
              Zitat von Weltraumbastler Beitrag anzeigen
              Gut, Qual ist vllt. übertrieben. Aber es ist dem Schaf auch nicht förderlich. Hätten sie wenigstens was vernünftiges ausprobiert, z.B. ein Gen eingebaut, was Krankheiten verhindert, dann hätte ich das ja noch eingesehen.
              (...)
              Ob das Schaf dabei psychisch einen Knacks erhält werden wir z.B. nie erfahren oder nachprüfen können...
              Vorweg, ich kenne mich mit Biotechnologie nicht aus.

              Ich vermute aber, dass es dabei doch weniger um das Schaf, als vielmehr um die Erprobung einer bestimmten Technik der Genmanipulation ging. Dann stellt sich die Frage nach dem Sinn des ''Leuchtens'' nicht.

              Zudem: Dieses epxerimentelle Schaf wird ja in einem Laborstall gehalten, wo es vor Raubtieren und der Interaktion mit der freien Natur geschützt ist. Insofern dürfte das Leuchten auch effektiv keinen Nachteil für dieses konkrete Tier darstellen.
              Sollte es aber doch unangenehm für das Tier sein, so würde man das sicher an Verhaltensauffälligkeiten und -änderungen merken.
              .

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              • #8
                Nein, dass es automatisch Quälerei sei hast du gesagt. Wer bin ich, dass ich über die Moral der Wissenschaft richte? Das war nur meine ganz persönliche Einschätzung und ich hatte sie ein Posting weiter auch relativiert.
                Die Bestätigung vom Schaf aber wirst du nicht bekommen, auch wenn es Quälerei wäre.

                Aber mal ehrlich: Selbst in der Schafzucht gibt es wahrscheinlich wichtigere Ziele als ein Schaf zum leuchten zu bringen. Das kommt sinnmäßig bei mir kurz nach einer grün angemalten Katze. Ergo handelt es sich um einen Tierversuch, den man für das Tier bei gleicher wissenschaftlicher Erkenntnis hätte besser, nützlicher gestalten können. Warum sollte man das nicht tun? Die einzig für mich logische Erklärung wäre, dass man dieses Gen besonders leicht verpflanzen kann. Das geht aber aus dem Artikel nicht hervor.
                Und die Schafe sind ja nur die Spitze des Eisbergs. Wenn man den Artikel mal weiterliest wird man feststellen, dass schon leuchtende Hunde gezüchtet wurden, die man durch Antibiotikagabe erst zum leuchten anregt. Ganz fein, wenn der Hund jedes mal Antibiotika fressen darf, um dann für die Forschung zu leuchten. Ob das gesund ist darf wohl bezweifelt werden...
                Noch dazu kommt, dass ich generell kein besonderer Freund der Gentechnik bin. Aber das gehört nur bedingt hier her.

                - - - Aktualisiert - - -

                Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                Vorweg, ich kenne mich mit Biotechnologie nicht aus.

                Ich vermute aber, dass es dabei doch weniger um das Schaf, als vielmehr um die Erprobung einer bestimmten Technik der Genmanipulation ging. Dann stellt sich die Frage nach dem Sinn des ''Leuchtens'' nicht.
                Stimmt, es geht um die Methode. Aber das geht doch mit Sicherheit auch auf anderem Wege herauszufinden, ohne dass das Schaf leuchtet. Es gibt eine solche Unmenge von Möglichkeiten. Gerade deswegen besteht die Möglichkeit Merkmale zu züchten die dem Schaf nicht schaden und die nicht äußerlich erkennbar sind.

                Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                Zudem: Dieses epxerimentelle Schaf wird ja in einem Laborstall gehalten, wo es vor Raubtieren und der Interaktion mit der freien Natur geschützt ist. Insofern dürfte das Leuchten auch effektiv keinen Nachteil für dieses konkrete Tier darstellen.
                Sollte es aber doch unangenehm für das Tier sein, so würde man das sicher an Verhaltensauffälligkeiten und -änderungen merken.
                Für dieses konkrete Tier nicht, das ist richtig. Aber der Artikel beschrieb bereits die möglichen Einsatzgebiete in freier Wildbahn-was ja wohl auch der Traum eines jeden Wissenschaftlers ist. Ob es dazu kommt ist sicher noch eine andere Frage....

                Ob man über Verhaltensauffälligkeiten bei einem geglückten Genexperiment berichten würde, wenn sie nicht so gravierend sind, dass sie der Laie sieht? Bei dem Geld was dahinter steht? (lediglich eine Frage, keine Anschuldigung...)
                Wer die Enge seiner Heimat begreifen will, der reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte. Kurt Tucholsky

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                • #9
                  Zitat von Weltraumbastler Beitrag anzeigen
                  Gut, Qual ist vllt. übertrieben. Aber es ist dem Schaf auch nicht förderlich. Hätten sie wenigstens was vernünftiges ausprobiert, z.B. ein Gen eingebaut, was Krankheiten verhindert, dann hätte ich das ja noch eingesehen.
                  Gentherapien, die Krankheiten verhindern, findet man aber nicht am Straßenrand. Wenn man am Immunsystem herumspielt, wird die Sache gleich wesentlich komplizierter und auch potenziell tödlicher für das Versuchsobjekt.

                  Und bevor man sich über Tierquälerei in der Wissenschaft aufregt, sollte man erst einmal sämtliche Massentierhaltungen, Schlachthöfe, etc. abschaffen - denn egal wie sehr man ein Tier quält, tot ist es nur selten besser dran.
                  "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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                  • #10
                    Zitat von Weltraumbastler Beitrag anzeigen
                    Stimmt, es geht um die Methode. Aber das geht doch mit Sicherheit auch auf anderem Wege herauszufinden, ohne dass das Schaf leuchtet. Es gibt eine solche Unmenge von Möglichkeiten. Gerade deswegen besteht die Möglichkeit Merkmale zu züchten die dem Schaf nicht schaden und die nicht äußerlich erkennbar sind.
                    Es geht aber immer auch darum Aufsehen zu erregen, Finazierungen zu sichern. Da ist ein leuchtendes Schaf halt interessanter als ein Schaf mit zwei Zähnen mehr (o.ä.)

                    - - - Aktualisiert - - -

                    Zitat von Amaranth Beitrag anzeigen
                    Und bevor man sich über Tierquälerei in der Wissenschaft aufregt, sollte man erst einmal sämtliche Massentierhaltungen, Schlachthöfe, etc. abschaffen - denn egal wie sehr man ein Tier quält, tot ist es nur selten besser dran.
                    Das ist ähnlich klug als würde man vorschlagen erst alle heilbaren Krebserkrankungen zu kurieren und dann erst Menschen Kopfschmerzmittel geben, wenn alle schlimmeren Krankheiten geheilt sind.

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                    • #11
                      Zitat von Amaranth Beitrag anzeigen
                      Gentherapien, die Krankheiten verhindern, findet man aber nicht am Straßenrand. Wenn man am Immunsystem herumspielt, wird die Sache gleich wesentlich komplizierter und auch potenziell tödlicher für das Versuchsobjekt.
                      Wäre das ein Grund es ganz zu lassen (deiner Meinung nach)? Was den Straßenrand angeht-ja. Aber man hat z.B. ein Australien einen Versuch gemacht, dass sich das Fell der Schafe von selbst und möglichst im ganzen löst, um die Prozedur des Scherens zu vermeiden. Sowas würde ich als sinnvoll erachten, wenn die Nebenwirkungen nicht zu groß sind. Etwas, was außer dem Nutzen der Forschung auch noch einen reellen praktischen Nutzen bringt...
                      (Wobei ich nicht mehr ganz genau weiß, ob das nicht auf Hormonbasis o.ä. lief. Aber das ist ja nicht die Frage, genetisch ließe sich das oder ähnliches wahrscheinlich auch machen.)

                      Zitat von Amaranth Beitrag anzeigen
                      Und bevor man sich über Tierquälerei in der Wissenschaft aufregt, sollte man erst einmal sämtliche Massentierhaltungen, Schlachthöfe, etc. abschaffen - denn egal wie sehr man ein Tier quält, tot ist es nur selten besser dran.
                      Zustimmung, keine Frage. Aber das eine rechtfertigt nicht das andere.

                      - - - Aktualisiert - - -

                      Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                      Es geht aber immer auch darum Aufsehen zu erregen, Finazierungen zu sichern. Da ist ein leuchtendes Schaf halt interessanter als ein Schaf mit zwei Zähnen mehr (o.ä.)
                      Stimmt, das ist wohl ein wahrer Grund. Aber ob sich sowas nicht auch machen ließe, wenn es für den Farmer etwas nützlicher wäre?
                      Wie gesagt, was die Machbarkeit angeht habe ich zu wenig Ahnung, ich hab nicht Biologie o.ä. studiert...
                      Wer die Enge seiner Heimat begreifen will, der reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte. Kurt Tucholsky

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                      • #12
                        Man denke auch noch an die Wärme, die von dem Schaf im Winter ausgeht. Damit kann man sich auch noch die Heizung sparen. Am besten natürlich wenn das Schaf die Wärme in der Wolle speichert, bis man die Wärme im Raum haben will.
                        Ein Leben ohne Gentechnik ist doch kein Leben mehr.
                        Loriot: Kraweel, kraweel. Taub-trüber Ginst am Musenhain, trüb-tauber Hain am Musenginst. Kraweel, kraweel.

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                        • #13
                          Zitat von Weltraumbastler Beitrag anzeigen
                          Stimmt, es geht um die Methode. Aber das geht doch mit Sicherheit auch auf anderem Wege herauszufinden, ohne dass das Schaf leuchtet. Es gibt eine solche Unmenge von Möglichkeiten. Gerade deswegen besteht die Möglichkeit Merkmale zu züchten die dem Schaf nicht schaden und die nicht äußerlich erkennbar sind.
                          Ob die Methode in der gewünschten Weise funktioniert, muss man aber auf irgendeine Art sichtbar machen. Das GFP ist dabei nur eine von mehreren Möglichkeiten (Blaufärbung ist eine andere). Im Vorfeld irgendeiner Anwendung gilt es, ganz fundamentale Fragen zu klären: wo genau bleiben die eingeschleusten Gene und wie lassen sie sich regulieren? Ohne visuellen Nachweis hat man da ziemlich schlechte Karten.

                          Außerdem lässt sich das GFP recht unproblematisch an andere Gene koppeln, so dass man anhand der Färbung Stück für Stück entschlüsseln kann, wie der Organismus "Schaf" auf molekularer Ebene funktioniert.
                          "En trollmand! Den har en trollmand!"

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                          • #14
                            Zitat von Weltraumbastler Beitrag anzeigen
                            Gut, Qual ist vllt. übertrieben. Aber es ist dem Schaf auch nicht förderlich. Hätten sie wenigstens was vernünftiges ausprobiert, z.B. ein Gen eingebaut, was Krankheiten verhindert, dann hätte ich das ja noch eingesehen...
                            Ist es so schwer zu verstehen? Man baut das GFP ein, um hinterher erkennen zu können, ob die Technik prinzipiell erfolgreich ist. Man braucht dazu etwas, dessen Funktionstüchtigkeit leicht zu erkennen ist. Erst wenn man diese Technik zuverlässig beherrscht, kann man überhaupt daran gehen, auch sinnvolle Gene einzubauen.

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                            • #15
                              @Liopleuroden

                              Das bestreite ich alles nicht im geringsten. Nur einen Punkt sehe ich anders: Es muss kein dauerhafter optischer Nachweis sein. Du kannst mittels Genmanipulation auch Schafe mit feuerfester naturfarbener Wolle züchten. Oder du schleust ein bestimmtes Eiweiß in die Zellen (übers Erbgut wird ja u.a. die Produktion von Eiweißen in Zellen gesteuert...) ein, was in Verbindung mit einem chemischen Nachweisstoff von mir aus lila wird. Und das alles, ohne dass es dem Schaf körperlich schadet. Aber es muss nichts sein, was das äußere Erscheinungsbild des Schafes dauerhaft verändert. Wenn man den Nachweis nur so hinbekommt, muss man vllt. einfach nochmal zurück ans Reißbrett bzw. ins Labor.....
                              Es wird auch noch hunderte oder tausende Alternativen zu GFP geben, die sich leicht an die Erbsubstanz koppeln lassen und das Schaf nicht leuchten lassen. Wenn man schon mit Lebewesen und deren Erbgut experimentiert, muss man sich doch wenigstens vorher die Zeit nehmen um solche Nachweismethoden zu entwickeln, die das Lebewesen nicht mehr als notwendig beeinflussen...
                              Zuletzt geändert von Weltraumbastler; 29.04.2013, 15:42. Grund: Adressierung
                              Wer die Enge seiner Heimat begreifen will, der reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte. Kurt Tucholsky

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