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Kernenergie ladet das Universum auf ?

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  • Kernenergie ladet das Universum auf ?

    Also Atomenergie (Hoffe ist richtig oder nennt man es Kernenergie) ist ja Energiefreisetzung durch Kernspaltung oder durch Fusionierung zu einer höheren Ordnungszahl/neuen festen Element wo da durch Energie gesetzt wird.

    Was passiert nach den Energieerhaltungsgesetz bei Fusionen in unseren Universum bei Entstehung von Sonnen, bei Super Nova oder bei Fusionieren von Wasserstoff zu Helium in unser Sonne. Wo geht dieses Energie hin, wer absorbiert sie oder so wird sie sogar gespeichert?

    Und gleich noch eine Frage, eh höher die Ordnungszahl sprich bei Fusionieren von schweren Elementen wird da mehr Energie oder weniger frei gesetzt? z.B. wenn Stickstoff zu Sauerstoff wird gegenüber wenn Gold zu Plutonium wird?
    Zuletzt geändert von RTW112; 22.07.2013, 10:50.
    "Alle Menschen sind von Geburt an gleich und die Erde ernährt alle. Wenn ein Mensch geboren wird hat er das Anrecht auf ein Stück Land, das Ihm ernähren kann. Wenn aber alles Land schon aufgeteilt ist unter wenigen, die meine das sei Ihr Eigentum, dann muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser Ausgleich ist ein Grundeinkommen, für diejenigen die kein eigenes Land mehr haben und sich nicht selbst versorgen können"

  • #2
    Also tut mir Leid, ich blicke da schon mal nicht durch was du jetzt meinst. Kernfusion und Kernspaltung sind ja schon mal total gegensätzliche Vorgänge. Was stellar in Sternen vorgeht ist Kernfusion. Und wo die freigesetzte Energie hingeht müsstest du doch selber wissen. Schließlich geht doch jeden Tag die Sonne auf und macht unseren Planeten warm

    Durch Fusion entsteht Strahlung (Photonen) und Partikel (Je nach Fusion Neutronen, Neutrinos wenn ich mich nicht irre)

    STelare Kernspaltung gibt es wenn ich mich nicht täusche nicht, weil schwere Atome wie Uran nur bei der Bildung von Planeten hergestellt werden. Dort, wie wir es in Atomkraftwerken nutzen, wird die Energie als Wärme an benachbartes Material abgegeben.
    You should have known the price of evil -And it hurts to know that you belong here - No one to call, everybody to fear
    Your tragic fate is looking so clear - It's your fuckin' nightmare

    Now look at the world and see how the humans bleed, As I sit up here and wonder 'bout how you sold your mind, body and soul
    >>Hades Kriegsschiff ist gelandet<<

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    • #3
      Naja Kernspaltung ist doch in einigen Planten auch vorhanden z.b. unsere Erde.

      Ja klar geht ein Teil der Energie zur Erde, aber die Sonne stahlt ja die Energie pro Sekunde in alle Himmelsrichtungen ^^ und die wärme die bei uns ankommt wird ja auch nur zum Teil zurück gehalten durch die Atmosphäre bzw. durch Photosynthese wo Energie in Glucose gespeichert wird.

      Aber was ist mit der Energie die sonst wo hin geht? Was passiert mit den Neutrinos so richtig?
      "Alle Menschen sind von Geburt an gleich und die Erde ernährt alle. Wenn ein Mensch geboren wird hat er das Anrecht auf ein Stück Land, das Ihm ernähren kann. Wenn aber alles Land schon aufgeteilt ist unter wenigen, die meine das sei Ihr Eigentum, dann muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser Ausgleich ist ein Grundeinkommen, für diejenigen die kein eigenes Land mehr haben und sich nicht selbst versorgen können"

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      • #4
        @RTW112:
        Also ganz grundlegend:
        Wie Hades schon schreibt, sind Atomkern-Spaltung und Atomkern-Fusion zwei verschiedene Dinge.

        Zur Fusion:
        Man kann zwei (leichtere) Atomkerne zu einem schwereren Kern verschmelzen. Dabei wird Energie frei.
        Das wichtige dabei:
        - je leichter die zu verschmelzenden Kerne sind, desto mehr Energie wird frei.
        - je schwerer die Kerne sind, desto weniger Energie wird frei.
        Also: Wasserstoff hat die leichtesten Atome, die es gibt. Die meiste Energie wird also frei, wenn man zwei Wasserstoff-Kerne zu Helium verschmilzt. Bei Verwendung von schwereren Kernen wird immer weniger Energie frei, und das Minimum liegt bei Eisen (genauer dem Eisenisotop 60Fe). Alles was schwerer als Eisen ist, kann man -theoretisch- nur fusionieren, wenn man Energie aufwendet. Es wird aber keine Energie mehr frei.
        Aus diesem Grund können zB während der Lebenszeit eines Sterns keine Atome, d.h. chemischen Eemente, gebildet werden, die schwerer als Eisen sind. Um das zu schaffen, braucht man andere Prozesse, zB eine Supernova-Explosion. Da solche schweren Elemente in unserem Sonnensystem jedoch bereits existieren, diese aber nicht von unserer Sonne gebildet worden sein können, muss davor eine andere Sonne gegeben haben, die in einer Supernova aufging. Das aber nur am Rande zum Verständnis.

        Kernspaltung:
        Hier ist es genau umgekehrt. Man kann sehr schwere Kerne in leichtere Kerne spalten, auch dabei wird Energie frei. Aber auch das geht nur bis zur Grenze. Um sehr leichte Kerne zu spalten, muss wiederum Energie aufgewendet werden.

        Und nun zur Eingangsfrage: Was passiert mit der Energie? Nun, diese wird in Form von Wärme und beschleunigten Partikeln (=kinetische Energie) auf andere Körper, zB. Planeten, übertragen und sorgt dafür, daß dort physikalische, chemische oder biologische Prozesse ablaufen können. ''Verloren'' geht definitiv nichts.
        Es wird beispielsweise überlegt, ob nicht eine Supernova-Explosion die Bildung unseres Sonnensystems aus einer rotierenden Gaswolke initiert, also ausgelöst hat. Aber das ist (noch) nur ein Modell.

        EDIT:
        Die Neutrino-Frage kann ich nicht beantworten, weil ich mich da nicht so genau auskenne. Trotzdem finde ich das sehr interessant:
        Was passiert mit den Neutrinos nach langer ''Wanderschaft''? Sie interagieren kaum mit Materie, aber was heißt kaum? Verlieren sie an Energie?
        Und falls nicht: dann müssten sie sich doch statistisch alle zum ''Rand'' des Universums bewegen. Wenn das Universum jedoch in sich geschlossen wäre, dann müsste diese Neutrino-Welle (?) irgendwann zurück kommen und zu sehen sein?
        Oder?
        Zuletzt geändert von xanrof; 22.07.2013, 11:40.
        .

        Kommentar


        • #5
          Ok danke für die Beantwortung meiner Fragen

          Was ich aber nicht verstehe wenn Sonnen/Sonnensysteme aus Gaswolken von Super Novas also Koranübereste von Sonnen ja entstehen, müssten doch die Sonnen/Sonnensystem immer kleiner werden, den es bleibt ja immer weniger Wasserstoff bzw. Helium übrig wo noch Fusion erzeugt werden kann oder denk ich falsch? Wenn nicht müssten ja ersten Sonnen ja größer gewesen sein als heutige.

          Ok Rest würde ja gut beantwortet was ich wollte

          Meine Überlegung wäre es ja gewesen das der Grund für das immer schnellere Auseinander driften der Galaxien bzw. Sonnen von einander durch die Abgabe an das Universum an Energie.
          "Alle Menschen sind von Geburt an gleich und die Erde ernährt alle. Wenn ein Mensch geboren wird hat er das Anrecht auf ein Stück Land, das Ihm ernähren kann. Wenn aber alles Land schon aufgeteilt ist unter wenigen, die meine das sei Ihr Eigentum, dann muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser Ausgleich ist ein Grundeinkommen, für diejenigen die kein eigenes Land mehr haben und sich nicht selbst versorgen können"

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          • #6
            früher denke ich war alles ein wenig voller und dichter ( das universum dehnt sich ja aus ) und daher konnten relativ viele sterne entstehen da mehr materie in der umgebung war die zusammenstürzen konnte.

            da nicht alle sterne gleichzeitig entstehen oder vergehen gibt es wohl normale nova phasen, wenig nova phasen oder auch viele nova phasen z.b. wenn millionen sterne zeitgleich an einem galaxiearm z.b. entstehen und etwa alle 4 bis 5 milliarden jahre brennen düfte es innerhalb einer milliarde jahre viele novas geben. dort wäre nochmal genügend feuerstoff aus dem sich dann vermutlich große sterne bilden da viel materie da ist, und die gehen ja schneller hoch ( wie am anfang des universums )

            irgendwann wird es aber keine neubildungen mehr geben weil alles zu weit auseinander ist - das universum wird dunkel ( ausser es zieht sich wieder zusammen )

            die energie die heute sonnen erzeugen war wohl schon immer da - es ist die energie die in allem drin ist. ich denke nicht das zusätzliche energie erzeugt wird, sie ist nur für bestimmte zeit komprimiert an einer ort z.B. sonne

            esseiden man möchte behaupten das die energie der sonnen das universum ausdehnen so als würde man ein luftballon aufpusten oder ein zeppelin mit heisser luft oder gas füllen bis er prall ist.
            dann muss die energie ja platz haben - oder nicht ?

            könnten sonnen auch dunkle energie und materie erzeugen ohne das wir es bis jetzt irgendwie nachweisen könnten ?

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            • #7
              Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
              @RTW112:

              Zur Fusion:
              Man kann zwei (leichtere) Atomkerne zu einem schwereren Kern verschmelzen. Dabei wird Energie frei.
              Das wichtige dabei:
              - je leichter die zu verschmelzenden Kerne sind, desto mehr Energie wird frei.
              - je schwerer die Kerne sind, desto weniger Energie wird frei.
              Also: Wasserstoff hat die leichtesten Atome, die es gibt. Die meiste Energie wird also frei, wenn man zwei Wasserstoff-Kerne zu Helium verschmilzt.
              Versuch es mal lieber mit 4 Wasserstoffkernen, bzw. 2 Deuteriumkerne.

              Bei Verwendung von schwereren Kernen wird immer weniger Energie frei, und das Minimum liegt bei Eisen (genauer dem Eisenisotop 60Fe). Alles was schwerer als Eisen ist, kann man -theoretisch- nur fusionieren, wenn man Energie aufwendet.
              Nicht nur theoretisch.


              Kernspaltung:
              Hier ist es genau umgekehrt. Man kann sehr schwere Kerne in leichtere Kerne spalten, auch dabei wird Energie frei. Aber auch das geht nur bis zur Grenze. Um sehr leichte Kerne zu spalten, muss wiederum Energie aufgewendet werden.
              Wobei man noch zwischen induzierter Kernspaltung und spontanen radioaktiven Zerfall zu unterscheiden hat. Bei ersterem zertrümmert man ein Atomkern durch Beschuss, der zweite Prozess geschieht einfach so.

              Und nun zur Eingangsfrage: Was passiert mit der Energie? Nun, diese wird in Form von Wärme und beschleunigten Partikeln (=kinetische Energie) auf andere Körper, zB. Planeten, übertragen
              Besser wäre es, von Strahlung und beschleunigten Partikeln zu sprechen. Dadurch wird Wärme übertragen. Es muss auch nichts übertragen werden. Das meiste strahlt einfach ins All.

              ''Verloren'' geht definitiv nichts.
              Physikalisch geht Energie per Definition nicht verloren. Technisch natürlich schon.





              Und falls nicht: dann müssten sie sich doch statistisch alle zum ''Rand'' des Universums bewegen. Wenn das Universum jedoch in sich geschlossen wäre, dann müsste diese Neutrino-Welle (?) irgendwann zurück kommen und zu sehen sein?
              Oder?
              Würdest du sie denn erkennen? Jedes cm^3 Universum ist von ein paar hundert Neutrinos "gefüllt", die seit dem Urknall herum rasen. Durch die Expansion des Universums haben die natürlich auch schon Temperatur verloren, aber das ist dann ein physikalischer Temperaturbegriff, der weniger mit Alltagserfahrungen korreliert.
              Und wenn das Universum expandiert, würden sie auch einfach nie ankommen.

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              • #8
                Zitat von RTW112 Beitrag anzeigen
                Ok danke für die Beantwortung meiner Fragen

                Was ich aber nicht verstehe wenn Sonnen/Sonnensysteme aus Gaswolken von Super Novas also Koranübereste von Sonnen ja entstehen, müssten doch die Sonnen/Sonnensystem immer kleiner werden, den es bleibt ja immer weniger Wasserstoff bzw. Helium übrig wo noch Fusion erzeugt werden kann oder denk ich falsch? Wenn nicht müssten ja ersten Sonnen ja größer gewesen sein als heutige.
                Es gibt und gab für stabile Sterne eine ungefähre Massenobergrenze von ca. 100 Sonnenmassen. Solche Sterne entstanden sowohl in der Frühzeit des Universums als auch heute noch. Was sich allerdings mit zunehmendem Alter des Universums verändert, ist der Anteil schwerer Elemente (der "Metalle") in den Gaswolken und damit auch in den Sternen. Zukünftige Sterne werden davon immer mehr enthalten. Laut einigen Physikern hätte das zur Folge, dass die Sterne der Zukunft weniger Licht abstrahlen können, weil die schwereren Elemente die Strahlung anders passieren lassen als dies bei Wasserstoff und Helium der Fall ist.
                "En trollmand! Den har en trollmand!"

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                • #9
                  Zitat von RTW112 Beitrag anzeigen
                  Ok danke für die Beantwortung meiner Fragen

                  Was ich aber nicht verstehe wenn Sonnen/Sonnensysteme aus Gaswolken von Super Novas also Koranübereste von Sonnen ja entstehen, müssten doch die Sonnen/Sonnensystem immer kleiner werden, den es bleibt ja immer weniger Wasserstoff bzw. Helium übrig wo noch Fusion erzeugt werden kann oder denk ich falsch?

                  Nein. Die Sternentstehungsrate lässt auch mit der Zeit nach und interstellare Gase verbrauchen sich.
                  In der Frühzeit des Universums dürfte es vermutlich sehr viel mehr Blaue Riesen gegeben haben. Aber die haben eine sehr kurze Lebenszeit. Nach ein paar Millionen Jahre explodieren sie schon.
                  Die kleinen Roten Zwerge sind dagegen sparsam. Mit Lebensdauern über 100 Milliarden Jahre ist noch kein Roter Zwerg im Universum direkt ausgebrannt. Manche sind verschluckt worden, aber die meisten existieren einfach weiter.

                  Meine Überlegung wäre es ja gewesen das der Grund für das immer schnellere Auseinander driften der Galaxien bzw. Sonnen von einander durch die Abgabe an das Universum an Energie.
                  Nein, das ist definitiv nicht so.

                  Kommentar


                  • #10
                    Wasserstoff ist immer noch das häufigste Element im Universum, vermutlich über 90% aller Atome sind Wasserstoffatome. Der Brennstoff ist also noch nicht alle.

                    Das Universum hat keinen Rand und schon gar keinen, den irgendetwas mit Lichtgeschwindigkeit erreichen könnte. Wegen der Ausdehnung des Universums entfernen sich sehr weit entfernete Teile des Universums sogar so schnell voneinander, dass sie keinen Kontakt mehr miteinander haben können.
                    Die Strahlung, die von Sternen in den Raum abgegeben wird und nicht auf irgendwelche Materie trifft, verdünnt sich also einfach nur immer weiter ins unendliche (zumindest wenn die Ausdehnung weiter anhält, wonach es zur Zeit aussieht).
                    "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von RTW112 Beitrag anzeigen
                      Ok danke für die Beantwortung meiner Fragen

                      Was ich aber nicht verstehe wenn Sonnen/Sonnensysteme aus Gaswolken von Super Novas also Koranübereste von Sonnen ja entstehen, müssten doch die Sonnen/Sonnensystem immer kleiner werden, den es bleibt ja immer weniger Wasserstoff bzw. Helium übrig wo noch Fusion erzeugt werden kann oder denk ich falsch? Wenn nicht müssten ja ersten Sonnen ja größer gewesen sein als heutige.

                      Ok Rest würde ja gut beantwortet was ich wollte

                      Meine Überlegung wäre es ja gewesen das der Grund für das immer schnellere Auseinander driften der Galaxien bzw. Sonnen von einander durch die Abgabe an das Universum an Energie.
                      Im Prinzip sind wir jetzt in der Phase des Universums, wo sich Sterne mit Planetensysteme bilden konnten und noch bilden können. Schon in einigen Mrd Jahren wird dies immer seltener werden.
                      Zu den Generationen der Sternbildung:
                      https://de.wikipedia.org/wiki/Population_(Astronomie)

                      Für das beschleunigte Expandieren des Universums (Stichwort Hubble-Konstante) wird die bisher nur hypothetische Dark Energie verantwortlich gemacht.
                      \\// Dup dor a´az Mubster
                      TWR www.labrador-lord.de
                      United Federation of Featherless
                      SFF The 6th Year - to be continued

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                      • #12
                        Olberssches Paradoxon

                        Zitat von RTW112 Beitrag anzeigen
                        Was passiert nach den Energieerhaltungsgesetz bei Fusionen in unseren Universum bei Entstehung von Sonnen, bei Super Nova oder bei Fusionieren von Wasserstoff zu Helium in unser Sonne. Wo geht dieses Energie hin, wer absorbiert sie oder so wird sie sogar gespeichert?
                        falls ich dich richtig verstehe - was ich bei deinem Rechtschreibstil allerdings nicht garantieren kann - läuft deine Frage auf das Olberssche Paradoxon hinaus, nämlich auf die Frage, ob, wenn die Sterne fortwährend Licht ausstrahlen, es im Universum nicht immer heller werden müsste, d.h. immer mehr Energie im elektromagnetischen Strahlungsfeld stecken müsste. Für die Frage ist die Natur der stellaren Energiequelle, ob also Sterne Energie durch Kernfusion gewinnen oder auf andere Weise, allerdings nebensächlich. Olbers wusste noch nichts von der Kernfusion, als er das Paradoxon 1826 erstmals formulierte.

                        Die Lösung für das Paradoxon liefert das kosmologische Modell des expandierenden Universums: durch die Expansion des Universums wird die von den Sternen ausgesandte Strahlungsenergie immer stärker ausgedünnt (rotverschoben), und zwar in einem Maße, dass es nicht nur im Universum nicht immer heller wird, sondern im Gegenteil, immer dunkler. Nur in dem Fall, dass die Expansion irgendwann einmal zum Stillstand kommt (was aber nach den derzeitigen Beobachtungen eher unwahrscheinlich ist), würde die Energiedichte des kosmischen Strahlungsfeldes auch irgendwann wieder zunehmen, allerdings dürften bis dahin alle Sterne verloschen sein.

                        Zitat von RTW112 Beitrag anzeigen
                        Und gleich noch eine Frage, eh höher die Ordnungszahl sprich bei Fusionieren von schweren Elementen wird da mehr Energie oder weniger frei gesetzt? z.B. wenn Stickstoff zu Sauerstoff wird gegenüber wenn Gold zu Plutonium wird?
                        als energetisch günstigste Kernkonfiguration gilt die von Eisen. D.h. bei der Fusion von leichteren Elementen als Eisen oder bei der Spaltung von schwereren Elementen als Eisen wird Energie frei. Bei der Fusion von schwereren Elementen oder der Spaltung von leichteren Elementen müsste hingegen Energie aufgewandt werden.

                        - - - Aktualisiert - - -

                        Zitat von RTW112 Beitrag anzeigen
                        Was ich aber nicht verstehe wenn Sonnen/Sonnensysteme aus Gaswolken von Super Novas also Koranübereste von Sonnen ja entstehen, müssten doch die Sonnen/Sonnensystem immer kleiner werden, den es bleibt ja immer weniger Wasserstoff bzw. Helium übrig wo noch Fusion erzeugt werden kann oder denk ich falsch? Wenn nicht müssten ja ersten Sonnen ja größer gewesen sein als heutige.
                        die Menge an Materie, die erforderlich ist, damit sich ein Stern daraus bilden kann, ist eigentlich immer gleich. Wenn in einer Galaxie im Laufe der Zeit immer weniger Wasserstoff zur Bildung neuer Sterne zur Verfügung steht, dann führt das nicht etwa dazu, dass die Sterne immer kleiner werden, sondern eher dazu, dass immer weniger Sterne entstehen, also die Sternentstehungsrate immer kleiner wird.

                        Zitat von RTW112 Beitrag anzeigen
                        Meine Überlegung wäre es ja gewesen das der Grund für das immer schnellere Auseinander driften der Galaxien bzw. Sonnen von einander durch die Abgabe an das Universum an Energie.
                        das würde nicht funktionieren, zumindest nicht, wenn wir an der ART festhalten. Im elektromagnetischen Feld gespeicherte Energie wirkt gravitativ anziehend, nicht abstoßend. Würde also die Energie, die im von den Sternen emittierten Licht steckt, einen maßgeblichen Anteil an der Gesamtenergie des Universums haben, so würde sie die Expansion des Universums eher zusätzlich bremsen statt sie zu beschleunigen.

                        Um die Expansion zu beschleunigen, ist eine Energieform notwendig, bei der die Energiedichte positiv und der Druck negativ (genauer: kleiner als -rho/3, wobei rho die Energiedichte ist) ist. Solche Energieformen fasst man unter dem Oberbegriff "Dunkle Energie zusammen". Ein Spezialfall der Dunklen Energie ist die kosmologische Konstante, bei der gilt für den Druck p = -rho.

                        - - - Aktualisiert - - -

                        Zitat von Bakkad Baran Beitrag anzeigen
                        früher denke ich war alles ein wenig voller und dichter ( das universum dehnt sich ja aus ) und daher konnten relativ viele sterne entstehen da mehr materie in der umgebung war die zusammenstürzen konnte.
                        AFAIK bildeten sich die ersten Sterne erst, nachdem sich die Galaxien formiert hatten. Da die Galaxien nicht mit dem Universum mit expandieren, sondern gleich groß bleiben, waren die kosmischen Gaswolken, aus denen sich die Sterne bildeten, früher nicht dichter als heute.

                        Zitat von Bakkad Baran Beitrag anzeigen
                        irgendwann wird es aber keine neubildungen mehr geben weil alles zu weit auseinander ist
                        auch hier gilt wieder: da die Galaxien nicht mit dem Universum mit expandieren, gerät innerhalb einer Galaxie auch nicht alles weiter auseinander. Was wohl passiert, ist, dass der für die Bildung neuer Sterne zur Verfügung stehenden Wasserstoff immer weniger wird, da er von der Bildung vorherige Sterngenerationen bereits aufgebraucht wurde.

                        Zitat von Bakkad Baran Beitrag anzeigen
                        esseiden man möchte behaupten das die energie der sonnen das universum ausdehnen so als würde man ein luftballon aufpusten oder ein zeppelin mit heisser luft oder gas füllen bis er prall ist.
                        dann muss die energie ja platz haben - oder nicht ?
                        Energie braucht keinen Platz, es kann ja auch einfach die Energiedichte größer werden. Dass ein Luftballon aufgeblasen wird, wenn man Luft hineinpumpt, liegt ja auch nicht daran, dass die erhöhte Stoffmenge an Luft mehr Platz benötigen würde, sondern daran, dass der Luftdruck im Balloninneren zunimmt, woraus eine Kraft auf die Ballonhaut resultiert, da der Druck außerhalb des Ballons unverändert bleibt. Würde man in eine massive Eisenhohlkugel Luft hineinpumpen, würde die nicht aufgeblasen werden, sondern ihre Größe beibehalten, weil die Wand der Kugel dem Druckunterschied standhält. Stattdessen nimmt nur die Dichte der Luft im Kugelinneren zu.

                        Zitat von Bakkad Baran Beitrag anzeigen
                        könnten sonnen auch dunkle energie und materie erzeugen ohne das wir es bis jetzt irgendwie nachweisen könnten ?
                        der heutigen Physik ist kein Mechanismis bekannt, wie durch Sterne Dunkle Energie erzeugt werden könnte. Dunkle Materie können Sterne schon eher erzeugen - wenn ein Stern ausgebrannt ist, kann er als Schwarzer Zwerg enden, das wäre dann Dunkle Materie, allerdings baryonische.

                        - - - Aktualisiert - - -

                        Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
                        Für das beschleunigte Expandieren des Universums (Stichwort Hubble-Konstante)
                        die Hubble-Konstante als Stichwort für die beschleunigte Expansion des Universums ist aber unpassend. Die Hubble-Beziehung sagt erstmal nichts darüber aus, ob die Expansion beschleunigt oder verlangsamt ist. Nur wenn man die Hubble-Konstante als zeitlich konstant annehmen würde, käme eine exponentiell beschleunigte Expansion heraus. Nach den derzeitigen Beobachtungen ist die Expansion zwar beschleunigt, aber schwächer als exponentiell, d.h. die Hubble-Konstante wird mit der Zeit kleiner.

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                        • #13
                          @ agent
                          also ich hab in ner doku mal gesehen das sich irgendwann mal alles soweit voneinander entfernt durch die ausdehnung das selbst planeten und atome auseinandergehebelt werden.
                          also muss das auch für galaxien gelten - oder ist was neues bekannt ?

                          Kommentar


                          • #14
                            also ich hab in ner doku mal gesehen das sich irgendwann mal alles soweit voneinander entfernt durch die ausdehnung das selbst planeten und atome auseinandergehebelt werden.
                            also muss das auch für galaxien gelten - oder ist was neues bekannt ?
                            Lass mich raten, Doku auf NTV oder N24. Bei denen wird aber in irgendeinem Nebensatz auch gesagt, dass das unserem Universum nicht passieren wird. Für einen Big Rip hat unser Universum nicht genügend Dunkle Energie.
                            Unsere langsame Expansion führt wohl nur zu einem Big Chill. In diesem Szenario ist die expansive Kraft nicht groß genug, um die gravitative Anziehung in und zwischen (nahen) Galaxien zu überwinden. Das Ergebnis sind isolierte Galaxien(haufen), deren Sterne langsam ausbrennen. Daher dann auch der Name Wärmetod.

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von Bakkad Baran Beitrag anzeigen
                              @ agent
                              also ich hab in ner doku mal gesehen das sich irgendwann mal alles soweit voneinander entfernt durch die ausdehnung das selbst planeten und atome auseinandergehebelt werden.
                              offenbar ging es da um das Big Rip Szenario. Es steht aber nicht nur nicht fest, ob das eintreten wird, es würde auch dann, wenn es eintritt, erst in ferner Zukunft relevant sein. Für die Entwicklung der Galaxien und Sterne in der Vergangenheit ist der Big Rip ohne Bedeutung.

                              Zitat von Bakkad Baran Beitrag anzeigen
                              also muss das auch für galaxien gelten
                              aber erst kurz vor dem Big Rip, also von heute an in ferner Zukunft. Bis dahin verhalten sich die Galaxien genauso wie in Szenarien ohne Big Rip: sie expandieren nicht mit dem Universum mit.

                              Zitat von Bakkad Baran Beitrag anzeigen
                              - oder ist was neues bekannt ?
                              neues nichts, dafür aber altes: falls es einmal einen Big Rip geben wird, wird es erst kurz vorher ein Auseinanderreißen der Galaxien geben.

                              - - - Aktualisiert - - -

                              Zitat von pollux83 Beitrag anzeigen
                              Lass mich raten, Doku auf NTV oder N24. Bei denen wird aber in irgendeinem Nebensatz auch gesagt, dass das unserem Universum nicht passieren wird. Für einen Big Rip hat unser Universum nicht genügend Dunkle Energie.
                              es liegt nicht an der Menge an Dunkler Energie, sondern an ihrer Zustandsgleichung, d.h. an ihrer Energiedichte-Druck-Beziehung. Um zu einem Big Rip zu führen, müsste die Dunkle Energie eine Phantomenergie sein, d.h. es müsste p < -rho sein. Die Beobachtungen legen aber eher nahe, dass die Dunkle Energie eine kosmologische Konstante mit p = -rho ist.

                              Zitat von pollux83 Beitrag anzeigen
                              Unsere langsame Expansion führt wohl nur zu einem Big Chill. In diesem Szenario ist die expansive Kraft nicht groß genug, um die gravitative Anziehung in und zwischen (nahen) Galaxien zu überwinden. Das Ergebnis sind isolierte Galaxien(haufen), deren Sterne langsam ausbrennen. Daher dann auch der Name Wärmetod.
                              der Name Wärmetod hängt mit dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik zusammen: die Entropie im Universum strebt einem Maximalwert entgegen. Da Entropie mit Wärme verknüpft ist (wenn zwei thermodynamische Systeme Entropie austauschen, tauschen sie dabei unweigerlich zugleich Wärme aus, es gilt: wandert die Entropie dS vom einen System zum anderen, so fließt dabei die Wärme delta_Q = T dS vom ersten System zum zweiten), nennt man das Erreichen des Zustands maximaler Entropie Wärmetod. Obwohl da es keineswegs besonders warm sein muss, es wird im Gegenteil eher furchtbar kalt sein (10^-x Kelvin).

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