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Was passiert wenn wir eine zweite Erde finden?

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  • Was passiert wenn wir eine zweite Erde finden?

    Nehmen wir an wir finden einen Planeten, der genauso wie die Erde ist und optimal zum Leben für uns und das in unserem Sonnensystem. Es kann auch sein, dass dort eine intelligente Spezies lebt die aber im Mittelalter lebt (Zeitalter). Wie würde das dann aussehen? Würden wir den Planeten erobern wollen? Was würde mit unserer Erde geschehen? Würden wir noch rücksichtloser mit unserem Heimatplaneten umgehen weil es ja einen alternativen Planeten gäbe?
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  • #2
    Zitat von Knörf Beitrag anzeigen
    Nehmen wir an wir finden einen Planeten, der genauso wie die Erde ist und optimal zum Leben für uns und das in unserem Sonnensystem. Es kann auch sein, dass dort eine intelligente Spezies lebt die aber im Mittelalter lebt (Zeitalter). Wie würde das dann aussehen? Würden wir den Planeten erobern wollen? Was würde mit unserer Erde geschehen? Würden wir noch rücksichtloser mit unserem Heimatplaneten umgehen weil es ja einen alternativen Planeten gäbe?
    Sofern sich dieser Planet nicht zufällig innerhalb der nächsten 20 Lichtjahre Radius befände, hätten wir nahezu Null realistische Chancen, dorthin zu gelangen. Es bliebe also im Wesentlichen alles beim Alten.

    Allerdings würde solch eine Entdeckung unser Verständnis von Leben generell und die Sichtweise auf unsere eigene Existenz verändern.

    P.S.: Solch einen Planeten können wir in unserem Sonnensystem ausschließen. Es gibt keinen (weiteren).
    "En trollmand! Den har en trollmand!"

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    • #3
      Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigen

      P.S.: Solch einen Planeten können wir in unserem Sonnensystem ausschließen. Es gibt keinen (weiteren).
      Wurde nicht "vor kurzem" noch ein bisdahin unbekannter Mond in unserem Sonnensystem entdeckt? Also ist es auch thereotisch möglich noch neue Planeten oder Monde zu finden^^.
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      • #4
        Ein Planet "wie die Erde und optimal zum Leben für uns" wäre aber schon längst entdeckt, da er sich in den wärmeren Regionen des Sonnensystems befinden müsste, also nicht so weit weg von uns. Die von dir angesprochenen Monde sind nur wenige Kilometer große Brocken, die einen von den größeren Planeten umkreisen.
        "En trollmand! Den har en trollmand!"

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        • #5
          Zitat von Knörf Beitrag anzeigen
          Wurde nicht "vor kurzem" noch ein bisdahin unbekannter Mond in unserem Sonnensystem entdeckt? Also ist es auch thereotisch möglich noch neue Planeten oder Monde zu finden^^.
          Das größte Objekt im Sonnensystem, das nach 2000 entdeckt wurde ist

          (136199) Eris ? Wikipedia

          Dieser Zwergplanet ist zwar beachtliche 2400km groß, allerdings z.Z. unglaubliche 98 AE (10-facher Abstand des Saturn) von der Sonne entfernt. Seine Distanz schwankt zwischen 38 und 98 AE, er war also bei der Entdeckung am sonnenfernsten Punkt.
          Ihn erreicht im Vergleich zur Erde nur ~1/10000 des Sonnenlichts.

          2009 wurden zwei Saturnmonde entdeckt: Aegaeon (Saturn LIII) hat ~ 600m Durchmesser und S/2009 S1 ist 150-400m groß.
          Diese beiden wurden von Cassini entdeckt. Diese Sonde umkreist den Saturn seit einigen Jahren.

          Vom Hubble ST wurden aus dem Erdorbit die Pluto-Monde Kerberos (Pluto IV) und Styx (Pluto V) sowie der Neptun-Mond S/2004 N1 (Neptun XIV) entdeckt. Diese sind schon fast an der Nachweisgrenze des Hubble-Teleskops und zw 10 und 40km groß.
          New Horizons (siehe Pluto-Thread) könnte also durchaus 2015 noch ein paar Pluto-Monde entdecken, die kleiner als 10km sind.

          Im inneren Sonnensystem (bis zum Asteroidengürtel jenseits des Mars) wird man wohl nur noch Objekte in Größe eine Busses finden.

          Liste der massereichsten Objekte im Sonnensystem ? Wikipedia

          Liste der Entdeckungen der Planeten und ihrer Monde ? Wikipedia
          \\// Dup dor a´az Mubster
          TWR www.labrador-lord.de
          United Federation of Featherless
          SFF The 6th Year - to be continued

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          • #6
            @Knörf: Du fragst ja explizit nach einer zweiten Erde, und du meinst sicher nicht nur Größe bzw. Masse, sondern auch die Lebensbedingungen auf unserer Kugel.
            Allerdings muss sich ein Objekt innerhalb eines bestimmten Abstandes von der Sonne befinden, damit es auf ihm flüssiges Wasser und damit erdähnliche Bedingungen geben kann. Dieser Abstand ("Eislinie") hängt natürlich von der Art des zentralen Sterns ab und beträgt für unsere Sonne 5 Astronomische Einheiten (AU), das sind etwa 750 Millionen Kilometer. Das entspricht ganz grob etwa der Bahn des Jupiter.
            Du kannst absolut sicher sein, daß es in unserem Sonnensystem keine zweite Erde, ja noch nicht mal einen noch unbekannten größeren Körper, gibt, denn die hätten wir schon längst gefunden.

            Tja, und was passiert, wenn man eine solche Kugel etwas weiter entfernt findet?
            Man werden sich aufregen, weil es ihr religiöses Weltbild auf den Kopf stellt, andere werden sich freuen, das SciFi-Forum bekommt noch mehr User und die Wissenschafter werden mit den Schultern zucken und behaupten, das hätten sie schon (fast) immer gesagt.
            Aber für die allermeisten Menschen wird sich gar nichts ändern, der Alltag geht weiter.
            .

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            • #7
              Die Bedingung, dass das Planet "in unserem Sonnensystem" liegen muss, ist sicher abwegig. Es gibt keinen solchen Planeten in unserem Sonnensystem.

              Die Frage ist aber dennoch interessant, wenn man sie auf "in einem benachbarten Sonnensystem" (z.B. Alpha Centauri, Epsilon Eridani oder 61 Cygni) ausweitet. Was würde dann wohl geschehen?

              Ich denke, wir würden sehr schnell ein hohes öffentliches Interesse sehen, Menschen dorthin zu schicken. Dieses würde wohl bald wieder erlahmen, wenn durchsickert, wie unglaublich schwierig interstellare Reisen wirklich sind. Aber der Gedanke würde uns nicht mehr loslassen, und wäre während der gesamten Expansion der Menschheit ins All präsent. Schliesslich würde es eine Mission zum Gravitationsfokus der Sonne geben, um die ferne Welte besser zu fotografieren, dann eine unbemannte Mission in diese Richtung.

              Nur eine Frage habe ich noch: @xanrof: Wie kommst du auf die Idee, die äussere Grenze der habitablen Zone, in der offenes Wasser auf der Oberfläche eines Planeten existieren kann, bei 5 AU anzusetzen? Typischerweise setzt man sie bei ca. 1.4 AU an, vielleicht bis zu 2.5 unter optimistischen Bedingungen. Aber irgendwann wird auch eine dichte CO2-Atmosphäre so kalt, dass sie Eiswolken bildet, die die Albedo erhöhen und jeglichen Treibhauseffekt zunichte machen. Die "Eislinie" oder "Schneelinie" hingegen ist tatsächlich irgendwo in der Gegend von 3 bis 5 AU zu setzen, und entspricht der Distanz, bei der Wasser im Vakuum (oder zumindest im solaren Nebel) stabil gegen schnelle Sublimation ist. Jenseits der Schneelinie wird sich also "Frost" auf Staubkörnern bilden können, was deren Wachstum zu Planetesimalen, Planeten und schliesslich Gasriesen enorm beschleunigt.
              Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
              Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

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              • #8
                Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                Nur eine Frage habe ich noch: @xanrof: Wie kommst du auf die Idee, die äussere Grenze der habitablen Zone, in der offenes Wasser auf der Oberfläche eines Planeten existieren kann, bei 5 AU anzusetzen? Typischerweise setzt man sie bei ca. 1.4 AU an, vielleicht bis zu 2.5 unter optimistischen Bedingungen. Aber irgendwann wird auch eine dichte CO2-Atmosphäre so kalt, dass sie Eiswolken bildet, die die Albedo erhöhen und jeglichen Treibhauseffekt zunichte machen. Die "Eislinie" oder "Schneelinie" hingegen ist tatsächlich irgendwo in der Gegend von 3 bis 5 AU zu setzen, und entspricht der Distanz, bei der Wasser im Vakuum (oder zumindest im solaren Nebel) stabil gegen schnelle Sublimation ist. Jenseits der Schneelinie wird sich also "Frost" auf Staubkörnern bilden können, was deren Wachstum zu Planetesimalen, Planeten und schliesslich Gasriesen enorm beschleunigt.
                Ja, richtig, Bynaus.

                Ich habe irgendwo hier im SFF auch schon mal geschrieben, daß bei der Suche nach Leben auf anderen Planeten die sogenannte "Habitable Zone" auch nur bedingt ein Indikator sein kann, da sich flüssiges Wasser auch außerhalb dieser Zone (sowohl noch weiter innen als auch noch weiter außen) bilden kann - natürlich nur auf Planeten oder Monden mit ensprechenden Verhältnissen und nicht im Vakuum.

                So gesehen passte die Erwähnung der Eislinie an dieser Stelle tatsächlich nicht.
                .

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                • #9
                  Ich habe irgendwo hier im SFF auch schon mal geschrieben, daß bei der Suche nach Leben auf anderen Planeten die sogenannte "Habitable Zone" auch nur bedingt ein Indikator sein kann, da sich flüssiges Wasser auch außerhalb dieser Zone (sowohl noch weiter innen als auch noch weiter außen) bilden kann - natürlich nur auf Planeten oder Monden mit ensprechenden Verhältnissen und nicht im Vakuum.
                  Es kann natürlich flüssiges Wasser auch ausserhalb der klassischen HZ geben (innerhalb scheint mir allerdings schwieriger - es gibt eine Menge Möglichkeiten, wie man einen Planeten heizen kann, aber kaum eine, mit der man ihn kühlen könnte), etwa mit Europa oder Enceladus als Beispiele.

                  Ich hab die Frage an dich vielleicht etwas dramatisch aufgezogen, das war eigentlich nicht meine Absicht - sorry.
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                  • #10
                    Selbst wenn es einen erreichbaren und habitablen Planeten gäbe, bezweifle ich, dass wir ihn bewohnen könnten. Dort gäbe es nämlich uns unbekannte Bakterien, die uns gnadenlos umbringen würden.
                    Für mich ist Gleichberechtigung dann erreicht, wenn es genauso viele weibliche wie männliche Idioten gibt.

                    Mission accomplished.

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                    • #11
                      Dort gäbe es nämlich uns unbekannte Bakterien, die uns gnadenlos umbringen würden.
                      Kaum. Die allermeisten der Bakterien auf der Erde sind absolut harmlos für den Menschen: weil sie auf ganz andere Habitate spezialisiert sind und den Menschen deshalb gar nicht "befallen" können. Ausserirdische Bakterien wären noch nie einem Menschen begegnet und könnten ihn deshalb wohl auch nicht als Fortpflanzungsgefäss benutzen: wir wären für sie in etwa so nützlich wie ein Stein.

                      Anderseits ist es natürlich schon denkbar, dass in anderen Biologien chemische Stoffe vorkommen könnten, mit denen der Mensch nicht gut leben kann oder die sogar gefährlich sind.
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                      • #12
                        Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                        Kaum. Die allermeisten der Bakterien auf der Erde sind absolut harmlos für den Menschen: weil sie auf ganz andere Habitate spezialisiert sind und den Menschen deshalb gar nicht "befallen" können. Ausserirdische Bakterien wären noch nie einem Menschen begegnet und könnten ihn deshalb wohl auch nicht als Fortpflanzungsgefäss benutzen: wir wären für sie in etwa so nützlich wie ein Stein.
                        Das träfe aber nicht zu auf Organismen, die sehr unspezifisch organische Materie abbauen können. Bestes Beispiel sind Pilze. Pilzinfektionen bekommt unser Körper in aller Regel gut in den Griff, weil entsprechende spezifische Abwehrmaßnahmen existieren, z.B. Chitinasen zum Verdau der pilzlichen Zellwand. Sollten wir jedoch mit einem Organismus in Kontakt kommen, auf den diese Abwehrstrategien aufgrund seiner Fremdheit nicht passen, dann könnte er uns genauso fressen wie Pilze dies mit AIDS-Kranken machen. Zumindest die einfachen Aminosäuren, Fette und Einfachzucker unseres Körpers könnten durchaus auch für fremde Lebensformen von Interesse sein und was nicht passt, wird einfach nicht aufgenommen.

                        Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                        Anderseits ist es natürlich schon denkbar, dass in anderen Biologien chemische Stoffe vorkommen könnten, mit denen der Mensch nicht gut leben kann oder die sogar gefährlich sind.
                        Ein gutes Beispiel sind Kohlenwasserstoffe oder die Vorliebe für und damit einhergehend eine Anreicherung von anderen Metallen.
                        "En trollmand! Den har en trollmand!"

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                        • #13
                          Genauso, wie diese fremden Lebewesen für uns gefährlich odder giftig sein könnten, können wir auch giftig oder gefährlich für sie sein.

                          Es könnte sein, dass wir Stoffe beinhalten, die sie nicht vertragen oder es könnte sein, dass wir unsererseits Mikroben mitbringen, die bestimmte Nischen (es gibt mit hoher Wahrscheinlichkeit deckungsgleiche Nischen, speziell in der Mikrofauna) vielleicht besser einnehmen können, als die angestammten Vertreter...
                          Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                          endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
                          Klickt für Bananen!
                          Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

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                          • #14
                            Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                            Genauso, wie diese fremden Lebewesen für uns gefährlich odder giftig sein könnten, können wir auch giftig oder gefährlich für sie sein.

                            Es könnte sein, dass wir Stoffe beinhalten, die sie nicht vertragen oder es könnte sein, dass wir unsererseits Mikroben mitbringen, die bestimmte Nischen (es gibt mit hoher Wahrscheinlichkeit deckungsgleiche Nischen, speziell in der Mikrofauna) vielleicht besser einnehmen können, als die angestammten Vertreter...
                            Genau.
                            Möglicherweise würde eine menschliche Expedition die einheimische Flora und Fauna verschimmeln lassen.
                            "En trollmand! Den har en trollmand!"

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