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Google Glass vs. gläserner Mensch?

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  • Google Glass vs. gläserner Mensch?

    Jetzt gab es ja den offiziellen Verkaufsstart der Google Glass Brille...

    Was in den Medien oftmals so beschönigend dargestellt wird, könnte für die Menschen in einer Katastrophe enden.

    Hat Google bisher seine Autos umhergeschickt um Bildmaterial und Daten für StreetView zu sammeln, wird das in absehbarer Zeit wohl nicht mehr nötig sein, denn es gibt ja jetzt die "Brille" für Jedermann. Im Augenblick zwar noch etwas teuer in der Anschaffung, aber wenn diese einen guten Absatz findet, dürfte sich auch der Preis nach unten bewegen.

    So faszinierend technische Neuerungen und/oder Entwicklungen auch sein mögen, ich vermisse das nötige Misstrauen, was die Datensammlungen angeht. Schon jetzt entziehen sich viele Informationen der Kontrolle durch den Einzelnen. Zu leichtfertig auch der Umgang damit.

    Ich selbst verstehe zwar nicht, warum die Medien das so anpreisen, aber vermutlich ist das wieder einmal eine gut finanzierte Taktik der Unternehmensgiganten. Machen sich die Mensch denn wirklich so wenig Gedanken darüber, was mit Ihrer Persönlichkeit und ihrem Schutz der Privatsphäre geschieht?

    Die Google Glass Brille ist mMn kein Produkt, das in der jetzigen Form tatsächlich überschwenglichen Anklang finden dürfte. Unhandlich und unausgereift ist sie zudem auch noch! Beobachtet man die Nutzer, so haben sie alle einen Blick nach "oben", um das zu sehen, was dem Auge geboten wird. Sieht ein wenig aus, als wäre etwas geraucht worden ;-)

    Der Blick für das Wesentliche, nämlich seinem unmittelbaren Umfeld, geht verloren. Untauglich also im alltäglichen Gebrauch und gefährlich, wenn diese im Straßenverkehr angewendet wird, weit gefährlicher als die Nutzung eines Handys.

    Was mich nun aber einmal interessiert, ist, wie ihr über solche Entwicklungen denkt bzw. was ihr davon haltet.

    Soll das die Zukunft der Menschen werden? Der gläsernen Menschen? Alle Macht den Datensammlern?

  • #2
    Dass die Markteinführung immer weiter nach hinten verschoben wird, mag schon ein Zeichen dafür sein, dass sich die Begeisterung für Glass in Grenzen hält. Überteuert, unpraktisch und die Gewissheit mit sich bringend, kritische Blicke von Passanten anzuziehen klingt es tendenziell eher nach dem Äquivalent zum Bildtelefon und nicht zum Smartphone.

    Wenn es aber mal irgendwann eine modische Datenbrille geben sollte, die Daten direkt ins Blickfeld einbindet, mit Augenbewegungen gesteuert werden kann, praktische Funktionen mitbringt (Nachtsichtgerät, Lügendetektor, Teleskopblick, 3 D-Filme usw.) und dessen Nutzung nicht gleich das Stigma eines überbezahlten Nerds mit sich bringt, ja dann würde ich vielleicht auch zugreifen.
    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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    • #3
      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
      Dass die Markteinführung immer weiter nach hinten verschoben wird, mag schon ein Zeichen dafür sein, dass sich die Begeisterung für Glass in Grenzen hält.
      Nun, ich hatte dieses "Glass" schon vor Monaten auf der Nase ... interessant fand ich lediglich den technischen Hintergrund, doch in Sachen "praktischer Anwendung" hielt sich meine Begeisterung extrem stark in Grenzen.

      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
      Überteuert, unpraktisch und die Gewissheit mit sich bringend, kritische Blicke von Passanten anzuziehen klingt es tendenziell eher nach dem Äquivalent zum Bildtelefon und nicht zum Smartphone.
      Abhilfe ist bereits in Entwicklung ... die "Google Kontaktlinse" ... damit würde dann wohl kaum noch einer auffallen.

      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
      Wenn es aber mal irgendwann eine modische Datenbrille geben sollte, die Daten direkt ins Blickfeld einbindet, mit Augenbewegungen gesteuert werden kann, praktische Funktionen mitbringt (Nachtsichtgerät, Lügendetektor, Teleskopblick, 3 D-Filme usw.) und dessen Nutzung nicht gleich das Stigma eines überbezahlten Nerds mit sich bringt, ja dann würde ich vielleicht auch zugreifen.
      Ob Du das wirklich möchtest? Spätestens dann, wenn Du krank bist und trotzdem noch mal ein Bier trinken gehst ... Dein Chef Dir die Kündigung schickt, weil er das lange vor Dir in Facebook entdeckte ... spätestens dann wirst Du anders darüber denken ... denke ich ;-)

      Wie gesagt, die Technik finde ich äußerst interessant, mir gefallen nur nicht die negativen Aspekte, derer es mMn zu viele davon gibt! Denn, alles wird über Server laufen ... auf deren Datenverwendung Du herzlich wenig Einfluss nehmen kannst!

      Und Nein! Es ist nicht mit einem Bildtelefon vergleichbar ... sondern schon eher die nächste Generation von Smartphones ... bzw. viel schlimmer!

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      • #4
        Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
        Dass die Markteinführung immer weiter nach hinten verschoben wird, mag schon ein Zeichen dafür sein, dass sich die Begeisterung für Glass in Grenzen hält. Überteuert, unpraktisch und die Gewissheit mit sich bringend, kritische Blicke von Passanten anzuziehen klingt es tendenziell eher nach dem Äquivalent zum Bildtelefon und nicht zum Smartphone.

        Wenn es aber mal irgendwann eine modische Datenbrille geben sollte, die Daten direkt ins Blickfeld einbindet, mit Augenbewegungen gesteuert werden kann, praktische Funktionen mitbringt (Nachtsichtgerät, Lügendetektor, Teleskopblick, 3 D-Filme usw.) und dessen Nutzung nicht gleich das Stigma eines überbezahlten Nerds mit sich bringt, ja dann würde ich vielleicht auch zugreifen.
        Du meinst wohl eines Vollüberwachten ?
        Nein, die Grundidee einer Datenbrille halte ich für gut. Aber bevor ich mir überhaupt Gedanken um so ein Ding mache, will ich die "servicefrei" erwerben können und erwarte da einen Haufen Sicherheitsfunktionen drin, die ich bequem an meiner Hauptmaschine per USB einstellen kann, inklusive Blacklists und Whitelists und einer klaren Definition, welche Daten das Ding senden darf. Geld dafür bezahlen, daß ich Google mit noch mehr Überwachungsdat.... äh, "Metadaten", wie es so schön heißt, versorge, werde ich ganz sicher nicht. Geht die Entwicklung so weiter, wird das Web 4.0 eine Ansammlung inoffizieller und getarnter, anonymisierter Webzugänge und Dienste für das letzte Häufchen Menschen, die noch an Datenschutz glauben.
        Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

        "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

        Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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        • #5
          Zitat von John Connor Beitrag anzeigen
          Abhilfe ist bereits in Entwicklung ... die "Google Kontaktlinse" ... damit würde dann wohl kaum noch einer auffallen.
          In einem Direct to DVD-SciFi-Film ging es noch einen Schritt weiter und die Leute bekamen dann gleich Chips ins Hirn inplantiert. Diejenigen, die sich die begehrten Stücke nicht zum vollen Preis leisten konnten, mussten sich mit einer Version zufrieden geben, die mit regelmäßigen Werbespots nervt. Das wäre bestimmt auch was für Google: Hey Sie! Sie interessieren sich bestimmt auch für ...!

          Ob Du das wirklich möchtest? Spätestens dann, wenn Du krank bist und trotzdem noch mal ein Bier trinken gehst ... Dein Chef Dir die Kündigung schickt, weil er das lange vor Dir in Facebook entdeckte ... spätestens dann wirst Du anders darüber denken ... denke ich ;-)
          Da hast du völlig recht. Ich habe auch gar keinen Facebook-Account unter meinem richtigen Namen und lade bei dem Laden keine persönlichen Daten hoch. Nur wo soll "Glass" jetzt aus datenrechtlicher Sicht schlimmer sein als herkömmliche Smartphones?
          I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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          • #6
            Zitat von John Connor Beitrag anzeigen
            Soll das die Zukunft der Menschen werden? Der gläsernen Menschen? Alle Macht den Datensammlern?
            Im Grunde ist diese Zukunft längst Realität. Mit der Datenbrille ist das jetzt nur so auffällig, weil hier Kamera und das menschliche Blickfeld direkt miteinander assoziiert werden. Am öffentlichen hantieren mit den Smartphone stören sich nur die wenigsten, dabei ist hier die HD-Kamera mit Mikrophon und Internetanbindung längst allgegenwärtig.
            Immer wieder überraschend, wie hier die menschliche Psychologie funktioniert. Ich bezweifle, das Kamerabrillen allzu beliebt werden, diese Assoziation zwischen Auge und Kamera ist hier zu direkt, da fühlen sich Menschen zu leicht beobachtet.
            Ändern wird das allerdings wenig, die notwendige Technik ist heute schon stark miniaturisiert. Die smarte Auswertung von Mediendaten wird immer besser, in ein paar Jahren kann der Jackenknopf einen Menschen erkennen und seine Gesten interpretieren.
            Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
            Dr. Sheldon Lee Cooper

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            • #7
              Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
              Nur wo soll "Glass" jetzt aus datenrechtlicher Sicht schlimmer sein als herkömmliche Smartphones?
              Nun, wenn man die Brille mal in der Hand -ähm - auf der Nase hatte und sich fragen durfte, wo denn all das, was die Brille kann, her kommt ...dann...

              Der Minicomputer und Minimonitor ... ich hab's zwar nicht nachgemessen, aber schätze mal, so in etwa 1 cm³ groß - Verzeihung - klein ...

              All die Dinge, die man von einem Computer her kennt, die haben da keinen Platz mehr ... die Lösung: läuft alles über WLan! Da gibt es keinen Speicher und keine Festplatte mehr, welche Du bei Bedarf schreddern kannst.

              Datenmissbrauch bekommt damit wohl Hochkonjunktur!

              Und wenn das Ganze dann mal mit Kontaktlinse funktioniert ... dann ist man bestimmt nicht mehr weit weg von einer Implantation ... vielleicht sogar als Begrüßungsgeschenk gleich zur Geburt?

              Und wenn Dich auf der Straße dann jeder beim Namen begrüßt, auch diejenigen, welche Du anscheinend nicht kennst, dann ... aber spätestens dann ... ist es bereits zu spät, sich darüber noch Gedanken zu machen!

              Zugegeben es kann auch von Vorteil sein ... man spart sich das lästige vorstellen ... oder man muss sich nicht mehr mit unbequemen Fragen von Neugierigen herumplagen. Weitere Vorteile könnten auch sein, dass der Krankenwagen neben Dir hält, kurz bevor Du einen Herzinfarkt hast ... alles nur Vorteile!

              Objektiv betrachtet ... eine tolle Zukunft ... wenn da nur nicht die Privatsphäre wäre ... aber das werden die Menschen der Zukunft wahrscheinlich eh' nicht mehr im Wortschatz haben - Privatsphäre - ts... sowas Sentimentales aber auch ;-)

              Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
              Die smarte Auswertung von Mediendaten wird immer besser, in ein paar Jahren kann der Jackenknopf einen Menschen erkennen und seine Gesten interpretieren.
              In ein paar Jahren? Nein! Schon jetzt! Die Miniaturisierung begründet sich doch im Wesentlichen in der Vernetzung, weil man da vieles weg lassen kann!

              Aber mir ging es auch gar nicht um die Technik als solche ... sondern eher um den (sorglosen) Umgang der Benutzer mit den eigenen Daten! Die meisten lassen sich doch von der Technik blenden.

              Und Datenschutz? Auch der ist schon heute nicht mehr gegeben ... höchstens noch als Geschwafel der Politiker um sich wichtig zu machen! Und wenn mal was schief geht, dann heißt es eben "der Benutzer war selber schuld".

              Verantwortliche wird man keine finden!

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              • #8
                Ist doch eine coole Sache, wenn vieles vereinfacht wird. Man kann sich doch schließlich nicht alles merken oder dauernd mit einem, wenn auch handlichen, PC-Ersatz herumlaufen. Mir sind die Smartphones immer noch zu umständlich. Die Brille ist aber höchstens eine Übergangslösung, da ebenfalls zu unpraktisch und auch hässlich. Wie viel wiegt so ein Teil denn?

                Wie wird so eine Brille eigentlich bedient? Stelle ich mir ziemlich bekloppt vor.
                "A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. " (Leonard Nimoy)

                Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen. (Seneca)

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                • #9
                  David Prech über Google Glass und auswirkugn auf die Bildung So sehe ich das ganz genauso, beim Thema Smartphone merkt man es schon und Untersuchen in Japan zeigen das die die meisten dort nur noch was Kurzzeitig merken können, weil alles gleich gegooglet wird.
                  "Alle Menschen sind von Geburt an gleich und die Erde ernährt alle. Wenn ein Mensch geboren wird hat er das Anrecht auf ein Stück Land, das Ihm ernähren kann. Wenn aber alles Land schon aufgeteilt ist unter wenigen, die meine das sei Ihr Eigentum, dann muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser Ausgleich ist ein Grundeinkommen, für diejenigen die kein eigenes Land mehr haben und sich nicht selbst versorgen können"

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                  • #10
                    Das erinnert mich ein wenig an diese eine Stargate-Folgemit der Zivilisation, die unter der schrumpfenden Kuppel lebt. Die laden alle Informationen direkt in ihr Gehirn runter und darüber hinaus wissen sie nicht viel.

                    Wie dort birgt das auch die Gefahr, dass das "Wissen" leicht zu manipulieren ist, indem es einfach an der Quelle geändert wird.
                    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                    endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
                    Klickt für Bananen!
                    Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

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                    • #11
                      Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                      ...birgt das auch die Gefahr, dass das "Wissen" leicht zu manipulieren ist, indem es einfach an der Quelle geändert wird.
                      Nicht nur das .... es ist zudem auch leicht vorstellbar, dass dann i.d.F. alle alles von allen wissen können ... zumindest aber diejenigen, die das Ganze noch steuern.

                      Warum das hier allerdings immer wieder mit SciFi in Verbindung gebracht werden muss verstehe ich nicht .... es ist doch schon längst Realität, dass es sich in diese Richtung entwickelt. Und NLP ist schon lange vor Google Glass eine Sache für sich ... nur die Wenigsten wissen aber davon oder sind sich dessen bewusst.

                      Zudem sollte auch erwähnt werden, dass es noch andere Hersteller und Entwickler gibt. Nur .... Google ist halt bekannter.

                      Dass eine solche Technik dümmer machen soll, halte ich allerdings für ein Gerücht! Denn, nur weil man viele Informationen abrufen kann, bedeutet das noch lange nicht, dass man nichts mehr lernt .. im Gegenteil! Man differenziert vll. ein wenig mehr zwischen Primär- und Sekundär-Informationen bzw. -Wissen.

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                      • #12
                        Zitat von RTW112 Beitrag anzeigen
                        ... das die die meisten dort nur noch was Kurzzeitig merken können, weil alles gleich gegooglet wird.
                        Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                        Die laden alle Informationen direkt in ihr Gehirn runter und darüber hinaus wissen sie nicht viel.
                        Denkt etwas weiter in die Zukunft: Wenn tatsächlich jeder zu jeder Zeit einen schnellen Online-Zugang hätte, dann müßte man sich deutlich weniger merken, weil man jegliches Wissen tatsächlich sofort (und automatisiert!) abrufen könnte. Die Gehirnkapazitäten könnten sich auf das Verarbeiten von komplexen Zusammenhängen konzentrieren. Alle zusätzlichen (und notwendigen) Informationen würden von einem Computer automatisch "besorgt" und in das Blickfeld eingefügt (via Datenbrille oder gleich künstliche (Monitor-)Linsen).
                        Man stelle sich zB vor: Ich diskutiere über chemische Reaktionsmechanismen, und jedesmal wenn ich an eine bestimmte organische Substanz denke, erscheint die komplexe Strukturformel automatisch vor meinen Augen. Ich müßte sie nicht mehr auswendig lernen.
                        Wenn bestimmte Informationen regelmäßig auftauchen, zB weil ich damit arbeite, lerne ich diese automatisch. Und kann den Computer anweisen, diese nicht mehr anzuzeigen. Ähnlich dem guten alten Vokabel-Lernen mit Karteikarten, wo die gelernten Wörter nach hinten gesteckt werden.

                        Das erinnert mich etwas an die Sammler-Fraktion unter den Mitmenschen in den frühen Internet-Zeiten, wo Surfer tatsächlich viele Webseiten selbst abgespeichert haben, weil "man es hinterher ja brauchen könnte, aber der Netzzugang gerade nicht funktioniert."

                        Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                        Wie dort birgt das auch die Gefahr, dass das "Wissen" leicht zu manipulieren ist, indem es einfach an der Quelle geändert wird.
                        Zitat von John Connor Beitrag anzeigen
                        Nicht nur das .... es ist zudem auch leicht vorstellbar, dass dann i.d.F. alle alles von allen wissen können ... zumindest aber diejenigen, die das Ganze noch steuern.
                        Aber das ist doch ein generelles (und neues) Problem durch das Internet, daß Wissen auf nur eine Quelle reduziert werden könnte - und damit das Risiko der Manipulierbarkeit steigt.
                        Das hat per se erstmal nichts mit Datenbrillen zu tun.

                        Und Geschichtsfälschung hat auch mit Büchern funktioniert.

                        Zitat von John Connor Beitrag anzeigen
                        Warum das hier allerdings immer wieder mit SciFi in Verbindung gebracht werden muss verstehe ich nicht .... es ist doch schon längst Realität, dass es sich in diese Richtung entwickelt.
                        Sogar an künstlichen Display-Linsen wird bei Google schon geforscht. Auch wenn man bisher "nur" 1 Pixel aktivieren konnte, ist da in der nächsten Zeit sicher mehr zu erwarten.

                        Zitat von John Connor Beitrag anzeigen
                        Dass eine solche Technik dümmer machen soll, halte ich allerdings für ein Gerücht! Denn, nur weil man viele Informationen abrufen kann, bedeutet das noch lange nicht, dass man nichts mehr lernt .. im Gegenteil! Man differenziert vll. ein wenig mehr zwischen Primär- und Sekundär-Informationen bzw. -Wissen.
                        Ja, da stimme ich dir zu. S.o.

                        Zur Datenbrille allgemein:
                        Ich habe damit kein Problem, solange das Teil keine Kamera hat. Ansonsten ist es nicht viel mehr als ein Smartphone, bei dem der Monitor direkt vor dem Auge klebt.

                        Ich denke sogar, daß die konsequente Einführung und Verwendung dieser Art von "adaptiver Informationszuführung" (meine Wortbildung) in ein paar Jahrzehnten (aus politischen Gründen nicht früher) dazu führen kann, Denkprozesse im Gehirn fundamental zu ändern.
                        Meines Erachten der richtige Weg, um neuen wissenschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.
                        .

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                        • #13
                          Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                          Denkt etwas weiter in die Zukunft: Wenn tatsächlich jeder zu jeder Zeit einen schnellen Online-Zugang hätte, dann müßte man sich deutlich weniger merken, weil man jegliches Wissen tatsächlich sofort (und automatisiert!) abrufen könnte. Die Gehirnkapazitäten könnten sich auf das Verarbeiten von komplexen Zusammenhängen konzentrieren. Alle zusätzlichen (und notwendigen) Informationen würden von einem Computer automatisch "besorgt" und in das Blickfeld eingefügt (via Datenbrille oder gleich künstliche (Monitor-)Linsen).
                          Man stelle sich zB vor: Ich diskutiere über chemische Reaktionsmechanismen, und jedesmal wenn ich an eine bestimmte organische Substanz denke, erscheint die komplexe Strukturformel automatisch vor meinen Augen. Ich müßte sie nicht mehr auswendig lernen.
                          Wenn bestimmte Informationen regelmäßig auftauchen, zB weil ich damit arbeite, lerne ich diese automatisch. Und kann den Computer anweisen, diese nicht mehr anzuzeigen. Ähnlich dem guten alten Vokabel-Lernen mit Karteikarten, wo die gelernten Wörter nach hinten gesteckt werden.

                          Das erinnert mich etwas an die Sammler-Fraktion unter den Mitmenschen in den frühen Internet-Zeiten, wo Surfer tatsächlich viele Webseiten selbst abgespeichert haben, weil "man es hinterher ja brauchen könnte, aber der Netzzugang gerade nicht funktioniert."
                          Warum dann nicht gleich das Wissen ins Gehirn runterladen, ohne es erlernen zu müssen (auch dafür gibt es ein Beispiel aus Stargate mit den Kindern, die das Wissen dann aus dem Gehirn extrahiert bekommen und das dann den Erwachsenen eingesetzt wird. In dem Fall könnte man sich Schulen auch komplett ersparen und die Menschen stünden dem Arbeitsmarkt oder der Forschung schneller zur Verfügung.
                          Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                          endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
                          Klickt für Bananen!
                          Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

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                          • #14
                            Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                            Warum dann nicht gleich das Wissen ins Gehirn runterladen, ohne es erlernen zu müssen
                            Klar, keine Frage, das wäre noch effektiver.
                            Nur hat im Moment (außer vielleicht ein paar Zukunftstheoretikern à la Ray Kurzweil ) keiner eine Ahnung wie das im Gehirn konkret funktionieren soll.
                            Auch, wenn es natürlich keine unrealistische Option ist.

                            Retina-Linsen mit eingebautem Monitor sind sicherlich ebenfalls noch enorme technische Herausforderungen,
                            allerdings solche die m. E. schneller zu lösen sind.

                            Ich denke: erst kommt eine optische Schnittstelle zum Gehirn, dann später die elektromagnetische.
                            .

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                            • #15
                              Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                              Klar, keine Frage, das wäre noch effektiver.
                              Effizienz? ... das klingt schwer nach technischer Versklavung...

                              Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                              Nur hat im Moment (außer vielleicht ein paar Zukunftstheoretikern à la Ray Kurzweil ) keiner eine Ahnung wie das im Gehirn konkret funktionieren soll.
                              Doch, Ahnung haben sie schon, die Wissenschaftler ... es hapert lediglich noch ein wenig an der Umsetzung.

                              Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                              Auch, wenn es natürlich keine unrealistische Option ist.
                              Optionen sind immer real... und können daher nicht unrealistisch sein!

                              Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                              Retina-Linsen mit eingebautem Monitor sind sicherlich ebenfalls noch enorme technische Herausforderungen, allerdings solche die m. E. schneller zu lösen sind.
                              Die Lösung ist weniger weit entfernt, als Du Dir derzeit offensichtlich vorstellen kannst.

                              Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                              Ich denke: erst kommt eine optische Schnittstelle zum Gehirn, dann später die elektromagnetische.
                              Bei den elektromagnetischen Schnittstellen sind wir doch schon längst angelangt und es gibt auch schon reale Umsetzungen ... z.B. bei Gehörlosen, Blinden und motorisch Eingeschränkten.

                              Allgemein zur Kontaktlinse:

                              Google Kontaktlinse ansatzweise Realität ... die ersten Schritte sind getan und ein Patent dazu angemeldet.

                              Nachfolger von Google Glass ... Google patentiert Kontaktlinsen mit kameras


                              Wie dem auch sei ... der Gefahren scheinen sich die Meisten wohl nicht bewusst, oder?

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