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Sternzeiten?!

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  • Sternzeiten?!

    Wie rechnet man die Sternzeit aus? In Folgen werden sie gesagt, sind aber überall anders.

  • #2
    Gene Roddenberry sagte einmal, dass er die Sternzeiten hauptsächlich erfunden hätte, um uns daran zu erinnern, dass die Serie in der Zukunft spielt.
    Viele Star Trek - Fans haben versucht Formeln zu entwickeln, um die Sternzeiten auf einen heutigen Kalender zu übertragen.
    Schnell fanden sie jedoch heraus, dass es in der Geschichte von Star Trek verschiedene Methoden gab, die zum Errechnen dieser Zeiten verwendet wurden.

    Bei einem der populärsten Systeme, das von Fans entwickelt wurde, werden Jahres-, Monats- und Tagesangaben einfach um gestellt.

    1. Methode:
    So setzt sich beispielsweise die Sternzeit 6907,20 aus dem Datum des 20. Juli 1969 zusammen.
    Diese Art von Rechnung passt zwar nicht zu den Sternzeiten der Serie Raumschiff Enterprise, findet bei den Fans aber trotzdem häufig Verwendung.

    2. Methode:
    Bei der zweiten Methode wurde die Theorie entwickelt, dass sich die Sternzeiten von Raumschiff Enterprise lediglich nur auf die Länge der Reise bzw. Mission eines Schiffes bezieht.
    So hieße das, dass sich beispielsweise die Sternzeit 1312,9 aus Monaten, Tagen und Stunden zusammen setze. Allerdings stößt man hier auf ein Problem: Die Monate sind unterschiedlich lang und würden sich auf 100 Werte aufteilen, die wiederum die 3. und 4. Stelle der vier Vorkommaziffern ergeben würden. Die 24 Stunden hingegen müssen auf 10 Werte nach dem Komma umgerechnet werden (,0 - ,9).
    Für die Stunden ist das zunächst kein Problem, aber bei den Tagen wirds problematisch. Denn diese erzeugen bei der Umrechnung ebenfalls Kommazahlen, wodurch diese Nachkommastelle(n) wiederum in die Stundenangabe selbst eingerechnet werden müsste.

    Beispiel mit der Sternzeit 1312,6:
    Die 13 stünde in dieser Methode für 13 Monate, die das Schiff bereits unterwegs ist.
    Die 12 müsste man auf 100 Werte umrechnen. Bei der unterschiedlichen Monatslänge schon ein Problem. Würde man dagegen pauschal 30 Tage für einen Monat setzen, wird es zwar etwas einfacher, bleibt aber problematisch. Die 12 würde so umgerechnet den Wert 3,6 ergeben (12 Werte x 30 Tage : 100 Werte = 3,6 Tage).
    Die ,6 sind zunächst recht einfach auszurechnen. Sie ergäbe zunächst 14,4 bereits vergangene Stunden (10 Werte x 24 Stunden : 6 Werte = 14,4 Stunden). Tage und Stunden stehen daher in Konflikt miteinander und lassen diese Theorie realistisch gesehen nur schwer glaubwürdig erscheinen.

    In den Zeiten Kirks, dauerte eine Mission fünf Jahre.

    Folglich musste ein Raumschiff zur Sternzeit 6000,0 wieder zur Erdorbitalstation zurückgekehrt sein, da die Fünf-Jahres-Mission abgelaufen war. Unter Einbeziehung der Sternzeiten in TOS ist zumindest die Monatsangabe als "bereits abgeleistete Zeit" glaubwürdig.

    Gene Roddenberry äußerte sich irgendwann zu den Methoden der Sternzeiterrechnung und machte die Anmerkung, dass die hier genannte zweite Methode tatsächlich so angewendet worden sei. Wie aber anhand der 2. Methode veranschaulicht, ist das letztlich eher nur schwer vorstellbar.

    Ab „Star Trek – TNG“ wurden die Zuschauer mit einer völlig neuen Methode der Sternzeitangabe konfrontiert. Die neue Methode ging auf DSN und VOY über.

    Die neue Sternzeit setzt sich aus fünf Stellen und einer Nachkommastelle zusammen. Sie wird auch nicht mehr auf eine Tiefenraummission eines Raumschiffs übertragen, sondern wird für das aktuelle Datum eingesetzt.
    Wie diese Sternzeit jedoch genau errechnet wird, ist weitgehend unbekannt.
    Was man jedoch im Großen und Ganzen sagen kann, ist, dass sich die Sternzeit folgendermaßen grob auf den Kalender übertragen lässt:
    Beispiel:
    Nehmen wir die Sternzeit 49827,5.
    Aus TNG wissen wir, dass die ersten zwei Ziffern der fünf Vorkommastellen auf das aktuelle Jahr übertragen wird. Das kann mit Sicherheit behauptet werden, da sich diese zwei Ziffern immer im neuen Jahr um die Zahl Eins erhöhen.
    So steht in diesem Fall die 49 für das Jahr 2372. Die restlichen drei Ziffern der fünf Vorkommastellen werden grob auf die zwölf Monate übertragen. In diesem Fall gibt die Zahl 827 an, dass es Ende Oktober ist. Für was jedoch die Nachkommastelle steht bleibt unklar. Auf die Anzahl der Monatstage wird diese Ziffer anscheinend nicht übertragen. Denn die Sternzeit 49827,5 (das ist die Sternzeit der Indienststellung der Enterprise-E) wird mit dem Datum 30. Oktober 2372 angegeben. Wenn die Nachkommastelle für die Monatstage stehen würde, dann müsste ,5 eigentlich für Mitte Oktober stehen.

    Ab wann diese Sternzeit von der Sternenflotte offiziell eingesetzt wurde ist ebenfalls weitgehend unbekannt. Wenn man aber zurückrechnet, dann war bei Sternzeit 00000,0 das Jahr 2323.

    Offensichtlich stetzte Gene Roddenberry bei TNG für die erste Folge, die im Jahr 2364 spielt, eine willkürliche Zahlenkombination für die Sternzeit ein. So begann die erste TNG-Folge „Der Mächtige“ bei Sternzeit 41153,7.
    Zuletzt geändert von AKB; 14.11.2010, 11:51. Grund: Fehler beim Abschnitt "2. Methode" korrigiert.

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