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Ist Defiance denn SciFi?

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  • Ist Defiance denn SciFi?

    Neulich habe ich im allgemeinen Thread einen sehr interessanten Beitrag gefunden:

    Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
    Mein Fazit: Es grüßt das Remake von Dr. Quinn Ärztin aus Leidenschaft, anstelle von Indianern gab es Alien zu bewundern. Ehrlich gesagt hat mir Dr. Quinn besser gefallen.

    Schade, dass diese SciFi-Serie nicht viel mit SciFi zu tun hat, außer dem einen oder anderen Alien der entweder ermordet wurde oder integriert hat. Wie ich bereits am Anfang schrieb, bleibt das Hauptaugenmerk der Serie auf Intrigen und langweilige Politik beschränkt und man bewegt sich nur sehr ungern aus Defiance heraus. Nicht einmal die Erd-Republik wurde gezeigt, dafür umso mehr Wuestenlandschaft.

    Ich gebe der Serie 2 Punkte von 5 möglichen Punkten.
    Besonders spannend fand ich das Fettgedruckte. Ich habe dann dazu auch geantwortet:

    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Wie bereits bei "Caprica", das ja auf ähnliche Art und Weise sehr ortsgebunden war, kann ich das hier einfach nicht bestätigen. "Defiance" zeigt ganz klar eine Zukunftsversion unserer Welt und wie sich diese durch den massiven Einfluss von Außerirdischen entwickeln würde. Die Aussage, dass das Treffen auf Außerirdische selbst dann nicht notwendigerweise etwas Gutes sein muss, wenn diese Außerirdischen relativ friedlich sind, ist im Szenario schon vorhanden.
    Leider hat sich Sunny dann nicht mehr dazu geäußert und ich kann nur über die Gründe spekulieren, warum er Defiance das Dasein als "SF-Serie" abspricht. Darum einfach mal die Frage an diejenigen, die hier gerne mitdiskutieren: Was denkt ihr? Ist "Defiance" eine SF-Serie?
    Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

    Für alle, die Mathe mögen

  • #2
    Ich denke was die Antwort von Sunny betrifft, was denn nun SciFi ist, kann man wohl aus einem früheren Beitrag rausinterpretieren.

    Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
    Was mir gut gefällt ist die Idee, die Menschheit in eine Zeit zu katapultieren, in der es keine Computer gibt.

    Was mir an der Serie fehlt sind interstellare Kämpfe, Raumschiffschlachten und Invasionen von Bösewichtern, bis auf eine habe ich noch keine ausmachen können. Es geht vor allem um Intrigen, Politik und Vergangenheitsbewältigung der Protagonisten.
    Viele Leute verstehen unter SciFi leider nur klassische Space Opera wie Star Trek oder Star Wars. Was ich natürlich schade finde, dabei ist Defiance noch im Großen und Ganzen näher an einer Space Opera dran, als etwa Caprica oder gar Orphan Black das nur einen bestimmten Punkt der SciFi thematisiert (Caprica künstliche Intelligenz, virtuelle Realitäten; Orphan Black Klonen und Verbesserung/Erweiterung des Menschen durch Biotechnologie). Defiance dagegen hat ein Setting das ein wesentlich breiteres Themenfeld ermöglicht. Und im Spiel sieht man ja mit der Bay Area ja noch San Francisco und in der 2. Staffel Defiance soll ja

    Spoiler
    Los Angeles gezeigt werden
    . SciFi ist Defiance sicherlich nur nicht die klassische Raumschiff Space Opera.
    Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
    Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
    [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

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    • #3
      Ja. Ich finde einfach auch, dass diese "ortsgebundenen SF-Serien" (Caprica, Defiance, Eureka), die oftmals auch nahe an unserer Zeit spielen (Continuum) quasi die perfekte Antwort darauf sind, was (als ein Punkt von vielen, zugegeben) die Krise der SF-Serien ausgelöst hat: Effektaufnahmen und das Erschaffen fremder Welten ist nun einmal einfach sehr teuer. Und gerade in diesen Zeiten, in denen man es gewöhnt ist, dass Serien von der Optik her Kinofilmen nicht mehr wirklich hinterherhinken, wird das noch teurer.

      Als weiterer Punkt kommt noch hinzu: Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sich viele (einschließlich mir) bei den letzten Space Operas darüber beschwerten, dass viele der Plots einfach ausgelutscht seien. Auch wenn ich mir gerne wieder eine neue Space Opera herbeisehne, bleibt doch die Erkenntnis, dass da verdammt viele Geschichten einfach auserzählt worden sind und man da ein neues Setting - beispielsweise das Ohne-Aliens-dafür-mit-Cowboys-Setting von "Firefly" - bräuchte. Das wird dann wieder von vielen nicht als "echte Space Opera" angesehen und verteufelt. (Okay, dass "Firefly" als Serie verteufelt wird, erlebt man nicht häufig.)

      Ich bin einfach froh über diesen neuen Weg, den SF-Serien für sich entdeckt haben. Im Nachhinein ist es sogar fast schade, dass man das nicht bereits früher tat. Eine ST-Serie, die nur auf einem einzelnen Planeten spielt und bei der man nur nebenbei etwas von der großen Galaxis-Politik erfährt (also die Radikalisierung des Gedankens, den man zunächst bei DS9 hatte), hätte mich durchaus schon sehr interessiert. Man hätte da vielleicht etwas über die Kolonialisierung eines Planeten im Gamma-Quadranten bringen können.
      Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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      • #4
        Als ich die Frage las, habe ich mich eher gefragt, welchem Genre der Fragesteller Defiance zu ordnen würde? Western? Soap Opera? Familiendrama?

        Wie Ihr schon geschrieben habt, Science-Fiction muss nicht immer im Weltall spielen.
        Ausserdem ist Science-Fiction ein Genre, das auch Themen beinhaltet, die man andere Genres ebenfalls zu ordnen kann.

        In Defiance versuchen Angehörige verschiedener Spezies friedlich zusammen zu leben. Wie so oft, wenn verschiedene Leute auf einem begrenzten Ort leben, gibt es Intrigen, Verbrechen, aber auch Liebesgeschichten, Freundschaften u.a.
        Die Serie behandelt aber auch klassische Science-Fiction Themen wie Alieninvasion, postapokaliptische Welt, Raumschifftrümmer, die die Erdumlaufbahn umkreisen, außerirdische Technologien, spielt in der Zukunft usw.
        Und das soll keine Science-Fiction sein?

        Wenn Defiance keine Science-Fiction ist, nur weil keine Weltraumschlachten vorkommen oder auf Raumschiffen spielt, was ist dann mit Matrix, Mad Max, 1984, Equilibrium, Inception, E.T., I Robot, Robocop, Total Recall (Remake), Terminator, Blade Runner, District 9, Time Maschine, Zurück in die Zukunft, Dune, Sea Quest, Sliders, Dark Angel usw.?

        Stellt Euch mal vor, jemand schaltet die Serie ein, weil in der Fernsehzeitschrift Westernserie oder Soap Opera bei Defiance steht. Der würde die Fernsehzeitschrift nicht mehr kaufen.

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        • #5
          Ich finde es schade, dass Science Fiction von Vielen auf Raumschiffe oder Weltall begrenzt wird. Auf der anderen Seite kann man den Begriff aber auch so weit definieren, dass auch Filme wie James Bond darunter fallen. Nicht umsonst ist zum Beispiel auch die Wahl zur Miss SFF hier im Forum jedes Jahr erneut ne ewige Diskussion, wenn es darum geht über Nominierungen zu entscheiden. Eine allgemeingültige und eindeutige Definition, welche jede Produktion eindeutig mittels Checkliste kategorisierbar macht wäre mir nicht bekannt. Noch dazu wenn man "SciFi" wiederum in Subgenres unterteilt und dann vielleicht noch mit Settings in einer Matrix aufschlüsselt.

          Ist Defiance jetzt (unter anderem) SciFi? Bemühen wir die einfache Checkliste:
          - Es spielt in der Zukunft;
          - Es gibt Zaubertechnik welche jedoch nicht großartig technisch erklärt wird;
          - Aliens spielen eine große Rolle.

          Das Setting ist zwischen Endzeit-/Apokalypsen- und Westernumgebung angesiedelt. Ein postapokalyptischer Planet mit Strukturen welche man in einer solchen Umgebung aber auch in einer Klischee-Version des 19. Jahrhunderts erwarten kann. Dazu jedoch diverse außerirdische Technik. Dass in der Serie alltägliche Probleme dargestellt werden für die es nicht zwingend außerirdische Charaktere bedarf ist hier kein Ausschließungskriterium.

          Viele SF-Produktionen würden übrigens auch ohne Alien-Beteiligung funktionieren, jedoch zeigen sie gerade menschliche Problemstellungen (oft gesellschaftlicher Natur) durch den Spiegel von Außerirdischen wodurch es für manche vielleicht einfacher zu "schlucken" ist. So viel Anspruch will ich Defiance jetzt nicht unterstellen, ändert jedoch nichts am Genre.
          "Aufgrund eines Pünktlichkeitsdefizits verspätet sich dieser Beitrag um 64+ ms" | #Krümelchen2018
          "Bajoranische Arbeiter...." - Hamburg Silvester 2016/17

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          • #6
            Zitat von cybertrek Beitrag anzeigen
            Eine allgemeingültige und eindeutige Definition, welche jede Produktion eindeutig mittels Checkliste kategorisierbar macht wäre mir nicht bekannt.
            Dazu braucht man einfach nur "normale" Leute. Wenn die sich beharrlich weigern, Defiance zu schauen, dann hat Defiance den Scifi-Test bestanden. (Defiance ist natürlich Scifi, normale Menschen gucken so etwas nicht. )
            Zitat von Klein_Claudi Beitrag anzeigen
            Stellt Euch mal vor, jemand schaltet die Serie ein, weil in der Fernsehzeitschrift Westernserie oder Soap Opera bei Defiance steht. Der würde die Fernsehzeitschrift nicht mehr kaufen.
            Deshalb sollte man zur Definition von Scifi vor allem soziologische Kriterien heranziehen, die das Zuschauerverhalten im Sinn haben. Auf diese Weise erreicht man eine perfekte Übereinstimmung von Theorie und Praxis.

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            • #7
              hm.. ist das hier nicht ein bisschen übertrieben grad .. das ganze etwas aufgebauscht

              es ist nur 1 (eine) Aussage ^^
              das jemanden die Serie nicht soo gefallen hat, bzw das Sunny ein paar Aspekte gefehlt haben auf die sie sich gefreut, sich von der Serie erhofft hat, die ihr gefehlt haben.. bzw warum ihr diese Serie nicht so gefallen hat ^^

              bis auf diese eine Aussage habe ich noch nirgends den "Vorwurf" gehört das Defiance kein SciFI sein soll
              und es wird auch "nirgends" als etwas anderes ausser das Definace eine SciFi Serie ist erwähnt
              bzw wo es eine Genre-Bezeichnung gibt ist SciFi immer mit angegeben, sei es bei IMDb, Serienjunkies, Wiki, Filmstarts der Defiance-Seite, den Sendern usw..
              das es keine reinen Genre-Angaben mehr gibt bzw kaum (ich kenne jedenfalls keine) ist doch auch klar ^^
              man kann es immer Genreübergreifend sehen bzw es gibt immer Elemente anderer Genres
              (Drama, Crime, Action, Fnatasy, Romanze usw..)

              ich weiss natürlich das einigen die Serie nicht zusagt weil sie auf ein zweites ST-Universum warten
              oder was hier im Forum besonders gut zu beobachten ist, dass alles neue sehr gerne und sehr schnell abgelehnt wird
              und das sogar meistens bevor es überhaupt ausgestrahlt wurde

              andererseits habe ich im Freundeskreis auch die Erfahrung gemacht, dass sie gerne bei neuen Serien etwas warten, weil sie keine Lust mehr haben sich nur 1 (2) Staffel einer neuen Serie anzusehen die dann nicht mal ein ordentliches Ende bekommen hat weil sie zu früh abgesetzt wurde
              zu viele Enttäuschungen weil es mittlerweile zu viele Serien getroffen hat gerade im SciFI Bereich -.-

              Firefly
              V – Die Besucher
              Jericho – Der Anschlag
              Terra Nova
              Terminator: The Sarah Connor Chronicles
              Stargate Universe
              Outcasts
              FlashForward
              Paradox
              Odyssey 5
              Dark Angel
              Surface - Unheimliche Tiefe

              das sind nur Beispiele die ich kenne ^^ gibt sicher mehr

              für mich ist das kein Grund die Serie nicht zu schauen, auch wenn ich schon im Vorfeld weiss das sie leider kein richtiges Ende hat, bzw nur 1 oder 2 Staffeln hat
              ich liebe SciFi und .. ka ich schau alles
              mitunter auch schlechtes xD wenn es sein muss .. naja nicht immer

              aber ich weiss von anderen das sie es sich nicht antun
              Wir leben in einem Land wo Frauenversteher, Gutmensch und Pazifist Schimpfwörter sind - Na, das haben wir ja echt gut hingekriegt. (Hagen Rether)

              >> Nichts ist so gewöhnlich wie der Wunsch, außergewöhnlich zu sein! <<

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              • #8
                Zitat von ~Luna~ Beitrag anzeigen
                hm.. ist das hier nicht ein bisschen übertrieben grad .. das ganze etwas aufgebauscht

                es ist nur 1 (eine) Aussage ^^
                Ja. Ich habe diese Aussage, der ich halt absolut nicht zustimmen kann, aber halt als Anlass genommen, um mal zu schauen, wie andere das sehen. Und bisher gibt es hier ja nur Stimmen, die meine Sichtweise teilen - manchmal mit anderen Begründungen, aber dennoch... Jene, die diese Sichtweise nicht teilen, melden sich dann aber hier gar nicht, also scheinen sie überhaupt keine Argumente als Diskussionsgrundlage zu besitzen. Das ist dann halt schade und macht diesen Thread als Diskussionsthema schnell überflüssig und lässt ihn "aufgebauscht" wirken.

                @irony: Dein Gedanke mit der soziologisch argumentierten Genreeinteilung ist ganz interessant, aber eben sehr zeitgeschmackabhängig. Auch das Grundproblem von Wissenschaften der Soziologie, gerade im Bereich der Analyse nur selten (bitte nicht am "selten" festnageln, es ist vielleicht eine rhetorische Überspitzung) allgemein akzeptierte "Wahrheiten" zu produzieren, ist da natürlich noch vorhanden. Darum meine Frage: Könntest du dieses Konzept noch etwas genauer umreißen?
                Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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                • #9
                  Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                  Jene, die diese Sichtweise nicht teilen, melden sich dann aber hier gar nicht, also scheinen sie überhaupt keine Argumente als Diskussionsgrundlage zu besitzen. Das ist dann halt schade und macht diesen Thread als Diskussionsthema schnell überflüssig und lässt ihn "aufgebauscht" wirken.
                  wahrscheinlich einfach nur keine Zeit

                  so finde ich das Thema ja gar nicht falsch
                  ich hatte es scheinbar falsch verstanden dachte du beziehst es nur auf die eine Aussage

                  Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                  Ja. Ich habe diese Aussage, der ich halt absolut nicht zustimmen kann, aber halt als Anlass genommen, um mal zu schauen, wie andere das sehen. Und bisher gibt es hier ja nur Stimmen, die meine Sichtweise teilen - manchmal mit anderen Begründungen, aber dennoch...
                  ach Sunnys Meinung find ich da auch gar nicht schlimm oder so (wenn man das mal so ausdrücken darf)
                  bezieht sich ja auch nur auf diese eine Serie und nicht generell

                  was ich persönlich viel grusliger finde ist diese Grundstimmung die hier im Forum recht weit verbreitet ist/scheint
                  nämlich das alles neue erstmal grundsätzlich schlecht ist
                  nichts kann es mit Star Trek aufnehmen oder alten SciFi aufnehmen ^^
                  Fortsetzungen, Reboots .. sind sowieso schlecht und kommen niemals an Original ran ^^

                  zum Teil habe ich schon gar keine lust mehr die Diskussionen bei neuen Filmen mitzulesen -.-
                  das schon mehr ein überspringen der Beiträge als sie jetzt wirklich zu lesen
                  in jeden Thread wo es um Fortsetzungen-Prequels-Reboots oder neue SciFi Filme geht wird erstmal ganz ausführlich geschrieben wie schei** es wird ^^
                  ich meine jetzt auch nicht das es darum geht eine andere Meinung /Geschmack zu haben sondern das egal wie wenig Infos überhaupt raus ist/bekannt sind, bevor man den Film überhaupt gesehen hat
                  es wird sofort erst einmal alles schlecht gemacht und zerrupft
                  es scheint fast so als hätte man angst vor allem neuen
                  und irgendwie auch komisch das es vor allem Science-Fiction trifft und weniger die Genres Action, Thriller, Fantasy, Adventure usw..
                  keine Ahnung .. iwie dachte ich immer das gerade SciFi-Fans aufgeschlossener gegenüber neuer Ideen/Konzepte und auch Techniken sind
                  und bevor hier ein Kleinkrieg ausbricht das ist meine Beobachtung hier
                  und nein, ich werde jetzt mich nicht auf einzelne User oder Beiträge beziehen !
                  ist auch gar nicht so gemeint oder auch nötig
                  diese negative Grundeinstellung gegenüber alles neuen kann man in fast jeden Thread nachlesen wo es um Vorstellung neuer Serien oder Filme geht ^^

                  btw was ich pers. extrem schade finde

                  und um den Bogen zurück zu Defiance zu schlagen (sry wenn es zu sehr ins Off-Topic ging)
                  die häufigsten Kritikpunkte die ich bisher über diese Serie zu hören bekommen habe (nur im FK nicht hier im Forum) ist das sie:
                  hier zitiere ich aus einer Kritik Ausschnitt aus "In eigener Sache" bei SJ

                  "...
                  Aber ich komme mir beim Betrachten der Folgen immer mehr so vor, als wenn mich „Defiance“ mit einer „ganz normalen“ Dramaserie abspeisen möchte und der Sci-Fi Anteil lediglich schmückendes Beiwerk ist. Politische Intrigen und Machtspiele, konfliktreiche Familienverhältnisse, fremde Sitten und Bräuche - ja, das kann stimmig in einer Science-Fiction Serie eingebaut werden. Kann.
                  ..."
                  Quelle
                  auch wenn ich mir ab und zu ne SciFi Soap herbei wünsche wo sowas nur im HG eine Rolle spielt
                  gehört das was viele als Kritikpunkte hier bei Defiance ansehen mMn alles zu einer guten Serie dazu
                  Wir leben in einem Land wo Frauenversteher, Gutmensch und Pazifist Schimpfwörter sind - Na, das haben wir ja echt gut hingekriegt. (Hagen Rether)

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                  • #10
                    Zitat von ~Luna~ Beitrag anzeigen
                    und um den Bogen zurück zu Defiance zu schlagen (sry wenn es zu sehr ins Off-Topic ging)
                    Och, so sehr offtopic ist das gar nicht. Es ist halt eine Grundsatzdiskussion, die vielleicht gerade deswegen so sehr in dieses U-Forum passt, weil ich das Erstellen dieses U-Forums (zusammen mit dem Continuum-U-Forum) auch ein wenig als Entgegegenstellen gegen die von dir beschriebene Tendenz seitens der Forenleitung verstehe.

                    Was die von dir beschriebene Tendenz angeht, sehe ich hier zwei Erklärungsansätze. Der erste ist wohl recht allgemein gültig, der zweite eine Bewertungssache, bei der mir niemand folgen muss:

                    1. Das SF-Forum ist nun einmal eine Art Expertenforum. Hier tummeln sich viele Experten zum Thema Film, Serien und ganz besonders SF-Filme und SF-Serien. Wenn man sich aber intensiv mit einer Sache befasst und sich auch sehr intensiv mit der eigenen Bewertung dieser Sache befasst, wird man nach einer Weile halt auch etwas stur. Man hat sich - oftmals ziemlich gut fundiert - eine eigene Meinung gemacht, auch darüber, wie eine "gute" Serie auszusehen hat (meist mit Hinblick auf die eigenen Lieblingsserien). Eine Serie, die nicht nach diesem Muster funktioniert, findet man dann - einfach auch, weil man eben mit einer bestimmten Erwartungshaltung herangeht - dann irgendwie "schlechter". Bei dieser allgemeinen Feststellung nehme ich mich einfach mal gar nicht selbst heraus: Ich denke, ich bin dafür bekannt, immer erstmal jede Serie mit B5 und/oder DS9 zu vergleichen.

                    2. Und jetzt folgt der Bewertungsteil, der quasi das Ergebnis des zuvor genannten Faktums, angewandt auf meine Person, darstellt: Ich habe die letzten Jahre viele neue Serien verteufelt, einfach, weil sie mir schlichtweg nicht gefielen. Es gab - und gibt - im Serienbereich einfach gewisse Trends, mit denen ich nichts anfangen kann oder die einfach eine für meinen Geschmack zu krasse Radikalisierung von einstmals IMO guten Gedanken darstellen. Mit nBSG haben wir - so sehr mir viele Teile der Serie gefielen - einen (Mit-)Begründer dieser Trends und Serien wie das so häufig verteufelte SGU sprangen ganz unreflektiert auf diesen Zug drauf. Eine Serie, die quasi all diese Trends aufnimmt, und deswegen so erfolgreich ist, aber deswegen auch von mir nicht gemocht wird, ist "Game of Thrones". Mit "Defiance" habe ich nun aber eine SF-Serie, die viele der Tugenden, die ich an 90er-Serien so mag, aufnimmt und sie um das, was ich an den neuen Trends gut oder zumindest nicht schlecht finde, verfeinert. Das gefällt mir und deswegen verteufele ich es nicht so wie SGU (auch wenn die erste Staffel von "Defiance" trotz allem nicht perfekt ist).
                    Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                    Für alle, die Mathe mögen

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                    • #11
                      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                      Leider hat sich Sunny dann nicht mehr dazu geäußert und ich kann nur über die Gründe spekulieren, warum er Defiance das Dasein als "SF-Serie" abspricht. Darum einfach mal die Frage an diejenigen, die hier gerne mitdiskutieren: Was denkt ihr? Ist "Defiance" eine SF-Serie?
                      Ich weiß zwar nicht ob es noch einen männlichen Sunny hier im Forum gibt, aber das Zitat bezieht sich auf mich (weiblich) und ich spreche der Serie Defiance durchaus nicht ab eine SF-Serie zu sein. Ich verstehe nur etwas anderes unter SciFi als du vielleicht.

                      Man könnte die Serie auch in das Fantasygenre packen, denn die Abgrenzung zwischen SciFi und Fantasie ist nicht besonders groß. Im SciFi wird das Übernatürliche, das Unerklärkliche meist wissenschaftlich erklärt, im Fantasygenre gehören diese Merkwürdigkeiten einfach dazu. Sicherlich haben wir es bei Defiance mit Alienrassen zu tun und einige Raumschiffe schwirren im All und das ganze spielt in der Zukunft. Dafür gibt es in Fantasiebücher- und filmen andere Kreaturen während die Geschichte meist in der Vergangenheit oder Gegenwart spielt.

                      Für mich braucht eine gute SciFi-Serie mehr aus nur das bloße Vorhandensein außerirdischen Lebens und Raumschifffragmente im All. Das heißt nicht, dass sich die gesamte Handlung nur auf Raumschiffen abspielen muss. Eine Story, bei der es hauptsächlich um Intrigen und Machtspielchen geht, langweilt mich einfach, egal ob es sich nun um SciFi oder Fantasy handelt.
                      Wahl zu Mister SciFi-Forum 2017
                      #Krümelchen2018

                      Avasarala:
                      "Es fällt mir schwer zu glauben, dass ein Mars-Marine allein vom Sitzen auf einem Stuhl erschöpft ist."

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                      • #12
                        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                        2. Und jetzt folgt der Bewertungsteil, der quasi das Ergebnis des zuvor genannten Faktums, angewandt auf meine Person, darstellt: Ich habe die letzten Jahre viele neue Serien verteufelt, einfach, weil sie mir schlichtweg nicht gefielen. Es gab - und gibt - im Serienbereich einfach gewisse Trends, mit denen ich nichts anfangen kann oder die einfach eine für meinen Geschmack zu krasse Radikalisierung von einstmals IMO guten Gedanken darstellen.

                        Was meinst du genau mit der "Radikalisierung von einstmals guten Gedanken"?

                        Vella: "Tarnat said I'd find you here. I see why he mistook you for Sebacean. Same size, weight, coloring - though the brain cavity appears smaller."
                        Crichton: "Yeah, but my choppers are first class and I do an excellent turn my head and cough."

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                        • #13
                          Zitat von Commander Crichton Beitrag anzeigen
                          Was meinst du genau mit der "Radikalisierung von einstmals guten Gedanken"?

                          Ganz allgemein gesprochen: Ein an sich guter Verbesserungsvorschlag kann, wenn er denn so radikal durchgezogen wird, dass man sich danach quasi auf der anderen Seite des Extrems befindet, irgendwann einmal wieder ein schlechter Vorschlag sein. Die Bewertung einer Idee ist bei mir auch ein wenig davon abhängig, wie maßvoll man mit ihr arbeitete.

                          Auf Kochmetaphern runtergebrochen, weil ich die so sehr liebe: Die Idee, einem Gericht Pfeffer zu geben, ist nur selten eine schlechte. Die Idee, einem Gericht so viel Pfeffer zu geben, dass man nichts anderes mehr rausschmeckt, ist nur selten eine gute.

                          Am konkreten Beispiel von Serien: Die Idee, den Anteil an folgenübergreifenden Handlungsbögen zu erhöhen, ist für mich nur selten schlecht. Wenn dabei aber Serien entstehen, die eigentlich nur noch aus diesem folgenübergreifenden Handlungsbogen bestehen, ohne dass die Folge selbst einen vernünftigen Bogen spendiert bekommt, ist mir das einfach schon wieder zu viel "Handlungsbogen".
                          Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                          Für alle, die Mathe mögen

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                          • #14
                            Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
                            Man könnte die Serie auch in das Fantasygenre packen, denn die Abgrenzung zwischen SciFi und Fantasie ist nicht besonders groß. Im SciFi wird das Übernatürliche, das Unerklärkliche meist wissenschaftlich erklärt, im Fantasygenre gehören diese Merkwürdigkeiten einfach dazu. Sicherlich haben wir es bei Defiance mit Alienrassen zu tun und einige Raumschiffe schwirren im All und das ganze spielt in der Zukunft. Dafür gibt es in Fantasiebücher- und filmen andere Kreaturen während die Geschichte meist in der Vergangenheit oder Gegenwart spielt.
                            Häh? Also als Fantasy würde ich diese Serie ganz und gar nicht einordnen. Gerade dein Unterscheidungsmerkmal sieht man doch in Defiance mehr als überdeutlich, denn alles wird in dieser Serie wissenschaftlich oder technologisch erklärt. Wenn schon Defiance mit einem anderen Genre als SciFI zu vergleichen ist, dann ist es der Western, denn die Serie hat hier sehr viele Anleihen zu einer kleinen Westernstadt. Das hat aber nicht mit Fantasy zu tun.
                            Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
                            Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
                            [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

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                            • #15
                              Zitat von BluePanther Beitrag anzeigen
                              Häh? Also als Fantasy würde ich diese Serie ganz und gar nicht einordnen. Gerade dein Unterscheidungsmerkmal sieht man doch in Defiance mehr als überdeutlich, denn alles wird in dieser Serie wissenschaftlich oder technologisch erklärt. Wenn schon Defiance mit einem anderen Genre als SciFI zu vergleichen ist, dann ist es der Western, denn die Serie hat hier sehr viele Anleihen zu einer kleinen Westernstadt. Das hat aber nicht mit Fantasy zu tun.
                              Berücksichtigst Du die Intrigen, dann hast Du "Dallas".

                              @Sunny und BluePanther: Ihr beide werdet lachen. Ich wurde im Fantasy-Forum.net gefragt, ob ich denn wüsste, was Sci-Fi bedeutet. Oder warum ich den Roman von Frank Schätzing "Der Schwarm" nicht als Fantasybuch, aber als Science-Fiction-Thriller ansehe und somit das Buch wieder in die Sparte Fantasy zurückbringe. Es ging um eine Umfrage, ob "Der Schwarm" ein Fantasybuch ist.
                              Ich habe zurückgeschrieben, ob er denn den Unterschied zwischen Science-Fiction- und Fantasyromane kenne. Hehe, vor allem war das ein Stammuser.
                              Das Beste ist, alle anderen vor mir haben haargenau wie ich geantwortet, dass es kein Fantasybuch, sondern Science-Fiction ist. Nur deren Antwort war fast ein halbes Jahr her und die letzten beißen die Hunde. Die Antwort von dem Typen habe ich mir erspart. So toll ist das Buch auch wieder nicht.

                              Eure jetzige Diskussion erinnerte mich nur halt an den Ärger, den ich im anderen Forum jetzt habe. Sorry wegen dem Off-Topic.

                              Einigen wir uns, dass "Defiance" dem "Phantastik"-Bereich zugeordnet werden kann, wo Science-Fiction wie auch Fantasy eine Unterform davon sind? Mit Elementen von Western und ...Dallas.

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