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[07x05] "Die Macht des Wortes" / "The Angels Take Manhatten"

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  • [07x05] "Die Macht des Wortes" / "The Angels Take Manhatten"

    Inhalt: Der Doctor und seine Begleiter werden durch einen Roman auf eine Gruppe Weeping Angels aufmerksam, die in Manhatten Menschen im großen Stil für ihre Zwecke missbrauchen. Noch unglaublicher: Das Buch scheint ihre eigene, unmittelbare Zukunft zu schildern, und die sieht nicht sonderlich rosig aus.

    Episodeninfos:
    Episodenlänge 45 Minuten
    Erstausstrahlung am 29.09.2012
    Doctor: Nr. 11, Matt Smith
    Companion: Amy (Karen Gillen), Rory (Arthur Darvill)

    ____________________________________

    Episodenbewertung beinhaltet wie immer Spoiler.


    Das war also die letzte Folge mit Amy und Rory als Companions des Doctors. Glücklicherweise hat sie mir besser gefallen als die übrigen Folgen der Staffel bisher. Dass die Engel in jeder Folge, in der sie auftauchen, sich ein bisschen anders verhalten, ist ja nichts neues mehr und hat mich nicht groß gestört. Jetzt gibts halt Baby-Angels und wirklich jede Statue ist ein Engel, aber was solls: Ich fand die Monster-Freiheitsstatue ganz witzig. Auch Paradoxien werden ja schon seit Anbeginn der Serie immer gern als Plot-McGuffins genutzt, und dass man sich hier eins als Plotlösung verwenden will, fand ich auch nicht negativ, schließlich geht das ganze ja doch irgendwie in die Hose.

    Da ich bereits wusste, dass das die letzte Folge von Amy und Rory wird, war die Art ihres Ausstieges (von den Engeln in der Vergangenheit festgesetzt) vorhersehbar, aber das ändert nichts daran, dass man uns noch ein paar schöne Szenen mit den beiden beschert hat. Und schön, dass man am Ende die kleine Amelia noch mal gezeigt hat, IMO für einen Companion-Abschied ganz rund.

    Obwohl ich River in dieser Folge mochte, mehr als sonst, hab ich das Gefühl ihre Beziehung zum Doctor wird von Folge zu Folge unheimlicher, kann das sein? Was sie alles bereit ist, für ihn zu tun, um seine sensible Seele zu schützen, würde mir an seiner Stelle auch zu denken geben.
    20
    ****** eine der besten Folgen aller Zeiten!
    25.00%
    5
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was die Serie ausmacht!
    20.00%
    4
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    30.00%
    6
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    20.00%
    4
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    0.00%
    0
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten!!
    5.00%
    1
    Los, Zauberpony!
    "Bin solch erzgutes Geschöpf und habe nun schon drei Menschen ermordet! Und unter den dreien zwei Priester."

  • #2
    Ich weiß noch nicht, wie ich die Folge einschätzen soll.
    Sie war stellenweise sehr traurig, an sich gefiel mir die Handlung und der Abschied von Amy und Rory war meiner Meinung nach ok so, also passte.
    Also generell würde ich zu "hat mir gefallen" tendieren, ich konnte dabei auch ohne Ende flennen... *sniff*
    Andererseits gab es aber bei den Engeln ein paar Merkwürdigkeiten - die Babyengel und große Masse an Statuen stören mich dabei gar nicht, aber mehr als witzig war die Freiheitsstatue nicht. Nur einmal "oh, die ist ja groß und gruslig", aber außer zu existieren hat sie scheinbar nichts weiter getan - zumindest eine bedrohliche Bewegung hätte man ihr jawohl zugestehen können, anstatt nur mit offenem Mund vor dem Haus zu stehen. (Immer vorausgesetzt, ich habe das nicht übersehen.)
    Es kam mir auch so vor, als wäre es nur wichtig, die Engel im Auge zu behalten, wenn es grad passte, anstatt dass es auch konsequent Einfluss auf die Engel gehabt hätte.
    Das Gewurstel mit den Zeitreisen dürfte auch einige Erklärungsnöte geben, wenn man irgendeine Logik anwenden möchte.
    An und für sich stören mich solche Details nicht sehr(gut, ob man das nun "Detail" oder doch eher "Teil der Haupthandlung" nennt, kann man wohl auch diskutieren), ich kann auch ein sehr zufriedener, nicht nachdenkener Zuschauer sein, aber stellenweise schrie die Folge nach "Warum?".
    Irgendwie lassen sich sicher alle Sachen mehr oder weniger zufriedenstellend erklären, aber während des Schauens war es schon ein wenig merkwürdig, das Zusehen hat mir aber trotzdem noch Spaß gemacht.

    Zu River und dem Doctor:
    Durch die Auslöschung des Doctors aus scheinbar allen Datenbanken und Rivers damit verbundene Nicht-mehr-Gefangenschaft bin ich sowieso verwirrt, was sich in Rivers Leben dadurch nun alles verändert hat und finde es daher schwer, irgendetwas mit ihr überhaupt einzuschätzen.
    Der Doctor hat mit der Heilung Rivers aber auch gezeigt, dass er ebenfalls bereit ist, einiges für sie zu tun - könnte man vielleicht ähnlich unheimlich sehen.
    Zugriff verweigert - Treffen der Generationen 2012
    ethically challenged magical practitioner

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    • #3
      Ich fand, es gab in dieser Folge genug kleine Szenen, die einfach gut waren (z.B. den Frust des Doctors, darüber, schon wieder Companions zu verlieren, fand ich sehr gut dargestellt, sowie sie seine Freude, als er kurz glaubt er könnte die Zukunft noch ändern, etc), sodass ich über die logischen Verstrickungen der Zeitreisen diesmal hinwegsehen konnte. Sowas stört mich nur, wenn die Folge mich nicht mit sympathischen Kleinigkeiten ruhig stellt.

      Was mich in der Hinsicht aber stört ist, dass River so weit geht, Verletzungen vor ihm verheimlichen zu wollen, um ihn vor der Erkenntnis zu bewahren, dass sein Handeln auch mal schmerzhafte Konsequenzen hat. Aber der Doctor ist doch kein Kind, er ist ein mehrere Jahrhunderte alter Mann. Ist egal, mit welchem traurigen Hundeblick er sie dann anguckt, die beiden sollten sich wie erwachsene unterhalten und den Konsequenzen ihrer jeweiligen Handlungen stellen können.

      Ja, der Doctor ist gut im Verdrängen und Wegrennen, aber dass es gefährlich wird auf seinen Abenteuern ist doch nichts neues für ihn. Es sind ihm auch schon Companions weggestorben. Dass River sich so für ihn zum Märtyrer macht, ist doch absolut unnötig.

      Wobei die heilenden Hände des Doctors ein wenig seltam fand. Funktioniert das auch, weil River auf verquere Weise auch ein Timelord ist, und weil seine Regenerationsenergie eigentlich von River stammt, oder kann der Doctor jeden heilen den er will? Und seit wann kann er das willentlich an- und abstellen? Oder soll das auch nur mit River zusammenhängen?
      Los, Zauberpony!
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      • #4
        Die sympathischen Kleinigkeiten waren für mich auf jeden Fall auch da. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob mir das ausreicht, um die Folge wirklich so gut zu finden - aber es gab die guten Szenen definitiv.
        Zitat von Moogie Beitrag anzeigen
        Ja, der Doctor ist gut im Verdrängen und Wegrennen, aber dass es gefährlich wird auf seinen Abenteuern ist doch nichts neues für ihn. Es sind ihm auch schon Companions weggestorben. Dass River sich so für ihn zum Märtyrer macht, ist doch absolut unnötig.
        Stimmt. Wobei ich das vertuschte Handgelenk anfangs nur auf Rivers Charakter geschoben habe - sie wirkt sonst halt immer so unerschrocken und mit jeder Situation zurechtkommend, weshalb ich angenommen habe, dass sie die Schwäche von sich aus nicht gerne zeigen möchte. Dass das alles aber dann so erklärt wurde, dass sie das für den Doctor tut, ist tatsächlich gruslig.
        Ich hatte während der Folge dann erwartet, dass man vielleicht am Ende Amy total gealtert sterben sieht und das den Doctor so extrem mitnimmt, wodurch River ähnliche Situationen jetzt zu vermeiden sucht (was immer noch keine kluge Entscheidung von ihr wäre, aber für mich das Verhalten zumindest erklären würde), aber da war ja nur ein gealterter Rory und soviel Theater hat der Doctor darum nicht gerade gemacht.
        Vielleicht kommt später noch etwas, wodurch Rivers Verhalten verständlicher wird...

        Edit: Zu den heilenden Händen kann ich weiter nichts sagen - hab keine Ahnung, wie genau das funktioniert.
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        • #5
          Und wieder eine typische Moffat-Folge. Die Episode ist mit offenen Fragen und Logiklöchern durchzogen und das "emotionale Ende" wirkt irgendwie auch aufgesetzt. Schade, an sich bin ich ja ein Fan von klassischen Detektivgeschichten á la Philip Marlowe, von daher war der Anfang der Episode recht vielversprechend. Aber insgesamt fühlt sich die Episode, wie halt leider der Großteil von Moffat-Who, unausgegoren an.
          Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
          Stalter: "Nope, it's all bad."

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          • #6
            Die Folge war spannend, im Gegensatz zu den letzten 4, also das was ich mir von einer DW Folge erwarte.

            Interessant fand ich daß das die erste Folge war wo mir Rory und Amy sympathisch waren und das auch ihre letzte Folge ist.

            Alles in allem hatte mir der Plot zu viele Ähnlichkeiten mit dem Blink Plot und warum der Doctor Amy und Rory nie wieder kontaktieren darf erschliesst sich mir nicht, und wenn er nicht nach New York zu der Zeit kommen kann können sie sich wo anders treffen, bzw zumindest per Post Kontakt halten.

            Was mich auch genervt hat ist daß sie erst Rory's Vater eingeführt haben und dann verliert er seinen Sohn an ein Zeitparadox. Hat der Doc dann wenigstens den Anstand ihm die Nachricht zu überbringen?

            Ausserdem, Amy und River ermutigen den Doctor wieder einen neuen Companion zu suchen? Was, nach dem ganzen Chaos und Leid soll er WIEDER eine "neue" suchen mit der Frage wie sie wohl eines Tages enden wird.
            Ohne Worte....

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            • #7
              Zitat von shootingstar Beitrag anzeigen
              Ausserdem, Amy und River ermutigen den Doctor wieder einen neuen Companion zu suchen? Was, nach dem ganzen Chaos und Leid soll er WIEDER eine "neue" suchen mit der Frage wie sie wohl eines Tages enden wird.
              Ohne Worte....
              Aus dem Grund befürchten sie vermutlich beide, dass er genau das erstmal nicht tun will. Die Wild-West-Folge sollte aber ja verdeutlichen, was aus dem Doctor wird, wenn er zu lange allein reist - also soll er zusehen, dass er einigermaßen darüber hinweg kommt und sich neue Gesellschaft suchen.
              Das finde ich von River und Amy schon nachvollziehbar.
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              • #8
                Der Doctor kommt ganz gut alleine klar.

                Ausser wenn irgenwelche Schreiberlinge ihm eine melodramatische Einsamkeitsneurose andichten weil auch ihnen klar ist daß der Doctor nach dem was sie mit den Companions anstellen auf den Gedanken kommen könnte daß sein Lebensstil seinen Companions nicht so allzu gut tut.

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                • #9
                  Nach dem ersten angucken hatte ich auch gemischte Gefühle. Aber mir ist mittlerweile klar, warum. Die emotionalen Momente funktionierten. Allerdings mehr durch den aufbau im Vorfeld als durch das gezeigte. Ich wusste dass sie für immer gehen und hatte schon am Ende der letzten Folge deshalb tränen in den Augen.

                  Und lässt man das Weg, bleiben vor allem die endlosen Logiklöcher zurück, eine dünne Eisdecke, die viele Fans noch getragen hat, aber durch die ich durchgebrochen und hart aufgeschlagen bin. Ich hab das Gefühl das Moffat wohl meint, dass er sich alles erlauben kann, und die Reaktion der Fans gibt ihm leider recht.

                  Zusammen mit seiner anderen Angewohnheit, von Folge zu Folge Inkonsistenzen, vor allem auf der emotionalen Seite, einzubauen ensteht bei mir so langsam ein Hass.

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                  • #10
                    Das war wieder eine Episode voll nach meinem Geschmack. Da wird mit der Zeitreisethematik gespielt bis hinten gegen. Ständig verändern sich Zeitlinien, Ursache und Wirkungen vertauschen sich oder lösen sich auf, verrückbare Ereignisse werden plötzlich zu unverrückbaren Ereignissen und stellen die Protagonisten vor erhebliche Probleme und vollendete Tatsachen an die sie sich plötzlich richten müssen obwohl sie das gar nicht wollen.

                    Die Idee mit dem Buch fand ich super, die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wurde fand ich super und gravierende Logiklöcher habe ich auch nicht gesehen. Die wichtigsten Dinge, die zu Gehirnwindungsschmerzen führen könnten werden alle erklärt und alles machte am Ende sehr viel Sinn.

                    Ich mag das Konzept, dass die Zeit in dieser Episode konstant im Fluss ist.

                    Der Abschied der Ponds war auch mehr als gelungen. Der Bogen zurück zur wartenden Amelia Pond in Eleventh Hour fand ich ebenfalls sehr sehr stark. Diese Szene hat damals ja schon für Verwunderung gesorgt und Moffat hat tatsächlich etwas sehr schönes daraus gemacht.

                    Ein schönes Ende für das Märchen von Amelia Pond.
                    "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
                    Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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                    • #11
                      Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                      und gravierende Logiklöcher habe ich auch nicht gesehen. Die wichtigsten Dinge, die zu Gehirnwindungsschmerzen führen könnten werden alle erklärt und alles machte am Ende sehr viel Sinn.
                      Also ich hab heute mit einer Freundin gechattet und dabei die Liste geschrieben
                      [12:50:02] Sarah: Das schlimmste von allen. Warum sind sie jetzt in der Zeit gefangen? Warum kann der Doctor sie nicht besuchen?

                      Lediglich die Tardis kann nicht in New York landen. Töchterchen besucht sie ja sogar mit dem Vortex Manipulator, nimmt sie aber auf dem Rückweg nicht mit.
                      [12:50:22] Sarah: Und der Doctor kann ja auch woanders landen und konventionelle Verkehrsmittel benutzen
                      [12:51:16] Sarah: Und die Freiheitsstatue kann mal eben durch die Stadt laufen, ohne Blicke auf sich zu ziehen?
                      [12:51:55] Sarah: Die Engel betreiben ein Hotel/Gefängnis für ihre Opfer, wenn sie gar nichts mehr von ihnen haben?
                      [12:52:51] Sarah: Der Typ, der so massive Angst vor den Engeln hat, hält sich ein paar davon im Keller?
                      [12:53:45] Sarah: Überhaupt stehen ein Haufen Engel brav still, wenn sie gar nicht angeschaut werden
                      [12:55:09] Sarah: Und warum lässt sich Rory in ein Gebäude locken, mit seiner Erfahrung? Zumal ein Engel draussen steht (er hat sie spätestens im God Complex zum ersten mal gesehen)
                      [12:56:06] Sarah: Was die nächste Frage aufwirft, warum haben sie ihn nicht gleich ins Gebäude teleportiert?
                      Ich hätte noch eine ganze Weile so weitermachen können.

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                      • #12
                        Interessant, aber die Episode bietet meiner Meinung nach deutliche Antworten auf diese Fragen. Ich hoffe du fühlst dich nicht von dem Wust an Text erschlagen, aber ich hatte das Bedürfnis das mal genau auseinander zu pflücken.

                        Zitat von esSarah Beitrag anzeigen
                        [12:50:02] Sarah: Das schlimmste von allen. Warum sind sie jetzt in der Zeit gefangen? Warum kann der Doctor sie nicht besuchen? Lediglich die Tardis kann nicht in New York landen. Töchterchen besucht sie ja sogar mit dem Vortex Manipulator, nimmt sie aber auf dem Rückweg nicht mit.
                        Ihr Tod als Konsequenz aus dem "Zurückzappen" durch die Angels ist jetzt ein "Fixed Point in Time". Würde der Doctor sie erneut aufsuchen, was er wahrscheinlich sogar könnte, dann würde er ein erneutes Paradoxon riskieren. Jedenfalls, wenn sie durch sein Auftauchen oder bei einer Reise mit der Tardis sterben. Ihr Tod in der Vergangenheit resutliert aus den Reisen mit dem Doctor. Er ist Teil der Ereigniskette, da kann er nicht einfach in die Vergangenheit reisen und diese für ihn fixe Zukunft verhindern oder ändern. Der Doctor kann oder will es nicht aus irgendwelchen egoistischen Gründen riskieren noch einmal ins Leben der Ponds einzugreifen. Die Zeitlinien sind durch die ganzen vorherigen Paradoxien wild durcheinander gewürfelt und jetzt sehr instabil. Er sagt Amy am Ende ja auch deutlich, dass er Rory nicht holen kann, da er kein zweites Paradoxon erschaffen darf.

                        Wenn das nicht als Erklärung ausreicht, dann besiegelt der Brief am Ende endgültig das Schicksal von Amy und Rory. Darin deutet Amy nicht an, dass der Doctor sie noch einmal in der Vergangenheit besucht hat und das wird für den Doctor qausi zu einem Besuchsverbot. Schließlich konnte Amy auch erst nicht mit Rory zurück in die Vergangenheit da durch den sterbenden Rory klar war, dass Amy nicht mit ihm in die Vergangenheit gezogen wurde. Ergo darf er das spätestens ab hier nicht mehr.

                        Er weiß, dass sie in der Vergangenheit OK sind und Amy schenkt ihm noch diese einen Moment mit ihrem jüngeren Ich. Sie gibt ihm durch den Brief die Erlaubnis sie doch noch einmal zu besuchen, da dies wohl schon immer passiert ist. Sie macht dieses Treffen zu einem "Fixed Point in Time" und deshalb muss der Doctor die junge Amelia noch einmal besuchen und er kann sicher sein, dass er damit nichts kaputt macht.

                        Die Logik hinter diesen ganzen Geboten und Verboten ist in der Episode eigentlich vorhanden. Man muss nur hingucken und hinhören oder die Situationen vergleichen und auf andere Szenarien übertragen.




                        [12:51:16] Sarah: Und die Freiheitsstatue kann mal eben durch die Stadt laufen, ohne Blicke auf sich zu ziehen?
                        Für mich ist die Freiheitsstatue ein Gag, eine Randnotiz und eine Nebensächlichkeit. Der Typ sagt am Anfang "You got to be kidding me?!?" und damit war die Sache für mich gegessen. Zudem hat das am Ende dann auch nicht wirklich stattgefunden um zu sagen: Aber das hätte man doch in den Geschichtsbüchern finden müssen.

                        Das ist jedenfalls nichts worüber ich mir wirklich den Kopf zerbreche. Aber mir war beim Schauen auch klar, dass sich viele im Fandom daran aufhängen werden und das ist ja auch passiert.

                        [12:51:55] Sarah: Die Engel betreiben ein Hotel/Gefängnis für ihre Opfer, wenn sie gar nichts mehr von ihnen haben?
                        Es heißt in der Episode, dass die Angels davon sehr wohl etwas haben. Den genauen Wortlaut kann ich aber jetzt auch gerade nicht rezitieren. River oder der Doctor sagen dazu auf jeden Fall etwas. Es hatte auf jeden Fall etwas mit einer Farm zu tun bzw. dass die Angels ihre Opfer immer wieder in der Zeit zurück schicken können um sich davon zu ernähren.


                        [12:52:51] Sarah: Der Typ, der so massive Angst vor den Engeln hat, hält sich ein paar davon im Keller?
                        Der Typ ist ein Sammler und hält sich ein Weeping Angel im Wohnzimmer. Er hat nur Angst vor den Engeln, die er nicht kontrolliert. Da ist der Gedanke auch nicht weit, dass er sich auch die Babys hält. Offenbar kann er sie ja unter Kontrolle halten indem er sie in seinem Keller einsperrt.

                        Der Typ ist aber in der Ausführung seines Hobbys auf jeden Fall sehr "speziell" unterwegs.

                        [12:53:45] Sarah: Überhaupt stehen ein Haufen Engel brav still, wenn sie gar nicht angeschaut werden
                        Ja, aber meistens hat man als Zuschauer ja auch ein Auge drauf. Aber da ist sicher was dran, wenn man darauf tatsächlich wert legt. Aber es hat mich schon in "The Time Of Angels" nie gestört, dass es vereinzelnd Szenen gibt, bei denen man über die konsequente Handhabe dieses Elements der Angels streiten kann. Die meisten Szenen in denen man es zur Debatte stellen könnte zielen dann auf etwas anderes ab. Bsp. die Szene in der sich Amy und Rory vor dem Sprung ansehen. Aber selbst da kann man argumentieren, dass sie die Freiheitsstatue noch im Augenwinkel sehen.


                        [12:55:09] Sarah: Und warum lässt sich Rory in ein Gebäude locken, mit seiner Erfahrung? Zumal ein Engel draussen steht (er hat sie spätestens im God Complex zum ersten mal gesehen)
                        [12:56:06] Sarah: Was die nächste Frage aufwirft, warum haben sie ihn nicht gleich ins Gebäude teleportiert?
                        Das ist der einzige Punkt, der mich auch erst gestört hat. Rory hätte es tatsächlich eigentlich besser wissen müssen.

                        Allerdings gibt es in der Episode insgesamt drei Szenen, die praktisch genau gleich ablaufen. Es scheint kein Zufall zu sein, dass die Personen zum Ort ihres eigenen Todes hingezogen werden. Der Detektiv geht am Anfang auch sehr zielstrebig in den Raum, indem sein älteres Ich gerade stirbt. Rory macht im Prinzip nichts anderes. Er findet sein sterbendes Ich praktisch instinktiv im Gebäude. Die Angels brauchen ihn daher nicht ins Gebäude zappen, sondern es reicht wenn er in der Nähe landet.

                        Das gleiche wiederholt sich dann am Ende in abgewandelter Form wieder. Rory dreht sich auf dem Weg zur Tardis noch einmal und er wird von sseinem eigenen Grabstein angezogen. Er hatte keinen wirklichen Grund noch einmal umzukehren, aber er geht noch einmal zurück und wird mit seinem eigenen Tod konfrontiert und zwar wieder direkt bevor der Angel ihn zurück schickt.

                        Ich denke, dass man da darin einen Zusammenhang besteht. Es wäre auch eine Erklärung dafür, warum die Angels die zukünftig in der Zeit zurückversetzen Menschen bis zu ihrem Tod im Hotel behalten. Das wären dann erstens kleine Zeitschleifen und zweitens könnten ihnen ihr Essen dadurch besonders gut schmecken, weil die Menschen ohne die Angels nicht dort gestorben wären, aber die Menschen eigentlich gar nicht dort gewesen wären, wenn sie nicht von ihrem eigenen Tod angezogen worden wären.

                        -----

                        Natürlich wird es bestimmt vergangene Episoden geben, bei denen sich nicht an diese Regeln gehalten wurde, da sie wahrscheinlich nicht vorhanden waren und noch nie so explizit benannt oder angewandt wurden. Aber innerhalb dieser Episode wird peinlichst darauf geachtet, dass das alles zusammenpasst.

                        Wir wussten ja bisher auch noch nicht mal wie diese "Fixed Points In Time" entstehen und diese Episode gibt dafür eine Antwort.

                        Für mich ist das jedenfalls plausibel und gut und durchdacht geschrieben. Mit den üblichen Momenten, wo so eine Zeitreiselogik an die Grenzen der Vorstellungskraft geht. Das ist hier aber nicht wirklich der Fall und das muss ich Moffat schon irgendwie hoch anrechnen.

                        Ich kann natürlich nicht sagen, ob das tatsächlich so ist oder so beabsichtigt ist. Für mich macht die Episode bisher auf genau diese Art und Weise Sinn und deshalb sehe ich auch kaum nennenswerte Logiklöcher oder Inkonsequenzen.
                        "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
                        Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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                        • #13
                          Zur Freiheitsstatue gibt es ein Mem bzw Trope, dass schon ein klassiker ist:

                          New Yorker sind so abgebrüht mit dem Wahnsinn ihrer Stadt, die beachten ihre Umgebung nicht und bekommen nichts mit - so einfach. Ich könnte mir gut vorstellen, dass kein New Yorker die Freiheitsstatue beachtet - oder wenn: Nicht, wenn sie sich bewegt natürlich.

                          River kommentiert doch, dass die Anwesenheit so vieler Engel alles mögliche an Zeit-Paradoxa verursacht. Siehe zB die Unterhaltung Amy & Doktor, während derer sie quer durch die Stadt zappen, wegen Raumzeitverwerfungen (mutmaßlicherweise).

                          Halt SNAFU.
                          LOL

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                          • #14
                            Ich finde ich die Borg immer noch so spannend wie am ersten Tag. Auch wenn manche sagen, dass Berman, wenn es nichts mehr einfällt, die Borg aus der Kiste holt... oh, falsche Serie. Ich finde die Weeping Angel immer noch so spannend wie am ersten Tag! Ok, gelogen. Für mich ist der Gruseleffekt komplett weg und ich möchte die auch nicht mehr sehen, falls sie nicht irgendwie originell eingebaut werden. Statuen, die immer einen cm hinter einem stehen, eiei.

                            Ich bin ja nicht so 100%ig zerspoilert. Ich wusste wohl, dass die Ponds irgendwann gehen, war mir aber nicht sicher, wann. Ich war auch sehr überrascht, dass eine Pause gibt. Dass der Doktor die nicht besuchen darf/kann, ist ein bisschen albern. Kann der jetzt also nicht mehr auf der Erde zwischen 1920 und 2005 (ca) landen? Das ja ärgerlich! Wie man sich das erklären oder schönreden kann, nehme ich wohl zur Kenntnis, aber das überzeugt mich nicht. Dieser ach so wichtige Fixpunkt des Tods des Doktors brauchte am Ende ja auch keinen toten Doktor.

                            Ich fand die Folge durchschnittlich.

                            Zitat von archont Beitrag anzeigen
                            New Yorker sind so abgebrüht mit dem Wahnsinn ihrer Stadt, die beachten ihre Umgebung nicht und bekommen nichts mit - so einfach.
                            Stammt das aus der Zeit vor oder nach 9/11?
                            Mich hat mehr gestört, dass die Freiheitsstatue die ganze Zeit an diesem Dach herumsteht. Außerdem: Wenn die Baby-Angels in kleine Putten kommen und die erwachsenen Angels in Statuen in Erwachsenengröße passen, was steckt denn dann in der Freiheitsstatue?
                            When I was a boy we had a dog. One day, we took it to the park. Our dad had warned us how fast that dog was, but... we couldn't resist.So, my brother took off the leash, and in that instant, the dog spotted a cat. Well, he just sat down, bored. Guess cats weren't his thing.

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                            • #15
                              Welches war jetzt der beworbene mightiest angel of them all? Der mächtigste Angel.

                              Das mit Rory ergibt Sinn. Er weiß ja mE gar nicht so viel über die Angels. Halt nur von der Hotel-Sache.

                              Die Menschen um das Hotel herum haben geschaut und auch jedem sonstigen ignoranten NYer wäre es aufgefallen, wenn die Freiheitsstatue plötzlich woanders steht.

                              Ich finds nicht gut, dass jetzt jede Steinstatue ein Angel ist. Bei ToA und HoS hat es ja Sinn gemacht, dass die nicht sofort als Angels identifizierbar waren, da halb am verhungern.

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