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SciFi Klassiker

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  • SciFi Klassiker

    Jetzt mal abseits von den "Trek" und den "Wars" Filmen, welche SciFi Filme gefallen euch warum am besten, was hat eurer Ansicht nach das Genre massgeblich geprägt? Ich will hier mal mit zwei Filmen anfangen (hab noch mehr Favoriten, aber ihr sollt ja auch was haben )

    THE BLADE RUNNER

    Einer der besten Science-Fiction Filme die je erschienen sind, hier stimmt einfach alles, eine perfekte Optik in Verbindung mit einer spannenden Story und einem stimmungsvollen Ambiente. Besonders das offene "Einhorn"-Ende des Director's Cut gibt dem Film den letzten Schub. Das Design von Sid Mead und die düstere verregnete Atmosphäre, sowie das heruntergekommene Chinesenviertel schaffen eine fast scho fühlbar depressive Atmosphäre, andere Gegende, wie das Tyrell Gebäude oder Sebastians Heim schaffen eine beklemmende, fremdartige und dennoch faszinierende Welt, genau wie der Voight-Kampff Test, der Spannung erzeugt obgleich eigentlich gar nichts passiert. Ansonsten überzeugt die Detektiv- und Lovestory um den Blade Runner Deckard durch gut gesetzte Wendepunkte und eine Riege seltsamer, aber dennoch interessanter Charactere, wie dem "Arschloch" Geff, J.F. Sebastian, dessen Spielzeugen, Dr. 'Indulge Me' Tyrell und vorallem Rutger Hauer als Roy Batty, der hier zeigt was für ein genialer Schauspieler er ist.
    Da ist seine diabolische Ausstrahlung zu benennen, wenn er den Blade Runner durch das das Gebäude jagt, besonders aber seine Schauspielerei am Ende, nachdem er Rick Deckard auf das Dach gezogen hat. Alleine Vangelis Musik und Hauers beindruckende Betonung lassen einen die Bilder die er beschreibt sehen, obwohl sie uns nicht gezeigt werden ("I have seen things, you people wouldn't believe--- attack ships on fire..."). Für mich eine der besten Filmszenen überhaupt.
    Zudem ist es ein Film, der zeigt wie gut SciFi im Film seien könnte wenn die Studios die Filme nicht für 'Johann Jedermann' drehen würden, denn der Film entlässt einen mit einem unangenehmen beklemmenden Gefühl, er lässt über die Rolle der Replikanten nachdenken, etwas was heute kaum noch einem Film gelingt... nicht mal 'Nachdenker-Filme' wie Schindlers Liste oder James Ryan oder Amistad haben mich so nachdenklich entlassen. So muss Science-Fiction aussehen.

    SOYLENT GREEN (jahr 2022 - die überleben wollen)

    Lassen wir den unglücklichen deutschen Titel mal weg, dann bleibt ein faszinierender SciFi Film mit schockierendem Ende. Der Film beeindruckt vorallem durch ganz nebnsächliche Bilder, wie die Treppe vor der Tür des Hauptdarstellers, auf der dichtgedrängt die Armen schlafen.
    Ansonsten werden die meisten Schocker, wie die Ausrottung ganzer Tiere und Arten und die Zweiteilung der Gesellschaft ganz nebensächlich behandelt, etwa wenn Sol Roth nostalgisch von der 'alten Zeit' schwärmt, oder feststellt, dass das Erdbeermarmelade für 1000$ das Glas ist und wie besessen den Löffel abschleckt. Das schockiert mehr als der Aufstand der Armen der in einer Massenschlacht eskaliert.
    Es fesselt zudem, dass das Hauptgeheimnis des Filmes so lange im Dunkeln bleibt, man aber sehr bald bemerkt, dass es sich hier um ein wirklich schreckliches Geheimnis handeln muss. Und tatsächlich wird es erst in der letzten Szene aufgelöst, wenn der berühmte Soylent Green Satz kommt (wer den Film nicht kennt lese ihn nicht, sonst ist 70% der Spannung weg)
    :sp:
    "Soylent Green is people"
    :sp:
    der einen mitten im Geschehen aus dem Film wirft, und zeigt wie hoffnungslos die Lage wirklich ist und das mit vier einfachen, aber schockierenden Worten. Das lässt einem schon die Nackenhaare zu Berge stehen. So unangenehm sollte SciFi die Menschen zurücklassen, das sie gezwungen werden nachzudenken. Wieder ein Beispiel, das literarische und filmische SciFi näher aneinader seon können als man glauben mag.
    Mein persönlicher Favorit in dieser Szene ist jedoch Sols Freitod, der einerseits darauf hinweist wie finster das Geheimnis um Soylent Green ist, andererseits durch die Bilder und die Musik wirklich bewegt, obwohl minutenlang nichts gesagt wird.

    So, damit sind meine zwei Lieblings SciFi-Filme jenseits von Wars und Trek geklärt. Wie sieht's bei euch aus? Oder wollt ihr meine Meinug widerlegen? Immer her mit den Meinungen... genug der Werbung für diesen Thread.

  • #2
    nun ja, viel mehr kann ich dazu ja nicht mehr beisteuern, denn blade runner hat ash schon auseinandergenommen
    ich hätte dazu sehr, sehr viel zu erzählen, verkürze das ganze aber ein bisschen, sonst sitze ich morgen früh noch hier..

    Blade Runner

    'Time enough.'

    dieser film zeigt die diskrepanz zwischen menschlichkeit und entmenschlichung.
    auf der einen seite deckard, der so abgestumpft ist, dass er seine emotionalität durch den film hindurch erst wiederentdecken muss, auf der anderen seite die replikanten, die als künstliche wesen mehr gefühle zeigen als die menschen, von denen sie verfolgt werden. das wird ihnen schließlich zum verhängnis, und tyrell's motto 'more human than human' verwandelt sich in eine lebensspanne von vier jahren, ein leben, das nur implantierte vergangenheit zulässt, weil die replikanten so besser zu kontrollieren sind.

    die grenze zwischen mensch und maschine verschwimmt, und in blade runner ist nichts, wie es scheint. photos und erinnerungen können manipuliert werden und die umwelt wird gefiltert und verzerrt dargestellt, man ist überschwemmt von neonreklame und künstlichen tieren, die nicht als solche erkennbar sind. (übrigens eine sache, die nah an die vorlage von p.k. dick angelehnt ist)
    die augenmetaphorik zieht sich durch den ganzen film, von der ersten einstellung über das labor bis zu einzelnen sätzen über tyrell, der ein mann ist, 'den man nicht einfach sehen kann'. tyrell selbst hat übergroße brillengläser und wird getötet, indem ihm die augen in höhlen gedrückt werden.

    die menschen im film sind degeneriert und 'unmenschlich', während replikanten ihre moral geradezu mit gewalt erfahren.
    roy erkennt, 'fragwürdige dinge' getan zu haben, und muss seinen schöpfer dafür töten, was neben der anspielung auf die christliche symbolik (auch zu sehen bei roy, der einen nagel durch seine hand treibt-->kreuzigung) züge des postmodernismus offenbart: dem leben in einer falschen welt, einer falschen wahrheit(z.b. religion) zu entsagen und sie durch eine eigene ersetzen.
    denn in einer postmodernen welt gibt es weder eine universale wahrheit noch eine zu erfahrende realität, also
    muß man eine eigene kreieren. dass eine künstliche
    konstruktion dazu in der lage ist,verdetlicht, daß alle schöpfungen letztendlich nichts weiter als bloße konstruktionen sind.

    'Time to die.'
    --

    The Matrix

    ich weiss nicht, ob ich viel dazu sagen muss, für mich ist es einer der besseren neuen SF filme. die effekte sind natürlich vom besten, und als ich damals aus dem kino kam, wusste ich, dass ich diesen film immer lieben werde. wenn auch nicht so sehr wie obengenannten
    ich beschränke mich jetzt mal auf die symbolik und die direkt herleitbaren schlüsse.
    natürlich ist eine menge auf die christliche mythologie zu beziehen, die heilige dreifaltigkeit in form von morpheus, trinity und neo(anagramm für one).
    morpheus verkörpert gott(Morpheus, you were more than a leader to us. You were a father.) genauso wie johannes den täufer, der die ankunft von jesus(neo) voraussah.
    trinity ist der heilige geist, sie vereint die liebe bzw. als mutterfigur die heilige jungfrau maria, die neos 'geburt' in die wirkliche welt hervorruft.
    cypher ist ganz klar der judas in der geschichte, durch seinen verrat wird er zum dämon, zum überbringer des bösen (Don't hate me, Trinity. I'm just a messenger.). sein gegenpart zu neo wird verdeutlicht durch die namenswahl, cypher = zero, was dem binärcode (der aus 1 und 0 besteht) und so der matrix entspricht.
    zion ist eine biblische stadt, die zuflucht auf dem heligen berg und die stätte gottes.
    oh ja, und das orakel. das orakel von delphi...nun, das muss ich wohl nicht weiter erklären...

    weitere parallelen bestehen natürlich zu 'Alice in Wonderland', ich führe als zitat einfach mal 'follow the white rabbit an'. die blaue pille(das, was alice groß macht) führt in eine neue realität, die rote pille (das, was klein macht) führt zurück ins alte leben ohne die erkenntnis.

    auch der neuromancer von gibson stellt eine menge material zur verfügung, wie im film starb man im echten leben, wenn man in der matrix getötet wurde (dixie flatline, dessen person in ein konstrukt übertragen wurde). die matrix ist also real.
    auch das 'jacking in'(einstecken) im buch wird erreicht durch elektroden auf der stirn, in matrix abgewandelt als stecker, der direkte verbindung zum gehirn hat.

    weitere symbole sind die sonnenbrillen, abgesehen davon, dass sie wirklich cool aussehen, zeigen sie stärke bzw. verletzlichkeit (agent smith in der szene mit neo, als sie durch seinen schlag zerstört werden.)

    'There is no spoon.'
    --

    mit anderen worten: zwei sehr vielschichtige filme, denn matrix ist mehr als effekthascherei um coole typen, die coole sachen sagen und lange mäntel anhaben.
    und blade runner ist mehr als der film-noir-abklatsch, für den ihn manche halten. um mit einem zitat von ridley scott zu schließen: 'Für mich ist ein Film wie ein Kuchen mit 700 Schichten.'

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    • #3
      Nette Analyse. Jemals daran gedacht für die Space View zu schreiben .
      Kleine Anmerkung zu der Cypher-Charakterisation: vielleicht braucht man gar nicht so tiefschichtig zu werden um einen Hinweis auf seine Position im Film zu erhalten. Wer den Film 'Angleheart' kennt weiss das dort ein Gewisser Mr. Cypher vorkommt. Vorname Louis. Louis Cypher = Lou Cypher = Lucifer... und wie wir als gute Christen ja alle wissen war Luzifer einer der treuesten Diener von Gott dem Allmächtigen, der Vorzeigeengel Nummer eins bevor ihn sein Neid auf die Menschen zum ärgsten Widersacher Gottes machte.
      my two cents

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      • #4
        thx ash, aber ich fürchte, die space view hat eine viel zu bunte online-präsenz, da kriegt man ja augenbluten. das möchte ich keinem von euch beim lesen zumuten

        an den rest: kennt ihr alle keine filme oder wollt ihr keine kennen? *rumgrummel*
        schreibt doch mal was, ihr habt doch garantiert was zu dem einen oder anderen film beizusteuern. muss ja nicht gleich die perfekte interpretation inklusive meinungswiedergabe des regisseurs werden.

        ash, erinnere ich mich falsch oder wolltest du nicht jetzt deinen senf zu alien abgeben...?

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        • #5
          sinnloser mehrzeiler und dazu noch OT:

          es heißt -wenn schon politisch korrekt- maximal pigmentiere mitbürger.

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          • #6
            Für alle die es interessiert, da stand bis eben ein Teil meiner Alien Kritik vor animoids nun vergleichsweis sinnlosem Zitat.
            Da es aber nach drei Versuchen nicht geklappt hat die ausführliche Kritik hinzubekommen (Absturz, Famile, nur Teil abgedruckt) gebe ich es für heute auf und versuche es morgen nochmal.
            Möchte vielleicht jemand anderes inzwischen das Szepter in die Hand nehmen?

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            • #7
              So, der vierte Versuch meine Alienbewertung abzugeben... oder will jemand anderes? Was keiner... ich kann doch nicht der einzige sein der seine Kindheit ganz alleine vor dem Fernseher verbracht hat.

              ALIEN

              Eigentlich ist Ridley Scotts Film nichts anderes als ein in den Weltraum verlegter Monsterfilm inklusive dem klassischen (und noch heute gern benutzten) 10 kleine [politisch korrekten Begriff einfügen]-Prinzip, das ein Astronaut nach dem anderen dran glauben muss.
              Aber das vergisst man sehr schnell wieder, was durch zwei Dinge bewirkt wird; Atmosphäre und Design. Seien wir ehrlich, der Film hat keine tief intelektuelle Story mit vielschichtiger Handlung --- braucht er gar nicht, der Film soll einfach schocken und das gelingt. Die Handlung jagt von einem Höhepunkt zum nächsten, mit Pausen. Klug paltzierten Pausen, die nur dazu dienen, das man die Bedrohung für ein paar Minuten vergisst... und dann schlägt der Film mit einem riesigem Schockeffekt wieder zu. Diese immer wiederkehrenden Schocker, nachdem der Film sich kurz mal wieder eine 'Verschnaufpause' gegönnt hat gehen so ins Blut über, das einem selbst das endgültige Ende (endgültiges Ende?... Naja, Germanistik für Anfänger) nicht als Ende erscheint. Man hat das Gefühl das die Sache noch nicht ausgestanden ist, das da noch etwas in den Schatten lauert [womit man ja auch recht hat]. Das ist also einer der großen Pluspunkte des Films, eine immer wieder auf die Spitze getriebene Spannung.
              Aber diese Spannung wird nicht nur durch gut Platzierung in der Gesamthandlung erreicht, sondern auch durch eine Atmosphäre die ich mit einem Wort als 'klaustrophobisch' beschreiben würde (und in dem Fall könnt ihr mir vertrauen). Das Raumschiff 'Nostromo' mit seinen scheinbar endlos vielen Ecken und Nischen und seiner spärlichen Beleuchtung, die dafür sorgen das der Zuschauer später in jedem Schatten die Gefahr lauern sieht. Obwohl die Gefahr durch den Xenomorph nur einen Bruchteil der Zeit direkt erlebt wird, scheint die Bedrohung allgegenwärtig. Besonders in den Szenen in denen durch Schächte gerobbt werden muss. Dies wird zudem dadurch verstärkt, dass die Nostromo trotz aller Ecken und Nischen immer noch ein in sich geschlossener Mikrokosmos bleibt... eine traditionelle 'No Way Out'-Situation also.
              Was den Film zudem noch auf die Klassiker Seite zieht ist für mich die Optik... Hans Rüdi Gigers Aliendesign ist ein moderner Klassiker, der die Optik vieler nachfolgender Horror- und SciFi Filme prägen sollte. Damit ist nicht nur das Alien selber gemeint, das eher wie eine Naturgewalt als eine bösartige Kreatur wirkt, sondern auch das gesamte Ausendesign, die Alieneier, die Face-Hugger (ein weiteres Schockmittel des Filmes: erst scheinen die Hugger die direkte Gefahr darzustellen, ein Irrtum, denn die eigentliche Gefahr durch sie bleibt im Schatten verborgen bis es zu spät ist... so wie im ganzen Film dieses Schema gilt.), das fremde Raumschiff.
              Und das begründe ich jetzt mal damit, dass für mich das Highlight des Filmes nicht etwa das erste auftauchen des Chestbursters ist (wie für die meisten meiner Freunde), sondern Giger riesiger Ausserirdischer in dem fremden Raumschiff, der mit seinem Sessel verwachsen zu sein scheint, vor seiner Kanone (?) sitzend. Das ist ungemein verstörend, denn man hat hier etwas völlig fremdartiges vor sich und wird darüber den ganzen Film im Ungewissen gelassen. Das einzige was klar wird, dass das, was auch immer diesem Riesen geschah, eine direkte Gefahr darstellt.
              Ansonsten wurden Verschwörungstheorien nicht erst von Akte X in die Medienlandschaft eingebracht wie das Ende des Filmes zeigt (man sehe selber). Alles in allem ein fesselnder und atmosphärisch dichter Film, der die ganze Zeit über spannend, bedrohlich und verstörend wirkt... naja, zumindest hatte man keinen HAL9000 als Bordcomputer

              So und jetzt will ich hier mal Beteiligung von irgendwen anders sehen... wie sieht's aus, oder guckt ihr nur Star Wars? Feyd-Rautha, vielleicht Lynchs (zerstückelten) Film zu Herberts Dune?
              Oder sollte ich gezwungen werden Fritz Langs Metropolis zu analysieren, das will doch wohl keiner hier, oder...?

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              • #8
                Alle bisher genannten Filme sind wirklich gut, aber ich habe da noch einen etwas unbekannteren Film, der ein Meisterwerk des Dark Future Genres ist:


                Rollerball:

                Zur Story sei gesagt, dass es um einen äußerst blutigen Sport geht, der in einem totalitären System gespielt wird. Sechs Unternehmen, die die Schlüsselbereiche Energie, Nahrung, Wohnen etc. beherrschen, haben ein globales System eingeführt, wodurch kein Mensch mehr leiden muss. Jeder hat Essen, Kleidung, Wohnung etc. Aber die persönliche Freiheit ist verschwunden. Erstens wurde das Wissen der Menschheit in einen Supercomputer geladen, auf den nur elitäre Leute Zugriff haben und der auch nicht sehr zuverlässig ist (er vergisst ein Jahrhundert ). Zweitens können die Corporations jedem alles vorschreiben, bis in die intimsten Bereiche hinein. Zudem kennt niemand die Machthaber oder ihr Vorgehen.

                Das Spiel 'Rollerball' ist eine Mischung aus Rollschuhfahren in einer Radrennbahn (geneigt) und Football. Der Ball muss in ein Tor geworfen werden und die Spieler und Fahrer (2 Spieler haben Motorräder) können den Angreifer aufhalten. Zuerst ist das Spiel noch recht zivilisiert und es sterben nur wenige, da es Strafzeiten etc gibt, aber da ein Spieler, Jonathan E., zu populär wird, versucht die Corporation ihn auszuschalten. Als er jedoch nicht aufhören will, werden die Regeln geändert, um ihn fertig zu machen. Es soll gezeigt werden, dass individuelle Leistungen irrelevant sind.

                Das Spiel selbst erlebt man in spannenden Action-Sequenzen und die Spielidee überzeugt. Durch die Augen ds Jonathan E. erlebt man sein Erwachen mit; ein Erwachen aus der Sklaverei. Er sieht, wie die Corporation alles versucht und schliesslich sein Team ausgerottet wird, weil er zu gefährlich ist. Am Ende überlebt er natürlich, aber die Zukunft wird nicht gezeigt; befreit sich die Menschheit von der Tyrannei der Gesellschaften???
                Recht darf nie Unrecht weichen.

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                • #9
                  "Er lebt! Er lebt! Ich habe Leben geschaffen!"
                  <Dr. Victor Frankenstein>

                  Danke, danke... es gibt noch mehr SciFi Gucker hier die auch mal über den Tellerrand hinüber linsen. Also, der Rest will nicht auch mal posten? Wäre schön. Aber, trotzdem danke Narbo, das hier wenigsten einer mehr mitzieht.
                  Ja, ich denke Rollerball kann man da ruhig mit dazu setzen. Schöner Film.

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                  • #10
                    2001 - A Space Odysse

                    Göttlich (hab ihn gestern erst im Kino gesehen)

                    "Oh my god...it´s full of stars"

                    (der Satz ist der einzige Schwachpunkt am Film, er wird nämlich nicht, wie im Buch ausgesprochen)
                    "Also wahrscheinlich werde ich heute abend defnitiv nicht zurückschreiben können..."
                    "Da werd' ich vielleicht wahrscheinlich ganz sicher möglicherweise definitiv mit klarkommen."

                    Member der NO-Connection!!

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                    • #11
                      Also ich habe mal ein Frage/Bitte an alle die mir u.U. helfen können: Ich habe schon viel über den dt. SciFi-Film Metropolis gehört, bin aber noch nie dazu gekommen, in mir anzusehen. Ist er wirklich so gut? Das er der damals teuerste Film aller Zeiten war, habe ich schon gehört, aber ist es für mich quasi Pflicht ihn nicht zu verpassen bzw. ihn mir auszuleihen??? Wer hat den Film schon gesehen *AsH anschau*?
                      Recht darf nie Unrecht weichen.

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                      • #12
                        Also, ich würde den Film jedem Science Fiction interessierten empfehlen. Man muss den Film jedoch, wie eigentlich jeden Science Fiction Film, aus seiner Zeit und der Persönlichkeit des kreativen Hirns dahinter heraus betrachten. Das ist in diesem Falle Fritz Lang.

                        Die Story des Filmes handelt von einer Metropole (Metropolis) im Jahre 2026. Also genau 100 Jahre nach der Veröffentlichung des Filmes. Diese Welt, die Lang schafft, ist eine kalte, mechanische Welt, was man ohne weiteres auf die "industrielle Revolution" beziehen kann, bzw. auf die Massenverelendung der Arbeiter in Deutschland selbst nach dem ersten Weltkrieg (man denke in diesem Zusammenhang an die Bergwerke im Ruhrgebiet [besonders durch die Unsicherheit seit dem Versailler Vertrag über diese Region] wo die Arbeiter minimalst verdienten und auch die eigentlich vorbildliche Sozialpolitik die seit den 1890ern herrschte nicht half die Not zu lindern).
                        Das er diesen Film auf die Lage der Arbeiter bezieht sieht man wenn man sich die Gesellschaft im Film ansieht. Da gibt es nur zwei gesellschaftliche Gruppen. Die elenden Massen der Arbeiter und die Priviligierte Elite. Eine Horrorvision, die viele Utopisten seit der industriellen Revolution hatten (ich verweise hier mal ganz dreist auf H.G.Wells 'Wenn der Schläfer erwacht' und 'Die Zeitmaschine'). Die Spaltung stellt Lang ähnlich dar wie auch Wells in seiner 'Zeitmaschine', eine klare Teilung Ober- und Unterklasse. Die Elite lebt oben unter freien Himmel mit wunderschönen Gärten, die Arbeiter unten in den verdreckten Strassen oder sogar unter Tage nahe den riesigen, lärmenden Maschinen. Diese Gesellschaft ist so erstarrt, dass die Bilder der zur Arbeit strömenden Arbeiter wirken wie die Bilder einer Herde die zur Weide getrieben wird.

                        Der Hauptdarsteller des Films ist Freder, einer der Elite, der sich in ein Mädchen aus der Arbeiterkalsse (Maria) verliebt. Nach einer Explosion realisiert Freder erstmals , dass diese Stadt ihre Arbeiter verschlingt (er halluziniert, dass eine Maschine die Arbeiter frisst... ein sehr klares Bild, das Langs Hang zum Visualismus zeigt). Freder rennt erschrocken Heim, was für Lang eine Chance ist dem Zuschauer sein Metropolis zu zeigen. Eine Stadt die selbst heute noch beeindruckend futuristisch wirkt.
                        Er kehrt zurück zu seinem Vater, dem Leiter von Metropolis (nicht der Herr von Metropolis... ein Seitenhieb darauf, dass die Stadt ausser Kontrolle geraten, nicht mehr zu beherrschen ist). Dieser scheint eine Mischung aus dem biblischen Pharao und Hitler zu sein (erschreckend wenn man bedenkt das der Film in der Prä-Hitler Zeit entstand), was man daran sieht, dass die Arbeiter interniert werden und grausamst die Stadt ausbauen müssen.

                        Freder kehrt noch einmal in die unterirdischen Regionen zurück, wo er sich als Arbeiter ausgibt um Maria zu sehen. Dies nutzt Lang um visuell darzustellen wie lang und hart die Schichten unter Tage an den Maschinen sind. Hier erfährt er auch, dass Maria eine Revolutionsführerin ist (ihre Rede an die Arbeiter wird mit Bildern unterlegt die an den Turmbau zu Babel angelehnt sind und gleichzeitig die Konzentrationslager an zu deuten scheinen). Freders Vater weiss dieses auch und beauftragt den Wissenschaftler Rotwang einen Roboter zu erschaffen, der aussieht wie Maria um so die Arbeiter unter Kontrolle zu halten.
                        Dies gelingt auch, Marias Seele wird in den Roboter übertragen (die wohl bekannteste Szene des Films), der das genaue Gegenteil der engelhaften Maria ist. Eine pervertierte, grausame Kreatur die sich gegen alles stellt, auch gegen die die sie kontrollieren wollten.
                        Dieser Roboter befiehlt den Arbeitern nun zu Gewalt zu greifen und alle Maschinen zu zerstören (was den Untergrund überfluten und die Kinder der Arbeiter töten würde... ein Zeichen das die Maschinen und Arbeiter voneinander abhängig sind).
                        Die echte Maria schafft es zu entkommen und die Überflutung zu stoppen. Die Arbeiter die den Betrug bemerkt haben jagen nun die 'böse' Maria und verbrennen sie, wobei der Roboter zum Vorschein kommt. Freder sucht derweil die echte Maria, die von dem Erfinder Rotwang gejagt wird. Er und Rotwang liefern sich einen Kampf auf dem Dach einer Kathedrale den nur Freder überlebt. Die Arbeiter die dieses Schauspiel beobachtet haben sehen in Freder nun den Mann den sie immer gesucht haben. Den Mittler zwischen Arbeitern und Elite.

                        Fazit : Warum würde ich diesen Film empfehlen? Erstmals ist er wahnsinnig komplex für einen Stummfilm der vor einem dreiviertel Jahrhundert entstanden ist. Selbst heiute erreicht kaum ein Film diese Komplexität.
                        Dann ist er ein Stück Zeitgeschichte. Man erkennt die Angst der damaligen Bevölkerung vor der technisierten Zukunft (etwas amüsanter aber ebenso eindringlich kann man das in Chaplins 'Moderne Zeiten' sehen), der absoluten Entmenschlichung und versteht sie.
                        Ausserdem ist der Film spannend bis zum äußersten und visuell wahnsinnig impressiv. Da hat man Anspielungen an die Bibel, an eine multi-kulturelle Gesellschaft, eine üble Vorahnung auf Todeslager (ja, es gab schon vor der Nazi Zeit solche Lager, ich weiss...). Und viele Szenen werden visuell wunderbar umgesetzt. Freders Halluzinationen (Menschenfressende Maschinen, die sieben Todsünden) ebenso wie die Darstellung, dass der Leiter von Metropolis die Kontrolle über seine Stadt verloren hat (das Licht in seinem Büro geht einfach aus).
                        Ausserdem hat dieser Film die moderne SciFi geprägt. Sei es mit den Namensanspielungen (Maria, wie die biblische Jungfrau... Hel wie Helios, der grieschische Sonnengott) die es so auch in Matrix gibt (man siehe animoids Text dazu), oder die Art der Zukunftsstadt als multi-kulturelles Potpourri (wie sie Syd Mead für Blade Runner entwarf), oder die Armut der Massen wie in "Soylent Green".

                        Kurzum, wenn SciFi im Kino mit Melies "Reise zum Mond" begann, dann begann moderne SciFi oder besser SoFi (Social Fiction) im Stile von Soylent Green oder Blade Runner 1926 mit diesem Film.
                        Zuletzt geändert von AsH; 12.03.2001, 15:24.

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                        • #13
                          Meine Lieblins-Science-Fiction-Filme wurden zum Teil schon genannt, aber einen möchte ich noch etwas ausführlicher hinzufügen: Contact

                          Das ist für meinen Geschmack mal ausnahmsweise ein "realistischer" Science-Fiction-Film, da er aus heutiger Sicht einfach eine unglaublich faszinierende Handlung hat, die keineswegs übertrieben scheint! Und ich würde soweit gehen, und ihn jetzt schon als Klassiker bezeichnen. Das hat nichts mit meinen Privaten vorlieben zu tun (eher StarWars oder Terminator), aber ich glaube, dass dieser Film in einigen Dekaden als Klassiker bezeichnet werden kann; zumindest hat er das Zeug dazu! Abgesehen von der Handlung hat der Film geniale Effekte (die einem zum Großteil erst beim zweiten mal sehen auffallen), eine wunderschöne Musik von Alan Silvestri (Zurück in die Zukunft) , klasse schauspielreische Leistungen von Jodie Foster und Matthew McConaughey und einfach diesen Schuss Realismus!
                          Das macht diesen Film zu einem meiner Favoriten!
                          Eigentlich für StarTrek-Fans ein exzellenter Film!

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                          • #14
                            Aber er währe noch besser, wenn sie sich etwas mehr Zeit genommen hätten. Leider ist es bei den meißten Filmen, die ein gutes Buch zum Vorbild haben so, das er (der Film) nicht an das Buch herranreicht! Und genau das ist hier auch der Fall.
                            Ich empfele jedem gerade in diesem Fall auf jeden Fall das Buch zu lesen, es ist um klassen besser wie der Film!
                            Bei einigen hier erwähnten verhält es sich umgekehrt, so z.b. mit "Metropolis" der Film ist in keine Buchform zu bringen, da er in erster Linie durch seine Bilder lebt.
                            Oder "Alien" dasselbe, er braucht die Cineastische Darstellung auf einer wirklich großen Kinoleinwand (ich hab ihn auf Cass. einfach ein grauen, das kein Grauen aufkommt )
                            Ebenso ist es mit "Indipendends Day" ein Film für die Leinwand, das Buch kannst du getrost Vergessen.
                            "2001 Oddysse im Weltraum" eindeutig ein Film der die Leinwand braucht und zwar ebenfalls eine große, sonst ist er nur halb so gut!

                            Was ich eigentlich zu sagen versuche ist folgendes, es gibt Filme die besser nie Verfilmt worden währen, und Bücher die einfach eine Papierverschwendung sind. Leider kann man das erst beurteilen, wenn man beide "genossen" hat!

                            Mein momentaner Lieblingfilm ist "War of the World's". Und zwar weil ich ihn auch als warnung für uns Menschen betrachte, niemals in Zukunft einen anderen Planeten zu Besiedeln (oder zu Terraformen) auf dem sich eine Art von Leben befindet, und seien es Einzeller!
                            Denn gegen einen Angriff von innen kann man sich nicht Wehren. Außerdem hat er für seine Zeit tolle Trickaufnahmen und das Blondchen kreischt immer so schön

                            Aber auch dieser Film wird wohl bald mal wieder gegen einen anderen "Liebling" ausgetauscht werden, es gibt so unendlich viele Gute!

                            Lebt lange und in Frieden
                            Kuno
                            O' mein Gott!....es ist voller Sterne.
                            ----------------------------------------
                            Streite nie mit Idioten. Erst ziehen sie dich auf ihr Niveau herab, dann machen sie dich mit ihrer Erfahrung nieder!

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                            • #15
                              Einer meiner Lieblinge ist der klassiker von ~1979 The Black Hole

                              purer klassik
                              besonders dieser ThemaBGM hat mir sehr gut gefallen bzw gefällt mir immer noch ^^
                              und mal so Maximilian sieht doch mal klasse aus trotz des alters

                              schade das die DVD zur zeit nicht mehr zu bekommen ist

                              alle anderen wo ich gut finde wurden ja schon genannt, evtl. noch Predator 1-2
                              Space Truckers fand ich ganz lustig dieser komische Pirat/Exwissenschaftler wo startprobleme hatte XD

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