Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Soylent Green - realistische Perspektive?

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Soylent Green - realistische Perspektive?

    Der Film heißt glaub ich auf deutsch "Das Jahr 2022 ... die überleben wollen" oder ähnlich blöd.

    Im Original heißt der Streifen jedenfalls "Soylent Green", und beinhaltet eine sehr grauslige Zukunftsvision, von der wir mMn nicht sehr weit entfernt sind.

    **SPOILERALARM**

    Damit meine ich nicht, dass unsere zukünftigen Nahrungsmittel aus Menschenfleisch besteht. Solange es gut schmeckt, wäre mir das persönlich komplett (Achtung! Wortwitz!) "wurscht"!

    In "Soylent Green" hat jeder Mensch das Recht, sich einschläfern (töten) zu lassen, wenn er es will. Quasi staatliche Euthanasie für alle.

    Und ich fürchte, bei unserem Rentensystem wird das auch nicht anders werden. In spätestens 30 Jahren wird es eine entsprechende Gesetztesänderung geben müssen: Wer als alter Mensch der Gesellschaft nicht mehr zur Last fallen will, kann sich freiwillig töten und zu Hackfleisch verarbeiten lasssen.

    Um den Status Quo dieser westeuropäischen Gesellschaft halten zu können, kann es eigentlich gar nicht anderns laufen.

  • #2
    Eher wird es Altersarmut geben als sowas. Die Altenheime werden überfüllt sein. Keine Frage. Aber die alten beseitigen und verspeisen?

    Achtung Wortwitz *Beileibe nicht*

    Kommentar


    • #3
      Das wär eine ziemlich markabere Zukunftsvision und ich möchte nicht dort leben (was leider wohl oder übel der Fall sein muss). Ich würde mich dann von einem Hai fressen lassen, so dass man meinen Körper nicht mehr verwertbar ist...

      Wenn man in der Gerichtsmedizin mal gerade eine Leiche untersucht.
      Horatio ht dann so nen Oberschenkelknochen von der Leiche in der hand und verputzt die in aller seelenruhe und fragt, was er hatte
      ~~:::Battlestar Galactica:::~~~

      InterStella - Foren-RPG

      Kommentar


      • #4
        Dieses Filmszenario ist wirklich (Vorsicht Wortwitz! ) schwer zu verdauen.

        Aber man muß auch bedenken, dass der Film zu Zeiten der großen Zivilisationsuntergangsvisionen gedreht wurde, als man bsp. davon ausging, dass es bald zu hunderten von Millionen Hungertoten kommen würde. Dass man in Zukunft verzweifelt genug sein wird, um Menschen im großen Stil in kleine grüne Nahrungswürfelchen zu verarbeiten ist vollkommen illusorisch.

        Die Legalisierung der Euthanasie ist da realistischer.
        I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

        Kommentar


        • #5
          Heftige Zukunftsvision, aber ganz so unrealistisch ist sie ja auch wieder nicht.
          Keiner weis was in den nächsten 20-30 Jahren so auf uns zukommt.

          Kommentar


          • #6
            Das wir Alle mal im Grünen Geheimnis landen ist wohl eher unwahrscheinlich, aber die Möglichkeit von Sterbehilfe wird es vieleicht eines Tages geben. Wahrscheinlich wird es in Holland beginnen wo man der Sache gegenüber sehr Liberal entgegensieht, aber damit es auch in Unseren Breiten soweit kommt mus sich die Geselschaft stark ändern... wer weis was die Jungen in 30-40 Jahren dazu sagen

            Kommentar


            • #7
              Danke für eure Beiträge, und eure Wortwitze, die ähnlich mies sind, wie meine. Dafür werd ich euch "zum Fressen gern" haben

              Kommentar


              • #8
                Zitat von conanboy Beitrag anzeigen
                Danke für eure Beiträge, und eure Wortwitze, die ähnlich mies sind, wie meine. Dafür werd ich euch "zum Fressen gern" haben
                Und welche Antworten und Wortwitze währen dir genehm? vieleicht eine 20 Seitige Doktorarbeit? Links oder Rechtsbündig? vieleicht hättest du das Thema besser im Technick und Wissenschafts Bereich des Forums schreiben sollen

                KennerderEpisoden
                Aber man muß auch bedenken, dass der Film zu Zeiten der großen Zivilisationsuntergangsvisionen gedreht wurde, als man bsp. davon ausging, dass es bald zu hunderten von Millionen Hungertoten kommen würde. Dass man in Zukunft verzweifelt genug sein wird, um Menschen im großen Stil in kleine grüne Nahrungswürfelchen zu verarbeiten ist vollkommen illusorisch.
                Der ganze Film ist überspitzt dargestelt worden, aber es zeigt schon wie die Zukunft in manchen Teilen der Welt werden könnte. Menschenfleisch wirds aber sicher nicht geben

                @Philliph Adama

                Hast du den Film gesehen? da weis nemlich Kein Mensch das er Mensch isst

                Kommentar


                • #9
                  Warum sollte sich auch jemand die Mühe machen einen Menschen zu Hackfleisch zu verarbeiten? Menschen an sich bestehen aus zu viele Knochen, Sehnen, Muskelfleisch und Fett. Und gerade alte Menschen wären auch noch zäh, während der verwertbare Fleischanteil nochmal geringer wäre.

                  Heute essen wir ja auch junge Kühe, Schweine, Hühner... wer will schon eine zwanzig Jahre alte Kuh essen?

                  Also warum die Mühe, wenn man doch auch eine Monokultur anbauen kann und dann ne Pflanzenpampe herstellen könnte? Die Ausbeute wäre größer, der Gewinn auch. Der Herrsteller der Pflanzenpampe wäre dann sogar ein Held, denn er hätte den Hunger besiegt. Und megareich wäre er auch noch.


                  Nebenbei sind gerade die Religionen mächtig im Kommen. Und egal ob nun Gott, Allah, Buddha oder sonstwer, das Essen von Mitmenschen ist strikt verboten.

                  Dann sind da noch die normalen Menschen, deren genetische Programmierung in Verbindung mit ihren eigenen Überzeugungen und Moralvorstellungen es dann doch verhindert das Kannibalismus in größerem Masstab vorkommen kann.




                  Aber das Ganze ist ja sowieso nur ein Film und keine erstgemeinte Zukunftsdoku oder so etwas.



                  Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                  - Mencius

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                    Warum sollte sich auch jemand die Mühe machen einen Menschen zu Hackfleisch zu verarbeiten? Menschen an sich bestehen aus zu viele Knochen, Sehnen, Muskelfleisch und Fett. Und gerade alte Menschen wären auch noch zäh, während der verwertbare Fleischanteil nochmal geringer wäre.

                    Heute essen wir ja auch junge Kühe, Schweine, Hühner... wer will schon eine zwanzig Jahre alte Kuh essen?
                    Ja, das ist ein wichtiger Aspekt, über den die Macher des Films nicht nachgedacht haben. Aber man muss natürlich einräumen, dass Soylet Green ein Mischprodukt gewesen ist bzw. wäre, bei dem die minderwertige Qualität der verarbeiteten Leute nicht weiter auffiele. Gibt's ja heute schon, liebe Bifi-Esser. Wer weiß, vielleicht würde man noch den ein oder anderen deliquenten Straftäter dazumischen?

                    Also warum die Mühe, wenn man doch auch eine Monokultur anbauen kann und dann ne Pflanzenpampe herstellen könnte? Die Ausbeute wäre größer, der Gewinn auch. Der Herrsteller der Pflanzenpampe wäre dann sogar ein Held, denn er hätte den Hunger besiegt. Und megareich wäre er auch noch.
                    Naja, was wäre das für ein Film geworden, wenn Charlton Heston am Ende herumrennt und ruft "Soylent Green is pampe!"

                    Aber das Ganze ist ja sowieso nur ein Film und keine erstgemeinte Zukunftsdoku oder so etwas.
                    Ach so...
                    Republicans hate ducklings!

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von endar Beitrag anzeigen
                      Naja, was wäre das für ein Film geworden, wenn Charlton Heston am Ende herumrennt und ruft "Soylent Green is pampe!"
                      Das wäre eine Sensation gewesen, denn Heston rennt nie rum. Der steht immer stoisch mit ein und demselben Gesichtsausdruck da. Außer er fährt mit einem Pferdewagen im Kreis ...


                      Zitat von endar Beitrag anzeigen
                      Ach so...
                      Hey!

                      Wenn Soylent Green real würde, dann würde Picard gefressen werden... und Janeway auch... und Archer... und Wesley... hm, vielleicht doch keine so schlechte Zukunftsvision.



                      Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                      - Mencius

                      Kommentar


                      • #12
                        Der Hintergrund von Soylent Green war ja, dass die ganze Welt komplett überbevölkert ist, es kaum mehr fruchtbares Ackerland gibt, weil es zu einer extremen Verwüstung der Welt kommt und die Umweltverschmutzung extrem hoch ist.
                        Man erzählt den Menschen, ihre Nahrung käme von Algenfarmen tief unten im Meer. Aber auch das ist mittlerweile durch die Umweltverschmutzung beinahe komplett ungeeignet für den Algenanbau geworden.
                        Die wenigen fruchtbaren Flächen werden genutzt, um den Reichen Luxusgüter wie Erdbeeren und Rindfleisch zu produzieren.
                        Für die vielen armen Obdachlosen bleibt nur noch der Selbstmord in einem der Sterbezentren oder das Warten auf die seltenen Soylent Green Rationen.
                        Welches sie, wie gesagt, für in grüne Würfel gepresste Algen halten, in Wirklichkeit bestehen die grünen Würfel aber aus den Leichen der Sterbezentren.

                        Von gewolltem Kannibalismus kann also keine Rede sein, die Menschen wissen ja nicht, dass sie Menschen essen.

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von Eja Beitrag anzeigen
                          Der Hintergrund von Soylent Green war ja, dass die ganze Welt komplett überbevölkert ist, es kaum mehr fruchtbares Ackerland gibt, weil es zu einer extremen Verwüstung der Welt kommt und die Umweltverschmutzung extrem hoch ist.
                          Man erzählt den Menschen, ihre Nahrung käme von Algenfarmen tief unten im Meer. Aber auch das ist mittlerweile durch die Umweltverschmutzung beinahe komplett ungeeignet für den Algenanbau geworden.
                          Die wenigen fruchtbaren Flächen werden genutzt, um den Reichen Luxusgüter wie Erdbeeren und Rindfleisch zu produzieren.
                          Für die vielen armen Obdachlosen bleibt nur noch der Selbstmord in einem der Sterbezentren oder das Warten auf die seltenen Soylent Green Rationen.
                          Welches sie, wie gesagt, für in grüne Würfel gepresste Algen halten, in Wirklichkeit bestehen die grünen Würfel aber aus den Leichen der Sterbezentren.

                          Von gewolltem Kannibalismus kann also keine Rede sein, die Menschen wissen ja nicht, dass sie Menschen essen.
                          Das ist noch schlimmer als zu wissen, das man Menschen isst.
                          Da kommt die Frage auf, wie man sowas mit seinem Gewissen vereinbaren kann, das man unwissenden Leuten ihre Artgenossen zum essen gibt.
                          Sowas vom Moralisch verwerflich!
                          ~~:::Battlestar Galactica:::~~~

                          InterStella - Foren-RPG

                          Kommentar


                          • #14
                            Wie sieht es eigentlich damit aus, wenn in einer noch ferneren Zukunft Habitate im Weltraum existieren ? Also geschlossene Biosphären ? Werden dann tote Menschen als Sondermüll entsorgt, oder versucht man bestimmte chemische Elemente wieder zurück zu gewinnen ?

                            Auf dem Wüstenplaneten ziehen die Fremen ja einfach nur das Wasser aus dem Körper, wenn ich mich recht entsinne, aber eigentlich ist das ja nicht das Interessante, zumindest nicht auf der Erde.

                            Dass Überbevölkerung irgendwann mal zu Veränderungen führt, kann man sich aber vorstellen. Zum Beispiel gibt es in "Soylent Green" ja auch keine Kühe, Schweine usw. mehr. D.h. also die Schlachtvieh-Haltung lässt sich irgendwann nicht mehr aufrecht erhalten, denn es geht ja biologische Energie verloren, wenn man erst ein Schlachttier aufwändig ernährt, nur um dann Fleisch zu essen, wenn man auch gleich Reis, Kartoffeln oder Getreide anbauen und essen kann, was ja den von der Sonne beschienenen Boden besser ausnutzt als eine Weide für Schlachtvieh.

                            Am Ende bleiben vielleicht auf der Erde nur noch Menschen und Nutzpflanzen übrig, Tiere braucht man nicht zum Überleben.

                            Kommentar


                            • #15
                              Aber das wird garantiert nicht passieren.
                              Das sage ich deswegen, weil wir uns vorher selbst ausgeslöscht haben werden:
                              Wen die Ressourcen knapp werden, wird jedes Land um Land und Gut kämpfen.
                              Sobald ein Land anfangen wird, Menschen zu essen, werden die Länder, die noch moralische Werte von heute vertreten, sich gegen dieses Land richten. Wird meinetwegen die USA noch das Land sein, was diese Werte vertritt, wird es zu 100% einen krieg anfangen. Dieser krieg endet irgendwann in einem Weltkrieg: So wie unsere Staaten der Erde miteinander verknüpft sind, passiert dies garantiert.

                              "Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen."
                              (Albert Einstein)
                              ~~:::Battlestar Galactica:::~~~

                              InterStella - Foren-RPG

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X