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SF-Story gegen Reale Story im SF-Gewand

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  • SF-Story gegen Reale Story im SF-Gewand

    Klingt erstmal kompliziert. Lasst es mich erklären.

    Nachdem ich gestern das erste Mal "Riddick - Chronicles" gesehen hab, ist mir der Unterschied so richtig aufgefallen. Das ist ein SF-Film, dessen Story man auch komplett ohne SF-Szenario erzählen könnte. Ein einsamer Kämpfer trotzt allen Widerständen, rettet die gesamte Zivilisation, und besiegt den übermächtigen Endboss.
    Nicht, dass ich "Riddick" schlecht fände, im Gegenteil, traumhaftes Design, megagute XF, aber, naja, mittelmäßige Story. Schade.
    Hätte man diese Story nicht in jedes beliebige Zeitalter verlegen können?

    Ich versuche, meinen Punkt zu verdeutlichen:
    1. die eine STNG-Folge, die hauptsächlich darum geht, wie Riker mit seinem Vater klarkommt.
    2. eine andere STNG-Folge, wo es darum geht, ob Data gesetzmäßig eine bloße Maschine ist, oder ein Individuum, das das Recht hat, über sich selbst zu entscheiden

    Erstere Thematik kann in jeder Soap-Serie behandelt werden.
    Zweitere kann nur in einer SF-Serie behandelt werden.

    Ich mag es nicht, wenn uns eine Thematik verkauft wird in SF-Verkleidung, die man genauso, vielleicht besser, in Real-Life-Serien vermittelt hätte. Wie seht ihr das?

  • #2
    Zitat von conanboy Beitrag anzeigen
    Ich mag es nicht, wenn uns eine Thematik verkauft wird in SF-Verkleidung, die man genauso, vielleicht besser, in Real-Life-Serien vermittelt hätte. Wie seht ihr das?
    Und warum magst du es nicht? Weil man Elemente verwendet die bereits vorhanden sind ? Die meisten Sci Fi Serien spiegeln die Zeitgeschichte wieder, wenns nach dem ginge dürftest du garnichts mögen. Man kan eine Weltraumkriegsgeschichte genausogut im 2. Weltkrieg spielen lassen, na und es ist eben so das Sci Fi geschichten durch reale ereignise Inspiriert wurden.


    Genau das Selbe sind auch diese Shakespear Verfilmungen, etwa Hamlet oder Romeo und Julia die man in der Gegenwart spielen läst genausogut könnte man sie im Weltraum spielen lassen Die geschichte bleibt erhalten und gut.

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    • #3
      2. eine andere STNG-Folge, wo es darum geht, ob Data gesetzmäßig eine bloße Maschine ist, oder ein Individuum, das das Recht hat, über sich selbst zu entscheiden
      Die Folge "Wem gehört Data?" auf diese Thematik zu reduzieren heißt, sie nur oberflächlich zu betrachten. Das eigentliche Thema dieser Folge ist die universelle Gültigkeit der Menschenrechte. Nimm eine Anwaltsserie, eine islamische Frau, die auf ihre soziale Selbstständigkeit besteht und dafür vor Gericht zieht und Du landest bei der gleichen Thematik.

      Aber um mal auf die eigentliche Frage deines Threads zurückzukommen: ich will eine interessante Geschichte sehen. Gute SF-Storys sind mir dabei ebenso recht wie zeitlose Charakterfolgen. Und gerade eine Folge wie die um Riker und seinen Vater finde ich sehr gut, weil einem dadurch gezeigt wird, dass die Charaktere bei Star Trek echte Menschen hocken und nicht irgenwelche fehlerlosen Idealbilder. Sowas trägt mMn sehr zur Glaubwürdigkeit von Charakteren bei.

      MfG
      Whyme
      "Und wie alle Priester haben sie als erstes gelernt, Wahrheit mit "Ketzerei" zu übersetzen."
      -Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

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      • #4
        Ich bin eine Maschine, kein Lebewesen, aber ich will Menschenrechte! Ich will über mich selbst bestimmen können, ich will meine Freiheit!

        Ich bin R. Daneel, Data, R. Reventlov, Locutus.

        Wem von diesen elektronisch bestimmten Einheiten gibtst du das Reecht, zu leben, und zu sterben?

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        • #5
          Ich denke es gibt garkeine Geschichte die so nicht auch in einem real life Setting stattfinden könnte.

          Bei SF geht es ja oft um "das Fremde", nun, das haben wir auf dem Planeten hier auch.

          Oder es geht um Machtkämpfe. Die haben wir hier auch.

          Oder um tödliche Bedrohung.

          Das sind menschliche archetypische Konflikte.

          Okay, die Alien oder Terminator Filme können SO hier auf der Erde nicht stattfinden. Aber die grundlegenden Konflikte und auch Urängste die sie anrühren sind in jedem Thriller, Krimi etc zu finden.

          Nur ich persönlich sehe halt lieber Aliens und Raumschiffe als Hannibal Lecter :-))

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          • #6
            Stimmt genau Es kan ja nicht jeder Q sein der sich über seine kratzende Kleidung beschwerd und allen zeigt wie hoch sein IQ ist indem er auf seine Birne zeigt Wen man Sci Fi ohne menschlichkeit bringt, was bleibt dann noch viel? Eine Robotergeschichte, mit Betonschädeln und seltsamen Gottgleichen raumfahrenden Wesen! Ist das die Sci Fiction die unsere Zuseher sehen wollen? wohl kaum, Enotionen sind Zeitlos wems nicht gefällt der kann ja abschalten.

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            • #7
              Zitat von conanboy Beitrag anzeigen
              Ich bin eine Maschine, kein Lebewesen, aber ich will Menschenrechte! Ich will über mich selbst bestimmen können, ich will meine Freiheit!

              Ich bin R. Daneel, Data, R. Reventlov, Locutus.

              Wem von diesen elektronisch bestimmten Einheiten gibtst du das Reecht, zu leben, und zu sterben?
              Auf was für Drogen bist Du denn??

              MfG
              Whyme
              "Und wie alle Priester haben sie als erstes gelernt, Wahrheit mit "Ketzerei" zu übersetzen."
              -Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

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              • #8
                Für mich wird Science Fiction nie ein reines Genre sein, egal wo man hinsieht es finden sich überall Beispiele die sich auf Altagsituationen oder bestimmte Ereignisse in der älteren und jüngeren Geschichte unserer Zivilisation wiederfinden und genau das ist doch von den Autoren so beabsichtigt schließlich soll sich doch die breite Maße mit ihren Helden identifiezieren können, außerdem was wäre das wohl für eine Charakterentwicklung wenn man genau die Momente herausfiltern würde, in dennen die Figuren etwas lernen würden, schließlich will man etwas über die Ängste/Schwächen/Wünsche/Hobbys.....der Personen erfahren. Einige Scifi-Serien sind Teils Drama andere actionlastig, wieder andere sind eher auf eine Komödie ausgelegt, aber alle müssen uns irgendwie ansprechen sonst hätten die meisten dieser Serien nicht wohl so lange bestandt gehabt.

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                • #9
                  Zitat von conanboy Beitrag anzeigen
                  Nachdem ich gestern das erste Mal "Riddick - Chronicles" gesehen hab, ist mir der Unterschied so richtig aufgefallen. Das ist ein SF-Film, dessen Story man auch komplett ohne SF-Szenario erzählen könnte.
                  Falls es dir noch nicht aufgefallen ist: Man kann JEDE Science Fiction Geschichte in ziemlich vielen historischen oder fiktiven Kontexten neu erzählen.

                  Science Fiction ist ein einzigartiges Umfeld (hauptsächlich verwirklichte Ideen ala "Was wäre wenn...", zum Beispiel: "was wäre wenn wir Warpantrieb hätten und eine Völkergemeinschaft aus zig Planeten gründen würden"), in dem man seine Geschichten erzählen kann, aber keine eigene Erzählform, ihre Stoffe bekommt sie aus dem gleichen Pool wie alle anderen Genres auch.

                  Es gibt Märchen im Scifi Gewand (Star Wars) es gibt Western im Scifi Kleid (Star Trek, Cowboy Beebop), es gibt Krimis (Space Precinct, Outland) usw usf. Scifi kann all das sein oder gar nichts davon, gemeinsam hat es nur das Umfeld in einer irgendwie wissenschaftlich von unserer Welt abweichenden Parallelwelt, was technologisch heissen kann, soziologisch oder auch historisch... oder Kombinationen davon.


                  Und die Data Story kannst du ohne große Änderungen in verschiedenen Nicht Scifi Umfeldern ansiedeln. Situationen in denen es um "Wer bestimmt über mein Leben/Sterben" geht, gibt es doch wie Sand am Meer. Datas Situation zeichnet sich dadurch aus, dass er eigentlich kein Lebewesen sondern ein Ding ist, prima. Riesenunterschied.
                  »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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                  • #10
                    Versteh ich voll und ganz.
                    Wenn ich SF sehe soll es auch um SF gehen.
                    Ich mag solche Folgen auch nicht wo es nur um die privaten
                    Dinge der Crew geht. Das hat nix mit SF zu tun.
                    Leider hat man das in jeder Serie. Es geht doch auch
                    meistens Gut gegen Böse. Und diese Thematik kann man
                    überall einsetzen. Dazu braucht man keine Raumschiffe.
                    Ich hab es lieber geheimnissvoll und rätselhaft.
                    Deswegen mag ich Science Fiction. Ich mag am liebsten
                    die Folgen, egal welcher Serie in der es unendeckte Phänomene
                    und solches gibt.


                    Zitat von conanboy Beitrag anzeigen
                    Klingt erstmal kompliziert. Lasst es mich erklären.

                    Nachdem ich gestern das erste Mal "Riddick - Chronicles" gesehen hab, ist mir der Unterschied so richtig aufgefallen. Das ist ein SF-Film, dessen Story man auch komplett ohne SF-Szenario erzählen könnte. Ein einsamer Kämpfer trotzt allen Widerständen, rettet die gesamte Zivilisation, und besiegt den übermächtigen Endboss.
                    Nicht, dass ich "Riddick" schlecht fände, im Gegenteil, traumhaftes Design, megagute XF, aber, naja, mittelmäßige Story. Schade.
                    Hätte man diese Story nicht in jedes beliebige Zeitalter verlegen können?

                    Ich versuche, meinen Punkt zu verdeutlichen:
                    1. die eine STNG-Folge, die hauptsächlich darum geht, wie Riker mit seinem Vater klarkommt.
                    2. eine andere STNG-Folge, wo es darum geht, ob Data gesetzmäßig eine bloße Maschine ist, oder ein Individuum, das das Recht hat, über sich selbst zu entscheiden

                    Erstere Thematik kann in jeder Soap-Serie behandelt werden.
                    Zweitere kann nur in einer SF-Serie behandelt werden.

                    Ich mag es nicht, wenn uns eine Thematik verkauft wird in SF-Verkleidung, die man genauso, vielleicht besser, in Real-Life-Serien vermittelt hätte. Wie seht ihr das?
                    http://www.christopher-eccleston.de
                    Die Serie Doctor Who sollte man in die
                    Liste der Suchtmittel aufnehmen. ;o)))
                    Mein Gästebuch

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                    • #11
                      Wenn ich SF sehe soll es auch um SF gehen.
                      Ich mag solche Folgen auch nicht wo es nur um die privaten
                      Dinge der Crew geht. Das hat nix mit SF zu tun.
                      Leider hat man das in jeder Serie.
                      Aber wie sollen einem denn die Charaktere dann irgendwas bedeuten?
                      Diese Dinge sind wichtig, weil sie einen Charakter plastischer machen, entweder indem sie so Charakterzüge erläutern, oder ihm eine neue Facette hinzufügen.
                      Sei es, daß sie einen Verlust erleiden und so aus der Bahn geworfen werden, sei es, daß ihre eigene Vergangenheit sie einholt, sei es, daß mit Einbezug des privaten Hintergrundes Motivationen erklärt werden, warum eine Person handelt, wie sie handelt.

                      Genausogut könnte man sagen, daß in einer Krimiserie nur die Fälle interessieren, daß jede Sekunde, die sich um die privaten Angelegenheiten der Charaktere dreht, eine Verschwendung ist. Was dazu führt daß mir die Charaktere schnurz sind und ich mich langweile (etwa bei Criminal Minds), weil die Charaktere einfach nur robotartig die Fälle abspulen, ansonsten aber völlig blaß bleiben.

                      Letztendlich sollten egal in welchem Genre die Charaktere im Vordergrund stehen, nicht das Genre selbst. Und zu einem Charakter gehört dazu, daß er/sie sie eine Vergangenheit hat.

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                      • #12
                        Mich interessieren so private Dinge oder Eigenschaften nur wenn es Ausserirdische sind. Zum Beispiel liebe die Perry Rhodan Romane in denen spezielle Eigenschaften von irgendwelchen fremden Spezies beschrieben werden. Oder wenn ein ganzer Roman darüber handelt ein fremdes Wesen kennenzulernen.
                        Aber wenn es dabei um Menschen geht interessiert mich das nicht.
                        So ist es eben. Menschen sind Alltag und nicht interessant für mich. :-))
                        http://www.christopher-eccleston.de
                        Die Serie Doctor Who sollte man in die
                        Liste der Suchtmittel aufnehmen. ;o)))
                        Mein Gästebuch

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                        • #13
                          Also wen ich sehe wie ein Ferengi versucht jede Menge Goldgepresstes Latinum zu kassieren und dabei seiner Frau verbietet Kleider zu tragen, dan denke ich hat das auch mit unserer Realität zu tun. Hier gehts um profitdenken und die Unterdrückung der Frau. Alles was in Sci Fi pasiert hat in irgend einer abgewandelten Form mit uns Menschen zu tun, selbst irgendwelche Aliens die unsere Erde besuchen und seltsam leuchtende Finger haben. Geht es in einer Sci Fi Geschichte um Freundschaft, oder auch um Krieg alles das kommt aus uns Menschen... also warum ist eine Kröte mit Riesenbirne interessiant? es ist fremd aber trotzdem gleich.

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                          • #14
                            Zitat von Kytoma67 Beitrag anzeigen
                            Aber wenn es dabei um Menschen geht interessiert mich das nicht.
                            So ist es eben. Menschen sind Alltag und nicht interessant für mich. :-))
                            Nur stell dir jetzt mal vor, in Serien und Filmen würden von keinem einzigen Charakter mehr Charakterzüge, Hintergründe und Privates gezeigt bzw. erklärt. Wir hätten schrecklich eindimensionale Charaktere und wahrscheinlich die schlechtesten bzw. langwieligsten Drehbücher seit langem.

                            Du magst dich direkt zwar nicht dafür interessieren, aber indirekt wirst du auch froh sein, dass es soetwas gibt. Denn ein Film/eine Serie durch tiefgründige Charaktere erst gut. (Vorausgesetzt du magst gute Drehbücher )
                            "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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                            • #15
                              hey conanboy
                              mal so angefangen
                              könntest du mir sagen welche SiFi-Story wirklich SiFi ist
                              oder kann man sie immer in die heutige Zeit verlegen???????
                              ich kenne jetzt keine die man nicht auch im Mittelalter spielen kann oder in der heutigen Zeit

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