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Älteste mögliche Form von Leben?

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  • Älteste mögliche Form von Leben?

    Ich habe gerade was über den Urknall gelesen. Wenn sich unsere Wissenschaft nicht täuscht liegt er jetzt etwa 13,7 Milliarden Jahre zurück. Wenn man die Frühgeschichte und die unruhigen ersten Jahre des Universum abzieht, stellt sich mir spontan die Frage wie lange es gedauert hat bis die Entwicklung von Leben auf einer anderen Welt wohl möglich wäre. Die ersten Formen von Leben entwickelten sich auf der Erde vor circa 2 Milliarden Jahren. Wann genau die ersten Planeten enstanden und eine Atmosphäre ausbildeten ist ebenfalls strittig, unserer ist 4,5 Milliarden Jahre alt. Hat jemand eine Theorie über den frühestmöglichen Zeitpunkt der Entstehung des Lebens allgemein? Ich bin an persönlichen Ideen interessiert, aber auch an wiss. Verweisen.
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

  • #2
    hmm naja das wird wohl schwierig aber ohne großes gerechne würde ich sagen auf jeden fall einige zeit vor uns. wenn ich mich jetzt nicht vertue (und das passiert schonmal ) ist unsere sonne 6 milliarden jahre alt (oder warens 9?). es gibt sterne die schon wesentlich länger existieren, das heist, es könnte schon (intelligentes) leben gegeben haben als die erde gerade erst abgekühlt war. wer weis. vieleicht sind wir ja absolute nachzügler und vor uns sind schon abertausende von riesigen galaktischen zivilisationen aufgestiegen und wieder untergegangen.

    mfG Kork
    Die Regierung dient dem Volk und nicht umgekehrt!

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    • #3
      Da Leben wie wir es kennen schwere Elemente braucht kann es sich frühestens in einem Sonnensystem der zweiten Generation bilden.

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      • #4
        Genaues weiß niemand - wird wohl auch nie jemand wissen - aber ich vermute, daß zumindest die Bausteine des für uns vorstellbaren Lebens (z.B. Aminosäuren) deutlich älter sind als unsere Erde. 7, vielleicht 8 Mrd Jahre - würde ich vermuten (ohne jeglichen Beweis; das ist reine Spekulation!).

        Ob und wann sich aus diesen Aminosäuren schon vor der "Lebensinfizierung" der Erde irgendwo anders im All Leben entwickelt hat, welches wir nach der aktuellen Definition auch als solches betrachten würden ... keine Ahnung. Möglich wäre es. Angesichts der Unzahl von Sonnen, die es im All gibt - und der großen Zahl von Planeten, die es in unserer Milchstraße zu geben scheint - halte ich die Wahrscheinlichkeit dafür allerdings für ziemlich groß.

        Eine andere Frage ist dann natürlich, ob dieses Leben sich zu etwas ähnlichem wie Intelligenz hat entwickeln können ...
        Depend upon it, sir, when a man knows he is to be hanged in a fortnight, it concentrates his mind wonderfully.
        (Dr. Samuel Johnson)

        Main problem with troubleshooting is: trouble shoots back (Quelle: Google+)

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        • #5
          Bynaus hat in diesem thread:
          http://www.scifi-forum.de/off-topic/...-entdeckt.html
          geäußert, dass es erst seit etwa 6 Milliarden Jahren genügend Kohlenstoff für erdähnliche Planeten gibt.
          Ich könnte mir aber vorstellen, dass es lokal auch schon früher genug Kohlenstoff gab. Man könnte sich vorstellen, dass in einem dichten Sternentstehungssystem sehr früh viele große Überriesen in wenigen Millionen Jahren entstanden und vergangen sind und so lokal große Mengen der für Leben benötigten Elemente erzeugt haben. Wie lange es dauert, bis sich die schwereren Elemente annähernd gleichmäßig über eine Galaxis verteilen, ist eine andere Frage.

          Zumindest kann man sagen, dass seit mehr als 6 Milliarden Jahren die Entstehung von Leben möglich ist.

          Wir wissen ja auch noch nicht genau, wo die Bausteine wirklich herkommen. Es gibt ja einige Theorien, die die Entstehung von Grundbausteinen schon in Gaswolken im All postulieren, nachdem man etliche organische Moleküle in solchen Wolken nachgewiesen hat.
          "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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          • #6
            Ja, die meisten Angaben der modernen Astronomie sind eher "Schätzwerte".
            Ebenso interessant ist auch die Frage wie sich ein lebenstragender Planet entwickeln würde. Vielleicht bringt er in über 6 Milliarden Jahren nicht einen einzigen komplexeren Organismus hervor. Die Frage nach dem Anfang allen Lebens lässt sich vielleicht nie ganz klären. Ein Massensterben (siehe Erdgeschichte) ist ja ziemlich häufig der Fall.
            "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
            die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
            (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

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            • #7
              Man kann eben nur sehr schlecht spekulieren, wenn man unzureichende Daten hat. Wir wissen zum Beispiel nichts darüber, ob die biologische Evolution auf Sauerstoffwelten überall gleich schnell abläuft und ob die gelegentlichen Massensterben Einfluß auf die Evolutionsgeschwindigkeit haben. Wenn ja - beschleunigen sie die Evolution oder verlangsamen sie sie? Für beide Möglichkeiten ließen sich vermutlich mit einigem Nachdenken Argumente finden ...

              Ebensowenig wissen wir, ob intelligentes (oder sich selbst zumindest für intelligent haltendes) Leben zwingend an sauerstoffhaltige Atmosphären gebunden ist oder, wenn das nicht der Fall ist, wie hoch die Evolutionsgeschwindigkeit solch anaeroben Lebens unter für solches Leben idealen Umständen ist. Die Tatsache, daß es auf der Erde anaerobes Leben lediglich auf die Stufe von Bakterien und vielleicht noch Würmern oder Pilzen geschafft hat, ist schließlich kein Beweis dafür, daß sich solches Leben nicht zu intelligenten Formen entwickeln kann - schließlich sind die Bedingungen auf der die Erde für solches Leben das absolute worst-case-Scenario.

              All das müßte man aber einbeziehen, um eine einigermaßen fundierte Vermutung darüber anstellen zu können, seit wann es Leben im Universum geben könnte ...
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              • #8
                Auch die Panspermie-Theorie verdient Beachtung. Ihr wisst schon, die These dass das Leben von Kometen, Meteoriten usw. auf die Erde gebracht wurde - in Form von Mikroben.

                Was eine lebensfeindliche Welt angeht: auf der Erde existieren (auch nur im Mikrobenbereich) die sogenannten "Extremophilen". Das sind Organismen, welch sich den wiedrigsten Lebensbedingungen angepasst haben. Man findet sie z.B:

                - in Kernreaktoren
                -auf der Außenhülle von Raumsonden (stammen von der Erde, halten aber dem Vakuum stand)
                - in der Nähe von "Black Smokern" (schon ein alter Hut)
                - im Boden von Salzwüsten

                Ausgehend von einer Richtigkeit dieser Theorie, könnte sich auch auf recht abweisenden Welten Leben ausbilden - eventuell kein höheres, aber doch zumindest auch Leben.
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                • #9
                  Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
                  Ich könnte mir aber vorstellen, dass es lokal auch schon früher genug Kohlenstoff gab. Man könnte sich vorstellen, dass in einem dichten Sternentstehungssystem sehr früh viele große Überriesen in wenigen Millionen Jahren entstanden und vergangen sind und so lokal große Mengen der für Leben benötigten Elemente erzeugt haben. Wie lange es dauert, bis sich die schwereren Elemente annähernd gleichmäßig über eine Galaxis verteilen, ist eine andere Frage.
                  Ich denke, ein solche Region wäre zu aktiv, um Leben eine Chance zu geben. Ständig würden Sterne entstehen und vergehen und dabei wohl alles Leben in der Region, wenn es denn vorhanden ist, vernichten.

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                  • #10
                    In kombination mit dem Alter mancher Planeten/Universen, werden die Theorien das sich intelligentes Leben auch aus grundlegend primitiven Lebensformen entwickeln kann höchst interessant.

                    Selbst auf der Erde gibt es Lebensformen die 400 Jahre und älter werden (Wenn wir richtig primitive Lebensformen nehmen gibts sogar eine Theoretisch Unsterbliche: Hydrozoa).

                    Hundert Millionen Jahre Entwicklung: Und bei den Staatsquallen gibts nen tatsächlichen Staat.
                    „Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.“
                    „In seinem Haus in R’lyeh wartet träumend der tote Cthulhu.“

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                    • #11
                      ja, klar die prozyten sind ja unsterblich (also praktisch), debnn sie teilen sich einfach immer, und beginnen von vorne, aber das Tier stirbt nicht, es wird wieder schlagartig jünger....
                      Grün is bessa!
                      Tief im menschlichen Unterbewusstsein versteckt, existiert ein durchdringendes Bedürfnis, das Universum in logischer Konsequenz in seiner Gänze zu erfassen. Aber das Universum befindet sich immer einen Schritt jenseits der logischen Erfassbarkeit - Frank Herbert

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                      • #12
                        Wir Menschen altern ja bekanntermaßen, weil sich bei jeder Zellteilung der Strang mit den Erbbotschaften minimal verkürzt oder die Zellen erhalten einen Befehl zum Selbstmord (passiert schon bei der Geburt, man denke nur an die Ausbildung von Fingern). Ich habe mal in einer Doku gesehen, das amerikanische Wissenschaftler jetzt versuchen den erwähnten Strang auf einer kontinuierlichen Länge zu halten. Falls deren Vorhaben gelingen sollte, wäre ein Tod aus Altersschwäche praktisch ausgeschlossen. Es ist also vorstellbar auch menschliches Leben extrem zu verlängern. Natürlich ist das alles noch "echte" Sci-Fi.
                        "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
                        die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
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                        • #13
                          Bei der Umwandlung von Sauerstoff in Energie entstehen sogenannte freie Radikale, also einfach ausgedrückt Teilchen, die den Körper samt DNA schädigen. Dies ist unvermeidbar.

                          Man geht von mehreren tausend DNA-Schädigungen pro Tag aus, die meisten werden natürlich immer wieder repariert. Aber nicht alle. Auch das ist unvermeidbar.

                          Natürlich wird der gesamte Körper jeden Tag geschädigt. Umwelteinflüsse, Stress (auch positiver Stress), Strahlung, Nahrung, usw üben einen negativen, schädigenden Einfluss auf den Körper aus. Egal was man macht, es schwächt letztlich irgendeinen Teil des Körpers. All diese Faktoren zu umgehen ist ebenfalls unmöglich.

                          Daher werden "Altern" und "Tod" immer zum biologischen Leben dazugehören, ganz egal was für Gentherapien man in der Zukunft erfindet.
                          Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                          - Mencius

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                          • #14
                            Das ist schon klar, ich sprach ja auch von "extremen verlängern".
                            Die allgemeine Lebenserwartung hat sich von 1500 bis heute auch verdoppelt.
                            "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
                            die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
                            (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

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                            • #15
                              So gesehen könnte es tatsächlich so etwas wie die *Allerersten* ala Babylon5 geben, also Zivilisationen die sich entwickelten und auch wieder Ausstarben bevor überhaupt unsere Leben begann.

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