Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Pseudotechnologie und Magie in Science-Fiction und Fantasy

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Pseudotechnologie und Magie in Science-Fiction und Fantasy

    Es gibt ja das Zitat von Arthur C. Clarke: "Jede hinreichend fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden."

    Zum Beispiel ist ein Auto ein Wagen ohne Pferde. Das Antriebsprinzip eines Automobils (= selbst bewegt) ist nicht auf den ersten Blick für jeden verständlich.

    Umgekehrt gilt aber auch: Irgendeine wilde Phantasietechnologie, die es nach anerkannten physikalischen Gesetzen so nicht geben und die auch nicht erklärt werden kann, ist letztlich Pseudotechnologie und eine besondere Form von Magie.

    Aus meiner Sicht schließt die Fantasy einen Großteil der Science-Fiction mit ein.
    Beispiele:
    - Der Charakter Q aus Star Trek: Reine Magie, was dieses Wesen da tut.
    - Der schwarze Monolith aus "2001": Für mein Verständnis reine Magie.
    - Stargate: Die Stargates, trotz Wurmlochphysik, sind aus meiner Sicht magische Portale, die in - wenn auch meist nicht allzu - fremde Welten führen.
    - Star Wars: Lichtschwerter sind für mein Verständnis pseudotechnologische magische Schwerter. Die Macht der Jedi ist eine Form von Magie.

    D.h. Pseudotechnologie und Magie sind oft wesentliche Bestandteile der Science-Fiction. Worum es geht, ist, die Kontrolle über das Unkontrollierbare zu erlangen, in einem Universum, dessen Physik nicht einfach unserem Willen gehorcht. Um interessante Geschichten zu erzählen, wird die Physik dann oft durch Pseudotechnologie und Magie außer Kraft gesetzt.

    Die Frage ist dabei ist: Was unterscheidet noch nicht erfundene Technologie und Pseudotechnologie?
    Und was ist das Besondere der Magie in der Science-Fiction?
    Warum fällt es der Science-Fiction so schwer, auf Magie zu verzichten?

  • #2
    Zu dem Spruch von Mr. Clarke gibt es eine wunderschöne Erweiterung, die mir vor eingier Zeit in einem Webcomic begegnet ist:

    "Jede Technologie, egal wie primitiv, ist Magie in den Augen derer, die sie nicht verstehen."
    -Florance Ambrose

    Ich denke das gillt für 90% der SciFi 'Magie'.
    Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

    - Florance Ambrose

    Kommentar


    • #3
      Geht nu' das Thema wieder los.

      Grundsätzlich muss man doch sagen, dass der heutige Stand der Wissenschaft doch nicht das Ende aller Dinge ist. Von der Entdeckung der Weltformel sind wir heute ja noch weit entfernt. Was heute als physikalisch unmöglich gilt, kann in Zukunft Alltag sein. Ist doch letztendlich so: Kaum eine revolutionäre technologische Veränderung wurde vorausgesehen. Sonst wäre sie ja auch nicht so revolutionär.

      Das von HMS Fearless erwähnte Zitat ist auch ziemlich treffend. Wenn wir von einer fiktiven, zukünftigen, technologischen Entwicklung lesen, die wir für Unsinn halten, bedeutet dies nicht, dass diese auch tatsächlich Unsinn ist. Wir sind nicht allwissend, keiner kann die Zukunft voraussehen (zumindest soweit ich weiss, selbst da kann ich mich ja irren), und eine wissenschaftliche Neuentdeckung kann unsere Weltsicht auch mal ziemlich auf den Kopf stellen. Wie Andreas Eschbach einmal bemerkte: Die SF-Autoren lagen häufiger richtig, als die Futurologen.

      Mal ganz davon ab, dass die SF bei weitem nicht das einzige Genre ist, welches mit physikalischen Unmöglichkeiten arbeitet.
      Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
      Stalter: "Nope, it's all bad."

      Kommentar


      • #4
        Nur weil ein Beobachter einer technologischen Zivilisation Ursache und Wirkung eines Prozesses nicht so gleich versteht, wird dieser nicht automatisch annehmen das es sich dabei um Magie handelt.
        Ich wage sogar zu behaupten das 90% aller Bewohner dieses Landes, die zugrunde liegenden Prinzipien der technologischen Geräte die sie täglich nutzen nicht verstehen. Glauben deshalb diese Menschen ihr Fernseher funktioniere durch Magie? Nun ja ein paar vielleicht, aber die meisten anderen wohl kaum.
        Ist jedes ausserirdische Artefakt dessen Wirkung und Funktionsweise sich denn Handlungspersonen nicht erschließt, deshalb Magie. Ich denke nicht. Wenn die Handlungspersonen der Geschichte aus einer technologischen Zivilisation kommen. Werden sie hinter der Funktionsweise einer ausserirdischen Blackbox, Technologie vermuten und keine Magie. Genauso wenig glaubt Picard bei Q an Magie. Oder haben die Menschen in 2001 als sie den Monolithen auf dem Mond gefunden haben ihn etwa mit einen Pentagramm umgeben? Im Falle des Monolithen wird weder seine genaue Funktion oder Wirkungsweise erklärt, der Autor bleibt in seiner Beschreibung sogar recht vage. In dieser Geschichte bleibt der Monolith ein rätselhaftes Objekt, aber ist er deshalb Magisch?
        Nicht jeder Verstoß in einer SF-Geschichte gegen die physikalischen Gesetze unseres Universums, ist Fantasy. Wenn der Autor sein eigenes Universum (mit eigenen Gesetzen) entwirft und sich an diese hält, so bleibt er im Rahmen seiner Fiction glaubwürdig. Dies zu tun ist ein fester Bestandteil der erzählerischen Tradition der SF.
        Wenn ein Autor jedoch Unrealistische Elemente (im Rahmen seiner Fiction) in die Handlung einbaut, so kann man hier sehr wohl von Fantasy sprechen. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Lichtschwerter in Star Wars, nicht etwa ihre Existenz, sondern ihr unrealistischer Einsatz und Erfolg gegen Schusswaffen.
        Zuletzt geändert von Enas Yorl; 04.05.2009, 04:00.
        Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
        Dr. Sheldon Lee Cooper

        Kommentar


        • #5
          Wenn man TATSÄCHLICH Szenarien haben will, in der Magie als Technologieersatz herhalten muss, dann würde ich einen Blick auf die Final Fantasy-Reihe von Videospielen empfehlen. Dort kehrt das Thema relativ häufig wieder (ich habe leider die ersten sechs Teile nie gespielt, also kann ich zu denen nichts sagen):

          - In Teil 7 dient die "Lebenskraft" (Mako) des Planeten als primäre Energiequelle für eine Kultur die technisch ca. auf dem Stand des 20. Jahrhunderts unserer Realität ist.
          - In Teil 10 benutzt der Großteil der Spielwelt Magie, weil Maschinen nach einem Krieg vor knapp tausend Jahren von der vorherrschenden Religion als "gefährlich" tabuisiert und verbannt wurden.
          - In Teil 12 existieren ganze Flotten aus vom magischen Erz "Nethecyte" angetriebenen "Luftschiffen", mit denen sogar Luftkämpfe vom Kaliber von Star Wars-Raumschlachten ausgefochten werden. Die ultimative Waffe einer der Krieg führenden Nationen ist eine fliegende, Todesstern-artige Festung mitsamt magischem "Superlaser".

          Kommentar


          • #6
            Das Fernseher-Beispiel ist wirklich gut! Ich denke auch, dass eine Zivilisation, die einen bestimmten Technologie-Stand erreicht hat, generell bei unbekannten Objekten kaum Magie vermuten wird, sondern eher den Gedanken "Ich weiß zwar nicht was da drin steckt, oder wie des überhaupt funktioniren kann, aber es wird wohl irgendeine fortgeschrittenere Technik sein... (dann gefolgt vielleicht von ein paar völlig falschen Vermutungen ;-) ) ."

            So wie eben auch 90 % der Computernutzer (mich eingeschlossen) wirklich sagen können, was da, während ich hier tippe, der Chip und die restliche Elektronik in dem Kasten damit wirklich gerade veranstalten. Und ich denke, wnn man es genauer nimmt, sind es noch viel mehr als 90%, die die Funktion der täglichen Gebrauchsgegenstände eigentlich nicht genau erklären können - selbst nicht die Fachleute, die sich heute schon aufgrund der schieren Wissensmenge nur auf spezielle Details konzentrieren müssen. Klar, ich kann auch in zwei drei nebensätzen erklären, wie z.B. ein Fernseher ein Bild erzeugt, aber schraub ich so ein Teil auf, dann hat hier mein Wissen ganz schnell die Grenze erreicht, weil ich dann vielleicht nichtmal die Teile identifizieren kann, die ich gerade als essentiell für die Funktionsweise genannt habe - das ist der Untersschied zwischen theroethischem und parktischem Wissen.

            Allerdings darf jetzt bitte nicht wieder der Trugschluss wie in so manch anderem Thread gemacht werden, dass alles an Technik der SF irgendwann mal möglich sein wird, weil es eben denkbar ist - ein paar physikalische Grundsätze wie z.B. Energie und Masse-Verhältnisse sind nunmal gegebene Naturgrößen, die nicht durch irgendeinen "Wissenssprung" auf einmal annuliert werden können.
            Grüße,
            Peter H

            Kommentar


            • #7
              Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
              Nur weil ein Beobachter einer technologischen Zivilisation Ursache und Wirkung eines Prozesses nicht so gleich versteht, wird dieser nicht automatisch annehmen das es sich dabei um Magie handelt.
              Ich wage sogar zu behaupten das 90% aller Bewohner dieses Landes, die zugrunde liegenden Prinzipien der technologischen Geräte die sie täglich nutzen nicht verstehen. Glauben deshalb diese Menschen ihr Fernseher funktioniere durch Magie? Nun ja ein paar vielleicht, aber die meisten anderen wohl kaum.
              Ist jedes ausserirdische Artefakt dessen Wirkung und Funktionsweise sich denn Handlungspersonen nicht erschließt, deshalb Magie. Ich denke nicht. Wenn die Handlungspersonen der Geschichte aus einer technologischen Zivilisation kommen. Werden sie hinter der Funktionsweise einer ausserirdischen Blackbox, Technologie vermuten und keine Magie. Genauso wenig glaubt Picard bei Q an Magie. Oder haben die Menschen in 2001 als sie den Monolithen auf dem Mond gefunden haben ihn etwa mit einen Pentagramm umgeben? Im Falle des Monolithen wird weder seine genaue Funktion oder Wirkungsweise erklärt, der Autor bleibt in seiner Beschreibung sogar recht vage. In dieser Geschichte bleibt der Monolith ein rätselhaftes Objekt, aber ist er deshalb Magisch?
              Nicht jeder Verstoß in einer SF-Geschichte gegen die physikalischen Gesetze unseres Universums, ist Fantasy. Wenn der Autor sein eigenes Universum (mit eigenen Gesetzen) entwirft und sich an diese hält, so bleibt er im Rahmen seiner Fiction glaubwürdig. Dies zu tun ist ein fester Bestandteil der erzählerischen Tradition der SF.
              Wenn ein Autor jedoch Unrealistische Elemente (im Rahmen seiner Fiction) in die Handlung einbaut, so kann man hier sehr wohl von Fantasy sprechen. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Lichtschwerter in Star Wars, nicht etwa ihre Existenz, sondern ihr unrealistischer Einsatz und Erfolg gegen Schusswaffen.
              Nach dieser Theorie ist Stan Nicholls "Die ORks" Sci Fi. Die Magie HEIßT Magie, ist auch genau so, wird aber dadurch erklärt, dass es ein Material im Boden gibt(Gegenstückj zum Magma) deren Strahlung man mit Konzentration in die Magie umwandeln, die recht konventionell ist(Aber bei gewissen sachen Artefakte benötigt)

              Dann gibt es plötzlich Dimensionsportale. Aber ein Magier hüpft rein und sagt: Dont worr, its Sci Fi! Denn das ist ein, durch diese Magie erschaffene Brücke zwischen besiedelten Planeten, die parallele Entwicklung haben - WOW!!
              Grün is bessa!
              Tief im menschlichen Unterbewusstsein versteckt, existiert ein durchdringendes Bedürfnis, das Universum in logischer Konsequenz in seiner Gänze zu erfassen. Aber das Universum befindet sich immer einen Schritt jenseits der logischen Erfassbarkeit - Frank Herbert

              Kommentar


              • #8
                Zitat von Battleschnodder Beitrag anzeigen
                Nach dieser Theorie ist Stan Nicholls "Die ORks" Sci Fi. Die Magie HEIßT Magie, ist auch genau so, wird aber dadurch erklärt, dass es ein Material im Boden gibt(Gegenstückj zum Magma) deren Strahlung man mit Konzentration in die Magie umwandeln, die recht konventionell ist(Aber bei gewissen sachen Artefakte benötigt)

                Dann gibt es plötzlich Dimensionsportale. Aber ein Magier hüpft rein und sagt: Dont worr, its Sci Fi! Denn das ist ein, durch diese Magie erschaffene Brücke zwischen besiedelten Planeten, die parallele Entwicklung haben - WOW!!
                Nein, nur weil der Autor ein paar Regeln aufstellt, wird aus Fantasy noch lange nicht SF. Dazu gehört zur Genreeinteilung einer Geschichte schon einiges Mehr.
                Wenn ein Fantasyautor in seiner Erzählung, aber die Magie klaren Regeln unterwirft. Entfernt er sich von der klassischen Definition der Fantasy, das mit Magie alles möglich ist. Solche Geschichten können je nachdem wie weit sie gehen, Grenzgänger zwischen verschiedenen Genres sein.
                Und gerade weil es solche Erzählungen zur Genüge gibt, machen enge Genreabgrenzungen und Schwarz/Weiß-Denken ja so wenig Sinn.
                Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                Dr. Sheldon Lee Cooper

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von Battleschnodder Beitrag anzeigen
                  Nach dieser Theorie ist Stan Nicholls "Die ORks" Sci Fi. Die Magie HEIßT Magie, ist auch genau so, wird aber dadurch erklärt, dass es ein Material im Boden gibt(Gegenstückj zum Magma) deren Strahlung man mit Konzentration in die Magie umwandeln, die recht konventionell ist(Aber bei gewissen sachen Artefakte benötigt)

                  Dann gibt es plötzlich Dimensionsportale. Aber ein Magier hüpft rein und sagt: Dont worr, its Sci Fi! Denn das ist ein, durch diese Magie erschaffene Brücke zwischen besiedelten Planeten, die parallele Entwicklung haben - WOW!!

                  Nur weil es "Magie" heisst..muss es noch lange keine sein...grade bei Büchern/Romanen ist es ja so,das der Autor die Dinge aus der Sicht der Protagonisten schildert und wenn diese "ungebildet/Primitv" sind...dann wird halt eine "Glühbirne" als magisch leuchtendes Auge beschrieben...

                  ich hab zb. die HdR Filme gesehen und erst viiiieeeel später die Bücher gelesen und im Konsenz dieses Threads fällt mir jetzt ein,das ich beim sehen der "magisch-sehenden Steine" (die heissen Palanthiere oder so ?? ) erstmal an die Goa`Úld Komunikationskugeln aus Stargate dachte und das die Zauberer (sowohl Gandalf als auch der andere) davon nie als "magisch" sondern nur als sehend gesprochen haben,nur die "unwissenden" hielten sie für "magisch", als ich später die Bücher gelesen habe ist mir dann ebenfalls aufgefallen,das nur in der geschilderten Sichtweise der "unwissenden" in dem Zusammenhang von Magie gesprochen wird...
                  .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

                  Kommentar


                  • #10
                    Ich finde diese ganzen Star Trek Heilmedizin ist schon Magie. Diese aparate die leuten uns Strahlen abgeben, wie auch das Gua´uld Heilgerät. Das alles halte ich für Hokus Pokus, es ist schon klar das es Strahlenterapie usw gibt, aber diese Handgeräte die alle heilen? hm sehr mysteriöses Zeug.

                    Kommentar


                    • #11
                      &quot;Magie&quot; in der Science-Fiction?

                      Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                      Die Frage ist dabei ist: Was unterscheidet noch nicht erfundene Technologie und Pseudotechnologie?
                      Noch nicht erfundene Technik wird noch erfunden werden, Pseudotechnik nicht...

                      Im Ernst: Genau das ist die interessante Frage. Natürlich wirkt es (zu?) leicht, einfach einen beliebigen Effekt zu nehmen, zu sagen, er sei technisch verursacht und so etwas eigentlich "magisches" (die Anführungsstriche sind bewusste gewählt, s.u.) in die Scifi einzuführen.
                      Trotzdem gibt es IMHO einen entscheidenen Unterschied zwischen Scifi und Fantasy. Es ist die Art der Verwendung dieser "Magie".

                      Zitat von transportermalfunction
                      Und was ist das Besondere der Magie in der Science-Fiction?
                      Sie wirkt etwas exotisch, denn eine Scifi-Welt ist meistens technisch-wissenschaftlich ausgerichtet, nicht auf solche übernatürlichen Kräfte.

                      Zitat von transportermalfunction
                      Warum fällt es der Science-Fiction so schwer, auf Magie zu verzichten?
                      Gar nicht. Nur wenige Scifi-Romane/Serien/Filme nutzen Magie, diese ist nämlich von der "Magie" in diesem Sinne zu unterscheiden.

                      Den Unterschied kann man am Besten verdeutlichen, indem man sich vorstellt, dass eine Figur versucht, diese "Magie"* zu erlernen:
                      Bei echter Magie im klassichen Sinne muss sie sich dazu Zaubersprüche merken, bzw. vielleicht in irgendwelches altes Wissen eingeweiht werden. Bei einer "Magie" in Scifi dagegen kann er sich auch zum Ingeneur ausbilden lassen.

                      Der Unterschied ist einfach, dass es für die "Magie" in der Scifi eine wissenschaftliche Erklärung gibt, zumindest im jeweiligen Universum. Die "normale" Magie dagegen ist stehts bis zu meinem gewissen Grade unerklärlich. Kurz: Man kann die "Magie" in der Scifi auf elementarere Naturgesetzte zurückführen, die Magie dagegen ist selbst schon basal.
                      Dabei sind die Techniken manchmal sehr weit hergeholt, das muss man zugeben.

                      *: Hier wird darunter einfach eine "Wirkung" verstanden, die den Naturgesetzen widerspricht.

                      Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                      Nicht jeder Verstoß in einer SF-Geschichte gegen die physikalischen Gesetze unseres Universums, ist Fantasy. Wenn der Autor sein eigenes Universum (mit eigenen Gesetzen) entwirft und sich an diese hält, so bleibt er im Rahmen seiner Fiction glaubwürdig. Dies zu tun ist ein fester Bestandteil der erzählerischen Tradition der SF
                      Sehe ich ähnlich. Allerdings stellt sich dabei natürlich die Frage, in wie fern man das gegen Fantasy abgrenzen kann.

                      Zitat von Enas Yorl
                      Wenn ein Autor jedoch Unrealistische Elemente (im Rahmen seiner Fiction) in die Handlung einbaut, so kann man hier sehr wohl von Fantasy sprechen. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Lichtschwerter in Star Wars, nicht etwa ihre Existenz, sondern ihr unrealistischer Einsatz und Erfolg gegen Schusswaffen.
                      Wieso? Es gibt meines Wissens für die Laserschwerter sehr gute Erkärungen. Sie arbeiten mit Plasma. Und als "Laserschwert" passen sie so eigentlich schon eher in die Scifi. "Die Macht" wäre ein anderes Beispiel...
                      "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von DragoMuseveni Beitrag anzeigen
                        Bei echter Magie im klassichen Sinne muss sie sich dazu Zaubersprüche merken
                        Selbst dafür hab ich schon eine pseudo-rationale Erklärung gehört:

                        Um die "magische Energie" zu bündeln, muss sich der Anwender auf ein ganz bestimmtes Muster konzentrieren. Da diese Muster aber eher abstrakt sind, haben sich kluge Männer und Frauen Mantras einfallen lassen, die man sich leicht merken kann und damit die Konzentrationsmuster im Kopf hat.

                        Wie man sieht: Der Unterschied zwischen Magie und Science ist eigentlich nur die Erklärung. Fantasy kümmert sich nicht darum, das Wie und Warum zu erklären. Zaubersprüche, Dämonen, Drachen, das wird alles als gegeben hingenommen. In einem Sci-Fi-Setting würde man dagegen von "psychischen Mantras" (Zaubersprüchen) "extradimensionalen Kreaturen" (Dämonen) oder "Dinosaurier-Unterarten" (Drachen) sprechen.

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von Draco90831 Beitrag anzeigen
                          Selbst dafür hab ich schon eine pseudo-rationale Erklärung gehört:

                          Um die "magische Energie" zu bündeln, muss sich der Anwender auf ein ganz bestimmtes Muster konzentrieren. Da diese Muster aber eher abstrakt sind, haben sich kluge Männer und Frauen Mantras einfallen lassen, die man sich leicht merken kann und damit die Konzentrationsmuster im Kopf hat.
                          Aber in der Frage, woher diese "Energien" kommen, muss sich die Magie auf Übersinnliches berufen.
                          Mein Punkt bleibt also bestehen: Die Magie ist nicht mehr weiter auf grundlegende Naturgesetze zu reduzieren, die "Magietechnologie" in Scifi dagegen kann (bzw. sollte) sich wieder auf die Naturgesetze, die dann überall gelten und von jedem nachvollzogen werden können, zurückführen.

                          Natürlich sind die Übergange auch mit dieser Definition fließend, es kommt immer auf die Art Scifi/Fantasy an, die man betrachtet. Für einige Fälle kann man den Unterschied so klar machen, bei anderen vielleicht anders.
                          Die Frage ist, ab welcher Stelle man davon sprechen müsste, dass der Unterschied nur noch "gekünstelt" ist...Aber das es Grenzbereiche gibt, wird ja nicht bestritten.

                          Zitat von Draco90831
                          Wie man sieht: Der Unterschied zwischen Magie und Science ist eigentlich nur die Erklärung. Fantasy kümmert sich nicht darum, das Wie und Warum zu erklären. Zaubersprüche, Dämonen, Drachen, das wird alles als gegeben hingenommen. In einem Sci-Fi-Setting würde man dagegen von "psychischen Mantras" (Zaubersprüchen) "extradimensionalen Kreaturen" (Dämonen) oder "Dinosaurier-Unterarten" (Drachen) sprechen.
                          Naja, das kommt meiner Idee sehr nahe.
                          "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

                          Kommentar


                          • #14
                            Aber in der Frage, woher diese "Energien" kommen, muss sich die Magie auf Übersinnliches berufen.
                            Mein Punkt bleibt also bestehen: Die Magie ist nicht mehr weiter auf grundlegende Naturgesetze zu reduzieren, die "Magietechnologie" in Scifi dagegen kann (bzw. sollte) sich wieder auf die Naturgesetze, die dann überall gelten und von jedem nachvollzogen werden können, zurückführen.
                            Telekinese undähnliches wird in Star Trek schon seit Urzeiten als nichtmagisch gesetzt. Ausserdem kann man ja sagen, dass es eine SUPERMASCHINE!!! WUHU! gibt, die deine Gedankenmatrix abfängt und sie in Form von Energie auf den zurükfedert, auf den du es absendest. Es ist eine SUPERMASCHINE!!!
                            Grün is bessa!
                            Tief im menschlichen Unterbewusstsein versteckt, existiert ein durchdringendes Bedürfnis, das Universum in logischer Konsequenz in seiner Gänze zu erfassen. Aber das Universum befindet sich immer einen Schritt jenseits der logischen Erfassbarkeit - Frank Herbert

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von Battleschnodder Beitrag anzeigen
                              Telekinese undähnliches wird in Star Trek schon seit Urzeiten als nichtmagisch gesetzt. Ausserdem kann man ja sagen, dass es eine SUPERMASCHINE!!! WUHU! gibt, die deine Gedankenmatrix abfängt und sie in Form von Energie auf den zurükfedert, auf den du es absendest. Es ist eine SUPERMASCHINE!!!
                              Sowas ähnliches wurde bereits in einem Film gezeigt, ja.

                              Aber der Unterschied liegt doch immernoch darin, wie es dargestellt wird. Die Magie ist sicher anders Verursache als nur das wirken einer "Supermaschine".
                              "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X