Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Die besten SciFi-Filme der 50'er Jahre

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Die besten SciFi-Filme der 50'er Jahre

    In einem anderen Thread wurde ja bereits darüber diskutiert, ob das Zeitalter der Science Fiction langsam zu Ende geht. Ich denke nicht, dass dies der Fall ist, allerdings ist auch klar: Es gab eine Zeit in der das Science Fiction-Genre besser dastand. Damit meine ich das Goldene Zeitalter der Science Fiction in den 50’er Jahren, deren Filme heutzutage am laufenden Band wieder und wieder neu aufgelegt werden (und dabei in der Regel schlechter werden).

    Welchen Klassiker dieser Epoche mögt ihr am liebsten und warum?



    Ich reflektiere mal kurz über einige mögliche Kandidaten (Vorsicht: mit Spoilern):


    Endstation Mond/ Destination Moon (1950)

    Der Titel sagt eigentlich schon alles, es geht um eine bemannte Mission zum Mond. Im Gegensatz zu „Le voyage dans la lune“ von 1902 hat man sich sichtlich Mühe gegeben, wissenschaftlich einigermaßen exakt zu bleiben. Konzepte wie Trägheit oder „im Weltraum gibt es keine Luft“ werden nicht nur eingehalten, sondern dem Publikum sogar erklärt. Der Film antizipiert nicht nur bemannte Missionen zum Mond, sondern auch die Konkurrenz zwischen USA und Sowjetunion in diesem Bereich: ein Testrakete wird durch Sabotage der Gegenseite zerstört, bei der Vorstellung des Programms ist das ausschlaggebende Argument, dass man vom Mond Atomraketen abfeuern könnte (ja, man merkt schon, dass Robert Heinlein an der Produktion beteiligt war). Einige Dinge, und das liegt nah, haben sich anders entwickelt als im Film dargestellt. Man benutzt etwa ein einstufiges Raumschiff anstatt einer mehrstufigen Rakete und das Mondprojekt wird von privaten Investoren und nicht vom Staat getragen.

    Der Film hat ein großes Problem und damit meine ich nicht die nach heutigem Maßstab schwachen Special Effects, die damals im Gegenteil als erstklassig galten und sogar einen Oscar einheimsten (der Film ist übrigens in Farbe). Nein, das Problem ist, dass praktisch keine Story vorhanden ist. Man hat den Handlungshintergrund „Mondreise“, aber vor diesen Hintergrund passiert nichts. Man schlägt sich (und dem Zuschauer) die Zeit mit trivialen Dingen um die Ohren: Der Countdown wird von 30 heruntergezählt, man versucht Essen in der Schwerelosigkeit zu sich zunehmen, Spaziergang auf der Außenhülle usw.
    Auf dem Mond werden dann irgendwelche geologischen Experimente gemacht, die ebenfalls so interessant sind, wie der Versuch Gras beim Wachsen zuzusehen. Hätte man tolle Kulissen und Special Effects könnte man sich vielleicht von der Nicht-Handlung ablenken, aber es gibt leider nur Matt Paintings, die nicht sehr erbaulich sind. Die „Handlung“ kulminiert schließlich darin, dass man zu wenig Treibstoff für den Rückflug hat (man ist wohl so überstürzt aufgebrochen, dass keine Zeit war, den Bedarf genau zu berechnen). Nachdem alle überflüssigen Gegenstände entfernt wurden stellt sich heraus * dadadadaaaa“, dass eine Person auf dem Mond zurückbleiben muss. Man streitet sich darum, wer bleiben darf („Ich bin der Älteste, ich bleibe. Ich bin der Captain, ich bleibe…“). Am Ende muss aber dann doch keiner bleiben, weil man noch einen Raumanzug und ein Radargerät rausschmeißen kann. Allerdings deutete das vorherige Rumspringen einiger Astronauten auf der Oberfläche des Mondes darauf hin, dass die Anzüge sehr leicht sein müssen ..naja. Ich gebe noch knappe 5 Klassik-Punkte (von 10). Wunderbarer Exposition, bei der leider die Handlung zu kurz kommt. Für Leute in der Prä-Raumfaht-Ära mag die Reise selbst eine spannende Geschichte gewesen sein, aber für den heutigen Zuschauer sind Mondreisen eben Kalter Kaffee.


    Das Ding aus einer anderen Welt/ The Thing from Another World (1951)

    Eine fliegende Untertasse stürzt in der Arktis ab. Ein Team wird von einer nahe gelegenen Forschungsstation entsendet, um die Sache zu untersuchen. Man sprengt das Schiff leider versehentlich in die Luft, kann den eingefrorenen Insassen aber bergen. Man ist davon überzeugt, dass dieser tot sei, was sich als mächtig großer Fehler herausstellt. Das Ding taut auf, tötet einen Mitarbeiter und macht sich vorerst von dannen. In guter Horrorfilmmanier sieht man „Das Ding“ nur selten, nämlich genau 3 Mal. Der erste Auftritt ist dabei ziemlich erschreckend und kommt völlig unerwartet. Die nächsten beiden Auftritte werden dann praktisch angekündigt; in beiden Fällen wird versucht, „das Ding“ zu vernichten. Es gibt in diesem Film wenig Action oder Special Effects, dafür wird eine klaustrophobische Atmosphäre geschafften (eingepfercht in einer kleinen Station am A…. der Welt) und viel Wert auf Dialoge gelegt. Und aus diesen Gründen kann man sich den Film auch heute noch wunderbar ansehen. Jedes Mal wenn eine Tür aufgeht, erschreckt man, weil es ja sein kann, dass das Ding vor Tür steht. Auch will man natürlich wissen, wie man dieses Monster, dass als ziemlich unzerstörbar eingeführt wurde (weil es pflanzlicher Natur ist) schlussendlich töten wird. Auf der negativen Seite muss man noch auf den Chefwissenschaftler verweisen, der furchtbar klischeehaft dargestellt wird (erinnert an die Brosnan- Parodie in Tim Burtons „Marc Attacs“). Die Schlussszene mit einem der wohl bekanntestes Filmzitaten der SciFi-Geschichte (siehe Signatur) entschädigt dafür aber. 7 Klassikpunkte.

    Der Tag, an dem die Erde stillstand/The Day the Earth Stood still (1951)

    Gleiches Thema wie in „Das Ding aus einer anderen Welt“ - es geht um den Erstkontakt mit Aliens- aber völlig anderes umgesetzt. Hier sollen die Menschen nicht vernichtet, sondern ganz im Gegenteil vor sich selbst geschützt werden. Der Außerirdische Klaatu besucht in Begleitung seines Roboters Gort die Erde. Doch kaum hat er sein Schiff verlassen, wird er von den Helden des US-Militärs niedergeschossen. Er wird in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er um die Möglichkeit bittet mit allen Regierungschefs der Erde gleichzeitig sprechen zu können. Seine Bitte wird jedoch abgelehnt, weil sich die Staaten nicht auf einen gemeinsamen Treffpunkt einigen können. Klaatu flüchtet also aus dem Krankenhaus und taucht als Untermieter „Mr.Carpenter“ bei einer Familie unter. Er verbringt viel Zeit mit dem Jungen der Familie, besuchte einen Wissenschaftler, den er nun als besseren Ansprechpartner als irgendwelche Politiker erkennt, doch stets ist ihm das Militär auf den Fersen. Am Ende des Films kann Klaatu schließlich doch noch seine große Rede halten, deren Inhalt man in etwa so zusammenfassen kann. „Macht auf eurem Planeten, was ihr wollt, aber wenn ihr kriegslüsternd in den Weltraum aufbrecht ist Schluss mit der Narrenfreiheit; dann kommen unsere Kampfroboter und pusten euch weg! „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ gilt als einer der größten SciFi-Filme aller Zeiten , durchaus zurecht wie ich finde. Der Film ist nicht perfekt (die große Botschaft am Schluss hat ihre Probleme und simplifiziert etwas zu sehr ein komplexes Problem), aber er ist auch aus heutiger Sicher noch sehr gut. 8.5 Klassikpunkte.

    Kampf der Welten / The War of the Worlds (1953)

    Der Film beginnt mit SW-Archiv-Aufnahmen aus dem 1. und 2. Weltkrieg, die deutlich machen sollen, welche zunehmende Zerstörungskraft Waffen im 20.Jahrhundert erhalten haben. Nach der aufreißerischen Ankündigung “And now, fought with the terrible weapons of super-science, menacing all mankind and every creature on the Earth comes the War of the Worlds” wird der Titel im leuchtenden Rot eingeblendet und man weiß sofort: Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Die Geschichte ist eine Verfilmung des gleichnamigen H-G-Wells-Romans, nur ohne Sozialkritk. Es geht schlicht darum, dass Marsianer auf der Erde landen, alles wegballern, was ihnen vor die Flinte kommt, bevor sie kurz vor Torschluss doch noch den Kampf gegen irdische Mikroorganismen verlieren.
    Der Film hat verdammt gute Soundeffekte. Wenn man Ärger mit dem Nachbarn hat, sollte man sein Surround-System voll aufdrehen, wenn die Aliens ihre Wärmestrahlen und Disruptoren abfeuern. Der Photonentorpedosound aus TOS ist übrigens aus „Kampf der Welten“ übernommen worden. Optisch werden alle Vorteile des Farbfilms voll ausgeschöpft. Leider benutzen die Aliens nicht die bekannten Dreibeiner.
    Der Film ist jedenfalls die Mutter aller Invasionsstreifen. Ich gebe dafür 7.5 Klassikpunkte.

    Formicula/ Them! (1954)

    Was passiert, wenn man Atombomben testet? Auch die jüngeren Kinogeher wissen spätestens seit Emmerichs „Godzilla“-Version, dass die Antwort lautet: Alles im Testgebiet wird größer!
    Das Muster Radioaktivität = Vergrößerung (oder Schrumpfung) wurde gerade in den 50’er Jahren zig Mal abgespult. In diesem Film jedoch versucht man durchaus einen ernsten Unterton zu setzten, wenn am Ende die Frage gestellt wird, welche Gefahren wohl noch durch die Freilassung des nuklearen Genies in die Welt gekommen sind.
    Aber zum konkreten Film: Dieser nimmt einen völlig überraschenden Verlauf. Ähnlich wie in „From Dusk Till Dawn" wechselt man mitten im Film praktisch das Genre. Man beginnt mit einem klassischen „Tatort-Film“. Wir begleiten zwei Polizisten in Neu Mexiko bei ihrer Streife. Diese treffen auf ein Kind, das alleine durch die Wüste wandert und offensichtlich unter Schock steht; sie finden eine Leiche (der Vater des Kindes), die regelrecht volllgepumpt ist mit Ameisensäure. Das Verwirrspiel geht noch ein bisschen weiter, bis die erschreckende Lage sich voll offenbart. Der erste Atombombentest bei Alamogordo hat metergroße Ameisen hervorgebracht. Mit Flammenwerfern kann man zwar die meisten vernichten, doch zwei Königinnen haben es bis LA geschafft, wo sie sich in der Kanalisation eingenistet haben. Man muss das Nest der Königinnen finden, bevor diese neue Kolonien gründen können, sonst KÖNNTE DIE MENSCHHEIT ALS DOMINIERENDE SPEZIES DER ERDE ABGELÖST WERDEN. Nun haben wir einen Army rettet die Welt-Film.
    Klar, die Monster sind nicht auf dem neusten Stand der Technik, aber sie werden gut und vor allem selten in Szene gesetzt. Der Spannungsaufbau ist sehr gut, die weibliche Hauptrolle hat mit gut gefallen und der „Ameisenprofessor“ schafft es sogar ein bisschen Humor in die Handlung zu bringen. Der Film schafft es wunderbar die beiden Urängste der 50’er Jahre (Atomkrieg und Kommunismus) zu verarbeiten und ist eine reichhaltige Inspirationsquelle für kommende Horrorfilme. 8 Klassikpunkte.

    Tarantula (1955)


    Das gleiche wie Formicula nur mit Spinne statt mit Ameise. In diesem Fall ist allerdings nicht Radiaktivität die Ursache des Wachstums, sondern eine Nährstofflösung, die eigentlich für alle Zeiten das Problem von Nahrungsmittelengpässen lösen sollte. Was für eine Ironie, dass dieser Versuch letztendlich ein Nahrungsmittelengpass der besonderen Art schafft, weil Tarantula sich nun nicht mehr mit normaler Kost begnügt. Üblicherweise fordern Wissenschaftler ihr Schicksal in solche Filmen immer heraus, indem sie versuchen „Gott zu spielen" (siehe „Frankenstein“), aber hier gibt es keinen verrückten Wissenschaftler, sondern nur einen Professor (Professor Deemer), der die Lebensqualität der Menschheit verbessern will. Doch das hilft ihm entgegen aller Klischees wenig. Interessant sind hier seine Berechnungen, dass es im Jahr 2000 3.6 Mrd. Menschen gäbe, die unmöglich alle ernährt werden könnten.
    Am Ende wird die Riesenspinne vom Militär mit Napalm eingeäschert, wobei man Clint Eastwood als jungen Geschwaderführer bewundern kann. Kommt nicht ganz an „Them!“ heran, aber trotzdem noch 7 Klassikpunkte.

    Alarm im Weltall/ Forbidden Planet (1956)

    Hierzu haben wir sogar schon einen Thread, daher kann ich mich kurz fassen. Ein ganz wichtiger Film, gerade als Inspirationsquelle für Star Trek. Packende Story, für die damalige Zeit herausragende Spezialeffekte, ein sehr „scifiiger“ elektronischer Soundtrack und vor allem: Robby der Roboter ist dabei. 8 Klassikpunkte

    Die Invasion der Körperfresser/Invasion of the Body Snatchers (1956)

    Der Film beginnt im Krankenhaus, wo der Psychiater Dr.Bennell anscheinend selbst den Verstand verloren hat. Er berichtet von einer fantastischen Verschwörung in seiner Heimstadt, bei der sämtlich Einwohner, durch außerirdische Repliken ersetzt wurden. Der Film schafft es wunderbar eine paranoide Stimmung aufzubauen, die erst recht dadurch wirkt, dass man alles durch die Augen des Hauptcharakters sieht. Es gibt ein ziemlich großes Logikloch, weil einerseits Menschen direkt in Aliens umgewandelt werden, anderseits aber auch Kopien erstellt werden, was nicht wirklich Sinn macht. Trotzdem: 7.5 Klassikpunkte.

    Die unglaubliche Geschichte des Mr. C/ The Incredible Shrinking Man (1957)

    Ein erneuter Anwendungsfall der Formel: Radioaktivität = Wachstum/Schrumpfung. In diesem Fall schrumpft der Hauptcharakter Scott Carey erst nur um ein paar Zentimeter, dann auf einen knappen Meter, auf die Größe einer Puppe, einer Spinne … Für solche Atomgeschichten ist der Film überraschend anspruchsvoll, indem er die Schrumpfung des Hauptcharakters mit einer spirituellen Selbstfindung verbindet. 8 Klassikpunkte.

    Angriff aus dem Weltall / The Blob (1958)

    Beware of the Blob!! Er hat keine Gliedmaßen, kein Gesicht, keine nennenswerten Eigenschaften, außer dass es sich um eine Schleimkugel handelt, die alles absorbiert, was sich in ihr in den Weg stellt. Der Blob, der am Anfang nur faustgroß war, wächst bis zum Ende des Films auf Hausgröße heran, bis er im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis gelegt wird. In der Arktis ist von ihm nichts mehr zu befürchten, sofern es dort kalt bleibt (subtile Anspielung auf Global Warming bereits in den 50’ern). Ein typischer B-Movie, der es aber geschafft hat, einen gewissen Kultstatus zu erlangen, vermutlich auch deswegen weil er die Karriere von Steve McQueen befördert hat (der hier nicht ganz glaubhaft einen Teenager verkörpert). 5.5 Klassikpunkte.

    Das letzte Ufer/ On the Beach (1959)

    Mit“ Childen of Men“ der deprimierenste Film, den ich kenne. Nach einem Atomkrieg ist die nördliche Hemisphäre verstrahlt und allein Australien bietet noch eine bewohnbare Umgebung für Menschen. Auch ein amerikanisches Atom-U-Boot hat es hierhin geschafft. Es wird jedoch schon bald wieder ausgesendet um den Sender eines mysteriösen Funksignals in der Nähe von San Diego zu ermitteln. Ein Film, der einen bleibenden Eindruck hinterlässt und einen tollen Cast aufweist. Allerdings muss man die Nerven haben a. Australier mit amerikanischen Akzent b. 1000 Variationen von „Waltzing Mathilda“ und c. das deprimierenste Ende der Filmgeschichte durchzustehen. 8.5 Klassikpunkte


    Also nach dieser Rekapitulation komme ich zu dem Ergebnis, dass ich „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ für den besten SciFi- Film der 50’er halte. Im dem Sinne: Klaatu barada nikto!.
    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

  • #2
    Die Hälfte dieser Filme, die Du aufzählst habe ich noch gar nicht gesehen .
    Deine Auflistung ist sehr beeindruckend, da liest man ja lange dran .

    Gut finde ich:
    - Der Tag an dem die Erde still stand: Sehr intelligente Unterhaltung, es passiert eigentlich nichts Schlimmes, es gibt eigentlich nur eine Warnung, aber der Film ist einfach gut gemacht, lohnt sich sicher für viele Star Trek TOS-Fans.Von Regisseur Bob Wise stammt ja auch TMP.

    - Kampf der Welten: Gute Verfilmung des H.G.Wells Romans. Die Marsflugmaschinen erzeugen mit ihren Todesstrahlen Panik in den Städten, diese Szenen prägen sich ein.

    - Alarm im Weltall: Sehr philosophisch, fast eine Shakespeare-Verfilmung ("The Tempest"), Vorläufer von Star Trek, auch sehr witzig mit Robby einem der de kultigsten Roboter der Filmgeschichte. Erstklassige fremde Soundeffekte.

    Ganz nett sind noch "Das Ding aus einer anderen Welt" und "Formicula", auch relativ gut gemacht, nicht völlig plump, auch was die Rollen der Frauen in diesen Filmen angeht.

    Kommentar


    • #3
      Ihr habt noch einen ganz ganz tollen Film vergessen, nämlich den in 3D gedrehten IT came from outer Space in dem die Aliens auch nicht als Invasoren auftreten sondern nur ihr Raumschiff reparieren wollen, es wird in dem Film bewusst mit den Erwartungen der Zuschauer gespielt da die Auflösung erst am Schluss erfolgt. Nebenbei wird das erste mal soweit ich weis das Morphen eines Gestaltwandlers gezeigt bzw. angedeutet.

      YouTube - It Came From Outer Space

      Dann würde ich noch The Monolith Monsters erwähnen der einiges von Andromeda - tödlicher Staub vorweg nimmt.

      http://www.youtube.com/watch?v=a3Cg2xbenR4

      TP

      Kommentar


      • #4
        Auch den ebenfalls von Jack Arnold in 3D realisierten "Schrecken vom Amazonas" sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen. Der ist zu Recht absolut legendär.

        Ebenfalls sehr gut sind "Die Fliege" und "Donovan's Gehirn."

        Mein Favorit ist aber auf jeden Fall "Alarm im Weltall". Das ist genau die Art von SF, die mir am besten gefällt. Schade, dass es davon immer weniger gibt.

        Kommentar


        • #5
          Okay, ich versuche mal obige Liste zu bewerten.

          Endstation Mond/ Destination Moon (1950)
          Kenne ich noch gar nicht. würde mich aber interessieren.

          Das Ding aus einer anderen Welt/ The Thing from Another World (1951)
          Gefällt mir gut, hier gebe ich mal 7 Punkte.

          Der Tag, an dem die Erde stillstand/The Day the Earth Stood still (1951)

          Gefällt mir besser, hier gebe ich mal 9 Punkte.

          Kampf der Welten / The War of the Worlds (1953)
          Hier gebe ich auch 9 Klassikpunkte.

          Formicula/ Them! (1954)
          Hier 8 Punkte. Sehr spannend gemacht, die Ameisen sind nur zu sehen, wenn es nötig ist, kein Klamauk. Gute Darsteller.

          Tarantula (1955)
          Nur 6 Punkte, hat nicht die Klasse von Formicula.

          Alarm im Weltall/ Forbidden Planet (1956)
          Mein Favorit, hier gebe ich 10 Punkte.

          Die Invasion der Körperfresser/Invasion of the Body Snatchers (1956)
          Kenne ich nicht.

          Die unglaubliche Geschichte des Mr. C/ The Incredible Shrinking Man (1957)
          Kenne ich nicht (oder vergessen), sagt mir aber wenig zu.

          Angriff aus dem Weltall / The Blob (1958)
          Na ja, kann man mal gesehen haben, aber keine Empfehlung. 4 Punkte.

          Das letzte Ufer/ On the Beach (1959)
          Kenne ich nicht.

          Zu den drei fettgedruckten Titeln habe ich ja oben schon etwas geschrieben, von "Der Tag an dem die Erde stillstand" und "Kampf der Welten" gibt es ja Remakes oder Revamps oder wie man es nennen möchte, aber an "Forbidden Planet" traut sich wohl niemand ran. Das wäre schon fast wie ein Remake von "2001": Einfach nicht machbar.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen

            Angriff aus dem Weltall / The Blob (1958)
            Na ja, kann man mal gesehen haben, aber keine Empfehlung. 4 Punkte.
            Da scheint nächstes Jahr eine Neuverfilmung auf den Plan zu stehen: Rob Zombie übernimmt Neuverfilmung des Horror-Klassikers

            Naja, wenns nicht rot und schleimig ist, ist es eigentlich kein richtiger Blob.

            Das letzte Ufer/ On the Beach (1959)
            Kenne ich nicht.
            Vermutlich indirekt schon. Der Fernsehfilm "USS Charleston: Die letzte Hoffnung der Menschheit" ist ein Remake des Films (oder genauer: eine Neuverfilmung der Romanvorlage) und lief in den letzten Jahren mehrere Male im dt. Fernsehen. Als Quasi-Miniserie ist dieser Film etwas länger als das Original und die Besetzung ist natürlich eine Nummer kleiner, aber die Handlung und die Charaktere sind weitgehend gleich.

            Zu den drei fettgedruckten Titeln habe ich ja oben schon etwas geschrieben, von "Der Tag an dem die Erde stillstand" und "Kampf der Welten" gibt es ja Remakes oder Revamps oder wie man es nennen möchte, aber an "Forbidden Planet" traut sich wohl niemand ran. Das wäre schon fast wie ein Remake von "2001": Einfach nicht machbar.
            Von "Invasion der Körperfresser" gibt es auch mehrere Remakes, eines davon mit Leonard Nimoy. Hier eine gute Gegenüberstellung von einigen 50'er Jahre (Invasions-) Schinken mit ihren Wiederverwertungen:

            Alien Invaders And Their Sequels

            "Forbidden Planet" stelle ich mir allerdings auch als kaum neuverfilmbar vor.
            I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

            Kommentar


            • #7
              Leider kenne ich "Forbidden Planet" immer noch nicht (schäm).
              Aber "Der Tag an dem..." und "Krieg der Welten" sind schon klasse.
              Ganz nett ist auch "Blumen des Schreckens" (original: The Triffids)
              "Ganz egal wo Ihr hingeht - da seid Ihr dann." (Buckaroo Banzai)

              Kommentar


              • #8
                Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                Leider kenne ich "Forbidden Planet" immer noch nicht (schäm).
                Inhalt findeste in der WIkipedia.^^
                Dann wirds Zeit, das du dir dne besorgst^^
                Alarm im Weltall (Premium Edition, 2 DVDs): Amazon.de: Walter Pidgeon, Anne Francis, Leslie Nielsen, Louis Barron, Bebe Barron, Fred M. Wilcox: DVD & Blu-ray
                >ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

                Kommentar


                • #9
                  Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass diese Doppel-DVD im Bonusmaterial einen kompletten (!) weiteren SF-Film der 50-er Jahre enthält, den eigentlich recht unterhaltsamen Schwarzweiß-Film "The Invisible Boy"(1957), in dem der Roboter Robby abermals eine bedeutende Rolle spielt. Allerdings gibt es diesen Bonusfilm nur auf Englisch mit Untertiteln, aber die Qualität des Bildes ist wirklich okay, der Film ist kein lustlos auf die DVD gepackter Trash, sondern wirklich ein schöner Bonus, wenn man Robby mag.

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                    Ganz nett ist auch "Blumen des Schreckens" (original: The Triffids)
                    Wenn wir die frühen 60er mit einbeziehen wollen, dürfen natürlich auch das "Dorf der Verdammten" und die durchaus gelungene Quasi-Fortsetzung "Kinder der Verdammten" nicht fehlen.

                    Die Triffids finde ich übrigens absolut großartig.

                    Schade, dass "Tarantula" hier so unterbewertet wird. Der gehört nämlich zu meinen absoluten Favoriten.

                    Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                    Da scheint nächstes Jahr eine Neuverfilmung auf den Plan zu stehen: Rob Zombie übernimmt Neuverfilmung des Horror-Klassikers

                    Naja, wenns nicht rot und schleimig ist, ist es eigentlich kein richtiger Blob.
                    Kennt hier jemand das Remake aus den späten 80ern?
                    Das hat wirklich Klasse und gehört zu den wenigen Neuauflagen, die mir besser gefallen als die Originale.

                    Das geht mir übrigens mit der "Invasion der Körperfresser" genauso. Obwohl ich da sagen würde, dass das Original, die 70er - und die 90er - Auflage relativ gleichwertig sind. Auch "The Faculty" ist eine schöne Variante der Thematik (mit dem kleeenen Frodo ). Die ganz neue Version mit Nicole Kidman und Daniel Craig habe ich allerdings noch nicht gesehen.

                    Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                    "Forbidden Planet" stelle ich mir allerdings auch als kaum neuverfilmbar vor.
                    Soweit ich weiß ist da schon seit Jahren ein Remake im Gespräch und ich hoffe ehrlich gesagt, dass es nie realisiert wird (nicht einmal, wenn JMS das Drehbuch schreibt).

                    Lustig finde ich es, wenn man "Forbidden Planet", der ja bekanntlich maßgebliche Inspirationsquelle für Star Trek - TOS war, mal mit dem neuesten Star Trek - Kinofilm vergleicht. Gut, an die Klasse dieses Meisterwerks ist auch keiner der vorherigen ST-Filme mit der Classic-Crew jemals heran gekommen, aber ich glaube es gab noch keinen, der dermaßen weit davon entfernt war .

                    Schade, dass neuere SF-Filme - gerade mit großem Budget - keine solchen intelligenten Geschichten mehr auf die Leinwand bringen und ihren tollen Effekten keine adäquate Handlung mehr beimischen, über die man nachdenken könnte (ohne dabei Kopfschmerzen zu bekommen, meine ich ).

                    Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                    Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass diese Doppel-DVD im Bonusmaterial einen kompletten (!) weiteren SF-Film der 50-er Jahre enthält, den eigentlich recht unterhaltsamen Schwarzweiß-Film "The Invisible Boy"(1957), in dem der Roboter Robby abermals eine bedeutende Rolle spielt. Allerdings gibt es diesen Bonusfilm nur auf Englisch mit Untertiteln, aber die Qualität des Bildes ist wirklich okay, der Film ist kein lustlos auf die DVD gepackter Trash, sondern wirklich ein schöner Bonus, wenn man Robby mag.
                    Diese Doppel-DVD ist das perfekte Rundum-Wohlfühlpaket. Ich glaube, ich habe keine DVD in meiner Sammlung, bei der ich an den Specials dermaßen viel Spaß gehabt hätte.

                    Zusätzlich zu "The Invisible Boy" gibt es nämlich auch noch eine komplette Episode aus der Fernsehserie "The Thin Man", in der ebenfalls Robby wiederverwertet wurde und den sehr schönen, mittlerweile auch schon ab und zu im TV gezeigten Dokumentarfilm "Watch the Skies!", in dem SF-Ikonen wie George Lucas, Steven Spielberg und James Cameron über ihre Inspirationsquellen aus den 50ern sprechen. Außerdem gibt es eine passende Trailershow klassischer SF-Filme dieser Zeit.

                    Dabei wird man dann auch noch auf ein paar Filmperlen von damals aufmerksam, die nicht so bekannt sind und die man teilweise auf Archive.org angucken kann.

                    Kommentar


                    • #11
                      Das war die perfekte Werbung. Der Film ist bestellt !!!
                      "Ganz egal wo Ihr hingeht - da seid Ihr dann." (Buckaroo Banzai)

                      Kommentar


                      • #12
                        Ein Film, der hier auch noch nicht so wirklich genannt wurde, ist "Godzilla" von 1954, den ich auch zu den besten SF-Filmen der 50-er Jahre zählen würde. Zu empfehlen ist die vor einigen Jahren auch in Deutschland erschienene Uncut-Langfassung (einige Szenen mit japanischem Ton und dt. Untertiteln). Bewerten würde ich den Film mit 9|10 Punkten, wobei zeitgeschichtliche Aspekte eine bedeutende Rolle spielen, im Bewusstsein, dass das im Grunde sinnlose Zerstörungswerk Godzillas eine recht gelungene Allegorie darstellt.

                        Das von KennerderEpisoden weiter oben erwähnte Emmerich-Spektakel namens "Godzilla" würde ich auch mit 9|10 Punkten bewerten, wenn auch aus anderen Gründen. d.h. nicht mit demselben Maßstab.

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                          Zu empfehlen ist die vor einigen Jahren auch in Deutschland erschienene Uncut-Langfassung (einige Szenen mit japanischem Ton und dt. Untertiteln).
                          Ich habe das Gefühl, mich zu diesem Thema ständig zu wiederholen, aber die dt. DVD der Langfassung ist alles andere als zu empfehlen (es sei denn, man versteht japanisch). Die Untertitel sind entweder von der alten dt. Synchro abgeschrieben, aus der US-Fassung zusammengereimt oder (und das nicht zu knapp) frei erfunden. Der dt. DVD-Verleih hatte offensichtlich keine Lust, einen Übersetzer mit Japanischkenntnissen einzustellen (was bemerkenswert ist, denn Splendid veröffentlicht ja ziemlich viele asiatische Filme). Wer des Englischen mächtig ist und korrekt übersetzte Untertitel haben will, der greife zur britischen, amerikanischen oder australischen DVD. Die beiden ersteren haben dann auch noch ausgesprochen liebevoll bereitetes Bonusmaterial.
                          Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
                          Stalter: "Nope, it's all bad."

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von Kai "the spy" Beitrag anzeigen
                            Wer des Englischen mächtig ist und korrekt übersetzte Untertitel haben will, der greife zur britischen, amerikanischen oder australischen DVD. Die beiden ersteren haben dann auch noch ausgesprochen liebevoll bereitetes Bonusmaterial.
                            Gut, das kann man schon so sehen.

                            Meinst Du diese Versionen ?
                            OFDb - Fassung zu Godzilla (1954) (britische Version)
                            OFDb - Fassung zu Godzilla (1954) (Eastern Eye 50th Anniversary Edition)

                            Die würde ich auch durchaus empfehlen. Was ich aber wohl nicht empfehlen kann, sind eben diese ganzen geschnittenen Versionen, wie z.B. die deutsche Kinofassung oder die deutsche Special Edition, wo der Film auch geschnitten ist.

                            Wer den Film für ein paar Euro (bei Amazon derzeit 5,95 Euro) haben möchte, ist mit der erwähnten Uncut-Langfassung, die ja auch einen deutschen Ton hat (bis auf die geschnittenen Szenen, die wieder eingefügt wurden), aber doch ganz gut bedient, wobei die Untertitel nicht viel taugen, das stimmt. Aber wer kein Japanisch und kein Englisch kann, dem nützen die britische oder australische DVD (Japanisch mit englischen Untertiteln) auch nicht viel.

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                              Gut, das kann man schon so sehen.

                              Meinst Du diese Versionen ?
                              OFDb - Fassung zu Godzilla (1954) (britische Version)
                              OFDb - Fassung zu Godzilla (1954) (Eastern Eye 50th Anniversary Edition)
                              Jup, und die gemeinte US-DVD ist diese hier: Amazon.com| Gojira / Godzilla Deluxe Collector's Edition

                              Die würde ich auch durchaus empfehlen. Was ich aber wohl nicht empfehlen kann, sind eben diese ganzen geschnittenen Versionen, wie z.B. die deutsche Kinofassung oder die deutsche Special Edition, wo der Film auch geschnitten ist.
                              Wobei ich mir die dt. Schnittfassung auch noch ab und zu gerne ansehe. Aber ich bin auch ein ziemlich großer Fan des Films, und außerdem reicht mir dazu auch die alte Starlight-VHS. Ist aber freilich kein Vergleich zur jap. Schnittfassung.

                              Wer den Film für ein paar Euro (bei Amazon derzeit 5,95 Euro) haben möchte, ist mit der erwähnten Uncut-Langfassung, die ja auch einen deutschen Ton hat (bis auf die geschnittenen Szenen, die wieder eingefügt wurden), aber doch ganz gut bedient, wobei die Untertitel nicht viel taugen, das stimmt. Aber wer kein Japanisch und kein Englisch kann, dem nützen die britische oder australische DVD (Japanisch mit englischen Untertiteln) auch nicht viel.
                              Es stimmt, auch mit den vermurksten Untertiteln ist die Langfassung immer noch besser als die meisten anderen Genre-Filme, und wer auf die deutsche Sprache angewiesen ist, für den sind ausländische DVDs natürlich keine Alternative. Dennoch empfinde ich es als eine ziemliche Frechheit und Respektlosigkeit von Splendid gegenüber den Zuschauern und dem Film selbst, und ich wünschte mir eine Neuauflage mit korrekt übersetzten dt. Untertiteln. Aber dafür müsste Splendid ja erstmal zugeben, dass sie vorher mit den Untertiteln Mist gebaut haben.
                              Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
                              Stalter: "Nope, it's all bad."

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X