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Science-Fiction: Unterhaltung oder Vision?

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  • Science-Fiction: Unterhaltung oder Vision?

    Was meint ihr? Ist Science-Fiction in erster Linie eine reine Unterhaltung für Freaks oder sind Science-Fiction-Universen auch dazu dienlich der Menschheit geniale (oder weniger geniale) Visionen einer möglichen Zukunft zu schenken?
    "Der Überwachungsstaat der Zukunft findet dich!"
    www.alexander-merow.de.tl
    http://www.amazon.de/Beutewelt-B%C3%.../dp/3869018399
    http://www.amazon.de/Das-aureanische...889779&sr=1-11

  • #2
    Beides, das hängt von der jeweiligen Serie oder dem jeweiligen Schriftsteller ab. Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht.


    Als Beispiele hier mal eine grobe Gliederung:

    TV und Kino

    Mainstream ist z.B. Stargate, wo man alle Hanldungen schon vorher kennt und nicht großartig drüber nachdenken muss.

    Star Trek ist ein Mittelding, in der letzten Zeit wurde es immer schwächer, aber in der "goldenen" Zeit der Serie (Anfang bis Mitte der 90er), hatte ST einigen Tiefgang.

    Sat Wars ist, entgegen der Behauptungen der Fans, ein reines Werk für die Masse und das war es auch von Anfang.

    B5 ist etwa ein etwas anspruchsvolleres Nischenprodukt, aber keine mir bekannte SF-Serie erreicht die Rafinesse eine guten Romans.

    Anmerkung: Das sind meine persönlichen Ansichten.
    Ich sage auch nicht, dass man die Begriffe "Mainstream" und "Mies" beliebig austauschen kann.




    In der Literatur ist das Angebot ungleich größer als in der Serienwelt.

    Als Beispiele für Mainstream könnte man Hubbard oder Eschbach anführen.

    Anspruchsvollere Werke kommen eher von Lem (vor allem von ihm) und Asimov.
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

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    • #3
      Zitat von Alexandermerow Beitrag anzeigen
      Was meint ihr? Ist Science-Fiction in erster Linie eine reine Unterhaltung für Freaks oder sind Science-Fiction-Universen auch dazu dienlich der Menschheit geniale (oder weniger geniale) Visionen einer möglichen Zukunft zu schenken?
      Mehr oder weniger ist Science-Fiction reine Unterhaltung für Fans. Durchaus auch anspruchsvoll und visionär, aber eher nur für wenige Menschen.

      Bei den meisten Deutschen reicht die Vorstellungskraft aber nicht sonderlich weit. Science-Fiction geht da an den meisten komplett vorbei. Zukunfts-Visionen ? Fehlanzeige. Mehr als ein Heilmittel für Krebs und Alzheimer, Elektroautos mit Klimaanlage, weil das Öl knapp und die Sommer heißer werden, und ein diffuses Rentenproblem können und wollen sich die meisten wohl auch nicht vorstellen. Da nützt auch die beste Science-Fiction nichts.

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      • #4
        Da hast du sicherlich Recht. In den 50-70ern gab es auch mehr visionäre Science-Fiction-Visionen als heute. Meine Meinung. Heute haben die meisten Menschen offenbar kaum noch Interesse an "Weltraumsachen", da ist eher "Kommerzkrempel" im Kopf.
        "Der Überwachungsstaat der Zukunft findet dich!"
        www.alexander-merow.de.tl
        http://www.amazon.de/Beutewelt-B%C3%.../dp/3869018399
        http://www.amazon.de/Das-aureanische...889779&sr=1-11

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        • #5
          Zitat von Alexandermerow Beitrag anzeigen
          Da hast du sicherlich Recht. In den 50-70ern gab es auch mehr visionäre Science-Fiction-Visionen als heute. Meine Meinung. Heute haben die meisten Menschen offenbar kaum noch Interesse an "Weltraumsachen", da ist eher "Kommerzkrempel" im Kopf.
          Jein, die SF und das Interesse an ihr ist nicht verschwunden.

          Momentan wird sie aber eher "bodenständig" (ihr erkennt den Widerspruch?).

          SGU ist eine bessere Familienserie, in entsprechender SF-Umgebung.

          BSG ist wohl die realitätsnahste SF, die mir bekannt ist. Ich vergesse gelegentlich bei dieser Serie, dass ich der Mannschaft eines Raumschiffs folge.

          Auch bei ST orientierte sich ENT weitaus stärker am jetzigen Menschen, als an den TNG-Überwesen, was der Sache ein Wenig von der Vision des Gene Roddenberry nimmt.

          Andere Sachen wie Dr. Who oder Torchwood spielen direkt auf der Erde und in der Gegenwart. Auch die klassische Stargate-Serie verlässt nicht unsere Zeitebene.
          "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
          die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
          (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

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          • #6
            SciFi war schon immer Unterhaltung mit Visionen. Das wird so auch immer bleiben, sonst könnte es kein SciFi sein sondern wäre Frauentausch oder BigBrother.

            Zitat von EA-Loyalist Beitrag anzeigen
            SGU ist eine bessere Familienserie, in entsprechender SF-Umgebung.
            Bitte erkläre doch dem SGU-Fanboy, was du damit meinst. Nur weil SGU im Moment die Charaketere gut aufarbeitet, ist die Sendung keinerlei eine Familienserie, sie ist sogar mehr Stargate wie SG-1 9te/10te Staffel und auf jeden Fall mehr Stargate wie SGA. Gerade der Trailer auf Season 1.2 zeigt doch, dass 1.1 nur ein enormer Anlauf war.

            Zudem ist es doch gerade, dass Stargate praktisch in unserer Zeit spielt einer Hauptbestandteile der Serie, der wahrscheinlich auch dazu beigetragen hat, dass diese so beliebt wurde. Ich hätte keine weitere SF-Serie die Jahrhunderte in der Zukunft spielt vertragen können, hier zählt Abwechslung für die Stargate reichlich sorgt.
            "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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            • #7
              Zitat von tbfm2 Beitrag anzeigen
              Bitte erkläre doch dem SGU-Fanboy, was du damit meinst. Nur weil SGU im Moment die Charaketere gut aufarbeitet, ist die Sendung keinerlei eine Familienserie, sie ist sogar mehr Stargate wie SG-1 9te/10te Staffel und auf jeden Fall mehr Stargate wie SGA. Gerade der Trailer auf Season 1.2 zeigt doch, dass 1.1 nur ein enormer Anlauf war.

              Zudem ist es doch gerade, dass Stargate praktisch in unserer Zeit spielt einer Hauptbestandteile der Serie, der wahrscheinlich auch dazu beigetragen hat, dass diese so beliebt wurde. Ich hätte keine weitere SF-Serie die Jahrhunderte in der Zukunft spielt vertragen können, hier zählt Abwechslung für die Stargate reichlich sorgt.
              Nicht beleidigt sein. Ich sage nicht, dass die Serien mies sind.
              Es ist nur so, dass in SGU nicht wirklich was passiert.
              Es ist dunkel, man irrt durch die Station und löst Probleme, die man so schon x-mal gesehen hat.

              Ich für meinen Teil will nicht wissen, welche Beweggründe die Charaktere zu dieser oder jener Handlung veranlassen, das heißt zumindest nicht vordergründig.
              Eine interessante Story die viele Fragen aufwirft und zum Nachdenken anregt ist mir allemal lieber als die heute so stark überbewertete Charakterzeichnung, die eigentlich nur einen marginalen Anteil an der Handlung hat.

              Wobei dies auch von der Serie abhängt B5 bekommt den Spagat zwischen Charakteren und Story ganz gut hin und BSG ebenfalls - zumindestens in der Frühphase. Das Konzept der starken Konzentration auf die Personen kann also auch funktionieren, nur das tut es bei SGU meiner Meinung nach nicht.

              Nahezu gänzlich verzichtet man darauf bei den ST-Serien, wo die Schauspieler allesamt recht austauschbar wirken. Eine Ausnahme bilden hier nur solche Protagonisten wie Spock, Picard, Data, der Holodoc oder meinetwegen Gul Dukat.
              "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
              die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
              (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

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              • #8
                Zitat von Alexandermerow Beitrag anzeigen
                Was meint ihr? Ist Science-Fiction in erster Linie eine reine Unterhaltung für Freaks oder sind Science-Fiction-Universen auch dazu dienlich der Menschheit geniale (oder weniger geniale) Visionen einer möglichen Zukunft zu schenken?
                Sowohl als auch. Dadurch, das SF relativ ist, ist es auch relativ was die Antwort für jeden einzelnen ist!
                StFWiki, die Wiki zu Sternenfaust

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                • #9
                  Besser als Gnarrader kann man es nicht auf den Punkt bringen.
                  "Denkt daran, wir sind nur dazu autorisiert Gewalt anzuwenden wenn die Erde bedroht ist"
                  "Und der Mond"
                  "Ja, und der Mond."

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                  • #10
                    Ich finde auch, daß die Ausgangsfrage inkohärent ist.
                    Ob SciFi Unterhaltung ist, zielt auf die Rezeption beim durschnittlichen Zuschauer ab.
                    Ob SciFi die Menschheit weiterbringt, ist davon völlig unabhängig.

                    Aber, ja, ich glaube, SciFi bringt die Menschheit weiter, weil sie Ideen liefert.
                    Und erst wenn man eine Idee hat, kann man auch beginnen, sie umzusetzen.
                    Wenn uns schon das bloße Konzept des überlichtschnellen Reisens fehlen würde, könnten wir technisch noch so fortschrittlich sein, wir würden keine überlichtschnell reisenden Raumschiffe bauen, weil wir gar nicht an diese Möglichkeit denken würden.

                    Und hätten wir keine Bücher wie Orwells 1984 gehabt, die plastisch und prominent aufzeigen, wie eine Überwachungsgesellschaft der Zukunft aussehen könnte, dann würden wir heute vermutlich weitaus weniger Netzaktivisten, Datenschützer und "konstruktive Zukunftsskeptiker" haben.

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                    • #11
                      "Aber, ja, ich glaube, SciFi bringt die Menschheit weiter, weil sie Ideen liefert"

                      War auch so gemeint. Es gibt "reine" Unterhaltung und es gibt z.B. die Kritik an gewissen Zuständen oder auch Visionen, die für ganze Generationen inspirierend wirken können.
                      "Der Überwachungsstaat der Zukunft findet dich!"
                      www.alexander-merow.de.tl
                      http://www.amazon.de/Beutewelt-B%C3%.../dp/3869018399
                      http://www.amazon.de/Das-aureanische...889779&sr=1-11

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                      • #12
                        Na, ich denke, auch in den ganz alltäglich wirkenden SciFi-Mainstream-Serien sind einige interessante Ideen zu finden.
                        Teils eben so ganz einfache Dinge wie der Kommunikator in der original Star Trek Serie.

                        Solche Dinge sind dann, im Gegensatz zu den ganz großen Ideen, auch sehr viel leichter umzusetzen und finden eben durchaus Einzug in´s reale Leben.
                        Man vergleiche nur mal den erwähnten Kommunikator mit heutigen Klapp-Handies.

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                        • #13
                          Zitat von Alexandermerow Beitrag anzeigen
                          Was meint ihr? Ist Science-Fiction in erster Linie eine reine Unterhaltung für Freaks oder sind Science-Fiction-Universen auch dazu dienlich der Menschheit geniale (oder weniger geniale) Visionen einer möglichen Zukunft zu schenken?
                          Gute SciFi erkennt man daran, dass sie immer auch ethische und philosophische Fragen aufwirft. Aber im Mittelpunkt steht schon der Unterhaltungswert.

                          Die technischen Visionen halte ich für ziemlich bedeutungslos. Das Handy wäre sicherlich auch ohne die Kommunikatoren aus TOS gekommen, und das iPad ohne die Pads aus TNG

                          Allerdings sorgt SciFi dafür, dass die Menschen die Lust an Wissenschaft und Technik nicht verlieren... es gibt angeblich viele Menschen, die Physik studiert haben, weil sie in ihrer Jugend für Star Trek geschwärmt haben. Das ist schon ein wichtiger Beitrag.

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                          • #14
                            @3of5: Das eine hat ja unmittelbar mit dem anderen zu tun.
                            Es braucht ja auch erstmal Wissenschaftler und Ingenieure, die das SciFi-Design in der Realität möglich machen; und diese beziehen manche Inspirationen wohl nicht selten eben auch aus Science Fiction Werken.
                            Die Klapphandies funktionieren ja nun auch ganz anders als die original ST-Kommunikatoren, denn letztere haben z.B. kein Display in der Klappe.
                            Die Idee dazu dürfte aber eben gerade durch Star Trek vorgelegt worden sein; auch wenn sonst später jemand anderes ebenfalls auf die Idee gekommen sein könnte.

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                            • #15
                              science fiction ist vision
                              .̵͔̣̤̼̦̭̳ͧͩ͆ͯͬ̉͑̃͞͠͡.͈͇̲͕̻̟̫̮̻̪̲͊̉̿̏̎͋͠

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