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Scifi für die breite Masse

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  • Scifi für die breite Masse

    Man kann wohl davon ausgehen, dass auch Leute, die mit Science-Fiction möglichst wenig zu tun haben wollen, hin und wieder auch mal einen SF-Film oder SF-nahen Film im Kino sehen bzw. gesehen haben.

    Z.B. auch Blockbuster wie "Star Wars", "Transformers" oder "Avatar", einfach auch, weil ein Riesenhype darum gemacht wird.

    Blockbuster-Erfolge, in Deutschland etwa auch "T(R)aumschiff Surprise", sind aber nicht typisch.

    Wie müsste Scifi für die "breite Masse" aussehen ?

    Also nicht nur Kinofilme, sondern auch TV-Serien und Bücher, die bei der breiten Masse Erfolg hätten ?

    - Mit Erfolg meine ich dieselben Zahlen erreichen, wie sie sonst eben die meistgesehenen Nicht-SF-Serien oder meistverkauften Nicht-SF-Bücher erreichen.

    Welche Scifi-Elemente verhindern den Erfolg ?

  • #2
    Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
    Welche Scifi-Elemente verhindern den Erfolg ?
    Das Scifi Element, welches den Erfolg verhindert, ist der Scifi selbst. Bei SF muss man sich immer noch etwas dazu denken, hier rutsche ich eventuell etwas ins poetische, aber wenn man nicht in der Lage ist, sich von SF inspirieren zu lassen und darüber nachzudenken, sieht man nur ein paar tolle Effekte, die auch typisch im Scifi-Genre sind.
    Zwar sind Filme wie "Star Wars" oder "Avatar" sehr beliebt in der Masse, aber so wirklich "bindend", wie sonstiges SF ist es nicht. Zum Beispiel gibt es jede Menge Leute, die zwar SW mögen, allerdings die Bücher nicht ausstehen können. Als ich mal nach dem Grund gefragt habe: "Naja, ich mag kein Science Fiction", daher denke ich, dass viele eher auf das Märchen innerhalb von SW bzw. Avatar "abfahren" und sich eher weniger wirklich auf den Film konzentrieren.

    SF ist einfach nicht massentauglich, es ist beinahe so etwas wie eine Eigenschaft des Genres. Jeder Versuch, massentauglichen SF herauszubringen wird von SF Fans als schlechte Massenkost (siehe Avatar) verpönt.
    "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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    • #3
      IMHO sind das nicht irgendwelche speziellen SciFi-Elemente. Es gibt generell ja weniger Angebot und wenn da dann noch der selbe Anteil an Mist dabei ist, wie z.B. im Action- oder Krimi-Genre, dann bleibt am Ende halt nicht mehr viel über. Die Gründe sind idR die selben wie immer, schlechte Drehbücher und langweilige Charaktere. Wer es nicht schaft interessante Charaktere und spannende Geschichten zu schreiben, der geht quotentechnisch eben baden, ob nun mit oder ohne SciFi. Und genau daran scheitern die Produktionen, nicht an irgendwelchen besonderen SciFi-Elementen.

      Ich merke es doch bei mir selber. Mit Star Trek aufgewachsen und so ziemlich alles an SciFi geguckt, was damals im Fernsehen kam, inzwischen gucke ich aber kaum noch neue SciFi-Produktionen, einfach weil es hauptsächlich nurnoch Schrott gibt und andere Genres einfach mehr bieten. Zwar bin ich dem Genre gegenüber sicherlich noch aufgeschlossen, aber gucke eben auch nichts, nur weil SciFi draufsteht.

      Wie viele Filme oder Serien gab es denn in den letzten Jahren, die sich selbst aus der Perpektive eines SciFi-Fans unter Wert geschlagen haben bzw. zu Unrecht abgesetzt wurden?

      Was Serien angeht, fällt mir da eigentlich nur Firefly ein. Warum die Quoten so schlecht waren kann ich mir jetzt ehrlich nicht erklären, FOX wird sicherlich seinen Teil dazu beigetragen ahben, aber die DVD-Verkäufe (welche dann ja auch den kinofilm rechtfertigten) zeigen ja, dass die Serie so schlecht nich ankam.

      Bei Kinofilmen sieht es im Großen und Ganzen auch nicht anders aus. Watchmen hätte ich durchaus bessere Zahlen gegönnt, aber sonst hat in den letzten beiden Jahren eigentlich kaum ein Film, den man noch als SciFi bezeichnen könnte, viel schlechter abgeschnitten als es verdient gewesen wäre, eher sogar umgekehrt.
      Was das Kino angeht ist es aber sicherlich noch ein Faktor, dass ich (und warscheinlich viele andere auch) da idR mit Freunden hingehe, einfach um spaktakulär unterhalten zu werden und somit Filme, die das nicht bieten können, dann eben auch nicht im kino geguckt werden.

      Bei Büchern dürfte es noch besser aussehen, aber da kenne ich mich nicht so sonderlich aus. Aktuelle SciFi-Bücher lese ich eigentlich kaum und dann nur, wenn sie halbwegs auf dem teppich bleiben (aktuell: Limit von Schätzing). Auf ewig lange Erklärungen irgendwelche Gerätschaften, die es nicht gibt und ziemlich sicher auch nie geben wird, kann ich verzichten und langweilen mich nur. Und ganz insgesamt ist mir da vieles inzwischen auch einfach zu abgefahren.
      Zuletzt geändert von Makrovirus; 30.03.2010, 17:27.
      When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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      • #4
        Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
        ... Welche Scifi-Elemente verhindern den Erfolg ?
        Keine?

        Wenn die Geschichte stimmt, die Chars symphatisch sind, etwas Action und Spannung dabei ist, dann findet eine Serie auch ihre Fans und hat Erfolg. SF muss das Erfolgsrezept nicht neu erfinden. Aber es mangelt eben an guten Drehbüchern, an guten Romanen und guten Kinofilmen. Es mangelt ganz sicher auch an neuen Ideen, die ja jedes Genre braucht, es mangelt an klugen Köpfen, Innovationen und allgemein einfach an fähigen Autoren und Schauspielern.

        Wenn man sich Caprica, SGU, die letzten Staffeln nBSG und einiges andere anschaut, braucht man sich nicht wundern, wenn die Quoten im Keller sind.

        Bei den Romanen ist es ähnlich. Gerade Wh40k lebt von den Romanen. Die neue HH-Reihe ist gähnend langweilig, voller Stereotypen und voraussehbarer Handlung. Bei Star Trek Romanen sieht es nicht besser aus. Wie sagte mal einer Kritiker: "Die meisten sind Moppelkotze." Und das stimmt leider (trifft auch für SW, Wh40k, usw zu).

        Bleiben noch die Kinofilme. Und hier schneiden Avatar, ST-11, usw, gar nicht mal so schlecht ab. Man kann eben gute, massentaugliche SF produzieren. Man kann es, wenn man es kann. Meistens kann man es leider nicht ...

        Aber an den "SF Elementen" liegt es nicht (mehr).
        Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

        - Mencius

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        • #5
          Es gibt immer mal Gespräche in diesem Sinne:

          -Was ist das?
          -Science Fiction...
          -Ah nee, muss nicht sein.

          Das gibt es aber bei allen anderen Genres auch. Ich habe zum Beispiel eine natürliche/angeborene Abneigung gegen das Genre "Drama". Wenn ich in der Fernsehzeitung Drama lese, dann weiß ich schon genau, welchen Sender ich NICHT einschalte. Klar gibt es Ausnahmen, Dramen, die sogar ich richtig gut finde. Und genau so geht es den SciFi-Abgeneigten doch auch.

          Vielleicht sind die Menschen aktuell etwas aufgeschlossener gegenüber der Fantasy und zugeknöpfter gegenüber der SciFi, als noch vor ein paar Jahren. Das könnte man glaube ich durchaus zu sehen. Woran das liegt könnte man versuchen zu erörtern. Ich würde mich aber nicht der Meinung anschließen, dass es die SciFi an sich ist, die hier abschreckt.

          SciFi muss auch nicht zwingend tiefgehend sein und zum Nachdenken anregen, um "echte" SciFi zu sein. Ich gehöre zu denen, die gerne auch mal anspruchsvollere Filme sehen, wie Bladerunner zum Beispiel, ich habe aber auch nichts gegen einen Effekte-Blockbuster wie Avatar oder Star Wars. Letztere sind eben in der Masse beliebter, vielleicht gerade weil sie recht simpel gehalten sind und der Mensch eben zum großen Teil optische Reize lieber mag, als ein zweistündiges Kammerspiel.

          Man muss bedenken, dass viele Menschen schon fertig genug sind, wenn sie Abends nach Hause kommen. Sie wollen dann nicht noch anspruchsvolle Filme schauen, bei denen groß nachzudenken ist, sondern etwas zur Entspannung. Auch wollen viele nicht sehen, wie scheiße es doch den Menschen geht, sondern lieber etwas in Richtung Heldenepos, gut gegen Böse, Schwarz gegen Weiß, und das Gute soll triumphieren. Sie wollen kein düsteres Kammerspiel, sondern etwas farbenfrohes. Etwas, wo man sich "zu Hause" fühlen kann und was die Stimmung aufhellt.

          Und genau das bietet z.B. die Fantasy eben (vor allem in letzter Zeit) mehr als die SciFi. Schaut euch die SciFi Serien aktuell doch an, es geht nur noch um das nackte Überleben, um die Ausrottung der Menschheit, Atomkriege, usw. usf. - und das auch noch so aufgemacht, dass man selbst eher noch depri wird, wenn man das anschaut. Wer will das schon? Auch wird man kaum davon abgelenkt, da nun fast alles nah an der Realität gehalten wird (siehe BSG), damit man auch ja nicht besonders fantasievoll sein muss. Und bloß nichts Neues ausdenken, gibt ja schon genug, was man nochmal verwursten kann.

          Das ist kein Problem der SciFi an sich, sondern eher von deren Umsetzung zur Zeit. Avatar war gehyped ohne Ende, keine Frage, aber der Film gab der Masse von Menschen eben auch genau das, was sie wollte: Eine wunderschöne Welt, in die man sich hineinversetzen kann, fantasievolle Kreaturen und Pflanzen, eine Story bei der man nicht all zu sehr nachdenken muss, hohen optischen Schauwert und eine "Hero get's the Girl" Story. Nein, das ist auch nicht innovativ, aber in der Umsetzung fantasievoll (vor allem optisch) und einfach schon daher für viele Menschen anziehend.

          Stargate war bisher ähnlich: Simpel, lustig, farbenfroh, actionreich und nicht zu anspruchsvoll. SGU geht auch den aktuell bei den Produzenten so beliebten "ernsten Stil" und stößt damit bei vielen auf weniger Gegenliebe. Genau das Fantasievolle ist es auch, was mir dabei im Moment noch etwas fehlt, obwohl ich SGU an sich schon mag.

          Das ist alles meine Meinung. Es mag auch nicht alles zutreffen.

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          • #6
            Zitat von Makrovirus:
            Zwar bin ich dem Genre gegenüber sicherlich noch aufgeschlossen, aber gucke eben auch nichts, nur weil SciFi draufsteht.
            Das mag sicherlich EINE Haltung sein. Ich jedenfalls gehe aber auch heute noch das Risiko ein, eine vermeintlich schlechte Produktion zu sehen.
            So mancher von den Kritikern verrissener Film gefiel mir aber doch ganz gut.
            "Ganz egal wo Ihr hingeht - da seid Ihr dann." (Buckaroo Banzai)

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            • #7
              Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
              Wie müsste Scifi für die "breite Masse" aussehen ?
              Ich glaube nicht das die breite Masse überhaupt SF sehen will. Klar einen Blockbuster der breit beworben wird, viele tolle Effekte zeigt und den Zuschauer nicht allzu sehr mit einer seltsamen Handlung (sprich SF) belästigt, den nimmt auch gerne mal Heinz Mustermann mit. Aber ansonsten sind die meisten Menschen mit der ganz realen SF in ihrer Gegenwart, bereits vollkommen bedient. Notebooks, Handys und computergesteuerte Haushaltsgeräte überfordern heutzutage viele Menschen. Wer schon Probleme, hat mit den schnellen technischen Wandel der Gegenwart mitzuhalten, will sich vor der Glotze ganz sicher kein SF-Technogebabbel mehr antun.
              Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
              Dr. Sheldon Lee Cooper

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              • #8
                Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                Wie müsste Scifi für die "breite Masse" aussehen ?
                Ich glaube auch, SciFi für die breite Masse ist eigentlich nur noch im Kino oder ev. für PC-Spiele möglich.
                Vor allem im Kino muss es so gemacht werden wie "Avatar" oder "ST XI", also die Marketing-Maschine muss voll laufen, und der Film muss absolut Spitzeneffekte haben, diese müssen dominant sein. Die Story ist da einfach nebensächlich, wer von den Ottonormalkinogehern will sich schon einen SciFi-Film ansehen, wo viel zum Mitdenken ist bzw. der die eigene Phantasie ankurbelt?

                Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                Also nicht nur Kinofilme, sondern auch TV-Serien und Bücher, die bei der breiten Masse Erfolg hätten ?
                Hier sehe ich momentan keine wirkliche Chance für SciFi, da müsste was absolut neues auf den Markt kommen.
                In Sachen TV-Serien dominiert momentan ja das Genre wie CSI oder auch Serien wie Dr. House.
                Und in Sachen Buchform siehts auch schlecht aus, es gibt zwar gute SF-Bücher, aber wer liest die denn schon? Star Trek bringt momentan echt gute Sachen raus, aber uninteressant oder auch kommende Neuerscheinungen wie Geschichten von den Strugazki-Brüdern, aber solche Sachen kommen wohl auch nur bei Fans des Genres an.
                Wenn man sich die Bestseller Listen ansieht, was dominiert denn momentan? Vampir-Geschichten oder Bücher von Stieg Larsson
                Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
                die Internationale erkämpft das Menschenrecht


                das geht aber auch so

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                • #9
                  Zitat von Kelshan Beitrag anzeigen
                  Man muss bedenken, dass viele Menschen schon fertig genug sind, wenn sie Abends nach Hause kommen. Sie wollen dann nicht noch anspruchsvolle Filme schauen, bei denen groß nachzudenken ist, sondern etwas zur Entspannung.
                  Und da ist es wieder, das Totschlagargument zur Legitimation der allgemeinen Massenverblödung. Die meisten sprechen davon, dass sie so gerne mal "ihr Gehirn abschalten" wollen.

                  Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, möchte ich mir auch andere Gedanken machen, als solche, die mit meinem Job zu tun haben, aber deshalb habe ich doch nicht gleich das Bedürfnis, mir über gar nichts Gedanken zu machen. Mit Serien wie Star Trek oder Babylon 5 kommt man auf ganz andere Gedanken, mit denen man sich jenseits der Arbeit befassen kann und die nicht weniger Interessant sind. Das ist für mich viel entspannender, als mich von irgendwelchem Blödsinn berieseln zu lassen.

                  Wenn man sein Hirn ausschließlich an der Arbeit einsetzt und im Privaten zum Abschalten neigt, fragt sich darüber hinaus auch, wie weit es mit der Kultur in unserer Gesellschaft her ist, denn die entsteht nicht unbedingt am Arbeitsplatz, oder? Ich bin jedenfalls kein Roboter, der sich außer seiner Arbeit keinen anderen Gedanken widmen kann und in der Freizeit seinen Kopf auf Stand-By-Modus schaltet. Wohin soll das denn auf Dauer führen?

                  Die Größe der breiten Masse ist in meinen Augen ohnehin ein Hirngespinst, das den Phantasien irgendwelcher Produzenten oder Intendanten entspringt, denn Menschen sind einfach zu individuell, um dermaßen viele über einen Kamm scheren zu können, wie es die Industrie gerne hätte. Wieviel Niveau muss ein Kunstprodukt einbüßen, um einen möglichst kleinen Gemeinsamen Nenner mit möglichst Vielen zu erreichen?

                  Simple Effektfilme sind für mich nicht mehr, als aufgemotzte Zirkusvorstellungen, die man so schnell wieder vergisst, wie man sie konsumiert hat. Wahre Kunst und Ästhetik lassen sich nur an ihrer Nachhaltigkeit bemessen und da sieht es für die meisten Effektspektakel schlecht aus, denn die bleiben nur solange in Erinnerung, bis sie technisch übertroffen werden.

                  Ein Film, mit dem man sich identifizieren kann, weil er etwas von einem selbst zum Klingen bringt und weil er sich mit "echten" Problemen befasst oder für bestimmte Themen sensibilisiert, den vergisst man nicht so schnell.

                  Science-Fiction mag eine überschaubare Fangemeinde haben, aber dafür auch eine sehr hartnäckige, denn wer einmal gefallen am Genre gefunden hat, wird ihm so schnell nicht wieder den Rücken zukehren.

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                  • #10
                    Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                    Das mag sicherlich EINE Haltung sein. Ich jedenfalls gehe aber auch heute noch das Risiko ein, eine vermeintlich schlechte Produktion zu sehen.
                    So mancher von den Kritikern verrissener Film gefiel mir aber doch ganz gut.
                    Warum sollte ich? Alles kann ich zeitlich nicht angucken und mehr SciFi zu gucken bedeutet weniger anderes zu sehen. Da spare ich mir Sachen, die nach Schrott aussehen ganz einfach, sonst verpasse ich nämlich besseres.
                    SciFi-Produktionen sind doch nicht grundsätzlich irgendwie besser oder wertvoller als die aus irgendeinem anderen Genre, nur eben anders.
                    When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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                    • #11
                      Zitat von tbfm2 Beitrag anzeigen
                      SF ist einfach nicht massentauglich, es ist beinahe so etwas wie eine Eigenschaft des Genres.
                      Warum ist das so ?
                      Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
                      Die Gründe sind idR die selben wie immer, schlechte Drehbücher und langweilige Charaktere. Wer es nicht schaft interessante Charaktere und spannende Geschichten zu schreiben, der geht quotentechnisch eben baden, ob nun mit oder ohne SciFi. Und genau daran scheitern die Produktionen, nicht an irgendwelchen besonderen SciFi-Elementen.
                      Das steht aber im Widerspruch zu dem, was andere schreiben. Offenbar schreckt Scifi viele ab. Bei Dir ist es doch auch ähnlich: Technobabble willst Du nicht.

                      Und auch sonst wirst Du wahrscheinlich jedes Jahr anspruchsvoller und immer unzufriedener, was Drehbücher und Charaktere angeht. In diese Falle laufen viele Leute.
                      Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                      Wenn die Geschichte stimmt, die Chars symphatisch sind, etwas Action und Spannung dabei ist, dann findet eine Serie auch ihre Fans und hat Erfolg. SF muss das Erfolgsrezept nicht neu erfinden. Aber es mangelt eben an guten Drehbüchern, an guten Romanen und guten Kinofilmen. Es mangelt ganz sicher auch an neuen Ideen, die ja jedes Genre braucht, es mangelt an klugen Köpfen, Innovationen und allgemein einfach an fähigen Autoren und Schauspielern.
                      Wenn das so wäre, wie Du sagst, dann gäbe es doch auch außerhalb der SF nur noch Schrott ?
                      Bist Du nicht vielleicht einfach nur besonders kritisch ?

                      Zitat von Kelshan Beitrag anzeigen
                      Auch wollen viele nicht sehen, wie scheiße es doch den Menschen geht, sondern lieber etwas in Richtung Heldenepos, gut gegen Böse, Schwarz gegen Weiß, und das Gute soll triumphieren. Sie wollen kein düsteres Kammerspiel, sondern etwas farbenfrohes. Etwas, wo man sich "zu Hause" fühlen kann und was die Stimmung aufhellt.
                      Warum dann nicht z.B. folgendes:
                      - Futurama
                      - Stargate SG-1
                      - Star Trek TOS + TNG
                      - Seaquest DSV

                      Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                      Das mag sicherlich EINE Haltung sein. Ich jedenfalls gehe aber auch heute noch das Risiko ein, eine vermeintlich schlechte Produktion zu sehen.
                      Ist bei mir genauso . Die meisten Kritiker haben keine Ahnung, was anderen vielleicht gefällt oder nicht.
                      Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                      Ich glaube nicht das die breite Masse überhaupt SF sehen will. [...] Wer schon Probleme, hat mit den schnellen technischen Wandel der Gegenwart mitzuhalten, will sich vor der Glotze ganz sicher kein SF-Technogebabbel mehr antun.
                      Muss Scifi voll von Technogebabbel sein ? Firefly, BSG haben doch kaum etwas davon, und was zählte nicht noch alles zur Scifi ?
                      Zitat von Mr.Viola Beitrag anzeigen
                      Die Story ist da einfach nebensächlich, wer von den Ottonormalkinogehern will sich schon einen SciFi-Film ansehen, wo viel zum Mitdenken ist bzw. der die eigene Phantasie ankurbelt?
                      Gute Frage, warum sollten Menschen nicht mitdenken wollen oder sich die Phantasie ankurbeln lassen ?
                      Zitat von Mr.Viola Beitrag anzeigen
                      Wenn man sich die Bestseller Listen ansieht, was dominiert denn momentan? Vampir-Geschichten oder Bücher von Stieg Larsson
                      Was macht die so erfolgreich ? Wie müsste eine entsprechende Scifi aussehen ?
                      Zitat von Logan5 Beitrag anzeigen
                      Science-Fiction mag eine überschaubare Fangemeinde haben, aber dafür auch eine sehr hartnäckige, denn wer einmal gefallen am Genre gefunden hat, wird ihm so schnell nicht wieder den Rücken zukehren.
                      Ès geht hier aber nicht um eine überschaubare Fan-Gemeinde, sondern darum, wie Scifi aussehen müsste, die so erfolgreich ist wie die erfolgreichsten Nicht-SF-Produktionen (TV-Serien, Bücher, usw.)
                      Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
                      Warum sollte ich? Alles kann ich zeitlich nicht angucken und mehr SciFi zu gucken bedeutet weniger anderes zu sehen. Da spare ich mir Sachen, die nach Schrott aussehen ganz einfach, sonst verpasse ich nämlich besseres.
                      Ja, was denn zum Beispiel ? Was sind denn die wirklich guten Sachen, die besser sind als was Scifi zu bieten hat ?

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                      • #12
                        Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                        Ja, was denn zum Beispiel ? Was sind denn die wirklich guten Sachen, die besser sind als was Scifi zu bieten hat ?

                        Alles was bodengebunden ist?

                        Mit Serien und Personen aus der heutigen Zeit und Realität kann man sich halt viel leichter identifizieren.

                        GZSZ-Personen sind eben ansprechender als Harry Kim, der auch nie eine abkriegt.

                        Bei Personen, die ihrerseits ein fiktives Universum, mithilfe von fiktiven Techniken durchstreifen, fällt die Identifikation schon bedeutend schwerer.
                        "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
                        die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
                        (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

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                        • #13
                          Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                          Das steht aber im Widerspruch zu dem, was andere schreiben. Offenbar schreckt Scifi viele ab. Bei Dir ist es doch auch ähnlich: Technobabble willst Du nicht.
                          Es ist doch aber auch kein Wunder, wenn Technobabble Leute abschreckt, außerdem kommt SciFi IMHO durchaus auch sehr gut ohne aus.
                          Warum sollte jemand sehen wollen, wie Probleme dadurch gelöst werden, dass jemand irgendeine Gerätschaft entwickelt oder den Hauptdflektor neu einstellt und das ganze dann auch noch von minutenlangem wirren Kauderwelsch begleitet wird?

                          Und auch sonst wirst Du wahrscheinlich jedes Jahr anspruchsvoller und immer unzufriedener, was Drehbücher und Charaktere angeht. In diese Falle laufen viele Leute.
                          Wenn das Niveau des Angebots steigt, dann steigen logischerweise auch meine Ansprüche.
                          Warum sollte ich mir z.B. soetwas wie Stargate Universe noch antun? Die Serie ist eine Mischung aus Lost und nBSG in schlecht, da gucke ich lieber die Originale.

                          Wenn das so wäre, wie Du sagst, dann gäbe es doch auch außerhalb der SF nur noch Schrott ?
                          Bist Du nicht vielleicht einfach nur besonders kritisch ?
                          Es sind immer 99% Schrott.

                          Ja, was denn zum Beispiel ? Was sind denn die wirklich guten Sachen, die besser sind als was Scifi zu bieten hat ?
                          Ich gucke ja durchaus noch SciFi, aber eben nicht ausschließlich.
                          Was wäre denn im letzten Jahr, abgesehen von den großen Blockbustern überhaupt wirklich interessant gewesen? Außer District 9 gab es da einfach nichts. Sicherlich klang Surrogates erstmal auch ganz interessant, den habe ich mir nach mäßigen Kritiken dann aber gespart und mich lieber an Filmen wie Inglourious Basterds, Sherlock Holmes, The Hangover, The Hurtlocker, Watchmen oder Zombieland erfreut. Blockbuster wie Avatar und Transformers habe ich natürlich aber auch mitgenommen und schon kommt da so einiges zusammen.
                          Und wenn es um Heimkino/Fernsehen geht, dann wird es für neue Produktionen ja noch viel schwieriger, da sie dann plötzlich auch mit meiner DVD-Sammlung konkurrieren müssen.
                          Neben Lost gucke ich sonst noch die aktuellen Folgen von Damages, 24, The Big Bang Theory, How I Met Your Mother, Castle und bis vor kurzen noch Dollhouse. Letzteres ist zwar SciFi aber mehr geht dann einfach irgendwann nicht mehr, so habe ich es z.B. bis heute noch nicht geschaft endlich mal The Shield oder die Sopranos durchzugucken und diese Serien interessieren mich bei weitem mehr, als eigentlich alles was aktuell an SciFi läuft (V, Caprica, SGU, Flash Forward...).
                          When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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                          • #14
                            Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                            Wenn das so wäre, wie Du sagst, dann gäbe es doch auch außerhalb der SF nur noch Schrott ?
                            Bist Du nicht vielleicht einfach nur besonders kritisch ?
                            Wie Makrovirus schon sagte: 99 Prozent sind immer Schrott oder zumindest nicht so toll. Wirklich gute Serien/Filme/Bücher, die den eigenen Geschmack treffen, gibt es wenige. Aber es liegt nicht nur am Geschmack.

                            Es gibt eben auch handwerkliche Fehler. Es gibt ein paar Grundsätze, gegen die man nicht bzw nicht andauernd verstossen sollte. Dazu gehören: Happyend, symphatische Chars, sehen statt drüber reden, Tempo, Spannung, Wendungen. Vieles davon fehlt bei Caprica, SGU, bei nBSG und bei anderen SF Serien. Da muss sich niemand wundern, warum die Leute wegschalten.

                            Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                            ... Gute Frage, warum sollten Menschen nicht mitdenken wollen oder sich die Phantasie ankurbeln lassen ?
                            "Mitdenken" ??? Bei SGU und Caprica geht die Handlung so langsam voran, die kann sich jeder Depp merken. Falls er nicht einschläft. Das Ganze ist nämlich schnarchlangweilig. Die Chars sind unsymphatisch, die Handlung voraussehbar, es wird viel geredet und wenig gezeigt.

                            Anderes Beispiel: HH-Reihe (Wh40k). Ich will nicht lesen, wie Marine XYZ auf Planet ABC zehntausend Killerameisen killt, die vorher nie mitgespielt haben und danach auch nie wieder mitspielen, WENN gleichzeitig eine gigantische, alles entscheidende Schlacht tobt. Dann will ich über die Schlacht lesen, nicht über den Ameisenkiller. Das ist einfach ein grober, handwerklicher Fehler vom Autor.

                            Das waren jetzt nur ein paar Beispiele, warum diese Dinge vom Publikum eben nicht angenommen wurden. Das hat rein gar nichts mit SF zu tun.
                            Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                            - Mencius

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                            • #15
                              Zitat von Logan5 Beitrag anzeigen
                              Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, möchte ich mir auch andere Gedanken machen, als solche, die mit meinem Job zu tun haben, aber deshalb habe ich doch nicht gleich das Bedürfnis, mir über gar nichts Gedanken zu machen. Mit Serien wie Star Trek oder Babylon 5 kommt man auf ganz andere Gedanken, mit denen man sich jenseits der Arbeit befassen kann und die nicht weniger Interessant sind. Das ist für mich viel entspannender, als mich von irgendwelchem Blödsinn berieseln zu lassen.
                              Naja, das liegt im Auge des Betrachters. Wie man sich nach der Arbeit/Schule entspannt, da hat jeder seine bevorzugten Riten. Und wenn man sich die aktuellen Einschaltquoten so ansieht, bevorzugen Leute die in ihrer Freizeit vorm Fernseher setzen eben keine SF-Serien, sondern andere Sachen die momentan so im Programm sind.

                              Zitat von Logan5 Beitrag anzeigen
                              Wenn man sein Hirn ausschließlich an der Arbeit einsetzt und im Privaten zum Abschalten neigt, fragt sich darüber hinaus auch, wie weit es mit der Kultur in unserer Gesellschaft her ist, denn die entsteht nicht unbedingt am Arbeitsplatz, oder?
                              Also ich schalte mein Hirn aus wenn ich in die Arbeit gehe


                              Zitat von Logan5 Beitrag anzeigen
                              Simple Effektfilme sind für mich nicht mehr, als aufgemotzte Zirkusvorstellungen, die man so schnell wieder vergisst, wie man sie konsumiert hat. Wahre Kunst und Ästhetik lassen sich nur an ihrer Nachhaltigkeit bemessen und da sieht es für die meisten Effektspektakel schlecht aus, denn die bleiben nur solange in Erinnerung, bis sie technisch übertroffen werden.
                              Aber die aktuellen Blockbuster sind eben meist auf Effekte ausgelegt. Die Story tritt in den Hintergrund, aber anscheinend ziehen solche Filme mehr Besucher in die Kinos.


                              Zitat von Logan5 Beitrag anzeigen
                              Science-Fiction mag eine überschaubare Fangemeinde haben, aber dafür auch eine sehr hartnäckige, denn wer einmal gefallen am Genre gefunden hat, wird ihm so schnell nicht wieder den Rücken zukehren.
                              Ja, das sehe ich auch so.
                              Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
                              die Internationale erkämpft das Menschenrecht


                              das geht aber auch so

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