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  • Idiocracy

    Kinostart Deutschland: 25.01.2007

    Regie: Mike Judge
    Drehbuch: Mike Judge & Etan Cohen

    Darsteller:

    Luke Wilson als Joe Bauers aka "Nicht Sicher"
    Maya Rudolph als Rita
    Dax Shepard als Frito
    Terry Crews als Präsident Camacho

    Inhalt: Der durchschnittliche Amerikaner Joe Bauers lässt sich im Rahmen eines streng geheimen Army-Experiments einfrieren. Er erwacht 500 Jahre in der Zukunft und muss feststellen, dass er dank eines kontinuierlichen Verblödungsprozesses plötzlich die intelligenteste Person des Planeten ist.
    Komisch, dass diesen Film kaum jemand gesehen zu haben scheint, denn er ist zum großten Teil wirklich saukomisch. Der Präsident der USA (Dwayne Elizondo Mountain Dew Herbert Camacho) ist ein ehemaliger Porno-Darsteller, Rapper und Wrestling-Star, Anbaufelder werden mit einem Gatorade-artigen Getränk bewässert (es hat Elektrolyte!), der erfolgreichste Film des Jahres heißt "Arsch" und Starbucks bietet manuelle Befriedigung an.

    Auf der anderen Seite fällt es nie schwer die Verbindungen zur Gegenwart herzustellen. Wenn der Präsident etwa im Repräsentantenhaus mit Gewehrfeuer auf sich aufmerksam macht, erinnert dies an diverese Politik-Talkshows, in denen das Argument längst durch bloße Anschreierer ersetzt wurde; wenn der Außenminister jeden zweiten Satz mit einem "präsentiert von Carl's Junior" beendet, sehe ich die als Sportveranstaltungen getarnte Dauerwerbesendungen von Pro 7 vor mir usw. Daher ist der Film auch für europäische Zuschauer sehr zu empfehlen, selbst wenn Anti-Intellektualismus in den USA salonfähiger zu sein scheint.

    Ansonsten schließe ich mich Joes Abschlussrede im Kongress an:

    "Es gab Zeiten, in denen Lesen und Schreiben nicht nur etwas für Schwuchtel war. Leute schrieben Bücher und Filme, Filme mit einer Handlung, so dass es einen interessiert hat welcher Arsch es war und wieso er pfurzte. Und ich glaube diese Zeiten können wieder kommen."

    Für eine Höchstbewertung waren einige Witze zu repetitiv, aber ich gebe trotzdem noch gute 5 von 6 Sternen. Das sind bei 10 Sternen ... ähhhh ... 8 von 10.
    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

  • #2
    Da er neulich im TV lief, hab ich ihn aufgenommen (und natürlich angesehen)

    Ja, das ist eine sehr spezielle Welt in 500 Jahren - könnte glatt durch die Weltherschafft der privaten Verblödungs-Fernsehsender so gekommen sein ;-)

    Die DVD wollte ich schon ne ganze Weile kaufen, aber nun hab ich den Film ja...
    Leute, jetzt bitte keine Panik bekommen: Ich habe soeben festgestellt, dass mein Kalender am 31.12.2016 endet!!!
    Scheiße - wir werden also schon wieder sterben!!!

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    • #3
      hab den Film bestimmt schon 6 mal gesehen und ich schmeis mich immer noch jedes mal so weg...einfach supergeil. Generell sehr cooler Film und auf jeden Fall empfehlenswert.
      Leider ist er an der Kinokasse ja exzellent gefloppt, bei uns hat er es erst gar nicht ins Kino geschafft...naja egal...
      Nichts gegen Gott, aber seine Fans und Fanclubs regen mich auf!

      "Viele werden fragen welches Recht wir haben Milliarden von Leben auszulöschen, jende die verstehen werden erkennen, dass wir kein Recht haben sie Leben zu lassen!" - 40k Inquisition

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      • #4
        für einen Film der vor einer fortschreitenden Verblödung warnen will waren mir die Gags selbst viel zu flach(man könnte fast meinen sie wären für ein Publikum auf dem Weg dahin geschrieben worden), auch ist die zentrale Botschaft des Film schlicht falsch, daher nur 2 von 6 Sternen

        PS: hier mal ein Comic den ich um einiges Witziger fand als den gesamten Film
        I can see a world with no war and no hate.

        And I can see us attacking that world, because they would never expect it.

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        • #5
          Ach so schlecht fand ich den Film nicht. Wenigstens war die Idee nicht allzu abgedroschen. Und einige Witze waren (auch wenn sie nicht auf höhstem intellektuellem Niveau wiedergegeben wurden) recht amüsant.
          Klar ist da immer jemand, dem die Witze zu flach, die Story zu lahm und die Aussage des Films zu dumm ist, aber man kann es eben nicht jedem Recht machen.

          PS: xkcd ist wirklich besser als der Film, was allerdings nur daran liegt, dass diese Comics kaum getoppt werden können

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          • #6
            Zitat von 1 von 1 Beitrag anzeigen
            auch ist die zentrale Botschaft des Film schlicht falsch,
            Die Botschaft, dass Dummheit (die selbst gewählte Dummheit wohlgemerkt), nicht irgendwie cool, egalitär, nicht weiter beachtenswert, unbedenklich, witzig, entspannend ist, sondern vielmehr tragisch, lächerlich und für Mensch und Gesellschaft schädlich, ist vollkommen richtig. Es ist dumm dumm zu sein. Schön wenn ein Film das mal so gnadenlos und zugleich komisch vorführt.
            I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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            • #7
              Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
              Die Botschaft, dass Dummheit (die selbst gewählte Dummheit wohlgemerkt), nicht irgendwie cool, egalitär, nicht weiter beachtenswert, unbedenklich, witzig, entspannend ist, sondern vielmehr tragisch, lächerlich und für Mensch und Gesellschaft schädlich, ist vollkommen richtig. Es ist dumm dumm zu sein. Schön wenn ein Film das mal so gnadenlos und zugleich komisch vorführt.
              das ist nicht die zentrale Botschaft des Filmes (sie ist: die Menschheit wird immer dümmer weil sich die intelligenteren Menschen zu wenig und die Idioten sich wie die Karnickel vermehren(da die natürliche Selektion aufgrund kultureller Errungenschaften nicht mehr anschlägt(das dürfte aus dem Vorspann(und Ende) mehr als klar hervorgehen)))
              I can see a world with no war and no hate.

              And I can see us attacking that world, because they would never expect it.

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              • #8
                "dass er dank eines kontinuierlichen Verblödungsprozesses plötzlich die intelligenteste Person des Planeten ist."

                Klingt auf die USA bezogen gar nicht unrealistisch!
                "Der Überwachungsstaat der Zukunft findet dich!"
                www.alexander-merow.de.tl
                http://www.amazon.de/Beutewelt-B%C3%.../dp/3869018399
                http://www.amazon.de/Das-aureanische...889779&sr=1-11

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                • #9
                  Zitat von 1 von 1 Beitrag anzeigen
                  das ist nicht die zentrale Botschaft des Filmes (sie ist: die Menschheit wird immer dümmer weil sich die intelligenteren Menschen zu wenig und die Idioten sich wie die Karnickel vermehren(da die natürliche Selektion aufgrund kultureller Errungenschaften nicht mehr anschlägt(das dürfte aus dem Vorspann(und Ende) mehr als klar hervorgehen)))
                  Nein, das ist höchstens die Prämisse des Films, nicht aber seine Botschaft. Der Film ist eine Satrire, deren Adressat der normalintelligente Gegenwartszuschauer ist. Und dieser soll ganz bestimmt nicht von irgendwelchen Zuchtprogrammen überzeugt werden, das macht nicht zuletzt die Abschlussrede des Helden deutlich.
                  I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                  • #10
                    Zitat von Alexandermerow Beitrag anzeigen
                    "dass er dank eines kontinuierlichen Verblödungsprozesses plötzlich die intelligenteste Person des Planeten ist."

                    Klingt auf die USA bezogen gar nicht unrealistisch!
                    oh ja weil der Durschnittsdeutsche ja um Welten intelligenter ist als der Durchschnittsami
                    I can see a world with no war and no hate.

                    And I can see us attacking that world, because they would never expect it.

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                    • #11
                      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                      Die Botschaft, dass Dummheit (die selbst gewählte Dummheit wohlgemerkt), nicht irgendwie cool, egalitär, nicht weiter beachtenswert, unbedenklich, witzig, entspannend ist, sondern vielmehr tragisch, lächerlich und für Mensch und Gesellschaft schädlich, ist vollkommen richtig. Es ist dumm dumm zu sein.
                      Wenn die einzelnen, aus denen die Masse besteht, sich für besonders begabt hielten, hätten wir es nur mit einem Fall persönlicher Täuschung, aber nicht mit einer soziologischen Umwälzung zu tun. Charakteristisch für den gegenwärtigen Augenblick ist es jedoch, daß die gewöhnliche Seele sich über ihre Gewöhnlichkeit klar ist, aber die Unverfrorenheit besitzt, für das Recht der Gewöhnlichkeit einzutreten und es überall durchzusetzen. Wie es in Nordamerika heißt: Anderssein ist unanständig. Die Masse vernichtet alles, was anders, was ausgezeichnet, persönlich, eigenbegabt und erlesen ist. Wer nicht „wie alle" ist, wer nicht „wie alle" denkt, läuft Gefahr, ausgeschaltet zu werden. Und es ist klar, daß „alle" eben nicht alle sind. „Alle" waren normalerweise die komplexe Einheit aus Masse und andersdenkenden, besonderen Eliten. Heute sind „alle" nur noch die Masse.
                      José Ortega y Gasset - Der Aufstand der Massen (1929)

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                      • #12
                        Idiocracy ist kein schlechter Film. Mir persönlich hat er gut gefallen.

                        Nur sehe ich keinen Unterschied zur heutigen USA. (Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen.)
                        Ich möchte im Schlaf sterben wie mein Großvater, nicht schreiend und heulend wie sein Beifahrer im Wagen. - Will Shriner

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                        • #13
                          Zitat von Schlachti Beitrag anzeigen
                          Idiocracy ist kein schlechter Film. Mir persönlich hat er gut gefallen.

                          Nur sehe ich keinen Unterschied zur heutigen USA. (Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen.)
                          Wieder dieses tolle Vorurteil, ich kann nur wiederholen... Menschen sind überall gleich (doof) ... Ich wette die meisten mit diesem Vorurteil kennen noch nicht einmal eine handvoll Amis persönlich -.-
                          Also ich kenne mehr "dumme" Deutsche als "dumme" Amis...

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                          • #14
                            Zitat von Cyberbird Beitrag anzeigen
                            Also ich kenne mehr "dumme" Deutsche als "dumme" Amis...
                            Sicher auch, weil du allgemein mehr Deutsche als Amis kennst? ^^


                            Ich hab mir den Film heute auch mal angeguckt und war doch sehr angenehm überrascht. Während ich von Mike Judge's "Office Space" ein wenig enttäuscht war, war das hier doch ein kleines Juwel. ("Extract" finde ich dann aber noch nen Tick besser.^^)

                            Der Humor ist schon sehr eigen, aber ich fand mich mehrmals vor Lachen fast am Boden wieder.
                            Der "Gefängnisausbruch" zum Beispiel. Oder der preisgekrönte Kinofilm "Ass" - 90 Minuten lang nen nackten Hintern angucken.

                            Ich mag diese Art von "gedämpfem" Humor- auch wenn es auch recht offensichtliche Gags gibt (z.B. als Rita Frito fragt, ob er sie zum Feld bringen kann und dabei auf den Fernseher deutet und er sich zum Fernseher schleppt xD ), aber grundsätzlich hat der Film seinen Humor in den eher kleinen Dingen (z.B. die neuen "Dienstleistungen" von Starbucks oder wie sich der Name der einen Firma am Ende bis "Butt-Fucker" verändert ^^ ).

                            5** *** für das Ganze.

                            "At the very least...my butt is warm." Last words ever spoken in Paragon City/ Justice

                            Chroniken des Schreckens //Coming soon: The Oro Wingmen

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                            • #15
                              Die meisten Amis, die ich kenn sind nicht dumm. Höchstens etwas verrückt... Das was die meisten unter "Ami" verstehen, sind die fetten Halbochsen aus den amerikanischen Talkshows, wo man Angst haben muss, dass einem die Glotze explodiert. Es sind aber nicht alle so. Da find ich die Deutschen schlimmer, wo sich einige wegen jeder Kleinigkeit gegenseitig die Köpfe einschlagen. Siehe deutsche Wikipedia.

                              Naja, zum Thema:
                              Eigentlich bin ich kein Fan von verblödeten Humor, allerdings stellt dieser Film recht gut dar, in welchem Stadium wir uns heute bereits befinden. Man siehe nur die ganzen sogenannten "Comedy" Sendungen ( "Er bekommt keinen mehr hoch" hahahaha ). Die Witze sind abgegriffen, meist geht es eh nur um 2-3 Themen oder es wird sich über jemanden lustig gemacht. Für mich stellt der Film die heutige Gesellschaft im übertriebenen Bild dar.

                              Die Scherzchen, die Loriot damals machte, versteht heute kaum noch jemand. Irgendwie traurig...
                              Siehe die Kommentare bei diesem Vid:
                              http://www.youtube.com/watch?v=rypULAp99ao

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