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Scifi-Serie ohne wirkliche Hauptcharaktere

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  • Scifi-Serie ohne wirkliche Hauptcharaktere

    Nehmen wir mal an, es wird eine Serie produziert, die keine Hauptcharaktere hat.

    In der ersten Staffeln (à 20 Folgen) müssten dann nur Charaktere eingeführt werden und auch ein paar gleich sofort sterben in den späteren Folgen und auch da wieder neue eingeführt werden.

    Also bei so einer Scifi-Serie würde es sich hauptsächlich um die Charaktere drehen und die Scifi würde in den Hintergrund gedrängt werden.

    Es würde sich also alles nur um die Beziehungen der Charaktere drehen und die Story würde in den Hintergrund treten. Wenn das auch noch auf "Ernst" aufgebaut ist, wirds ein Reality Drama draus.

    Zum Beispiel würde TNG heute wieder so erfolgreich sein, wenn es sich nicht hauptsächlich um die Führungscrew drehen würde, sondern um die Mannschaft, deren Leben an Bord und die Beziehungen?

    Wenn so ein Crewmitglied auf einer Außenmission stirbt, wäre das ein Red Shirt und die Angehörigen dieser Familie, die man dann ja kennen würde, würden trauern und es würden andere Red Shirts eingeführt werden.

  • #2
    Nein danke, auf mehr Serien, die sich an einer solchen Grütze wie Defying Gravity orientieren, kann ich gerne verzichten.
    Gut, die Serie entspricht nicht ganz dem Profil, da es einen recht klar definierten Kern an Darstellern gibt, aber sie stellte deutlich den Soap Aspekt vor die Science Fiction. Am Ende hat die Geschichte überhaupt nicht funktioniert und bot nur die pure Langeweile.
    Für einen Euro durch die Spree, nächstes Jahr am Wiener See. - Treffen der Generationen 2013
    "Hey, you sass that hoopy Ford Prefect? There's a frood who really knows where his towel is." (Douglas Adams)

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    • #3
      Eine Serie, die sich hauptsächlich um Charakterbeziehungen dreht aber keine festen Charaktere hat? Für wen klingt das noch paradox?

      Eine Serie mit durchgehender Handlung braucht feste Charaktere, die für die Zuschauer interessant sind. Es braucht Figuren, deren Weg man verfolgen kann. Nur dann wird auch die Handlung interessant. Diese Gruppe von Charakteren muss nicht groß sein und kann sich mit der Zeit auch verändern aber er sollte schon auf Dauer ausgerichtet sein.

      Und wenn sich die Handlung tatsächlich nur noch um die Charaktere und ihre Beziehungen dreht, kann man den SciFi-Aspekt auch weglassen. Das treibt dann nur die Kosten in die Höhe.

      LG
      Whyme
      "Und wie alle Priester haben sie als erstes gelernt, Wahrheit mit "Ketzerei" zu übersetzen."
      -Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

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      • #4
        Die star Wars Serie wird wohl, soweit ich weis, auf diesem Konzept basieren.

        Ich habe da z.B. gehört, dass der Pilot eines von Boba Fets erzählen wird, aber während der Serie auch viele andere charaktere behandelt werden.

        Früher war es auch durchaus normal, dass bei Serien kaum ein zusammenhängender Plot zu erkennen war und jede Folge für sich alleine funktionierte. (A-Team, Knigh Rider, Die Spezialisten unterwegs usw.)
        Zumindest gab es da immer wieder (oder überweigend) Folgen, die für sich alleine funktionierten.
        Aber da waren die Hauptcharaktere immer die gleichen und es spricht auch nichts dagegen, es auch mal andersrum zu probieren, auch wenn es da meiner Meinung nach schwerer ist.

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        • #5
          Da fällt mir eigentlich nur Outer Limits ein. In sich selbst geschlossene Folgen, die mit anderen Folgen meist nichts zu tun haben. Und soweit auch immer andere Charaktere.
          Jedoch ist das für mich eigentlich nur ne Ansammlung von teils sehr interessanten Kurzgeschichten. Ob man das Selbst noch als Serie sieht, oder als Sendung, in denen etwas vorgestellt wird, lass ich mal so dahin gestellt.

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          • #6
            Outer Limits würde ich primär auch eher als "Mystrery" denn als SciFi bezeichnen.

            Aber es zeigt, dass sowas mit bestimmt jedem SciFi Universum klappen würde.

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            • #7
              Schau dir einfach das neue Battlestar Galactica an.

              Ich würde hier noch Unterscheiden zwischen Hauptfiguren und deren Eigenschaften. Hauptfiguren gibt es immer, da es immer Leute gibt auf die sich die Handlung konzentriert.

              Das Problem ist das Hauptcharaktere immer Unverwundbar sind da man sie für die handlung braucht und die aus jeder Gefahrensituation schadlos wieder rauskommen.

              nBSG hat zwar auch Haupt und nebencharaktere, geht aber mit keinen zimperlich um und die Sterberate ist auch recht hoch.

              Ansonstne sei noch Stargate Universe erwähnt, das am ehesten deiner Überlegung entspricht. Inwieweit es dort aber den heldenbonus gibt kann man so noch nicht abschätzen.
              www.planet-scifi.eu
              Euer Scifi-Portal mit Rezensionen und Kritiken zu aktuellen Büchern und Hörspielen.
              Besucht meine Buchrezensionen:
              http://www.planet-scifi.eu/category/rezension/

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              • #8
                Also ich würde sagen egal in welchem Genre die Serie spielen würde, ich würde sagen es wird ein Flopp! Die meisten Zuschauer wollen einen Festen bezugspunkt den sie begleiten können... Das eine Serie mit nur einem wirklichen Hautdarsteller funktionieren kann, sieht man ja z.B. am Beispiel McGyver.
                Und das es mit großem Cast klappen kann wie z.B. bei Lost, aber ganz ohne Hauptdarsteller geht denke ich nicht.

                Denn ohne Hauptdarsteller keine Nebendarsteller... Also wäre es dann nur eine zusammenreihung von kurzgeschichten. Denn ich denke wenn es dann doch einen gemeinsamen Darsteller gäbe, könnte man ihn als Hauptdarsteller verstehen!
                Das klingt jetzt doch schon etwas paradox...
                Wissen ist Macht, weißt nichts macht nichts!

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                • #9
                  Das sehe ich nicht so. Man muss ja nicht sagen, dass Nebencharaktere in jeder Episode sterben müssen oder nicht wiederkehren dürften. Ich könnte mir eher eine Serie in der Machart von "Heroes" vorstellen, nur eben keinen großen Fokus auf die Charaktere wie bei HCs, sondern nur Nebeninformationen und dafür eine gewaltige Bandbreite an Charakteren. Könnte durchaus interessant sein, wenn man das ganze gut anpäckt. Wie immer ist natürlich die Wahrscheinlichkeit, das mans vollkommen verhaut, deutlich höher.

                  @Daniel_Jackson:
                  Der feste Bezugspunkt könnte schon eine Eigenschaft sein, die die Charaktere verbindet. Oder die Handlung an sich, welche nur von verschiedenen Personen weitergeführt wird.
                  "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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                  • #10
                    Zitat von Whyme Beitrag anzeigen
                    Eine Serie, die sich hauptsächlich um Charakterbeziehungen dreht aber keine festen Charaktere hat? Für wen klingt das noch paradox?

                    Eine Serie mit durchgehender Handlung braucht feste Charaktere, die für die Zuschauer interessant sind. Es braucht Figuren, deren Weg man verfolgen kann. Nur dann wird auch die Handlung interessant. Diese Gruppe von Charakteren muss nicht groß sein und kann sich mit der Zeit auch verändern aber er sollte schon auf Dauer ausgerichtet sein.

                    Und wenn sich die Handlung tatsächlich nur noch um die Charaktere und ihre Beziehungen dreht, kann man den SciFi-Aspekt auch weglassen. Das treibt dann nur die Kosten in die Höhe.

                    LG
                    Whyme
                    Blödsinn. Eine Serie mit durchgehender Handlung würde keine dauerhaften Charaktere benötigen. Im Ernst. Muss man immer nach Schema F vorgehen oder sollte man irgendwann mal was neues austesten? Ich finde diese Idee wirklich Hammer und es wäre schön wenn sich mal ein paar mutige Filmemacher bzw Serienproduzenten dieser Idee annehmen würden.

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                    • #11
                      Zitat von SöhnleinFrost Beitrag anzeigen
                      Blödsinn. Eine Serie mit durchgehender Handlung würde keine dauerhaften Charaktere benötigen. Im Ernst. Muss man immer nach Schema F vorgehen oder sollte man irgendwann mal was neues austesten? Ich finde diese Idee wirklich Hammer und es wäre schön wenn sich mal ein paar mutige Filmemacher bzw Serienproduzenten dieser Idee annehmen würden.
                      Wenn man eine Serie anfängt, sollte man nicht einen breiten Verschleiß an Charakteren haben, bzw. NUR Nebendarsteller, sondern

                      am Anfang mehrere Handlungen, mit 2 - 4 Hauptfiguren, die dann zu einer Handlung verschmolzen werden und da immer wieder Nebenhandlungen "aufmachen", mit "Hauptdarstellern und diese dann zu einer Zusammenhängenden Story entwickeln. Und NICHT das Konzept GUT und BÖSE sowie bei SG1 in den Vordergrund stellen.

                      Wenn SG1 so weitergemacht hätte, wie am Anfang - Gute Ta'uri retten dauernd einen bösen Goa'uld nach dem anderen, nur mit einem anderen Namen - hätte auf die Dauer nicht funktioniert.

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                      • #12
                        naja Stefan Burban hat da ein Interessantes Konzept für seine ROmanserie.

                        Die Serie dreht sich um einen größeren Krieg zwischen mehreren Rassen. Und in ejdem Roman liegt was anderes im Focus. In Buch 1 dreht es sich dann z.B. um eine Schiffscrew, im nächsten Buch liegt der Focus dann woanders und die einstigen Hauptdarsteller tauchen nur noch als Nebendarsteller auf.

                        So könnte man doch auch eine Serie umsetzen.
                        www.planet-scifi.eu
                        Euer Scifi-Portal mit Rezensionen und Kritiken zu aktuellen Büchern und Hörspielen.
                        Besucht meine Buchrezensionen:
                        http://www.planet-scifi.eu/category/rezension/

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                        • #13
                          Ich finde die Idee gar nicht mal schlecht, es wäre zumindest mal was Neues!
                          Der richtige Stoff für so eine Serie wäre meiner Meinung nach Asimov`s Foundation Trilogie!

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                          • #14
                            Zitat von DJSun1981 Beitrag anzeigen
                            Wenn man eine Serie anfängt, sollte man nicht einen breiten Verschleiß an Charakteren haben, bzw. NUR Nebendarsteller, sondern

                            am Anfang mehrere Handlungen, mit 2 - 4 Hauptfiguren, die dann zu einer Handlung verschmolzen werden und da immer wieder Nebenhandlungen "aufmachen", mit "Hauptdarstellern und diese dann zu einer Zusammenhängenden Story entwickeln. Und NICHT das Konzept GUT und BÖSE sowie bei SG1 in den Vordergrund stellen.

                            Wenn SG1 so weitergemacht hätte, wie am Anfang - Gute Ta'uri retten dauernd einen bösen Goa'uld nach dem anderen, nur mit einem anderen Namen - hätte auf die Dauer nicht funktioniert.
                            Also ich denke dennoch das sowas prima funktionieren würde. Es wäre ein mutiger Schritt und ich würde sowas begrüßen. Man muss die Sache nur richig anpacken. Das Problem ist halt das wahrscheinlich Zuseher die alles nicht von der ersten Folge an mitverfolgen würden gar nicht mehr mitkommen würden aber auf Sendern wie dem Scifi Channel könnte man sowas locker senden denn den gucken sowieso hauptsächlich Freaks (wie ich einer bin).
                            Wenn man alles mit der richtigen Taktik angeht dann wäre das schaffbar. Man muss als Produzent einfach mal über seinen Schatten springen und etwas neues ausprobieren. Ich wäre jedenfalls schwerstens dafür sowas zu machen und ich finde die Idee wirklich prächtig.

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                            • #15
                              Zitat von odem Beitrag anzeigen
                              Outer Limits würde ich primär auch eher als "Mystrery" denn als SciFi bezeichnen.

                              Aber es zeigt, dass sowas mit bestimmt jedem SciFi Universum klappen würde.
                              Also ich finde persönlich, dass Outer Limits SciFi in Reinform ist. Dadurch, dass man jede Episode eine abgeschlossene Geschichte mit anderen Charakteren hat, kommt die Essenz von SF viel mehr zum tragen.

                              Keine andere Serie stellt so drastisch Folgen und philosophische Auseinandersetzungen von typischen SF-Probleme wie Unsterblichkeit, künstliche Intelligenz usw. dar.

                              Wenn ich irgendeine Serie auf dieser Welt den Status einer weitgehend unverfälschten SF-Serie geben müsste, dann wäre das Outer Limits. Es ist auch die einzige Science Fiction-Serie welche fast vollkommen ohne Soap-Elemente auskommt.
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