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Geisterschiffe im All

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  • Geisterschiffe im All

    Ein Schläferschiff ist in den Tiefen des Alls unterwegs. Die Mannschaft ist in ihren Kälteschlafkammern. Sie hat keine Ahnung, dass ihr Schicksal schon besiegelt ist. Ein technischer Defekt tötet alle Mannschaftsmitglieder, bevor der Computer sie sicher auftauen kann.

    Ja, im Weltall lauern schon einige Gefahren: Strahlenstürme, Aliens, Mikrometeoriten, revoltierende Schiffssysteme, psychische Erkrankungen aller Art etc.


    Das stellt sich doch die Frage, was wohl mit dem Schiff passiert, wenn die Mannschaft getötet wurde. Geht man von einem hohen Automatisierungsgrad aus, so wird nun der Hauptcomputer darüber entscheiden, wie das Schiff weiter eingesetzt wird.

    Was kann denn ein Computer, der nun seine Macht spürt, eigentlich alles anordnen?
    Es ist natürlich so sehr schwer zu sagen, da die Programmierung und der Grad der KI gewisse Grenzen auferlegen.


    Aber hier nur einige Szenarien, die mir spontan einfallen:

    Wenn die Mannschaft tot ist, kann man die Mission getrost als gescheitert ansehen. Der Computer berechnet einen Umkehrkurs und fliegt heim. Eine einfach wenn-dann-sonst-Regelung halt.

    Der Computer setzt stur seinen Kurs fort, unbeachtet des Zustandes seiner Mannschaft. Am Ziel angekommen, blinkt dann ein Cursor auf den Hauptschirmen, der eine Eingabeaufforderung darstellt. Vermutlich würde der Computer so lange in Wartestellung bleiben, bis der Energievorrat des Schiffs völlig verbraucht ist.

    Der Tod der Mannschaft führt zur automatischen Aktivierung eines Notrufs. Der aber nur wenig sinnvoll ist, wenn das Signal Jahre bis zur Erde braucht und es mindestens ebenso lange dauert, bis ein Rettungsschiff eintrifft.

    Das Schiff wird gesprengt, um zu verhindern, dass es womöglich anderen Spezies in die Hände fällt oder um zu verhindern, dass man andere, nahegelegene Welten kontaminiert.

    Letzte Option, bei einer sehr hohen KI: der Computer setzt seine Mission alleine fort und koordiniert die schiffseigenen Roboter, was er ja ohnehin tut, wenn die Menschen schlafen. Mit der Zeit wird sich womöglich ein eigenes Bewusstsein ausbilden.


    Das sind spontan meine Gedanken, zu der Frage, was mit dem Schiff passiert, wenn die Mannschaft stirbt.

    Welche Szenarien haltet Ihr für vorstellbar bzw. welche haltet Ihr für besonders sinnvoll?
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

  • #2
    Ich würde eher eine Art Notfallprogramm installieren.

    Wenn die Besatzung nicht mehr in der Lage ist, sich um die Bordsysteme zu kümmern, dann wird nach einiger Zeit eine art Totmannschaltung aktiviert. Man taut ein paar Reservetechniker automatisch auf, damit die nachschauen können was passiert ist.

    Das setzt natürlich voraus, das man eine art Sicherheitsroutine für die Stammbesatzung hat. So eine art Codewort oder eine bestimmte Aktion am Computer, die alle ein zwei Tage mal ausgeführt werden soll. Wenn das ausbleibt, dann sollte jemand aufgetaut werden um mal nach dem Rechten zu sehen.

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    • #3
      In einem....

      ... anderem Si-Fi. Universum ist das auch Thema.
      (Leider fällt der Titel des Buches mir nicht ein - grübel....)

      Da hatte ein Raumschiff einen Unfall......
      Die nichtlineare Intelligenz (biologische)kam um/konnte die Katastrophe nicht beheben.

      Die lineare Intelligenz (Bordcomputer) hatte dabei eine Freiheitsstufe, die es als gleichberechtigter Partner der biologischen Intelligenz sah. Sie leitete die Mission, während die biologische Intelligenz als "Embryos" mitgeführt wurde und erst am "Zielort" oder bei "Bedarf" aktiviert werden sollte.

      In seinem "Quellcode" war der Befehl - ÜBERLEBE - HELFE - ganz tief verankert.
      So schätzte sie die Lage, das er nicht (im Augenblick) zu seinem Ursprungsort zurückkehren konnte richtig ein.
      Sie suchte einen Ort - in dem Fall einen Riesenplanetoiden aus. Dort entwickelte er sich weiter, von der Schiffsintelligenz zur "Zivilastion". Als er feststellte das nichts mehr zu Helfen war, sein "Überleben" gesichert war, entschloss er sich Helfen zu Überleben.
      DER QUELLCODE!!
      So ging die lineare Intelligenz auf die Suche nach jemandem/etwas der Hilfe zum "Überleben" brauchte.

      Mit dem ganzen Planetoiden, fast schon ein Planet. Atmosphäre Helium - Stickstoff !
      Dabei begegneten sich Menschheit und sie. Es kam bei der Begegnung am Anfang zu Missverständnissen, die teilweise "blutig" endeten.

      Lange Rede - kurzer Sinn....

      Die lineare Intelligenz "parkte" den Planetoiden auf einer Sonnenumlaufbahn ein, im Planetoidengürtel, wegen der Rohstoffe.
      Seit dem existieren zwei Intelligenzen im Sonnensystem und Helfen sich gegenseitig. Auch bei einem Krieg gegen (weiß ich jetzt nicht mehr ), dabei holte sie Wissen hervor die in Äonen erfahren wurde. Unter anderem, das nur von höher entwickelten neuronalen Netzen Gefahr ausgeht (im Konfliktfall).
      Dagegen hatte es eine "Welle" entwickelt, die neuronale Netze jeder Form auf "Null" zurückstellt. Kurz - schmerzlos-effektiv.

      mfg

      Prix
      Zuletzt geändert von Prix; 18.08.2010, 19:59.
      Ich bin der Graue / Bin Keines Freund / Keines Feind / nicht zu Kaufen / nicht zu Bitten / nicht zu Handeln / nicht zu Drohen / einfach nur der Graue.

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      • #4
        Ich denke die Frage ist dermaßen komplex, dass sich darauf kaum eine Antwort finden lässt. Das hängt von ziemlich vielen Faktoren ab:

        - Wie wichtig ist die Mission und wie wichtig ist das Timing dabei?
        - Wie hoch entwickelt ist die KI und die möglichkeit des Schiffes abläufe auch ohne Crew zu absolvieren?
        - Ist es ein 0815 Schiff oder eines, das experimentele/seltene Güter/Waffen/Systeme an Bord hat?
        - Wie weit ist das Schiff von der nächsten Erdkolonie oder der Erde an sich entfernt?
        - Wie sieht die momentane Regierung und finanzielle Situation auf der Erde aus?
        - Ist die Mission geheim?
        - Gibt es auserirdische Rassen, welche der Erde gut oder böse geneigt sind?
        usw.

        Wenn wir von der momentanen Situation auf der Erde ausgehen, nur mit höher entwickelter Technologie, sodass Reisen in unserem Sonnensystem zwar lange dauern, jedoch möglich sind, wird das Schiff mMn. ein Notsignal senden, auf Standby gehen und versuchen soviel Energie wie möglich zu sparen. Da ein solchen Schiff einen beträchtlichen Wert darstellt, wird vermutlich schon bald nach Eingang des Notsignals ein weiteres Schiff geschickt, welches das erste untersuchen wird. Von der Wichtigkeit der Mission hängt dann ab, ob das Schiff neu bemannt und das Vorhaben fortgeführt wird oder ob man es zurück zur Erde schickt.

        Das waren mal meine spontanen Gedanken ^^

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        • #5
          Beim 2001 waren absichtlich zwei Crew-Mitglieder immer wach, um etwaige Störungen und Probleme überprüfen zu können, aber dann konnte H.A.L. nicht zulassen, dass Dave etwas tut, und der Rest ist Geschichte.

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          • #6
            Letzte Option, bei einer sehr hohen KI: der Computer setzt seine Mission alleine fort und koordiniert die schiffseigenen Roboter, was er ja ohnehin tut, wenn die Menschen schlafen. Mit der Zeit wird sich womöglich ein eigenes Bewusstsein ausbilden.
            Das klingt jedenfalls am Besten
            "Der Überwachungsstaat der Zukunft findet dich!"
            www.alexander-merow.de.tl
            http://www.amazon.de/Beutewelt-B%C3%.../dp/3869018399
            http://www.amazon.de/Das-aureanische...889779&sr=1-11

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            • #7
              auf Langstreckenflügen ist es bei einem heftigen unfall durchaus möglich das das Schiff in eigenregie zwar die Unfallschäden soweit möglich repariert jedoch nicht realisiert das die Mannschaft tot ist und der Kurs durch den Kinetischen Impuls verändert wurde.
              Gewissermassen selbst erhaltender Weltraummüll bis im die Funktion oder die Energie ausgeht oder bis es irgenteiner findet.
              Viele Scifiroman arbeiten mit ähnlichen Themen, trotzdem faszinierend
              don´t take scifi too searious,there is always a Phule around-they take space by storm and leave laughter in there wake.- von Asprin´s Phule me twice(frei interpretiert.

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              • #8
                Interessant...

                In meinem Spieleprojekt geht es um eine ähnliche Situation. Die Spieler erwachen in ihren Cryo-Kammern und stellen nach und nach fest, daß sich das Schiff quasi im "Stand-By" befindet.

                Ich habe noch keine richtige Story um das Spiel stricken können, finde aber diesen Geisterschiff-Ansatz sehr spannend.
                .

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                • #9
                  Hmm, ich muss zugeben, über einen Solchen Fall habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.


                  Dabei hätte gerade ich es nötig da ich ja auch in meinem Roman Schiffe benutze die zwar ziemlich groß sind, aber, aufgrund von Automatisierung und Unterstüzung des Bordcomputers, nur mit etwa 5 Mann besetzt sind.

                  Was würde denn passieren wenn den 5 Mann plötzlich was zustößt? Ein Außerirdisches Virus zum Beispiel das sie tötet oder eben ein Technischer Defekt. Oder 1000 andere Dinge die passieren können.

                  Ehrlich gesagt, bei meinen Schiffen die ich verwende wäre im falle des Todes der Crew ziemlich schnell Schicht am Schacht da die Bordcomputer zwar die Crew unterstützen, dies allerdings nur nach Aufforderung tun. (Eben um die Möglichkeit einer Machtübername des Bordcomputers zu vermeiden falls er mal irgendwelche komplexe kriegt)
                  Deshalb würde das Schiff eben mit der Geschwindigkeit und dem Kurs weiterfliegen der zum Zeitpunkt wo die Crew starb eingegeben war. Und zwar so lange bis entweder alle Energie verbaucht ist, oder das Schiff mit irgendwas kollidiert, sei es nun ein Mond, ein Planet, eine Sonne oder ein Stück Weltraumschrott das von einer Schlacht übrig geblieben ist, und dadurch zerstört wird oder am Weiterflug gehindert wird.

                  Oder aber, was wohl wahrscheinlicher ist, das Oberkommando würde irgendwann, wenn das betreffende Schiff sich über einen längeren Zeitraum nicht gemeldet hat, versuchen Kontakt aufzunehmen, und wenn dies Fehlschlägt würde eben jemand losgeschickt um nach dem Rechten zu sehen und dann eben das Herrenlose Schiff finden.


                  Was allerdings auch passieren könnte, wäre dass irgendein Schrotthändler das im Weltall herumtreibende/herumfliegende Schiff findet und es sich unter den Nagel reisst. (Wäre bei meinen Schiffen ein ziemlich dicker Fisch, da allein die kleinsten 500.000 Credits aufwärts kosten.)



                  Gruß, Thunder.

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                  • #10
                    Wäre ein Schiff nur mit Androiden auch ein sogenanntes Geisterschiff?

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                    • #11
                      nur wen die andriden nicht die ürsprüngliche besatzung sind und diese tot ist
                      don´t take scifi too searious,there is always a Phule around-they take space by storm and leave laughter in there wake.- von Asprin´s Phule me twice(frei interpretiert.

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                      • #12
                        das wichtigste ist immer genug tomatensaft dabei zu haben. siehe hier: Warum Tomatensaft im Flugzeug so beliebt ist - science.ORF.at
                        Zuletzt geändert von akw; 19.04.2011, 17:37.

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                        • #13
                          Zitat von akw Beitrag anzeigen
                          das wichtigste ist immer genug tomatensaft dabei zu haben. siehe hier: Warum Tomatensaft im Flugzeug so beliebt ist - science.ORF.at
                          geh mir mit dem zeug weg (tomatensaft ist und bleibt IMHO ekelig - mag tomaten nur in wenigen formen (tomatensuppe, passiert (für pizza bzw. hackfleischsoße nötig) und als ketchup))

                          back to topic

                          naja was würde passieren:

                          es kommt wohl wirklich drauf an, wie modern das schiff ist (eine wirkliche KI würde selbstständig überlegen was zu tun ist bzw. innerhalb von eingeschränkten parametern, falls man solche festgelegt hat, falls nicht, würde der computer wohl schauen was er überhaupt machen kann d.h. fragen stellen wie: für wie lange reicht meine energie/mein treibstoff? was bringt es wenn ich mit toter manschaft auf nem anderen planeten (vll dem zielplaneten) lande? kann ich vll noch wen retten bzw. kann ich mit dem gen material vll eine neue manschaft erschaffen?....ein "normale" computer hätte wohl 10.000ende variablen eingegeben nach denen er handeln würde (falls die situation so überhaupt nicht vorgesehen war würde sich der computer wahrscheinlich entweder aufhängen oder aufgrund des nicht deffinierten problems einen hilferuf schicken....)

                          fazit: zeig mir das schiff und ich sag dir was der computer machen wird (natürlich kann ich mich irren - bin ja kein fachmann für sowas

                          mfg Ashrak

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                          • #14
                            ja aber im artikel steht dass man in 1000 meter höhe im flugzeug anders schmeckt als am boden. daher schmeckt tomaten saft im flugzeug.

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                            • #15
                              Keine KI die einigermaßen hochentwickelt ist würde alle Ressourcen einfach so ohne Aufforderung durch den Benutzer verschwenden. Sie würde im Normalfall bei erreichen eines gewissen Sperrbestandes an Treibstoff etc. eine Notabschaltung einleiten und auf weitere Befehle warten.

                              Im Zweifelsfalle wird das Schiff vermutlich einen Notstop einlegen, sich also zum vollkommenen Stop bringen und dann ein Notsignal senden ehe auch noch die KI offline geht. Aber niemand wird so Banane sein eine KI zu programmieren, die ihre eigene Zerstörung in Kauf nimmt weil Sie zu dumm ist festzustellen, dass der Tank bald leer ist.

                              Abhängig von den Rahmenbedingungen wird die KI wohl am ehesten versuchen Kontakt mit der nächsten für Sie in Frage kommenden Führungsebene aufzunehmen und sich dort neue Befehle zu holen. Wenn das scheitert wird Sie vermutlich um Hilfe rufen und in Wartestellung gehen. Denn für einen Computer ist Zeit mehr als nur relativ. Der KI ist es egal ob Sie nur 5 minuten oder 50.000 Jahre im Standby Modus schläft. Und den Standby Modus wird sie wohl höchstwahrscheinlich wählen um unnötige Energieverschwendung zu vermeiden.

                              Eine dauerhaft vollkommen aktive KI ist sowieso recht sinnfrei. Rudimentäre Kontrolle dessen was passiert und wake on event Funktionen sollten einen reibungslosen Flug sicherstellen ohne dass die KI dauerhaft komplett "wach" ist. Mal davon abgesehen, dass das System sich so keine Ticks aneigenen kann weil es zu lange unbeaufsichtigt war wird auch noch Energie gespart.

                              Mal mein Kleingeld zu der Sache.
                              "Gott würfelt nicht!"
                              -Albert Einstein

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