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Epische Story oder Charakterfocusierung was ist besser?

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  • Epische Story oder Charakterfocusierung was ist besser?

    Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren.

    Es geht um folgendes:

    Nehmen wir als Beispiel Episode 3 und 4 von Star Wars.

    Bei Episode 3 gibt es einen Galaxieumspannenden Krieg indem Massen an Truppen kämpfen. Die Charaktere sind Anführer der Fraktionen, während die Front Soldaten Gesichtslos anaym bleiben und in Massen für große Aktion verheizt werden.

    Als Serienvergleich währe B5 wo auch bie Raumschiffen viel auf Masse gesetzt wird die bei den wenigen großen Schlachten auch fix verheizt werden und sich alles um die Offiziere von B5 dreht.


    Das ist aus meiner Sicht eher der Bezug zur großen epischen Story welche auf emotionale NÄhe verzichtet.


    Der Gegensatz währe EP4 wo 12 Mann gegen einen Kampfstation antreten und das bei einem sehr unwichtigem Kampf.

    Hier leigt der Focus auf die Kämpfer, während die Generäle als Nebendarstellerab und zu mal Befehle äußern dürfen.

    Als Vergleichserie könnte man z.B. nBSg oder Stargate nehmen wo man sich auch auf wenig Leute konzentriert die direkt am Geschehen sind.

    Hoffe es kam rüber was ich meinte.

    Was haltet ihr davon?
    www.planet-scifi.eu
    Euer Scifi-Portal mit Rezensionen und Kritiken zu aktuellen Büchern und Hörspielen.
    Besucht meine Buchrezensionen:
    http://www.planet-scifi.eu/category/rezension/

  • #2
    Ich sehe hier kein "Konkurrenzverhältnis", da sich beides nicht gegenseitig ausschließt. Gerade B5 oder die OT von SW behandeln ne epische Story und sind trotzdem stark charakterkonzentriert.

    Kommentar


    • #3
      Wieso entweder oder? Eine gute Story muss beides haben.

      Wenn die Story einfach durchgerattert und nicht im geringsten auf die Charaktere eingegangen wird, fehlt dem ganzen die Seele. Wenn man hingegen die Story komplett über Bord wirft und sich nur auf die Chars konzentriert verkommt das ganze zu einer Seifenoper ala GZSZ.

      Dein Beispiel halte ich für eher schlecht gewählt. Denn, ob man die Story aus Sicht des einfachen Soldaten der in das ganze mitreingezogen wird, erlebt oder aus Sicht derer die die Entscheidungen treffen die dazu führen, ist nur ein Stilmittel. Genauso kann ebenso gut auf die Probleme und Eigenarten der Offiziere wie auf die der einfachen Soldaten eingegangen werden.

      Bei B5 und den ersten 2 Staffeln nBSG fand ich die Mischung aus Charakterfokussierung und Storytelling eigentlich sehr gelungen.
      Ich möchte im Schlaf sterben wie mein Großvater, nicht schreiend und heulend wie sein Beifahrer im Wagen. - Will Shriner

      Kommentar


      • #4
        Ok lass es mich anders formulieren:

        Habt ihr lieber kleinere Konflikte mit einzelnen Soldaten als Charaktere?

        Oder lieber große epische Handlungen wo die Charaktere Anführer sind und die Truppen eine graue Masse darstellen?
        www.planet-scifi.eu
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        • #5
          Es ist kein Geheimnis, dass ich DS9 und B5 um Längen besser finde als SGU oder gar als nBSG. Ich liebe es einfach, wenn eine Geschichte "groß" ist. Je mehr Leute und je mehr Parteien darin verwickelt sind, desto interessanter wird es für mich. Das soll jetzt gar nicht mal der Ruf nach Gigantonomie sein (mit allem kann man es übertreiben), aber tendenziell neige ich doch zu der "epischen Story".

          Den absoluten Verzicht auf emotionale Nähe sehe ich aber nicht. Sicherlich ist der Fokus anders gesetzt, aber gerade DS9 und B5 hatten schon ihre Art, das eben doch noch reinzubringen. DS9 hatte genug Romantik- und Charakterfolgen, B5 hatte seinen - in Anbetracht der sonstigen "Größe" (jetzt nicht mal unbedingt qualitativ gemeint, sondern einfach in dem Sinne dessen, was Larkis meint) der restlichen handlung für mich durchaus passenden - "Kitsch".

          Auch sind mir deine Beispiele nicht ganz so klar. Dadurch, dass Episode 4 nur ein Teil einer großen Saga ist, ist es eigentlich schon "episch". Es ist einfach nur ein Fantasygesetz, dass man, bevor man zur eigentlichen Epik voranschreitet, erst einmal einen emotionalen Zugang schaffen muss. Vom Kleinen ins Große. War bei Herr der Ringe doch ganz genauso. Erstmal das Auenland, dann Mittelerde, nicht andersherum.

          Stargate - zumindest SG1 und SGA - sind für mich auch nicht "emotional". Dass bei SGU der Fokus auf den Charakteren liegt, ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Ob man von MTV-Clips aber wirklich emotional mitgerissen wird... na ja, ist eben eine qualitative Einschätzung und darüber soll es hier auch gar nicht gehen. Manch einer weiß den Stil von SGU zu schätzen, andere können damit nichts anfangen.

          Was ansonsten noch zu sagen wäre:

          nBSG hätte die Chance gehabt, beides zu verbinden. Man hatte einen klaren Fokus auf die Charaktere gelegt, hätte aber durch die ganzen Prophezeiungen und anstehenden Änderungen durchaus auch einen "größeren Rahmen" schaffen können. Hat man sogar eigentlich, nur wurde der fast nie gezeigt. Ein paar wenige Beispiele wie "Die Hand Gottes" zeigen, wie man eigentlich Einzelschicksale zeigt, das Ganze aber stets im Blick behält (viele Andeutungen über Gottes Plan etc.). Dass da aber viele Dinge im Sand verliefen, die Serie sich gerade in der 3. Staffel etwas in den angeblich ach so emotionalen Einzelschicksalen gewisser Leute wie Frau King verzettelte, ist allgemein bekannt.
          Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

          Für alle, die Mathe mögen

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          • #6
            Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
            Ok lass es mich anders formulieren:

            Habt ihr lieber kleinere Konflikte mit einzelnen Soldaten als Charaktere?

            Oder lieber große epische Handlungen wo die Charaktere Anführer sind und die Truppen eine graue Masse darstellen?
            Beides ist unterhaltsam. Je nach Story bringt sie das eine besser rüber als das andere. Da in der Science Fiction epische Kriege aber fast immer aus der Sicht der Anführer zu sehen sind währe es andersherum auch mal schön. Ein bisschen Abwechslung eben. Aber grundsätzlich mag ich beides.
            Ich möchte im Schlaf sterben wie mein Großvater, nicht schreiend und heulend wie sein Beifahrer im Wagen. - Will Shriner

            Kommentar


            • #7
              Ich schließe mich den Vorrednern an, und sage: Es kommt darauf an, was der Autor mit der Geschichte sagen will.
              Komisch. Wenn ich bei Google "Focus" eingebe, kriege ich "Ungefähr 355.000.000" Ergebnisse. Wenn ich die korrekte deutsche Schreibweise "Fokus" eingebe nur "Ungefähr 29.000.000". Wer hat Recht? Der deutsche Duden oder Google hinsichtlich der Schreibweise des Wortes "Charakterfocussierung"?

              Kommentar


              • #8
                Zitat von keepshowkeeper Beitrag anzeigen
                Komisch. Wenn ich bei Google "Focus" eingebe, kriege ich "Ungefähr 355.000.000" Ergebnisse. Wenn ich die korrekte deutsche Schreibweise "Fokus" eingebe nur "Ungefähr 29.000.000". Wer hat Recht? Der deutsche Duden oder Google hinsichtlich der Schreibweise des Wortes "Charakterfocussierung"?
                Nicht wirklich komisch. Focus ist halt die englische Version des Worte und es gibt halt wesentlich mehr englischsprachige Treffer.

                Aber back to Topic,

                sehe es auch so, Epische Größe hat nicht direkt was mit kleiner "Mannschaft" zu tun. Das eine bildet den Rahmen, das andere die Geschichten innerhalb dieses Rahmens.
                Zuletzt geändert von Gnarrader Blek; 22.12.2010, 11:22. Grund: typo
                StFWiki, die Wiki zu Sternenfaust

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                • #9
                  Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                  Ok lass es mich anders formulieren:

                  Habt ihr lieber kleinere Konflikte mit einzelnen Soldaten als Charaktere?

                  Oder lieber große epische Handlungen wo die Charaktere Anführer sind und die Truppen eine graue Masse darstellen?
                  Am schönsten wäre es, wenn man einen epischen Handlungsbogen hätte und sowohl Anführercharaktere als auch "Befehlsempfänger", sowie evtl. sogar noch Zivilpersonen, die auf den ersten Blick vielleicht gar nichts miteinander zu tun haben ausführlich beschreibt. Wenn diese Personen dann durch die Handlung (oder auch das Schicksal) zusammengeführt würden um das "Abenteuer" gemeinsam zu bestehen, fände ich das klasse.

                  Aber gab`s das nicht auch schon einmal ?
                  "Ganz egal wo Ihr hingeht - da seid Ihr dann." (Buckaroo Banzai)

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                  • #10
                    Ich bevorzuge eine eher "epische" Story. Je komplexer desto besser. Aber Charakterzeichnungen und Erzählen der eigentlichen Geschichte müssen in einem passenden Verhältnis funktionieren, damit ich als Zuschauer auch gefesselt werde.

                    Ein gutes Beispiel ist nBSG: Die ersten beiden Staffeln waren einfach der Knaller. Tolle Story, Charaktere mit ihren jeweiligen Einzelschicksalen und die Geschichte wird aus mehreren Sichtweisen heraus erzählt. Als ich dann aber die dritte Staffel sah, war es einfach nur noch gähnend langweilig. Aus meiner Sicht viel zu sehr auf die Charaktere konzentriert ohne einen Zentimeter der Story weiterzuerzählen. Dasselbe Schicksal erlitt "Lost" mit dem wohl schlimmsten Serienende ever.
                    "Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert,
                    der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, sind wir alle unwideruflich gefesselt."

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                    • #11
                      Lieber eine epische Story als Charakterfocusierung.

                      Wenn schon Charakterfocusierung, dann bitte nicht so, dass sich die Charaktere so künstlich ernst "behenmen". Wenn, dann so wie in King of Queens, Hör mal wer da Hämmert, etc, etc,

                      Aber in der Scifi brauch ich keine Charakterfocusierung, sondern eine unterhaltsame epische Story, was in der Zukunft möglich wäre und wie sich die Gesellschaft und das Universum in Zukunft entwickeln und was noch entdeckt wird. Und durch die epitsche Story werden die Leute sowieso weiterentwickelt.

                      ZB.:
                      Wenn TNG auf Charakterfocusierung gesetzt hätte - (Eine junge Fändrich Troi hängt immer im Chasino rum und knutscht die ganze Zeit im Quartier mit Fändrich Riker (Dann hätte man die Offiziere bestimmt so jung dargestellt. - Jugendwahn am Arbeitsmarkt in der heutigen Zeit) Und ihre Mutter wäre sichelrich, als gerade "erwachsener" Teenager dargestellt worden, die sich ständig an den Kapitän ranmacht und durch Gedankenlesen krigt sie Kapitän Picard rum und dann gibts einen 3er mit Mr. Howm - Nein danke.

                      Und so ganz nebenbei wäre die Enterprise eine dreckige Fregatte, ins 24. Jahrhundert verlegt, in der sich die Teenageroffiziere alles nehmen ohne Rücksicht auf andere Lebensformen. - Auch das brauch ich nicht.

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                      • #12
                        Also ich kann ja nur mich selbst als Romaautor sprechen. Ich versuche sowohl meinen Hauptcharakter von Beutewelt, Frank Kohlhaas, als auch die weltpolitischen Aspekte bzw. die Schlachten halbwegs gleichmäßig mit einzubauen. Man sollte sich meiner Meinung nach nicht nur auf den Charakter konzentrieren, sondern auch die Umstände, in denen er lebt (und kämpfen muss) ausreichend zu beleuchten. Daher "schaltet" die Perspektive oft von Frank den Chefs der Weltregierung, die über das Schicksal von 8 Mrd. Menschen konspirieren...
                        "Der Überwachungsstaat der Zukunft findet dich!"
                        www.alexander-merow.de.tl
                        http://www.amazon.de/Beutewelt-B%C3%.../dp/3869018399
                        http://www.amazon.de/Das-aureanische...889779&sr=1-11

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                        • #13
                          Zitat von Jobe Beitrag anzeigen
                          Am schönsten wäre es, wenn man einen epischen Handlungsbogen hätte und sowohl Anführercharaktere als auch "Befehlsempfänger", sowie evtl. sogar noch Zivilpersonen, die auf den ersten Blick vielleicht gar nichts miteinander zu tun haben ausführlich beschreibt. Wenn diese Personen dann durch die Handlung (oder auch das Schicksal) zusammengeführt würden um das "Abenteuer" gemeinsam zu bestehen, fände ich das klasse.

                          Aber gab`s das nicht auch schon einmal ?
                          Hört sich ziemlich nach einer Beschreibung von "Rom" an:
                          Dort git es militärische Anführercharaktere (Cäsar, Antonius, Octavius, Brutus). Befehlsempfänger (Lucius Vorenus, Titus Pollo), Politiker (Cicero, Cato) und Zivilpersonen (Vorenus' Familie, Irene, Attia, Octavia, Servilia), deren episches Schicksal miteinander verwoben ist.

                          In der SF kommt am ehesten nBSG an deine Beschreibung ran:
                          Anführer (Adamas, Tigh), Befehlsempfänger (Gaeta, Duala, Kara, Hot Dog, Tyroll, Kelly, Helo, Anders), Politiker (Roslin, Baltar, Zarek) und Zivilpersonen (Ellen, Cottle, Tory, Billy, Romo)
                          Zuletzt geändert von HanSolo; 01.01.2011, 15:48.

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                          • #14
                            Ich bin der Meinung das dass eine ohne das andere auf Dauer in einer Serie, besonders im SF-Bereich nicht überlebensfähig ist, für die erste Staffel einer Serei finde ich Charakterfokusierung ja noch angebracht, aber spätestens in der zweiten Staffel einer Serie sollte man mit einer handlungsübergreifeden Story beginnen. epische Storys haben eben denn Vorteil, (wenn sie gut erzählt), eine größere Zielgruppe an Zuschauern anzusprechen, als wenn man sich auf einzelne Charaktere bezieht, in denen sich vielleicht nur jeder 4 wiedererkennt und deshalb der Rest gelangweillt wegzappt. Ich jedenfalls bevorzuge ein gutes Mischungsverhältnis der Marke B5 oder DS9 . Eben weil man beide Stilmittel dort nicht vernachlässigt hat.

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                            • #15
                              Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                              Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren.

                              Es geht um folgendes:

                              Nehmen wir als Beispiel Episode 3 und 4 von Star Wars.

                              Bei Episode 3 gibt es einen Galaxieumspannenden Krieg indem Massen an Truppen kämpfen. Die Charaktere sind Anführer der Fraktionen, während die Front Soldaten Gesichtslos anaym bleiben und in Massen für große Aktion verheizt werden.

                              Als Serienvergleich währe B5 wo auch bie Raumschiffen viel auf Masse gesetzt wird die bei den wenigen großen Schlachten auch fix verheizt werden und sich alles um die Offiziere von B5 dreht.


                              Das ist aus meiner Sicht eher der Bezug zur großen epischen Story welche auf emotionale NÄhe verzichtet.


                              Der Gegensatz währe EP4 wo 12 Mann gegen einen Kampfstation antreten und das bei einem sehr unwichtigem Kampf.

                              Hier leigt der Focus auf die Kämpfer, während die Generäle als Nebendarstellerab und zu mal Befehle äußern dürfen.

                              Als Vergleichserie könnte man z.B. nBSg oder Stargate nehmen wo man sich auch auf wenig Leute konzentriert die direkt am Geschehen sind.

                              Hoffe es kam rüber was ich meinte.

                              Was haltet ihr davon?
                              Was war an Episode III "episch" ? Wenn alles in einem hässlichen Playstation-Brei versinkt, stellen sich bei mir keine epischen Empfindungen ein.

                              Die alten SW-Teile würde ich auch nicht als "charakterorientiert" bezeichnen, aber da wurde den Charakteren zumindest so viel Aufmerksamkeit zuteil, wie nötig ist, damit man überhaupt mitfiebern kann.

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