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Besiedlung des Sonnensystems jetzt?

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  • Besiedlung des Sonnensystems jetzt?

    Eigentlich hat die Menschheit jetzt schon die Technologie um das Sonnensystem zu besiedeln (zumindest Mond und Mars).

    Die modernen Schiffe schaffen ja ne Geschwindigkeit von 10 Km/s. damit ist man innerhalb von 12 Stunden am Mond.

    Die ca 60 Mio Kilometer zum Mars kann man so in 70 Tagen schaffen.

    Um die kosmische Strahlung abzublocken hat man ja auch was.

    Ist es nur eine Geldfrage? Man möchte doch meinen alle sind geil drauf auf dem Mond und Mars wertvolle Rohstoffe abzubauen.....

  • #2
    möglich wäre es bei unbegrenzten finanziellen mitteln.Obs sinn macht weiss ich nicht.Den Mond besiedelt würde z.b. sinn machen,wenn man a. einen Weltraumlift hätte und b. Helium 3 abbauen könnte und somit c. einen funktionierenden Fusionsreaktor für das man das Helium 3 abbauen würde.Somit hätte man einen Grund für eine dauerhaft besetzte Mondbasis.Was den Mars angeht so bin ich recht unwissend.Ich weiss nicht ob es da was gibt was man so dringend bräuchte.Und ein Flug zum Mars wäre im Moment nur eine reine prestigeangelegenheit ohne wirklichen wissenschaftlichen und vor allem wirtschaftlichen nutzen...wenn ich richtig informiert bin.
    "Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion." Voltaire

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    • #3
      Eine Mondbasis halte ich für sehr Sinnvoll, vorallem da Raketenstarts vom Mond aus wesentlich günstiger wären. Man könnte z. B. die "Versorgung" der ISS komplett über die Mondbasis laufen lassen und würde dadurch im Nachhinein wieder Geld sparen.

      Das Hauptproblem ist wohl das Geld und die Rechtfertigung für so etwas. Die Gelder wurden ja, soweit ich weis, in letzter Zeit immer mehr gekürzt. Dazu kommt noch das die USA zurzeit auch extrem verschuldet ist. Mit finanziellen Mitteln siehts momentan ganz schlecht aus...

      Beim Mars wirds schon etwas schwieriger, aber es wäre mit unbegrenzten Mitteln sicher möglich.

      Firefly // Stargate // Doctor Who // Eureka
      Warhammer // Mass Effect

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      • #4
        :...Ist wirklich ein sehr interessantes Thema. Aktuell laufen ja die Vorbereitungen (eher eine Simulation)für eine Mars-Expedition in Russland namens "Mars500". So ein bekannter Astrophysiker,dass wir in diesen Jahrhundert vieles erwarten können. Prof. Lesch meint:"Eine Reise zum Mars wäre in 25 Jahren schon gut denkbar". Sicherlich spielen Faktoren wie Geld und unsere bis jetzt noch nicht ausreichende Technik auch eine riesige Rolle, aber allein die zusammen Stellung einer "Funktionierenden" Crew und der Erhalt ihrer Gesundheit bereiten große Probleme. Um auf die Posts zurückzugreifen : Niemand weiß ob eine Reise zum Mars wirklich wirtschaftliche Vorteile birgt, man eventuell Wasser oder sonstiges endeckt.Dennoch denke ich das eine Reise zum Mars ein ganz besonderes Erlebniss für uns Menschen sein würde, auch wenn wir nur die Erkenntniss erlangen, dass unser Planet Erde der einzige bewohnbare Planet in unserem Sonnensystem ist. Und wer weiß, vielleicht würde dieses viele Menschen zum Denken anregen, dass es vielleicht doch nicht so schlecht ist unseren Planeten zu Pflegen und zu erhalten.
        "Wir müssen immer danach streben mehr zu sein, als wir sind."

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        • #5
          Ich bin zurzeit eher skeptisch. Die Amis sind mit ihrem Raumfahrtprogramm am Ende und stellen es nach und nach ein. Andere Nationen mögen ja viel simulieren, aber an konkreten Ergebnissen kommt nichts dabei raus - das gilt natürlich auch für die Amis selbst. Seit den 60ern und 70ern ist die ganze Raumfahrtkiste jedenfalls fortwährend zerfallen. Schauen wir mal, wie es weitergeht.
          "Der Überwachungsstaat der Zukunft findet dich!"
          www.alexander-merow.de.tl
          http://www.amazon.de/Beutewelt-B%C3%.../dp/3869018399
          http://www.amazon.de/Das-aureanische...889779&sr=1-11

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          • #6
            Naja, es wäre wohl auch nicht so weit gekommen mit der Raumfahrt, hätte es den "Kalten Krieg" nicht gegeben, jetzt ist das Wettrüsten halt aus der Mode, zumindest was Raumfahrt betrifft... bleibt nur zu hoffen dass die Nationen wieder motivierter werden und auch von der ESA viel ausgeht und dass mal nicht ein Konflikt der Grund dafür ist wieder eine große Welle an Raumprogrammen zu starten... ich denke wären wir nicht an unser System "Geld" gebunden, wären wir viel weiter, weil die Wissenschaft ist sehr weit und die hat sich ja auch weiterentwickelt seit den 50er-70er Jahren wo es den großen Aufbruch gab was Weltraumprogramme betrifft.
            Wie schon erwähnt ist, Rohstoffknappheit wird die Nationen früher oder später wieder motivieren.
            Space is the Place!

            www.last.fm/user/Zaphbot

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            • #7
              Solange sich nicht jemand ohne kriegerische Handlungen mit den USA oder Russland anlegt oder versucht einen Gottesstaat auf den Himmelskörper seiner Wahl anzulegen oder es den Anschein hat das es wirtschaftliche Gründe dafür gibt oder die Chinesische Regierung ein Weltraumprogramm beschliesst sieht es schlecht aus. Der Hauptgrund warum die Amerikaner zum Mond geflogen sind war vor den Russen dazusein. Technische Machbarkeit ist eine Seite Notwendigkeit oder Wirtschaftlichkeit eine andere, erschwerend kommt hinzu das ein derartiges Projekt nicht finanziell von einer Einzelperson getragen werden kann so reich und motiviert sie auch sein mag sicherlich würde sich ein Milliardär finden für den "weil er da ist" Grund genug ist.

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              • #8
                Zitat von Drag Beitrag anzeigen
                Eine Mondbasis halte ich für sehr Sinnvoll, vorallem da Raketenstarts vom Mond aus wesentlich günstiger wären. Man könnte z. B. die "Versorgung" der ISS komplett über die Mondbasis laufen lassen und würde dadurch im Nachhinein wieder Geld sparen.
                Das macht aber nur Sinn, wenn man die Versorgungsgüter und die Raketen zur ISS direkt auf dem Mond herstellt, und zwar vom Abbau der Rohstoffe bis zu den High-Tech-Konstruktionswerkstätten. Alles andere würde das "billigere-Versorgung"-Konzept ad absurdum führen. Für diese Zwecke braucht man aber wohl eine ganze Stadt: Nicht nur die Bergbau- und Fertigungsgebäude, sondern auch Energieversorgung, Lebensmittelherstellung, Quartiere, und wohl so einiges was mir jetzt nicht auf Anhieb einfällt. Außerdem muss ja jeder in nennenswerten Mengen benötigte Rohstoff erst mal auf dem Mond vorhanden sein, was wohl auch bedeuten würde, dass die Bergbauanlagen auf große Entfernungen verteilt werden müssen.

                Fazit: Bevor sich eine Mondbasis für diesen Zweck rentiert, könnte man hunderte, wenn nicht tausende Raumstationen von ISS-Größe bauen. Und bis es soweit ist, gibts womöglich andere, billigere Möglichkeiten zum Materialtransport in den Orbit von der Erde aus.
                Lesbisch

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                • #9
                  Solange sich nicht jemand ohne kriegerische Handlungen mit den USA oder Russland anlegt oder versucht einen Gottesstaat auf den Himmelskörper seiner Wahl anzulegen oder es den Anschein hat das es wirtschaftliche Gründe dafür gibt oder die Chinesische Regierung ein Weltraumprogramm beschliesst sieht es schlecht aus.
                  Oder es taucht bald mal ein Perry Rhodan auf Naja, im Ernst. Leider scheinen wirklich meist weniger idealistische sondern militärische Gründer hinter der Weltraumforschung zu stecken. Eigentlich schade...
                  "Der Überwachungsstaat der Zukunft findet dich!"
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                  • #10
                    Uns fehlen nicht nur die Geldmittel, sondern auch kompakte Energiequellen. Fast alle Science-Fiction-Geschichten die ohne Überlichtantrieb auskommen und daher nur innerhalb des Sonnensystems spielen (beispielsweise den aktuell von mir gelesenen Roman "Sternenfall") setzen zumindest Kernfusionstechnologie oder die künstliche Erzeugung von Antimaterie voraus.

                    Nur mit chemischen Antrieben ist das Treibstoff-zu-Nutzlast-Verhältnis dermaßen schlecht, dass interplanetare bemannte Raumfahrt nur dann möglich ist, wenn wir auf der Erde einen riesigen Energieüberschuss erwirtschaften und ihn in chemische Brennstoffe umsetzen können.
                    Mein Profil bei Memory Alpha
                    Treknology-Wiki

                    Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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                    • #11
                      Die Besiedlung wird erst möglich sein, wenn wir es geschafft haben autarke Lebensräume ausserhalb unserer Erdeatmosphäre zu erzeugen. Anders als bei unserer Raumstation im Erdorbit, kann man solche Kolonien nicht ständig mit Lebensmitteln und Energiequellen versorgen, da dies zu viele Ressourcen kosten würde (vom finanziellen Standpunkt mal ganz abzusehen).

                      Leider sind bisher alle Versuche mehr oder weniger gescheitert. Soweit ich weiß haben wir noch kein abgeschlossenes Biotop erfolgreich aufrecht erhalten können.

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                      • #12
                        Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
                        Die Besiedlung wird erst möglich sein, wenn wir es geschafft haben autarke Lebensräume ausserhalb unserer Erdeatmosphäre zu erzeugen. Anders als bei unserer Raumstation im Erdorbit, kann man solche Kolonien nicht ständig mit Lebensmitteln und Energiequellen versorgen, da dies zu viele Ressourcen kosten würde (vom finanziellen Standpunkt mal ganz abzusehen).

                        Leider sind bisher alle Versuche mehr oder weniger gescheitert. Soweit ich weiß haben wir noch kein abgeschlossenes Biotop erfolgreich aufrecht erhalten können.
                        Mit einer brauchbaren Energiequelle wäre nicht einmal eine solche irdische Nabelschnur unwirtschaftlich. Es ist nur eine Frage mit welcher Effizienz man die Dinge von A nach B transportieren kann.

                        Eine völlig autonome Kolonie sollte natürlich Langzeitziel bleiben.
                        Mein Profil bei Memory Alpha
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                        • #13
                          Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
                          Die Besiedlung wird erst möglich sein, wenn wir es geschafft haben autarke Lebensräume ausserhalb unserer Erdeatmosphäre zu erzeugen. Anders als bei unserer Raumstation im Erdorbit, kann man solche Kolonien nicht ständig mit Lebensmitteln und Energiequellen versorgen, da dies zu viele Ressourcen kosten würde (vom finanziellen Standpunkt mal ganz abzusehen).

                          Leider sind bisher alle Versuche mehr oder weniger gescheitert. Soweit ich weiß haben wir noch kein abgeschlossenes Biotop erfolgreich aufrecht erhalten können.
                          Das Problem ist denke ich das Leute die keinerlei Ahnung vom entprechenden Fachgebiet, geschweige mal von Wissenschaft allgemein, haben, Leute wählen die meist ebenso keine, bzw. wenig, Ahnung haben und dann aber entscheiden ob ein Projekt machbar ist oder nicht. Das fällt insbesondere auf, wenn man sich den Entscheidungsfindungsprozess in vielen Scifistorys im Vergleich zu unserer Politik betrachtet . Ein sehr linker Ansatz das gebe ich zu, aber leider scheitert es in meiner Kausalitätskette genau an dieser Stelle.
                          divide et impera

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                          • #14
                            Zitat von Politiker01 Beitrag anzeigen
                            Eigentlich hat die Menschheit jetzt schon die Technologie um das Sonnensystem zu besiedeln (zumindest Mond und Mars).

                            Die modernen Schiffe schaffen ja ne Geschwindigkeit von 10 Km/s. damit ist man innerhalb von 12 Stunden am Mond.
                            sofern man die 10 km/s konstant halten könnte. Kann man aber nicht, schließlich wird man während der Reise noch von der Erde angezogen. Die Apollo-Flügen dauerten mehrere Tage, und wäre auch heute noch genauso.

                            Zitat von Politiker01 Beitrag anzeigen
                            Die ca 60 Mio Kilometer zum Mars kann man so in 70 Tagen schaffen.
                            beim Mars kommt noch hinzu, dass man nicht einfach geradeaus auf ihn zufliegen kann, da noch die Schwerkraft der Sonne mit einwirkt. Man muss eine sogenannte Hohmann-Bahn nehmen, die tangential zur Erdbahn beginnt und tangential zur Marsbahn endet. Das dauert im günstigsten Fall 258 Tage.

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                            • #15
                              Zitat von CaptainDiscovery Beitrag anzeigen
                              Das Problem ist denke ich das Leute die keinerlei Ahnung vom entprechenden Fachgebiet, geschweige mal von Wissenschaft allgemein, haben, Leute wählen die meist ebenso keine, bzw. wenig, Ahnung haben und dann aber entscheiden ob ein Projekt machbar ist oder nicht. Das fällt insbesondere auf, wenn man sich den Entscheidungsfindungsprozess in vielen Scifistorys im Vergleich zu unserer Politik betrachtet . Ein sehr linker Ansatz das gebe ich zu, aber leider scheitert es in meiner Kausalitätskette genau an dieser Stelle.
                              Naja, bitte SciFi nicht mit der Realität verwechseln. Der Vorteil von SciFi ist, dass viele heutige Probleme durch irgendwelche Technologien als gelöst erklärt werden, ohne auf das "wie" einzugehen. Zudem kommt in der Realität noch der Faktor Mensch hinzu, der eben nicht immer rationale Bedürfnisse hat. Genauso wie die damalige Mondlandung der 60er Jahre eher eine ideologische Entscheidung war den eine rationale.

                              Ich denke, dass wir einen Weltraumboom erleben werden, sobald viele notwendige Ressourcen auf der Erde soweit aufgebraucht sein werden, dass sich die Ressourcengewinnung im All lohnen würde. Würden z.B. seltene Erden auf dem Mond gefunden werden, würde es wohl recht bald eine Kolonie auf dem Mond geben (wobei die Preise für seltene Erden wahrscheinlich wieder etwas nachgeben würden...).

                              Zitat von Agent Scullie Beitrag anzeigen
                              beim Mars kommt noch hinzu, dass man nicht einfach geradeaus auf ihn zufliegen kann, da noch die Schwerkraft der Sonne mit einwirkt. Man muss eine sogenannte Hohmann-Bahn nehmen, die tangential zur Erdbahn beginnt und tangential zur Marsbahn endet. Das dauert im günstigsten Fall 258 Tage.
                              Und hinzu kommt noch, dass der Mars in einer günstigen Konstellation zur Erde stehen muss. Ob 56 oder 400 Mio. Kilometer, ist schon ein gewaltiger Unterschied. Ausserdem braucht es rund 15-16 Jahre bis sich Erde und Mars wieder näher kommen. Das ist entscheidend für den Hin- aber auch für den Rückflug. Denn während man vielleicht beim Hinflug "einfach" dem Mars entgegen fliegen kann, muss man beim Rückflug evtl. auf die Erde warten bis diese die Sonne umrundet hat und dann schonmal ca. 1 Jahr warten bedeuten.

                              Leider kann man mit heutigen Mitteln die Sonne nicht als Katapult für bemannte Flüge nutzen, denn wir besitzen noch nicht die ausreichenden Technologien für den Schutz menschlichen Lebens in der "Todeszone" um die Sonne (hohe Strahlungsbelastung, unregelmäßige Sonnenerruptionen, keine Möglichkeit das Raumschiff von außen zu warten, da keine entsprechenden Anzüge)

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