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  • Eigenes Sci-Fi-Universum

    Hallo an alle,

    seit meiner Kindheit bin ich von Science-Fiction in jeglicher Form fasziniert. Gerade die in räumlicher wie zeitlicher Dimension von unserer heutigen Erde weit entfernten, fremdartigen Universen in Gestalt von Space Operas (Asimov, Reynolds, Hamilton) haben es mir angetan. Seit einigen Jahren habe ich nun Ideen zu einem eigenen Universum gesammelt und inzwischen habe ich den Wunsch, dieses in Form eines Romans auszuarbeiten. Allerdings fehlt es mir hier etwas an Anleitung und Unterstützung, daher suche ich nach einem Forum, in dem Hobbyautoren, die sich vorwiegend für SF interessieren, Anregungen und Tipps holen und womöglich ihre eigene Geschichte vorstellen können.

    Vielen Dank für eure Tipps !

  • #2
    Solche Threads gibt es hier schon zur Genüge, aber egal.

    Stell uns dein Universum doch mal vor, damit wir es begutachten können.

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    • #3
      Ich denke das Du hier sehr gut Deine Ideen vorstellen kannst und auch einiges an Hintergrund für Deine Story findest. Sein eigenes Universum zu erfinden find ich eine tolle Sache und da gehört eine Menge an Varianten und Regeln dazu damit es auch geschichtlich funktioniert. Lass doch mal hören wie es in Deinem Universum zugehen soll und was für eine Art Geschichte Du in einem Roman verarbeiten möchtest.
      Ear-Movies - Filme für die Ohren - TimeShift Das Hörspiel - http://timeshift.blackdays.de -
      Neu * Folge 4 A Past And Future Shadow online

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      • #4
        Jau - ist immer spannend, die "Konkurrenz" kennenzulernen Ich bau seit Jahren an einem eigenen SF Universum, das hat so viele Einflüsse, aber auch so viele Einzigartigkeiten... es ist ne verdammt tolle Sache, sowas selber zu machen, eigene Völker, Schiffe und Geschichte zu erfinden.

        lg

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        • #5
          Zunächst vielen Dank für euer Interesse ! Dass sich hier noch mehr "Weltenbastler" tummeln finde ich natürlich großartig !
          Zu der Rohfassung meines Universums, die heute vorliegt, bin ich eigentlich durch meine Beschäftigung mit der Geschichte der Menschheit gekommen. Fast alle Elemente meiner fiktiven Welt haben ihre Gegenstücke in der älteren oder jüngeren Vergangenheit - z.B. im Römischem Reich, dem Liberalismus des 18. und 19. Jahrhunderts, dem Christentum oder dem Marxismus.
          So sollen die Dimensionen des Universums an das Römische Reich der späten Kaiserzeit erinnern - das Durchfliegen des bekannten Weltalls soll mehrere Monate dauern und ein großer Teil der Galaxis ist noch nicht entdeckt bzw. bereist worden. Die Menschen, die in dieser Galaxis leben sehen aber, ganz wie die alten Römer, ihre Welt als "geschlossen" an - die Gebiete des Weltalls, die außerhalb des bekannten Sektors liegen, interessieren nur Forscher und vielleicht Regierungen, die an der Erschließung neuer Rohstoffe interessiert sind, jedoch nicht die durchschnittlichen Bewohner.
          Ansonsten handelt es sich um ein klassisches Space-Opera-Setting : Überlichtflüge sind möglich, die Zahl der bewohnten bzw. bekannten Welten geht in die Tausende.
          Dieser bekannte Sektor, der auch als der "Menschliche Sektor" bezeichnet wird, ist politisch geteilt :
          Auf der einen Seite gibt es das "Transomninion" - den größten Nationalstaat des Sektors, der mehrere Tausend Welten umfasst. Es handelt sich um den mächtigsten Akteur des Sektors, dessen Politik alle anderen Bewohner des maßgeblich betrifft.
          Grob gesagt handelt es sich um einen Kollektivstaat. Die Bewohner des Transominions glauben, dass ihr Staat auf eine Prophetin zurückgeht, die vor mehreren Jahrtausenden unter die Menschen trat, um sie in eine bessere Zukunft zu führen. Diese antike Welt war der Legende nach von Ungleichheit, Sklaverei, Kriegen und Armut geprägt und in zahlreiche interstellare Nationen, die teilweise eher Konzerne denn Staaten waren, unterteilt. Der Prophetin gelang es in kurzer Zeit, eine Lehre von Gleichheit, Fortschritt und Revolution zu verbreiten, der sich zahlreiche Menschen anschlossen (im Prinzip eine Mischung aus christlichem Gottesglauben, gepart mit "Technomarxismus"). In der Folge entwickelte sich ein Krieg, der die Nationalstaaten erschütterte, teilweise zerbrechen ließ und aus der Sekte der Prophetin einen eigenen Staat - das Transomninion - werden ließ. Die Prophetin nutzte bei ihrem Feldzug Technologien, die derart weit fortgeschritten waren, dass manche ihrer Gegner die Menschlichkeit ihrer Feindin selbst in Zweifel zogen.
          Was in der Folge geschah, ist geschichtlich nicht gesichert - manche denken, dass die Prophetin getötet wurde, andere nehmen an, dass sie "zu Gott" heimkehrte oder sich auf eine lange Reise machte, um Gott zu begegnen. Jedenfalls verschwand sie und ließ ihre Truppen führerlos zurück. In der Folge ebbte die Offensive des Transomninions ab, die verbliebenen Staaten formierten sich neu und teilweise gelang es, die Flotten der verschwundenen Prophetin zurückzuschlagen. Letztlich gelang es, mit dem Transomninion einen Friedensvertrag auszuhandeln, der das Bestehen des neuen Staates sicherte.
          Der Plan der Prophetin, der vorgesehen hatte, alle Menschen unter einer Flagge zu vereinen, war indessen gescheitert. Allerdings hatte die Prophetin ihren Jüngern ein Erbe hinterlassen, das in den kommenden Jahrtausenden die Geschichte nicht nur des Transomninions, sondern der ganzen Menschheit maßgeblich beeinflussen sollte - den "Maschinenapostel". Dabei handelt es sich um einen Supercomputer unbekannter Bauart, der angeblich die Form eines kleinen Neutronensterns besitzen soll (genauere Informationen unterliegen der Geheimhaltung) und die Regierung des Transomninions mit Informationen, Analysen und Ratschlägen versorgt. Durch seine unglaubliche Rechenkapazität, die alle anderen Computersysteme des menschlichen Sektors weit übersteigt, trug der Maschinenapostel zum Aufstieg des Neuen Staates maßgeblich bei. Durch ihn war es nicht nur möglich, zahlreiche Gegner politisch auszumanövrieren, das Transomninion konnte auch eine ungeheuer leistungsfähige Planwirtschaft errichten.
          - Hier sollte ich vielleicht etwas erklären. Ich bin kein Marxist, der die Schrecken des Kommunismus verharmlosen möchte. Allerdings hat mich die Geschichte des Sozialismus nachhaltig fasziniert und die Historie der Sowjetunion hat mich schon immer gefesselt. Durch meine Arbeit weiß ich, dass manche Informatiker über die Möglichkeit debattieren, durch kybernetische Methoden eine Planwirtschaft zu erschaffen, die die herkömmliche Marktwirtschaft an Effizienz übertrifft. Solch ein "kybernetischer Kommunismus" passte natürlich perfekt in den kollektivistischen, streng egalitären und teilweise totalitären Staat, der mir für das Transomninion vorschwebte - allerdings sollte dieses eben reich und mächtig, nicht arm und verzweifelt wie die ehemalige UdSSR sein - der "Kybernetische Marxismus" - wie ihn übrigens zwei bekannte Informatiker in "Alternativen aus dem Rechner" spannend beschrieben haben - war also für meinen fiktiven Staat die ideale Wirtschaftsform-
          Diese Planwirtschaft erlaubte dem Transomninion einen ungeheueren Aufstieg. Die anderen Staaten gelangten wirtschaftlich und militärisch ins Hintertreffen und wurden von der neuen Supermacht abhängig. Zu diesem Zeitpunkt gab es eine Katastrophe, über die nur wenig überliefert ist.
          Die Bewohner des Transomninions verloren die Fähigkeit, sich auf natürlichem Wege fortzupflanzen - ihr Staat geriet an den Rande des Untergangs. Für dieses Ereignis gibt es mehrere Erklärungsversuche. Manche glauben, dass der massive Einsatz von Gentechnik und Implantaten zu der Unfruchtbarkeit geführt hatte, andere nehmen an, dass es sich um eine Biowaffe handelte und wieder andere glauben an eine Strafe Gottes, der das Transomninion für die Abkehr vom rechten Weg bestrafen wollte.
          Die Lösung für das Problem kam vom Maschinenapostel. Kurz gesagt wurde nun jeder neue Bürger des Transomninions auf gentechnischem Weg erzeugt - alte Institutionen wie die Familie waren somit überflüssig geworden - ihre Funktion in Erziehung und Sozialisation ging an den Staat über. Gleichzeitig wurden die Bürger nun noch "gleicher" - jeder war nach der neu entstandenen Religion nun ein Kind Gottes (zur Welt gebracht durch den Maschinenapostel) in einem Gottesstaat. Gleichzeitig war jeder neue Mensch eine Maßanfertigung - der Maschinenapostel erzeugte neue Menschen nach einem strengen genetischen Anforderungsprofil. Der Staat regulierte nunmehr nicht nur Wirtschaft und Kultur, sondern auch die genetische Disposition der eigenen Bevölkerung. Gleichzeitig gab es eine neue Entwicklung: Die Forscher, die dem Maschinenapostel und seiner Kirche unterstanden, hatten eine Möglichkeit gefunden, das menschliche Leben enorm zu verlängern. Es handelte sich dabei um ein Serum, das regelmäßig verabreicht werden musste und das Leben eines Menschen auf dreihundert Jahre oder mehr verlängern konnte. Gleichzeitig führte es zu einer starken Sucht, die im Falle eines Entzugs fast immer tödlich endete. Diese Entwicklung stellte einen Bruch in der Geschichte des Transomninions dar - seine Bürger wurden nun durch den Maschinenapostel und dessen Kirche gezeugt, Familien existierten nicht mehr, alle Bürger waren durch ihre kybernetische Verbindung mit dem Maschinenapostel lebenslang verbunden, Erziehung und Sozialisation übernahm der Staat nach seinen Wünschen und der wichtigste Punkt : Eine Abkehr vom Transomninion war unmöglich - die Sucht nach dem lebensverlängernden Serum konnte jeden potenziellen Dissidenten innerhalb kurzer Zeit töten.
          - Neben diesen dystopischen Elementen gibt es allerdings auch utopische -
          Zum einen war und ist das Transomninion eine Kollektivdiktatur ohne große persönliche oder wirtschaftliche Freiheit. Jeder Aspekt des Lebens - von der Ausbildung über die Arbeit bis zu Teilen der Freizeit wird vom Staat kontrolliert. Andererseits hat das Transomninion auch utopische Aspekte. Es gibt keine Armut, keine Not, einen hohen materiellen Lebensstandard und eigentlich niemanden, der sich als unglücklich empfindet.
          - Falls es jemanden interessiert : Bei dem Entwurf dieses Staatsbilds ließ ich mich vom Staatsrechtler Carl Schmitt inspirieren, der zwischen dem Totalen Staat der Qualität und Energie und dem Totalen Staat der Dimension unterscheidet. Während der eine die Bevölkerung unter ein gemeinsames, begeisterndes Leitbild zwingt, ist der Totale Staat der Dimension ein Staat, der jeden Aspekt des Lebens reguliert - das Transomninion ist also beides : Total in Qualität und Total in Dimension)-
          Trotz dieses Bilds der Einigkeit ist das Transomninion in seiner Führung zersplittert und zerstritten.
          An der Spitze des Staates steht die Regierung, die so genannte "Große Loge". Ihr unterstehen wie jeder normalen Regierung auch Ministerien mit verschiedenen Aufgaben, Beraterstäbe und Experten. Ein Parlament gibt es nicht. Der Große Apostel wählt die fähigsten Experten aus und befördert sie in entsprechende Positionen bzw. bildet sie für diese aus. Es handelt sich beim Regierungsapparat des Transomninions also um eine klassische Technokratie. In den Rängen dieser Experten gibt es allerdings Streitigkeiten über den Kurs des Staates : Während die Gruppe der "Hardcoreutilitaristen" denkt, dass der Rest der Menschheit mit Gewalt unterworfen werden müsse, um die Vision der Prophetin Realität werden zu lassen, denken die "Prohumanisten", dass eine pragmatische Politik nottut, die dem Rest der Menschheit seine Freiheit lässt. Zum Zeitpunkt meiner Story radikalisieren sich die "Hardcores" zunehmend und erlangen mehr und mehr Einfluss im Militär. Manche von ihnen sind der Meinung, dass das Transomninion durch seine kybernetischen und genetischen Manipulationen nicht mehr zur restlichen Menschheit gehört und eine eigene Spezies darstellt. Daneben gibt es die Kirche des Maschinenapostels. Sie hat großen Einfluss in der Wissenschaft und verfolgt eigene, verworrene Pläne. Sie steht in ständigem Streit mit der Regierung und führt mit dieser einen permanenten Machtkampf. Durch ihren Einfluss auf den Maschinenapostel hat sie eine mächtige Position. Hohe Ämter in der Kirche können übrigens nur von Frauen begleitet werden.
          Die dritte Macht ist das Militär. Da das Transomninion seine Macht zum Großteil seiner militärischen Überlegenheit verdankt, hat es einen gewissen Einfluss auf die Regierung, der es eigentlich untersteht. Seine Mitglieder sehen sich als Elite und Vorkämpfer der "Großen Sache". Ein großer Teil der Wirtschaftskraft des Staates wird zur Aufrüstung verwendet. Somit stellen Flotte und Armee eine Macht da, die permanent modernisiert wird und mit der man immer rechnen muss. Die Regierung zögert meist nicht lange und setzt das Militär überall ein, wo es opportun scheint. Die militärische Zentralplanung und die Beratung der Regierung in militärischen Fragen unterliegt einem Gremium, das eine Art Oberkommando darstellt - STRATEGOCORPS. Seine anonymen Technokraten verfolgen ihrerseits eigene Ziele und planen Kriege teilweise Jahre im Voraus, um sie dann gezielt ausbrechen zu lassen.
          Neben dem Transomninion, das ich hier so knapp wie möglich geschildert habe, gibt es natürlich andere Welten.
          An das Transomninion grenzen zahlreiche Raumsektoren. Die meisten von ihnen stellen keine geschlossenen Staaten dar, sondern beinhalten zahlreiche Welten mit Einzelregierungen oder Konzernen. Diese Sektoren sind meist mit dem Transomninion verbündet und von ihm abhängig. Dafür profitieren sie von dessen Macht und Wohlstand. Weiter entfernt herrschen andere Zustände. Durch die repressive, manipulative Wirtschaftspolitik des Transomninions sind die meisten alten Staaten zerfallen. Wirtschaftliche Depression und Armut prägen große Teile des Menschlichen Sektors. Piraten bedrängen die Freie Raumfahrt, fast ständig brechen Kriege zwischen um Ressourcen konkurrierenden Welten aus, die dann meist von Söldnerflotten ausgetragen werden (keine einzelne Welt hat die Mittel zum Unterhalt einer Flotte). Während das Transomninion immer wieder Kriege gegen Piraten und Söldner führt, setzt es doch eigentlich alles daran, den Status Quo zu erhalten. An einer wirklichen Befriedung des Sektors hat STRATEGOCORPS keinerlei Interesse. Die permanete Zerrüttung hindert diese Welten nämlich an einer fortschrittlichen Entwicklung - somit bleiben sie immer vom Import von Waren aus dem Transomninion abhängig und liefern diesem im Gegenzug Rohstoffe, was dem Kollektivstaat ermöglicht, seine eigenen Reserven unangetastet zu lassen. Unter diesen Welten befinden sich zahlreiche verschiedene Staatsformen. Von kleinen planetaren Stadtstaaten über künstliche Raumhabitate bis zu planetenumspannenden Gesellschaften.
          Manche sind durchaus wohlhabend - andere bitter arm. Noch weiter vom Zentrum des Menschlichen Sektors entfernt liegen dünner besiedelte Gegenden - auch hier gibt es Menschen. Die Situation hier erinnert an die amerikanische Frontier des 19. Jahrhunderts. Primitive Siedlungen werden von rauhen Raumfahrern besucht, hartgesottene Individualisten leben vom lebensgefährlichen Rohstoffabbau im Weltall. Aufgrund der wenigen Rohstoffe hat das Transomninion keinerlei Interesse an diesen Sektoren und lässt sie deshalb in Ruhe.
          Auf der anderen Seite, an der Grenze zum Transomninion, erstreckt sich der Ricardo-Sektor. Es handelt sich dabei um die rohstoffreichste Gegend des Menschlichen Sektors. Hier existiert die andere "große Gesellschaft" meines Universums. Das Volk der "Nomaden" - leider ist mir bislang kein klangvollerer Name eingefallen. Die Nomaden durchziehen den Ricardo-Sektor und bauen an verschiedenen Stellen Ressourcen ab. Das All ist ihr natürlicher Lebensraum und sie hausen auf riesigen Schiffen, die teilweise die Ausmaße kleiner Monde haben. Sie sind die einzige Gesellschaft, deren Technologie teilweise an die des Transomninions heranreicht. Viele Menschen sehen in den Nomaden einen positiven Gegenentwurf zu der an Planeten gebundenen Machtpolitik des Transomninions.
          Tatsächlich ist die Gesellschaft der Nomaden aber nicht weniger erschreckend, als die des Kollektivstaats. Ihre Ordnung beruht auf einem extrem libertären Weltbild. Ich habe mich hierbei von diversen libertären und anarcho-kapitalistischen Denkern beeinflussen lassen.
          Freiheit ist das höchste Gut der Nomaden - allerdings hängt der persönliche Status gleichzeitig absolut vom Vermögen ab. Jeder ist sein eigener Unternehmer - kollektive oder gemeinschaftliche Ideen gibt es nicht. Individualismus und Unternehmertum sind das Ideal der Nomaden. In Extremfällen ist selbst der Verkauf der eigenen Person in die Sklaverei möglich. Extreme Unterschiede prägen demnach ihre Gesellschaft und selbst Rechte sind käuflich. Was existiert ist eine absolute Minimalregierung, die an das mittelalterliche Althing Islands erinnert. Die einflussreichsten Unternehmer und Besitzer der Raumschiffe treffen sich regelmäßig, um ihre Politik zu besprechen. Mehr Staat gibt es nicht und entsprechend kamen sich Nomaden und Transomninion nie in die Quere - bis jetzt. Da beide Gesellschaften um dieselben Rohstoffe konkurrieren, führen sie einen Krieg, der beide Gesellschaften vor die Probe stellt.
          Soviel zum groben Rahmen des Universums, in dem sich alles abspielen soll.
          Zu der Story kann ich bei Bedarf bzw. Interesse gerne mehr erzählen, falls sich jemand durch diesen Textberg geschlagen hat und immer noch neugierig ist. Grob gesagt soll es um eine Entdeckung gehen, die alles, was die Protagonisten als Wahrheit angesehen haben, infrage stellt. Letzlich soll es auch um die Frage gehen, wieviel Einfluss ein Mensch auf sein eigenes Schicksal hat und ob es möglich ist, trotz ungünstiger oder verzweifelter Umstände ethisch zu handeln. Vielen Dank für Feedback !

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          • #6
            Hi,

            Warum können im Transminion nur Frauen eine hohe Stellung in der Kirche erlangen? Das widerspricht doch der egalitären Gesellschaftsordnung?! Und warum lässt der Maschinengott diese Spannungen zwischen einzelnen Institutionen zu?

            Ich finde du solltest die Futurekapitalisten überarbeiten. Du hast dir beim Transminion ja schön Mühe gegeben den Kommunismus Sci-Fi-tauglich zu machen, aber die Nomaden..naja. Die Denker des Kapitalismus haben ja spätestens seit Ricardos komparativer Kostenvorteilstheorie immer den Handel, statt des Krieges gepredigt und ein notwendiges Minimum an Staat z.B. was Bildung angeht wurde schon von Smith angesprochen. Wie sich das liest sind die Nomaden einfach nur Manchesterkapitalisten in Raumschiffen.

            Die größte Frage, die ich mir allerdings stelle ist: Worum gehts eigentlich? Willst du den kalten krieg in die ferne Zukunft projizieren?

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            • #7
              Was du da schreibst klingt zwar ganz nett, aber leider hast du einen großen Denkfehler drin: Nämlich den, dass man aus einer "Welt" einfach so eine Geschichte machen könne.

              Der Weg zum Schriftsteller ist viel länger und viel steiniger, als der Weg zu einer eigenen Welt. Und wenn dein "Motivator" wirklich nur das hier ist
              Seit einigen Jahren habe ich nun Ideen zu einem eigenen Universum gesammelt und inzwischen habe ich den Wunsch, dieses in Form eines Romans auszuarbeiten.
              wirst du deine Pläne im (für dich) besten Fall schon bald auf Eis legen und im schlechtesten Fall mit einem wertlosen Manuskript in dem Jahre lange Arbeit steckt bei einem DKZV landen, der dich bis aufs Hemd ausbluten lässt, ohne auch nur ein Buch zu verkaufen.

              Nur eine Welt zu entwerfen, die Gadanken kreisen und fliegen zu lassen, macht Spaß, ohne Frage. Aber Schriftsteller werden, ist verdammt harte Knochenarbeit. Da heißt es dann, zuhause bleiben und schreibübungen durchpauken während die Kumpels in der örtlichen Kneipe abhängen.
              Und zu guter letzt muss am Anfang auch immer die Handlung stehen, nicht die Welt. Die Welt muss sich der Idee der Handlung anpassen, NIEMALS andersrum. 90% der Leser eines Buches werden etwaige bereitgestellte Hintergrundinformationen zu irgendwelchen fiktiven Planeten nichtmal interessieren. Rechne damit, dass von allen Hintergrundinformationen die du dir so begeistert ausdenkst, in einem Roman vieleicht 0,5% bis maximal 1% auch tatsächlich verwendung finden können, wenn du den Leser nicht langweilen willst.

              Und vor der veröffentlichung diverse zusätzlicher "Atlanten" steht immer der finanzielle Erfolg des Buches.



              Frag dich also zwei Dinge:
              1. Hast du die Disziplin dazu, dir schreibfähigkeiten jenseits von Hobby-Fanfics zu erarbeiten?
              2. Verbringst du mehr Zeit mit der ausarbeitung der Geschichte, als mit der Ausarbeitung der Welt?



              Nur wenn du beide Fragen (ehrlich) mit einem klaren JA beatworten kannst, solltest du das Projekt weiter verfolgen. Beantwortets du eine von ihnen mit NEIN, wäre es das besten für dich, die Pläne aufzugeben.

              Ich weiß, das klingt hart, aber glaube mir, ich spreche aus eigener Erfahrung. Stunden von Lebenszeit in eine umfassende Welt für einen Roman zu investieren, die anschließend nie genutzt wird, weil der notwendige "elan" fehlt, sich auch tatsächlich mal auf den Hosenboden zu setzen und mit dem schreiben anzufangen, ist nicht so toll.
              Was ist Ironie?
              Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
              endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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              • #8
                Zunächst vielen Dank für eure Meldungen,

                tatsächlich habe ich in die Nomaden bislang auch viel weniger gedankliche Arbeit investiert, als in die Zukunftsmarxisten. Was du über Ricardo sagst, stimmt natürlich - allerdings sehe ich die Nomaden weniger als Kapitalisten im klassischen Sinn, denn als Minarchisten, deren Lebensweise dem ähnelt, was Ayn Rand sich unter einer idealen Gesellschaft vorstellte. Eine Minimalregierung gibt es bei ihnen tatsächlich. Ob das Bildungssystem dazugehört, ist natürlich die Frage - es gibt ja schon Neoliberale, die der Ansicht sind, dass die Bildung streng privatisiert sein sollte. Letztendlich hast du aber völlig recht - die Nomaden sind noch ziemlich unbehauen, was sich ja auch in ihrem reichlich doofen und beliebigen Namen äußert. Warum nur Frauen in der Kirche aufsteigen können ? Ich finde gerade die Idee von Brüchen im Weltbild interessant. Immerhin existieren die auch heute und das nicht zu knapp. Das Transomninion soll durchaus eine gespaltene, widersprüchliche Gesellschaft sein, wobei der Maschinenapostel durchaus Interesse daran hat, diese Spaltung zu forcieren, um seine eigenen Pläne durchsetzen zu können.
                caesar_andy: Tatsächlich ist das mein einziger Motivator. Ich spiele aber auch nicht mit dem Gedanken, Schriftsteller zu werden. Ich sehe in meiner potenziellen Schreibarbeit nichts anderes, als ein Vergnügen oder bestenfalls eine Fingerübung - keinesfalls wäre ich so borniert zu glauben, ich könnte die (vielleicht) entstehende Story einmal verkaufen. Ich möchte ganz bestimmt kein professioneller Schriftsteller werden und mir ist klar, was für ein steiniger Weg das ist - zu steinig für mich ;-)
                Ich habe also nicht die Absicht, mit dem Buch (falls es je eins wird) Geld zu verdienen. Um das Schreiben auf so professioneller Basis zu betreiben, würde mir auch schlicht die Zeit fehlen, zudem bin ich mit meinem Job ganz zufrieden. Was du schreibst klingt aber, als hättest du einige Erfahrung - bist du Schriftsteller ?
                Also ums auf den Punkt zu bringen: Mehr als ein Hobby-Fanfic plane ich nicht und ich würde mich schon freuen, in einem Forum wie diesem eine Leserschaft zu finden - schlimmstenfalls würde ich aber auch fürs Privatvergnügen schreiben.
                Daher sehe ich auch keinen Grund, mit der Schreiberei aufzuhören - sollte es mir einmal als Hobby kein Vergnügen mehr bereiten, würde ich es sowieso einstellen.
                Mit dem anderen Punkt hast du allerdings völlig Recht - und das ist die Story.
                Wie du sicherlich bemerkt hast, interessiert mich vor allem der Entwurf des Universums, die Story war längere Zeit eher Nebensache. Allerdings habe ich inzwischen einen Handlungskern, an dem ich "entlangschreiben" könnte.

                Viele Grüße


                .
                EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                domi1985 schrieb nach 4 Minuten und 25 Sekunden:

                Aber bevor ichs vergesse, herzlichen Dank für euer Interesse ! Der Tipp mit den Nomaden war jedenfalls sehr gut - an denen werde ich noch einigermaßen feilen müssen.
                caesar_andy : Für Tipps , was das Schreiben und entwerfen einer Story angeht bin ich natürlich immer dankbar. Du scheinst ja eine Menge Ahnung zu haben.
                Zuletzt geändert von domi1985; 22.08.2011, 12:13. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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                • #9
                  Zitat von domi1985 Beitrag anzeigen
                  Was du schreibst klingt aber, als hättest du einige Erfahrung - bist du Schriftsteller ?
                  Kein Veröffentlichter, nein.

                  Ich habe mal über ein paar Jahre hinweg das "Handwerk" gelernt, aber nie zur praktischen Anwendung gebracht. Der Grund ist deiner Ausgangslage hier recht ähnlich ... ich habe als ich schreiben gekonnt HÄTTE Stunden meiner Zeit mit der ausarbeitung der Umwelt verplämpert und dann später aufgrund beruflicher Entwicklungen (ich bin selbstständig) keine Zeit mehr gefunden, um die Geschichte tatsächlich zu papier zu bringen.

                  Tatsächlich geht es mir nicht viel anders als dir - ich bin Hobbyautor, der zum Spaß schreibt.

                  ABER - wenn ich die Erfahrung die ich heute habe, schon vor 10 jahren gehabt hätte, hätte ich weit weniger Zeit in den Entwurf der Welt investiert - weil mir heute klar ist, dass in eine Geschichte sowieso nur ein Bruchteil der Hintergrundinformationen reinpassen (der Leser will ja keinen Reisebericht lesen) die ich mir ausgedacht habe.
                  Was ist Ironie?
                  Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                  endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

                  Kommentar


                  • #10
                    caesar_andy: Das macht natürlich Sinn - Zeitmangel ist beim Betreiben eines solchen Hobbys natürlich ein Problem. Ich hoffe sehr, dass meine Arbeitszeiten stabil bleiben - ich bin im öffentlichen Dienst. Gibt es denn eine Möglichkeit, dein Universum mal anzuschauen oder etwas von dir zu lesen ? Es würde mich sehr interessieren, die Welten eines anderen Hobbyschreibers kennen zu lernen. Bisher habe ich übrigens nicht sonderlich viel Zeit investiert, das meiste entstand in Gedankenspielen oder bei der Lektüre historischer und politischer Sachbücher.
                    Hast du denn Tipps zum Charakterdesign oder zum Entwurf einer charakterorientierten Handlung allgemein ?

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                    • #11
                      Das alles klingt schon sehr interessant und spannend, aber ich muss meinen Vorrednern recht geben, die Nomaden brauchen mehr Innenfutter.

                      Wo soll es Storymässig eigentlich hingehen. Mehr gesellschaftlich, politisch also eher die Machtblöcke in ihrem inneren oder eher miltärisch nach außengerichtet, also ein großer Krieg zwischen Nomaden und Transomninion??? Wo dann später wahrscheinlich noch eine noch unbekannte Macht ihre Finger im Spiel hat.

                      Das klingt irgendwie an, mit dem maschinenapostel und seinen eigenen Plänen und der verschwundenen Prophetin. (@Adm.Hays daher rührt wahrscheinlich auch warum nur Frauen hohe Stellungen einnehmen können)

                      Ansonsten kann ich dir da Science Fiction, 3D Modelling & Fan Fiction Forum ans Herz legen dort tummeln sich einige Hobbyautoren aber auch wie schon am Namen zu erkennen ist "Fachleute" aus anderen Bereichen. Darfst dich nur nicht davon abschrecken lassen das Star Trek dort eindeutig dominiert.
                      Die zukunft begann gestern.

                      Lichterstaub - Ein Universum entsteht

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                      • #12
                        Zitat von caesar_andy Beitrag anzeigen
                        Kein Veröffentlichter, nein.

                        Ich habe mal über ein paar Jahre hinweg das "Handwerk" gelernt, aber nie zur praktischen Anwendung gebracht. Der Grund ist deiner Ausgangslage hier recht ähnlich ... ich habe als ich schreiben gekonnt HÄTTE Stunden meiner Zeit mit der ausarbeitung der Umwelt verplämpert und dann später aufgrund beruflicher Entwicklungen (ich bin selbstständig) keine Zeit mehr gefunden, um die Geschichte tatsächlich zu papier zu bringen.

                        Tatsächlich geht es mir nicht viel anders als dir - ich bin Hobbyautor, der zum Spaß schreibt.

                        ABER - wenn ich die Erfahrung die ich heute habe, schon vor 10 jahren gehabt hätte, hätte ich weit weniger Zeit in den Entwurf der Welt investiert - weil mir heute klar ist, dass in eine Geschichte sowieso nur ein Bruchteil der Hintergrundinformationen reinpassen (der Leser will ja keinen Reisebericht lesen) die ich mir ausgedacht habe.
                        Du musst diese Hintergrundinformationen trotzdem wissen, um die Details auswählen zu können, die wichtig sind, auch wenn du nur einen Teil verwenden kannst, manchmal geschieht das eher auch versteckt.

                        at Domi1985 So originell find ich deine Welt nicht, es fehlen etwas die funkelnden Details. Ich kann mir beim besten Willen bei keiner nicht eusozialen Lebensform eine funktionierende Planwirtschaft vorstellen.
                        Zuletzt geändert von Apeiron; 22.08.2011, 13:48.

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von domi1985 Beitrag anzeigen
                          Gibt es denn eine Möglichkeit, dein Universum mal anzuschauen oder etwas von dir zu lesen ? Es würde mich sehr interessieren, die Welten eines anderen Hobbyschreibers kennen zu lernen.
                          Es gibt da sehr viel schriflich, aber der Kontext ist so extrem umfangreich, das ein "Schnupperkurs" kaum möglich ist.

                          Im großen und ganzen hatte ich die Welt als eine Art Mischwelt zwischen Fantasy und Science-Fiction ausgelegt. D.H. vieles in der Welt hat magische und mythischen Tendenzen, die aber allesamt auf wissenschaftlich erklärbaren Modellen fußen ... so war Magie beispielsweise eine Form von kosmischer Strahlung und die Götter waren in wahrheit außerirdische. Reisen zwischen den Planeten waren mithilfe von Stargate-Ähnlichen Tunneln möglich.

                          Die Geschichte selbst hätte zum Hauptteil auf einem Planeten gespielt, der in etwa der Erde des 19. Jahrhunderts entsprach, wobei eine der nationen aufgrund "außerirdischer" Einmischungen jedoch deutlich höher entwickelt gewesen wäre und technische Grundlagen irgendwo zwischen Steampunk, Dieselpunk, Teslapunk und Biopunk gehabt hätte.


                          Tipps zu geben ist natürlich schon schwer. Am einfachsten ist es meiner Meinung nach, wenn du dir am Anfang eine Prämisse ausdenkst ... also eine Aussage, die die Handlung haben soll, wie z.B. ganz trivial "Gier bringt den Tod" oder sowas in der Art.

                          Als nächstes denkst du dir einen Grundstock von 4, vieleicht 5 Charakteren aus (Auf jeden Fall Protagonist und Antagonist (falls vorhanden) und überlegst dann, wie die Geschichte anfängt und wie sie endet. Alles was zwischen Anfang und Ende liegt, lässt du dir dann von der Geschichte selber "zeigen", indem du sie im Kopf durchspielst und gegebenfalls neue Nebencharaktere einfügst. Wichtig ist, die Geschichte muss von selber laufen. Jeder Richtungswechsel muss auf den Motiven der agierenden Charaktere basieren.
                          Wenn du an einen Punkt kommst, an dem du nicht weißt, wie es weitergehen könnte, erweiterst du das Universum um neue Nebencharaktere oder äußere Konflikte. So lange, bis sich zwischen Anfang und Ende ein durchgezogener Faden bildet.


                          .
                          EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                          caesar_andy schrieb nach 8 Minuten und 12 Sekunden:

                          Zitat von Apeiron Beitrag anzeigen
                          Du musst diese Hintergrundinformationen trotzdem wissen, um die Details auswählen zu können, die wichtig sind, auch wenn du nur einen Teil verwenden kannst, manchmal geschieht das eher auch versteckt.

                          at Domi1985
                          Nein, muss er nicht. Eine grobe vorab ausarbeitung reicht zum Schreiben eienr Handlung vollkommen aus. Wenn er anfängt, festzulegen aus wie viel % Argon und Helium die Atmosphäre eines Planeten besteht und wie die Meeresströhmungen verlaufen, schießt er eindeutig über das Ziel hinaus und läuft gefahr, sich zu stark auf seine vorarbeit zu verlassen, wodurch einzelne Elemente dann zu abziehbildern und Klischees werden.

                          Als negativbeispiel kann man hier ganz bewust einmal StarTrek anführen und sich ansehen, wie homogen die einzelnen Spezies sind. Jeder Drehbuch und FanficAutor shcaut grundsätzlich nur nach, was im Almanach und auf memory Alpha über ein Volk steht, und passt seine Geschichte daran an.
                          Wann war denn in StarTrek mal ein Drogensüchtiger Klingone, ein nymphomanischer Romulaner oder ein kindlich-verspielter Cardassianer zu sehen?

                          Von derartigen Facetten lebt eine echte Handlung aber, und einen solchen Detailreichtum kann keine vorarbeit der Welt abdecken. Ich für meinen Teil hatte die besten Ideen immer grade dann, wenn ich versucht habe, mich abseits der schriftvorgaben zu bewegen und neue Akzente zu finden.
                          Zuletzt geändert von caesar_andy; 22.08.2011, 13:54. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
                          Was ist Ironie?
                          Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                          endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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                          • #14
                            Auch Meeresströmungen können Auswirkungen auf die Geschichte haben, wenn zum Beispiel einer Meeresströmung versiegt und dadurch ein einstmals lebensfreundlicher Raum zu einer Eiswüste wird. Das Klima beeinflusst ja auch die Menschen und deren Charakter.

                            Natürlich sollte man sich an die Vorgaben halten und ihnen nicht widersprechen. Bei Star Trek liegt das Problem doch eher darin, dass die Außerirdischen Rassen doch ziemlich schematisch gezeichnet sind und es keine Bandbreite innerhalb der Spezies gibt. Es ist ja nicht die Frage, ob ein Klingone drogensüchtig werden kann, sondern wie und was sagt es uns über die Welt und die Klingonen an sich aus. Für mich ist auch kein nymphomanischer Romulaner ein Problem, du musst nur zeigen, wie dieser innerhalb des romulanischen Gesellschaft aufgenommen wird.

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                            • #15
                              Zitat von Apeiron Beitrag anzeigen
                              Auch Meeresströmungen können Auswirkungen auf die Geschichte haben, wenn zum Beispiel einer Meeresströmung versiegt und dadurch ein einstmals lebensfreundlicher Raum zu einer Eiswüste wird. Das Klima beeinflusst ja auch die Menschen und deren Charakter.
                              Wenn es um eine ohnehin versiegende Meeresströmung geht, brauche ich aber keine Landkarte auf der jede Strömung des Planeten eingezeichnet ist. Das ganze ist eine gefährliche Kiste: Wenn du zu tief in das Detail gehst und Wissen einbauen willst, dass dir eigentlich gar nicht zur Verfügung steht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dein Konzept fehler enthällt.
                              Wenn du sagst, ein Land das deutschland ähnelt, droht zur Eiswüste zu werden, weil ein warmer Meeresstrom versiegt, dann reicht das sowohl zum begreifen der handlung als auch zum illustrieren der Welt vollkommen aus.

                              Wenn du aber gleichsam eine Landkarte mit Klimazonen, Temperaturzonen und-und-und mitlieferst, wird dem erst besten Klimaforscher der das Buch liest, auffallen wo du alles Denkfehler gemacht hast und warum die Handlung so wie sie erzählt worden ist gar nicht passieren kann.
                              Natürlich sollte man sich an die Vorgaben halten und ihnen nicht widersprechen. Bei Star Trek liegt das Problem doch eher darin, dass die Außerirdischen Rassen doch ziemlich schematisch gezeichnet sind und es keine Bandbreite innerhalb der Spezies gibt. Es ist ja nicht die Frage, ob ein Klingone drogensüchtig werden kann, sondern wie und was sagt es uns über die Welt und die Klingonen an sich aus. Für mich ist auch kein nymphomanischer Romulaner ein Problem, du musst nur zeigen, wie dieser innerhalb des romulanischen Gesellschaft aufgenommen wird.
                              Du kannst eine ganze Rasse nicht nach einem detaillierten Plan vorzeichnen. Du kannst dir Dinge wie Behausungen, lebensräume oder Religionen ausdenken, aber nicht detailiert daraus ableiten, wie sich die Individuen verhalten. Bei einer beschreibung kommst du immer irgendwann an den Punkt, an dem du individuelle Eigenarten zu Schematischen vereinfachen musst.

                              Ich könnte nichtmal bei meiner eigenen Familie ein solches einheitliches "Familienbild" ohne Widersprüche beschreiben, weil schon alleine meine nächsten Blutsverwanden heterogener sind, als das komplette StarTrek Universum für sich zusammengenommen.

                              Versuch doch mal, ein einheitliches, nicht schematisches Bild über die Bevölkerung von Deutschland zu schreiben. Deutschland ist noch relativ jung und nicht besonders groß, da hällt sich der Aufwand gemessen an einem 1.000 Jahre alten Sternenreich also in Grenzen.



                              Dann fang mal an, ich bin gespannt.
                              Was ist Ironie?
                              Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                              endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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