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Realistisches Raumschiff entwerfen?

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    #46
    Sprich: Das Segel wird wird mit hilfe von "Trägersonden" mit eigenantrieb aufgeklappt und dann in Position gehalten. Für sowas würde jeder X-Beliebige elektrische Antrieb ausreichen, den wir heute kennen.
    Müssten diese Sonden nicht so schnell wie das Segel beschleunigen, damit sich das Segel bei steigender Geschwindigkeit nicht wie ein Kokon um das Schiff legt?

    Das Problem dabei ist, dass das Schiff dazu im Flug drehen müsste ... ein Konzept, das ich - wenn irgend möglich - vermeiden wollte. Cameron verwendet dieses Prinzip z.B. bei der Venture-Star aus AVATAR, aber ich sehe nicht, wie ein derart fragil konstruiertes Raumschiff die seitlichen Belastungen einer 180° Wende überstehen soll.
    Dann flieg um den Saturn herum. Im Orbit der Erde beschleunigst du mit den Fusionstriebwerken (nochmal die Frage, ob Fusionstriebwerke für derartige Distanzen überhaupt sinnvoll sind), düst zum Saturn, kreist um den Saturn, und wenn die Mission beendet ist, schwenkst einfach wieder in Richtung Heimat.

    Und wo nimmst du her, dass dein Schiff ein Wendemanöver im All nicht aushalten würde? Dreh das Schiff eben langsamer. Die ISS bricht auch nicht auseinander, wenn man sie mal wieder um einige Kilometer anhebt. Im Übrigen würde das Schiff dann eher robuster konstruieren (nicht notwendigerweise mit mehr Material, sondern in dem man das Schiff weniger stark in die Länge zieht), anstatt zwei Antriebssysteme zu verwenden.

    P.S.: Ich will dir deine Ideen gar nicht madig machen. Ich denke nur, dass dein Konzept Schwächen hat.

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      #47
      Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
      Aber hinter dem Zwischenraum brauchst du einen Absorber, der das Geschoss, bzw. dessen Fragmente auffängt.
      Metalloxidkeramik ist sehr gut geeignet weil es Geschosse nicht nur gut stoppt, sondern auch relativ leicht ist. Nachteil: Nach einem Treffer ist es nur noch grobes Pulver und hat kaum mehr Schutzwirkung.

      Kohlenstofffasern wären eine Alternative. Mit dem Nebeneffekt, dass Kohlenstoff ein annehmbarer Schutz vor Partikelstrahlung bietet. Zwei Fliegen mit einer Klappe.
      Die genannten Absorber klingen alle gut, nur irgendwie scheinen alle das gleiche Problem zu haben, nach einem Treffer ist an genau der Stelle der Schutz ziemlich hinüber und der Absorber kann an dieser Stelle nichts mehr oder nur noch sehr schlecht weitere Splitterteile aufnehmen.

      Gäbe es nicht irgend ein Gel, was man in diese Zwischenräume pumpen könnte? Vielleicht mit Bauschaumeigenschaften, das es im Zwischenraum flüssig ist, und sobald es eine Lücke in der Panzerung gibt, es sich dort verfestigt und die Lücke mehr oder weniger selbstständig versiegelt.
      Ein Gel hätte vielleicht nicht die Superstoppwirkung, aber es wäre flüssig und könnte sich nach einem Treffer eben deswegen wieder neu verteilen und die Lücke, die das Projektil/dessen Überbleibsel ins Gel gebahnt hat, wieder verschließen.

      Dan bräuchte man nur noch was, was die Panzerung wieder flickt, nachdem sie zersiebt wurde ^.^
      Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

      Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

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        #48
        Dann flieg um den Saturn herum. Im Orbit der Erde beschleunigst du mit den Fusionstriebwerken (nochmal die Frage, ob Fusionstriebwerke für derartige Distanzen überhaupt sinnvoll sind), düst zum Saturn, kreist um den Saturn, und wenn die Mission beendet ist, schwenkst einfach wieder in Richtung Heimat.
        Das missinterpretierst du jetzt Wegen dem Wenden geht es nicht um den Rückflug, sondern um das BREMSMANÖVER.

        Wenn das Schiff nur ein Triebwerk hat, dann muss dieses Triebwerk das Schiff sowohl beschleunigen, als auch bremsen. Das heißt beim Eintritt in die Verzögerungsphase muss der Triebwerksdruck entgegen der Flugrichtung gerichtet werden.

        Also müsste das Schiff wärend des Fluges einmal um 180° rotiert werden, damit die Triebwerke in die andere Richtung zeigen.

        Und dwas die Fusionstriebwerke angehen ... wenn ich mir einfach ansehe, was für Leistungswerte bei den Antrieben auf Wikipedia angegeben sind, dann ist der Fusionsantrieb (von den Nuklearantrieben Marke "Mad Scientist" mal abgesehen) mit seinen 30 Kilo-Newton nunmal konkurenzlos. Der Vasmir wird auch nur mit 5 Newton angegeben. Das reicht vielleicht für so eine Tonne Marke: Apollo-Kapsel, aber nicht für ein 300 Meter langes Transportschiff.

        P.S.: Ich will dir deine Ideen gar nicht madig machen. Ich denke nur, dass dein Konzept Schwächen hat.
        Kein Problem, ich für Anregungen immer offen.
        Was ist Ironie?
        Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
        endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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          #49
          Wenn es der Beschleunigung stand hält, sollte das Schiff dann nicht auch der Verzögerung stand halten?

          Wie dem auch sei: Wie stellst du dir den Flug denn genau vor? Das Sonnensegel ausfahren, bis kurz vorm Saturn beschleunigen und dann massiv mit dem Fusionstriebwerken abbremsen? Oder kurz, für einige Tage, mit dem Segel beschleunigen, und es dann einfach treiben lassen, bis man nach rund sieben Monaten am Saturn ankommt? Wenn Letzteres der Fall sein soll, dann hast du etliche Monate Zeit, um das Schiff ganz langsam und dennoch rechtzeitig zu drehen, um schließlich gemächlich auf Orbitalgeschwindigkeit abzubremsen. An der Stelle möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass die fragile ISS auch mit immerhin 28.000 km/h unterwegs ist, und der macht es auch nichts aus, wenn sie einen Tritt in den Hintern kriegt, um einen höheren Orbit zu erreichen.

          Und für das "Wendemanöver" gibt es eine einfache Lösung: Azipods bzw. Pod-Antriebe! Und vielleicht geht es noch einfacher: Wenn ich das richtig sehe, dann zeichnest du deine Fusionstriebwerke als herrkömliche Triebwerke. Ich bin mir nicht sicher, ob das korrekt ist. In einem Fusionstriebwerk wird ein Plasma erhitzt (bzw. ein Gas erhitzt, bis es ein Plasma ist) und mit einem Magnetfeld in Position gehalten, dass an einer Seite eine Öffnung besitzt, aus der die beschleunigten Teilchen ausströmen. Könnte man nun nicht einfach das Magnetfeld so verändern, dass die Teilchen in die entgegen gesetzte Richtung ausströmen? Anstatt das ganze Schiff oder auch nur die Triebwerke zu drehen, "dreht" man gewissermaßen nur das Magnetfeld im Triebwerk (man öffnet es auf der einen Seite und schließt es auf der anderen).

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            #50
            Zitat von caesar_andy Beitrag anzeigen
            Das Problem dabei ist, dass das Schiff dazu im Flug drehen müsste ... ein Konzept, das ich - wenn irgend möglich - vermeiden wollte. Cameron verwendet dieses Prinzip z.B. bei der Venture-Star aus AVATAR, aber ich sehe nicht, wie ein derart fragil konstruiertes Raumschiff die seitlichen Belastungen einer 180° Wende überstehen soll.
            Die Belastung hängt ja stark davon ab, wie schnell man drehen will. Wenn man sich für die Drehung ein paar Tage oder Wochen Zeit lässt, dann ist die Belastung winzig.
            Ein Sonnensegel mit einem Radius von 4 Kilometern hat 50Km² Fläche. Bei einer Schubkraft von 9 N je Quadratkilometer käme das Segel ohne Laserunterstützung bereits auf 450 N.
            450N sind nicht viel, das reicht gerade, um eine Masse von 45kg mit einem g zu beschleunigen.
            Wie schwer ist denn dein Sonnensegel? Schon bei utopischen 1g/m² wöge das Segel alleine 50 Tonnen, man käme also ohne Nutzlast auf eine komfortable Beschleunigung von einem tausendstel g.
            So, dann mal Überschlagsrechnung: Annahme, dass die Beschleunigung linear an der Strahlungsleistung hängt. Strahlungsleistung der Sonne auf 50km²->50.000.000m²*1400W/m² = 70GW. Um also alleine das Sonnensegel (immer noch ohne Nutzlast) mit einem g zu beschleunigen bräuchte man 70Terawatt an Ausgangsleistung für die Laser, macht aufgerundet 100TW Eingangsleistung. Pro Tonne Nutzlast kommen da dann nochmal 2 TW drauf. Mit einem Petawatt Eingangsleistung könnte man dann tatsächlich eine Nutzlast von 450 Tonnen mit einem g beschleunigen.
            N.B.: 1 Petawatt sind 1.000.000 Gigawatt, man müsste also für die Energieversorgung etwa eine Million Kernkraftwerke in den Orbit schaffen. Mein Rat: Mach einfach die Tanks für das Fusionstriebwerk größer!

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              #51
              Ich bin jetzt grade nochmal am Rechnen ... vielleicht lag da mein Fehler. Ich bin mir nicht sicher, jedenfalls komme ich einfach nicht mehr auf die Werte, die der Konstruktion zugrunde lagen ... oder ich rechne jetzt falsch ...

              Saturn ist von der Erde zwischen 9 und 10 AE entfernt. Da ich keine direkte Flugbahn anpeilen kann, kalkuliere ich mal mit 12 AE, macht 1.800.000.000 Kilometer.

              Rechne ich vereinfacht mit einer gleichbleibenden Geschwindigkeit über 6 Monate, komme ich auf:
              10.000.000 Km/d
              416.666 Km/h
              6.944 Km/m
              115 Km/s


              Um 115 Km/s zu erreichen, würde das Schiff nach meiner letzten Rechnung bei einer Beschleunigung von 1G grademal 3,2 Stunden brauchen ...

              Zu Anfang hatte ich Werte von 1-2 Monate raus...

              Dementsprechend kann ich dann auch mit weit kleineren Zahlen arbeiten und das Schiff z.B. mit 0,1 G beschleunigen oder so. Dann geht zwar die Schwerkrafterzeugung verloren, gleichzeitig fällt aber auch die erforderliche Antreibsleistung.

              Zitat von Rarehero Beitrag anzeigen
              Wenn es der Beschleunigung stand hält, sollte das Schiff dann nicht auch der Verzögerung stand halten?
              Die Anmerkung verstehe ich leider grade nicht ...

              Und für das "Wendemanöver" gibt es eine einfache Lösung: Azipods bzw. Pod-Antriebe! Und vielleicht geht es noch einfacher: Wenn ich das richtig sehe, dann zeichnest du deine Fusionstriebwerke als herrkömliche Triebwerke. Ich bin mir nicht sicher, ob das korrekt ist. In einem Fusionstriebwerk wird ein Plasma erhitzt (bzw. ein Gas erhitzt, bis es ein Plasma ist) und mit einem Magnetfeld in Position gehalten, dass an einer Seite eine Öffnung besitzt, aus der die beschleunigten Teilchen ausströmen. Könnte man nun nicht einfach das Magnetfeld so verändern, dass die Teilchen in die entgegen gesetzte Richtung ausströmen?Anstatt das ganze Schiff oder auch nur die Triebwerke zu drehen, "dreht" man gewissermaßen nur das Magnetfeld im Triebwerk (man öffnet es auf der einen Seite und schließt es auf der anderen).
              Ich bin mir nicht sicher, ob das statisch möglich ist. Die Hermes war so konstruiert, dass die Krafteinwirkung auf den Rumpf nur "Ziehend" erfolgt. Würden die Antriebe an der selben position mal zum beschleunigen, mal zum Bremsen eingesetzt werden, dann würden die andtriebe das Schiff zumindest in einer Flugphase "Schieben". Und da mache ich mir ganz ehrlich Bedenken.
              Nimm einfach mal einen Strohhalm in die Hände.

              Wenn du an beiden Enden zugleich ziehst, passiert gar nichts. Durchreißen ist fast nicht möglich. Aber wenn du an beiden enden zugleich drückst, knickt der halm sofort ein und bricht durch. Einen ähnlichen effekt würde ich auch bei der Hermes erwarten, wenn sich der Antrieb hinten, bzw. die Bremse vorne befinden würde.



              Zitat von Pyromancer Beitrag anzeigen
              Die Belastung hängt ja stark davon ab, wie schnell man drehen will. Wenn man sich für die Drehung ein paar Tage oder Wochen Zeit lässt, dann ist die Belastung winzig.
              Gut, dann denk ich nochmal drüber nach

              450N sind nicht viel, das reicht gerade, um eine Masse von 45kg mit einem g zu beschleunigen.
              Wie schwer ist denn dein Sonnensegel? Schon bei utopischen 1g/m² wöge das Segel alleine 50 Tonnen, man käme also ohne Nutzlast auf eine komfortable Beschleunigung von einem tausendstel g.
              So, dann mal Überschlagsrechnung: Annahme, dass die Beschleunigung linear an der Strahlungsleistung hängt. Strahlungsleistung der Sonne auf 50km²->50.000.000m²*1400W/m² = 70GW. Um also alleine das Sonnensegel (immer noch ohne Nutzlast) mit einem g zu beschleunigen bräuchte man 70Terawatt an Ausgangsleistung für die Laser, macht aufgerundet 100TW Eingangsleistung. Pro Tonne Nutzlast kommen da dann nochmal 2 TW drauf. Mit einem Petawatt Eingangsleistung könnte man dann tatsächlich eine Nutzlast von 450 Tonnen mit einem g beschleunigen.
              N.B.: 1 Petawatt sind 1.000.000 Gigawatt, man müsste also für die Energieversorgung etwa eine Million Kernkraftwerke in den Orbit schaffen. Mein Rat: Mach einfach die Tanks für das Fusionstriebwerk größer!
              Deine Argumentation ist soweit zwar stichhaltig, ändert aber nichts daran, das VASMIR mit 5N noch schlechter abschneiden würde
              Also wirds wohl bei dem Fusionsantrieb bleiben.
              Was ist Ironie?
              Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
              endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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                #52
                Zitat von caesar_andy Beitrag anzeigen
                Deine Argumentation ist soweit zwar stichhaltig, ändert aber nichts daran, das VASMIR mit 5N noch schlechter abschneiden würde
                Also wirds wohl bei dem Fusionsantrieb bleiben.
                5N Schubleistung alleine ist ja jetzt keine hilfreiche Angabe. Mit wieviel Eingangsleistung und wieviel Stützmasse erreicht man denn diese 5N? Wie groß ist das Triebwerk? Spricht etwas dagegen, tausend oder eine Million dieser Triebwerke zu bündeln, damit man auf 5000 oder 5 Millionen Newton kommt? Ich weiß es schlicht nicht.

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                  #53
                  Die Anmerkung verstehe ich leider grade nicht ...
                  Na du beschleunigst dein Schiff aus dem Stand mit 1G auf 115.000 km/s. Das muss deine Struktur aushalten können. Und du willst das Schiff wieder verlangsamen, was, in der gleichen Zeit, auch mit 1G in die entgegen gesetzte Richtung geschehen muss. Wenn du dein Schiff mit 1G pro Zeiteinheit beschleunigen kannst, dann kannst du es auch mit 1G pro Zeiteinheit verlangsamen. Oder irre ich mich da?

                  Würden die Antriebe an der selben position mal zum beschleunigen, mal zum Bremsen eingesetzt werden, dann würden die andtriebe das Schiff zumindest in einer Flugphase "Schieben".
                  Wenn dass wirklich ein Faktor sein sollte, dann muss man eben langsamer beschleunigen. Wobei man die Form des Raumschiffes vielleicht ohnehin anders wählen sollte, wenn man nur mit Fusionstriebwerken auskäme, wovon ich ausgehe.

                  Deine Argumentation ist soweit zwar stichhaltig, ändert aber nichts daran, das VASMIR mit 5N noch schlechter abschneiden würde
                  Diese Angabe aus der Wikipedia bezieht auf das Triebwerk, das ab 2014 auf der ISS eingesetzt werden soll. Zukünftige Triebwerke könnten ein Vielfaches dieser Leistung erzielen.

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                    #54
                    Zitat von Rarehero Beitrag anzeigen
                    Na du beschleunigst dein Schiff aus dem Stand mit 1G auf 115.000 km/s. Das muss deine Struktur aushalten können. Und du willst das Schiff wieder verlangsamen, was, in der gleichen Zeit, auch mit 1G in die entgegen gesetzte Richtung geschehen muss. Wenn du dein Schiff mit 1G pro Zeiteinheit beschleunigen kannst, dann kannst du es auch mit 1G pro Zeiteinheit verlangsamen. Oder irre ich mich da?
                    Wenn man das Schiff nicht wendet, dann macht das schon einen Unterschied. Strukturen vertragen normalerweise wesentlich mehr Zug als Druck.

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                      #55
                      Zitat von Rarehero Beitrag anzeigen
                      Na du beschleunigst dein Schiff aus dem Stand mit 1G auf 115.000 km/s. Das muss deine Struktur aushalten können. Und du willst das Schiff wieder verlangsamen, was, in der gleichen Zeit, auch mit 1G in die entgegen gesetzte Richtung geschehen muss. Wenn du dein Schiff mit 1G pro Zeiteinheit beschleunigen kannst, dann kannst du es auch mit 1G pro Zeiteinheit verlangsamen. Oder irre ich mich da?
                      Was du sagen wolltest ist klar ... mir fehlt nur irgendwie der zusammenhang zu der diskussion mit dem Drehen


                      Wenn dass wirklich ein Faktor sein sollte, dann muss man eben langsamer beschleunigen. Wobei man die Form des Raumschiffes vielleicht ohnehin anders wählen sollte, wenn man nur mit Fusionstriebwerken auskäme, wovon ich ausgehe.
                      Es geht aber doch um die Massenträgheit und die kann ich nicht dadurch kompensieren, das ich weniger Schub gebe. Wenn ich einen Schub von Y geben muss, um die Massenträgheit meiner Fracht zu überwinden, die Kernstruktur aber nur einen Schub von 0,5Y aushällt, bringt mich das nicht wirklich viel weiter.

                      Oder sehe ich das falsch?

                      Was die Form angeht, denke ich, das diese "Zugform" mit dem Triebwerk am Bug überhaupt die einzige praktikable Konstruktionsform für ein Schwerlast-Raumschiff ist. Eine Raketenform mit Heckantrieb erfordert nämlich alleine für die Struktur so viel Material, das man jede Menge Nutzlast verschenkt.


                      Diese Angabe aus der Wikipedia bezieht auf das Triebwerk, das ab 2014 auf der ISS eingesetzt werden soll. Zukünftige Triebwerke könnten ein Vielfaches dieser Leistung erzielen.
                      Sie KÖNNTEN. Diese betrachtung ist dann aber genau so hypotetisch, wie das Fusionstriebwerk Zumal nach wie vor nicht klar ist, wie groß so ein 5N VASMIR überhaupt ist. Die Größe von Fusionsreaktoren kann man aber durchaus einschätzen.
                      Was ist Ironie?
                      Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                      endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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                        #56
                        Es geht aber doch um die Massenträgheit und die kann ich nicht dadurch kompensieren, das ich weniger Schub gebe. Wenn ich einen Schub von Y geben muss, um die Massenträgheit meiner Fracht zu überwinden, die Kernstruktur aber nur einen Schub von 0,5Y aushällt, bringt mich das nicht wirklich viel weiter.
                        Ok, klingt schlüssig. An der Stelle wäre es schön, das Ganze mal durchzurechenen (viel Spaß! ). Dennoch sollte das Wenden doch kein Problem sein - wenn es denn für dich keine Option ist, in den Orbit um den Saturn einzuschwenken (natürlich muss man auch dann noch bremsen, aber wohl nicht mehr so intensiv). Du stellst es dir ja offenbar so vor, dass das Schiff monatelang ohne Beschleunigung zum Saturn fliegt. Das sollte doch genug Zeit sein, das Schiff langsam zu wenden.

                        Sie KÖNNTEN. Diese betrachtung ist dann aber genau so hypotetisch
                        Man KÖNNTE auch ein 8 Kilometer großer Sonnensegel bauen. Man KÖNNTE auch ein 300 Kilometer großes Sonnensegel bauen (sagen einige Forscher). Das ist aber ebenso nur hypothetisch.

                        Zumal nach wie vor nicht klar ist, wie groß so ein 5N VASMIR überhaupt ist.
                        Nicht besonders groß.

                        Die Größe von Fusionsreaktoren kann man aber durchaus einschätzen.
                        Wie groß denn? Und woher weiß man dass, wenn man noch nicht einmal weiß, welche Größe sinnvoll nutzbare Fusionsreaktoren haben werden?

                        Davon mal ab: Das erste VASIMR-Triebwerk (hätte man bei der Namensgebung nicht noch ein zweites "i" finden können) geht in zwei Jahren in den Orbit. Natürlich ist es noch ein weiter Weg, bis man mit einem VASIMR-Triebwerk die äußeren Planeten (mit einer bemannten Mission) erreichen wird, aber diese Technologie kommt dieser Vision jetzt schon näher als Sonnensegel und Fusionstriebwerke. Zwar wurden auch Sonnensegel schon erfolgreich eingesetzt, aber lediglich im Bereich von Quadratmetern, nicht im Bereich von etlichen Quadratkilometern (und die Laser, die dein Schiff antreiben sollen/müssten sind auch noch nicht in Sicht). Und von Fusionstriebwerken brauchen wir gar nicht zu reden. Wir wissen ja noch nicht einmal, ob die Kernfusion tatsächlich beherrschbar sein wird.

                        Mein Eindruck ist, dass wenn Realismus dein oberstes Ziel ist, der VASIMR-Antrieb deine erste und einzige Wahl für eine Mission sein sollte, die um den Saturn herum führt. Es mag auf dem Papier noch potentere Antriebssystem geben, aber der VASIMR-Antrieb hat derzeit wohl die besten Chancen, tatsächlich in der benötigten Dimension umgesetzt zu werden.

                        P.S.: Wenn es der Diskussion vielleicht ein ganz neues Schiff hervor geht, dann würde ich dich bitten, mir ein sauberes Rendering mit Anti-Aliasing zukommen zu lassen. Ich mach dir dann daraus ein Space-Artwork.

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                          #57
                          Zitat von Suthriel Beitrag anzeigen
                          Die genannten Absorber klingen alle gut, nur irgendwie scheinen alle das gleiche Problem zu haben, nach einem Treffer ist an genau der Stelle der Schutz ziemlich hinüber und der Absorber kann an dieser Stelle nichts mehr oder nur noch sehr schlecht weitere Splitterteile aufnehmen.

                          Gäbe es nicht irgend ein Gel, was man in diese Zwischenräume pumpen könnte? Vielleicht mit Bauschaumeigenschaften, das es im Zwischenraum flüssig ist, und sobald es eine Lücke in der Panzerung gibt, es sich dort verfestigt und die Lücke mehr oder weniger selbstständig versiegelt.
                          Ein Gel hätte vielleicht nicht die Superstoppwirkung, aber es wäre flüssig und könnte sich nach einem Treffer eben deswegen wieder neu verteilen und die Lücke, die das Projektil/dessen Überbleibsel ins Gel gebahnt hat, wieder verschließen.

                          Dan bräuchte man nur noch was, was die Panzerung wieder flickt, nachdem sie zersiebt wurde ^.^

                          Der Mehrfachtrefferschutz ist etwas, das den Ingenieuren im Panzerbau seit Jahrzehnten Kopfzerbrechen macht.
                          Am besten schneiden Panzermaterialien mit hoher Dichte und Duktilität ab.
                          Guter alter Panzerstahl sitzt hier afaik immer noch auf dem Thron.
                          Leider sind Werkstoffe mit hoher Dichte für Raumschiffe eher Kontraindiziert.

                          Das mit dem Gel, ich weiss nicht. Die Amis haben afaik mal für Schutzwesten damit experimentiert aber ka was dabei herausgekommen ist.

                          Du bräuchtest ein hochviskoses Nichtnewtonsches Fluid.
                          Ausserdem brauchst du einen Beutel, der die ganze Sauce auch nach einem Treffer an Ort hält.
                          Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                          - Florance Ambrose

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                            #58
                            Zitat von Suthriel Beitrag anzeigen
                            Gäbe es nicht irgend ein Gel, was man in diese Zwischenräume pumpen könnte? Vielleicht mit Bauschaumeigenschaften, das es im Zwischenraum flüssig ist, und sobald es eine Lücke in der Panzerung gibt, es sich dort verfestigt und die Lücke mehr oder weniger selbstständig versiegelt.
                            Ein Gel hätte vielleicht nicht die Superstoppwirkung, aber es wäre flüssig und könnte sich nach einem Treffer eben deswegen wieder neu verteilen und die Lücke, die das Projektil/dessen Überbleibsel ins Gel gebahnt hat, wieder verschließen.

                            Dan bräuchte man nur noch was, was die Panzerung wieder flickt, nachdem sie zersiebt wurde ^.^
                            Das mit dem Gel war bei der NASA und ESA (denke ich) eine "herumgeisternde" idee. Nach der Panzerung könnte ich mir das schon Vorstellen um ggf. doch kleine Löcher die bis in die Atmosphäre des gelangen ab zu dichten.

                            Ich stelle mir aber die Frage, wie es ballistisch aussieht.
                            Anscheinend ist es ja so, dass die Meteoriten eine sehr hohe Geschwindigkeit haben.
                            Wenn ich dem jetzt aber Masse entgegensetzt die Kinetischeenergie ja von dieser Masse entgegen genommen werden muss.
                            Wenn ich aber etwas zum aufprallen gebe und dann Platz, damit es sich ausbreiten kann geht diese Energie verloren.

                            Wenn ich also ein Gel als Panzerung einsetze, wäre es ja auch wieder Masse.
                            Wäre das nicht Kontraproduktiv?

                            Im Weltraum habe ich ja theoretisch genügend Platz um so eine Panzerung ein zu setzen. Auf der Erde sieht das mit einem rollenden Panzer natürlich anders aus.

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                              #59
                              Ich hab mir nochmal dein Konstrukt hinsichtlich er Bremsproblematik angeschaut, und ich glaube, ich hab was gefunden, was die bremssache neu beleuchten könnte und es sicher vereinfachen würde.

                              Ich denke, du kannst deine Reaktoren für die Triebwerke irgendwo im Schiff platzieren, und von diesen aus Leitungen zu jedem Teil des Schiffes legen, an der eine Steuer- oder eine größere Schubdüse sein soll.
                              Das klingt jetzt sicher erstmal seltsam, aber ich hab mich gestern die ganze Zeit gefragt, warum eigentlich die Schubumkehr bei Flugzeugen funktioniert ^.^ und nichts anderes suchst du ja, nur eben, das deine Schubumkehr auch ziehend wirken soll.

                              Schubumkehr ? Wikipedia

                              Dabei bin ich wie wohl viele über die Frage gestolpert, an welcher Stelle des Triebwerkes eigentlich der Schub entsteht, weil es mir zuerst nicht klar war, warum der umgelenkte Strahl das Flugzeug/Boot bremsen kann, wo doch immer Luft/Wasser vorn angesaugt wird und diesem Strahl entgegenwirken sollte.
                              Wenn ich es richtig verstanden habe, entsteht der Schub eben nicht dort, wo die Luft/das Wasser angesaugt wird, er entsteht auch nicht an den Rotoren, auch nicht in der Druckkammer, die das ganze Gemisch beim Flugzeug verdichtet und entzündet, er entsteht erst dort, wo der Strahl die DÜSE VERLÄSST. Und genau da setzt normalerweise die Umlenkklappe an, sie verlängert die Düse quasi um eine 180 Grad Kurve, was den Strahl der den Schub liefert aber nicht sonderlich interessiert, da er erst dann anfängt zu wirken, wenn er an der Umlenkklappe vorbei ins freie strömt.

                              Hab mal schnell in Paint eine Skizze gemalt (nicht lachen ), wie ich es meine, da der Schub auch im Weltall ja immer erst an den Düsen entstehen sollte und nicht schon vorher, denn was auf der Erde funzt, sollte da oben auch vom Prinzip her gehen, da die Schwerkraft hier nix mit zu tun hat ^.^

                              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Schubumkehr.JPG
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ID: 4266215

                              Musst halt nur dafür sorgen, das deine Bremsschubdüsen nicht in die Vorwärtsschubdüsen strahlen. Also mit deinen drei geplanten Düsen hättest du eine gute Ausgangssituation, da du am anderen Ende nur noch mal 3 anbauem müsstest, nur um 60 Grad versetzt.
                              Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

                              Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

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                                #60
                                Vom Grundsatz her ist die Idee Top ... würde dem Schiff auch irgendwie ein Aussehen geben, das noch weit unkonventioneller wäre

                                Bliebe nur die Frage: Wohin dann mit der Crew.

                                Mitten drin wäre sie ja unmittelbar dem Partikelbeschuss beider Triebwerke ausgesetzt.
                                Was ist Ironie?
                                Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                                endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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