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Definition des Science Fiction Genres in der Zukunft

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  • Definition des Science Fiction Genres in der Zukunft

    Hallo,

    klassische Scifi-Elemente wie Gen-technik, Überwachung durch den Staat, sowie Anwendungen im Alltag werden immer "alltäglicher".
    In desse Hintergrund werden viele Erfindungen heute die SciFi schlucken.
    Welche Ideen werden dann noch mit Scifi zu kennzeichnen?
    Ich versuche meinen Status und meine Beitragszahl in diesem Forum durch sinnvolle Beiträge zu erhöhen.
    Neues Ziel: Weniger Tippfehler...Das geht so nicht weiter!

  • #2
    Naja, das Einholen der Science Fiction durch die Realität gilt ja nur für sehr wenige Sachen. Bei den wirklich "heißen" SciFi-Elementen (Warpantrieb, Besiedlung ferner Planeten, Replikatoren...) stellt sich eher zunehmend heraus, dass es dergleichen nie geben wird.

    Das Problem für SciFi ist m.E. weniger der rasche technische Fortschritt, der SciFi obsolet werden lässt, als vielmehr die Tatsache, dass es in vielen Bereichen kaum noch Fortschritt gibt. Es wird einfach immer unglaubwürdiger, dass die Zukunft so wie in Star Trek ausfallen wird. Nicht dass es jemals wirklich glaubwürdig war, aber vom Gefühl her.

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    • #3
      Zitat von berg-ulme Beitrag anzeigen
      Welche Ideen werden dann noch mit Scifi zu
      kennzeichnen?
      Schau dir einfach Star Trek an. Da wird sich nichts ändern. Egal, wie sich die Zukunft entwickelt, Warp-Raumschiffe, die zu Planeten mit Aliens oder durch irgendwelche Anomalien fliegen, wird es in den nächsten 1000 Jahren nicht geben. Zeitreisen auch nicht.
      Zuletzt geändert von irony; 24.11.2012, 13:39.

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      • #4
        Meiner Ansicht nach wird das mögliche Nähertreten einer (vorgestellten) Scifi Realität keineswegs das gesamte Genre schlucken. Der wissenschaftliche Fortschritt in der Geschichte ist flutend. Daraus besteht eine der Gemeinsamkeiten aus Sience und Fiktion: Aus Quergedanken, welche im Spektrum des empirisch Realen sowie Abstrakten keine Grenzen auferlegt bekommen. Die Eigenschaft der Narrativ-Erweiterung bleibt erhalten.
        „Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen - doch es wachsen keine Blumen auf ihr.“
        - Van Gogh

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        • #5
          Zitat von berg-ulme Beitrag anzeigen
          Hallo,

          klassische Scifi-Elemente wie Gen-technik, Überwachung durch den Staat, sowie Anwendungen im Alltag werden immer "alltäglicher".
          In desse Hintergrund werden viele Erfindungen heute die SciFi schlucken.
          Welche Ideen werden dann noch mit Scifi zu kennzeichnen?
          Dann wird es neue Themen geben.
          Übrigens, warum immer nur die Überwachung durch den Staat, die gab es in der DDR und der Sowjetunion schon in echt, teilweise bei Briefen auch in der BRD, siehe das Buch "Die überwachte Gesellschaft".
          Was heute schlimmer ist, ist die Überwachung durch Firmen. Oder was geben wir an Privatsphäre zu welchem Preis auf?

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          • #6
            Zitat von irony Beitrag anzeigen
            Schau dir einfach Star Trek an. Da wird sich nichts ändern. Egal, wie sich die Zukunft entwickelt, Warp-Raumschiffe, die zu Planeten mit Aliens oder durch irgendwelche Anomalien fliegen, wird es in den nächsten 1000 Jahren geben. Zeitreisen auch nicht.
            Planeten mit Aliens nich (du hast übrigens ein "nicht" vergessen, glaub ich), aber Raumfahrt mit "FTL" sollte man nich ausschließen. Nur weil die Konzepte, die uns bislang eingefallen sind, unüberwindbare Hürden beinhalten, heißt ja nich, dass man auch in Zukunft auf keine brauchbaren Konzepte kommen wird.

            @berg-ulme:
            Allgemein kann man sagen: Solange die gängigen SciFi-Elemente der Realität noch weit voraus sind, werden sie Bestandteil der Geschichten bleiben und verlieren auch nich an Reiz.
            Die Umsetzungen ändern sich aber mit den Fortschritten in der realen Welt. Als Beispiel fällt mir die Entwicklung der Bildübertragung bei der Telefonie im SciFi ein: Video --> Hologramm --> virtuelles Bild im Kopf.
            Aber nich nur die Art der Darstellung verändert sich, sondern auch die Detailliertheit. Früher wurde sich über Details von Raumschiffen oder Androiden nich viel Gedanken gemacht, sie wurden meist anhand weniger Eigenschaften beschrieben. Heute können wir Diskussionen allein über die Beschaffenheit und Funktionsweise von einzelnen Bereichen eines Raumschiffs/Androiden führen und das nich nur bezogen auf Star Trek (wenn auch dort wohl die meisten Details zu finden sind).

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            • #7
              Ein wichtiger Punkt ist, dass gerade durch den raschen technischen Fortschritt eine starke Differenzierung der technologischen Zukunftsvorstellungen moeglich wird. Das heisst, dass man immer frueher immer zuverlaessiger mutmaßen kann, ob eine bestimmte Technologie mal moeglich sein koennte oder nicht. Eine Schere geht auf.
              Vor 100 oder sogar noch vor 50 Jahren schien so vieles moeglich, sicherlich auch inspiriert von der UFO-Hysterie oder z.B. der Entwicklung der Kernkraft. Heutzutage erscheinen soviele ehemals futuristische Themen wie dreidimensionale Displays, staendige Vernetzung mit Datenbanken und anderen Menschen, unendlicher Energievorrat (Kernfusion), Gentechnik oder Hochleistungscomuter auf atomarer Basis als wahrscheinlich oder doch zumindest als irgendwann realisierbar. Leider gilt das auch fuer viele Dystopien, wobei schon Vieles eingetreten ist (Ueberwachungsstaaten). Wer haette auch vorhersehen koennen, dass manche Politiker das Buch "1984" als Betriebsanleitung verwenden?
              Und weil Star Trek erwaehnt wird: nehmen wir mal ein paar heikle technische Sachen wie Warp-Antrieb und Transporter raus: Was bleibt? Ist die ST-Gesellschaft aus dem 24. Jhdt. so unvorstellbar? (Ich will jetzt nicht ueber diesen Punkt diskutieren, es ist nur ein Beispiel).

              Ich denke aber, dass SF Autoren mehr Neues bringen, kreativer werden muessen, weg von rein technischen Themen (obwohl ich persoenlich diese sehr mag) hin zu wahrhaft visionaeren Themen.
              Die Frage sollte nicht sein, wie die Welt in 400 Jahren vielleicht aussieht, sondern wie die Welt in 40000 Jahren aussehen koennte.
              Geschichten ueber Uebrwachungsstaaten und Fluege zum Mars gibt es mittlerweile genug.
              Was bringt eine Warnung, wenn sie keiner wahrnimmt?

              Es ist natuerlich immer zuerst eine Sache der Nachfrage: Was wollen die Leute? Aber etwas mehr "Freigeistigkeit" koennte nicht schaden, mit den Themen mehr streuen, weg vom Mainstream. Da wird natuerlich so manches untergehen, aber diese Variationen sollten der Sache "SciFi" nur nutzen.
              .

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              • #8
                Ich halte die technische Utopie bei Star Trek für möglicher als manche soziale Utopie.

                Zum Überwachungsstaat: Denn gab es schon Sowjetunion, DDR. 1984 war keine Zukunftutopie, sondern beschäftigte sich mit dem Stalinismus.
                Im Zweifelsfall sind die Datensammlerfirmen durchaus gefährlicher, weil sie im Westen überhaupt keine demokratische Legitimierung haben.

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                • #9
                  Zitat von Creator83 Beitrag anzeigen
                  Planeten mit Aliens nich (du hast übrigens ein "nicht" vergessen, glaub ich),
                  Thx. Habe ich tatsächlich vergessen und den Beitrag oben entsprechend geändert. Ich glaube nicht, dass man in der Milchstraße einen Planeten mit Aliens entdecken und hinfliegen können wird. Das wird immer Science-Fiction bleiben, und Serien-Universen wie Star Trek oder Doctor Who werden immer im Geschäft bleiben, weil sie eben mit ihrer Phantasie über das real Mögliche weit hinausgehen. Außerdem wird die Computergrafik immer besser, so dass man noch viel phantastischere Welten zeigen können wird als bisher.

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                  • #10
                    Setzt man die Geburt der moderen SciFi bei Jules Verne und H.G Wells an, so hat sie inzwischen fast 150 Jahre auf dem Buckel. In diesen 150 Jahren hat sich die Welt in einem Ausmaß verändert wie zu keiner anderen Periode in der Weltgeschichte. Hat sich der Umbruch aber als Totengräber der SciFi dargestellt? Im Gegenteil, er hat das Genre wieder und wieder mit neuem Stoff versorgt, es befruchtet und relevant gehalten. In einer statischen Welt ohne Veränderungen würde sich das Genre hingegen sehr schwer tun.

                    Dieses Jahrhundert wird wohl das spannenste Jahrhundert der Menschheit werden (ja, ich weiß, jede Generation behauptet von sich das Zentrum der Geschichte zu sein) und entsprechend viel darf man sich von der begleitenden Scifi erhoffen.
                    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                    • #11
                      Es sieht ja auch immer beeindruckend und toll aus, finde ich, wenn die Raumschiffe von Star Treck, Star Wars, usw. durch das Weltall fliegen, und dann natürlich noch mit Warp-Antrieb/Geschwindigkeit.

                      Die Frage ist dann immer bloß, warum fliegen die mit so einem Aufwand durch die Gegend, wenn sie sich doch wohin sie wollten Beamen können?

                      Die Antwort ist glaube ich ganz einfach. Es wäre ein furchtbar langweiliger Film.
                      Alle reden von den fliegenden Untertassen und wir fliegen sie.
                      Hertha Koslowski & Rosalinde Birnenschwank
                      Beam me up Scotty

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                      • #12
                        Zitat von M32 Beitrag anzeigen
                        Die Frage ist dann immer bloß, warum fliegen die mit so einem Aufwand durch die Gegend, wenn sie sich doch wohin sie wollten Beamen können?
                        Wie kommst du darauf, dass sie sich überall hinbeamen können? Die Transporter haben eine begrenzte Reichweite, in der Regel kann man kaum weiter beamen als 20000 km. Bei Stargate gibt es eben diese Stargates, im Prinzip geht es da auch ohne Raumschiffe, und es ist nicht langweilig.

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                        • #13
                          Zitat von irony Beitrag anzeigen
                          Wie kommst du darauf, dass sie sich überall hinbeamen können? Die Transporter haben eine begrenzte Reichweite, in der Regel kann man kaum weiter beamen als 20000 km. Bei Stargate gibt es eben diese Stargates, im Prinzip geht es da auch ohne Raumschiffe, und es ist nicht langweilig.
                          Es ist ganz einfach. Alles richtet sich nach dem Drehbuch/Romanvorlage.
                          Alle reden von den fliegenden Untertassen und wir fliegen sie.
                          Hertha Koslowski & Rosalinde Birnenschwank
                          Beam me up Scotty

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                          • #14
                            Zitat von M32 Beitrag anzeigen
                            Die Frage ist dann immer bloß, warum fliegen die mit so einem Aufwand durch die Gegend, wenn sie sich doch wohin sie wollten Beamen können?

                            Die Antwort ist glaube ich ganz einfach. Es wäre ein furchtbar langweiliger Film.
                            Zitat von M32 Beitrag anzeigen
                            Es ist ganz einfach. Alles richtet sich nach dem Drehbuch/Romanvorlage.
                            irony hat's eigtl. schon gesagt, aber mir scheint, dass die Begründung nich in Gänze angekommen is. Daher versuch ich's nochma.
                            Das Drehbuch kann nich nach Belieben festlegen, was möglich is und was nich, wenn sie an einem gewissen Grad an Glaubwürdigkeit gebunden is (was z.B. bei Star Trek der Fall is). Für das Nutzen von Raumschiffen gibt es mehrere Gründe:
                            1.) Das Beamen in Star Trek is ein Energie-/Materie-Transport. Der Strahl wird unterwegs gestreut und verliert damit Energie. Ab einer bestimmten Entfernung sind nich mehr alle Informationen da, um das Objekt vollständig wieder zusammen zu setzen.
                            2.) Der Beamstrahl (begrifflich doppelt gemoppelt, ich weiß) kann sich maximal mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Das reicht nich aus, um so große Strecken in akzeptablen Zeiten zurückzulegen.
                            3.) Die Raumschiffe dienen nich nur der Fortbewegung, sondern auch der Forschung, dem Kampf usw..
                            Ich hoffe, ich konnte Licht ins Dunkel bringen.

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                            • #15
                              Natürlich wollte man, als Star Trek TOS konzipiert wurde, eine Raumschiffserie machen, und das Beamen sollte nur die Starts und Landungen von Shuttles unnötig machen. Dabei war aber als Regel festgelegt worde, dass das Beamen eine für diesen Zweck begrenzte Reichweite hat. Die Enterprise kann in den Orbit eines Planeten gehen, und Leute hoch- oder runterbeamen.

                              Das hätte man natürlich auch anders festlegen können, z.B. gibt es in Star Trek auch seit neuestem das Transwarpbeamen und früher schon Subraumbeamen und diese Tore der Iconianer. Man hätte auf Raumschiffe verzichten können und eine Serie ähnlich wie Stargate bekommen.

                              Wenn man also unbegrenzt weit beamen kann, dann bleibt die Frage, wie viel Material man beamen kann. In Stargate ist es nur ein kleiner Ring, also eine Art Nadelöhr. Da kommt nur wenig Ausrüstung durch, und im Lauf der Stargate-Serie wurden immer mehr Raumschiffe eingesetzt.

                              Zitat von Creator83 Beitrag anzeigen
                              Die Raumschiffe dienen nich nur der Fortbewegung, sondern auch der Forschung, dem Kampf usw..
                              Eben das. Wenn man unbegrenzt weit und auch große Mengen an Materie beamen könnte, warum sollte man dann z.B. nicht gleich ein ganzes Raumschiff in den Orbit eines Planeten beamen? Dann hat man vor Ort alles, was man braucht und ist flexibel. Das bringt mehr als eine Handvoll Leute direkt von der Erde aus auf einen unbekannten Planeten zu beamen.

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