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SciFi "must have" und Todsünden

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  • SciFi "must have" und Todsünden

    Hallo,

    was ist für Euch bei SciFi unverzichtbar und was darf auf keinen Fall passieren?

    Muß es immer Aliens geben? Raumschiffe? Darf es überhaupt etwas anderes sein als Warp/Slipstream/Sprung durch die Lichtmauer?

    Ich bin gespannt auf Eure Antworten.

    Sebastian

  • #2
    Hallo PAL-Blog/Sebastian,
    erstmal willkommen hier im Forum!

    Deine Frage ist nur schwer direkt zu beantworten, da natuerlich jeder Mensch andere Interessen oder Vorlieben hat. Manche moegen ueberlichtschnelle Raumschiffe und Weltraumschlachten, andere ziehen eine ''ruhigere'' Atmosphaere vor, bei der es vorwiegend um die zukuenftige Entwicklung von Gesellschaften geht.
    Und dazwischen und daneben gibt es unzaehlige weitere Teilgebiete.

    Im anderen Thread hast du gerade den Film ''Wild Wild West'' erwaehnt, diesen koennte man zB in die Rubrik 'Steampunk' einordnen. Dies ist ein Teilgebiet, das vielleicht nicht ''massentauglich'' ist, aber doch eine Menge Anhaenger hat.

    Ich empfehle dir, mal die Wikipedia-Seite zu SF durchzulesen, das ist eine ganz nette und ausfuehrliche Einfuehrung in die verschiedenen Teilgebiete.

    Und vielleicht gibt es ja genuegend Leute, die in diesem Thread antworten, so dass man zumindest ansatzweise eine Hitlist der Vorlieben herauslesen kann.

    Ebenso kann man eine Menge ueber die Vorlieben anderer herausfinden, wenn man sich die Diskussioen in spezielleren Unterforen durchliest:
    Filme: http://www.scifi-forum.de/filme-tv-serien-co/filme/
    Buecher: http://www.scifi-forum.de/off-topic/...gsgeschichten/


    Fuer mich persoenlich gilt, dass generell nichts unverzichtbar und auch nichts tabu ist.
    Je nach Stimmungslage gefallen mir Geschichten und Filme mit Raumschiffen, Aliens und dem ganzen Startrek- und Starwars-Drumherum, aber auch Fragen, die sich mit der Entwicklung der Menschheit unter verschiedenen Annahmen, zB der gleichzeitigen Entwicklung der Technik, beschaeftigen.
    Mir persoenlich kommt es meist eher auf das ''wie'' (geschrieben) als auf das ''was'' (Inhalt) an. Und manchmal kommt es mir auch auf eine gute Weltraumschlacht an.

    Uebrigens, Aehnliches wurde auch hier diskuttiert:
    http://www.scifi-forum.de/science-fi...melthread.html
    http://www.scifi-forum.de/science-fi...s-zukunft.html
    (und einige weitere)
    Zuletzt geändert von xanrof; 29.03.2013, 22:43.
    .

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    • #3
      Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
      Fuer mich persoenlich gilt, dass generell nichts unverzichtbar und auch nichts tabu ist.
      +1

      Soll heißen: Genau so sehe ich das auch. Ich wüsste jetzt auf Anhieb wirklich nichts was es geben muss, und auch nichts, was es gar nicht geben dürfte. Hauptsache es ist in irgendeiner Sache als SciFi erkennbar.

      Und selbst wenn nicht wäre es nicht zwingend ein Problem, dann wäre es halt nur kein SciFi.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
        Fuer mich persoenlich gilt, dass generell nichts unverzichtbar und auch nichts tabu ist.
        Zitat von Kelshan Beitrag anzeigen
        +1
        +1

        Mühe habe ich zum einen mit Gigantomanie a la Pery Rodan.
        Dinge wie "Mein Raumschiff hat einen Durchmesser von 10 Kilometer und eine Breitseite deren Energieoutput dem einer Sonne nahe kommt!" Klingen für mich immer nach "Meiner ist länger! ätschbätsch!"

        Zum anderen stört mich die Startrekitis (auch bekannt als Morbus Voyager) des "in der letzten Folge war Schnee weiss, aber wenn wir den Schnee durch eine isodimensionale Spalte jagen und ihn durch einen kovarianten Subraumhyperdingsbums-Scanner betrachten, dann ist er plötzlich violet, weil der Autor sich für diese Folge in eine Sackgasse geschrieben hat, aus der er nur noch mit violetem Schnee wieder raus kommt und er zu blöd/faul ist die Folge noch mal von forne zu schreiben".
        Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

        - Florance Ambrose

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        • #5
          Ich kann mich meinen beiden Vorpostern nur anschließen, es gibt eigentlich nichts, was unbedingt in einem SF-Film etc. drin sein muss, aber auch nichts, was nicht drin sein darf, viel mehr entscheidet die Umsetzung darüber, ob es letztendlich ein "must have" oder "eine Todsünde" ist.
          "Gestern war es noch Science-fiction, heute eine Tatsache, und morgen schon ist es veraltet."
          (Otto Oskar Binder)

          "The greatest lesson in life is to know that even fools are right sometimes." (Sir Winston Churchill)

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          • #6
            Auch ich muss sagen, dass ich generell nichts völlig ausschließe oder unbedingt immer haben muss.

            Mit Größenwahn habe ich zwar auch so meine Probleme, aber wenn es der Story zuträglich ist, kann ich damit leben.

            Am ehesten stören mich logische Brüche. Exemplarisch fällt mir der "Krieg der Welten" von 2005 ein. Da haben die Aliens schon seit wer weiß wie vielen Jahren ihre Sonden im Boden und der Planet wurde bis zum geht nicht mehr observiert, aber keiner machte sich die Mühe, die Atmosphäre nach schädlichen Erregern abzusuchen?

            Andere Universen kann ich aufgrund des Konzeptes nicht ganz ernst nehmen - Star Wars zum Beispiel.


            So oder so ist die Qualität des Endproduktes entscheidend. Selbst Filme mit einer ausgelutschten Idee können gut und überzeugend sein.
            "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
            die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
            (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

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            • #7
              Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
              +1

              Mühe habe ich zum einen mit Gigantomanie a la Perry Rodan.
              Dinge wie "Mein Raumschiff hat einen Durchmesser von 10 Kilometer und eine Breitseite deren Energieoutput dem einer Sonne nahe kommt!" Klingen für mich immer nach "Meiner ist länger! ätschbätsch!"
              Jopp - so etwas hat immer zwei Gesichter.
              Zum einen stellt man sich als Autor selbst ein Bein, wenn man solche Ungetüme wie z.B. OLD MAN einbaut, da man so etwas nicht dauerhaft in einer Geschichte unterbringen kann, ohne irgendwann ein Gegengewicht zu schaffen (Rüstungsspirale raufschrauben) oder es letztlich zu vernichten um dieses Gegengewicht eben nicht schaffen zu müssen (was in Bezug auf OLD MAN letztlich die gewählte Lösung war).

              Andererseits kann man aus solchen Konzepten sehr viel herausholen. Wer den Band 304 - "Überfall auf OLD MAN" gelesen hat, der kann sich denken was ich meine. Der Stoßtrupp in das Innere des Giganten hat mich seinerzeit wirklich gefesselt, und gelegentlich hole ich genau diesen Band immer wieder einmal aus der Mottenkiste. Mit der schieren Firepower konnte mich das Gerät hingegen nie so recht erfreuen. Es kommt also immer mit darauf an, wie man ein solches Ungetüm für seine Geschichte richtig nutzt, IMO.

              Ich selbst verzichte in meinen Fan-Fictions (und auch in den Werken meiner eigenen Universen) auf solche Gigantomanie, weil ich darin mehr Schwierigkeiten sehe, als stilistische Vorteile.

              Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
              Zum anderen stört mich die Startrekitis (auch bekannt als Morbus Voyager) des "in der letzten Folge war Schnee weiss, aber wenn wir den Schnee durch eine isodimensionale Spalte jagen und ihn durch einen kovarianten Subraumhyperdingsbums-Scanner betrachten, dann ist er plötzlich violet, weil der Autor sich für diese Folge in eine Sackgasse geschrieben hat, aus der er nur noch mit violetem Schnee wieder raus kommt und er zu blöd/faul ist die Folge noch mal von forne zu schreiben".
              Ja, solches Tech-Babble ist - gerade in VOYAGER - nicht wirklich immer gelungen gewesen.

              Wer selbst schreibt, der weiß allerdings auch, wie schwierig der Drahtseilakt ist, einerseits die Science zu beachten, andererseits den Rest - eben die Fiction - so zu erzählen, dass der Leser, wider besseren Wissens, dem Autor abkauft, dass es genau SO ist, und nicht anders. Die Kunst dabei ist IMO die, den Mittelweg zwischen Tech-Babble und verständlicher Sprache beizubehalten, und sich nicht weil man sich in die Ecke geschrieben hat, durch selbst für SF nicht nachvollziehbare High-Tech-Lösungen, "irgendwie aus der Sache herauszumogeln". Wenn´s der Leser dem Autor nicht abkauft, dann war´s nix und selbst eine weitgehend gute Story kann dadurch Schiffbruch erleiden...
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              • #8
                Mühe habe ich zum einen mit Gigantomanie a la Pery Rodan.
                Geht mir ähnlich. Ich finde, dass es einfach zur Gesamtstory passen muss und zumindest halbwegs nachvollziehbar sein sollte. Perry Rhodan hat mir da den Bogen vielfach aber zu sehr überspannt, so dass es mir einfach keinen Spaß macht diesen oder jenen Roman zu lesen. Ansonsten habe ich nichts gegen Warpreisen oder riesige Raumstationen, so lange die Sachen keine hirnrissigen Dimensionen annehmen.
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                • #9
                  Ein Must-have habe ich eigentlich nicht. SF ist sehr vielfältig und da kann es genügend Abweichungen geben.

                  "No gos" gibt es da schon eher. SF läuft immer Gefahr (vor allem wenn das Budget klein ist) etwas trashig zu wirken. Das kann manchmal ganz erfrischend sein (Stichwort B-Movie), allerdings sollte dann der ganze Film / Serie darauf ausgelegt sein. Ein noch größeres "No go" sind IMO eeeelendslange Actionszenen. Serien wie "Andromeda", "Star Wars: The Clone Wars" oder die "Power Rangers" bzw. bei Filmen die beiden "Matrix"-Fortsetzungen haben den Bogen hier meiner Meinung nach überspannt. Action ist gut und schön, allerdings sollte sie nicht zu Lasten der Story gehen.

                  Über sinnloses Technobubbel wurde hier schon genügend gepostet. Bin ich ganz der Meinung, dass dieses auf ein Minimum reduziert werden soll. Immerhin heißt SF immer noch SCIENCE Fiction.

                  Auch habe ich mittlerweile schon zu viele Aliens-wollen-die-Welt-erobern-Filme und Killervirus-verwandelt-die-Menschheit-in-Zombies-Szenarien gesehen als dass man mich damit hinter dem Ofen hervorlocken könne.

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                  • #10
                    Ich habe den Thread überflogen. Ich habe in einer meiner Geschichten eine einzige Paradoxie drinnen. Der Rest liegt zwar nicht im Wahrscheinlichen aber im Möglichen, im Denkbaren.
                    Ich konnte diese Paradoxie auf Grund des Handlungsstrangs nicht entfernen.
                    Aber ich glaube dass nur jemand der wirklich alle von mir beschriebenen Angaben überprüft und diese Nachrechnet dahinter kommen wird. (oder wenn er vielleicht selbst Physiker ist)
                    Ich hoffe das das nicht schlimm ist.
                    Der Kreis schließt sich.

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                    • #11
                      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                      Über sinnloses Technobubbel wurde hier schon genügend gepostet. Bin ich ganz der Meinung, dass dieses auf ein Minimum reduziert werden soll. Immerhin heißt SF immer noch SCIENCE Fiction.
                      In diesem Falle ein etwas unglücklicher Vergleich denn Science-Fiction - also Fiktive Geschichte - bezieht sich thematisch eindeutig primär auf die Fiktion.

                      Der Schwerpunkt müsste hier also de facto auf Science FICTION liegen - nicht umgekehrt, denn es geht im Genre, über welches wir hier reden, nicht primär um Science (Geschichte, im Sinne von Weltgeschichte oder Geschichtsunterricht...) sondern tatsächlich primär um Fiction.

                      Einerseits könnte man daher sagen: "Wenn nicht in der SF Tech-Babble - wo dann...??"

                      Andererseits - und das hatte ich oben schon angemerkt - liegt die Kunst darin, es nicht zu übertreiben. Aber eben auch nicht darin, es zu minimieren. Entscheidend für mich ist, dass die Geschichte trotzdem nachvollziehbar, verständlich aber vor allen Dingen spannend bleibt. Wenn der Autor einer Geschichte dies schafft, dann wird es wenig zu meckern geben IMO...
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                      • #12
                        Ich finde Since Fiction kann fast alles sein und es ist ja gerade das schöne das man dabei immer wieder überrascht werden kann.

                        Aber wenn man die Frage so verstehen würde, was für mich persönlich drin sein muss....
                        Da muss ich gestehen das ich sehr einfach gestrickt bin, denn man kann mich mit nem Weltenkrieg,tötlichsten Waffen und eventuell Space-Zombies immer zufrieden stellen
                        Manche führen ! Manche folgen !

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                        • #13
                          Zitat von hawk644 Beitrag anzeigen
                          Einerseits könnte man daher sagen: "Wenn nicht in der SF Tech-Babble - wo dann...??"

                          Andererseits - und das hatte ich oben schon angemerkt - liegt die Kunst darin, es nicht zu übertreiben. Aber eben auch nicht darin, es zu minimieren. Entscheidend für mich ist, dass die Geschichte trotzdem nachvollziehbar, verständlich aber vor allen Dingen spannend bleibt. Wenn der Autor einer Geschichte dies schafft, dann wird es wenig zu meckern geben IMO...
                          Sehe ich auch so.
                          Gerade wenn beim Techno-Babble dann Sachen wie der ''Heisenberg-Kompensator'' dazukommen, dann finde ich das schon ziemlich witzig.
                          Bei STVOY wurde es halt uebertrieben.
                          .

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                          • #14
                            Laut Namen muss etwas Wissenschaft dabei sein.

                            Kommentar


                            • #15
                              Danke für für vielen Antworten!

                              Ich habe etwas im Kopf, das (bisher) zwar viele Erklärungen und auch einiges an Technik hat, aber abgesehen vom FTL-Antrieb theoretisch sogar heute schon denkbar wäre.

                              Ich schaue gerade die Eispiraten... der Film taugt eher als Komödie, denn als ernsthafte SciFi, aber er versucht nicht mal, sich selbst ernst zunehmen

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