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Wenn Forschung die SciFi widerlegt...

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  • Wenn Forschung die SciFi widerlegt...

    Vor kurzem gab es bei io9 eine Auflistung von SciFi-Geschichten, die futuristische Ideen oder Konzepte enthielten,
    welche inzwischen durch Forschung widerlegt sind.

    9 Scientific Breakthroughs That Killed Science Fiction Subgenres

    Ich liste mal auf:
    * Keine Zivilisation auf dem Mars
    * Kein 9. oder 10. Planet (die Pluto-Diskussion mal außen vorgelassen )
    * Weder Mondatmosphäre noch -bewohner
    * Computerspeicher ist begrenzt (*)
    * Kein Silizium-basiertes Leben
    * Keine Probleme mit Überbevölkerung (*)
    * Ernährungspillen ersetzen nie vollständig das Essen
    * Kein Kunststoff aus Wasser
    * Es gibt keine noch unentdeckten Kontinente mehr

    (*) über diese Punkte kann man durchaus noch diskutieren: Speicherplatz kann auch in Zukunft bei bestimmten Anwendungen noch knapp werden (und so eine SciFi-Geschichte inspirieren), und Überbevölkerung kann auch in Zukunft noch ein Problem werden - obgleich für die 2. Hälfte des 21. Jahrhunderts ein Abbremsen der Entwicklung vorausgesagt wird.

    Was meint ihr: Kennt ihr weitere Konzepte aus SF-Geschichten oder Filmen, die wahrscheinlich oder sicher nie eintreten werden bzw. überholt sind?

    Zur Verdeutlichung: Ich meine jetzt nicht Dinge, die von der Forschung realisiert wurden (Klassiker: ST-Kommunikator => Handy), sondern Konzepte oder Ideen, die widerlegt wurden. Und ich meine natürlich auch nicht so äußerst "fantasievolle" Sachen wie Beamen oder FTL.

    (Ich bin primär an den SF-Ideen interessiert, deswegen habe ich diesen Thread erstmal in das SciFi-Unterforum gepackt.)
    .

  • #2
    Erstmal - besonders der "Computerspeicher ist begrenzt"-Punkt ist diskutabel. Ich habe vor kurzem noch auf Basis von den veröffentlichten Zahlen des jährlichen Internet-Verkehrs überschlagen, wieviele große RAID-Systeme oder alternativ externe 2GB-Platten die NSA wohl bräuchte, um den gesamten Internetverkehr eines Tages aufzuzeichnen, um den später zu entschlüsseln (wo nötig). Das ist für eine US-Behörde (wenn auch nicht gerade jetzt ) zwar prinzipiell finanzierbar, aber irgendwann räumlich nicht mehr unterzubringen. Ausserdem stünden Aufwand und Wirkung in keinem Verhältnis. Obendrein kann in dystopischen Welten der benötigte Rohstoff knapp oder die Fertigungsmethode vergessen worden sein oder in sozialistischen System der Bezug rationiert worden sein - dieses Szenario ist definitiv zu früh gestrichen, das fällt nur im Umfeld "schöne heile Welt" durchs Raster

    Politisch überlebt haben sich mMn die Ansätze von der Welt nach dem Atomkrieg oder dem dritten, rein konventionell geführten Weltkrieg (als Krieg zwischen Staaten in der direkten "Erbfolge" nach WKI und WKII).

    Wissenschaftlich widerlegt sind doch viele Genforschungsansätze. Noch 2005 wollte in Fantastic Four Reed Richards ins All, um dort die letzten Rätsel der menschlichen DNA blablabla - 2003 war doch schon vom Human Genom Project Vollzug gemeldet worden und das Projekt beendete nach Abwicklung des Schreibkrams 2004 seine Aktivitäten. Da wurde das recht junge SciFi-Motiv "große Geheimniskrämerei im menschlichen Genom" und "Riesendruchbruch bei der Entschlüsselung" desselben direkt das Klo runtergespült. Wundert mich, daß dieser Faktor auf der Top 9 keine Berücksichtigung gefunden hat.
    Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

    "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

    Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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    • #3
      Die verbreiteten Visionen einer in Gewalt versunkenden westlichen Welt (z.B in "die Klapperschlange" oder "Robocop") haben sich seit dem Befriedigungsprozess der 90'er Jahre vorerst überlebt.

      Ferner gibt es auch heute noch das verbreitete Mem, nach dem wir nur 10 % unsereres Gehirn nutzen. In der SciFi wurde diese wissenschaftlich nicht haltbare Prämisse für allerlei geistige Superkräfte wie Telepathie, Telekinese oder Gruppenbewusstsein (Arthur C Clarks "Ende der Kindheit") genutzt.
      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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      • #4
        Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
        Die verbreiteten Visionen einer in Gewalt versunkenden westlichen Welt (z.B in "die Klapperschlange" oder "Robocop") haben sich seit dem Befriedigungsprozess der 90'er Jahre vorerst überlebt.

        Ferner gibt es auch heute noch das verbreitete Mem, nach dem wir nur 10 % unsereres Gehirn nutzen. In der SciFi wurde diese wissenschaftlich nicht haltbare Prämisse für allerlei geistige Superkräfte wie Telepathie, Telekinese oder Gruppenbewusstsein (Arthur C Clarks "Ende der Kindheit") genutzt.
        Wunderschönes Wort. Cäsar hat Gallien ja auch nur "befriedet" Man sollte aber ergänzen, daß dieser "in Gewalt versunkene Westen" durch andere Vorgänge eben in den 80ern und 90ern und frühen 2000ern nahtlos durch einen "in Korruption versunkenen Westen" ersetzt wurde
        Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

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        • #5
          Ich glaube dass z.B. das Beamen von ST niemals möglich sein wird. Von der Heisenbergschen Unschärferelation mal abgesehen, um die Atome in einem festen Körper zu trennen müsste man ihn quasie verbrennen. Dann muss man auch noch speichern wo genau welches Atom sich gerade befindet, die Atome von A nach B transportieren und dann auch ohne Hilfe von irgend einer Art von Apparatur wieder zusammen setzen. Schon allein die Speicherkapazität um einem Transporter zu sagen wo welches Atom hingehört ist unglaublich groß, viel zu groß! Und das wäre nur der Anfang! Man müsste auch berücksichtigen wo sich ein Planet, Raumschiff, etc. in soundsoviel Sekunden befindet. Da sich im Universum alles mit einer riesigen Geschwindigkeit bewegt... die Computerkapazität müsste genauso enorm sein wie die Speicherkapazität. Ich glaube, wie gesagt, das wird man niemals erreichen können.

          Ich glaube auch nicht das ein Terraforming des Mars möglich ist (Den Mond lass ich mal aus ). Der Mars hat zwar eine Atmosphäre, aber kein Magnetfeld! CO² ist schwerer als O², schon allein die Sonnenwinde würden verhindern das man eine atembare Atmosphäre bilden könnte. Dazu kommt auch noch die geringere Schwerkraft. Man kann aus den Gründen auch keine Ozonschicht bilden, selbst wenn man eine Atmosphäre hätte die man atmen könnte, allein die UV-Strahlung würde einen quasie grillen.
          "noH QapmeH wo' Qaw'lu'chugh yay chavbe'lu' 'ej wo' choqmeH may' DoHlu'chugh lujbe'lu'!"

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          • #6
            Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
            Erstmal - besonders der "Computerspeicher ist begrenzt"-Punkt ist diskutabel. ... Obendrein kann in dystopischen Welten der benötigte Rohstoff knapp oder die Fertigungsmethode vergessen worden sein oder in sozialistischen System der Bezug rationiert worden sein - dieses Szenario ist definitiv zu früh gestrichen, das fällt nur im Umfeld "schöne heile Welt" durchs Raster
            Naja, "Sand" für ICs wird wohl nicht ausgehen, bei Seltenen Erden könnte es vielleicht interessant werden. Aber ich denke auch nicht, daß dieser Punkt da rein gehört.
            Politisch überlebt haben sich mMn die Ansätze von der Welt nach dem Atomkrieg oder dem dritten, rein konventionell geführten Weltkrieg (als Krieg zwischen Staaten in der direkten "Erbfolge" nach WKI und WKII).
            Da bin ich nicht so sicher. China und Indien als zusätzliche große Wirtschaftblöcke der Zukunft, Afrika (viele Bodenschätze!) als neuer Krisenherd. Da könnten sich ganz neue Entwicklungen ergeben.
            Wissenschaftlich widerlegt sind doch viele Genforschungsansätze.
            Mit Gentechnik kenne ich mich nicht besonders gut aus, um etwas vorhersagen zu können. Allerdings könnte es ganz neue Entwicklungen geben, zB DNS als Datenspeicher?

            Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
            Die verbreiteten Visionen einer in Gewalt versunkenden westlichen Welt (z.B in "die Klapperschlange" oder "Robocop") haben sich seit dem Befriedigungsprozess der 90'er Jahre vorerst überlebt.
            Mit der Betonung auf "vorerst". Ich halte solche Dystopien zwar auch für sehr unwahrscheinlich, weil (hoffentlich) die restliche Weltgemeinschaft einschreiten wird, wenn irgendwo (eine ganze Stadt oder gar eine Region) zu extreme Verhältnisse entstehen. Aber mit Blick auf diverse Slum-"Städte", zB in Ostasien, könnte das lokal möglich sein.
            Ferner gibt es auch heute noch das verbreitete Mem, nach dem wir nur 10 % unsereres Gehirn nutzen. In der SciFi wurde diese wissenschaftlich nicht haltbare Prämisse für allerlei geistige Superkräfte wie Telepathie, Telekinese oder Gruppenbewusstsein (Arthur C Clarks "Ende der Kindheit") genutzt.
            Ja.

            Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
            Ich glaube auch nicht das ein Terraforming des Mars möglich ist (Den Mond lass ich mal aus ).
            Wir haben Terraforming noch gar nicht versucht, und du willst es schon abschreiben?
            Ich gebe der Idee eine Chance (siehe auch die Terraforming-Threads hier im Forum).


            Was mir noch eingefallen ist:
            In der Foundation-Trilogie (geschrieben 1951-1953) wird Atomkraft als die Technologie der Zukunft beschrieben, u.a für interstellares Reisen, etc. Nun kann man natürlich Kernfusion auch als Atomkraft bezeichnen, aber mit all den anderen, auch theoretischen, Möglichkeiten ist das sicher eine Idee, die überholt ist.
            .

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            • #7
              Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
              Mit der Betonung auf "vorerst". Ich halte solche Dystopien zwar auch für sehr unwahrscheinlich, weil (hoffentlich) die restliche Weltgemeinschaft einschreiten wird, wenn irgendwo (eine ganze Stadt oder gar eine Region) zu extreme Verhältnisse entstehen. Aber mit Blick auf diverse Slum-"Städte", zB in Ostasien, könnte das lokal möglich sein.
              Ja.
              Abwarten. Irgendwann werden die Ressourcen knapp werden, selbst wenn in der Arktis und Antarktis und alle diesen anderen umstrittenen Seegebieten und Inselgruppen nun noch welche gefunden werden.
              Global, nicht nur westliche Welt.

              Kommentar


              • #8
                Zitat von Kalyrus Beitrag anzeigen
                Abwarten. Irgendwann werden die Ressourcen knapp werden, selbst wenn in der Arktis und Antarktis und alle diesen anderen umstrittenen Seegebieten und Inselgruppen nun noch welche gefunden werden.
                Global, nicht nur westliche Welt.
                Bis dahin wissen wir, wie man auf einen Near-Earth-Asteroid fliegt und dort abbaut ...
                .

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                • #9
                  Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                  Bis dahin wissen wir, wie man auf einen Near-Earth-Asteroid fliegt und dort abbaut ...
                  Oder Außenwelt-Kolonien.

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                  • #10
                    Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                    Naja, "Sand" für ICs wird wohl nicht ausgehen, bei Seltenen Erden könnte es vielleicht interessant werden. Aber ich denke auch nicht, daß dieser Punkt da rein gehört.
                    Eben

                    Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                    Da bin ich nicht so sicher. China und Indien als zusätzliche große Wirtschaftblöcke der Zukunft, Afrika (viele Bodenschätze!) als neuer Krisenherd. Da könnten sich ganz neue Entwicklungen ergeben.
                    Diese Kriege werden von Konzernen geführt werden und nicht konventionell im Sinne von Panzerdivisionen (oder was bis dahin "aktuell" ist) usw. Es geht um Wirtschaftsinteressen, wie du schon sagtest, und die wenigsten Staaten sind noch die Hauptnutznießer dieser Wirtschaftssysteme. Rein von den Summen her wäre es doch schon verschiedenen Konzernen möglich, alle griechischen Schuldscheine aufzukaufen, den Laden zu übernehmen und einen "Erlebe die Antike"-Vergnügungspark daraus zu machen Das früher "politische" Problem Fugger/de Medici ist doch heute längst der Normalzustand und stattdessen für die wirklich Mächtigen der Staat zum "sozialen" Problem geworden. Ohne Zusammenbruch dieses Systems ist ein konventioneller Weltkrieg undenkbar - und wirklich alle sind fleißigst bemüht, dieses System am Leben zu erhalten. Jemanden, der auf der Intensivstation die Maschinen abschalten würde, sehe ich nicht

                    Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                    Mit Gentechnik kenne ich mich nicht besonders gut aus, um etwas vorhersagen zu können. Allerdings könnte es ganz neue Entwicklungen geben, zB DNS als Datenspeicher?
                    Das Thema Gentechnik an sich ist noch nicht ganz vom Tisch, ich meinte speziell die Ansätze, die mit der Entschlüsselung des menschlichen Genoms zusammenhänge (ausserirdische DNA-Spuren, die Darwin wider- und von Däniken belegen oder Stories, die um den Durchbruch in der Entschlüsselung gehen usw) - ich würde doch nie behaupten, Filme wie Gattaca sind überholt. Das Fälschen des eigenen genetischen Fingerabdrucks wird uns sogar noch sehr lange auf Trab halten

                    Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                    ....Was mir noch eingefallen ist:
                    In der Foundation-Trilogie (geschrieben 1951-1953) wird Atomkraft als die Technologie der Zukunft beschrieben, u.a für interstellares Reisen, etc. Nun kann man natürlich Kernfusion auch als Atomkraft bezeichnen, aber mit all den anderen, auch theoretischen, Möglichkeiten ist das sicher eine Idee, die überholt ist.
                    Nur weil wir Affen jetzt aus Angst bei der Kernenergie aussteigen und uns nicht zutrauen, einen sauberen Weg zu finden? Halte ich für verfrüht - in solchen Dingen sind eigentlich immer große Einzeltäter aufgetreten, die besser als die Lehrmeinung waren und die Menschheit im Ganzen voranbrachten. Später hat die Menscheit das dann immer als Verdienst der Allgemeinheit vorgebracht oder den Einzeltäter als Beispiel für die überlegene Leistungskraft der Menschheit verwendet Nei, im Ernst: Zu früh. Mit Windkraft werden wir jedenfalls nicht interstellar Reisen
                    Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

                    "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

                    Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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                    • #11
                      Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                      Computerspeicher ist begrenzt
                      Zu welchen Science Fiction-Szenario gehört denn ein unbegrenzter Computerspeicher?

                      * Keine Probleme mit Überbevölkerung
                      Überbevölkerung verursacht schon heute diverse Probleme: Armut, Arbeitslosigkeit, Hunger, Entwaldung, Überfischung, extremer Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß... Zwar sind diese Probleme nicht monokausal auf hohe Bevölkerungsdichte zurückzuführen, aber es gibt kaum ein globales Problem, das mit einer Weltbevölkerung von 300 Millionen nicht wesentlich einfacher zu lösen wäre.

                      Entwarnung gibt es nur insofern, als die Wachstumsrate zurückgeht und bis 2100 möglicherweise auf Null sinken wird. Ob es allerdings ressourcentschnisch möglich ist, dass eine Weltbevölkerung von 10.000.000.000 Menschen jemals ein Leben ohne Armut führen wird, ist zweifelhaft.

                      Letztlich ist es eben die Frage, was man unter Überbevölkerung versteht.


                      * Ernährungspillen ersetzen nie vollständig das Essen

                      "The discovery: We just know a lot more about nutrition than we used to, and science has shown that we need more than vitamins to survive and that, for example, we can't compress our daily protein requirement into a pill"
                      Schon toll, was die Wissenschaft alles herausfindet

                      Dass man mehr als Vitamine zum Überleben braucht, ist doch wohl keine Neuigkeit. Vitamine sind schließlich keine Energieträger.

                      Letztlich kann man alle Nährstoffe in Pillenform pressen. Man muss halt eine ganze menge davon schlucken. Ist die Frage, was man davon hat.


                      Es gibt keine noch unentdeckten Kontinente mehr
                      Schade eigentlich. Aber auch keine wissenschaftliche Desillusionierung aus jüngerer Zeit.

                      Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen

                      Politisch überlebt haben sich mMn die Ansätze von der Welt nach dem Atomkrieg oder dem dritten, rein konventionell geführten Weltkrieg (als Krieg zwischen Staaten in der direkten "Erbfolge" nach WKI und WKII).
                      Fürs erste. Man kann ja nicht ausschließen, dass es irgendwann wieder zu bedrohlichen Konflikten zwischen Atommächten kommen wird.

                      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                      Ferner gibt es auch heute noch das verbreitete Mem, nach dem wir nur 10 % unsereres Gehirn nutzen.
                      Das ist allerdings eher ein Wissenschaftsmythos, oder war das wirklich irgendwann der Stand der Forschung?



                      Ich suche gerade selbst nach Beispielen... die Sache ist eben, dass die meisten SciFi-Ideen im Grunde schon widerlegt waren, als sie erdacht wurden. Dass Warpantrieb und Transporter keine besonders realistischen Konzepte sind, dürfte schon zu Roddenberrys Zeiten jedem klar gewesen sein, der alle Tassen im Schrank hatte.

                      Wirklich desillusioniert kann man im Bereich der (starken) KI-Forschung sein. Da tut sich ja wirklich sehr wenig. Und die Hoffnung auf echte Virtual Reality, die man in den 90er Jahren hatte, als sich die 3D-Grafik so unglaublich schnell entwickelte, ist auch etwas gedämpft worden. Zwar sieht 3D-Grafik immer noch alle paar Jahre etwas schmucker aus, aber die Fortschrittskurve ist doch sehr flach geworden. Trotzdem bin ich gespannt auf Oculus Rift.

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                      • #12
                        Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                        Speicherplatz kann auch in Zukunft bei bestimmten Anwendungen noch knapp werden (und so eine SciFi-Geschichte inspirieren)
                        Computerspeicher ist immer begrenzt, selbst wenn man die Bits auf atomarer Ebene speichern kann. Das ganze ist nur eine Frage der jeweiligen Anforderungen, so bleibt das auch in Zukunft als dramaturgisches Mittel erhalten.

                        Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                        Mit der Betonung auf "vorerst". Ich halte solche Dystopien zwar auch für sehr unwahrscheinlich, weil (hoffentlich) die restliche Weltgemeinschaft einschreiten wird, wenn irgendwo (eine ganze Stadt oder gar eine Region) zu extreme Verhältnisse entstehen. Aber mit Blick auf diverse Slum-"Städte", zB in Ostasien, könnte das lokal möglich sein.
                        Bagdad? Dort hat man sogar angebliche Bombensuchgeräte eingesetzt, deren phantastische Fähigkeiten regelrechte SF wären. Nur leider war das ganze Humbug: Ein Engländer blamiert Armeen und Polizei

                        Zitat von Kalyrus Beitrag anzeigen
                        Irgendwann werden die Ressourcen knapp werden
                        Ressourcen gibt es genug, die liegen auf Müllhalden, Dachböden und Kellern. Nur das wir mit den heutigen Verarbeitungstechnologien, hier nicht weiter kommen. Aber an neuen Technologien wird hier durchaus gearbeitet.

                        Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
                        ich würde doch nie behaupten, Filme wie Gattaca sind überholt.
                        Ich denke Gattaca ist in seinen Szenario viel zu konservativ, es zeigt ein sehr konformes Szenario eines genetischen Wettbewerbs. Real würde es hier wohl eine wesentlich größere Bandbreite von Optimierungszielen geben.
                        Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                        Dr. Sheldon Lee Cooper

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                        • #13
                          Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                          Überbevölkerung verursacht schon heute diverse Probleme: Armut, Arbeitslosigkeit, Hunger, Entwaldung, Überfischung, extremer Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß... Zwar sind diese Probleme nicht monokausal auf hohe Bevölkerungsdichte zurückzuführen, aber es gibt kaum ein globales Problem, das mit einer Weltbevölkerung von 300 Millionen nicht wesentlich einfacher zu lösen wäre.

                          Entwarnung gibt es nur insofern, als die Wachstumsrate zurückgeht und bis 2100 möglicherweise auf Null sinken wird. Ob es allerdings ressourcentschnisch möglich ist, dass eine Weltbevölkerung von 10.000.000.000 Menschen jemals ein Leben ohne Armut führen wird, ist zweifelhaft.

                          Letztlich ist es eben die Frage, was man unter Überbevölkerung versteht.
                          Zumindest dürften die Vorstellungen von Soylent Green nicht eintreten.

                          Der momentane Zustand leidet ja in erster Linie an einem Verteilungsproblem und der Frage, welcher Lebensstandart wirklich nötig ist, für ein angenehmes Leben aller.
                          Wenn alle nachhaltiger leben würden, wäre es zusammen mit der rückläufigen Geburtenrate durchaus möglich, dass sich das Problem der Überbevölkerung auf Dauer von selbst erledigt.

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                            Wir haben Terraforming noch gar nicht versucht, und du willst es schon abschreiben?
                            Japp, möchte ich
                            Man muss ja auch gleich ein ganzes Ökosystem schaffen damit der Planet ohne Hilfe bewohnbar bleibt.

                            Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                            Was mir noch eingefallen ist:
                            In der Foundation-Trilogie (geschrieben 1951-1953) wird Atomkraft als die Technologie der Zukunft beschrieben, u.a für interstellares Reisen, etc. Nun kann man natürlich Kernfusion auch als Atomkraft bezeichnen, aber mit all den anderen, auch theoretischen, Möglichkeiten ist das sicher eine Idee, die überholt ist.
                            Da muss ich auf das Orion-Projekt verweisen. Theoretisch könnten wir damit in "nur" 80 Jahren Proxima Centauri erreichen.
                            Das Raumschiff ist wie ein Stoßdämpfer gebaut, hinten ist ein Schutzschild, es werden Atombomben ausgeworfen und durch die Explosion der Bomben wird das Schiff beschleunigt. Dank dem "Stoßdämpfer" wären auch die Beschleunigungskräfte (begrenzt) zu kontrollieren. Es ist also durchaus möglich "nur" mit Kernspaltung eine interstellare Reise zu machen.
                            "noH QapmeH wo' Qaw'lu'chugh yay chavbe'lu' 'ej wo' choqmeH may' DoHlu'chugh lujbe'lu'!"

                            Kommentar


                            • #15
                              Also ich finde solche Behauptungen sehr schwierig. Man kann doch nicht sagen, daß bestimmte Sachen wiederlegt sind. Wir können nur vom jetzigen Stand ausgehen, doch das Wissen oder Nichtwissen ist ein fließendes Konzept.

                              Vor 500 Jahren konnte man sich ein Flugzeug nicht vorstellen. Heute Alltag. Heute wird man belächelt wenn man Raumschiffe erwähnt. Kann schon in 100 Jahren überholt sein.

                              Vielleicht gibts aus der Phase verschobene Parallelwelten in der eine Zivilisation auf dem Mars gleichzeitig existiert. Oder wir können diese einfach nur nicht wahrnehmen, oder die sind soweit entwickelt, daß die keinen Bedarf haben mit uns Kontakt aufzunehmen. Für die stehen wir wahrscheinlich wie ein Ameisenhaufen unter Naturschutz.

                              Überbevölkerung - Afrika wächst und wächst und nicht mal Asien kann da mithalten. Genauso silizium-basiertes Leben. Ja wissen wir den alles über die Möglichkeiten über Entstehung von Leben? Garnichts wissen wir. Wir wissen soviel wie ein Fisch im Aquarium über seine Umwelt, über Landlebewesen....
                              http://www.zukunft-weltraum.de - Science-Fiction, Astronomie & Raumfahrt
                              http://www.worlds-online.de - Computerspiele & mehr
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