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Rüstungstechnologien ~2060 Ideen

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  • Rüstungstechnologien ~2060 Ideen

    Hallo zusammen, nach einer etwas längeren Zeit in Abwesenheit melde ich mich gleich mal mit einem Thread zurück. Wie ihr schon am Titel lesen könnt geht es um Technologie Ideen für ca. Mitte und etwas später des 21. Jh.
    Grundsätzlich habe ich aber nicht vor ein weiterer tausendfach durchgekauter und heftig diskutierter Thread zu starten! keine Sorge!
    Es soll sich hier deshalb nicht um eine Brainstormingrunde handeln sondern hoffe ich vielmehr, dass diejenigen, die entweder ein bisschen etwas darüber wissen oder diejenigen die irgendeine Meinung dazu haben, mir hier etwas helfen können.

    Was ist denn nun genau erwünscht? Im Grund alles was mit Rüstungstechnologien in genanntem Zeitraum zu tun hat.
    Im Speziellen interessiert mich zb auch die Panzertechnik der Zukunft, was kommt neu dazu, was wird weiterentwickelt, was abgelöst, welche Technologien wären realistische vorstellbar, welche sinnvoll... So in dieser Art, geht natürlich zu allen Rüstungsbereichen, ich denke ihr versteht was ich meine.
    Ich mache hier mal den Anfang und werfe ein paar Punkte zum thema panzer in den Raum, ihr könnt ja mal euere Meinung dazu kund tun:
    -Geschütztechnologie: Railgun? Leichtgaskanone? keine Neuerung?
    -Panzerung: dicker? dünner? keine nennenswerte physische Panzerung mehr?
    -Antriebe: Gasturbine? Dieselmotor? Hybrid?
    -Auslegung: bemannter oder unbemannter Turm?
    -Sensoren?

    Der Anlass ist nicht so wichtig, ist momentan nur die Ideensammelphase für einen momentan noch persönliches Projekt. Aber wie gesagt, ist eigentlich nebensächlich, im Grunde geht's mir darum ein paar andere Meinungen, Denkrichtungen zu diesem Thema zu hören: wie stellt ihr euch die Welt bzw. Rüstungstechnologie mitte des Jahrhunderts vor? Was ist realistisch, was nicht?

    Was ich euch noch auch bitten würde, dass ihr alle Posts, Beiträge die konkreter werden und nicht als fiktive Idee deklariert werden, auch irgendwie belegt sonst artet das hier wieder zur riesen Diskussion über den Sinn des Lebens aus

    Ansonsten freue ich mich auf euere Ideen!

    Gruss
    der SciFi-Fuchs
    »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
    »There is no doubt that creativity is the most important human resource of all. Without creativity, there would be no progress, and we would be forever repeating the same patterns.« - Edward de Bono

  • #2
    Das Thema scheint nicht totzukriegen zu sein Mit der Einschränkung auf eine vergleichsweise nahe Zukunft erscheint mir dieser Thread hier als zusätzliche Quelle sinnvoll:

    http://www.scifi-forum.de/science-fi...t-zukunft.html

    Da geht es hauptsächlich um die Entwicklung im Bereich Infantrie, aber die Links zu Projekten der US-Army machen die Fortschritte greifbarer für den von dir gewählten Zeitraum um 2060.

    Da der Fortschritt in diesem Bereich auch daran gekoppelt ist, was für Einsatzmöglichketien/-notwendigkeiten erwartet werden, ist vielleicht dieser Thread ebenfalls hilfreich:

    http://www.scifi-forum.de/science-fi...n-zukunft.html

    Hochmoderne Panzerbrigaden helfen nämlich in einem Guerilla-Krieg nicht wirklich weiter

    Railgun: Eigentlich eine Todgeburt. Der erwartete Schaden soll sich etwas überhalb einer Tomahawk bewegen, durch das Abschussystem aber zu einem Bruchteil der Kosten (Tomahawk: 2011er Version knapp 1,5 Mio $ pro Stück) pro Abschuss. Diese Kosten werden aber nach und nach in der Entwicklung verheizt, ohne die Kernprobleme bisher wirklich abgeschwächt zu haben: Bei den Testversionen, die Schlachtschiff-basiert waren, macht die Kanone selbst wegen der großen Hitzeentwicklung nach nur wenigen Schüssen (mit sehr langer Feuerpause) schlapp. Um diese Technik in den nächsten nur 45 Jahren für Panzer serienreif zu machen, müssten schon praktisch evolutionäre Fortschritte im Bereich Verkleinerung der Energieversorgung und Materialveredlung geschehen (ein Panzer mit langer Feuerpause ist im Gefecht wertlos).

    Wiki: Railgun - Wikipedia, the free encyclopedia

    (Abschnitt Heat dissipation erklärt, daß jeder Abschuss die Lebensdauer einer Railgun teilweise massiv herabsetzt. Abschnitt Tests geht auf das Schadenspotential ein und die Fortschritte, die zwischen den Tests im Bereich Geschützgröße und Energie gemacht wurden. Beim letzten gelisteten Test Oktober 2012 wird explizit darauf hingewiesen, daß das Geschütz inzwischen kompakter war, aber die nötige Energieversorgung immer noch auf dem Stand des Vorgängertests war. Und auch die "kompaktere" Kanone war immer noch schiffsbasiert.)

    Was die Entwicklung im Kampfpanzer-Bereich angeht, haben besonders Kosten einen Schlüsselfaktor inne. Was jetzt neu in abschliessende Tests geht und beauftragt wird, wird in 45 Jahren wohl serienreif im Einsatz sein. Google dazu doch am besten Mal PL01 Concept (der neue polnische Stealthpanzer, 600 Stück geordert bei BAE), Armata (Putins neues Panzerprojekt) oder den schwedischen CV-90 (Multifunktionspanzer, Basis für den PL01, auch BAE). Die werden mit Sicherheit nicht in 20-30 Jahren von einer vollständig neuen Generation abgelöst, dafür sind die Auftragsvolumen zu hoch.
    Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

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    • #3
      Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
      Das Thema scheint nicht totzukriegen zu sein
      Achso nei, du hast mich glaube ich falsch verstanden. Ich möchte hier nicht irgendwie noch mal alte Themen aufwärmen, bzw. ewig tot diskutieren. Es ging mir aus persönlichem Anlass darum, handfeste Ideen bzw. Wissen von anderen einzuholen, da man selbst ja die Angewohnheit hat, nur in eine Richtung zu denken. Darum ja auch meine Bitte, Beiträge zu Belegen, die mehr sind als nur eine persönliche Meinung. ich will hier keine weitere Ausgabe von "Wer ist gescheiter" Ich will auch gar nichts gross diskutieren, sondern die Fakten sprechen lassen. Meinungen sind natürlich ok.

      Die Links werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen.

      Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
      Hochmoderne Panzerbrigaden helfen nämlich in einem Guerilla-Krieg nicht wirklich weiter
      Wie kommst du denn auf Guerilla?

      Thema Railgun: Frage an dich: dein Fazit ist in dem Fall Railgun gar nicht oder schon aber unter anderen Bedingungen?
      Ich sehe das etwas ähnlich, ich glaube, dass Schiffsgeschütze bis 2060 evtl möglich wären. Dort wäre die Energie auch kein Problem. Bei Panzer denke ich eher nicht. Die US Navy bzw. General Dynamics sprachen ja mal von einsatzfähig 2020 aber das bezweifle ich stark.

      Was denkst du im allgemeinen zum Panzergeschütz der Zukunft? Gleich wie bisher mit minimalen Verbesserungen oder eine Revolution? Bei diesem Punkt bin ich nämlich relativ unsicher.

      Ansonsten danke schon mal für Inputs, wie erwähnt sind natürlich auch Technologien zu anderen Bereichen möglich. Was euch halt gerade so einfällt.

      Grüsse
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      • #4
        Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
        ....Wie kommst du denn auf Guerilla?
        Über eins der verlinkten Themen. Die Wahrscheinlichkeit für einen großen konventionellen Krieg und damit Panzerschlachten wird dort mehrfach als rückläufig angesehen. Und wenn der Panzer als Kriegsgerät gegenüber Kampfflugzeugen, Schlachtschiffen oder Kommando-Einheiten in der Wichtigkeit zurückgestuft wird, weil man eben hauptsächlich über Luftangriffe oder Fernbeschuss gegen militärisch eh unterlegene Gegner vorgeht oder man Gebiete wie afghanisches Gebirge nach Terroristen/Guerilla-artigen Untergrundverbänden als relevantere Einsatzszenarien betrachtet, geht auch das Forschungsbudget für den Bereich zurück

        Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
        Thema Railgun: Frage an dich: dein Fazit ist in dem Fall Railgun gar nicht oder schon aber unter anderen Bedingungen?
        Ich sehe das etwas ähnlich, ich glaube, dass Schiffsgeschütze bis 2060 evtl möglich wären. Dort wäre die Energie auch kein Problem. Bei Panzer denke ich eher nicht. Die US Navy bzw. General Dynamics sprachen ja mal von einsatzfähig 2020 aber das bezweifle ich stark.
        Das Projekt war ja auch nicht für Panzer angesetzt. Hauptproblem seh ich bei der Materialermüdung. Wenn ein Schiff nach ein paar Schuss wieder in die Werft muss, um die Geschütze auszutauschen, spart man gegenüber der Tomahawk nicht wirklich

        Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
        Was denkst du im allgemeinen zum Panzergeschütz der Zukunft? Gleich wie bisher mit minimalen Verbesserungen oder eine Revolution? Bei diesem Punkt bin ich nämlich relativ unsicher.
        Als in Deutschland beim Leopard 2 das 120mm-Geschütz als solches verbessert werden, war eine der Vorgaben, daß mit dem neuen Geschütz (L/55 gegenüber L/44) die alte Munition aufgebraucht werden kann. Diese erwartete/geforderte Abwärtskompatibilität aus Kostengründen ist völlig nachvollziehbar; der Wehretat steht immer unter besonderem "Beschuss" durch die Öffentlichkeit und Deutschland steht damit ja nicht allein in der westlichen Welt. Ausgaben für Kriegsmaterial werden auch international in einer "globalisierten Welt des friedlichen Miteinanders", die ja werbewirksam angestrebt wird, aus dem linken politischen Lager als Verschwendung betrachtet. Aber solche Vorgaben - alte Munition muss gehen, Geschütz muss ohne Turmwechsel/mit minimalem Aufwand in die vorhandenen Panzer passen usw. - schränken den Raum für "revolutionäre" Entwicklungen massiv ein. Statt beim Geschütz selbst würde ich eher im Bereich Munition mit einem Sprung nach vorne rechnen.
        Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

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        • #5
          Panzerkanonen und vielleicht auch Infanteriewaffen werden bis 2060 wahrscheinlich auf der ETC-Technologie basieren.
          Electrothermal-chemical technology - Wikipedia, the free encyclopedia (englischer Artikel. Der deutsche ist leider nur sehr kurz)
          Diese stellt gewissermaßen eine Weiterentwicklung moderner Feuerwaffen dar.

          Infanterie:
          Infanteriewaffen werden wahrscheinlich das Zielen mittels Computerunterstüzung erleichtern. Bei der Munition gehe ich allgemein von hülsenlosen Geschossen (kleiner leichter -> mehr Munition pro Magazin)aus. Das Probleme, dass die Waffen dadurch leichter überhitzen (ein großer Teil der Abwärme geht in die Hülsen welche ausgestoßen werden) sollte bis dahin gelöst oder stark genug verringert sein.
          Bei Sturmgewehren wird das Kaliber auf eine Größe zwischen 5,56x45 (zu geringe Durchschlagskraft und Mannstopwirkung) und 7,62x51 (zu hoher Rückstoß) anwachsen. Es wird bis dahin zwar gelenkte Anti-Infanterie-Projektile geben, diese werden aber aufgrund ihrer Kosten und möglicher Gegenmaßnahmen (tragbare Störsender) wahrscheinlich eher selten zum Einsatz kommen.

          Ich gehe davon aus das die elektronische Unterstützung der Infanterie bis zur Komplettvernetzung weiter anwachsen wird. Schießbrillen (um die Augen vor Splittern zu schützen) werden wahrscheinlich gleichzeitig Datenbrillen sein um den Soldaten ein HUD zu geben.

          Auch Exoskelette sollte es 2060 geben. Aufgrund der Kosten, kann man aber davon ausgehen, dass sie auf einzelne Soldaten die den Trupp unterstützen und/oder auf Spezialeinheiten beschränkt sind.

          Der Einsatz von Drohnen wird wahrscheinlich noch weiter anwachsen. Vor allem kleine Drohnen, welche die Soldaten in urbanem Gelände unterstützen werden wahrscheinlich sehr häufig eingesetzt werden. Ob diese allerdings bewaffnet sein werden oder auf Aufklärungs und Kommunikationsaufgaben beschränkt sind, ist noch unklar.

          Panzer
          Die Panzerung wird vermutlich auf einen Basisschutz reduziert werden um dadurch höhere Geschwindigkeit und Reichweite so wie eine einfachere Luftverlegbarkeit zu gewährleisten. Der dadurch fehlende Schutz wird durch aktive Verteidigungssysteme (Hard- & Softkill) ausgeglichen.

          Als Material für die Panzerung könnten verschiedene Formen von Kohlenstoffnanoröhrchen oder andere Nanomaterialien zum Einsatz kommen.
          z.B. Buckypapier ? Wikipedia
          Wobei diese bei Schutzwesten wahrscheinlich noch interessanter währen. Vorraussetzung ist allerdings, das man in den kommenden Jahrzehnten einen billigen Weg zur Herstellung findet.

          Marine
          Sollten die Probleme bis dahin gelöst sein, können Antischiffsraketen und Marschflugkörper durch elektromagnetische Katapulte (Railgun und Gaussgeschütz) ergänzt bis ersetzt werden.
          Langstreckenflugabwehr sollte weiterhin durch Raketen gewährleistet werden. In der Nahbereichsabwehr könnten Maschinenkanonen allerdings durch Laserwaffen ersetzt werden (zumindest bei Schiffen und stationärer Basisverteidigung. Fahrzeuge wie Flakpanzer werden wahrscheinlich weiterhin auf Revolverkanonen oder Gatlings setzen.


          Elektronische Kriegsführung wird wahrscheinlich bei allen Truppenteilen äußerst wichtig sein (sofern sie es wie bei der Marine und Luftwaffe) nicht heute schon ist.
          Ich möchte im Schlaf sterben wie mein Großvater, nicht schreiend und heulend wie sein Beifahrer im Wagen. - Will Shriner

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          • #6
            Was Panzer angeht, wird sich die derzeit laufende Entwicklung fortsetzen.

            Für sog. "Low Intensitiy Conflicts" werden leichtere Panzerfahrzeuge wie IFVs benötigt, die durch mit leichten Panzerkanonen ausgerüstete Fahrzeuge, sogenannte MGSs (Mobile Gun System) unterstützt werden.
            Panzerschutz wird gegen Minen, Hohlladungen und IED, insbesondere Projektilbildende Ladungen (EFP) optimiert sein.
            Der Schutz gegen Wuchtgeschosse wird - zumal auf diesem Gewichtsnivo sowieso nicht realisierbar - in den Hintergrund treten.
            Die Berdohung durch Kampfpanzer darf jedoch nicht verneint wrderden. Besonders ältere russische Kampfpanzer wie der T54/55 oder T-72 sind in derzeitigen und absehbaren Kriesenregionen oft in grosser Zahl einsatzbereit.
            Diese Kpz, wenn auch nicht auf de selben Stand wie ein Leopard 2A6, sind mehr als ausreichend bewaffnet und geschützt um selbst modernste IFVs (Infantry Fighting Vehicle (Kampfschützenpanzer)) nach Belieben zu vernichten.

            Kampfpanzer werden sowohl zur Infanterieunterstützung als auch in ihrer klassischen Rolle als Panzervernichter weiterhin gebraucht werden.
            Gerade im Hinblick auf das mögliche Wiederaufflammen des kalten Krieges mit einem wieder zunehmend nationalistisch und agressiver auftretenden Russland wird dieser Aspekt der Panzerwaffe wieder mehr Aufmerksamkeit erfahren.
            Die derzeitigen westlichen Kampfpanzer (Abrams, Leopard 2, Challenger 2) nähren sich dem Ende ihrer Aufwuchsfähigkeit.
            Für die nächste Generation Kampfpanzer wird wohl kein Weg an der Entwicklung der 140mm Glattrohrkanone vorbei führen, da die 120mm mit ihrer Durchschlagskraft an die Grenzen des machbaren stösst.
            Das wird die westlichen Armeen auch dazu zwingen endlich ihre heilige Kuh des manuellen Ladens zu schlachten.
            In Anbetracht des Gewichts der 140mm Munition wird kein Weg mehr am Autolader vorbei führen.
            Was den Panzerschutz angeht, weiss ich nicht was noch zu machen ist.
            Ein wirkungsvoller balistischer Schutz vor 140mm KE Munition wird wohl kaum realisierbar sein.
            Bereits jetzt stossen westliche Kampfpanzer gewichtsmässig an die Grenzen des erträglichen.

            Evt. wird sich die Panzerentwicklung hier in zwei Bereiche gablen:
            Zum einen einen mittelschweren Kampfpanzer zur Untersützung der Infanterie und zum anderen einen dezidierten Panzerzerstörer zur Panzerbekämpfung.
            Dieser würde vermutlich mit der oben erwähnten 140mm Kanone als Scheitelgeschütz ausgeführt werden.
            Durch die geringe Trefferfläche des Panzerzerstörers mit Scheitelgeschütz in "Hull Down" Position könnte der Panzerschutz massiv reduzuiert werden.

            Es ist natürlich genau so möglich, dass die westlichen Armeen weiterhin nach der Eierlegenden Wollmilchsau verlangen werden.
            Dabei wird jedoch mit einem Fahrzeug zu rechnen sein, dessen Kampfgewicht sich 70 Tonnen nähert.
            Zu viel für die meisten Brücken und unbefestigten Böden.
            Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

            - Florance Ambrose

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            • #7
              Ich empfehle dir die DVD "Future War". Die deckt sogar deinen Zeitraum ab:

              http://www.amazon.de/Future-War-Krie...rds=Future+War
              "En trollmand! Den har en trollmand!"

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              • #8
                Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
                Über eins der verlinkten Themen. Die Wahrscheinlichkeit für einen großen konventionellen Krieg und damit Panzerschlachten wird dort mehrfach als rückläufig angesehen.
                Ok, ja das könnte sicher ein Ansatz sein, aber gut wir wissen ja noch nicht was uns der Bereich in der näheren Zukunft bringend wird wie HMS Fearless schreibt, könnte ja durchaus wieder ein grösserer Konflikt zwischen grossen Industrienationen passieren, was dann die Entwicklung wieder richtung Panzer treiben könnte. Aber das jetzt wirklich nur Spekulation.

                Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
                Statt beim Geschütz selbst würde ich eher im Bereich Munition mit einem Sprung nach vorne rechnen.
                So irgendwie könnte ich mir das auch eher vorstellen, auf Wiki habe ich gelesen, dass die Panzerkanone seit ihrer "Erfindung" eigentlich keine grossen Sprünge gemacht hat, darum nehme ich an das wird sich auch nicht gross ändern.

                Zitat von Schlachti Beitrag anzeigen
                Panzerkanonen und vielleicht auch Infanteriewaffen werden bis 2060 wahrscheinlich auf der ETC-Technologie basieren.
                Dieser Punkt muss ich mal genauer Studieren ich bin erst gestern beim lesen des FCS-Programms darüber gestolpert und muss gestehen, habe davor noch gar nichts davon gehört.


                Zitat von Schlachti Beitrag anzeigen
                Infanteriewaffen werden wahrscheinlich das Zielen mittels Computerunterstüzung erleichtern. Bei der Munition gehe ich allgemein von hülsenlosen Geschossen (kleiner leichter -> mehr Munition pro Magazin)aus.
                Was denkst du hier über Airburstmunition? Wird eher kommen oder nicht? Zu gelenkter Muni habe ich auch mal gelesen man gehe momentan wieder eher zur normalen zurück in der Entwicklung und versucht so wie du schreibst die Verbesserungen bei der Hülsenlosen Muni zu finden.

                Zu dem Thema Elektronik bei der Infanterie: Was denkst du wäre es technisch realisierbar Nachtsichtgeräte nur noch über eine Brille einzublenden via Miniatur wärmebildkameras im Helm? Oder würde man gar Daten direkt auf die Netzhaut projizieren?

                Bei Drohnen wären wahrscheinlich NAVs denkbar in Vogel oder gar Insektengrösse für den einzelnen Infanteristen, könnte ich mir vorstellen.

                Wie steht ihr zum Thema optischer Tarnung? Mikrowellen? nanonfasern? gar nicht? wobei man immer bedenken muss, dass ja theoretisch der GANZE körper inkl Waffe abgedeckt werden müssten. Wäre wahrscheinlich einfacher bei Fahrzeugen realisierbar.
                Das mit Panzerung gegen Hard/Softkill habe ich auch etwas so gedacht. Und zum Thema schutzwesten fällt mir gerade das Thema Liquid Armor ein.
                Laserwaffen als CIWS sehe ich sehr realistisch zumal auf Schiffen auch kein Energiemangel herrschen sollte.


                Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigen
                Ich empfehle dir die DVD "Future War". Die deckt sogar deinen Zeitraum ab:

                Future War - Krieg der Zukunft: Amazon.de: Filme & TV
                Liefen die nicht mal im TV, ich habe das gefühl hätte schon einmal die eine oder andere Folge gesehen, dort kam etwas über Liquid Armor und optische Tarnung. Glaube ich zumindest

                Danke Leute, hier kommt echt guter Input!
                Mal noch ein weiteres Thema was bisher etwas aussenvor gelassen worden ist: Luftkampf. Was wird sich dort alles ändern, was denkt ihr?

                Gruss

                - - - Aktualisiert - - -

                Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
                Das wird die westlichen Armeen auch dazu zwingen endlich ihre heilige Kuh des manuellen Ladens zu schlachten.
                In Anbetracht des Gewichts der 140mm Munition wird kein Weg mehr am Autolader vorbei führen.
                ...
                Bereits jetzt stossen westliche Kampfpanzer gewichtsmässig an die Grenzen des erträglichen.
                Da gebe ich dir recht! Aber immerhin die Franzosen benutzten das ja schon, wenigstens einer der westlichen Staaten :P
                Zum zweiten: ich denke das wird so in die Richtung wie von schlachti beschrieben gehen.
                »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
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                • #9
                  Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
                  Wie steht ihr zum Thema optischer Tarnung? Mikrowellen? nanonfasern? gar nicht? wobei man immer bedenken muss, dass ja theoretisch der GANZE körper inkl Waffe abgedeckt werden müssten. Wäre wahrscheinlich einfacher bei Fahrzeugen realisierbar.
                  Physikalisch wäre es zumindest möglich, entsprechende Pioniermeldungen gab es ja schon. Schwachpunkte einer solchen Tarnungen wären unter anderen die eigenen optischen Sensoren/Kameras/Augen: Entweder man ist unsichtbar und blind, oder die eigenen Augen sind sichtbar. Auch müsste man die Tarnung vorübergehend beiseite schieben können, um die Geschütze abzufeuern.

                  Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
                  Mal noch ein weiteres Thema was bisher etwas aussenvor gelassen worden ist: Luftkampf. Was wird sich dort alles ändern, was denkt ihr?
                  "Klassischer" Luftkampf ist heute schon die Ausnahme. Mit heutiger Technik schlägt die Rakete ein, lange bevor das gegnerische Flugzeug überhaupt sichtbar wird.

                  Was noch ausbaufähig ist, sind orbitale Kampfstationen. Diese könnten mit ihren Lasern feindliche Geschwader lange vor Erreichen des Zielgebietes dezimieren.
                  "En trollmand! Den har en trollmand!"

                  Kommentar


                  • #10
                    @SciFi-Fuchs: Richtung Panzer und wie die sich entwickeln können, kann ich Dir das BOLO-Universum von Keith Laumer empfehlen. David Weber hat dazu in seinem Buch BOLO! einen Essay über die "Geschichte" der BOLOs geschrieben ... der zwar (blöderweise) genau die Zeit, auf die es Dir ankommt, ausspart - aber immerhin die Zeit 40 Jahre davor und 60 Jahre danach beleuchtet. Möglicherweise kannst Du ja daraus was für Dich Passendes destillieren?

                    Ups, ich seh grad - das Buch ist gar nicht in der Baee Free Library - aber Du findest es auch auf den Images der Free-Library-CDs, die Du u.a. hier herunterladen kannst (dort z.B. auf den CDs "Hell hath no Fury" oder "Mission of Honor")
                    Depend upon it, sir, when a man knows he is to be hanged in a fortnight, it concentrates his mind wonderfully.
                    (Dr. Samuel Johnson)

                    Main problem with troubleshooting is: trouble shoots back (Quelle: Google+)

                    Kommentar


                    • #11
                      Nun es wire wohl gar nicht so SCifihaft werden wie man es erwartet. Wie schon beschrieben ist es auch abhängig von der Form der Konflikte die in der Zeit auftreten.


                      Panzer dürften ähnlich wie Heute agieren, Railguns, Laserkanonen (Später) sind da nicht vorhandern. Anderes Kaliber, neue Munition, mehr Automatisierung (Besatzungvon 2 statt 3 oder 4?) und aktive Abwehrsysteme. Ein bischen wie dei tollen Filmchen des Futuer Combat Systems.

                      Drohnen sowohl autonom und Ferngesteuert dürften eine recht gute Nummer sein. Der Trend dürfte eher in richtung Kleiner als Gigantismus gehen.

                      Letzendlich wird auch noch RAketen und Luftabwehr gepuscht durch das tatsächlich eVerwenden von Laserwaffen im größeren Stil.

                      - - - Aktualisiert - - -

                      Google dazu doch am besten Mal PL01 Concept (der neue polnische Stealthpanzer, 600 Stück geordert bei BAE), Armata (Putins neues Panzerprojekt) oder den schwedischen CV-90 (Multifunktionspanzer, Basis für den PL01, auch BAE). Die werden mit Sicherheit nicht in 20-30 Jahren von einer vollständig neuen Generation abgelöst, dafür sind die Auftragsvolumen zu hoch

                      äh doch, und nein Polen baut keinen Stealthpanzer, die Russen haben schon seit ewigkeiten Panzerprojekte am Laufen, endet meistens bei der akutellen Version eines T 80

                      Und CV90 von SChweden sind einfache Schützenpanzer, und wie viele Fahrzeugfamlien eben mit vielen Anwendungsmöglichkeiten.

                      Stealth und Anrieb dürften die hauptänderungen sein. Leise Panzer sind immer gut.
                      Aber Stealth und Aufspürsensorik ist eben auch ein ewiger Wettkampf.

                      - - - Aktualisiert - - -

                      Für die nächste Generation Kampfpanzer wird wohl kein Weg an der Entwicklung der 140mm Glattrohrkanone vorbei führen, da die 120mm mit ihrer Durchschlagskraft an die Grenzen des machbaren stösst.
                      Das wird die westlichen Armeen auch dazu zwingen endlich ihre heilige Kuh des manuellen Ladens zu schlachten.
                      Ich lgaube das auf 120 Mm Noch so einiges Möglich ist, Gerade wenn man davon ausgehe das die Munition selbst gesteuert wird. Denn bevor Die Panzerkanonen relevant wachsen müsste die Panzerung entgegenwirkung. Ob gegen Hard und sofkill ein höheres Kaliber hilft sei dahingestellt. Ich tippe eher auf Intiligente Munition, was den Panzer gegenüber der Artillirie zurückstufen dürfte. Autolader sind ne feine Idee, sind meiner Meinung nach aber nur beim Leclerc anständig umgsetzt. Tatsache bei den RUssischen Modellen. Schussfrequenz/Fehleranäflligkeit geringer /höher und ein Panzer dieser Bauart war immer Totalverlust weil die Muniton im Autolader direkt im Kampfraum war.


                      Was den Panzerschutz angeht, weiss ich nicht was noch zu machen ist.
                      Ein wirkungsvoller balistischer Schutz vor 140mm KE Munition wird wohl kaum realisierbar sein.
                      Bereits jetzt stossen westliche Kampfpanzer gewichtsmässig an die Grenzen des erträglichen
                      geht so, waren schon schwerer als im 70 80 Tonnen Bereich.

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                      • #12
                        Zitat von Feydaykin Beitrag anzeigen
                        geht so, waren schon schwerer als im 70 80 Tonnen Bereich.
                        Für Panzer limitierend ist unter anderem die Tragfähigkeit von Brücken. Der deutsche Panzer "Maus" wog 180 Tonnen, aber es gab in ganz Europa keine einzige Brücke (mehr), die er hätte überqueren können.
                        "En trollmand! Den har en trollmand!"

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                        • #13
                          Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigen
                          Für Panzer limitierend ist unter anderem die Tragfähigkeit von Brücken. Der deutsche Panzer "Maus" wog 180 Tonnen, aber es gab in ganz Europa keine einzige Brücke (mehr), die er hätte überqueren können.
                          Nicht ohne Grund wurden nur 2 gebaut aus Hitlers Größenwahn heraus. Sowieso zeigen die Beispiele aus dem 3. Reich wohin sinnloser Gigantismus von nicht-Fachleuten führt den hier im Forum so viele Fanboys postulieren Zu schwere und langsame Panzer, Riesen Eisenbahngeschütze die nur 18 mal am Tag feuern und tausende Männer an Besatzung und Infrastruktur brauchen....
                          You should have known the price of evil -And it hurts to know that you belong here - No one to call, everybody to fear
                          Your tragic fate is looking so clear - It's your fuckin' nightmare

                          Now look at the world and see how the humans bleed, As I sit up here and wonder 'bout how you sold your mind, body and soul
                          >>Hades Kriegsschiff ist gelandet<<

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                          • #14
                            Zitat von Hades Beitrag anzeigen
                            Sowieso zeigen die Beispiele aus dem 3. Reich wohin sinnloser Gigantismus von nicht-Fachleuten führt
                            1. Hitler hat die Maus nicht konstruiert
                            2. Aus heutiger Sicht mag einiges Sinnlos erscheinen, damals war es das nicht
                            3. Auch die Allierten hatten ihre "Gigantismus"-Projekte, T-28(US), Tallboy, TOG I/II, Manhatten-Projekt, ect.
                            Selbst die Idee zum 1000t Landschlachtschiff kam von der britischen Admiralität und im 1.WK hatten die Briten schon ein 100t-Panzer in planung

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                            • #15
                              Viele dieser Konzepte waren auch aus damaliger Sicht mehr als fragwürdig.
                              Und es waren oft die Deutschen Konstrukteure, die den Vogel abschossen.
                              "Was, unser Tiger hat sich als technisch zu aufwändig, störungsanfällig, zu schwer und untermotorisiert erwiesen? Was machen wir jetzt? Ach ich weiss: Wir bauen einen Tiger II, der noch aufwändiger, noch schwerer und noch untermotorisierter ist und noch mehr kaum noch verfügbaren Treibstoff verschwendet!"

                              Sicher hatten auch andere Nationen solche Projekte (und in WoT kann man sie sogar fahren), aber die meisten kamen berechtigter Weise nie vom Reissbrett weg.
                              Im Zweiten Weltkrieg lernte man wichtige Lektionen zum Thema Panzerbau (möglichst leicht, simpel, gut motorisiert und mit möglichst geringem spezivischen Bodendruck). Und wenn immer ein Konstrukteur von diesen Maximen Abwich, ging es in die Hose (heute sieht es etwas anders aus, aber die technischen Voraussetzungen sind andere).
                              Nicht ohne Grund waren es die mittleren Panzer (Pz IV, Sherman, T-34) welche oft entscheidend waren, nicht die grossen Werbeträger der Propaganda, welche meistens durch ihr eigenes Gewicht neutralisiert wurden.
                              Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                              - Florance Ambrose

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