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Postapokalyptische High Tech Fraktionen - wie realistisch sind sie ?

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  • Postapokalyptische High Tech Fraktionen - wie realistisch sind sie ?

    Wer so manche Postapokalyptische fiction kennt vielleicht das manch mal eine kleine Fraktionen dank hochtechnologie vorteil hat gegen über den anderen .( ein beispiel für eine solche Fraktion ist die Enklave aus Fallout 2 ).
    Nun aber frage ich mich wie können solche fraktionen mit so wenig personal überhaupt ihr technologie level halten ?
    Selbst mit dem einsatz von Robotern , 3D drucker und wartungs armen Maschienen wird man noch menschen brauchen die diese systeme reparieren ( oder roboter die so hoch entwickelt sind das sie das auch können ) . Also müssten diese fraktionen schnell expandieren um ihr technologisches level zu halten (wegen fertigungs ketten ) . Und wie viele Menschen braucht eine modere Geselschaft fürs zum überleben ?

  • #2
    Nun, ich würde sagen, das hängt doch ganz von den Maschinen und den Fähigkeiten der Menschen ab?
    Ohne zu wissen, welche konkrete Szenerie du dir vorstellst, läßt sich das kaum beantworten.
    (Fallout kenne ich nicht, mußte selbst erst danach googln)

    Aber ich kann mir schon vorstellen, daß unter günstigen Bedingungen (innerhalb der Postapokalypse) sich auch eine kleine, isolierte Gesellschaft stabilisieren kann. Hängt halt auch davon ab, wo zB Ersatzteile und Nahrung herkommen könnten.

    Übrigens: Wartungsarme oder gar -freie Maschinen würde ich sogar eher als Nachteil sehen, weil dadurch das technische Wissen verloren gehen kann.
    .

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    • #3
      Eigentlich recht einfach mit dem Technologie level. Wer sich die Technologie zuerst sichert hat den Vorteil. An ersatzteile kann man auch gut kommen da man Bessere ausrüstung hat als andere und sich so von denen die Sachen einfach nehmen kann. Das einzige was man noch braucht ist vlt jemand der die Technologie ganz versteht und nicht nur Benutzen kann.

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      • #4
        Ich vermute, das würde nach demselben Prinzip funktionieren wie einst bei der Roten Armee: von vier Panzern ist einer fahrbereit, die anderen drei sind die Ersatzteillager. Von daher wäre auch bei solchen Restzivilisationen ein Ende absehbar. Irgendwann versagen die Teile, die sie nicht selber herstellen können.
        "En trollmand! Den har en trollmand!"

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        • #5
          Ein paar weitere Beispiele wären nett, um sich Gedanken um deren Realitätsgrad machen zu können. Mir fallen da spontan nur die Prescients aus Mitchells "Der Wolkenatlas" ein. Da diese aber letztendlich alle an einer Seuche sterben, stellen sie kein sondlich gutes Beispiel dar.
          I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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          • #6
            Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigen
            Ich vermute, das würde nach demselben Prinzip funktionieren wie einst bei der Roten Armee: von vier Panzern ist einer fahrbereit, die anderen drei sind die Ersatzteillager. Von daher wäre auch bei solchen Restzivilisationen ein Ende absehbar. Irgendwann versagen die Teile, die sie nicht selber herstellen können.
            Die Sowjetunion passt aber nicht ins Bild einer Kleinstfraktion des OP.

            Zum Szenario: Die anderen Fraktion müssen erstmal die Fähigkeit besitzen Technologie zu entwickeln. Dürfte vielen Fraktionen in einer Postapokalpyse allein aufgrund mangelnder Ressourcen möglich sein sich technologisch weiter zu entwickeln.

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            • #7
              Zitat von Kalyrus Beitrag anzeigen
              Die Sowjetunion passt aber nicht ins Bild einer Kleinstfraktion des OP.
              Aber es passt zu einem Szenario, wo man außer aus anderen Fahrzeugen kaum Ersatzteile bekommen konnte.

              Zitat von Kalyrus Beitrag anzeigen
              Zum Szenario: Die anderen Fraktion müssen erstmal die Fähigkeit besitzen Technologie zu entwickeln. Dürfte vielen Fraktionen in einer Postapokalpyse allein aufgrund mangelnder Ressourcen möglich sein sich technologisch weiter zu entwickeln.
              Fehlt hier nicht das "nicht" vor "möglich"?

              Ich würde mal schätzen, dass für solch ein Szenario mindestens die Bevölkerungsgröße von Hamburg erforderlich wäre. Alleine wenn man sich anschaut, wie kompliziert der Bau von Fertigungsmaschinen oder auch Werkzeugmaschinen ist, wird man das kaum mit einer Handvoll Leuten schaffen können. Das erfordert Spezialisten. Die Hestellung von Mikrochips kann man ohne Reinsträume praktisch vergessen. Um solch einen Raum funktionsfähig zu halten, benötigt man viele komplexe Maschinen und fachkundiges Personal. Etc....

              Alternativ müsste man wohl auf einfachere Technik zurückgreifen, wie wir z.B. aus dem Ersten Weltkrieg kennen. In den Schiffen und Panzern der damaligen Zeit steckte noch viel Handarbeit und einfache Elektrik.
              Zuletzt geändert von Liopleurodon; 26.10.2013, 14:22.
              "En trollmand! Den har en trollmand!"

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              • #8
                kurz gesagt, es wäre nicht möglich da die Kette von Schraube zu Chip an zu vielen stellen unterbrochen ist.

                ist so wie mit dem beliebten Szenario das man in die Vergangenheit reist und sich dort mit hilfe persönlicher high tech ein imperium aufbaut....sorry ab da gibt es etwas was man technologisches gefälle nennt und dadurch könnte selbst Einstein in altertum vielleicht eine Klospülung erfinden und herstellen aber nicht viel mehr.

                Das fängt schon an mit Verfügbarkeit von Rohstoffen und ihre trennung nach abbau und geht fliessend über die Notwendigkeit reines zb Schraubenziehers zu dessen Herstellung aber wiederum eine Dreh/Fräsmaschine erforderlich ist etc cc.
                Wissen ist ein weiterer Faktor...wir wissen alle wie ein Auto zu fahren ist aber wer versteht die Konstruktion so das er sie selber bauen kann selbst wenn notwendige Maschinen und Rohstoffe da wären?

                Das alles trifft auch auf Resteverwerter nach der Apokalypse.
                Man kommt eine (eher kurze) weile mit dem was man so findet, solcher Ersatzteile verfallen aber recht schnell, das Wissen nimmt gleichzetig ab und schon bald hat man nix mehr was über das Level eines Schmieds hinausgeht.

                Ich setz mal die Bevölkerungs eines grossen Landes wie zb Deutschland als untergrenze ein und da kann keine reden mehr von kleinen abgeschlossenen Gesellschaften sein.

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                • #9
                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Ein paar weitere Beispiele wären nett, um sich Gedanken um deren Realitätsgrad machen zu können..
                  Händler
                  aus
                  Charles Sheffield
                  Die Welt der Handelsfahrer
                  http://www.fictionfantasy.de/die-welt-der-handelsfahrer

                  Domäne von Skyholm
                  Normen (Northwest Union)

                  aus
                  Poul Anderson
                  Orion wird sich erheben
                  Orion Shall Rise - Wikipedia, the free encyclopedia

                  Rebellen
                  in
                  Fred Saberhagen
                  Das Reich des Ostens
                  http://en.wikipedia.org/wiki/Empire_of_the_East_series

                  Weitere Beispiele
                  Suche: Verbotene Technik und Rückkehr ins Mittelalter - SF-Netzwerk
                  SF-Forum ? Thema anzeigen - Suche Buch zu speziellem Endzeitthema
                  Zuletzt geändert von Niven; 26.10.2013, 23:56.

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                  • #10
                    Zitat von lordhasen Beitrag anzeigen
                    Wer so manche Postapokalyptische fiction kennt vielleicht das manch mal eine kleine Fraktionen dank hochtechnologie vorteil hat gegen über den anderen .( ein beispiel für eine solche Fraktion ist die Enklave aus Fallout 2 ).
                    Nun aber frage ich mich wie können solche fraktionen mit so wenig personal überhaupt ihr technologie level halten ?
                    Selbst mit dem einsatz von Robotern , 3D drucker und wartungs armen Maschienen wird man noch menschen brauchen die diese systeme reparieren ( oder roboter die so hoch entwickelt sind das sie das auch können ) . Also müssten diese fraktionen schnell expandieren um ihr technologisches level zu halten (wegen fertigungs ketten ) . Und wie viele Menschen braucht eine modere Geselschaft fürs zum überleben ?
                    So eine Gruppe wie die Enklave könnte nicht überleben. Rund 200 Jahre auf einer einsamen Plattform vor der Küste Kaliforniens? Ok, auch wenn diese Plattform sehr groß ist. Da reichen schon die Ressourcen nicht aus. Woher Nahrung nehmen? Vor allem während der ersten Jahre/Jahrzehnte nach dem Atomkrieg war die Strahlung ja enorm hoch (in Fallout). Zudem ist fraglich warum die Nachkommen der ersten Enklave-Generation überhaupt an dem ursprünglichen Plan, Old-Amerika zu restaurieren, festhalten. Der ist doch so gut wie gescheitert: Raumschiffe zerstört, Vault-Experimente gescheitert, dafür überall Mutanten, Bestien, Monster und Horden von bewaffneten Raidern.

                    Dasselbe Problem haben wohl alle kleinen, hochtechnisierten Fraktionen des postapokalyptischen Szenarios. Über lange Zeit würde es einfach einen Richtungsstreit geben, wohin sich die Fraktion entwickelt. Wenn dann noch mehrere Generationen vergeben, wird niemand an einstmals festgelegten Plänen von längst toten Leuten festhalten. Zudem wäre das auch dumm. Solange man noch einen Vorteil hat, sollte man den auch nutzen: Also das selbstgewählte Exil verlassen, expandieren und eine lebensfähige Gemeinschaft/Staat aufbauen.

                    Dazu käme das Ressourcen-Problem. Wenn es nur eine kleine Gemeinschaft ist, macht es wenig Sinn riesige Fuhrparks, Unmengen an Waffen/Rüstungen, usw, zu horten und einsatzbereit zu halten. Wozu? Damit man sie 200 Jahre später evtl. mal einsetzt? Das wäre Vergeudung und nach einem Atomkrieg gäbe es sicher auch genug nahe liegende Probleme die man lösen müsste.

                    Aber in Fallout ist die Enklave nur der Bösewicht der mächtig aufs Dach kriegt. Die Stählerne Bruderschaft wird da schon besser dargestellt. Die expandiert durchaus, es gibt immer mal wieder Streit, der auch zu Spaltungen führt. Und die Probleme einer Abkapselung von der Umwelt wird auch diskutiert. Ebenso ob die ursprünglichen Ziele überhaupt noch Sinn ergeben. Inzwischen verfolgen ja Teile der Bruderschaft ihre eigenen Ziele und haben sich den veränderten Gegebenheiten angepasst. Die Westküsten-Fraktion wurde von der RNK an die Wand gedrängt. Gerade in Fallout New Vegas wird dargestellt, was zwangsläufig aus der Bruderschaft wird, wenn sie sich nicht ändert: Sie wird untergehen.

                    Und das ist auch das nächste Problem einer kleinen Gemeinschaft die Hochtechnologie besitzt. In Fallout New Vegas wurde die Bruderschaft zum Ziel der RNK. Erstens wegen politischer Differenzen, aber auch, weil die RNK die Technologie der Bruderschaft haben wollte. Die zahlenmäßige Überlegenheit der RNK wirkte sich in dem Krieg voll aus. Dabei ist die RNK noch eine gemäßigte Fraktion mit der man verhandeln kann. Aber das Problem wird verdeutlicht: Wie soll eine kleine Gemeinschaft eine weitaus größere Gemeinschaft daran hindern sie einfach zu überrennen und ihr die Technologie wegzunehmen?
                    Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                    - Mencius

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