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SciFi-Klassiker, die besseren Filme?

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  • SciFi-Klassiker, die besseren Filme?

    Hallo alle zusammen, ich habe eine relativ große Sammlung an Scifi (insgesamt mehr als 500 Filme und Serien) aus allen Epochen des Films. In den letzten Jahren kann ich mich des Eindrucks nicht richtig erwehren, dass die im Kino gezeigten Filme den Klassikern gegenüber stark an Substanz verlieren.

    Sicherlich gibt es gute Filme, wie z.B. "Prometheus", oder die Iron Man- und Batman Trilogie. Andererseits werden wir mit Remakes und Superhelden-Filmen gerade zu überschwemmt, die auf mich oft doch recht ideenlos wirken und, so mein Eindruck, mehr dazu dienen CGI-Bombast-Feuerwerke zu zünden, als eine wirklich spannende Geschichte zu erzählen.

    Vor allem relativ gewaltfreie Filme in der Form eines "Der Tag an dem die Erde stilltand" oder "Gefahr aus dem Weltraum", "Metaluna 4 antwortet nicht", etc, gibt es eigentlich gar nicht mehr. Filme, die eine wirklich kluge Geschichte mit Hintegrund erzählen, wie "Der Omega Mann", oder "Soylent Green", oder auch der russische Klassiker "Begegnung im All", alles Klassiker, die auch zum nachdenken anregen sollen sind Fehlanzeige.

    Wenn es Remakes gibt, z.B. "Planet der Affen" und "Prevolution", "Judge Dredd"/"Dredd" oder auch "Total Recall", büßen sie oft gegenüber dem Original doch arg an Substanz ein und werden auf das Mindestmaß an Story reduziert. Zumindest ist das mein Empfinden.

    Wie seht Ihr das? Waren die Filme früher besser, oder einfach nur anders? Gibt es noch moderne SciFi Filme, die mit einer intelligenten Story zu unterhalten wissen, mit einer Geschichte, die vielleicht sogar aktuelle politische und soziale Themen aufgreift und sich traut, Kritik zu üben? Oder sind solche Filme heute eher die Ausnahme und alles zielt auf schnelle Action ab?

    Ich freue mich sehr auf Eure Antworten.

    Liebe Grüße
    Reinhard
    Mehr als 3 Jahre Greatscifi, mehr als 370 Berichte online. Danke für Eure Besuche, danke für dieses Forum! http://www.greatscifi.de/.

  • #2
    Ich brauche nur an die Zeitmaschine in der Version von 1960 zu denken.
    Laut wiki FSK12. Den Film sah ich damals noch in S/W und daher war ich höchstens 11. Farb-TV hatten wir erst, als ich fast 12 war.
    Mir stellen sich einfach die Haare hoch. Leider ist er für mich als Farbfilm "Verbrannt", weil es einfach nicht das selbe Gefühl ist. TOS sah ich auch S/W und in Farbe und erst recht remastered ist es gewöhnungsbedürftig.

    Die Filme der 50er bis 70er Jahre, die ich S/W sah sind natürlich für die eigene Lebenserfahrung prägend. Der damalige, aus heutiger Sicht, Purismus hat imho mehr Platz für Fantasie gelassen. Die Effekt-Flut ist zumindest für mich schlechter verdaubar.
    Dies mag für die ab den 80ern Geborenen anders sein, für die 2k-Generation erst recht.
    \\// Dup dor a´az Mubster
    TWR www.labrador-lord.de
    United Federation of Featherless
    SFF The 6th Year - to be continued

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    • #3
      Nein, Filme waren früher nicht besser, aber die Schlechten hat man inzwischen vergessen oder sie werden durch die Nostalgie-Brille glorifiziert. In 50 Jahren, wenn die 95 % der Filmlandschaft, die aus vergessenswerten Popcorn-Streifen, mäßigen Adaptionen oder blutleeren Fortsetzungen bestehen, vergessen sind, werden die übriggebliebenen Perlen sicher von einigen Filmfreunden und Nostalgikern als Beweis für die überlegene Kultur der 00'er und 10'er herangezogen werden.
      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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      • #4
        Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
        Nein, Filme waren früher nicht besser, aber die Schlechten hat man inzwischen vergessen oder sie werden durch die Nostalgie-Brille glorifiziert. In 50 Jahren, wenn die 95 % der Filmlandschaft, die aus vergessenswerten Popcorn-Streifen, mäßigen Adaptionen oder blutleeren Fortsetzungen bestehen, vergessen sind, werden die übriggebliebenen Perlen sicher von einigen Filmfreunden und Nostalgikern als Beweis für die überlegene Kultur der 00'er und 10'er herangezogen werden.
        Ich denke unsere Zukunft wird eine andere Form der Nostalgie hervorbringen.

        In Zeiten, in denen es max. 3 TV-Kanäle gab und die großen Blockbuster wirklich so gut wie jeden erreichten, haben sich dieFilme und Serien dieser Generation in eine Art kollektivem Gedächtnis eingebrannt.

        Die Landschaft heute ist viel zersplitterter. Abgesehen vielleicht von Herr der Ringe und Titanic dürfte es kaum Produktionen gegeben, die einfach jeder kennt.


        Ich persönlich habe den Eindruck, dass Kinofilme in der Tat an Qualität verlieren. Gleichzeitig aber aufwendige Pay-TV-Sendungen im Fernsehen eine neue Spitzenqualität erreichen. Pay-TV allerdings ist nie Massen-TV.

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        • #5
          Ich seh das ähnlich wie Newman. Ich könnte mich in den letzten 2 Jahren zumindest an keinen einzigen Blockbuster erinnern, der eine wirklich nachdenkenswerte Story mit sozialkritischen Elementen, ungewöhnlichen Settings oder individueller Kameraführung oder Schnitttechnik, Enden, mit denen der Zuschauer nicht rechnet etc. aufzuweisen hätte. Gerade in den letzten 10 Jahren lässt das SciFi Kino m.E. zumindest intellektuell stark nach, würde ich sagen. Das heisst aber nicht, dass es keine guten Filme mehr gäbe.
          Unterhaltsam sind die Blockbuster allemal. Aber ich erwarte bisweilen von einem Film mehr, als nur "Knall-Bumm-Peng".

          Andererseits bringen aktuelle Serien genau diesen Aspekt nicht selten mit ein. Die Sehgewohnheiten ändern sich natürlich, die heutigen Möglichkeiten sorgen gerade bei kleineren Sendern oft für richtig gute B-Produktionen, oder Firmen wie Dreamworks verlagern ihr Geschäft immer weiter in den TV-Sektor.

          Welche großen SciFi Filme zwischen 2010 und 2013 sind mehr, als ein grandioses Effekt-Feuerwerk? Welche (aber wirklich SciFi!) SciFi Filme, kommen in Punkto Story an Klassiker wie "Soylent Green", "Lautlos im Weltall", "2001-Odyssee im Weltraum" oder auch "Andromeda, tödlicher Staub aus dem All", oder "Solaris" von 1972 heran?

          Sicher werden auch einige heutige Filme zu Klassikern werden, wie etwa "Die Herr der Ringe". Aber das ist nunmal kein SciFi. Welche aktuelleren SciFi Movies werden denn Eurer Ansicht zu Klassikern der Zukunft?

          @KennerderEpisoden: welche Filme werden denn Deiner Meinung nach glorifiziert?
          Mehr als 3 Jahre Greatscifi, mehr als 370 Berichte online. Danke für Eure Besuche, danke für dieses Forum! http://www.greatscifi.de/.

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          • #6
            Zitat von newman Beitrag anzeigen
            Ich denke unsere Zukunft wird eine andere Form der Nostalgie hervorbringen.

            In Zeiten, in denen es max. 3 TV-Kanäle gab und die großen Blockbuster wirklich so gut wie jeden erreichten, haben sich die Filme und Serien dieser Generation in eine Art kollektivem Gedächtnis eingebrannt.
            Den Trend gibt es sicherlich. Deswegen die gewissenhaft gewählte Formulierung "Filmfreunde und Nostalgiker".

            Ich persönlich habe den Eindruck, dass Kinofilme in der Tat an Qualität verlieren. Gleichzeitig aber aufwendige Pay-TV-Sendungen im Fernsehen eine neue Spitzenqualität erreichen. Pay-TV allerdings ist nie Massen-TV.
            Zugegeben, Kinofilme entziehen sich dem Trend zunehmender Qualität, den es im Fernsehen zweifelsohne gibt (nicht nur im Pay-TV). Aber sind sie auch schlechter? Woran will man das festmachen, wenn man sich an die meisten Filme wieso nicht mehr erinnert.


            Zitat von GreatSciFi Beitrag anzeigen

            Welche großen SciFi Filme zwischen 2010 und 2013 sind mehr, als ein grandioses Effekt-Feuerwerk? Welche (aber wirklich SciFi!) SciFi Filme, kommen in Punkto Story an Klassiker wie "Soylent Green", "Lautlos im Weltall", "2001-Odyssee im Weltraum" oder auch "Andromeda, tödlicher Staub aus dem All", oder "Solaris" von 1972 heran
            Gegenfrage: Welche großen Filme der Jahre 1965-1967 bringen denn eine wirklich nachdenkenswerte Story mit sozialkritischen Elementen, ungewöhnlichen Settings und individueller Kameraführung oder Schnitttechnik mit?

            @KennerderEpisoden: welche Filme werden denn Deiner Meinung nach glorifiziert?
            Fast alle Alieninvasion oder Monsterfilme der 50'er und 60'er Jahre werden hauptsächlich aus Nostalgie geguckt und nicht weil sie so toll gewesen wären. Vieles fällt da auch unter die Kategoie "so schlecht, dass es gut ist".
            I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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            • #7
              Äh, davon hab ich reichlich genannt... versteh Deine Frage da nicht ganz. Und dass diese Filme die von mir genannten Kriterien erfüllen, ist in der Filmwelt wohl unbestritten. Die von mir genannten Filme gelten ja nicht grundlos als legendär und werden bis heute hoch gelobt.

              Filme aus etwas neuerer Zeit, die sowohl sozialkritisch, als auch actionlastig sind, wären etwa "Starship Troopers" und "Total Recall"(1990). Paul Verhoeven ist gerade wegen seiner Vermischung von (für die damalige Zeit) sehr brutalen Szenen mit eleganter Kameraführung und sozialkritsichen Elementen, wie etwa bissigen und schwarzhumorigen fiktiven Werbeeinblendungen, ein übrigens durchaus ungewöhnliches Stilmittel, berühmt geworden.

              Auch Deine Ansicht, dass fast alle Alieninvasion-Filme der 50er und 60er Jahre "hauptsächlich aus Nostalgie" geguckt werden, kann man so, glaube ich, nicht stehen lassen. Wir reden ja hier nicht, wie ich zumindest glaube, von B-Movies im allgemeinen, oder kann es sein, dass wir uns missverstehen?

              Filmleute wie George Pal, Robert Wise, Jack Arnold, Roger Corman oder Ray Harryhausen und Douglas Trumbull sind deshalb legendär, weil sie Wegweisendes geleistet haben. Dafür haben sie zahlreiche Oscars erhalten. Von ihnen stammen viele der Klassiker, über die wir hier sprechen. Diese Filme guckt "man" (wer ist überhaupt "man"), nicht nur aus nostalgischen Erwägungen, sondern weil sie auch heute noch funktionieren. Genau aus diesem Grund hat ein "Total Recall" 1990 eben sehr gute Kritiken, ein Remake von 2012 aber unterdurchschnittliche.

              Davon ab sind Filme natürlich immer Geschmackssache und es spielt immer eine emotionale Ebene mit rein. Doch ich fände es klasse, wenn Du etwas konkreter werden könntest. Welche Filme GENAU werden glorifizert und nur geguckt, weil sie eben alt sind?
              Zuletzt geändert von GreatSciFi; 26.01.2014, 14:53.
              Mehr als 3 Jahre Greatscifi, mehr als 370 Berichte online. Danke für Eure Besuche, danke für dieses Forum! http://www.greatscifi.de/.

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              • #8
                Ich sehe zwar gerne SciFi-Klassiker, aber ich finde nicht, das "früher alles besser" war. ^^

                Die Wahrnehmung täuscht da vielleicht auch etwas, weil man die wenigen guten Filme einfach besser in Erinnerung hat als all die B- und C-Movies, die es natürlich auch gab.

                Seit Mitte der 80er Jahre gibt es dann das Privatfernsehen und damit eine Zersplitterung des Medienkonsums, was mit dem Internet und mobilen Geräten noch verstärkt wurde.
                Deswegen gibt es wohl nur noch wenige "Klassiker" aus den späteren Jahren, die wirklich jeder kennt. Ein Beispiel wäre "Minority Report" der schon wegen seiner Thematik in letzter Zeit häufiger ins Bewusstsein gerufen wird.

                Science-Fiction ist von wenigen Ausnahmen (z. B. "Matrix" oder "Avatar") wieder in seiner Nische angekommen, wo es sich die Fans gemütlich machen.

                Wenn man mal die Liste der SF-Filme nach Jahrzehnten bei Wikipedia durchstöbert, sieht man, dass es in jeder Dekade außergewöhnliche Filme gegeben hat:
                Liste von Science-Fiction-Filmen ? Wikipedia
                "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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                • #9
                  Zitat von GreatSciFi Beitrag anzeigen
                  Äh, davon hab ich reichlich genannt... versteh Deine Frage da nicht ganz. Und dass diese Filme die von mir genannten Kriterien erfüllen, ist in der Filmwelt wohl unbestritten. Das Ende von Filmen wie "Der Omega Mann", "Lautlos im Weltall", "Odysse im Weltraum" u.a. gelten doch nicht grundlos als legendär.
                  "2001" und "Lautlos im Weltall" wären ehrlich gesagt ziemlich gute Schlafpillen, hätten sie nicht damals so gut den Zeitgeist getroffen. Den "Omega Mann" gucke ich immer mal wieder gerne, wobei es sich hier natürlich auch nicht um einen originalen Stoff, sondern eine Romanverfilmung handelt.

                  Wenn du gezielt nach Filmen aus einem willkürlichen 3 Jahresintervall fragst, ist es legitim im Gegenzug nach einer Aufzählung von Filmen aus einem anderen willkürlichen 3 Jahresintervall zu fragen, oder? Ich denke eher ihn Zeiträumen von Jahrzehnen und da fallen mir spontant ein knappes Dutzend SciFi-Filme ein, die mir sehr gut gefallen haben (Eternal Sunshine of the Spotless Mind, The Man from Earth, District 9, Moon, Children of Men, The Fountain, Idiocracy, V wie Vendetta, Cloud Atlas, Gravity).
                  I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                  • #10
                    @ Mondkalb: Da hast Du sicherlich recht. Gute Filme gibt es in jeder Dekade. Dennoch ist meiner Meinung gerade in den letzten Jahren im Kino eine klare Verschiebung hin zu Superhelden- und Remake-Filmen zu verzeichnen, die zwar unterhaltsam sind, aber doch einige Elemente vermissen lassen. Wenn ich mir meine Sammlung anschaue, die ich nach Jahrzehnten sotiert habe, erkenne ich eine klare Tendenz hin zum Effektfeuerwerk. Mich persönlich stört das doch erheblich und ich finde das schade, weil SciFi so viel mehr zu bieten hätte.

                    Das unser aller Lieblingsgenre wieder eine Nische geworden ist, haben wir den großen Firmen maßgeblich mitzuverdanken, die SciFi derzeit eher als Weltuntergangs- oder eben Superheldenszenario zu verstehen scheinen. Dass z.B. Space Opera immer noch die Massen begeistert zeigen ja gerade Filme wie Avatar oder Star Trek: Into Darkness. Doch nimm mal gerade INTO Darkness. Ich habe den Film in 3D und liebe es, ihn so zu gucken. Aber ist das wirklich noch Star Trek in dem Sinne, wie Gene Roddenberry es sich einst gedacht hat? Sicherlich nicht. Und findest Du das nicht auch ein wenig schade?

                    Ich bin natürlich auch nicht der Ansicht, dass SciFi immer gleich kulturell wertvoll sein muss. Doch die Filme, die sich eben wirklich mit der Thematik befassen, werden seltener. Aber ja, die Sehgewohnheiten haben sich vom Kino zum Fernsehen hin zur Zersplitterung desselben bis hin zum Internet verschoben, das ist mal klar.

                    @KennerderEpisoden: na das ist doch mal was konkretes . Ja da ist wirklich einiges gutes dabei. District 9 z.B., oder Moon, sind schon klasse, Cube nicht zu vergessen, Gravity mag ich von der Kameraführung her, auch Euroreport 2012. Wie Du sagst, es gibt immer mal gute Streifen. Viele von denen, die Du auffährst, gehören allerdings auch weniger zum Blockbuster Bereich". Wie wir schon festgestellt haben: die Sehgewohnheiten verschieben sich halt.

                    Aber das Du gerade "Lautlos im Weltraum" als Schlaftablette empfindest, kann ich nicht nachvollziehen. Das Spiel von Bruce Dern ist doch absolut grandios, die Endszene einfach nur rührend. Auch 2001 finde ich nach wie vor äußerst beeindruckend. Der Zeitgeist von Filmen wie "Lautlos..." sollte übrigens auch heute noch Gültigkeit haben...

                    Der Bereich der 50er Jahre ist nicht ganz so einfach, weil sich das Genre in diesem Jahrzehnt erst wirklich entwickelte, vielleicht passierte auch gerade deshalb so viel neues, wer weiß? Inzwischen ist natürlich auch einiges "ausgelutscht"
                    Zuletzt geändert von GreatSciFi; 26.01.2014, 15:25.
                    Mehr als 3 Jahre Greatscifi, mehr als 370 Berichte online. Danke für Eure Besuche, danke für dieses Forum! http://www.greatscifi.de/.

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                    • #11
                      Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
                      Ich brauche nur an die Zeitmaschine in der Version von 1960 zu denken.
                      Laut wiki FSK12. Den Film sah ich damals noch in S/W und daher war ich höchstens 11. Farb-TV hatten wir erst, als ich fast 12 war.
                      Mir stellen sich einfach die Haare hoch. Leider ist er für mich als Farbfilm "Verbrannt", weil es einfach nicht das selbe Gefühl ist. TOS sah ich auch S/W und in Farbe und erst recht remastered ist es gewöhnungsbedürftig.

                      Die Filme der 50er bis 70er Jahre, die ich S/W sah sind natürlich für die eigene Lebenserfahrung prägend. Der damalige, aus heutiger Sicht, Purismus hat imho mehr Platz für Fantasie gelassen. Die Effekt-Flut ist zumindest für mich schlechter verdaubar.
                      Dies mag für die ab den 80ern Geborenen anders sein, für die 2k-Generation erst recht.
                      Agree.
                      Ich sehe es (Jahrgang 66) in ganz ähnlicher Weise.
                      Was mir an den heutigen SF-Filmen (neben einer halbwegs intelligenten Story) am meisten fehlt, ist der "Sense of Wonder". Als die Filme der 50er und 60er Jahre entstanden, da war das eigene Sonnensystem noch... größer. Man wusste weniger vom Aufbau der Planeten, und keiner hatte zu der Zeit jemals die Oberfläche der Venus auf Fotos gesehen. Oder die äußeren Planeten.
                      Das überließ zwangsläufig viel mehr der Fantasie, als heutzutage...

                      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                      Nein, Filme waren früher nicht besser, aber die Schlechten hat man inzwischen vergessen oder sie werden durch die Nostalgie-Brille glorifiziert. In 50 Jahren, wenn die 95 % der Filmlandschaft, die aus vergessenswerten Popcorn-Streifen, mäßigen Adaptionen oder blutleeren Fortsetzungen bestehen, vergessen sind, werden die übriggebliebenen Perlen sicher von einigen Filmfreunden und Nostalgikern als Beweis für die überlegene Kultur der 00'er und 10'er herangezogen werden.
                      Diese Meinung kann ich so nicht ganz teilen.
                      Sicher: Es gibt Filme, die einen Nostalgie-Bonus bei mir haben - dazu gehören ganz sicher u.a. Episode-IV bis Episode-VI.

                      Eine "überlegene Kultur" erkenne ich in den Filmen der 00er bis 10er überhaupt nicht - ganz im Gegenteil: Die sind schnittechnisch und tricktechnisch zwar z.T. bestechend, aber die Story, und die zählt bei mir nun mal, bleibt bei allem Gedöhne und Techbabble zumeist vollends auf der Strecke. IMO mehr, als zwischen den 50er und 80er Jahren.

                      Für mich liegt der primäre Sinn der SF, auch in Filmen, darin, eine phantastische Geschichte zu erzählen (wider besseren Wissens, was das Schwerste überhaupt ist). Nicht darin mit innovativen Schnitten und Trickeffekten, die Story zu ersetzen.

                      Leider geht IMO zwischen 2000 bis heute der Trend genau da hin.
                      Es gibt Ausnahmen, aber die muss man, trotz mehr SF in den Kinos, leider mit der Lupe suchen.

                      Zitat von GreatSciFi Beitrag anzeigen
                      Ich seh das ähnlich wie Newman. Ich könnte mich in den letzten 2 Jahren zumindest an keinen einzigen Blockbuster erinnern, der eine wirklich nachdenkenswerte Story mit sozialkritischen Elementen, ungewöhnlichen Settings oder individueller Kameraführung oder Schnitttechnik, Enden, mit denen der Zuschauer nicht rechnet etc. aufzuweisen hätte. Gerade in den letzten 10 Jahren lässt das SciFi Kino m.E. zumindest intellektuell stark nach, würde ich sagen. Das heisst aber nicht, dass es keine guten Filme mehr gäbe.
                      Unterhaltsam sind die Blockbuster allemal. Aber ich erwarte bisweilen von einem Film mehr, als nur "Knall-Bumm-Peng".
                      Du sprichst mir voll aus der Seele.

                      Zitat von GreatSciFi Beitrag anzeigen
                      Andererseits bringen aktuelle Serien genau diesen Aspekt nicht selten mit ein. Die Sehgewohnheiten ändern sich natürlich, die heutigen Möglichkeiten sorgen gerade bei kleineren Sendern oft für richtig gute B-Produktionen, oder Firmen wie Dreamworks verlagern ihr Geschäft immer weiter in den TV-Sektor.

                      Welche großen SciFi Filme zwischen 2010 und 2013 sind mehr, als ein grandioses Effekt-Feuerwerk? Welche (aber wirklich SciFi!) SciFi Filme, kommen in Punkto Story an Klassiker wie "Soylent Green", "Lautlos im Weltall", "2001-Odyssee im Weltraum" oder auch "Andromeda, tödlicher Staub aus dem All", oder "Solaris" von 1972 heran?

                      Sicher werden auch einige heutige Filme zu Klassikern werden, wie etwa "Die Herr der Ringe". Aber das ist nunmal kein SciFi. Welche aktuelleren SciFi Movies werden denn Eurer Ansicht zu Klassikern der Zukunft?
                      Ich persönlich finde, dass die RIDDICK-Trilogie das Zeug dazu hat.
                      Avatar wohl ebenfalls - obwohl ich finde, dass die Story lediglich Pocahontas ins All verlagert. Da fehlten wirklich nur noch die grölenden Indianer.

                      Der letzte wirkliche Klassiker, den ich im Kino in Hinsicht auf SF sah, war: BLADE RUNNER.
                      So etwas wurde leider seitdem nicht wieder gedreht, obwohl I Robot dem schon recht nahe kam.

                      Zitat von GreatSciFi Beitrag anzeigen
                      Äh, davon hab ich reichlich genannt... versteh Deine Frage da nicht ganz. Und dass diese Filme die von mir genannten Kriterien erfüllen, ist in der Filmwelt wohl unbestritten. Das Ende von Filmen wie "Der Omega Mann", "Lautlos im Weltall", "Odysse im Weltraum" u.a. gelten doch nicht grundlos als legendär.
                      Ich persönlich würde da noch Klassiker, wie "Der jüngste Tag", "Formicula", "Tarantula", "Ein Riss in der Welt", "Krieg der Welten" und "Die phantastische Reise" mit erwähnen. Für diese Filme lasse ich so genannte Blockbuster der heutigen Zeit gerne sausen...

                      Zitat von GreatSciFi Beitrag anzeigen
                      Filme aus etwas neuerer Zeit, die sowohl sozialkritisch, als auch actionlastig sind, wären etwa "Starship Troopers" und "Total Recall"(1990). Paul Verhoeven ist gerade wegen seiner Vermischung von (für die damalige Zeit) sehr brutalen Szenen mit eleganter Kameraführung und sozialkritsichen Elementen, wie etwa bissigen und schwarzhumorigen fiktiven Werbeeinblendungen, ein übrigens durchaus ungewöhnliches Stilmittel, berühmt geworden.
                      Hier waren zwar die Bücher weitaus besser, aber die genannten Filme sind, als solche, schon über dem Durchschnitt.

                      Mein Fazit:
                      Ich denke, dass es tatsächlich einen Unterschied macht, ob man in den 60ern bis 70ern groß wurde, oder erst in den 80ern bis 90ern - mit einem jeweils anderen Zeitgeist.
                      Objektiv betrachtet möchte ich behaupten, dass in früheren Filmen weniger die screenfüllenden Tricks entscheidend waren, sondern eher die Story im Vordergrund stand.
                      Ich würde mir für zukünftige Filme einen Mix daraus wünschen - eben eine innovative Story, bei denen die SFX nicht zu kurz kommen müssen, aber eben auch nicht als Ersatz für eine Story herhalten. Dass es - zumindest in der Fantasy - geht, das hat der "Herr der Ringe" eindrucksvoll bewiesen.
                      Gelingt das in derselben Weise in der SF, dann könnte der SF-Film einen ungeahnten Aufschwung erleben. Und das ganz sicher nicht nur bei eingefleischten Fans des Genres...
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                      • #12
                        Dem gibt es nichts hinzuzufügen....
                        BTW: Babylon 5 ist für mich die beste SciFi Space Opera aller Zeiten, Star Trek Fan bin ich seit es zum ersten mal im ZDF lief...
                        Mehr als 3 Jahre Greatscifi, mehr als 370 Berichte online. Danke für Eure Besuche, danke für dieses Forum! http://www.greatscifi.de/.

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                        • #13
                          Stimme dem TE über weite Strecken zu. Nicht nur im SciFi-Bereich, auch in anderne Subgenres der Filmlandschaft. Gerade wenn du durch spezielle Threads klickst, findest du viele die ähnliche Aussagen tätigen. Es ist nun mal nicht von der Hand zu weisen, das der Großteil der Filme nur noch auf Grafik setzt und alles andere schändlich vernachlässigt. Mir persönlich reicht das für Filme auch nicht, zumal es all diese Filme austauschbar und sinnfrei macht. Ob du nun den Film über den einen Superhelden siehst, den anderen, oder halt eine SciFi, oder einen Möchtegern-Actionthriller, macht somit kaum noch einen Unterschied. Schlimmer noch, vielerorts wird soviel Tricktechnik eingesetzt, das es nicht mal mehr von der Farbsättigung und ähnlichem auch nur annähernd noch realistisch wirkt.

                          Von KennerDerEpisoden würde ich gerne mal ein paar SciFi-Perlen der letzten 10 Jahre genannt sehen. Ich brauche da nicht mal die Finger einer Hand, wenn ich versuche welche aufzuzählen. Gab wohl ein paar Filme die eine nette Idee aufgriffen, aber sich dann im Verlauf verzettelten.

                          Mondkalb, diese Wikipedialiste ist ziemlich unscharf getrennt. Da tauchen viele Filme auf die hier im Forum nicht als SciFi-Filme durchgehen würden. Zum Beispiel sind dort pauschal alle Comicsuperheldenfilme reingeschmissen worden, da habe ich hier auch schon die ein oder andere Diskussion gesehen.

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                          • #14
                            Ein paar gute Filme hat KennerderEpisoden schon genannt. District 9 hätte für mich durchaus das Zeug zu einem Klassiker. V- wie Vendetta mit seiner Dystopie ist ebenfalls in allen Belangen ein toller Film, wie ich finde.

                            Einige Filme, die hier noch gar nicht genannt wurden, glaube ich: Gefahr aus dem Weltraum, einer der ersten 3D SciFi Filme überhaupt, Things To Come, Logan's Run, Destination Moon, das Original von "Dorf der Verdammten". Aus der Sowjetunion: Der Himmel ruft, Begegnung im All, Der schweigende Stern, Die unglaubliche Geschichte des Mr. C., Der Unsichtbare...
                            Mehr als 3 Jahre Greatscifi, mehr als 370 Berichte online. Danke für Eure Besuche, danke für dieses Forum! http://www.greatscifi.de/.

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                            • #15
                              In den letzten Jahren gab es doch abseits der Blockbuster etliche gute Filme, darunter sogar welche, die ein Weltraum-Setting hatten wie "Cargo", "Moon" oder "Pandorum" und ganz aktuell "Elysium" (zugegeben, schwaches Drehbuch) und "Oblivion".
                              "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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