Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

ideale Zeitrechnung in SciFi

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • ideale Zeitrechnung in SciFi

    Ich schlag mich schon ein Weilchen mit der Frage herum, welche Zeitrechnung (also jahr und Datum) aus erzählerischer Sicht für SciFi wohl am besten aber trotzdem noch genug Realismus mit bringt. Wie könnte die Aussehen bzw. gibt es die überhaupt?

    Zwei Bsp um mein Problem genauer zu erläutern:

    Zeitrechnung in Star Trek: hauptsächlich über die Sternzeit
    + universell anwendbar
    + IMO realistisch
    - für den Zuschauer/Leser schwer bis gar nicht nachvollziehbar (Nutzen somit = reine Ausschmückung)

    Zeitrechnung Honorverse: realistisch mit eigener Zeitrechnung je System bzw Planet zusaätzlich gibt es die T-Standartzeit (T von Terra)
    + realistisch
    - dauerndes umrechnen (ist trotz Tabellen, für das Lesevergnügen zu anstrengend, es kommen zwar meist die Vergleich in der Geschichte vor aber andauernd zu lesen " XY jahre, das entspricht UV T-jahren" usw ist auch etwas mühsam)

    So nun seit ihr gefragt, ich wäre interessiert daran, was eure Ideen, Vorschläge dafür wären bzw. am zusammen Tragen von Zeitrechnungen aus allen möglichen SciFi Universen.

    Ich hoffe da kommt etwas zusammen!
    »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
    »There is no doubt that creativity is the most important human resource of all. Without creativity, there would be no progress, and we would be forever repeating the same patterns.« - Edward de Bono

  • #2
    Hängt stark von deinem Szenario ab, eine allgemein gültige Lösung wird es hier nicht geben. Ein Habitat kann seinen Zyklus einem etablierten Standard angleichen, ein Planet wird wohl den lokalen Tages/Jahreszyklus bevorzugen. Und das umrechnen, sollte für eine raumfahrende Zivilisation nun wirklich kein Problem sein.
    Erzähltechnisch, kann ein Autor sich das aussuchen. Je nachdem wo die Handlungsschwerpunkte der Geschichte liegen, kann es sich auf eine Standartzeit konzentrieren, oder lokale Zeitrechnungen bevorzugen. Mir würde jetzt keine Geschichte einfallen, wo ich jemals das Bedürfnis hatte, Zeitangaben des Autors nachzurechnen. Falls man hier einen Zeitsprung zwischen zwei Handlungsorten macht, kann man das auch einfach am Anfang eines neuen Kapitels angeben. Den Leser mit Tabellen nachrechnen zu lassen ist einfach dämlich, Standartzeiten zu denen der Leser in der Geschichte keinen Bezug hat, allerdings auch.
    Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
    Dr. Sheldon Lee Cooper

    Kommentar


    • #3
      Mir fällt jetzt gerade keine Zeitrechnung aus ner anderen Serie ein, aber ich finde das bei StarTrek mit der Sternenzeit schon ziemlich sinnvoll gelöst, wobei ich die Details hier nicht kenne. Angenommen man kombiniert dass mit einer festen Formel für's umrechnen, dann hast du doch genau was du willst, oder nicht?
      Das mit den vielen Tabellen und so spart einem Wohl Rechenzeit, aber wäre im Prinzip doch das gleiche, oder nicht? Ist es dir beim lesen/sehen von SciFi so wichtig, den Zeitbezug zu unserer Realität aufzustellen? ^^ Ich denk mir immer, dass es eh in nem anderen Universum spielt und mit unserem deswegen garnicht vergleichbar ist.

      Kommentar


      • #4
        Im Endeffekt braucht jedes System und jeder Planet eine eigene Zeitrechnung - und am Ende auch jedes Schiff, weil es wegen Relativitätstheorie und so eh nicht anders geht.

        Kommentar


        • #5
          Machen wir uns nichts vor: Konsumentenfreundlich ist eigentlich nur unsere übliche Zeiteinteilung in Sekunde, Minute, Stunde, Tag, Jahr usw. Alles andere muss, wenn man unbedingt etwas Neues einführen möchte, immer in Relation dazu gestellt werden. Und zwar unter Umständen jedes Mal, wenn man diese "neue" Zeitrechnung benutzen möchte.
          Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

          Für alle, die Mathe mögen

          Kommentar


          • #6
            Zitat von Redphone Beitrag anzeigen
            Im Endeffekt braucht jedes System und jeder Planet eine eigene Zeitrechnung - und am Ende auch jedes Schiff, weil es wegen Relativitätstheorie und so eh nicht anders geht.
            du meinst wegen der relativistischen Zeitdilatation? Die Geschwindigkeiten der Relativbewegungen der Sterne unserer Galaxis liegen weit unterhalb der Lichtgeschwindigkeit, und führen daher nicht zu einem nennenswerten Zeitdilatationseffekt. Auch die gravitative Zeitdilatation wird auf typischen Planeten nicht besonders stark sein. Wenn man dann noch annimmt, dass Raumschiffe eine Fortbewegungsmethode nutzen, die ein Umgehen der Effekte der SRT ermöglicht (was zwingend erforderlich ist, wenn die Raumschiffe schneller als mit Lichtgeschwindigkeit fliegen können sollen), sollte auch auf Raumschiffen keine Zeitdilatation auftreten.

            Aber selbst wenn tatsächlich nicht zu vernachlässigende Zeitdilatationseffekte auftreten, so hindert einen das ja überhaupt nicht daran, eine interstellare Standardzeit zu definieren und die von der eigenen Borduhr angezeigte Zeit stets in diese umzurechnen.

            Kommentar


            • #7
              Zitat von Robater Beitrag anzeigen
              das bei StarTrek mit der Sternenzeit schon ziemlich sinnvoll gelöst
              Ich fand die ST Sternzeit immer sehr unbefriedigend, da leiert man eine Zahlenkombination herunter, mit welcher der Zuschauer selbst nichts anfangen kann. Erzählerisch ist das wertlos, dem Zuschauer fehlt hier ein Bezug zu diesen System, genauso gut hätte man sie weglassen können.
              Wenn man schon eine Zeitrechnung benutzt, dann so, das es dem Leser/Zuschauer etwas nützt. Ansonsten ist das nur Babble um die Handlung zu füllen, ein guter Erzähler sollte das eigentlich nicht nötig haben.
              Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
              Dr. Sheldon Lee Cooper

              Kommentar


              • #8
                Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                Erzähltechnisch, kann ein Autor sich das aussuchen. Je nachdem wo die Handlungsschwerpunkte der Geschichte liegen, kann es sich auf eine Standartzeit konzentrieren, oder lokale Zeitrechnungen bevorzugen. Mir würde jetzt keine Geschichte einfallen, wo ich jemals das Bedürfnis hatte, Zeitangaben des Autors nachzurechnen. Falls man hier einen Zeitsprung zwischen zwei Handlungsorten macht, kann man das auch einfach am Anfang eines neuen Kapitels angeben. Den Leser mit Tabellen nachrechnen zu lassen ist einfach dämlich, Standartzeiten zu denen der Leser in der Geschichte keinen Bezug hat, allerdings auch.
                Du triifst eigentlich ziemlich genau das was ich meine, jetzt würde mir nur noch fehlen, was ist deiner Meinung nach der sinnvollste Weg Verständlichkeit mit einer Prise Realismus zu würzen?

                Zitat von Robater Beitrag anzeigen
                Ist es dir beim lesen/sehen von SciFi so wichtig, den Zeitbezug zu unserer Realität aufzustellen? ^^ Ich denk mir immer, dass es eh in nem anderen Universum spielt und mit unserem deswegen garnicht vergleichbar ist.
                Jein, es geht grundsätzlich nicht darum es mit unserers Realität (ausserhalb der Fiktion) zu vergleichen sondern die zeit lesen zu können bzw. abschätzen zu können. btw wieso anderes Universum? wenn die Erde zb vorkommt hat man durchaus einen realen Bezug. oder meintest du das im Sinne von fiktives Universum?

                Zitat von Redphone Beitrag anzeigen
                Im Endeffekt braucht jedes System und jeder Planet eine eigene Zeitrechnung - und am Ende auch jedes Schiff, weil es wegen Relativitätstheorie und so eh nicht anders geht.
                Ob jetzt korrekt oder nicht ist egal, weil ich geschrieben habe aus erzählerischer Sicht

                Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                Machen wir uns nichts vor: Konsumentenfreundlich ist eigentlich nur unsere übliche Zeiteinteilung in Sekunde, Minute, Stunde, Tag, Jahr usw. Alles andere muss, wenn man unbedingt etwas Neues einführen möchte, immer in Relation dazu gestellt werden. Und zwar unter Umständen jedes Mal, wenn man diese "neue" Zeitrechnung benutzen möchte.
                Da gebe ich dir Recht, nur ist es halbwegs erklärbar weshalb man dann auf einem anderen Planeten Standard Jahr und Datum angibt?

                Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                Wenn man schon eine Zeitrechnung benutzt, dann so, das es dem Leser/Zuschauer etwas nützt. Ansonsten ist das nur Babble um die Handlung zu füllen, ein guter Erzähler sollte das eigentlich nicht nötig haben.
                Trifft es auf den Punkt.
                »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
                »There is no doubt that creativity is the most important human resource of all. Without creativity, there would be no progress, and we would be forever repeating the same patterns.« - Edward de Bono

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
                  Du triifst eigentlich ziemlich genau das was ich meine, jetzt würde mir nur noch fehlen, was ist deiner Meinung nach der sinnvollste Weg Verständlichkeit mit einer Prise Realismus zu würzen?
                  Das hängt ganz von dem Szenario der Geschichte ab. Ohne diese zu kennen, kann man dazu auch nichts raten. Allerdings würde ich grundsätzlich davon abraten, es ohne Notwendigkeit zu verkomplizieren.
                  Braucht deine Geschichte überhaupt eine Zeitangabe? Viele Geschichten kommen sehr gut ohne ständige Zeitangaben aus.
                  Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                  Dr. Sheldon Lee Cooper

                  Kommentar


                  • #10
                    In meinen ST-Fan-Fictions und auch für Babylon-6 nutze ich (beinahe zwangsläufig) die irdische Zeitrechnung - bei ST einen Mix aus Sternenzeit im Prolog, bzw. bei Log-Einträgen, und dem realen Datum in der Geschichte selbst. Die Sternenzeit muss hier dann also nicht zwangsläufig hochgerechnet werden - sie gibt der Geschichte lediglich etwas mehr TREK-Feeling.

                    Natürlich nutze ich auf Raumschiffen der Föderation gelegentlich auch Uhrzeiten. Durch das Anhängsel Standard (wie: 17:01 Uhr-Standard) lasse ich den Leser dabei wissen, dass es hier (ähnlich der NATO-Zulu-Zeit) um keine lokale Zeitzone geht, sondern um eine, innerhalb der gesamten Föderation, und auf jeder Station und jedem Raumschiff, gültige, übergeordnete Standardzeit.

                    Nutze ich eine lokale Zeiteinheit (z.B. ein andorianisches Zeitmaß meiner FF) so bediene ich mich eines kleinen Tricks: Ich lasse z.B. in BREAKABLE einen Andorianer sagen, dass es in einer bestimmten Anzahl von Unterzyklen, oder Mikrozyklen losgeht. An dem, was die Freunde dann innerhalb dieser Frist anstellen können, erkennt der Leser dann sehr schnell, dass ein Unterzyklus etwa um die zwei Minuten liegt, oder dass ein Mikrozyklus, in etwa, der auf der Erde gebräuchlichen Sekunde entsprechen muss.

                    Mehr braucht es nicht, denn das würde den Leser eh nur verwirren. Zumindest in einer Geschichte, die ein gewisses Tempo besitzt. Natürlich kann ich - zusätzlich - mal einstreuen, dass eine Figur, auf seinem Heimatplaneten, während des "Dritten Zyklus, der siebzehnten Phase der Erneuerung" geboren wurde - sofern in der Geschichte dann ersichtlich wird, dass dieser Moment (z.B.) etwa 47 Jahre zurückliegt. Da muss ich nicht weiter drauf eingehen und dem Leser eine komplette Zeitrechnung auf´s Auge drücken, die er sich eh nicht merken kann/will - es reicht dennoch aus um die Eigenständigkeit der lokalen Datum-Berechnung zu unterstreichen. Auch ohne Konfusion zu erzeugen.

                    Schreibt man hingegen einen Wälzer, der sich absolut nur mit einer fremden Spezies eines fremden Planeten befasst, ohne dass dabei Menschen und/oder die Erde in Erscheinung treten, dann kann man sich auf das Wagnis einlassen eine ganz eigenständige Zeitrechnung für eine solche Geschichte einzufügen. Wenn man den Leser während einer kompletten Geschichte langsam an eine solche abstrakte Zeitrechnung heranführt, ohne eine Notwendigkeit zu haben umrechnen zu müssen, dann kann das gut funktionieren.
                    Deutsches BABYLON5 Forum || STAR TREK - ICICLE || STAR TREK - BREAKABLE
                    Mein Fan-Fiction und Original-Fiction WIKI

                    STAR TREK EXPANDED - WIKI || SONS OF ANARCHY - WIKI || FAN-FICTION TOTAL || SPACE 2063 WIKI

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von hawk644 Beitrag anzeigen
                      In meinen ST-Fan-Fictions und auch für Babylon-6 nutze ich (beinahe zwangsläufig) die irdische Zeitrechnung - bei ST einen Mix aus Sternenzeit im Prolog, bzw. bei Log-Einträgen, und dem realen Datum in der Geschichte selbst. Die Sternenzeit muss hier dann also nicht zwangsläufig hochgerechnet werden - sie gibt der Geschichte lediglich etwas mehr TREK-Feeling.
                      Erstmal Sorry, dass ich nie auf deinen Post geantwortet habe, zuerst hatte ich keine Zeit, weil er so lange ist und dann habe ich ihn vergessen... Schande über mein Haupt

                      Zum Thema:
                      Wie machst du das dann mit dem Jahr/Datum genau? Gibst du dort eine Referenzzeit der Erde an oder wählst du ein lokales Datum? Also so ähnlich wie heute die Referenz zur GMT?

                      Zitat von hawk644 Beitrag anzeigen
                      Natürlich nutze ich auf Raumschiffen der Föderation gelegentlich auch Uhrzeiten. Durch das Anhängsel Standard (wie: 17:01 Uhr-Standard) lasse ich den Leser dabei wissen, dass es hier (ähnlich der NATO-Zulu-Zeit) um keine lokale Zeitzone geht, sondern um eine, innerhalb der gesamten Föderation, und auf jeder Station und jedem Raumschiff, gültige, übergeordnete Standardzeit.
                      Der Punkt ist für mich eigentlich recht schlüssig und einfach nachvollziehbar, es ist darum auch eher das Datum/Jahr was ich mir problematisch vorstelle.

                      Zitat von hawk644 Beitrag anzeigen
                      Mehr braucht es nicht, denn das würde den Leser eh nur verwirren. Zumindest in einer Geschichte, die ein gewisses Tempo besitzt. Natürlich kann ich - zusätzlich - mal einstreuen, dass eine Figur, auf seinem Heimatplaneten, während des "Dritten Zyklus, der siebzehnten Phase der Erneuerung" geboren wurde - sofern in der Geschichte dann ersichtlich wird, dass dieser Moment (z.B.) etwa 47 Jahre zurückliegt. Da muss ich nicht weiter drauf eingehen und dem Leser eine komplette Zeitrechnung auf´s Auge drücken, die er sich eh nicht merken kann/will - es reicht dennoch aus um die Eigenständigkeit der lokalen Datum-Berechnung zu unterstreichen. Auch ohne Konfusion zu erzeugen.
                      Mit dem Verwirren gebe ich dir Recht und das ist genau auch das was ich am Problematischsten halte, weil das es real eine Zeitrechnung geben würde ist wahrscheinlich jedem klar aber dort stellt sich dann eben die Frage, wo ist die Sinnvolle Balance aus erzählerischer Sicht. Meines Erachtens ist es nämlich sogar einfacher eine ganz neue Zeitrechnung zu hören, als andauernd mit Umrechnungen konfrontiert zu werden, wie du es ja auch schon schreibst.

                      Zitat von hawk644 Beitrag anzeigen
                      Schreibt man hingegen einen Wälzer, der sich absolut nur mit einer fremden Spezies eines fremden Planeten befasst, ohne dass dabei Menschen und/oder die Erde in Erscheinung treten, dann kann man sich auf das Wagnis einlassen eine ganz eigenständige Zeitrechnung für eine solche Geschichte einzufügen. Wenn man den Leser während einer kompletten Geschichte langsam an eine solche abstrakte Zeitrechnung heranführt, ohne eine Notwendigkeit zu haben umrechnen zu müssen, dann kann das gut funktionieren.
                      Das mit der eigenen Zeitrechnung gebe ich dir Recht, bei etwas à la Star Wars könnte ich mir das gut vorstellen, was aber tun, wenn auch die Erde erwähnt wird und dass auch regelmässig vorkommen würde?
                      »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
                      »There is no doubt that creativity is the most important human resource of all. Without creativity, there would be no progress, and we would be forever repeating the same patterns.« - Edward de Bono

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von hawk644 Beitrag anzeigen
                        Nutze ich eine lokale Zeiteinheit (z.B. ein andorianisches Zeitmaß meiner FF) so bediene ich mich eines kleinen Tricks: Ich lasse z.B. in BREAKABLE einen Andorianer sagen, dass es in einer bestimmten Anzahl von Unterzyklen, oder Mikrozyklen losgeht. An dem, was die Freunde dann innerhalb dieser Frist anstellen können, erkennt der Leser dann sehr schnell, dass ein Unterzyklus etwa um die zwei Minuten liegt, oder dass ein Mikrozyklus, in etwa, der auf der Erde gebräuchlichen Sekunde entsprechen muss.

                        [...]

                        Schreibt man hingegen einen Wälzer, der sich absolut nur mit einer fremden Spezies eines fremden Planeten befasst, ohne dass dabei Menschen und/oder die Erde in Erscheinung treten, dann kann man sich auf das Wagnis einlassen eine ganz eigenständige Zeitrechnung für eine solche Geschichte einzufügen. Wenn man den Leser während einer kompletten Geschichte langsam an eine solche abstrakte Zeitrechnung heranführt, ohne eine Notwendigkeit zu haben umrechnen zu müssen, dann kann das gut funktionieren.
                        Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
                        Das mit der eigenen Zeitrechnung gebe ich dir Recht, bei etwas à la Star Wars könnte ich mir das gut vorstellen
                        Es kommt allerdings darauf an, ob mit dieser eigenständigen Zeitrechnung gemeint ist, dass der Nullpunkt der Zeitrechnung, d.h. wann das Jahr 0 war, beliebig gewählt ist, ansonsten aber die irdischen Zeiteinheiten Jahre, Monate, Wochen, Tage, Stunden, Minuten, Sekunden verwendet werden (so wird das AFAIK in Star Wars gemacht, besonders im EU mit der VSY-Zeitrechnung, aber stellenweise auch in den Trilogien, in Ep. II spricht Count Dooku davon, dass seit 10 Jahren der Senat von einem Sith-Lord beherrscht wird, in Ep. V erzählt Yoda, dass er 900 Jahre alt ist).

                        Oder aber ob damit gemeint ist, dass ähnlich wie bei den Andorianern ein eigenes Einheitensystem verwendet wird. Ich denke, das würde letztlich immer darauf hinauslaufen, dass der Leser/Zuschauer versuchen wird, in reale Zeiteinheiten umzurechnen. Mir fällt das spontan die alte Galactica-Serie an, mit ihren Karens, Sektonen, Tares, Centaren und Centons. Da war freilich auch leicht zu erraten, dass Karens = Jahr, Sektone = Woche, Tares = Tag, Centare = Stunde. Nur die Centon war etwas kniffeliger, das war keine Minute und keine Sekunde, sondern 1/100 Centare, also 36 Sekunden. Und dann gab es noch die Einheit Mikrone, wo nie ganz klar wurde, ob das eine Zeit- oder eine Längeneinheit sein sollte, wobei im Fall der Zeiteinheits-Variante manches dafür sprach, dass es so etwas wie eine Sekunde gewesen wäre.

                        Kommentar


                        • #13
                          Man sollte meiner Meinung nach auch immer die Umstände berücksichtigen. In einer pluralistischen Gesellschaft wie z.B. die Föderation in Star Trek macht ein unabhängiges, logisches und nur von galaktischen Maßstäben abhängiges System Sinn, da sich sonst immer gewisse Gruppen benachteiligt fühlen würden. Wenn sich alle Mitgliedsstaaten nach einer bestimmten Zeitaufteilung richten müssten, die eigtl. nur von einer Spezies verwendet wird, wären wohl alle anderen beleidigt. Nimmt jeder seine eigene Form wäre das Chaos unüberschaubar, also nimmt man eine logische und neu entwickelte Zeitrechnung, die niemanden benachteiligt.
                          Hat man vllt. stattdessen ein eher autoritäres Regime oder ein Szenario in dem eine bestimmte Spezies vorherrscht, macht es eher Sinn auf ein ortspezifisches oder historisch gewachsenes System zurückzugreifen. Mein bestes Beispiel wäre das Imperium aus Warhammer 40k, in dem alle Zeiteinteilungen nach terranischen Jahren geeicht sind und eigene Zeitrechnungen schon fast als separatistischer Verrat gelten (außerdem weiß jedes Kind das das heilige Terra als einziger Planet im gesamten Universum den perfekten Standort und die perfekte Umlaufbahn besitzt).
                          Zusätzlich zu den offiziellen Systemen gibt es dann natürlich noch eine Vielzahl von inoffiziellen Systemen, die zwar nicht in Dokumenten oder Nachrichten erwähnt werden, aber einfach übernommen werden weils praktischer ist, z.B. die Umlaufdauer des eigenen Planeten als Jahr, statt dem festgelegten System.
                          Solche Unterschiede sind zwar eher kosmetisch aber ich finde das man eben durch solche Kleinigkeiten eine ein glaubwürdiges Universum schaffen kann.

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von Vyserion Beitrag anzeigen
                            Man sollte meiner Meinung nach auch immer die Umstände berücksichtigen. In einer pluralistischen Gesellschaft wie z.B. die Föderation in Star Trek macht ein unabhängiges, logisches und nur von galaktischen Maßstäben abhängiges System Sinn, da sich sonst immer gewisse Gruppen benachteiligt fühlen würden. Wenn sich alle Mitgliedsstaaten nach einer bestimmten Zeitaufteilung richten müssten, die eigtl. nur von einer Spezies verwendet wird, wären wohl alle anderen beleidigt.
                            Das ist die eine Seite der Medaille.
                            Die andere Seite ist, dass man OHNE einen Standard nie zueinander käme. Oder jedesmal umrechnen müsste, was unnötig Zeit kostet.
                            Es bleiben also die zwei Möglichkeiten: Eine neue, völlig unabhängige Zeitrechnung zu etablieren (die aber auch irgendwer letztlich festlegen muss) oder aber die Zeitrechnung einer Mitgliedspezies zu nehmen.
                            ST hat sich für beide Wege entschieden. Die grobe Sternenzeiteinteilung und die Einteilung in Sekunden, Minuten, Stunden, Tage Wochen, Monate, Jahre. (Nachweislich da man z.B. in ST-6 sehr gut die Uhr über dem Hauptmonitor erkennen kann und Kirk diese irdische Zeiteinteilung auch im Gespräch mit Gorkon benutzt.) Das schließt lokale Zeitrechnungen aber nicht aus.
                            Abgesehen davon, halte ich es für nachvollziehbar, dass man die Zeitrechnung eines der vier Gründungsvölker der Föderation gewählt hat. Denn diesen Standard wird man - wenn schon - recht früh festgelegt haben. Nicht erst mit der Aufnahme der 47. Spezies. (Natürlich haben die Macher hier dann einfacher Weise die irdische Zeitrechnung genommen um das Publikum nicht mit einer abstrakten Zeitrechnung verwirren zu müssen.)

                            In meinen FF habe ich es so gehalten, dass die Flottenoffiziere gelegentlich das Wort "Standard" hinzufügen (da es nur eine Zeitzone auf der Erde gibt, für die eine genannte Uhrzeit tatsächlich zutrifft) wenn sie die Bordzeit meinen. Diese Standardzeit gilt an Bord aller Flottenschiffe (und ist gleichzeitig die gültige Universaluhrzeit auf allen Planeten der Föderation - neben der lokalen Uhrzeit) und wird regelmäßig (innerhalb der Föderation) durch entsprechende Subraumsignale synchronisiert. Bei meinen FF entspricht dies Greenwich-Zeit (ähnlich der ZULU-Zeit, die innerhalb der gesamten NATO Gültigkeit hat).

                            Ob man sich wegen der dusseligen Zeitrechnung innerhalb der Föderation Animositäten leistet, und beleidigt ist, weil man selbst eventuell benachteiligt wurde - ich weiß nicht. Das wäre ja eine tolle Föderation, wenn´s bereits daran scheitern würde...
                            Deutsches BABYLON5 Forum || STAR TREK - ICICLE || STAR TREK - BREAKABLE
                            Mein Fan-Fiction und Original-Fiction WIKI

                            STAR TREK EXPANDED - WIKI || SONS OF ANARCHY - WIKI || FAN-FICTION TOTAL || SPACE 2063 WIKI

                            Kommentar


                            • #15
                              Das sich ein Standard wirklich durchsetzt ist nicht unbedingt gegeben. In Deutschland zu Zeiten des Mittelalters war man auch voneinander abhängig und eigentlich auch in einem Staat vereint, trotzdem hatte jedes Fürstentum seine eigene Währung und eigene Maßangaben. Diese Fragmentierung wurde dann nur durch einen in allen Bereichen dominierenden Staat gebrochen und auch hier noch nur dank einer Bedrohung von außen.
                              Und wenn man bedenkt das z.B. alle Dokumente der EU in jeder Sprache vorhanden sein müssen, also in 24-facher Ausführung, kann ich mir schon vorstellen, das sich da leicht Konflikte herausbilden. Immerhin ist Europa doch relativ ähnlich, zwischen verschiedenen Spezies muss die Diplomatie ein wahrer Alptraum sein. Stellt man sich dazu noch in jedem Staat dutzende populistische Gruppen vor, die sich über die fernen Bürokraten aufregen und sich für den Erhalt ihrer angeblich bedrohten Kultur einsetzen, hat man wahrscheinlich schon bei der Vereinheitlichung der Toilettenstandards eine mittlere Regierungskrise.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X