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Künstliche Planeten

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    #16
    Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
    Der Mars hat nur 0,107 Erdmassen.
    Dieser soll so an Masse zunehmen, dass er eine Atmosphäre halten kann und dass für Humanoide eine ausreichende Gravitation herrscht.
    Hm...
    Sagen wir mal 0,7 Erdmassen wären ausreichend. Wo soll man die hernehmen?
    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    Höchstwahrscheinlich müssten sie von woanders kommen, ja. Wenn aber nichts in einer terraformierbaren Größe da ist - ich sprach ja von Größen, die keine ausreichende Atmosphäre halten können - dann mag das u. U. schon effektiver sein, sich einen Planeten zu bauen.
    Das ist weniger eine Frage der Planetengröße - sprich, die Diskussion bewegt sich hier in eine falsche Richtung, was eine lebenserhaltende Umwelt betrifft.

    Der Mars wäre durchaus in der Lage eine dichtere Atmosphäre zu halten (und in der Vergangenheit, als der Kern noch heißer war, und ein stärkeres Magnetfeld erzeugte, hatte er vermutlich eine dichtere) hätte er ein Magnetfeld von ähnlicher Stärke, wie die Erde. So aber hat der Sonnenwind - als das ursprüngliche Magnetfeld, mit Abkühlen des Kerns, zusammenbrach - die Atmosphäre konstant in den Raum hinausgeweht.
    Dasselbe würde auch dann passieren, wenn man einen Planet lediglich größer gestaltet - sprich wenn man ihm lediglich mehr Masse gibt. Das reicht allein leider nicht.

    Was ein Planet primär braucht, zum Halten einer Atmosphäre, ist, wegen des Sonnenwindes, ein Magnetfeld, und dazu braucht man einen Planetenkern der in der Lage ist ein solches, in ausreichender Stärke, zu erzeugen. DA müsste man primär ansetzen - Masse allein ist irrelevant.

    Lustiger Weise denken sehr viele Leute: "Mehr Masse = dichtere Atmosphäre". Aber das können wir allein schon knicken, wenn wir zu Venus schauen. Im Vergleich zur Erde hat die Venus weniger Masse, aber eine ungleich dichtere Atmosphäre. Diese Gleichung ist also generell falsch.

    Um aber auf die Eingangsfrage zu kommen.
    Ein künstlich zusammengefügter Planet bringt allein nichts, wenn er kein eigenes Magnetfeld aufbauen kann. Dieses Konzept gehört für mich deswegen eher in den Bereich: "Wer braucht so etwas?"
    Künstliche Monde a la Todesstern (ohne Kanone) machen da als Habitat schon mehr Sinn (abgesehen vom Rohstoffverbrauch). Es wäre aber durchaus denkbar - mit der entsprechenden Technik - Ceres im Asteroidengürtel an der Oberfläche auszuhöhlen und dort Habitate im Innern zu errichten (Aber da läge der Mond wohl näher...).
    Ich mag Menschen... wenn es nicht zu viele sind. Laut dürfen sie auch nicht sein. Kleine Friedhöfe sind schön.

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      #17
      Zitat von hawk644 Beitrag anzeigen
      Um aber auf die Eingangsfrage zu kommen.
      Ein künstlich zusammengefügter Planet bringt allein nichts, wenn er kein eigenes Magnetfeld aufbauen kann. Dieses Konzept gehört für mich deswegen eher in den Bereich: "Wer braucht so etwas?"
      Warum? Also warum kann man einen Planeten nicht so bauen, dass er ein Magnetfeld hat?

      Aber die Atmosphäre ist sowieso unkritisch: Wenn ich einen Planeten bauen kann, und ich kann ihn mit einer Atmosphäre versehen, dann ist es herzlich egal, wenn diese Atmosphäre innerhalb der nächsten 500.000 Jahre verschwinden wird, ich kann sie ja mit einem winzigen Bruchteil des Aufwandes, wen ich am Anfang hatte, immer wieder auffüllen.

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        #18
        @ xanrof: Wie wäre es denn mit folgender Vorgeschichte:

        Man musste das eigene System relaativ Hals über Kopf verlassen, beispielsweise weil die Sonne zur Nova wurde. Auf dem Flug musste man dann leider recht schnell feststellen, dass das große Raumschiff kaum mehr weiterkommt und ein Abschleppen auch nicht geht, meinetwegen wegen der strukturellen Integrität, oder die Abschlepper reichen nicht aus (kleinere Brocken kann man eben auch mit mehr Flügen transportieren). Natürlich wird das ohne Habitat erstmal nicht gehen, das hat man einfach schneller errichtet, aber irgendwann kommt man an einen Punkt, in dem sich das Habitat verglichen mit einem künstlichen Planeten nicht mehr rechnet und genau darauf will ich hinaus. Es gibt Vorteile und Nutzen bei künstlichen Planeten. Nur um den Punkt geht es mir die ganze Zeit.

        @ hawk644: Ein Magnetfeld hab ich ja nicht ausgeschlossen. Mit ausreichend Vorwissen kann man sogar dafür sorgen, dass sich dieses schneller aufbaut, als es vermutlich auf der Erde damals der Fall war, z. B. dadurch, dass man gezielt erst mal die metallenen Asteroiden in den Kern bringt.

        Die Größe des Planeten bringt in sofern schon was, als dass die Wahrsscheinlichkeit für eine stabile Atmosphäre erhöht wird und auch das von dir angesprochene Magnetfeld erhalten bleibt. Oberndrein schadet die Größé auch nicht für eine gute Plattentektonik und somit dem Kohlenstoffkreislauf.
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          #19
          Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
          @ xanrof: Wie wäre es denn mit folgender Vorgeschichte:

          Man musste das eigene System relaativ Hals über Kopf verlassen, beispielsweise weil die Sonne zur Nova wurde. Auf dem Flug musste man dann leider recht schnell feststellen, dass das große Raumschiff kaum mehr weiterkommt und ein Abschleppen auch nicht geht, meinetwegen wegen der strukturellen Integrität, oder die Abschlepper reichen nicht aus (kleinere Brocken kann man eben auch mit mehr Flügen transportieren). Natürlich wird das ohne Habitat erstmal nicht gehen, das hat man einfach schneller errichtet, aber irgendwann kommt man an einen Punkt, in dem sich das Habitat verglichen mit einem künstlichen Planeten nicht mehr rechnet und genau darauf will ich hinaus. Es gibt Vorteile und Nutzen bei künstlichen Planeten. Nur um den Punkt geht es mir die ganze Zeit.

          @ hawk644: Ein Magnetfeld hab ich ja nicht ausgeschlossen. Mit ausreichend Vorwissen kann man sogar dafür sorgen, dass sich dieses schneller aufbaut, als es vermutlich auf der Erde damals der Fall war, z. B. dadurch, dass man gezielt erst mal die metallenen Asteroiden in den Kern bringt.

          Die Größe des Planeten bringt in sofern schon was, als dass die Wahrsscheinlichkeit für eine stabile Atmosphäre erhöht wird und auch das von dir angesprochene Magnetfeld erhalten bleibt. Oberndrein schadet die Größé auch nicht für eine gute Plattentektonik und somit dem Kohlenstoffkreislauf.
          Ich finde weiterhin, dass der Nutzen gleich Null ist. Wie oben schon mehrfach gesagt: eine Zivilisation, die so etwas kann und demnach mindestens eine Typ 2 Zivilisation (eine Typ 2 Zivilisation wäre zu weit mehr fähig als ein Weltenschiff zu konstruieren, evtl. könnten sie ein Pendant zu einem Alcubierre Antrieb bauen, dessen mögliche Umsetzung ja erst 2012 auf einer Fachkonferenz als durchaus realisierbar eingeschätzt wurde) wäre, könnte fast unbegrenzt Energie erzeugen, womit die Erschaffung eines künstlichen Planeten seinen Sinn verlieren würde.

          Man könnte sich einfach einen neuen Planeten suchen, den man entweder terraformen kann, wie Xanrof schon andeutete, oder man sucht sich einen Planeten in einer habitablen Zone mit Wasser und einer sauerstoffhaltigen Atmospähre. Die neuesten Forschungen im Bereich Expoplaneten scheint ja zu belegen, dass Planeten in habitablen Zonen wohl doch nicht so die große Ausnahme sind. Beide Methoden wären auf jeden Fall wesentlich weniger aufwändig, würde ich mal ganz laienhaft schätzen...
          Mehr als 3 Jahre Greatscifi, mehr als 370 Berichte online. Danke für Eure Besuche, danke für dieses Forum! http://www.greatscifi.de/.

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            #20
            Zitat von GreatSciFi Beitrag anzeigen
            Ich finde weiterhin, dass der Nutzen gleich Null ist. Wie oben schon mehrfach gesagt: eine Zivilisation, die so etwas kann und demnach mindestens eine Typ 2 Zivilisation (eine Typ 2 Zivilisation wäre zu weit mehr fähig als ein Weltenschiff zu konstruieren, evtl. könnten sie ein Pendant zu einem Alcubierre Antrieb bauen, dessen mögliche Umsetzung ja erst 2012 auf einer Fachkonferenz als durchaus realisierbar eingeschätzt wurde) wäre, könnte fast unbegrenzt Energie erzeugen, womit die Erschaffung eines künstlichen Planeten seinen Sinn verlieren würde.
            Um seinen Sinn zu verlieren, muss es ja zumindest mal einen gehabt haben .

            Ich behaupte ja keineswegs, dass der Nutzen bahnbrechend oder enorm wäre, ich sage nur, er wäre nicht Null.

            Man könnte sich einfach einen neuen Planeten suchen, den man entweder terraformen kann, wie Xanrof schon andeutete, oder man sucht sich einen Planeten in einer habitablen Zone mit Wasser und einer sauerstoffhaltigen Atmospähre. Die neuesten Forschungen im Bereich Expoplaneten scheint ja zu belegen, dass Planeten in habitablen Zonen wohl doch nicht so die große Ausnahme sind. Beide Methoden wären auf jeden Fall wesentlich weniger aufwändig, würde ich mal ganz laienhaft schätzen...
            Einfacher ist das allemal, aber langfristig wäre ein künstlicher Planet auf jeden Fall effektiver als das Habitat, das xanrof vorschlägt, weil man irgendwann keine Energie mehr hineinstecken müsste, wie dies im anderen Fall gegeben wäre.

            Edit: Bevor jetzt die Spitzfindigkeiten anfangen: Ich spreche von Energie, die die Bewohner oder Erschaffer hineinstecken müssten und nicht von Energie, die vom naheliegenden Fusionskörper ohnehin kommt
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              #21
              Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
              Um seinen Sinn zu verlieren, muss es ja zumindest mal einen gehabt haben .
              hihi, wie recht Du doch hast...., aber Spaß macht dieses Gedankenexperiment schon...
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                #22
                Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                Einfacher ist das allemal, aber langfristig wäre ein künstlicher Planet auf jeden Fall effektiver als das Habitat, das xanrof vorschlägt, weil man irgendwann keine Energie mehr hineinstecken müsste, wie dies im anderen Fall gegeben wäre.

                Edit: Bevor jetzt die Spitzfindigkeiten anfangen: Ich spreche von Energie, die die Bewohner oder Erschaffer hineinstecken müssten und nicht von Energie, die vom naheliegenden Fusionskörper ohnehin kommt
                Und jetzt könnte der Betriebswirtschaftler anfangen zu rechnen, wie lange es dauert, bis sich die Anfangsinvestition amortisiert. Ich vermute, es amortisiert sich GAR NICHT, weil der Planet nämlich nur ein paar Billionen Jahre in der habitablen Zone bleibt, die Anfangsinvestition aber GIGANTISCH ist.

                Dazu kommt, dass man natürlich auch in einen Planeten Energie stecken muss: Man muss Kraftwerke, Häuser, Infrastruktur etc. genauso in Stand halten wie auf einem Habitat, wenn man nicht in Höhlen leben will. Die Ersparnis ist also insgesamt nicht sonderlich groß.

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                  #23
                  Zitat von Redphone Beitrag anzeigen
                  Und jetzt könnte der Betriebswirtschaftler anfangen zu rechnen, wie lange es dauert, bis sich die Anfangsinvestition amortisiert. Ich vermute, es amortisiert sich GAR NICHT, weil der Planet nämlich nur ein paar Billionen Jahre in der habitablen Zone bleibt, die Anfangsinvestition aber GIGANTISCH ist.
                  Machst du dir überhaupt eine Vorstellung, wie viel Billionen Jahre sind? Lass uns mal realistischerweise von Milliarden von Jahren ausgehen, nehmen wir einfach mal nur das Alter der Erde. Schnapp dir eine Rolle Klopapier, am besten sowas wie 225 Blatt, damit lässt sichs schön rechnen

                  Nimm diese Rolle und rolle sie komplett auf. Jedes der Blätter umspannt etwa 20 Mio. Jahre. Etwa ein Hundertstel deines letzten Blattes umfasst den gesamten Zeitraum, den es den modernen Menschen überhaupt gibt. Das ist nichts.

                  Jetzt rechne mal aus, was du im Jahr an Stromkosten hast. Nehmen wir mal einen 2-Personenhaushalt nach check 24 mit den Minimalkosten von 55 € (wohl gemerkt, das ist nur Strom). Das sind 660 € im Jahr (ein Habitat braucht sicher ein vielfaches). Dann hast du über das Alter der Erde schon 1.960.200.000.000.000 € (fast 2 Billiarden €) verbraten und hast nur 2 Personen mit Strom (Ohne Wärme, ohne Wasser, ohne Sauerstoff, ohne Schwerkraft) versorgt. Vielleicht rechnet mal jemand gegen, was man für die Herstellung eines Planeten an Treibstoff verbrät .

                  Strom kriegst du auf einem Planeten auf mehr Arten, weil du beispielsweise noch Windkraft hast, Erdwärme, Gezeitenkraftwerke... Im Habitat kriegst du bestenfalls Sonnenenergie, die du auf dem Planeten auch hast.

                  Dazu kommt, dass man natürlich auch in einen Planeten Energie stecken muss: Man muss Kraftwerke, Häuser, Infrastruktur etc. genauso in Stand halten wie auf einem Habitat, wenn man nicht in Höhlen leben will. Die Ersparnis ist also insgesamt nicht sonderlich groß.
                  Das darfst du aber nicht zusätzlich im Vergleich zum Habitat rechnen, denn das sind Kosten, die du beim Habitat genauso hast, wie du ja feststellst. Zusätzlich zu den Unterkünften und Kraftwerken müsstest du natürlich auch noch das Habitat in Stand halten, also noch mehr Zusatzkosten. Dazu hast du auch kein Magnetfeld für den Schutz vor Strahlung...
                  Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                  endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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                    #24
                    Werden wir mal an dieser Stelle ein wenig metaphysisch. Wenn also eine hochentwickelte Kultur, sagen wir uns um 1000 oder mehr Jahre voraus, in der Lage ist, sowohl ein Habitat in der Größe eines hohlen Mondes zu betreiben ODER einen künstlichen Planeten zu erschaffen (bzw. diesen zu terraformieren), dann könnte ich mir vorstellen, dass wirtschaftliche Erwägungen überhaupt keine Rolle mehr spielen. In Star Trek (eben jene von mir erwähnte Typ 2 Zivilisation) spielen wirtschaftliche Interessen ja auch nur mehr eine untergeordnete Rolle, warum sollte eine so hoch entwickelte Kultur noch so etwas schnödes wie ein Wirtschaftssystem benötigen? Vielleicht geht es denen eben schlicht darum, an ihren aus so einem Projekt gewonnenen Erkenntnissen zu wachsen...
                    Mehr als 3 Jahre Greatscifi, mehr als 370 Berichte online. Danke für Eure Besuche, danke für dieses Forum! http://www.greatscifi.de/.

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                      #25
                      Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                      Strom kriegst du auf einem Planeten auf mehr Arten, weil du beispielsweise noch Windkraft hast, Erdwärme, Gezeitenkraftwerke... Im Habitat kriegst du bestenfalls Sonnenenergie, die du auf dem Planeten auch hast.
                      Ich würde die konstanten Kosten der Erhaltung von Habitaten, doch der enormen Anfangsinvestition bei der Schaffung eines Planeten vorziehen. Der andauernde Bedarf an Ressourcen und Energie ist so weitaus leichter aufzubringen, als die enorme Anfangsinvestition beim Planetenbau.
                      Wer Planeten oder Habitate bauen kann, sollte kein Problem damit haben, ausreichend und günstig Sonnenenergie einzufangen.
                      Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                      Dr. Sheldon Lee Cooper

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                        #26
                        Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                        Machst du dir überhaupt eine Vorstellung, wie viel Billionen Jahre sind?
                        So richtig vorstellen kann sich das glaube ich niemand.

                        Allerdings kann sich auch niemand vorstellen, wie groß ein Planet WIRKLICH ist.

                        Und ich denke, der Knackpunkt ist eben auch, dass sich selbst wenn schon nach 100.000 Jahren der break-even wäre statt nach einer Billion Jahren, das ist immer noch ein Zeitraum, über den kein vernünftig denkender Mensch Investitionen tätigt.

                        - - - Aktualisiert - - -

                        Zitat von GreatSciFi Beitrag anzeigen
                        In Star Trek (eben jene von mir erwähnte Typ 2 Zivilisation) spielen wirtschaftliche Interessen ja auch nur mehr eine untergeordnete Rolle, warum sollte eine so hoch entwickelte Kultur noch so etwas schnödes wie ein Wirtschaftssystem benötigen?
                        Irgend eine Form von Wirtschaftssystem wird man immer brauchen, weil Resourcen immer begrenzt sind und immer irgendwie verteilt werden müssen. Resourcen, die man für ein Ding ausgibt (z.B. dafür, einen Planeten zu bauen), kann man nicht für andere schöne Dinge ausgeben.

                        Selbst wenn unbegrenzt Energie zur Verfügung stünde ist immer noch ZEIT eine Resource, die nur endlich vorhanden ist.

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                          #27
                          Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                          @ xanrof: Wie wäre es denn mit folgender Vorgeschichte:

                          Man musste das eigene System relaativ Hals über Kopf verlassen, beispielsweise weil die Sonne zur Nova wurde. Auf dem Flug musste man dann leider recht schnell feststellen, dass das große Raumschiff kaum mehr weiterkommt und ein Abschleppen auch nicht geht, meinetwegen wegen der strukturellen Integrität, oder die Abschlepper reichen nicht aus (kleinere Brocken kann man eben auch mit mehr Flügen transportieren). Natürlich wird das ohne Habitat erstmal nicht gehen, das hat man einfach schneller errichtet, aber irgendwann kommt man an einen Punkt, in dem sich das Habitat verglichen mit einem künstlichen Planeten nicht mehr rechnet und genau darauf will ich hinaus. Es gibt Vorteile und Nutzen bei künstlichen Planeten. Nur um den Punkt geht es mir die ganze Zeit.
                          Für die Vorgeschichte gibt es doch nur 1 Szenario.

                          Die Zivilisation erreicht völlig auf dem Zahnfleich mit aller letzter Kraft das neue Sonnensystem. Dann schnappt man sich nach kurzer Erkundung des fremden Sonnensystems den möglichst besten Platz den man noch erreichen kann und versucht das beste daraus zu machen. Gehen wir davon aus das diese Zivilisation, die kritischen Anfangszeit irgendwie übersteht und ihr dieses Sonnensystem nun wirklich nicht gefallen will dann kommt sie sicher immer noch besser (und schneller) weg ein größeres, besseres und sicheres (Generationen)Schiff zu bauen, sich ein schöneres Ziel zu suchen, und dorthin aufzubrechen. Wahrscheinlich wäre so ein Schiff in wenigen Jahrzehnten bis Jahrhunderten gebaut.

                          Um so weniger die Zivilisation auf dem Zahnfleich ankommt um so weniger kritisch ist einfach die Anfangszeit und man beginnt eventuell wesentlich schneller mit den des neuen Schiffes. Aber so ein Startvorteil wäre sicher im Vergleich zu der Zeit einen Planeten zu erschaffen vernachlässigbar klein.

                          Mal was anderes: Kann man so einfach einen neuen Planeten in einen Sonnensystem installieren? So ein Sonnensystem ist doch nur stabil weil sich die Kräfte (extra möglichst allgemein formuliert) zwischen den Planeten mehr oder weniger aufheben. Wenn man da einen neuen Planeten einbaut geht doch diese Kräftegleichgewicht flöten (auch wenn man davon Auswirkungen erst nach Jahrtausenden merkt) oder man muss an ganzen Sonnensystem Hand anlegen und alle Planeten neu positionieren.

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                            #28
                            Zitat von GreatSciFi Beitrag anzeigen
                            Werden wir mal an dieser Stelle ein wenig metaphysisch. Wenn also eine hochentwickelte Kultur, sagen wir uns um 1000 oder mehr Jahre voraus, in der Lage ist, sowohl ein Habitat in der Größe eines hohlen Mondes zu betreiben ODER einen künstlichen Planeten zu erschaffen (bzw. diesen zu terraformieren), dann könnte ich mir vorstellen, dass wirtschaftliche Erwägungen überhaupt keine Rolle mehr spielen. In Star Trek (eben jene von mir erwähnte Typ 2 Zivilisation) spielen wirtschaftliche Interessen ja auch nur mehr eine untergeordnete Rolle, warum sollte eine so hoch entwickelte Kultur noch so etwas schnödes wie ein Wirtschaftssystem benötigen? Vielleicht geht es denen eben schlicht darum, an ihren aus so einem Projekt gewonnenen Erkenntnissen zu wachsen...
                            Ich hoffe doch auich sehr, dass der Kapitalismus eines Tages untergeht.

                            Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                            Ich würde die konstanten Kosten der Erhaltung von Habitaten, doch der enormen Anfangsinvestition bei der Schaffung eines Planeten vorziehen. Der andauernde Bedarf an Ressourcen und Energie ist so weitaus leichter aufzubringen, als die enorme Anfangsinvestition beim Planetenbau.
                            Wer Planeten oder Habitate bauen kann, sollte kein Problem damit haben, ausreichend und günstig Sonnenenergie einzufangen.
                            Aber auch nur, wenn du kurzfristig denkst.

                            Zitat von Redphone Beitrag anzeigen
                            So richtig vorstellen kann sich das glaube ich niemand.

                            Allerdings kann sich auch niemand vorstellen, wie groß ein Planet WIRKLICH ist.

                            Und ich denke, der Knackpunkt ist eben auch, dass sich selbst wenn schon nach 100.000 Jahren der break-even wäre statt nach einer Billion Jahren, das ist immer noch ein Zeitraum, über den kein vernünftig denkender Mensch Investitionen tätigt.
                            Naturwissenschaftler sind für mich vernünftiger denkende Menschen als Wirtschaftswissenschaftler

                            Selbst wenn noch so viele Wirtschaftler sagen, sie haben kein Interesse an sowas, wird es irgendwann Wissenschaftler geben, die sagen, sie wollen den ganzen Prozess beobachten und ob man dann noch ein System mit natürlicher Planetenentstehung findet, sei mal dahingestellt, schneller geht es dann auf jeden Fall mit einem Push


                            Irgend eine Form von Wirtschaftssystem wird man immer brauchen, weil Resourcen immer begrenzt sind und immer irgendwie verteilt werden müssen. Resourcen, die man für ein Ding ausgibt (z.B. dafür, einen Planeten zu bauen), kann man nicht für andere schöne Dinge ausgeben.
                            Die Erde kam 4,5 Mrd. JAhre lang ohne Wirtschaftssystem aus und ihr gings wahrscheinlich besser als heute

                            Zitat von kampfmaschine Beitrag anzeigen
                            Für die Vorgeschichte gibt es doch nur 1 Szenario.

                            Die Zivilisation erreicht völlig auf dem Zahnfleich mit aller letzter Kraft das neue Sonnensystem. Dann schnappt man sich nach kurzer Erkundung des fremden Sonnensystems den möglichst besten Platz den man noch erreichen kann und versucht das beste daraus zu machen. Gehen wir davon aus das diese Zivilisation, die kritischen Anfangszeit irgendwie übersteht und ihr dieses Sonnensystem nun wirklich nicht gefallen will dann kommt sie sicher immer noch besser (und schneller) weg ein größeres, besseres und sicheres (Generationen)Schiff zu bauen, sich ein schöneres Ziel zu suchen, und dorthin aufzubrechen. Wahrscheinlich wäre so ein Schiff in wenigen Jahrzehnten bis Jahrhunderten gebaut.

                            Um so weniger die Zivilisation auf dem Zahnfleich ankommt um so weniger kritisch ist einfach die Anfangszeit und man beginnt eventuell wesentlich schneller mit den des neuen Schiffes. Aber so ein Startvorteil wäre sicher im Vergleich zu der Zeit einen Planeten zu erschaffen vernachlässigbar klein.

                            Mal was anderes: Kann man so einfach einen neuen Planeten in einen Sonnensystem installieren? So ein Sonnensystem ist doch nur stabil weil sich die Kräfte (extra möglichst allgemein formuliert) zwischen den Planeten mehr oder weniger aufheben. Wenn man da einen neuen Planeten einbaut geht doch diese Kräftegleichgewicht flöten (auch wenn man davon Auswirkungen erst nach Jahrtausenden merkt) oder man muss an ganzen Sonnensystem Hand anlegen und alle Planeten neu positionieren.
                            Was, wenn die auf dem Zahnfleisch kriechende Zivilisation vom interstellaren Flug dermaßen traumatisiert ist, dass sie weitere interstellare Flüge für immer ausschließt, beispielsweise, weil die Verluste (an Leben) dermaßen hoch waren, dass man sagt, man will das nicht mehr auf sich nehmen und lieber einer gesicherten Existenz entgegengehen?
                            Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                            endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
                            Klickt für Bananen!
                            Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

                            Kommentar


                              #29
                              QUOTE]Aber auch nur, wenn du kurzfristig denkst. [/QUOTE]

                              Was heißt Kurzfristig? Nehmen wir einen Dyson Harrop Satteliten und die Sache ist gegessen.


                              Naturwissenschaftler sind für mich vernünftiger denkende Menschen als Wirtschaftswissenschaftler

                              Selbst wenn noch so viele Wirtschaftler sagen, sie haben kein Interesse an sowas, wird es irgendwann Wissenschaftler geben, die sagen, sie wollen den ganzen Prozess beobachten und ob man dann noch ein System mit natürlicher Planetenentstehung findet, sei mal dahingestellt, schneller geht es dann auf jeden Fall mit einem Push
                              Und ich bezweifle das die Gesellschaft ihnen die Recourcen für ihre Exzentrischen Wünsche bereitstellt. Und Vernunft ist eben auch nur ein Relativer Begriff

                              Die Erde kam 4,5 Mrd. JAhre lang ohne Wirtschaftssystem aus und ihr gings wahrscheinlich besser als heute
                              LOL, was willst du denn Sagen? Die Erde funktionierte auch ohne Naturwissenschaftlern und Germanisten. Jegliche Kulturwissenschaft braucht nunmal eine Kultur das sagt ja wohl die "Vernunft"


                              Was, wenn die auf dem Zahnfleisch kriechende Zivilisation vom interstellaren Flug dermaßen traumatisiert ist, dass sie weitere interstellare Flüge für immer ausschließt, beispielsweise, weil die Verluste (an Leben) dermaßen hoch waren, dass man sagt, man will das nicht mehr Unsich nehmen und lieber einer gesicherten Existenz entgegengehen

                              Unwahrscheinlich, wie hoch sollen die Verluste sein das es für immer Ausgeschlossen wird? Selbst Todesquoten von 90% hielten nicht ab, und es ist eher wahrscheinicher die Technik zu perfektionieren denn zu verbannen.

                              Und wenn eine Gesichter Existenz so einfach machbar wäre, dann hätte eine Ziv den interstellaren Bemannten Flug auf sich genommen. Außer aus Kolonisierungs/Überlebensgründen ist der nämlich über.

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                                #30
                                Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                                Was, wenn die auf dem Zahnfleisch kriechende Zivilisation vom interstellaren Flug dermaßen traumatisiert ist, dass sie weitere interstellare Flüge für immer ausschließt, beispielsweise, weil die Verluste (an Leben) dermaßen hoch waren, dass man sagt, man will das nicht mehr auf sich nehmen und lieber einer gesicherten Existenz entgegengehen?
                                Selbst dann wäre ein Habitat die naheliegendere/logischere/vernüftige Alternative.
                                Bis ein Planet soweit ist das man darauf leben kann, vergehen ein paar Millionen Jahre und mit dem Material für einen Planeten könnte man mehrer Habitate mit einem Vielfachen der Nutzfläche bauen

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