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Zeitdilatation im Scifi Alltag (Die Verschollene Flotte vs Star Trek,Wars...)

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  • Zeitdilatation im Scifi Alltag (Die Verschollene Flotte vs Star Trek,Wars...)

    Hallo zusammen,

    ich lese bzw. höre gerade „Die Verschollene Flotte“, von Jack Campbell. Eine mMn recht spannende SciFi-Romanreihe, die man sich durchaus mal ansehen sollte, wenn man auf sowas steht.
    Aber zum Thema: Zeitdilatation!
    In dieser Romanreihe wird dieses Thema in einer Art und Weise behandelt, wie es mir noch niemals im Scifi-Bereich untergekommen ist.
    Ich beschreibe mal kurz die Eckpunkte, damit jeder weiß worüber ich rede. In den Romanen wird eine ziemlich große Flotte von weit über 100 Schiffen befehligt. Diese fliegen im Normalraum in der Regel mit 0,1 Lichtgeschwindigkeit, 0,2 Licht scheint die Maximalgeschwindigkeit vieler Schiffe zu sein. Um größerere Entfernungen zurück zu legen gibt es Sprungpunkte und ein moderneres Hyperraumsystem, sodass auch gewaltige Distanzen relativ flott zurück gelegt werden können. Aber es geht mir um den Normalraum, denn permanent wird der Flottencaptain, aus dessen Sicht man die Ereignisse verfolgt, mit dem Problem der Zeitverschiebung konfrontiert.
    Einerseits ist die Kommunikation mit anderen Schiffen schwierig, die z.B. am Rand der Flotte fliegen, denn es dauert gerne mal einige Sekunden bis wenige Minuten, bis Sprachmitteilungen übertragen werden.
    Andererseits ist der Kampf mit anderen Flotten dadurch sehr ungewöhnlich, da aufgrund großer Entfernungen gerne viele Minuten oder Stunden vergehen, bis das Licht von einer Flotte zur anderen gelangt und man dadurch tatsächlich erst sieht, was der Gegner tut. Kurz zusammengefasst kann man sagen, nichts bewegt sich beim derzeitigen Stand der Technologie schneller als das Licht und man muss einfach warten, bis dieses angekommen ist. Eine planetare Basis bemerkt somit eine antreffende Flotte auch erst in 2h nach deren Ankunft, wenn der Sprungpunkt 2 Stunden bei Lichtgeschwindigkeit entfernt liegt.
    Bordsysteme können das zwar kompensieren und vorherberechnen was wohl passiert, aber eine ungewöhnliche Kurskorrektur in letzter Minute kann schon wunder wirken, wenn der Feind dies eben erst eine ganze Minute später erst merkt. So gewinnen die „Guten“ auch stets Schlacht um Schlacht, trotz Unterzahl.
    Sehr sehr unglaubwürdig sind dann auch die tatsächlichen Gefechte, da die Schiffe mit jeweils 0,1 Licht aneinander vorbeirasen und sich nur für den Bruchteil einer Sekunde in Waffenreichweite befinden. Der Mensch merkt das selbst kaum, jedoch schaffen es die Waffensysteme irgendwie effektiv zu feuern…
    Nun meine zwei Überlegungen zu dieser Thematik:
    1) Wie findet ihr das Konzept, das Problem der Zeit so auf zu greifen und permanent zu verarbeiten? Ich selbst finde es sowohl interessant als auch extrem nervig je nach Situation.
    2) Wie löst man in Star Trek, Star Wars, Stargate dieses Problem? Dort kommuniziert man durch die halbe Galaxie völlig problemlos in Echtzeit, Schiffe fliegen eng aneinander in für das Auge problemlos sichtbaren Bewegungen umher und Schießen mit Waffen, denen man auch mit dem Auge folgen kann. Wie schnell fliegt man eigentlich in Star Trek im Normalraum umher? Doch offensichtlich wesentlich langsamer als Lichtgeschwindigkeit, was ja glaube ich Warp 1 entspricht?

  • #2
    Star Trek und Star Wars sind da sicherlich nicht die wissenschaftlich korrektesten Sci-Fi Prpodukte, wobei Star Wars ja sowieso nie groß auf wissenschaftliche Erklärungen ausgelegt war. Dort funktioniert das ganze halt irgendwie weil so die Welt stimmig bleibt. Auch ein Grund warum viele Star Wars eher zum Bereich Fantasy als echter Science-Fiction zählen.

    Bei Star Trek wurde zumindest das Problem mit der Kommunikation durch die Einführung des Subraumes gelöst, also praktisch einer weiteren Dimension, durch die die Kommunitkation in Echtzeit ablaufen kann. Ist halt so ein bisschen Deus ex Machina aber die Erklärung funktioniert halbwegs.

    Die Raumschlachten bei Warpgeschwindigkeit sind in Star Trek allerdings extrem unlogisch und wissenschaftlich nicht haltbar. Alleine schon, dass man die Sterne hinter einem Raumschiff das mit Überlichtgeschwindigkeit fliegt sehen kann, gibt zu denken. Torpedos fliegen dann auch noch schneller als Raumschiffe mit Warpgeschwindigkeit. Sehr seltsam alles.

    Bei Star Wars sind Schlachten im Hyperraum nicht möglich. Wenn ein Schiff den Sprung schafft, ist es entkommen. Somit also eigentlich gut gelöst.

    Kommentar


    • #3
      Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
      Sehr sehr unglaubwürdig sind dann auch die tatsächlichen Gefechte, da die Schiffe mit jeweils 0,1 Licht aneinander vorbeirasen und sich nur für den Bruchteil einer Sekunde in Waffenreichweite befinden. Der Mensch merkt das selbst kaum, jedoch schaffen es die Waffensysteme irgendwie effektiv zu feuern…
      Wird erzählt, welche Art von Waffen verwendet werden?
      Wie löst man in Star Trek, Star Wars, Stargate dieses Problem?
      Technobabble.
      Dort kommuniziert man durch die halbe Galaxie völlig problemlos in Echtzeit, Schiffe fliegen eng aneinander in für das Auge problemlos sichtbaren Bewegungen umher und Schießen mit Waffen, denen man auch mit dem Auge folgen kann.
      Nicht vergessen, das sind Serien/Filme und es soll halt "gut" aussehen. In einer TNG-Episode z.B. bekämpfen sich zwei Schiffe auf einer Entfernung von etwa einer Lichtsekunde, wobei Torpedos nur einen Moment brauchen, um ihr Ziel zu erreichen.
      Wie schnell fliegt man eigentlich in Star Trek im Normalraum umher? Doch offensichtlich wesentlich langsamer als Lichtgeschwindigkeit,
      Im ersten ST-Film erreicht das Schiff Warp 0,5 mithilfe des Impulsantriebs und benötigt 1,8 Stunden für die Strecke Erde-Jupiter, was je nach Entfernung ungefähr 30-50% der Lichtgeschwindigkeit entspricht.
      was ja glaube ich Warp 1 entspricht?
      Zumindest in irgendwelchen Handbüchern, obs auch wirklich mal gesagt wird, weiß ich nicht.
      Zitat von Derek Vontanes Beitrag anzeigen
      Star Trek und Star Wars sind da sicherlich nicht die wissenschaftlich korrektesten Sci-Fi Prpodukte, wobei Star Wars ja sowieso nie groß auf wissenschaftliche Erklärungen ausgelegt war. Dort funktioniert das ganze halt irgendwie weil so die Welt stimmig bleibt. Auch ein Grund warum viele Star Wars eher zum Bereich Fantasy als echter Science-Fiction zählen.
      Star Wars = Fantasy mit Sci-Fi-Elementen
      Star Trek = Sci-Fi mit Fantasy-Elementen

      Beide sind weeeeeeit davon entfernt, Hard-SF zu sein.
      Torpedos fliegen dann auch noch schneller als Raumschiffe mit Warpgeschwindigkeit. Sehr seltsam alles.
      Torpedos können wohl ihr eigenes Warpfeld erzeugen.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
        Hallo zusammen,

        ich lese bzw. höre gerade „Die Verschollene Flotte“, von Jack Campbell. Eine mMn recht spannende SciFi-Romanreihe, die man sich durchaus mal ansehen sollte, wenn man auf sowas steht.
        Aber zum Thema: Zeitdilatation!
        In dieser Romanreihe wird dieses Thema in einer Art und Weise behandelt, wie es mir noch niemals im Scifi-Bereich untergekommen ist.
        Ich beschreibe mal kurz die Eckpunkte, damit jeder weiß worüber ich rede. In den Romanen wird eine ziemlich große Flotte von weit über 100 Schiffen befehligt. Diese fliegen im Normalraum in der Regel mit 0,1 Lichtgeschwindigkeit, 0,2 Licht scheint die Maximalgeschwindigkeit vieler Schiffe zu sein. Um größerere Entfernungen zurück zu legen gibt es Sprungpunkte und ein moderneres Hyperraumsystem, sodass auch gewaltige Distanzen relativ flott zurück gelegt werden können. Aber es geht mir um den Normalraum, denn permanent wird der Flottencaptain, aus dessen Sicht man die Ereignisse verfolgt, mit dem Problem der Zeitverschiebung konfrontiert.
        Einerseits ist die Kommunikation mit anderen Schiffen schwierig, die z.B. am Rand der Flotte fliegen, denn es dauert gerne mal einige Sekunden bis wenige Minuten, bis Sprachmitteilungen übertragen werden.
        Andererseits ist der Kampf mit anderen Flotten dadurch sehr ungewöhnlich, da aufgrund großer Entfernungen gerne viele Minuten oder Stunden vergehen, bis das Licht von einer Flotte zur anderen gelangt und man dadurch tatsächlich erst sieht, was der Gegner tut. Kurz zusammengefasst kann man sagen, nichts bewegt sich beim derzeitigen Stand der Technologie schneller als das Licht und man muss einfach warten, bis dieses angekommen ist. Eine planetare Basis bemerkt somit eine antreffende Flotte auch erst in 2h nach deren Ankunft, wenn der Sprungpunkt 2 Stunden bei Lichtgeschwindigkeit entfernt liegt.
        Bordsysteme können das zwar kompensieren und vorherberechnen was wohl passiert, aber eine ungewöhnliche Kurskorrektur in letzter Minute kann schon wunder wirken, wenn der Feind dies eben erst eine ganze Minute später erst merkt. So gewinnen die „Guten“ auch stets Schlacht um Schlacht, trotz Unterzahl.
        Sehr sehr unglaubwürdig sind dann auch die tatsächlichen Gefechte, da die Schiffe mit jeweils 0,1 Licht aneinander vorbeirasen und sich nur für den Bruchteil einer Sekunde in Waffenreichweite befinden. Der Mensch merkt das selbst kaum, jedoch schaffen es die Waffensysteme irgendwie effektiv zu feuern…
        Nun meine zwei Überlegungen zu dieser Thematik:
        1) Wie findet ihr das Konzept, das Problem der Zeit so auf zu greifen und permanent zu verarbeiten? Ich selbst finde es sowohl interessant als auch extrem nervig je nach Situation.
        Da hat sich also ein Autor eine Gesellschaft ausgedacht, in der die Technik super-schnelles Reisen ermöglicht, aber nicht super-schnelle Kommunikation. Schon interessant, aber auch sehr Plot-Device. Diese 0.2 Licht können nicht das Maximum der durch die Zivilisation erreichbaren Beschleunigung sein, sonst gäbe es gar keine Gefechte. Raketen- oder Energie-Waffen-Projektile müssen sich schneller bewegen können als die Schiffe selbst im Normalraum, sonst gibt's keinen Abschuss in Gefechten. Darauf kann man dann aufbauen, und sei's mit der "Nachricht am Pfeil"-Methode von Robin Hood in Abwandlung auf die dann "aktuellen" Waffensysteme.

        Wenn man durch die Sprungpunkte keine Nachrichten in Reinform befördern kann, wäre das dann die Rückkehr des "Kurierdienstes". Insgesamt ist es höchst unwahrscheinlich, daß eine Zivilisation erst lernt, große Materie-Brocken unglaublich zu beschleunigen - bei 0.2 Licht reden wir hier immerhin von knapp 60.000 km pro Sekunde - und dabei nicht gelernt hat, eine Form nicht-destruktiver Energie (Impulse gleich welcher Art, die die Information beinhalten) deutlich schneller zu beschleunigen. Stand heute krieg ich in Bielefeld von einem Server aus LA (grob 9000 km Luftlinie) in ca. 135 milisekunden Antwort, und der Kabelweg ist dabei sicher länger und nicht optimiert. Mach mal Mathe und denk mal über das Ergebnis nach Wie gesagt: klingt sehr Plot-Device.

        2) Wie löst man in Star Trek, Star Wars, Stargate dieses Problem? Dort kommuniziert man durch die halbe Galaxie völlig problemlos in Echtzeit, Schiffe fliegen eng aneinander in für das Auge problemlos sichtbaren Bewegungen umher und Schießen mit Waffen, denen man auch mit dem Auge folgen kann. Wie schnell fliegt man eigentlich in Star Trek im Normalraum umher? Doch offensichtlich wesentlich langsamer als Lichtgeschwindigkeit, was ja glaube ich Warp 1 entspricht?
        Wenn ich die Reviews und Spoiler richtig deute, macht man in Star Wars inzwischen planetare Landeanflüge in Lichtgeschwindigkeit

        Daran würde ich mich schon mal nicht orientieren Generell gilt: Wo man sich technisch keine halbwegs halbgare Lösung zutraut, "funktioniert" der Krempel im SciFi per Technobabble-Definition. Bei Antriebssytemen wird seit ewigen Zeiten - seit man sich der unendlichen Strecken und benötigten Geschwindigkeiten, um daraus noch eine halbwegs brauchbare Story zu machen, bewusst ist - an "brauchbaren" Lösungen versucht; über Kommunikation hat sich da wohl noch niemand Gedanken gemacht
        Zuletzt geändert von Karl Ranseier; 23.12.2015, 22:03.
        Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

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        Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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        • #5
          Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
          (...)1) Wie findet ihr das Konzept, das Problem der Zeit so auf zu greifen und permanent zu verarbeiten? (...)
          Gut.
          Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
          (...)2) Wie löst man in Star Trek, Star Wars, Stargate dieses Problem? (...)
          Schlecht.
          This post is protected by : Azatoth, demon sultan and master of illusion. ZOCKTAN!, Hiob 30, 16-17, Streichelt mein Ego,
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          Yossarian Lives!

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          • #6
            Zitat von Derek Vontanes Beitrag anzeigen
            Star Trek und Star Wars sind da sicherlich nicht die wissenschaftlich korrektesten Sci-Fi Prpodukte, wobei Star Wars ja sowieso nie groß auf wissenschaftliche Erklärungen ausgelegt war. Dort funktioniert das ganze halt irgendwie weil so die Welt stimmig bleibt. Auch ein Grund warum viele Star Wars eher zum Bereich Fantasy als echter Science-Fiction zählen.

            Bei Star Trek wurde zumindest das Problem mit der Kommunikation durch die Einführung des Subraumes gelöst, also praktisch einer weiteren Dimension, durch die die Kommunitkation in Echtzeit ablaufen kann. Ist halt so ein bisschen Deus ex Machina aber die Erklärung funktioniert halbwegs.

            Die Raumschlachten bei Warpgeschwindigkeit sind in Star Trek allerdings extrem unlogisch und wissenschaftlich nicht haltbar. Alleine schon, dass man die Sterne hinter einem Raumschiff das mit Überlichtgeschwindigkeit fliegt sehen kann, gibt zu denken. Torpedos fliegen dann auch noch schneller als Raumschiffe mit Warpgeschwindigkeit. Sehr seltsam alles.

            Bei Star Wars sind Schlachten im Hyperraum nicht möglich. Wenn ein Schiff den Sprung schafft, ist es entkommen. Somit also eigentlich gut gelöst.
            Die Schlachten in ST sind meist in Unterlichtgeschwindigkeit. Überlichtgeschwindigkeit klappt meist nur, wenn die Kontrahenten in die gleiche Richtung fliegen. Z.B. als die Romulaner in TOS die Enterprise verfolgen und eine Plasmawaffe abfeuern.

            Dann gibt es (in engl. ist der Text besser als im deut. MA)

            Picard-Maneuver - Memory Alpha - Wikia
            \\// Dup dor a´az Mubster
            TWR www.labrador-lord.de
            United Federation of Featherless
            SFF The 6th Year - to be continued

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            • #7
              Zitat von Psycho hd Beitrag anzeigen
              Wird erzählt, welche Art von Waffen verwendet werden?
              Ja, in Band 1 werden die verschiedenen Waffensysteme vorgestellt. Leider habe ich nicht ganz gut aufgepasst bzw. manches wohl wieder vergessen
              Es gibt auf jeden Fall recht einfache Bordgeschütze, quasi Standardbewaffnung, die mit irgend einer Art von Munition funktioniert, da es häufig an Nachschub mangelt. Diese, ich nenne sie mal Projektile, treffen häufig auf Schilde und lassen sie aufflammen.
              Dann gibt es noch sowas wie Raketen, die auch abgeschossen werden können, was mMn auch der einzige Grund für kleinere Schiffe wie Zerstörer und Kreuzer ist, die dann die größeren Schiffe davor schützen können.
              Und einen Nullfeldprojektor, der quasi ganze Schiffe komplett auflösen kann, sind keine Schilde mehr vorhanden.

              Bei den Gefechten wird oft ins Leere geschossen, meistens von den dummen Bösen, weil man Kurskorrekturen nicht erahnte. Es scheint mir so als zielt man häufig dahin, wo der Feind wohl hinfliegt und muss dementsprechend auch vorhalten. Ich glaube die Waffen sind nicht wirklich schneller, als die Schiffe selbst, sprich fliegt man an einem Schiff vorbei, ist es sofort außer Reichweite.

              Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
              Da hat sich also ein Autor eine Gesellschaft ausgedacht, in der die Technik super-schnelles Reisen ermöglicht, aber nicht super-schnelle Kommunikation. Schon interessant, aber auch sehr Plot-Device. Diese 0.2 Licht können nicht das Maximum der durch die Zivilisation erreichbaren Beschleunigung sein, sonst gäbe es gar keine Gefechte. Raketen- oder Energie-Waffen-Projektile müssen sich schneller bewegen können als die Schiffe selbst im Normalraum, sonst gibt's keinen Abschuss in Gefechten. Darauf kann man dann aufbauen, und sei's mit der "Nachricht am Pfeil"-Methode von Robin Hood in Abwandlung auf die dann "aktuellen" Waffensysteme.

              Wenn man durch die Sprungpunkte keine Nachrichten in Reinform befördern kann, wäre das dann die Rückkehr des "Kurierdienstes". Insgesamt ist es höchst unwahrscheinlich, daß eine Zivilisation erst lernt, große Materie-Brocken unglaublich zu beschleunigen - bei 0.2 Licht reden wir hier immerhin von knapp 60.000 km pro Sekunde - und dabei nicht gelernt hat, eine Form nicht-destruktiver Energie (Impulse gleich welcher Art, die die Information beinhalten) deutlich schneller zu beschleunigen.
              Nein das ist wirklich so.
              Wenn irgendwo in einem System etwas passiert muss ein Schiff erst das System verlassen und die Botschaft quasi mitnehmen. Es kann nicht durch Sprungpunkte oder den Subraum oder sonst was kommuniziert werden. Der Begriff Kurierdienst ist ziemlich passend.

              Achtung Spoiler, falls sich jemand für die Reihe interessieren mag:

              Spoiler
              Im laufe der Geschichte entdeckt man Hinweise auf Aliens, die unter anderen den verfeindeten menschlichen Parteien die Hyperraumportale zugespielt haben. Die können offensichtlich sehr wohl schneller und effizienter kommunizieren und wissen wohl auch wo sich Schiffe aufhalten, ohne dass sie auf deren "Licht" warten müssen

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              • #8
                Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                ....Nein das ist wirklich so.
                Wenn irgendwo in einem System etwas passiert muss ein Schiff erst das System verlassen und die Botschaft quasi mitnehmen. Es kann nicht durch Sprungpunkte oder den Subraum oder sonst was kommuniziert werden. Der Begriff Kurierdienst ist ziemlich passend....
                Das dachte ich mir schon. Der Ansatz ermöglicht einfach "herrlich" alte Motive aus Stories von vor Urzeiten zu übernehmen - man denke da an "Der Kurier des Zaren" oder so. Die "Nachricht am Pfeil"-Methode fällt aber so trotzdem innerhalb eines Systems nicht weg, da die Waffenprojektile sich ja schneller bewegen als die Schiffe.

                Auch wenn die - dank deines Spoilers - Technik beim Reisen einen Boost hatte, sollte eine Gesellschaft, die derartige Waffen- und Schildsysteme entwickeln konnte, auf Lichtsignalen basiert kommunizieren können, also schneller als die 0.2 Lichtgeschwindigkeit, die die Schiffe im Normalraum zurücklegen. Aber wie oben schon aufgeführt: die Geschwindigkeit der Kommunikation als Problem wird nahezu in allen "erfolgreichen" Franchises im SF ignoriert oder durch Zugriff auf noch fortschrittlichere Reisetechniken - zB Zeitreise - zum Non-Faktor.
                Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

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                • #9
                  Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen

                  Auch wenn die - dank deines Spoilers - Technik beim Reisen einen Boost hatte, sollte eine Gesellschaft, die derartige Waffen- und Schildsysteme entwickeln konnte, auf Lichtsignalen basiert kommunizieren können, also schneller als die 0.2 Lichtgeschwindigkeit, die die Schiffe im Normalraum zurücklegen.
                  Ja das schon, vielleicht habe ich mich da falsch ausgedrückt. Also man kommuniziert quasi schon mit Lichtgeschwindigkeit, allerdings nicht darüber hinaus und auch nicht von Sonnensystem zu System. Sprich "sieht" ein Schiff was in einem System passiert, oder bekommt eine Nachricht, muss es quasi schon fast dahin fliegen, wo die Nachricht hin soll.

                  Aber wie oben schon aufgeführt: die Geschwindigkeit der Kommunikation als Problem wird nahezu in allen "erfolgreichen" Franchises im SF ignoriert oder durch Zugriff auf noch fortschrittlichere Reisetechniken - zB Zeitreise - zum Non-Faktor.
                  Das wurde mir auch erst durch diese Romanreihe bewusst, dass das bislang konsequent tot geschwiegen wurde oder als selbstverständlich angesehen wurde.

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                  • #10
                    Ein kleine Ausnahme in pucto Kommunikation wäre der (in der Bücherwelt) erfolgreiche "Krieg der Klone" - Zyklus von John Scalzi. Hier skippen die Schiffe. Das erinnert sehr an die Sprünge aus Galactica und scheint auch eine Abkürzung über eine höhere Raumebene zu sein. Die Nachrichtenübermittlung erfolgt dann auch konsequenterweise über Skip-Drohnen, die die Schiffe aussetzen, bzw. die in die Nähe des Empfängers skippen und ihre Botschaft übermitteln. Das ist eine recht geschickte In-Universe-Lösung, wie ich finde.

                    Unabhängig davon ist natürlich auch das Skippen bestenfalls vage erklärt wurden.
                    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
                    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
                    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

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                    • #11
                      Zitat von EA-Loyalist Beitrag anzeigen
                      Ein kleine Ausnahme in pucto Kommunikation wäre der (in der Bücherwelt) erfolgreiche "Krieg der Klone" - Zyklus von John Scalzi. Hier skippen die Schiffe. Das erinnert sehr an die Sprünge aus Galactica und scheint auch eine Abkürzung über eine höhere Raumebene zu sein. Die Nachrichtenübermittlung erfolgt dann auch konsequenterweise über Skip-Drohnen, die die Schiffe aussetzen, bzw. die in die Nähe des Empfängers skippen und ihre Botschaft übermitteln. Das ist eine recht geschickte In-Universe-Lösung, wie ich finde.

                      Unabhängig davon ist natürlich auch das Skippen bestenfalls vage erklärt wurden.
                      Und ob kleine Schiffe oder Drohnen, es bleibt die schon genannte "Kurierdienst"-Lösung, die ja auch am meisten Sinn macht, wenn Reisen schneller geht als reiner Informationstransfer.
                      Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

                      "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

                      Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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                      • #12
                        Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                        1) Wie findet ihr das Konzept, das Problem der Zeit so auf zu greifen und permanent zu verarbeiten? Ich selbst finde es sowohl interessant als auch extrem nervig je nach Situation.
                        Eigentlich hat das ja wenig mit Zeitdilatation zu tun, oder? Es wird einfach nur berücksichtigt, dass "normale" Systeme eben auf die Lichtgeschwindigkeit beschränkt sind.

                        Das erinnert mich ein wenig an Andromeda. Dort gibt es ja den Slipstream für Überlichtgeschwindigkeit. Allerdings können ihn nur materielle Körper mit (vorzugsweise "natürlichen") Piloten durchreisen. Eine Superkommunikation gibt es dort nicht, weshalb im Zweifelsfall auf Boten zurückgegriffen werden muss, um eine Botschaft zu übertragen.

                        Zitat von DefiantXYX
                        2) Wie löst man in Star Trek, Star Wars, Stargate dieses Problem? Dort kommuniziert man durch die halbe Galaxie völlig problemlos in Echtzeit, Schiffe fliegen eng aneinander in für das Auge problemlos sichtbaren Bewegungen umher und Schießen mit Waffen, denen man auch mit dem Auge folgen kann. Wie schnell fliegt man eigentlich in Star Trek im Normalraum umher? Doch offensichtlich wesentlich langsamer als Lichtgeschwindigkeit, was ja glaube ich Warp 1 entspricht?
                        Soweit ich weiß sind die Geschwindigkeiten in ST extra so eingestellt, dass sie relativistische Effekte bewusst vermeiden sollen.
                        Wie man das Problem in den "Star-Serien" löst? Nun, indem einfach jedes Gerät, vom gewöhnlichen Wasserkocher bis zum Kommunikator auf Sub- oder Hyperraum-Technik basiert.
                        Deshalb ist den Systemen die Grenze der Lichtgeschwindigkeit ziemlich egal. Das ist dort Merkmal aller wirklich fortgeschrittenen Technik. Perry Rhodan systematisiert das nur etwas deutlicher (mit der 5D-Physik). Wobei man bei ST noch einwänden muss, dass Relaisstationen und Verstärker für eine sinnvolle Langstreckenkommunikation notwendig sind (zumindest laut dem mir bekannten technischen Hintergrund).

                        Zumindest bei ST finde ich das etwas schade, denn eigentlich hätte ST mit den Warpantrieb eine (pseudo-)wissenschaftliche Erklärung für Ü-Lichtreisen, die ohne solche Zusatzdimensionen auskommt. Die werden dann erst durch die Notwendigkeit zur Kommunikation eingeführt. Jedenfalls sieht es nicht so aus, als ob der "Hyperraum" bei ST eigentlich etwas anderes bedeutet und dort auch mit Raumverzerrungen usw. zu tun haben soll. Es ist tatsächlich eine Extra-Dimension, in die man eintauchen kann (VOY: "Die Denkfabrik") und durch die mehrere Universen verbunden sind (TNG: "In den Subraum entführt").
                        Vielleicht sollte ich hinzufügen: Ich argumentiere auf Grundlage des alten Kanon. Für alle 3 Serien gab es ja mehr oder weniger ein Reboot, so dass altes umgeworfen worden sein könnte.
                        "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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                        • #13
                          Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                          1) Wie findet ihr das Konzept, das Problem der Zeit so auf zu greifen und permanent zu verarbeiten? Ich selbst finde es sowohl interessant als auch extrem nervig je nach Situation.
                          Informationsbeschränkung durch die Lichtgeschwindigkeit ist in der Hard-SF Literatur eigentlich ein alter Hut. Genauso der strategische Faktor der Relativgeschwindigkeit und des Richtungsvektors von Schiffen.

                          Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                          2) Wie löst man in Star Trek, Star Wars, Stargate dieses Problem? Dort kommuniziert man durch die halbe Galaxie völlig problemlos in Echtzeit, Schiffe fliegen eng aneinander in für das Auge problemlos sichtbaren Bewegungen umher und Schießen mit Waffen, denen man auch mit dem Auge folgen kann. Wie schnell fliegt man eigentlich in Star Trek im Normalraum umher? Doch offensichtlich wesentlich langsamer als Lichtgeschwindigkeit, was ja glaube ich Warp 1 entspricht?
                          Star Wars, von Physik hat G. Lukas noch nie etwas gehört. In Star Trek tut man auch nur so als ob, und biegt sich die Physik eigentlich ständig zurecht. Bei Star Gate ebenso, mit strategischen Elementen der Raumfahrt wird hier kein Zuschauer behelligt.

                          Ich bin jetzt ehrlich gesagt etwas schokiert, liest den eigentlich keiner mehr die Klassiker der Hard-SF? Wenn dir solche Elemente etwas noch nicht untergekommen ist, empfehle ich dir die Klassiker von Larry Niven. Oder ganz besonders "Das Schiff der Chanur" von Carolyn J. Cherryh.
                          Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                          Dr. Sheldon Lee Cooper

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