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Osteuropäische SciFi filme?

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  • Osteuropäische SciFi filme?

    Letztens wurde wieder ein Schub alter russischer Film auf DVD veröffentlicht...

    "Der Himmel Ruft" (udssr 1959)
    "Planet Der Stürme" (Udssr 1962)
    "Begenung im All" (udssr 1963)
    "Start zur Kassiopeia" (udssr 1973)
    "Roboter im Sternbild Kassiopeia" (udssr 1974)

    Kennt sich jemand hier auf dem Gebiet aus?
    Gibts da noch mehr Filme die bisher nicht in der deutschen
    Version veröffentlicht wurden?

    (mal von "Solaris" (original) und "Stalker" abgesehen...)

    Bin von diesen alten russischen Filmen sehr fasziniert.
    Überhaupt kein Vergleich mit dem Trash aus den USA aus dieser Zeit.

  • #2
    Zitat von CaptainEO Beitrag anzeigen
    Überhaupt kein Vergleich mit dem Trash aus den USA aus dieser Zeit.
    In den 60-er und 70-er Jahren gab es im Bereich amerikanischer SF nicht nur Trash.
    Und so überragend sind diese alten russischen Filme nun auch wieder nicht. Das ist oft nur ein verdrehtes, ideologisch verklärtes Nostalgie-Verständnis, das zu einer solchen Bewertung führt. ich kann mir auch nicht vorstellen, dass diese Filme einem Vergleich mit "Star Trek The Original Series" lange standhalten.

    Bei der DVD-Veröffentlichung hätte man die beiden aufeinander folgenden Filme "Start zur Kassiopeia" (udssr 1973)
    "Roboter im Sternbild Kassiopeia" (udssr 1974) auch als günstige Doppel-DVD rausbringen können. Einzeln für 13 Euro kaufe ich mir so was dann auch nicht.

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    • #3
      Naja, neben ein paar Ausnahmen, gab es in den USA aber halt auch Tonnen an Trash in den 50ern und 60ern.
      (Natürlich gab es auch Gutes... Forbidden Planet, Der Tag an dem die Erde stillstand, 2001, Logan's Run ...usw).

      Wie auch immer, ich war jedenfalls vom Gesamteindruck her angenehm überrascht bei diesen Filmen.
      (Ob verdrehte ideologisch verklärte Nostalgie oder nicht... es ist Kunst!)

      Kommentar


      • #4
        Die Aussage mit dem Trash halte ich auch für übertrieben, aber Ostblock und Westen hatten bei der Sci-Fi irgendwie verschiedene Ansätze.Der Osten hat meistens eine mehr utopische Botschaft mit eingebaut, während im Westen, vor allem in den 70igern sozialkritische Botschaften verbreitet wurden.

        Auf beiden Seiten gab es Trash, es ist nur noch nicht alles aus dem Osten bekannt denke ich mal.
        "Denkt daran, wir sind nur dazu autorisiert Gewalt anzuwenden wenn die Erde bedroht ist"
        "Und der Mond"
        "Ja, und der Mond."

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        • #5
          Zitat von CaptainEO Beitrag anzeigen
          Naja, neben ein paar ausnahmen, gab es in den USA aber halt auch Tonnen an Trash in den 50ern und 60ern.
          Es gibt auch heute noch Tonnen an Trash. Der Punkt ist wohl auch, dass in den USA nun mal die meisten SF-Filme überhaupt produziert wurden / werden. So wahnsinnig viel Science-Fiction kommt ja auch heute nicht aus Russland. Auch nichts Hochwertiges. In den 60-ern und 70-ern gab's ein bisschen was, aber auch schon nicht viel und das meiste davon wohl schon auch sehr auf ein jugendliches Publikum zugeschnitten. Erwachsenen-SF wie "Alien" gab es in Russland wohl nie.

          Eine ganz nette Box war mal http://www.amazon.de/Science-Fiction...7833622&sr=1-2

          - Der schweigende Stern
          - Eolomea
          - Im Staub der Sterne

          D.h. die drei Filme gabs irgendwann mal günstig. Den ersten kenne ich, der ist ganz okay, nach einer Story von Stanislaw Lem ("Die Astronauten").

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          • #6
            Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
            Es gibt auch heute noch Tonnen an Trash. Der Punkt ist wohl auch, dass in den USA nun mal die meisten SF-Filme überhaupt produziert wurden / werden. So wahnsinnig viel Science-Fiction kommt ja auch heute nicht aus Russland. Auch nichts Hochwertiges. In den 60-ern und 70-ern gab's ein bisschen was, aber auch schon nicht viel und das meiste davon wohl schon auch sehr auf ein jugendliches Publikum zugeschnitten. Erwachsenen-SF wie "Alien" gab es in Russland wohl nie.
            "Alien" halte ich abgesehen von der cineastischen Qualität eigentlich nicht für sehr erwachsen, da es da am Ende nur um eine Monsterjagd geht.
            Da halte ich "Solaris" (original) und "Stalker" für wesentlich erwachsener.

            Wie gesagt, jetzt nehmt meine "Trash" Aussage nicht zu ernst. Wollte nur ausdrücken, dass ich angenehm überrascht war. Ich sammle mich halt schon einige Zeit durch die SciFi Film Vergangenheit, Highlights werden da am Ende natürlich immer seltener.

            Ich hoffe dieser kommt mal noch in der deutschen Version raus:






            Ganz vergessen hatte ich auch:
            Ikarie-XB1 (Tschechoslowakei 1963)


            .
            EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

            CaptainEO schrieb nach 3 Minuten und 22 Sekunden:

            Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
            - Der schweigende Stern
            - Eolomea
            - Im Staub der Sterne

            D.h. die drei Filme gabs irgendwann mal günstig. Den ersten kenne ich, der ist ganz okay, nach einer Story von Stanislaw Lem ("Die Astronauten").
            Ja, das sind 3 der 4 einzigen DDR DEFA SciFi Filme.
            Der vierte, "Signale" (1970), wurde bisher leider nicht veröffentlicht (Kam aber schon öfters im TV).
            Signale ? Ein Weltraumabenteuer ? Wikipedia

            "Eolomea" und "Im Staub der Stern" gefallen mir am Besten.


            .
            EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

            CaptainEO schrieb nach 5 Minuten und 32 Sekunden:

            Zitat von heavymetalisthelaw Beitrag anzeigen
            Auf beiden Seiten gab es Trash, es ist nur noch nicht alles aus dem Osten bekannt denke ich mal.
            Ja das mag sein. Daher auch mein Frage.
            Zuletzt geändert von CaptainEO; 06.03.2010, 01:23. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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            • #7
              Ich meinte auf den Osten bezogen dass uns bis jetzt haupsächlich die Perlen bekannt sind, aber nichtsdestotrotz bin Ich deiner Meinung das es es sich lohnt mit Ostblock Sci-Fi zu beschäftigen, auch wenn ich bis jetzt nur 2 Filme richtig kenne, sonst nur Ausschnitte.
              Eolomea ist recht Interessant gemacht, wenn auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig.
              "Denkt daran, wir sind nur dazu autorisiert Gewalt anzuwenden wenn die Erde bedroht ist"
              "Und der Mond"
              "Ja, und der Mond."

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              • #8
                Das gewöhnungsbedürftige finde ich daran gerade interessant.
                Ich kann ehrlich gesagt mit dem Mainstream Scifi wie Star Wars und soziemlich allem was ab den 90ern kam nicht viel anfangen. (Ausnahmen gibts natürlich immer.)

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                • #9
                  Bei mir ist es so Ich mag Mainstream und gewöhngungsbedürftiges, Star Wars oder Solaris(Sov), ich mag beides.
                  "Denkt daran, wir sind nur dazu autorisiert Gewalt anzuwenden wenn die Erde bedroht ist"
                  "Und der Mond"
                  "Ja, und der Mond."

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                  • #10
                    @CaptainEO

                    Testpilot Pirx erscheint doch nächste Woche:Testflug zum Saturn - Test des Piloten Pirx: Amazon.de: Sergei Desnizki, Zbigniew Lesién, Wladimir Iwaschow, Stanislaw Lem, Arvo Pärt, Marek Piestrak: DVD & Blu-ray
                    "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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                    • #11
                      hah! super, danke für den tip!


                      .
                      EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                      CaptainEO schrieb nach 49 Minuten und 25 Sekunden:

                      grad entdeckt:

                      "Der silberne Planet"
                      Weltraumerkunder auf der Suche nach Freiheit verlassen die Erde und notlanden auf einem fremden Planeten. Die Überlebenden erschaffen sich eine neue Gesellschaft, die durch schamanistische Rituale zusammengehalten wird. Als ein neuer Erkunder auf den Mond kommt, wird er als neuer Messias begrüsst. Science-Fiction-Parabel über Totalitarismus. Zulawskis Film wurde von 1975-77 nach dem gleichnamigen Buch aus der Lunar-Trilogie seines Großvaters, des Schriftstellers Jerzy Zulawski, an Schauplätzen in der Hohen Tatra, im Kaukasus und der Wüste Gobi gedreht. Nach Intervention des stellvertretenden Kulturministers wurde jedoch das größtenteils fertiggestellte Projekt gestoppt und die Zerstörung des gesamten Filmmaterials angeordnet. Das konnte verhindert werden, aber sollte noch ein Jahrzehnt dauern, bis Zulawski den fragmentarisch gebliebenen Film in Cannes 1988 präsentieren konnte.
                      Der silberne Planet: Amazon.de: Andrzej Zulawski: DVD & Blu-ray

                      Zuletzt geändert von CaptainEO; 07.03.2010, 00:42. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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                      • #12
                        Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                        In den 60-ern und 70-ern gab's ein bisschen was, aber auch schon nicht viel und das meiste davon wohl schon auch sehr auf ein jugendliches Publikum zugeschnitten. Erwachsenen-SF wie "Alien" gab es in Russland wohl nie.
                        Naja, kann man so nicht sagen. SciFi war im Ostblock schon ein sehr erwachsenes Genre, da sind Kinder- und Jugendfilme schon eher die Ausnahme. Die meisten Filme, würde ich sagen, waren für ein jüngeres Publikum oft zu „ gewollt intellektuell“ im Ansatz, zu „verquast“ und zu „langatmig“.

                        Im Westen hatte das Ganze ja auch immer einen starken kommerziellen Aspekt. Die Filme mussten Geld einspielen und deshalb auch der breiten Masse gefallen. Lange, wissenschaftliche Diskussionen wie man sie oft in Ost-SciFi findet, hätten da auch nicht funktioniert. Deswegen der vielleicht etwas „trashigere“ Eindruck bei dem direkten Vergleich einiger Produktionen bezogen auf die Entstehungszeit.

                        Was man hingegen in der Ost-SciFi von damals überhaupt nicht findet sind halt Dystopien, Endzeitszenarien. Warum auch? Der Kommunismus siegt und alles wird gut.
                        Deswegen wirken viele der Filme heute eben auf ihre Art „trashig“, weil sie einfach von der Zeit überholt wurden.
                        Auch wirken die Filme im Vergleich zu westlichen Produktionen immer etwas "kälter", weil weniger die Emotionen und Persönlichkeiten der Figuren, sondern eher das wissenschaftliches Problem im Mittelpunkt stand.

                        ich kann mir auch nicht vorstellen, dass diese Filme einem Vergleich mit "Star Trek The Original Series" lange standhalten.
                        Das ist mal wieder Ansichtsache. Was die technische Qualität betrifft, finde ich, dass sich die östlichen SciFi-Filme von einst nicht hinter den westlichen verstecken müssen. Wenn ich ab und an mal wieder einen von ihnen sehe, fällt mir zumindest die überraschend gute Qualität der Tricks auf.
                        ….und Stanisław Lem konnte die erste ST-Serie z.B. gar nicht leiden.

                        Nichtsdestotrotz besitzt eine Menge von dem, was Sie
                        vor Jahrzehnten verfasst haben, im 21. Jahrhundert
                        mehr Aktualität und Relevanz denn je. In „Solaris“
                        etwa findet sich der weise Satz: „Wir brauchen keine
                        anderen Welten, wir brauchen Spiegel.“

                        Da haben Sie allerdings Recht. Und trotzdem werden
                        die Menschen nicht müde, sich irgendwelche Aliens
                        und fremde Planeten herbei zu fantasieren. Die Ameri-
                        kaner machen mit ungebrochenem Eifer Serien wie
                        „Star Trek“ daraus. Früher, in den Fünfzigern, krepier-
                        te man vornehmlich an Bord eines auf Grund gelau-
                        fenen Unterseebootes, heute in den Weiten des Weltalls.
                        Quelle

                        Übrigens, er empfand auch beide Solaris-Verfilmungen als "Mist".

                        Gruß, succo
                        Zuletzt geändert von succo; 07.03.2010, 09:20.
                        Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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                        • #13
                          Zitat von succo Beitrag anzeigen
                          Naja, kann man so nicht sagen. SciFi war im Ostblock schon ein sehr erwachsenes Genre, da sind Kinder- und Jugendfilme schon eher die Ausnahme. Die meisten Filme, würde ich sagen, waren für ein jüngeres Publikum oft zu „ gewollt intellektuell“ im Ansatz, zu „verquast“ und zu „langatmig“.
                          Mit Erwachsenen-SF meine ich auch nicht intellektuelle SF, sondern richtigen Horror.

                          Dass Kindern was Intellektuelles serviert wird, auch in der Schule, ist nicht mehr als richtig.

                          Zitat von succo Beitrag anzeigen
                          Was man hingegen in der Ost-SciFi von damals überhaupt nicht findet sind halt Dystopien, Endzeitszenarien.
                          Was noch zu beweisen wäre. Ich glaube, dass man das findet. "Solaris", "Stalker", "Der schweigende Stern", und es gibt sicher noch mehr.
                          Zitat von succo Beitrag anzeigen
                          ….und Stanisław Lem konnte die erste ST-Serie z.B. gar nicht leiden.
                          Stanislaw Lem ist im Grunde einer der arrogantesten und überheblichsten Kritiker, die je gelebt haben. Lem lobt fast ausschließlich seine eigenen Werke und kritisiert alles andere, darunter auch Werke der Strugatzkis wie "Picknick am Wegesrand".

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                          • #14
                            Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                            Mit Erwachsenen-SF meine ich auch nicht intellektuelle SF, sondern richtigen Horror.

                            Dass Kindern was Intellektuelles serviert wird, auch in der Schule, ist nicht mehr als richtig.



                            Das wird den Kindern aber auch kindgerecht serviert. Du kannst Kindern ja gerne mal den ersten Solarais beim bunten Nachmittag zeigen, wird bestimmt ein durchschlagender Erfolg.

                            Was noch zu beweisen wäre. Ich glaube, dass man das findet. "Solaris", "Stalker", "Der schweigende Stern", und es gibt sicher noch mehr.
                            "Stalker" kenne ich nicht, aber weder in "Solaris" oder der "Schweigende Stern" geht es darum, dass die menschliche Gesellschaft aufgrund ihrer Verfehlungen zugrunde geht. In der östlichen SciFi trifft das meistens fremde Zivilisationen, die im Gegensatz zur Menschheit, den "falschen" Weg gegangen sind.

                            Also, der Film, der meiner Meinung nach wohl am ehesten in Richtung "Dystopie" geht, ist der polnische Streifen "Sexmission", aber auch der hat ein "Happy End".

                            Stanislaw Lem ist im Grunde einer der arrogantesten und überheblichsten Kritiker, die je gelebt haben. Lem lobt fast ausschließlich seine eigenen Werke und kritisiert alles andere,
                            Das ist wohl war. Ich glaube auch mal gelesen zu haben, dass der Regisseur des ersten Solaris ihn sogar mal verprügeln wollte.

                            Gruß, succo
                            Zuletzt geändert von succo; 07.03.2010, 10:13.
                            Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

                            Kommentar


                            • #15
                              Der russische Film "Briefe Eines Toten" (auch eine Strugatzki-Verfilmung)
                              ist recht apokalyptisch. Allerdings war das auch erst 1986.
                              Briefe eines Toten ? Wikipedia

                              Und ja, "Stalker" (1979) auch.
                              Stalker (Film) ? Wikipedia

                              Aber sonst hast du schon recht, succo.

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