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  • Looper

    Sci-Fi-Thriller von Rian Johnson mit Joseph Gordon-Levitt und Bruce Willis
    Man nennt sie Loopers. Sie sind die gut bezahlten Auftragskiller einer verbrecherischen Organisation in der Zukunft, in der Zeitreisen zwar möglich, aber illegal sind. Das Syndikat nutzt die Technologie und beseitigt seine Opfer, in dem es sie dreißig Jahre zurück in die Vergangenheit schickt, wo ein Looper wartet und die Zielperson erschießt. Die Morde sind ebenso kaltblütig wie perfekt. Joe (Joseph Gordon-Levitt) ist so ein Looper und er ist einer der Besten im Geschäft. Für ihn gibt es keine Regeln, außer einer: Er darf nicht versagen. Joe erledigt seine Jobs zuverlässig, bis er eines Tages einem neuen Opfer gegenübersteht: seinem dreißig Jahre älteren Ich (Bruce Willis). Joe zögert einen kurzen Augenblick. Zu lang! Es beginnt eine Jagd auf Leben und Tod…
    Quelle

    Ich habe Looper gestern gesehen und darf berichten, dass der Film mir ausgesprochen gut gefallen hat. Regisseur und Autor Rian Johnson liefert einen spannenden Zeitreise Thriller mit toll aufgelegten Darstellern und solider Action ab. Zudem erzählt er eine Geschichte, bei der man nicht schon nach einer halben Stunde genau sagen kann, wie sie denn enden wird. Nach dem Trailer hatte ich erwartet,

    Spoiler
    dass Gorden Levitt und Willis (also der alte und der junge Joe) letztlich gemeinsam gegen ihre Auftraggeber arbeiten werden, aber tatsächlich stehen sie sich fast konstant als Gegner gegenüber. Als Zuschauer ist man sich lange Zeit gar nicht so sicher für welchen Charakter man nun eigentlich die Daumen drücken soll.

    Ein kleines Problem ist, dass die Zeitreise Logik im Film recht unklar bleibt. Auf der einen Seite gibt es verschiedener Zeitlinien, so dass sich Änderungen der Vergangenheit nicht unbedingt auf die Zukunft auswirken müssen, auf der anderen sehen wir aber wie Erlebnisse des jüngeren Ichs Einfluss auf das ältere Ich nehmen, wenn sich beide Personen in der selben Gegenwart aufhalten.

    Spoiler
    So gibt es eine tolle Szene in der ein Looper, der nicht gewillt war sein älteres Ich zu töten, nach und nach die Gliedmaßen amputiert werden und sich der Körper seines Pendant aus der Zukunft vor unseren Augen verändert. Dennoch war dieser ja ursprünglich als vollständige Person zurückgekehrt. Genauso sehen wir später eine (die ursprüngliche?) Zeitlinie in der Joe sein älteres Ich getötet hatte.
    Das fand ich vom Ansatz her ein wenig konfus, aber der Film teilt uns durch Bruce Willis in der Diner Szene auch mit, dass man sich nicht allzu viele Gedanken darüber machen sollte.

    Im letzten Drittel des Film kommt dann neben den Zeitreisen noch ein weiteres SciFi Element zum tragen, welches ich so nicht erwartet hatte.

    Spoiler
    Der Film etabliert zwar recht früh, dass es Menschen gibt, die telekinetisch veranlagt sind, aber dass sich der kleine Junge dann als X-Men Mitglied entpuppt, fiel mir schon schwer zu akzeptieren. Das war dann irgendwie ein außergewöhnliches Element zu viel. Überhaupt verliert der Film im letzten Drittel ein wenig an Schwung, wenn Joe die Farm von Sara und ihrem Sohn aufsucht. Er bleibt weiterhin spannend und interessant, aber ihm geht irgendwie die atemlose Energie verloren, die er bis dahin meiner Meinung nach hatte.

    Insgesamt ist Looper ein sehr unterhaltsamer Streifen und ich kann ihnen allen Genre Fans nur empfehlen. Wirklich nett.
    Für einen Euro durch die Spree, nächstes Jahr am Wiener See. - Treffen der Generationen 2013
    "Hey, you sass that hoopy Ford Prefect? There's a frood who really knows where his towel is." (Douglas Adams)

  • #2
    Hab den Film auch gesehen und fand ich auch super! 9 von 10 Punkten vergebe ich!

    Und ja, man erwartet einen Filmablauf, der aber so gar nicht eintritt. Auch mit dem zusätzlichem Element gegen Ende, hat mir sehr gut gefallen!

    By the way, Ford Prefect: Unlogisch oder widersprüchig finde ich die Zeitreisethematik gar nicht! Auswirkungen treten immer erst dann an, wenn sie (sofern sie in der gleichen Zeitlinie sind) verursacht werden. Zuvor ist dies ja noch nicht gemacht worden!

    Spoiler
    Sonst wäre der gesamte Plot des Films ja nicht passiert bzw., es gibt im Film halt mehrere Paradoxon. Die Sache selbst mit seinem älteren Ich ist ja auch eine. Ebenso wie der Haupt-Loop des Films. Und ja, wo er sein älteres Ich erschießt, war die ursprüngliche Zeitebene, da er ja sonst nicht entsprechend anders gelebt hätte und die Asiatin kennengelernt hätte.


    Kann den Film auf jeden Film allen anderen hier im Forum sehr ans Herz legen! Ein sehr gut gemachter, unvorhersehbarer kleiner (wenig Budget) Sci-Fi Film, mit alles andere als stereotypischen Charakteren, der auch noch verschiedene Werte vermittelt und keinesfalls ein einfacher Action-SF-Film ist!
    Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi; 1181 od. 82 - 1226)

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    • #3
      Looper

      Was ich noch weniger leiden kann als einen schlechten Film, ist ein Film der gut beginnt, eine Stunde ungefähr gut unterhält und dann plötzlich eine völlig uninteressante Wendung nimmt, diese dann bis zum Ende durchzieht und mich mit dem Gefühl zurücklässt das ich gerade verarscht wurde.
      Was als solider Sci-Fi-Thriller beginnt, wird auf einmal zu einer Art Omen&X-Men für Arme und hat mich sehr gefrustet.
      Lächelnd scheidet der Despot;
      denn er weiß, nach seinen Tod
      wechselt Willkür nur die Hände,
      und die Knechtschaft hat kein Ende.

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      • #4
        Oh, das Gefühl kenne ich nur zu gut in Erinnerung an dem Film "Die Insel".
        "Und falls du jetzt denkst, ich sei ein guter Mensch, ist es an der Zeit zu erkennen, dass du falsch von mir denkst - ich bin kein guter Mensch" Favorite

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        • #5
          Ja, ein wenig vergleichbar. Wobei ich bei der Insel noch ein wenig drüber hinwegsehen konnte. Bei Looper hat man das Gefühl vom 4. Gang plötzlich in den 1. zurückzuschalten. Eine dynamische Story die sich rasant bewegt wird auf einmal eine Reihe von sinnlosen Momentaufnahmen die mich wirklich absolut nicht interessierten. Irgendwie überraschts mich nicht das er für einen Bruce W. Film nicht wirklich viel promoted wurde. Da hat er jemanden vermutlich einen Gefallen geschuldet
          Lächelnd scheidet der Despot;
          denn er weiß, nach seinen Tod
          wechselt Willkür nur die Hände,
          und die Knechtschaft hat kein Ende.

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          • #6
            Also die Wendung war wirklich etwas murksig, oder man hätte die Rolle des "Regenmachers" etwas genauer erklären sollen, so dass man sich für dessen Ableben mehr interessiert. Aber ansonsten fand ich den Film prima und kann mich den hervorragenden Kritiken durchaus anschließen
            ENDLICH: Am 18.12. ist mein neuer, abgedrehter Sci-Fi-Roman bei Amazon erschienen!! Lest doch mal rein: NIKLAS

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            • #7
              Achtung Spoiler

              Ich fand einfach die Tatsache so schlecht das nach einer Stunde guter Aktion die Notbremse gezogen wird und man fast die restliche Zeit lahmarschig auf der Farm rumhängt. Den Aspekt dieses "Omen-Kindes" fand ich auch nur schlecht, eine Art X-Men für Arme....nene...ging gar nicht. Was mich einfach noch mehr ankotzt als ein schlechter Film, ist ein Film der gut anfängt und dann total kippt. Da hab ich immer im Kopf "was hätte sein können wenn er so weitergegangen wäre".
              Lächelnd scheidet der Despot;
              denn er weiß, nach seinen Tod
              wechselt Willkür nur die Hände,
              und die Knechtschaft hat kein Ende.

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              • #8
                Grundsätzlich hatte ich mit der Handlung auf der Farm jetzt keine Probleme und die hätte auch ohne den TeleKäse funktioniert, auf den ich genauso hätte verzichten können, wie auf Gordon-Levitts angeklebte Nase.
                Hätte man den Rainmaker nicht auch in diesem Zeitrahmen eingebaut, wäre das alles schon sehr fad gewesen.
                Ansonsten bin ich, was die Zeitreise-Logik angeht, noch etwas unschlüssig.
                I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

                - George Lucas

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                • #9
                  Hallo,

                  ich verstehe trotzdem folgendes nicht:


                  Spoiler

                  Der junge Cid wird ja erst zum "Rainmaker" weil er sieht, wie der ältere Joe seine Mutter erschießt, und rächt sich daraufhin ja an den Loopern. Der junge Joe durchbricht die Schleife, indem er sich selbst umbringt, und somit auch sein älteres ich. Daraufhin erhält Cid die Chance, eine normale Kindheit zu erleben, und später nicht der Rainmaker zu sein.

                  Das Unlogische aus meiner Sicht: es gibt hier kein initiales Ereignis, das diese Ereigniskette in Gang setzt, denn eigentlich würde die Frau des älteren Joe ja niemals vom Rainmaker umgebracht, also auch keine Rache an der Mutter von Cid. Wo bitte ist hier das initiale Ereignis, das die Schleife ins rollen bringt?


                  Übersehe ich etwas? Oder ist der Film an der Stelle total inkonsequent?

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                  • #10
                    Das ist das Problem an solchen Zeitreisen, ab dem Punkt an dem man den Auslöser "vernichtet" landet man in einer Sackgasse, wo man mit normalen Verständnis nicht mehr weiter kommt und landet bei den verschiedensten Zeitreisetheorien.

                    Er kann entweder die Zukunft überschrieben haben und alles läuft jetzt weiter oder er hat damit einfach eine zweite Zeitlinie geschaffen in der alles anders ist aber die normale bleibt weiterhin bestehen.

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                    • #11
                      Zitat von Elin Beitrag anzeigen
                      Das ist das Problem an solchen Zeitreisen, ab dem Punkt an dem man den Auslöser "vernichtet" landet man in einer Sackgasse, wo man mit normalen Verständnis nicht mehr weiter kommt und landet bei den verschiedensten Zeitreisetheorien.

                      Er kann entweder die Zukunft überschrieben haben und alles läuft jetzt weiter oder er hat damit einfach eine zweite Zeitlinie geschaffen in der alles anders ist aber die normale bleibt weiterhin bestehen.
                      Wieso bleibt die normale Zeitlinie bestehen?

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                      • #12
                        Man hat doch nur 2 Möglichkeiten, entweder man überschreibt die Zeitlinie oder man erschafft durch seine Taten eine neue die neben der alten verläuft in der sich nichts verändert hat.
                        Falls er eine neue Zeitlinie geschaffen hat dann bleibt die andere bestehen und läuft so wie sie es vorher tat auch weiter.

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                        • #13
                          Die Frage nochmal einfach gestellt: warum gibt es üerhaupt einen Rainmaker? Es gibt hierfür eigentlich keinen schlüssigen Auslöser...

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                          • #14
                            Zitat von Elin Beitrag anzeigen
                            Man hat doch nur 2 Möglichkeiten, entweder man überschreibt die Zeitlinie oder man erschafft durch seine Taten eine neue die neben der alten verläuft in der sich nichts verändert hat.
                            Falls er eine neue Zeitlinie geschaffen hat dann bleibt die andere bestehen und läuft so wie sie es vorher tat auch weiter.
                            Wieso gibt es nicht die Möglichkeit eine neue Zeitlinie zu schaffen und die alte zu löschen?

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                            • #15
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                              Es gab zwar paar neue Zukunftstechnologien zu bewundern, aber das war mir zu wenig.

                              Der letzte Drittel des Filmes hat mir gut gefallen und ich war auch etwas überrascht als der kleine Junge seine Krafte vorgeführt hat.Mit so etwas hatte ich wirklich nicht gerechnet.

                              3.5/6*

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